Posts Tagged ‘Solidarität’

Freiheit für Jan! Gegen die autoritären Verhältnisse, in Nürnberg und Überall! Kommt zur Demonstration am 16.10.2021!

Freitag, Oktober 1st, 2021

quelle: Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen

[For English and Spanish versions see below]

Unser Freund und Genosse Jan muss für ein Jahr und zwei Monate ins Gefängnis, ein herrschender Staat und eine besonders staatstragende und befangene Justiz in Nürnberg haben das zu verantworten. Selbst wenn Jan die Dinge die ihm vorgeworfen wurden getan hätte, hätten wir diese Urteile nicht akzeptiert und unseren Widerstand angekündigt – nun umso mehr. Daher rufen wir alle Anarchist*innen, Antiautoritäre und solidarischen Menschen auf, zur Großdemonstration am 16.10.2010 nach Nürnberg zu fahren und unsere Solidarität mit unserem Freund und Genossen Jan sowie unsere Wut und unseren Widerstand auf die Straßen zu tragen.

Seit dem solidarischen Einschreiten vieler Menschen gegen eine Abschiebung am 31. Mai 2017 haben es die Polizei und die Ermittlungsbehörden auf Jan abgesehen. Zivilpolizisten belästigen ihn an seinem Geburtstag nachts auf dem Heimweg und zeigen ihn dann wegen „Widerstands“ und „tätlichen Angriffs“ an – Haft. Auf dem Jamnitzer Platz stellen sich solidarische Menschen rassistischen und klassistischen Ordnungsmaßnahmen mutig entgegen und vertrieben die Polizist*innen mit wütenden Rufen – 15 Monate Haft für Jan, der erwiesener Maßen gar nicht vor Ort war. Und selbst wenn wäre da eher eine Auszeichnung für Zivilcourage angebracht statt einer langen Haftstrafe ohne Bewährung.

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[Griechenland] Zwei Rouvikonas Aktivist*innen droht eine lebenslange Haftstrafe!

Donnerstag, September 30th, 2021

quelle: enough is enough14, die übersetzung wurde von abc-wien leichter überarbeitet

Athen. Zwei Jahre nach der gewaltigen Welle der Solidarität ohne Grenzen, die es zwei Rouvikonas Aktivist*innen ermöglichte, einer Inhaftierung zu entgehen, droht der Gruppe eine neue Gefahr von noch nie dagewesenem Ausmaß. Am 13. Oktober erwartet Giorgos und Nikos ein kafkaesker Prozess, der auf falschen Anschuldigungen beruht. Dieser Versuch, die soziale Bewegung zu kriminalisieren, kann die beiden politischen Aktivist*innen lebenslang ins Gefängnis bringen. Ihre Gruppe, so untadelig und vorbildlich sie auch sein mag, ist offensichtlich zu unbequem geworden. Eine neue internationale Mobilisierung ist notwendig.

Aufruf zur Unterstützung vor dem Prozess am 13. Oktober 2021!

Zwei Jahre nach der gewaltigen Welle der Solidarität ohne Grenzen, die es zwei Rouvikonas Aktivist*innen ermöglichte, einer Inhaftierung zu entgehen, droht der Gruppe eine neue Gefahr von noch nie dagewesenem Ausmaß. Am 13. Oktober erwartet Giorgos und Nikos ein kafkaesker Prozess, der auf falschen Anschuldigungen beruht. Dieser Versuch, die soziale Bewegung zu kriminalisieren, kann die beiden politischen Aktivist*innen lebenslang ins Gefängnis bringen. Ihre Gruppe, so untadelig und vorbildlich sie auch sein mag, ist offensichtlich zu unbequem geworden. Eine neue internationale Mobilisierung ist notwendig.

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[Schweiz] Knastmauern EINREIßEN und ISOLATION durchbrechen💥

Dienstag, September 28th, 2021

quelle: barrikade.info

Diesen Mo, 4. Oktober, ab 19h, Restaurant Hirscheneck, Basel.
💌
Es gibt nicht nur was zu futtern, sondern auch ein Brief-Schreibset, um eingeknasteten Menschen einen Gruß zukommen zu lassen. Wir sind mit Infotisch vor Ort im Hirschi, falls du dich austauschen möchtest.

Wem schreiben? 📝
Wir wollen insbesondere Gefangene in schweizer Abschiebeknästen grüßen. Adressen und Unterstützung durch uns vor Ort.

Neben diesen gibt’s auf abc-wien.net eine weltweite Liste von eingeknasteten Mitmenschen, die sich sicherlich auch über Post freuen.

Als Absender_in‘ empfehlen wir dir, ein Pseudonym und eine echte Adresse anzugeben, damit du auch Antworten erhalten kannst. In Basel sammeln wir die Briefe an einer Adresse und können dich bei Antwort benachrichtigen.
Hilfreiche Hinweise, was beim Briefeschreiben zu beachten ist: siehe www.blackpigeons.noblogs.org

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[Schweiz] Briefe schreiben an Gefangene

Donnerstag, August 26th, 2021

quelle: barrikade.info

26.8 – ab 18 Uhr – Anarchistische Bibliothek Furia (Waldmannstrasse 17, 3027 Bern)

Im Rahmen der internationalen Woche der Solidarität mit anarchistischen Gefangenen vom 23. bis 30. August, laden wir zu einem Briefe schreiben an Gefangene und Austausch über Repression und Widerstand in der Furia ein. Lasst uns am 26.8 ab 18 Uhr zusammen kommen und die Isolation unter uns und mit den Gefangenen durchbrechen.

