Posts Tagged ‘UK’

[UK] Toby Shone: Erklärung zum J11 Internationalen Tag der Solidarität mit Marius Mason und allen anarchistischen Langzeitgefangenen

Sonntag, Mai 8th, 2022

erhalten per mail, übersetzung abc wien

„Wir werden in See stechen und eine Reise ins Ungewisse antreten müssen. Es liegt an uns, den Kurs des Marsches zu wählen. Wir sind frei, Fehler zu machen.“ Gustavo Rodriguez – „Kurzer informativer Bericht über das Wetter“.

Eine Umarmung des Lebens, des Feuers und der Kompliz*innenschaft für alle inhaftierten anarchistischen Gefährt*innen an diesem 11. Juni. Ich bin von den Gefährt*innen in Nordamerika zur Teilnahme eingeladen worden, wofür sie meinen Dank und meine Zustimmung haben. Ich bin zwar nicht zu einer besonders langen Strafe verurteilt, aber bei meinem Prozess im letzten Oktober im Rahmen der „Operation Adream“ hatte ich mit weit über zehn Jahren zu rechnen, und nächste Woche, am 6. Mai, werde ich in Bristol erneut vor Gericht stehen. Diesmal fordern die „Anti-Terror“-Staatsanwälte bis zu fünf Jahre Hausarrest und besondere Überwachung, so dass ich häufig ins Gefängnis zurückkehren könnte. Das ist auch ein Präzedenzfall für den Rest des anarchistischen Raums im Vereinigten Königreich, wenn der Staat erfolgreich ist. Internationale Mobilisierungen sind wichtig, um unsere gemeinsamen Kämpfe kennenzulernen und zu verbinden. Die Eröffnung eines Raums für Diskussion und Praxis ermöglicht es uns, den Mauern und dem Stacheldraht zu entkommen, der uns trennt und isoliert. Ich bin 23 Stunden am Tag in einer Einzelzelle eingesperrt, werde verstärkt überwacht und zensiert, als „hohes Risiko“ eingestuft und auf die „Fluchtliste“ gesetzt. Das ist mir völlig egal. Ich werde diesen Ort verlassen, ohne auch nur einen Millimeter zurückzutreten.

„Wer einen Grund zum Leben hat, kann fast jedes Wie ertragen.“ – F. Nietzsche.

Es ziehen Stürme am Horizont auf.

Toby Shone

Geschrieben am Vorabend des revolutionären 1. Mai 2022. G4S Parc, Großbritannien.

[UK] Updates & Soliposter bzgl. Toby Shone

Freitag, April 15th, 2022

quelle: abc bristol, übersetzung abc wien

Tobys Gesundheitszustand und sein Wohlbefinden haben sich seit seiner Entlassung aus dem 24-stündigen Arrest verbessert (auch dank der Intervention des Prisoners Advice Service und der Twitter-Kampagne von Gefährt*innen), nachdem seine Augeninfektion behandelt wurde und er Zugang zu den für seine vegane Ernährung notwendigen Lebensmitteln erhalten hat (auch wenn diese immer noch begrenzt ist und für jemanden in einem medizinisch gefährdeten Zustand, wie Toby ihn nach seiner Krebsbehandlung hat, nicht ausreicht).

Er soll am 16. August 2022 mit einer elektronischen Fußfessel entlassen werden und wird den Antrag auf Entlassung im Mai stellen. Allerdings droht ihm eine Anordnung zur Verhütung schwerer Straftaten (Serious Crime Prevention Order – SCPO), die es der Polizei erlauben würde, alle Aspekte von Tobys Leben zu überwachen und zu kontrollieren und seine Kontaktpersonen fünf Jahre lang zu beobachten. Die Anordnung – die Toby faktisch dazu zwingt, sich vom Rest der anarchistischen Bewegung zu isolieren und jeglichen Kontakt zu seinen Freund*innen und Gefährt*innen abzubrechen – bedeutet, dass er für weitere fünf Jahre inhaftiert werden könnte, sollte er gegen die Anordnung verstoßen, die so einschneidend ist, dass es unmöglich wäre, dass er es nicht tut. Die Anhörung zum SCPO findet am Morgen des 6. Mai vor dem Bristol Crown Court statt.

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[UK] Update zu Toby Shone

Dienstag, März 29th, 2022

quelle: abc brighton, übersetzung abc wien

Gerechtigkeit für den anarchistischen Gefangenen Toby Shone!

Der anarchistische Gefangene Toby Shone wird in der Kategorie B-Einrichtung HM Prison Parc, einem privat geführten Gefängnis in Südwales, festgehalten, obwohl er in Wirklichkeit ein Gefangener der Kategorie C oder D ist, der laut den am 26. März 2022 erhaltenen Papieren am 21. Januar 2022 für eine Entlassung mit vorübergehender Erlaubnis (Release on Temporary License, ROTL) in Frage kommt. ROTL ist ein Hafturlaub zur Vorbereitung auf die Entlassung aus dem Gefängnis. Gefangene der Kategorie B haben keinen Anspruch auf Hafturlaub.

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[UK] Solidarität mit Toby Shone angesichts der Drohungen des Faschisten Steven Sollars

Montag, März 14th, 2022

quelle: erhalten per mail

Der inhaftierte Anarchist Toby Shone hat sich geweigert, wegen der ständigen Provokationen, Beleidigungen, Verunglimpfungen und Drohungen an weiteren Workshops des rechten Senior Officers (SO) Steven Sollars im HMP Bristol teilzunehmen. Nachdem er sich weigerte war er zwei Wochen lang, 23 Stunden am Tag in seiner Zelle eingeschlossen. Der Ex-Militär und seit 11 Jahren ein Drahtzieher im Gefängnis von Bristol, Steve Sollars ist unter den Gefangenen als politisch motivierter Tyrann und Fanatiker bekannt.

