Wir laden euch ein, Briefe an Gefangene zu schreiben, gerade in Zeiten wie diesen!
Wie immer mit veganem Buffet, Eis & Kuchen und Infomaterial.
18:00 Wagenplatz Treibstoff | Simmeringer Hauptstrasse 101 | XI Wien | treibstoff.wagenplatz.at
Wir laden euch ein, Briefe an Gefangene zu schreiben, gerade in Zeiten wie diesen!
Wie immer mit veganem Buffet, Eis & Kuchen und Infomaterial.
18:00 Wagenplatz Treibstoff | Simmeringer Hauptstrasse 101 | XI Wien | treibstoff.wagenplatz.at
Wann: Samstag, 17. Juli 2010 ab15 Uhr
Wo: Karlsplatz / Resselpark
Mit 1. Juni 2010 ist das erneuerte Wiener Landes Sicherheitsgesetzt in Kraft getreten. Die damit verbundene Ausweitung der Polizeibefugnisse für den öffentlichen Raum, richtet sich hauptsächlich gegen sogenannte Randgruppen* im öffentlichen Raum. Mit 1. Juni 2010 hat auch ein Großaufgebot an Polizei angefangen die sogenannte Drogenszene vom Karlsplatz zu vertreiben. Zusätzlich wurde beschlossen den Spritzentausch des Projekts streetwork zu schließen. Offizielle Begründung, der Umbau des Karlsplatzes. Dass die Passage des 2006 frisch renovierten Streetwork-Projekts nicht von den Umbauarbeiten betroffen ist, scheint für die „Verantwortlichen“ unerheblich. Denn im Oktober 2010 finden die Wiener Landtagswahlen statt. Während ÖVP und FPÖ seit langen schon gegen die User_innen vom Karlsplatz hetzen, scheint nun auch die SPÖ darauf zu setzten, sozialen Frieden nicht mehr erkaufen zu wollen, sondern durch den staatlichen Kontrollapparat herbeizuführen.
Im Rahmen des diesjährigen EKHaus und Hoffestes laden wir zum brunchen bei lecker veganen Buffet und gemeinsamen Briefeschreiben an Inhaftierte ein. Für Briefpapier, Postkarten, Umschläge etc. ist gesorgt.
Das ganze wird am Donnerstag, dem 24. Juni, um 17:00 Uhr im Hof im EKH (Wielandgasse 2-4 | 1100 Wien) stattfinden.
Weitere Infos zum EKHaus und Hoffest zu finden unter: www.med-user.net/ekh
Am 12. Juni 2010 wurde der Anarchist S. im Rahmen einer Demonstration in Wien verhaftet und sitzt seither in Untersuchungshaft. Wir dokumentieren hier die Ereignisse seither.
- Nach der Verhaftung (im Rahmen einer Demonstration um etwa 14:00) wurde S. in das Landesgericht Wien Josefstadt überstellt und es kam noch am selben Abend zu einer Solidemo rund im den Knast.
- Am folgenden Tag gab es gegen 22 Uhr wieder eine Antiknast-Demo, an der sich etwa 40 Menschen beteiligten.
- Am Mittwoch, 16. Juni, sammelten sich um 18:00 Uhr 100 Personen zu einer lautstarken und kraftvollen Antiknast-Demo, um Solidarität mit S. und allen Gefangenen zu zeigen.
- Am Samstag, dem 19. Juni, kam es im Rahmen der Freeparade-Demo zu einer Kundgebung vor dem Knast, es gab einen Infotisch und einen Redebeitrag. Bei der Demo wurden 4000 Flyer zur Situation von S. verteilt.
- Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde der Knast mit Farbbeuteln angegriffen, genauere Infos hierzu: http://at.indymedia.org/node/18447
Da S. seinen Namen nicht veröffentlicht haben will, können Briefe an folgende Adresse gesendet werden: ABC Wien | Postfach 173 | 1100 Wien
Mittlerweile tauchen überall in der Stadt Soliplakate auf, worauf folgendes zu lesen ist:
Polizei überall, Gerechtigkeit nirgends!
Die österreichische Inneministerin Maria Fekter (ÖVP) hat heute die Pläne für den Bau eines neuen Ausschaffungszentrums in Vordernberg, Bezirk Leoben, präsentiert. Das Projekt reiht sich nathlos in die zahlreichen Knastneubauprojekte ein, die in diesem Moment gerade hierzulande am Laufen sind – ein Trend übrigens, der nicht nur in Österreich zu beobachten ist, schließlich führen überall steigende Häftlingszahlen zu einer massiven Expansion des Gefängnissystems.