Der Knast ist eine Realität, die uns alle betrifft, die jedoch durch die Isolation und Abschottung schnell vergessen gehen kann. Das gemeinsame Briefe schreiben soll…

• ein Mittel der Solidarität mit den Gefangenen sein
• einen Austausch zwischen den verschiedenen Seiten der Mauer ermöglichen
• uns dazu anregen uns mehr mit dieser Thematik zu beschäftigen und kollektiv darüber zu sprechen
• die Isolation, die die Knäste mit sich bringen ein bisschen durchbrechen

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Jenseits der Gesetze

Freitag, Juli 30th, 2021

quelle: barrikade.info

Gedanken zum konkreten Umgang mit Repression und Solidarität

Manchmal kommt die Repression mit dem Stiefel in der Fresse und der Knarre am Kopf, sie zerrt einen nackt auf den Boden, und manchmal kommt sie schleichend immer wieder alle Monate oder Jahre. Angesammelte Anzeigen, manchmal auch mit jahrzehntelangen Ermittlungensverfahren verbunden, führen teils noch nicht einmal zu einem Prozess, sondern zu Konstrukten und wieder neuen Ermittlungen. Ab und an kommen dicke Verurteilungen und auch Knast kann eine Folge sein.

Das vornehmliche Ziel von Repression ist eine Schwächung, indem die sich Betroffenen “mit sich selbst”, also mit der sie betreffenden Repression beschäftigen müssen. Sie soll möglichst vereinzeln und einschüchtern, sie soll zukünftige Aktivitäten verhindern oder mindestens erschweren, sie soll also erziehen. Ein Warten auf mögliche Repression ist ein oft belastender Zustand, wenn sie sich schon angedeutet hat. Aber auch die Angst von Bezugspersonen, selbst ins Blickfeld der Repressionsbehören zu geraten, ist reell und benötigt gemeinsame Auseinandersetzungen, um solidarisch und handlungsfähig zu bleiben.

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[Deutschland] Infos und Chronik über das §129-Verfahren um Lina E. und weiteren Beschuldigten

Donnerstag, Juli 29th, 2021

quelle: enough is enough14

Folgender Text soll einen Überblick über das §129- Verfahren geben in Folge dessen Lina nun in U-Haft sitzt und es in den letzten anderthalb Jahren zahlreiche Hausdurchsuchungen in Leipzig, Berlin und Weimar gab. Dabei soll mit diesem Text vor allem eine Informationsgabe erfolgen, welche nicht auf den Medien, irgendwelchen Fascho-Webseiten oder auf Pressemitteilungen der stattlichen Behörden beruhen. Somit wollen wir ein Stück der Informationshoheit zurückgewinnen: Wir werden eine kleine Chronik der Geschehnisse vorstellen. Zusätzlich wollen wir einige Methoden und Arbeitsweisen der Bullen darstellen, auf Nazis eingehen, welche in das Verfahren verwickelt sind und die Rolle des Generalbundesanwaltes thematisieren.

Ursprünglich veröffentlicht von Indymedia DE (Tor-Adresse).

Bereits Anfang 2020 leitete das sächsische LKA ein Verfahren nach dem als „Schnüffelparagraphen“ bekanntem §129 – „Gründung einer kriminellen Vereinigung“ ein. Seit Sommer 2020 wird dieses vom Generalbundesanwalt geführt. Zum aktuellem Zeitpunkt sind 10 Personen beschuldigt, Mitglieder jener Gruppe zu sein, welche unter den Ermittlungen dargestellt wird. Gegen die ersten vier Personen wurde jetzt Anklage vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Dresden erhoben, unter ihnen befindet sich auch Lina. Sie sitzt mittlerweile seit 8 Monaten in Untersuchungshaft. Den vier Angeklagten wird durch den GBA vorgeworfen „Mitglieder einer kriminellen Vereinigung“ zu sein (§ 129 Abs. 1 StGB)“, sowie sieben weitere Tatkomplexe, welche als vermeintliche Vereinigungstaten benannt werden. Aufgrund derer ergeben sich unterschiedliche Anklagepunkte: Von gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung, besonders schwerem Landfriedensbruch, über räuberischen Diebstahl, Sachbeschädigung bis hin zur Urkundenfälschung. Welche Taten die Bullen in den fortlaufenden Ermittlungen den anderen Beschuldigten vorwerfen, ist nicht abzusehen. Aber wir kennen ja schon den Konstruktionseifer, den die sächsischen Bullen an den Tag legen.

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[Deutschland] Auswertung der Gedenkkundgebung und Demo „Laut, wütend und offensiv gegen Knäste“ von Angehörigen und einem Ex-Gefangenen

Mittwoch, Juli 28th, 2021

quelle: criminals4freedom

Angehörige eines Gefangenen aus Moabit und ein Ex-Gefangener schildern ihre Eindrücke von der Gedenkkundgebung für Ferhat Mayouf und der Demonstration „laut, wütend und offensiv gegen Knäste“ am 23.07.21.

Erster Todestag von Ferhat Mayouf.

Freitag war mal wieder Demo angesagt und ich finde es gut, dass die Stadt nicht in den Dauerschlaf fällt. Sie sollte in regelmäßigen Abständen wachgerüttelt werden. Gestern war nun der Tag der Tage an denen sie nicht pennen konnte und durfte.

Wir trafen uns mit einem Überlebenden des Knastes Moabit. Leidensgenossen von Kay, dieser sagte uns es wäre seine erste Gedenkkundgebung/Demo. Es sollte noch ein Weiterer hinzukommen, aber diese durfte kurzzeitig in seine Heimat reisen. Wir wissen alle Familie geht vor, damit entschuldigt.