Er prahlte vor Gefangenen damit, dass er Teil eines Gegenprotestes war, der den Cenotaph im Juni 2020 während der Black-Lives-Matter-Protesten in Bristol unterstützt hat . Er freute sich über die langen Verurteilungen von „Kill the Bill“-Demonstranten, insbesondere von Ryan Roberts. Er phantasierte öffentlich über die Wiedereinführung von sogenannten “Chaingangs” und sagte, er würde Gefangenen mit einer Schrotflinte ins Gesicht schießen, wenn sie versuchen zu rebellieren.

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[ UK] Kill the Bill: Brief von Ryan und neue Adresse!

Dienstag, März 8th, 2022

quelle abc bristol, übersetzung abc wien

Ryan wurde verlegt! Seine neue Adresse lautet:
Ryan Roberts A5155EM
HMP Swaleside
Brabazon Rd
Eastchurch
Isle of Sheppey ME12 4AX
UK

Er hat auch einen Brief zur Veröffentlichung geschrieben:

Zunächst einmal möchte ich mich bei allen bedanken, die die Berichte gelesen, unsere Geschichten verfolgt und sich sogar die Zeit genommen haben, uns Briefe zu schreiben! Das bedeutet mir so viel, und ich werde für immer dankbar sein. Außerdem ziehen wir, wie wir alle wissen, von Zeit zu Zeit um. Es gibt also eine neue Adresse für mich! Ich möchte auch sagen, dass wir am Ende gewinnen werden und uns nicht besiegen lassen. Mit Einigkeit haben wir Macht. Selbst Menschen, die an der Macht sind, haben keine Einigkeit und sind schwach.

 

[UK] Freiheit für den anarchistischen Gefangenen Toby Shone

Mittwoch, Februar 9th, 2022

quelle: de.indymedia.org

über die Anordnung der Totalüberwachung, die Toby Shone droht

Obwohl die Polizei nach vierjährigen Ermittlungen ihren Terrorismusverdacht gegen ihn nicht beweisen konnte, muss der anarchistische Gefangene Toby Shone mit einer “Serious Crime Prevention Order” rechnen, die die Kriminalisierung und totale Überwachung von Toby und allen Personen in seinem Umfeld für die nächsten Jahre nach seiner Entlassung rechtlich sanktionieren wird.

Im November 2020 führten Antiterror-Cops im Vereinigten Königreich im Rahmen der “Operation Adream” eine Reihe von koordinierten Razzien gegen einen der mutmaßlichen Administratoren der Website 325.nostate.net durch. Mehrere Anwesen im Südwesten Englands wurden durchsucht, und eine Person, Toby Shone, wurde im Forest of Dean mit vorgehaltener Waffe festgenommen und nach dem Terrorismusgesetz angeklagt. Dies war das erste Mal, dass der britische Staat versuchte, einen Anarchisten nach den modernen Terrorismusgesetzen anzuklagen, und das erste Mal, dass jemand wegen des Verdachts, eine anarchistische Website zu betreiben, belangt wurde.

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[UK] Bristol: Toby Shone spricht aus dem Gefängnis von Bristol, und erklärt seinen Fall

Sonntag, Januar 9th, 2022

Quelle: per Mail

„Mein Name ist Toby Shone, und ich bin ein inhaftierter Anarchist im Gefängnis von Bristol.

Ich wurde in Großbritannien, als Teil der Operation Adream, mit vorgehaltener Waffe von der Anti-Terror-Einheit entführt. Die Repression richtete sich gegen die Kritik und Praktiken der anarchistischen Gruppe 325 Collective und der Website 325.nostate.net. Operation Adream ist ein Angriff des britischen Staates, in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern gegen anarchistische Direktaktionsgruppen, Gegeninformationsprojekte, Gefangenensolidaritätsinitiativen und die neue anarchistische Kritik an der technologischen Singularität und der vierten und fünften industriellen Revolution. Mit der Operation Adream wurde das erste Mal, dass Anti-Terror-Gesetze gegen die anarchistische Bewegung im Vereinigten Königreich eingesetzt.

Ich wurde am 18. November 2020 vom Regime, durch eine Spezialeinheit der Polizei, nach einer Verfolgungsjagd durch den abgelegenen Forest of Dean, der an der Grenze zu Südwales liegt, eine Stunde nördlich von Bristol, als Geisel genommen. Zur gleichen Zeit fanden koordinierte Razzien an fünf Adressen im Forest of Dean statt, die sich gegen kollektive Wohnprojekte, Treffpunkte und eine Lagereinheit richteten. Ich wurde unter bewaffneter Aufsicht zu einer nahe gelegenen Polizeistation gebracht. Dort hat man mich in Isolationshaft genommen und ich wurde viele, viele Male verhört. Ich weigerte mich, während der Verhöre mit den Mördern in Uniform zu sprechen und zu kooperieren.

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[UK] Anarchistischer Gefangener Toby Shone verurteilt

Sonntag, Oktober 17th, 2021

quelle: erhalten per mail, übersetzung abc wien

Der anarchistische Gefangene Toby Shone wurde am 13. Oktober 2021 vor dem Bristol Crown Court wegen 8 Drogendelikten zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt, nachdem die Anklage wegen Terrorismus fallen gelassen wurde. Er hat bereits 8 Monate dieser Strafe in Untersuchungshaft verbracht.