220 Menschen soll in dem neuen Knast die Freiheit geraubt werden, spätestens nach der angepeilten Fertigstellung in zwei Jahren. Als Handlanger der Herrschenden und den Zuschlag als Siegerprojekt erhielt das ArchitektInnenbüro 'SUE Architekten'. 42 ArchitektInnenbüros haben Vorschlage für die Konzipierung des Knastes eingereicht und in Anbetracht ihrer nicht unwesentlichen Funktion sollte in Zukunft ihrer Rolle kritischer hinterfragt werden, nicht zuletzt etwa aufgrund von Aussagen wie jene von Michael Anhammer von 'SUE': 'Um den Insassen, die auf ihre geplante Abschiebung warten, möglichst viel Bewegungsfreiheit zu geben, sind begrünte Innenhöfe und Terrassen geplant'.
Wie bei allen Knastneubauprojekten in Österreich steht als zentrale verantwortliche Instanz die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), die sich um den Erwerb von Grundstücken kümmert bis hin zur Finanzierung der gesamten Baukosten. In guter österreichischer Tradition vermietet die BIG die Knäste dann an die jeweiligen Ministerien, im Falle von Justizanstalten an das Justiziministerium, im Falle von Ausschaffungszentren an das Innenministerium.
Der in Schweden inhaftierte Öko-Anarchist Jonatan Strandberg, der eine 15 Monatige Strafe für diverse ELF-Aktionen absitzt wurde in einen anderen Knast verlegt.
Der mit der Kategorie C klassifizierte Knast befindet sich in Storboda, und ist von Stockholm aus mit der Bahn in 30 Minuten zu erreichen.
Das erleichtert es UnterstützerInnen und Angehörigen Jonatan regelmäßig zu besuchen.
Die neue Adresse ist:
Jonatan Strandberg
Anstalten Storboda
19595 Rosersberg
Sweden
Das Anarchist Black Cross Cafe wird im Juni im Tuwi (19. Bezirk, Peter Jordan Straße 76) stattfinden. Es gibt dieses Mal einen kurzen Vortrag und Film. Thematisch geht es um das Wesen und die historische Wandlung von Knast. Architektur, Massnahmen zur Disziplinierung, Uberwachungstechnologie sind einige der Aspekte, welche aus unterschiedlichsten Perspektiven betrachtet werden.
Ab 17:00 Uhr gibts wie immer Buffet, ab 19:00 fangen wir mit dem Programm an.
Renata Zezlana ist eine polnische Anarchistin und Veganerin. Sie studierte in Holland, bis sie im April von der holländischen Polizei unter extremster Brutalität verhaftet und in den Knast gesteckt wurde. Sie wurde verprügelt und erniedrigt, ihr wurde veganes Essen und in den ersten 2 Tagen Trinkwasser verweigert. Sie wurde unter schlimmsten Bedingungen in einer Arrestzelle gefangen gehalten. Bis sie schließlich in den Knast in Evertsoord verlegt wurde. Das ist auch ihre aktuelle Adresse. Renata ist von den Geschehnissen traumatisiert und befürchtet eine Haftstrafe von 6 Jahren aufwärts, für den Versuchten Mord an einem Polizeibeamten.
in der nacht vom 28. auf den 29. mai wurde ein farbanschlag auf das landesgericht salzburg verübt. grund dafür war in erster linie die verurteilung von zwei antiRa-aktivisten durch das gericht. die beiden wurden jeweils zu 9 monaten teilbedingt (1 monat unbedingt) bzw. 6 monaten bedingter haftstrafe verurteilt. (nähere infos zum prozess: www.widerstand-im-fekterland.at)
mit dem anschlag soll einerseits gegen das urteil ansich protestiert werden, andererseits aber auch gegen jegliche kriminalisierung von politischem aktivismus.
wir fordern die sofortige einstellung aller verfahren, freiheit für alle gefangenen und die auflösung sämtlicher knäste.
gegen staat, justiz, und repressions organe! für eine herrschaftslose, gewaltfreie, anarchistische gesellschaft!
Da beim letzten Mal die Aktion gegen die Abschiebung stattfand, und dadurch das Politbeisl mehr oder weniger ausfiel wird die Veranstaltung über die Angry Brigade der ABC Wien an diesem Tag wiederholt!
Die Angry Brigade war eine anarchistische Stadtguerilla in den frühen 1970er Jahren, anfang der 80er folgten dann weitere Aktionen. Sie führte zwischen 1970 und 1972 in London insgesamt 25 Bombenanschläge aus. Darauf folgte eine noch nie dagewesene Repressionswelle gegen Linke in England. Zahlreiche Durchsuchungen von besetzten Häusern, linken Buchläden usw. 8 Verdächtige wurden festgenommen. Vier von ihnen wurden in einem der längsten Prozesse der britischen Justizgeschichte zu je 10 Jahren Haft verurteilt. Der Rest wurde freigesprochen. Es wird zwei kurze Filme zur Angry Brigade geben, mit Infos zu ihrer Geschichte, ihren Aktionen und den Prozessen! Danach noch einige Ergänzungen, vor allem zur Wiederbelebung anfang der 80er Jahre. Weiters wird es noch Raum zur Diskussion geben.
03.06.2010 | Medienwerkstatt EKH | Wielandgasse 2-4 | 1100 Wien | 20:00 Uhr