Im Vorfeld bastelten wir Erinnerungsstücke für Ferhat. Plakate von der Demo. Wir fuhren früher los um mehr Zeit im Vorfeld zu haben. Wir trafen Kay seinen

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Aufruf zur Internationalen Woche der Solidarität mit Anarchistischen Gefangenen 23. – 30. August 2021

Montag, Juli 19th, 2021

quelle: solidarity.international

Es existiert eine fundamentale Lüge in der kapitalistischen Gesellschaft. Ein Versprechen, das niemals wahr wird. Das Versprechen der Freiheit – man muss nur hart genug arbeiten. Jedes Mal, wenn wir über die Krise des Kapitalismus stolpern, werden wir daran erinnert. Mehr als ein Jahr  mit Covid-19 liegt hinter uns. Manche sagen, dass Covid-19 eine Gesundheitskrise ist. Aber das ist es nicht! Covid-19 ist eine weitere Krise, verursacht durch den Kapitalismus. Ausgelöst durch das Verlangen nach mehr Reichtum und Wachstum. Welches fruchtbare Böden durch industrielle Landwirtschaft verseucht, Lebensraum der Menschen und Wildtiere durch die Politik der Gewinnung von Rohstoffen stiehlt, die blühende Wälder in Wüsten verwandelt. Es ist der Wahnsinn des Kapitalismus, der die Menschheit an den Rand immer neuer Grenzen treibt, wo weitere Viren auf uns warten.

Dieses Jahr brachte mehr soziale und wirtschaftliche Ungerechtigkeit, mehr Leid, aber auch mehr Kampf. Menschen erhoben sich gegen das kapitalistische System und gegen autoritäre Regime. Die Menschen kämpften für ihre Freiheit und gegen Ausbeutung. Menschen streikten in den Fabriken und erhoben sich in den Gefängnissen gegen die autoritäre und profitorientierte Politik.

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[Deutschland] Thomas Meyer-Falk: Zum Fall von Martin E. und Nicole G. – aus Gefangenensicht!

Samstag, Juni 26th, 2021

quelle: freedom for thomas

Am 22.04.2021 begann in Stuttgart ein Strafprozess gegen Martin E. und Nicole G., denen vorgeworfen wird, Briefe u.a. mit Patronen an PolitikerInnen versandt zu haben.

Mittlerweile hat die Rote Hilfe e.V. bekannt gemacht, dass Martin E. zuvor unter anderem Namen in der Nazi-Szene unterwegs gewesen sei.

(https://www.rote-hilfe.de/news/bundesvorstand/1140-erklaerung-zum-mieze-prozess-rote-hilfe-e-v-leistet-keine-unterstuetzung).

Prozessverhalten von Martin E. und Nicole G.

In einer zuvor als „politisch“ angekündigten Erklärung vor Gericht letztlich Reue zu bekunden und das eigene Handeln zur bloßen „Provokation“ zu erklären, inklusive des staatlicherseits immer gerne gehörten Topos, man sei ja gegen jede Form von Gewalt, mag dann dazu führen, dass das Gericht eine geringere Strafe auswirft. Es entpolitisiert zugleich auf krude Weise das eigene Leben. Noch am 20.03.2021 (vgl. Gefangenen Info 3/21, Seite 35) grüßt Martin E. „revolutionär“, deutet aber schon an, wohin der Weg gehen würde, denn man habe ihm „ein Gespräch mit einer Ausstiegsstelle aufdrücken“ wollen. Wieso das?

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[Deutschland] RAZ/RL/radikal Komplex – Solidarität?

Samstag, Juni 26th, 2021

quelle: criminals 4 freedom

Enttäuscht blicken wir auf den 08.06.21 zurück: um 13 Uhr startete der Prozess gegen Cem, angeklagt im Kontext des RAZ/RL/radikal Komplex. Ab 12 Uhr gab es vor dem Gericht eine Kundgebung – diese wurde im Zeitraum von 12-16 Uhr von maximal 30-40  Teilnehmer*innen besucht.

Cem soll als Mitglied  der Revolutionären Aktionszellen (RAZ) / revolutionäre Linke (RL) an der Durchführung von Aktionen gegen das Haus der Wirtschaft, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und das Amtsgericht Wedding beteiligt gewesen sein. 

Damals wurde mithilfe des §129 („Bildung einer kriminellen Vereinigung“) neun Beschuldigten vorgeworfen, die RAZ und die RL gebildet und an Ausgaben der Zeitschrift „radikal“ mitgearbeitet zu haben. Dass in diesem Zusammenhang ermittelt wurde, ist seit dem 22. Mai 2013 bekannt gewesen. An diesem Tag fanden insg. 21 Hausdurchsuchungen in Berlin, Stuttgart und Magdeburg statt. 

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[Deutschland] Communique zum Angriff auf das Amtsgericht Lübeck

Freitag, Juni 25th, 2021

quelle: schwarzerpfeil.de

Das Anarcha-queerfeministische Hausprojekt Liebig34 war während der Zeit des eigenen Bestehens etwas einzigartiges und unvergleichbares. Die Liebig34 war ein Ort, der den patriarchalen und cis-normativen Strukturen die unsere Gesellschaft durchziehen den Kampf angesagt hat.

Bei der Liebig ging es um weit mehr als die üblichen Themen wie Gentrifizierung und Verdrängung, die bei Hausbesetzungen aufgegriffen werden. Allzu häufig kommt es vor, dass in selbsternannten Freiräumen sich Macker und Sexist*innen breit machen und diese Orte somit ebenfalls keine Freiräume für Flinta*s werden.