Bei den „Drogen“ handelte es sich um Psychedelika und Heilpflanzen (LSD, DMT, Cannabis, THC-Öl, MDMA und Magic Mushrooms), die in zwei der vier Objekte gefunden wurden, die am 18. November 2020 von Anti-Terror-Bullen im Südwesten des Vereinigten Königreichs auf der Suche nach dem*der Administrator*in der anarchistischen Website 325.nostate.net durchsucht wurden.

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[UK] Neue Adresse – Kevan Thakrar

Mittwoch, September 29th, 2021

Quelle: justice for kevan

Kev ist nach Belmarsh verlegt worden und befindet sich derzeit in Einzelhaft. Schreibt ihm!

Kevan Thakrar A4907AE
HMP Belmarsh
Western Way
London SE28 0EB
UK

Fügt bitte einen frankierten Rückumschlag euren Briefen bei.

Er erhält immer noch Post, die an die alte Adresse in HMP Full Sutton geschickt wird, aber es dauert länger, bis sie ihn erreicht.

[UK] We are proud of those who fought back against the police

Freitag, Juli 30th, 2021

quelle: abc bristol, übersetzung abc wien

Ein Statement von Bristol Anarchist Black Cross und Bristol Defendant Solidarity

Am Freitag, den 30. Juli, wurden fünf Personen zu insgesamt über 14 Jahren Haft verurteilt. Vier Personen erhielten Strafen von über drei Jahren wegen Ausschreitungen.

Diese fünf Personen sind die ersten, die wegen der Konfrontation mit der Polizei vor dem Polizeirevier Bridewell bei der „Kill the Bill“-Demonstration am 21. März zu Freiheitsstrafen verurteilt wurden. Es wurden jedoch mehr als 75 Personen verhaftet, von denen nun 28 angeklagt wurden. Drei Personen befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.

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[Übersetzung] Die Angry Brigade 1967-1984

Dienstag, April 27th, 2021

quelle: soligruppe für gefangene

Dokumente und Chronologie

Gefunden auf der Seite von Elephant Editions, die Übersetzung ist von uns.

Einleitung von der Soligruppe für Gefangene

Die folgende Broschüre wurde zuerst 1978 von Bratach Dubh Anarchist Pamphlets veröffentlicht, 1985 wurde sie erweitert und erschien als Taschenbuchausgabe bei Elephant Editions und wurde zuletzt 2015 erneut von Elephant Editions und Active Distribution veröffentlicht.

Da es von dieser Broschüre bisher keine deutsche Übersetzung gab, zumindest nicht das wir wüssten, haben wir uns entschlossen, diese ins Deutsche zu übertragen. Denn wie wir feststellen mussten, ist die Angry Brigade mit ihren gezielten Angriffen auf die Infrastruktur der Herrschenden und auf das Kapital im deutschsprachigen Raum nur wenigen bekannt, es gibt ja auch so gut wie keine Texte zu dieser Gruppe. Im Sinne einer historischen Auseinandersetzung mit den bewaffneten Kämpfen der Vergangenheit, die immer Teil der anarchistischen Praxis, aber nicht nur dieser, sein sollte, ist dies natürlich eine Lücke, die wir hiermit versuchen wollen zu füllen. Man mag von den Anschlägen der Angry Brigade halten, was man möchte, das Fällen von moralischen Urteilen überlassen wir gerne anderen, die sich darauf scheinbar spezialisiert haben. Jedoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass es sich um eine Gruppe handelte, die mit den von ihnen gewählten Mitteln bewusst und entschlossen in bestehende soziale Kämpfe eingriff ohne zu versuchen diese für sich zu vereinnahmen. Feindlich eingestellt gegenüber jeglicher Form von Autorität, ging es ihnen nicht darum eine neue Avantgarde zu bilden, sondern ihrem Wut und ihrem Zorn auf die kapitalistische Gesellschaft angemessen Ausdruck zu verleihen, gepaart mit der Aufforderung es ihnen gleichzutun. Denn jeder und jede, die über genug Wut verfügte, konnte Teil der Angry Brigade sein. Die Beschäftigung mit dieser Gruppe ohne Kader und Hierarchien, der es, wenn auch nur über den Zeitraum von ein paar Jahren, mit ihren Bomben gelang, die herrschende Ordnung zwar nicht zu zerstören, aber sie doch wenigstens ordentlich durchzurütteln, ist auch heute, fast vierzig Jahre nach Erscheinen des letzten Kommuniqués, lohnenswert und fruchtbar für zukünftige Diskussionen.

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[A-Radio Berlin] Kill the Bill: Interview zu den Protesten in Bristol gegen das neue Polizeigesetz

Dienstag, April 27th, 2021

quelle: a radio berlin

Anfang März kam es in London zu einem Feminizid. Der Mörder von Sarah Everard war Polizist. Die Trauerfeier und die anschließenden Proteste wurden dann brutal von den Cops angegriffen. Und unterdessen gibt es auch Proteste in ganz Großbritannien zu einem neuen geplanten Polizeigesetz, das der Polizei weitreichende Befugnisse geben soll. Crna Luknja (aus Slowenien) führte ein Interview mit einer Aktivistin aus Bristol. Wir veröffentlichen jetzt eine deutsche Fassung dieses Interviews.

Weitere Infos zu den Protesten und ihren Hintergründen findet ihr hier (auf Englisch).

[UK] Bristol: Aktion gegen Gefängnisbauer Kier

Dienstag, April 27th, 2021

Quelle: schwarzerpfeil.de

Via Act for Freedom now

Diese Woche nahmen wir die Büros von Kier in Bristol ins Visier, einer Firma, die Hand in Hand mit dem Staat vom Elend und Leid anderer profitiert.
Es war einfach und machte Spaß, als wir Farbe und Botschaften an die Wände sprühten und die Fenster des Gebäudes einschlugen, um zu zeigen, woher ein Teil ihrer Profite kommt.

Gefängnisse:
Kier hat in den letzten 14 Jahren mit dem Ministerium für „Gerechtigkeit“ gearbeitet. Sie haben an dem Mega-Gefängnis in den Midlands, HMP Oakwood und dem neuen Mega-Gefängnis in Wellingborough gearbeitet. Die Bedingungen innerhalb dieser Einrichtungen können als nichts weniger als Folter beschrieben werden. Kier materialisiert buchstäblich physisches und psychologisches Trauma.

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[UK] Bristol: „Burn Baby Burn!“

Donnerstag, März 25th, 2021

quelle: schwarzerpfeil

Ein Beitrag von einigen Anarchist:innen, Jugendlichen, Reisenden, Unbekannten, DEN AUSGESCHLOSSENEN! nach den Bristol Riots (siehe hier), gefunden auf Anarchist News

Der Sprechchor geht in die Luft, während die Flammen der Bullenkutsche höher und höher steigen und einen Druck wegbrennen, der sich schon viel zu lange aufgebaut hat.

Die Fenster der Polizeistation werden unter dem Gejohle der Menge eingeworfen und es regnet Steine von oben auf die Bullen — von jungen Leuten, die einen Teil des Daches besetzt haben. Wiederholte Angriffe auf die Bullen versetzen sie sichtlich in Angst und Schrecken. Flaschen regnen auf den gescheiterten Versuch der Polizeihundeeinheit, den Mob von hinten anzugreifen. Von den Cops befreite Einsatzschilde und Schlagstöcke werden eingesetzt, um zurückzuschlagen – ein Stück ihrer eigenen Medizin. Andere kümmern sich um Menschen, die mit Pfefferspray besprüht wurden, während Soundsysteme ertönen. Ein weiteres Polizeiauto brennt um die Ecke. Das ist wie nichts, was wir bisher gesehen haben…

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In Gedenken an den vor kurzen verstorbenen Anarchisten Stuart Christie

Montag, August 24th, 2020

Quelle: panopticon

Am 15. August 2020 erlag Stuart Christie nach einem langen Kampf dem Lungenkrebs.

Stuart Christie, geboren in Glasgow 1946, ist eine sehr bemerkenswerte anarchistische Person gewesen, die ihr Leben lang der Sache den Anarchismus gewidmet hat.

Aufgewachsen ist er bei seiner Mutter und seiner Großmutter. Letztere sollte eine große Rolle in seiner Politisierung zum Anarchismus gespielt haben, dies erwähnte er in zahlreichen Momenten und auch in einigen seiner Bücher. (mehr …)

Dark Nights #49 : ‘Against the Fourth Industrial Repression’ (ACN)

Mittwoch, Juni 17th, 2020

Quelle: 325.nostate.net

PDF: Dark Nights #49

Anarchist newsletter with info about the coming international meeting against the techno-prison world taking place in Italy, an article against the new social transformations of 4IR, report about 5G sabotage in UK and a quick point at two corporate targets in UK.

1. ‘Against the Fourth Industrial Repression’ – The Acorn
2. 2nd International Meeting: 3 Days Against Techno-Sciences, Italy
3. 5G Arson Sabotage, Conspiracy Theories and UK
4. Corporate Enemies List – Facelift + KN Group

SABOTAGE THE TECHNO-INDUSTRIAL SYSTEM

Print, copy and distribute…

Anti-Copyright Network

https://325.nostate.net/wp-content/uploads/2020/06/dark-nights-49.pdf

[UK] Kevan Thakrar – Neue Adresse

Sonntag, September 22nd, 2019

Quelle: 325 (adresse), zusammenfassung abc wien

Kevan wurde 2008 im Alter von 20 Jahren zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe mit einer Mindestlaufzeit von 35 Jahren verurteilt. Das Urteil wurde auf der sehr umstrittenen Theorie der „gemeinschaftlichen kriminellen Unternehmung“ (joint enterprise) gefällt. 2010 wurde er in seiner Zelle von vier Gefängniswärter*innen angegriffen. Kevan verteidigte sich, wofür er wegen versuchten Mordes angeklagt und in das CSC-System aufgenommen wurde (CSC: Close Supervision Centre). Er gewann zwar den von seinen Angreifer*innen eingereichten Fall, bleibt aber trotz seiner Entlastung bis heute im CSC (ein “Gefängnis im Gefängnis”), welches die extremste Form der Inhaftierung im Vereinigten Königreich, nach dem Vorbild der “Supermax”-Gefängnisse in den Vereinigten Staaten, darstellt.

Seine neue Adresse – ebenfalls ein Close Supervision Centre…

Kevan Thakrar A4907AE
HMP Full Sutton
York
YO41 1PS
UK

Weitere Infos findet ihr hier.