Die Liebig war ein unangefochtener Gegenpol zu diesen Tendenzen. Bis zu ihrer Räumung im letzten Jahr war sie ein Ort für Subversion, Kampf, Auflehnung aber auch für Schutz, Träume und Selbstentfaltung. All dieses Potenzial wurde durch Profitgier und Herrschaftsanspruch des „Eigentümers“, des Staates sowie den Berliner Behörden und ihren Schergen, der Bullerei, zunichte gemacht. All das Wunderbare, was die Liebig zu bieten hatte wollte man überziehen mit einem Mantel aus Lügen, Beschämung und Degradierung seitens der Presse, diverser Parteien, den Bullen und etlichen Faschos, welche glauben durch die Räumung einen Sieg verbucht zu haben.

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[Österreich] Solifoto aus Salzburg gegen die Räumung des KØPI Wagenplatz

Dienstag, Juni 22nd, 2021

Quelle: emrawi.org

Wir schicken solidarische Grüße aus Salzburg an den KØPI Waagenplatz, der gerade akut räumungsgefährdet ist.

KØPI bleibt!

Die Rigaer lebt – eine Nachricht an unsere Freundinnen und Gefährtinnen [DE,ENG]

Dienstag, Juni 22nd, 2021

quelle: emrawi.org

Eine Kurzmitteilung an all unsere Freund*Innen.

Danke für jede Unterstützung in den letzten Wochen. Besonders für die letzten 2 Tage, bei der Vorbereitung und im kollektiven Kampf gegen unseren gemeinsamen Feind. Es waren die intensivsten Tage des Kampfes, die wir uns hätten vorstellen können. Tage die die Pläne von Staat und Kapital in eine Katastrophe verwandelt haben. Eine wichtige Erinnerung an uns selbst, unser Kollektiv und unsere Unterstützer*innen, wie wichtig unsere Netzwerke, unsere solidarische Infrastruktur und Selbstorganisation sind.
Mit der Verteidigung der Nachbarinnenschaft gegen den Aufbau der roten Zone angefangen haben wir die richtigen Schlüsse aus den Aggressionen von Staat und Immobilienwirtschaft gegen die Menschen, die in dieser Stadt leben, gezogen. Die Errichtung von Gefahrengebieten und Roten Zonen, in denen die Menschen zu einfachen Zielen für die Bullen werden um eine Atmosphäre der Isolation und Angst zu erschaffen, ist zur Normalität in dieser Stadt der Reichen geworden. In den letzten Jahren gab es viele Momente, an denen wir, auf die der Staat zielte, dazu verdammt waren in beinahe stillem Protest an den Hamburger Gittern zu stehen, bewacht von einer militarisierten Polizei. Wir erinnern uns an die Räumung der Ohlauer Schule in Kreuzberg, die Räumung des Kiezladens Friedel54 und all der anderen Projekte wie Syndikat, Meuterei und unsere Nachbarinnen der Liebig34. Dies kann nicht mehr toleriert werden – die Menschen müssen sich erheben!

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June11: Solidarische Grüße aus Wien an anarchistische Langzeitgefangene

Donnerstag, Juni 17th, 2021

quelle: emrawi.org

Solifoto aus Wien für den 11. Juni! english below

Solidarische Grüße aus Wien anlässlich des 11. Juni, dem Internationalen Tag der Solidarität mit Marius Mason und anarchistischen Langzeitgefangenen. Gerade bei Langzeitgefangenen ist die Gefahr sehr groß, dass diese vergessen werden, vor allem jene, die mehrere Jahrzehnte im Knast verbringen müssen – Sie in unserer Erinnerung und in unseren Herzen zu behalten liegt in unserer Verantwortung.

Kein Vergeben, kein Vergessen!
Freiheit für alle Anarchist*innen!
Freiheit für alle Gefangenen!
Für eine Welt ohne Knäste und Grenzen!

PS: Solifotos, Postkarten und Briefe sind einfache Möglichkeiten die Gefangenen wissen zu lassen, dass wir an sie denken!

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[Österreich] International Day of Solidarity with Marius Mason & All Long-Term Anarchist Prisoners

Mittwoch, Juni 16th, 2021

quelle: emrawi.org

Greetings from Salzburg on the eve of the International Day of Solidarity with Marius Mason & All Long-Term Anarchist Prisoners.
Freedom for all, fire to the prisons!
In solidarity, Salzburg anarchists

https://june11.noblogs.org

 

 

[Österreich] Unvollständiger Überblick politischer Repression im Jahr 2020 im Großraum Wien, mit der Bitte um Ergänzungen

Mittwoch, Juni 16th, 2021

Das Jahr 2020 war repressionstechnisch mal wieder ereignisreich und uns sind folgende Verfahren gegen linke Aktivist_innen bekannt. Die Aufzählung bezieht sich nur auf den Großraum Wien:

Im Jahr 2020 sind uns (dem Rechtsinfokollektiv Wien) in Wien 17 Freisprüche in erster Instanz und 9 strafrechtliche Verfahren, die ohne Anklage mit Einstellungen durch die Staatsanwaltschaft endeten und politischen Hintergrund haben bekannt:

Abschirm-Freisprüche: 14 Personen wurden angeklagt, weil sie gegen die rechtsextremen Identitären demonstrierten. Anklagepunkte waren versuchte Sprengung einer Versammlung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, sowie „schwere“ Körperverletzung. Nähere Infos hier. Alle Angeklagten wurden freigesprochen, die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren schikanös in die Länge gezogen und ist in Berufung gegangen. Auf die Entscheidung des Oberlandesgerichts wird derzeit gewartet.