[UK] Weltweiter Tag der Solidarität mit Kevan Thakrar & gegen Isolationshaft – Brief von Kevan

Sonntag, März 24th, 2019

Quelle: abc brighton, übersetzt von abc wien

Der 13. März 2019 markiert den neunten Jahrestag, an dem Kevan in einem Close Supervision Centre (CSC) unter Bedingungen der Isolationshaft festgehalten wird. Er wurde erstmals im CSC inhaftiert, nachdem er 2010 in seiner Zelle bei HMP Frankland von vier Gefängniswärter*innen angegriffen worden war. Er verteidigte sich, wofür er wegen versuchten Mordes und GBH [Grievous Bodily Harm = schwere Körperverletzung] angeklagt und in das CSC-System aufgenommen wurde. Er gewann den von seinen Angreifern eingereichten Fall, bleibt aber bis heute, mehr als sieben Jahre nach seiner Entlastung, im CSC, ohne Angabe darüber, wann er gehen darf.

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[UK] Sven van Hasselt: Brief und Statement zu seiner Adresse

Donnerstag, November 29th, 2018

Quelle: free sven (fb), übersetzt von abc wien

Auf der Facebook Seite „freesven“ ist kürzlich ein Brief von Sven veröffentlich worden, in dem er unter anderem darum bittet, seine Adresse nicht mehr zu veröffentlichen und erklärt, warum er sich so entschieden hat. Wir respektieren seinen Wunsch und haben seine Adresse aus der Gefangenenliste gelöscht.

Die Homepage freesven.org ist momentan offline. Zukünftige Updates zu Sven werden auf der Facebook Seite geteilt.

Folgend findet ihr die Übersetzung seines Briefes:

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[UK] Aktions-Aufruf: Stoppt die Schikanierung von Kevan Thakrar

Sonntag, August 19th, 2018

Quelle: incarcerated workers organising commitee, Übersetzt von ABC Wien

Kevan Thakrar ist Mitglied der IWW (Industrial Workers of the World) und als Opfer eines Justizirrtums seit über einem Jahrzehnt im Knast. Er wurde im Juli 2018 in das Close Supervision Centre (Nahüberwachungszentrum) im HMP (Her Majesty’s Prison) Whitemoor in Cambridgeshire verlegt, und ist dort nun einem noch repressiveren Regime sowie gezielten Schikanen von Knastwärtern ausgesetzt. Kevan protestiert wiederholt gegen seine Bedingungen und seine Gefangenschaft mit Beschwerden und Anfechtungsklagen, oftmals gegenüber Gefängniswärtern sowie Mitgliedern der Prison Officer Association (Verband der Strafvollzugsbeamten).

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[UK] Aktionsaufruf für den englischen Gefangenen Kevan

Freitag, April 20th, 2018

Quelle: ABC Bristol – Kevan befindet sich seit über 8 Jahren in Einzelhaft wegen eines Jusitzirrtums und der rassistischen Willkür des Rechtssystems.

Kevan has been kept in solitary confinement for over 8 years. You can read more about his case here. The majority has been inside the UK’s Close Supervision Centres – prisons within prisons. He has now been moved to a segregation unit at HMP Long Lartin that has even worse conditions.

Since being moved to HMP Long Lartin, with no explanation or justification, Kevan has been kept in solitary confinement in the segregation wing. He has been given no indication as to when he will be moved to general population, as segregation is not meant to be used indefinitely. All this, in spite of recommendations from a psychologist that he should be moved to general population.

As well as being deprived of human contact, Kevan’s visits have been unofficially restricted to a closed visit behind a screen. He has no hot water in his cell, and no toilet seat, lid or privacy screen.

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[UK] Bitte schreibt dem trans*-Gefangenen Taylor – Dringender Aktionsaufruf!

Sonntag, Januar 7th, 2018

Kam per Mail.

Zur Info: IPP prisoners sind Gefangene, die „zum Schutz der Öffentlichkeit“ eingesperrt sind. Mehr als 3989 Menschen sitzen aktuell in britischen Gefängnissen als IPP-Gefangene. Fünf Jahre, seit die Strafe gesetzlich aufgehoben wurde, bleiben Tausende immer noch in Gefängnissen ohne Entlassungstermin. Verzögerungen bei den Bewährungsauflagen, Überbelegung der Gefängnisse und reine Vernachlässigung führen zu beispiellosen Raten von Selbstmorden von Gefangenen. IPPs haben eine der höchsten Selbstverletzungsraten im Gefängnissystem in ihrer Gesamtheit und kann ungefähr mit dem hierzulande bekannten Massnahmenvollzug verglichen werden.

Taylor (Claire Taylor) is an IPP prisoner that Smash IPP have been supporting. They had a tarrif of four years and have now done over ten years in prison.

Taylor called this afternoon to say he had been shipped out to HMP Downview. Normally, when a prisoner is being moved they ask them to pack and if they refuse they take them to segregation. However, with Taylor they didn’t even ask them – six male officers “bent” them up. (Bent up is a prison term for when officers grab various limbs and hold you in a restraint so that you can’t resist, they then drag you to wherever they want to move you too. Many officers use this as an opportunity to take their shit out on prisoners, actively hurting them and using their physical superiority to dominate and terrorize someone). Taylor is trans and masculine presenting and moments like this can be an act of transphobia as much as anything else (screws will treat people of any gender like this but its common for them to ‘go in harder’ on men or masculine presenting people). Taylor has a hernia and doing this to him is seriously medically dangerous.

Taylor is incredibly distressed and traumatised by what happened and sounded so vulnerable on the phone. He cut open his chest near his heart (Taylor has a long history of self-harm in prison). They are feeling actively suicidal right now.

The prison offers zero courses or programmes that Taylor needs to complete for their parole. It is a terrible prison with loads of bang-up (time in cell) and its full of drugs. We will be launching a campaign in the new year to call for a transfer to a different prison.