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Spendet für die Repressionskosten

Mittwoch, Juni 16th, 2021

quelle: emrawi.org

Dies ist eine Zusammenfassung des Gerichtsverfahrens, in das zwei Aktivist*innen verwickelt sind, die im September 2016 in Kroatien verhaftet wurden, als sie einer Familie von vier Migrant*innen ohne Papiere halfen, Zagreb zu erreichen.

Der Prozess steht im Kontext der Militarisierung der europäischen Außengrenzen, die zwischen Serbien, Bosnien, Kroatien und Ungarn stattfindet, sowie der weit verbreiteten Kriminalisierung von Bewegungsfreiheit und Solidaritätsakten, die die meisten Länder betrifft.

Am Morgen des 21. September 2016 fuhren die beiden Aktivist*innen mit einer vierköpfigen Familie in einem Auto auf einer Landstraße und stießen etwa 50 km vor der serbischen Grenze auf eine Straßensperre der Grenzpolizei. Da die Familie keine Papiere vorweisen konnte, wurden sie auf die Polizeistation von Tovarnik, einer Kleinstadt nahe der serbischen Grenze, gebracht. Nach einem stundenlangen Verhör wurden die beiden Aktivist*innen wegen Begünstigung der illegalen Einreise, Bewegung und des illegalen Aufenthalts im Land festgenommen. Die gegen sie erhobenen strafrechtlichen Vorwürfe stützen sich auf eine rechtswidrige, erfundene Zeugenaussage, die angeblich von der Familie gesammelt wurde, wonach es einen ökonomischen Austausch zwischen der Familie und den Aktivist*innen gegeben hätte. Während der Inhaftierung wurde der Familie das Recht verweigert, Asyl zu beantragen – wie es gängige Praxis ist – und dem kranken Vater wurde der Zugang zu medizinischer Versorgung verweigert. Die Familie wurde drei Tage lang festgehalten, um als Hauptzeug*innen gegen die beiden Aktivist*innen auszusagen, bevor sie nach Serbien zurückgeschoben wurde. Die beiden Aktivist*innen wurden zu einem Monat Untersuchungshaft verurteilt, kamen aber kurz darauf wieder frei, da dank der Unterstützung von Solidaritätsgruppen Geld für die Kaution aufgebracht werden konnte.

2017 bot der Staat einen Geständnis-Deal an, den die beiden Aktivist*innen nicht annahmen. Im Juni 2020 wurden sie ohne Prozess für schuldig erklärt, basierend auf den erfundenen Aussagen des Staatsanwalts. Als Strafe erhielten sie 8 Monate Gefängnis auf Bewährung und die Zahlung einer Geldstrafe. Auch gegen dieses Urteil legten sie Berufung ein, da sie sich weigerten, diese Verurteilung kampflos hinzunehmen. Nach fünf Jahren, im März 2021, begann der Prozess und es wird erwartet, dass er für einige weitere Termine fortgesetzt wird, wobei Prozesskosten in Höhe von etwa 10.000 Euro anfallen.

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[Griechenland] Athen: Internationale Solidarität mit den drei inhaftierten anarchistischen Gefährt*innen

Donnerstag, Juni 3rd, 2021

Quelle: act for free, übersetzt von abc wien

Am 31. Mai beginnt der Prozess gegen die anarchistischen Gefangenen Konstantina Athanasopoulou, Giannis Michailidis, Dimitra Valavani. Die Gefährt*innen waren nach einem Einsatz der Anti-Terror-Einheit in der Gegend von Agia Paraskevi in einem gestohlenen Fahrzeug, in dem eine Waffe gefunden wurde, verhaftet worden. Giannis übernahm dafür die volle Verantwortung. Vom ersten Moment der Verhaftung an wurde eine Kampagne zur Diskreditierung und Kriminalisierung der drei durch die Medien gestartet.

In der Zwischenzeit wurden zahlreiche Anklagen zu ihrem Prozess hinzugefügt, um den Gefährt*innen eine „kriminelle Organisation“ anzuhängen, was eine härtere Strafe zur Folge hätte. In dem Prozess, der am 31. Mai beginnt, geht es im Wesentlichen darum, dass der Staat versuchen wird, die Kampfentscheidungen unserer Gefährt*innen zu verurteilen, um durch ihre exemplarische Bestrafung die Sinnlosigkeit des Kampfes zu zeigen. Riskante und kostspielige Entscheidungen, wie die Flucht aus dem Gefängnis, die Wahl der Mittel, die praktische Solidarität mit den Verfolgten waren, sind und bleiben ein integraler Bestandteil der Geschichte des anarchistischen Kampfes.

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[Deutschland] Rigaer 94: Auf welcher Seite stehst du?

Donnerstag, Juni 3rd, 2021

quelle: enough is enough

Berlin. Es ist längst Zeit den Konflikt zu suchen und ihn zu verschärfen. Es ist Zeit sich gegen die Besitzenden und ihre Idee von Eigentum zu stellen und auf unserer Seite, der der Mieter*innen, der Besitzlosen, der Wohnungslosen zu kämpfen. Es ist auch Zeit sich gegen die Besetzung unserer Viertel zu wehren, gegen den Staat und eine Gesellschaft, die mitträgt, dass Menschen aufgrund rassistischer Zuschreibungen systematisch unterdrückt und ausgebeutet werden; die alle verjagen und ausschließen, die nicht in die Stadt der Reichen passen oder passen wollen. Es gibt keinen Grund das Bestehende zu verteidigen und sich auf die Seite der Profiteure des kapitalistischen Systems zu stellen. Aber es gibt genug Gründe sich gemeinsam gegen Staat und Kapital, gegen Autoritäten und ihre Verteidiger*innen zu organisieren und zu rebellieren, um für die Prinzipien der Selbstorganisierung, gegenseitigen Hilfe, der Solidarität und ein Leben in Freiheit und Würde zu kämpfen. In diesen Kontext stellen wir die Verteidigung der Rigaer94.

Ursprünglich veröffentlicht von Indymedia DE.

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[Deutschland] Berlin: Transpi für Bernd Heidbreder aufgehängt!

Donnerstag, Juni 3rd, 2021

quelle: enough is enough

Berlin. In der letzten Woche haben wir erfahren, dass Bernd nach 26 Jahren auf der Flucht in Merida, Venezuela verstorben ist. Auch wenn wir Bernd nicht persönlich kannten, stimmt uns diese Nachricht traurig und erschüttert uns. Deshalb haben wir in der Nacht vom 31. Mai auf den 1. Juni ein Transpi am Skalitzer Park aufgehangen. Wir wollen auf diese Weise auch unser Mitgefühl für seine Freunde und Wegbegleiter zum Ausdruck bringen.

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[Deutschland] Knastkundgebung gegen Einsperrung und Isolation in Hamburg

Montag, Mai 31st, 2021

quelle: enoughisenough14

Hamburg. Mitten in Hamburg steht immer noch die Untersuchungshaftanstalt Holstenglacis. Ein berüchtigtes Gebäude, welches seit seiner Inbetriebnahme als Gefängnis 1881 unverändert für einige der grausamsten Dinge steht, die Menschen Menschen anzutun imstande sind.
Doch dieser Knast ist ebenso lange auch Schauplatz und Kristallisationspunkt von Solidarität und Widerstand. Immer wieder wurden hier Menschen eingesperrt, die im Kontext sozialer Kämpfe dem Staat im Weg waren. In den letzten zwei Jahren fanden zum Beispiel fast regelmäßig Kundgebungen vor der UHA statt, weil dort im Zuge des sogenannten Parkbank-Verfahrens zwei Gefährt*innen eingesperrt waren.

Ursprünglich veröffentlicht von Barrikade Info.

Unsere Gefährt*innen berichteten stets, wie sehr sich hinter Gittern über diese Anteilnahme und die kämpferische Positionierung gegen das Gefängnis als Ganzes gefreut wurde. Der Knast soll vereinzeln, verängstigen, isolieren und die Kundgebungen haben diese Auswirkungen effektiv unterlaufen, waren ein Lichtblick im grauen Knastalltag und haben den Gefangenen den Rücken gestärkt.
Die Solidarität, Freundschaft und Zärtlichkeit, die in den Kundgebungen zum Ausdruck kamen, haben Eindruck hinterlassen und inspiriert.

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[Deutschland] Von Moabit nach Wulkow: Teil 1 – 4

Montag, Mai 31st, 2021

Diese 4 Text sind eigentlich getrennt hintereinander veröffentlicht worden.

quelle: criminals4freedom

Teil1: Von Moabit nach Wulkow: Tag der Verlegung

Kay wurde vor einigen Tagen, auf seinen Wunsch hin, aus dem Knast Moabit nach Wulkow verlegt. Die Verlegung beschreibt er folglich detailliert, sodass ein Eindruck davon entsteht, wie sie ablaufen kann.

Am 11.05.2021 ging ich mit anderen Schutzbefohlenen meiner Station TA1 C1/C2 der JVA Moabit auf die morgendliche Freistunde die um 07.20 Uhr stattfand. Draußen angekommen unterhielten wir uns und rauchten gemeinsam ein paar Zigaretten. Nach gut zwei Stunden Aufenthalt im Freien ging es unter dem Brüller: „Einrücken“ wieder zurück auf Station. Ich machte mich bereit für das Duschen. Nach einer Weile öffnete sich meine Tür und ich wollte zum Duschen gehen. Die Schluse sagte: „Packen sie ihre Sachen, sie werden nach Wulkow verlegt, in dreißig Minuten komme ich wieder“. Ich trat ihm entgegen und erwiderte: „Nach 14 Monaten U-Haft geht dies nicht so schnell, ich habe viel zu packen“. Er erwiderte:“ beeilen sie sich“. Ich darauf: „Der Knasttransport wird schon nicht ohne mich fahren, außerdem bestünde der Transport nicht erst seit heute, sondern ist vermutlich seit längerem bekannt und wenn sich die Schlusen in Moabit nicht absprechen können und mir einen Tag vorher Bescheid geben hätten, so ist dies nicht mein Problem!“ So verging ca. eine Stunde mit Hilfe des lieb gewonnenen Hausarbeiters, bis ich fünf prall gefüllte blaue Säcke voll hatte. Es ging in die Hauskammer. Dort angekommen, erklärte mir der Herr:“ Alles muss aus den blauen Säcken in die Kartons“. Ich dachte mir nur:“ Alter, echt jetzt, warum habe ich erst alles in die Säcke gestopft, wenn es sowieso wieder ausgepackt werden muss“. Naja sei es drum. Nach ca. weiteren 45 Minuten auspacken, registrieren, einpacken und verplomben war alles in Kartons verstaut.

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[Argentinien] Sprengstoffanschlag auf Polizeiauto in Buenos Aires

Montag, Mai 31st, 2021

quelle: schwarzerpfeil.de

Via Contra Info

Wir reagieren auf den Aktionsaufruf unserer subversiven und anarchistischen Gefährt_innen, die vom 16. bis 23. Mai im Hungerstreik waren.

Wir sagen, dass wir nach der Beendigung des Hungerstreiks die gleiche Dringlichkeit des Handelns spürten. Die aufrührerische/zerstörerische Aktivität als Kompliz_innen-Kontinuitätsform aufzunehmen, mit der wir heute und gestern aus dem Gehege der Staats-/Kapitalverliese kämpfen.