Right now in this moment we are asking people to send cards of solidarity and stamps ASAP to Taylor. They were not able to pack their own bags, so they have lost many stamps and people’s addresses – so if you have been writing regularly to Taylor please ensure you include your address if you want a reply:

Claire Taylor A7974AX
HMP Downview
Sutton Lane
Sutton
Surrey
SM2 5PD

You can also email them via the email a prisoner service.
For more about their background and case see smashIPP

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Anarchistische Gefangene Emma Sheppard: Was bedeutet “Wiedereingliederung” denn eigentlich?

Sonntag, Mai 3rd, 2015

(gefunden auf: de.contrainfo.espiv.net)

breakBrief der anarchistischen Gefangenen Emma Sheppard: Gefängnisse funktionieren für keinen – außer für die, die davon profitieren.

März 2015

Letzte Nacht sah ich den Mond und einen Stern. Es war das erste Mal nach langer Zeit. Ich musste an alle meine Freunde, alte wie neue, denken und fragte mich, was sie unter ihrem Schein wohl taten. Ich schätze mich glücklich, Teil eines großen Netzwerks von Menschen zu sein. Alles scheint möglich, wenn du weißt, du hast Unterstützung. Aber während diese Gedanken das Gefängnis erträglich machen, werde ich nie die Gewalt des Systems vergessen.

Die Gefängnisse sind fast voll. Also bauen sie mehr. Von Topshop zu Tesco, DHL zu Lend Lease und Virgin zu Geoamey, es steckt viel Geld im Gefängnis-Regime. Private „Kommunale Wiedereingliederungs-Gesellschaften“ betreiben jetzt die Bewährungshilfe. Christopher Grayling (Anm.: konservativer Politiker und „Secretary of State for Justice“) hat eine weitere „Wiedereingliederungs-Initiative“ für das Justizministerium angekündigt. Gefangene werden Sandsäcke, Zaunpfähle und Ausrüstung für bewaffnete Streitkräfte herstellen um „wichtige neue Fertigkeiten und harte Arbeitstage schätzen“ zu lernen.

Das Wort „Wiedereingliederung“ ist niemals weit weg innerhalb dieser Mauern. Aber das Gefängnis wirft einen langen Schatten – es isoliert, spaltet ab und zerstört Leben. Vieles wurde kürzlich über Frauen im Gefängnis geschrieben. Selbst Vicky Pryce, Ex-Frau eines Tory-Mitglieds, rief zu einer Veränderung auf. Aber während Frauen im Gefängnis, um die Sprache der Gefängniswärter zu benutzen, „komplexe Bedürfnisse“ haben, vereinfachen Reformaufforderungen auf Gender-Basis das Problem zu stark. Gefängnisse funktionieren für keinen, außer für die, die davon profitieren.

Und was bedeutet „Wiedereingliederung“ denn eigentlich? Reue für deine Straftat zeigen? Niederknien vor angeblich gütigen Systemen, die uns als unsere „Wahl“ präsentiert werden? Wiedereingliederung wird als die Karotte genutzt, der wir hinterher rennen sollen. Aber ich werde an keinem Rennen teilnehmen, um Sandsäcke herzustellen. Es gibt keine Wiedereingliederung in einer IPP (Inderterminate Sentence for Public Protection), CSC (Close Supervision Centre) oder der Isolationshaft, oder wenn Leute ohne Vorwarnung verlegt werden. Das ist keine Wiedereingliederung.

Assata Shakur hat einen von vielen Prozessen beschrieben, deren Gegenstand sie war. Während ich mich in keinster Weise mit ihr vergleiche, kann ich mich in dem Gefühl wiedererkennen.

„Am New Jersey Prozess teilzunehmen war skrupellos und inkorrekt. Mit der Teilnahme, habe ich bei meiner eigenen Unterdrückung mitgemacht. Ich hätte es besser wissen sollen und diesem Betrug keine Glaubwürdigkeit schenken sollen. Auf lange Sicht gesehen können wir nur an die Menschen appellieren. Die einzigen, die uns befreien können, sind wir selber.“

Einige Menschen entziehen erfolgreich im Gefängnis, viele haben einen Rückfall. Einige verlassen die Beziehungen in denen sie misshandelt werden, viele gehen dorthin zurück. Genau wie der Mythos vom „Schutz“ den die Polizei aufrecht erhält, ist „Wiedereingliederung“ eine bequeme Fassade, hinter welcher sich die Gewalt des Systems versteckt. Die Entscheidung, die die Leute im Gefängnis treffen, mag ihnen helfen oder schaden. Aber alle positiven Veränderungen die einem Individuum widerfahren, passieren trotz und nicht dank der „Möglichkeiten“, die uns gegeben werden. Ich werde nie den Stacheldraht und das Geräusch des Schlüssels in der Tür vergessen, aber auch wenn ihr mich einsperrt, ich bin nicht allein.

Viel Liebe

Em x

Emma Sheppard A7372DJ
HMP Send, Ripley Road
Woking, Surrey
GU237LJ, UK

Plakat in Solidarität mit griechischen Gefangenen & Hungerstreiks von MigrantInnen in UK

Montag, März 30th, 2015

(gefunden auf: inthebellyofthebeast.noblogs.org)

solidarityattack

 

Bristol, UK: Solidarität mit Emma Sheppard

Sonntag, März 8th, 2015
Support Emma SheppardDie anarchistische Gefangene Emma Shepphard wurde am Dienstag, dem 24 Februar 2015 vom Bristol Brown Gericht in England zu zwei Jahren Gefängnis für “schwere Sachbeschädigung und fahrlässige in Gefahrbringung von Menschenleben” verurteilt.