In der Nacht des 18. Mai hinterließen wir ein an seinen beiden Enden versiegeltes Rohr, gefüllt mit fragmentierter Munition, gemahlenem Aluminium und schwarzem Schießpulver. Aktiviert durch einen Timer einer Waschmaschine. Abgelegt unter der berüchtigten Wachpatrouille der Polizei ein paar Meter vom Kommissar der Gemeinde 15 des Viertels Villa Crespo, Calle Camargo. Caba.

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[Schweiz] Fünf Hausbesetzungen in Bern

Montag, Mai 31st, 2021

quelle: barrikade.info

Unsere Besetzungen sind untrennbar mit dem Kampf, denn die Besetzer*innen der effy29 ab Montag vor Gericht führen werden. Wir senden euch jeden Funken Solidarität, den wir haben.

Communiqé der fünf Kollektive

In den letzten Tagen haben fünf Kollektive verschiedene Häuser in Bern und Zollikofen besetzt. Heute treten wir in die Öffentlichkeit, um uns vorzustellen. Namentlich sind wir das Kollektiv Waldhütte an der Bitziusstrasse 13, das queerfeministische Kollektiv „Ramba Zamba“ an der Tillierstrasse 25, das Kollektiv „Hula-Hoop“ an der Wahlackerstrasse 5 in Zollikofen, dass Kollektiv „TARAP“ an der Ostermundigenstrasse 93 und das Kollektiv „Villa Rasselbande“ an der Fabrikstrasse 16.

Wir, dass sind einige Dutzend Menschen zwischen 16 und 45 mit viel Energie und Ideen. Wir wollen lebendige und freie Räume, wo wir uns ausprobieren und enthalten können. Uns eint, dass wir keine Stadt wollen, welche durch hohe Mieten, graue Wände und Immobilienspekulant*innen geprägt wird.
Alle besetzten Häuser wurden in den vergangenen Jahren bereits mindestens einmal besetzt und unter scheinheiligen Gründen auch geräumt. Dass die Häuser erneut leer stehen und vergammeln können wir nicht akzeptieren.

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[FAZ] Knast-Profiteur*innen angreifen – Aktion und Diskussionsbeitrag

Montag, Mai 31st, 2021

quelle: emrawi.org

Anknüpfend an den Text „Militante Kampagne gegen Knäste“ (Autonomes Blättchen Nr. 44, https://autonomesblaettchen.noblogs.org/ausgaben/ausgabe-nr-44/) haben wir uns entschieden praktisch und in Textform einige Gedanken zur Diskussion und Kampagne beizutragen.
Daher haben wir in der Nacht auf den 19. Mai 2021 ein Fahrzeug der Firma Dussmann in der Krozinger Straße und ein Fahrzeug der Firma WISAG in der Fehrenbachallee in Freiburg im Breisgau geplättet. Beide Firmen profitieren direkt am Einsperren von Menschen und sind daher Ziel unserer Aktion geworden (WISAG s.u. und Dussmann: ⚠️ <html>https://chronik.blackblogs.org/?p=14308</html>).

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[Österreich] Eindrücke von der Kundgebung vor der Justizanstalt Simmering

Montag, Mai 31st, 2021

quelle: emrawi.org

Eindrücke von der wichtigen Kundgebung vor der JA Simmering am 28.5.21.
Laut & kraftvoll wurde auf die menschenverachtenden Zustände im Simmeringer Knast aufmerksam gemacht & die rassistischen Misshandlungen, die dort eingesperrte Menschen erdulden müssen.

Besonders schön zu sehen war, dass der Protest die Menschen hinter den Mauern erreichte: So konnten Freund*innen mit den Menschen im Knast über die Ferne kommunizieren, Musikwünsche entgegen genommen & gemeinsam die Ablehnung der Knastgesellschaft zum Ausdruck gebracht werden!

AntifaWienWest

Gefängnis tötet! Unkontrollierte Corona-Ausbreitung in der JA Simmering

Dienstag, Mai 18th, 2021

via twitter

Gefangene Menschen aus der JA Simmering berichten, dass dort seit Wochen das Virus außer Kontrolle ist. Es werden positive Fälle mit negativen zusammen in Zellen untergebracht, den Gefangenen wird der Kontakt zur Außenwelt verboten und die Behörden versuchen, alles zu vertuschen.
Menschenleben von marginalisierten Personen sind dem österreichischen Staat nichts wert. Nach dem Mord an Ali Chaciev in der JVA Stein vor wenigen Wochen werden nun fahrlässig Corona-Infektionen und damit potentiell Tote in Kauf genommen. Es zeigt sich, dass der Staat die Grundrechte auf Leben nicht schützt, sondern das Gegenteil der Fall ist. Gewalt gegen Gefangene ist struktureller Ausdruck dieses Systems.

Wir fordern sofort:
• Öffentliche Informationen über die Situation im Gefängnis
• Gleichstellung von Gefangenen mit der gesamten Bevölkerung bei der medizinischen Versorgung
• Recht auf Gesundheit und Leben für alle Gefangene
Wir kämpfen für die Abschaffung aller Lager und Knäste!

NO JUSTICE NO PEACE NO PRISON NO POLICE!