 

Solidarität mit der anarchistischen Gefangenen Emma Sheppard

Die anarchistische Gefangene Emma Shepphard wurde am Dienstag, dem 24 Februar 2015 vom Bristol Brown Gericht in England zu zwei Jahren Gefängnis für “schwere Sachbeschädigung und fahrlässige in Gefahrbringung von Menschenleben” verurteilt.

Die Strafe bezieht sich auf die Beschädingung von Polizeiautos in Bristol.

Dies ist die erste Verurteilung unter der “Operation Rhone”. Eine Ermittlung, geführt von 10 CID Offizieren, um in den über hundert anonymen Aktionen in der Gegend um Bristol in den letzten vier Jahren zu ermitteln und weitreichende Informationen über das weitere anarchistische Milieu zu sammeln und außerdem den geflüchteten Kameraden Badger, der im August 2011 floh, zu finden. Emmas Verhaftung und ihr Schuldspruch wegen der Sabatage-Aktion am Silvesterabend scheint jedoch ein allein stehender Fall zu sein und war nicht das Resultat der Arbeit von “Operation Rhone” auch wenn diese im Nachhinein hinzugezogen wurden.

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Letter from anarchist prisoner, Emma Sheppard

Dienstag, März 3rd, 2015

(gefunden auf: bristolabc.wordpress.com)

Letter from anarchist prisoner Emma Sheppard in response to her sentencing

Saturday 28th February 2015

I just watched myself on TV, which I hope is an experience I never repeat. It cheered everyone up on the wing though! I thought I’d write to try and process some of the stuff that’s been happening. But I’m not feeling at my most eloquent (plus I’m obviously limited by my surveillance) so I thought I’d use some of the quotes that have inspired me since being in prison.

Dolly Parton said, “If you want a rainbow, you’ve got to put up with a little rain.” I feel really lucky to have so many folks in my life to weather the storm with and I am happy to have less rain that I thought I would. It saddens me that this may be due to my portrayal as a ‘good girl gone bad’. Why can’t empathy and anger co-exist? To me they are all part of solidarity. I am not special. I just do what feels right for me. I think its because of my gender (and maybe my class) that these distinctions are made.

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Bristol [England]: Verurteilung wegen Sabotage

Montag, März 2nd, 2015

(gefunden auf: linksunten.indymedia.org)

support-emma

Emma Sheppard zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt aufgrund der Sabotage von 3 Polizeifahrzeugen.

Die Umweltaktivistin Emma Sheppard wurde zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie zu Sylvester die Reifen von 3 Polizeifahrzeugen mit selbstgebauten Stacheln zerstochen hat. Die Stacheln wurden außerhalb der Polizeistation von Emma und mindestens einem/einer weiterem/n Komplizen/in hinterlassen, den/die die Polizei bisher hat weder fassen noch idendifizieren können. Emma wurde sofort in der näheren Umgebung gefasst und hat die Verantwortung übernommen.

Um ihr Briefe zu schreiben:

Emma Sheppard
A7372DJ
HMP Eastwood Park
Church Avenue
Falfield
Wotton-under-Edge
Gloucestershire
GL12 8DB
UK

London (UK): Solidarische Aktion mit den griechischen Anarchisten im Hungerstreik

Samstag, Dezember 20th, 2014

(gefunden auf: linksunten.indymedia.org)

Üb. mc, Dez.2014, Menzingen, CH https://radioazione.org/2014/12/londra-uk-azione-in-solidarieta-con-i-compagni-in-sciopero-della-fame-in-grecia/

Quelle: Croce Nera Anarchia

Bekennung: AnarchistInnen in Aktion. Heute 3.12.14 haben wir ein Auto der Security in London in Solidarität mit unseren Brüdern im Hungerstreik in Athen; Nikos Romanos, Yannis Mihailidis, Andras-Dimitris Bourzoukos, Dimitri Politis angezündet.

In jener Nacht hielten wir den Blick fest auf den Horizont gerichtet und sahen viele Sternschnuppen die ihre chaotischen Bahnen zogen. Und wir haben sie noch und noch gezählt, haben Wünsche ausgedrückt, haben die Wahrscheinlichkeiten berechnet. Wir wussten, dass unser Wunsch nach einem freien Leben über alles, was uns unterdrückt, uns ermordet, uns zerstört hinweg gehen musste. So tauchten wir in die Leere ein, genau wie die Sternschnuppen, die wir sahen.

Seitdem sind unzählige Sternschnuppen gefallen; vielleicht ist es der Moment, wo auch unser Stern fällt, wer weiss? Hätten wir Antworten bereit gehabt, wären wir nicht zu dem geworden, was wir sind, sondern egoistische Bastarde, die die Menschen lehren wollen wie die Nagetiere zu werden, die sich gegenseitig auffressen, wie sie es heute tun.

Zumindest bleiben wir noch unerbittlich und starrsinnig, wie die Personen unserer Spezies. Und die von uns, die die Augen im Leid geschlossen haben und weit weg gegangen sind, fahren fort ihre Augen fest auf jenen Nachthimmel zu richten, den wir angesehen haben. Und sehen uns fallen, wunderbare und leuchtende Sterne. Nun sind wir dran. Jetzt, ohne zu zögern, fallen wir“.

Wir grüssen unsere GenossInnen der F.A.I. Torches in the Night – Earth Liberation Front.

Solidarität heisst Angriff!

Fai – Fires on the Horizon – Nikos Romanos

Bristol (UK): Autos in Gedenken an Rémi Fraisse und in Solidarität mit Nikos Romanos angezündet

Samstag, Dezember 20th, 2014

(gefunden auf: linksunten.indymedia.org)

car-burned

Üb. von mc, Dez.2014 Menzingen, CH . Aus RadioAzione https://radioazione.org/2014/11/bristol-uk-auto-incendiate-in-ricordo-di-remi-fraisse-e-in-solidarieta-con-nikos-romanos/ Quelle: Croce Nera Anarchia

Bekennung: Die französische Polizei hat Rémi Fraisse getötet und gleichzeitig versucht sie, die kämpferische Waldbesetzung von Sivens zur Verhinderung eines Staudammbaus zu zerschlagen. Wir haben ein Dienstfahrzeug des französischen Multi GDF abgefackelt. GDF arbeitet nicht weit entfernt von hier, in Hinkley Point, am Bau eines neuen Atomreaktors, ist an Atomprojekten in verschiedenen Ländern beteiligt, erzwingt mit dem Einsatz der brasilianischen Armee Staudämme in unersetzbaren indigenen Gebieten in Amazonien, bietet Verwaltungsdienstleistungen für Polizeistützpunkte an denselben Orten an, unterhält im Namen eines der grössten Erdöl- und Gasterminals in Europa Einrichtungen auf den Shetlandinseln, betreibt einige französische Knäste, plant allgemein Technologien für die üblichen Banken und Kommerzbetriebe und versucht dabei den industriellen Kapitalismus unter dem Mäntelchen der nachhaltigen Entwicklung zu verstecken.

Die Aktion fand im Gebiet von Long Ashton statt, wo wir auch ein stolzes 4×4-Auto, zwei Luxussportautos und ein OCS-Fahrzeug abgefackelt haben. OCS ist wohl eines der grössten privaten Sicherheitsunternehmen im UK und bietet Personenschutz, Patrouillen, die Einrichtung von Überwachungskameras usw. an.

In Frankreich konnte eine ZAD-Besetzung¹ eine Umweltkatastrophe, die unter der Voraussetzung der Zerstörung wichtiger Habitats zur Bewässerung von Gentechmaisfeldern geplant war, verhindern. Die Anarchie stellt sich den Industriellen in den Weg, eine andere Art der Zerstörung ist möglich.

Die Klassengegensätze vertiefen sich, eine Umweltkatastrophe folgt der anderen, der Sinn unserer Leben erodiert und die meinen, dass wir alle für ihr phantastisches Land des Komforts um die Wette rennen, unsere Klarsicht aufgeben, nur um etwelche soziale Vorteile zu ergattern?

Die Pegelstände an Elend, Überwachung und Einschränkung nehmen zu, rote Linien wurden gezogen. Wir wissen wo wir uns zu positionieren haben.

Gibt es noch Leute, die glauben, dass die Polizei diese Stadt total kontrollieren würde?

Sie können Reiss Goyan Wilson wohl einsperren (wegen des Brandes eines Polizeikommissariats in Nottingham während der Zusammenstösse von 2011) aber unsere Erinnerung auslöschen können sie nicht!

So sehr der Staat die lästigen Kundgebungen der StudentInnen, Antiautoritären und Randständigen unterdrückt: jene, die in London, Paris oder Ferguson gnadenlos massakrieren, entfachen das August-Feuer neu.

Nächstes Jahr wird Bristol mit dem Preis „Grüne Hauptstadt Europas“ prahlen. Als könnte noch jemand glauben, es bestehe die auch nur geringste Absicht, dem Gemetzel etwas entgegenzusetzen, das von der kapitalistischen Ideologie des wirtschaftlichen Wachstums verursacht wird. Selbstverständlich macht der in den Schlagzeilen verbreitete doppelzüngige ökologische Diskurs (wo Krieg Frieden und die Stadt grün ist…) die KapitalistInnen überglücklich wenn Extrainvestition in die „grüne“ Wirtschaft und Anhängsel angelockt werden, während die Krise der Biodiversität völlig unkontrolliert voranschreitet.

Das ist ein Witz (von der Art, die man teuer bezahlt). Wie als Nantes 2013 denselben Preis gewann, wo ein weiteres ZAD einen harten Kampf gegen ein grossflächiges „grünes“ Flughafenprojekt mit allem Drum und Dran entwickelt.

Wir jedenfalls verlieren uns nicht in der Farce des Green-Washing, den dahintersteckenden Interessen des Kapitals und der selbstgefälligen Zeremonien, sondern tauchen an den Orten und auf der Strasse dort auf, wo sie ihre tägliche Arbeit verrichten, wo die Werte und Normen dieser Zivilisation reproduziert werden.

Überhaupt nicht zufällig haben wir die Nacht in Brand gesetzt, denn im Abseits rumzustehen und den ExpertInnen zu vertrauen wird nie genügen um unserer elenden Lage in einem wackelnden und lebenstötenden Regime etwas entgegenzusetzen.

Gegen die Klassengesellschaft und die industrielle Entwicklung, vor allem gegen jene, die einen grünen Anstrich erhalten – Sieg dem ZAD von Testet und dem ZAD in Notre-Dame des Landes, Sieg der Hungerstreikkette im griechischen Knastsystem (Unterstützung unserem F.A.I.-Bundesgenossen Nikos Romanos) und allen Kriegsgefangenen gegen den Knast.

F.A.I. Torches in the Night – Earth Liberation Front

¹ Zone À Defendre – Zu Verteidigendes Gebiet (wurde im Kampf gegen den bei Nantes geplanten Grossflughafen geprägt)