[Aufruf] 11. Juni: Internationaler Tag der Solidarität mit Marius Mason & allen anarchistischen Langzeitgefangenen

Samstag, Mai 15th, 2021

quelle: june11.noblogs.org, übersetzung abc wien

Gegen ein weiteres Jahr staatlicher Übergriffe, gegen die Einschränkung der Bewegungsfreiheit unter dem Deckmantel der „Sicherheit“, gegen die andauernde brutale Behandlung unserer Freund*innen im Gefängnis, rufen wir zu einer Bekräftigung der Solidarität am 11. Juni 2021 auf: Internationaler Tag der Solidarität mit Marius Mason & allen anarchistischen Langzeitgefangenen. Seit 17 Jahren ist der 11. Juni ein Anlass zum Feiern, zum Trauern und zur Revolte. Es war ein Moment zum Durchatmen, zum Gedenken an die Gefallenen und die in den Käfigen, um uns daran zu erinnern, warum wir der schönen Idee des Anarchismus verbunden bleiben. Durch unsere Briefe, Demonstrationen, Spendensammlungen und solidarischen Angriffe halten wir das Leuchtfeuer für diejenigen am Brennen, die Jahre ihres Lebens für ihre Überzeugung gegeben haben, dass der Staat ein Grauen ist, gegen das wir unser Leben einsetzen müssen.

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[Deutschland] G20-Rondenbarg-Verfahren: Grußwort von Angeklagten für die drei Genoss*innen in der Schweiz

Samstag, Mai 15th, 2021

quelle: enough is enough 14

Grußbotschaft von Angeklagten des G20-Rondenbarg-Verfahrens in der BRD an die drei Genoss*innen in Zürich, denen mit uns gemeinschaftlich die Teilnahme an einer Demonstration auf der Straße Rondenbarg in Hamburg 2017 vorgeworfen wird.

Ihr Prozess fand im April 2021 statt und endete mit zwei Verurteilungen zu Geldstrafen. Ihre Prozesserklärung und weitere Infos unter anderem zur Vorgeschichte, zur Vorverurteilung und zum Prozessboykott findet sich auf: rotehilfech.noblogs.org und gemeinschaftlich.noblogs.org

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Solidarität gegen Polizeigewalt in Österreich

Samstag, Mai 15th, 2021

quelle: emrawi.org

30.01.2021 „Grenzen töten“ – Demo (Innsbruck)
26.04.2021 Räumung Soli-Besetzung (Wien)
01.05.2021 Erste Mai Demo (Wien)
08.05.2021 Gegendemonstration gegen extreme Rechte in Ottakring (Wien)

Dies sind einige Beispiele aus den letzten Monaten, an denen österreichische Polizist*Innen mit brutaler körperlicher und psychischer Gewalt Menschen aus emanzipatorischen Bewegungen angegriffen haben. Gleichzeitig passieren jeden Tag repressive Übergriffe, von denen viele niemals an die Öffentlichkeit gelangen.

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[Deutschland] Prozessbegin, Prozesstermine und Solikonto im RAZ, RL, Radikal Verfahren

Samstag, Mai 15th, 2021

Quelle: Soligruppe für Gefangene

Hier die Daten für die Gerichtstermine gegen unseren Freund und Gefährten Cem, diese beginnen am 8. Juni 2021 beim Landgericht in der Turmstraße 91, Raum EG/220, 10559 Berlin.

Solikonto:
Stichwort: no129
Rote Hilfe e.V.
GLS-Bank
IBAN: DE55 4306 0967 4007 2383 17
BIC: GENODEM1GLS

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Solidaritätstext der Mitglieder des Revolutionären Kampfes in Griechenland für die inhaftierten Gefährt_innen in Chile

Mittwoch, Mai 5th, 2021

quelle: schwarzerpfeil.de

Wir bekunden unsere Solidarität mit den inhaftierten Gefährt_innen in Chile, die ab dem 22. März 2021 eine Mobilisierung mit den Merkmalen eines Langzeit-Hungerstreiks gestartet haben, um die Freilassung der anarchistischen Gefangenen, der Gefangenen wegen subversiver Aktivitäten, der Gefangenen des blutigen Aufstandes von 2019 sowie der Gefangenen des indigenen Mapuche-Befreiungskampfes zu fordern.

Weitere Forderungen betreffen die Änderung eines Gesetzes, das die bedingte Entlassung von Gefangenen regelt, damit dies ein festgeschriebenes Recht der Gefangenen bleibt und nicht ein „Privileg“, wie es das aktuelle Gesetz definiert. Dieses Gesetz ist voreingenommen und richtet sich eher gegen militante Gefangene, gegen anarchistische Gefangene, gegen Gefangene, die für ihren Kampf gegen den Staat und das Kapital inhaftiert sind. Es ist ein Gesetz, das die Bedingungen für die Möglichkeit einer Freilassung erschwert. Es zeigt sich wieder einmal, dass überall auf der Welt der Feind einer ist. Es ist der Staat und der internationale staatlich-kapitalistische Machtkomplex.

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[Spanien] Das Leben hinter Gittern des galicischen Anarchisten Gabriel Pombo da Silva

Dienstag, April 27th, 2021

quelle: soligruppe für gefangene

Gefunden auf el salto diario, die Übersetzung ist von uns

(Spanischer Staat) Das Leben hinter Gittern des galicischen Anarchisten Gabriel Pombo da Silva

Pombo kam mit 17 Jahren wegen eines Banküberfalls ins Gefängnis und war dort Teil der APRE1, einer Organisation, die aus den Gefängnissen heraus für die Beendigung der Isolationshaft kämpfte. Im Januar 2020 wurde er auf Anordnung des Strafgerichts Nr. 2 von Girona erneut verhaftet, was besagt, dass er noch 16 Jahre Strafe für Vorfälle aus den 90er Jahren verbüßen muss. Einige Urteile, die wie sein Anwalt behauptet, verjährt sind. Im Alter von 53 Jahren hat Gabriel Pombo bereits mehr als 30 Jahre im Gefängnis verbracht.

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