Posts Tagged ‘Chile’

Worte des Gefährten Francisco Solar für die internationale Woche in Solidarität mit den inhaftierten Anarchist*innen (23. bis 30. August 2020)

Samstag, August 29th, 2020

Quelle: panopticon

Quelle Anticarcelaria, die Übersetzung ist von uns

Wörter des Gefährten Francisco Solar für die internationale Woche in Solidarität mit den inhaftierten Anarchist*innen (23. bis 30. August 2020)

Wie können wir Momente der Freiheit erreichen, auch wenn sie nur kurz und sporadisch sind? Was sind jene Momente, in denen wir das Gefühl haben, dass das, was uns begrenzt und einschränkt, an Gewicht und Bedeutung verliert?

Die Antworten können vielfältig sein, je nachdem, welche Interessen jeder Einzelne hat, wie er sich in dieser Welt versteht und wie er sich in dieser Welt verortet. Vielleicht fühlen sich einige Menschen bereits frei, und diese Fragen sind unnötig, weil sie den Tentakeln der Macht fremd sind.

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Texte aus Chile, Griechenland und ein Plakat in Solidarität mit Mónica und Francisco

Samstag, August 29th, 2020

Quelle: panopticon

Texte aus Chile, Griechenland und ein Plakat in Solidarität mit Mónica und Francisco

I. Gefunden auf Anarquia.info, die Übersetzung ist von uns

Veröffentlicht am 24.08.2020

GRIECHENLAND: TEXT DES ANARCHISTISCHEN DINOS GIAGTZOGLOU, ZUM TAG DER AGITATION UND PROPAGANDA IN SOLIDARITÄT MIT MONICA CABALLERO UND FRANCISCO SOLAR (14. AUGUST 2020)

Genau wie heute, vor 10 Jahren, führte der chilenische Staat als Reaktion auf die Dutzenden von Angriffen auf die Symbole und Institutionen des Staates und des Kapitals eine breit angelegte repressive Operation gegen anarchistische Gefährt*innen durch. Diese Operation führte zur Verhaftung von zehn der Anarchist*innen und wurde als „Bombenfall – Caso Bombas“ bekannt, sie endete in einem Fiasko, die fünf Gefährt*innen, die schließlich strafrechtlich verfolgt wurden, wurden vollständig freigesprochen, und dies wurde von der Presse als die größte Niederlage der Anklage in der Geschichte bezeichnet. Heute sind zwei unserer Gefährt*innen, Monica und Francisco, die damals zu den Inhaftierten gehörten, erneut in einem Staat inhaftiert, der vor einigen Monaten für einen gewaltigen sozialen Aufstand geopfert wurde, der uns alle überrascht hat.

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[Chile] Tage für die Agitation und Propaganda mit den anarchistischen Gefangenen – 14. August.

Mittwoch, August 12th, 2020

Quelle: panopticon

Gefunden auf Anarquia.info, die Übersetzung ist von panopticon

Chile: Tage für die Agitation und Propaganda mit den anarchistischen Gefangenen – 14. August.

Zehn Jahre nach dem Schlag der Herrschenden im Fall „Caso Bombas“ und vor dem neuen repressiven Schlag gegen unsere Gefährt*innen Mónica und Francisco, machen wir einen Aufruf für den kommenden 14 August, um auf allen Ecken des Territoriums Gesten der Solidarität und Propaganda zu machen. Der Kreativität soll freien Lauf gegeben werden, egal wo, egal wie, so dass die Solidarität mehr ist als geschrieben Wörter.

Weder schuldig, noch unschuldig, einfach Anarchist*innen
Aktive und revolutionäre Solidarität mit Mónica und Francisco!

[Chile] Über Orwell und der Fall von Mónica und Francisco

Mittwoch, August 12th, 2020

Quelle: panopticon

Dass jede Metropole alle Kriterien eines Panoptikum erfüllt, nun, dass wäre ja wirklich nichts neues. Es ist nur noch eine Frage welche Stadt eine höhere Dichte an Überwachungstechnologie zur Verfügung hat und wie intensiv diese auch genutzt wird.

Daher ist es naheliegend dass Orwell´s Vorstellungen von einer komplett überwachten Gesellschaft richtig lagen, aber nicht in der Dimension wie er es sich vorgestellt hat, genauso wie die Grundlage dafür. Vor allem es benötigt nicht die Diktatur, die für ihn eine wichtige Grundlage dieser kompletten Überwachung wäre, um diese zu bewerkstelligen. Die komplette Überwachung ist daher nicht ein Ausdruck eines spezifischen Systems des Kapitalismus, sondern es ist inhärent zu seiner politischen Verwaltung und Artikulation, nämlich den Staat. Es ist also eine falsche Dichotomie, wenn wir denken, dass die komplette Überwachung nur das Resultat eines „autoritäreren“ Systems wäre. So eine Denkweise speist sich nur aus dem Wunsch und der Ideologie dass der Staat in besseren Händen eine menschenfreundliche Maske tragen könnte. Dies sehen wir auch gerade mitten in der Debatte um den Coronavirus, wo linke Gruppen, aber auch Anarchist*innen, das Rascheln der Säbel der Repression, der Einführung von Ausgangssperre, von Quarantäne, usw., als eine faschistoide Entwicklung sehen und nicht verstehen wollen, dass der Staat, egal welcher – ob demokratisch oder anderweitige Versionen -, solche Mechanismen und Gewalten (als Monopol) in sich immer trägt um sein Überleben zu garantieren. Die politische Verwaltung und die Organisation des Staates bleibt immer dieselbe, nur die Kriterien und die Ideologien der politischen Kräfte die an der Macht sind, ändern sich, dies wäre keine falsche Dichotomie mehr.Sprich, der Staat hat historisch alle Mittel benutzt die ihm zur Verfügung standen um einen reibungslosen Ablauf seiner Geschäfte zu garantieren. Der Staat-Nation ist daher die logische Folge, sowie die Klassengesellschaft, des Kapitalismus und nicht andersrum.

Dies immer wieder zu sagen betrachten wir als wichtig, weil wir werden nicht müde darüber immer wieder die Grundlage des Staates und des Kapitalismus verstehen zu wollen um diesen real zerstören zu können. Es gibt viel zu viele törichte historische Beispiele die uns zeigen welche Wege eingeschlagen werden, wenn dies nicht vom Anfang an klar ist.

Nun zu dem Fall von Mónica und Francisco

Am 24. Juli wurden Mónica Caballero und Francisco Solar in Chile verhaftet. Wir haben uns intensiv mit deren Haftprüfungstermin, der live im Fernsehen ausgestrahlt wurde, auseinandergesetzt. Diese Haftprüfung ist in keiner Weise vergleichbar mit denen, was wir aus Deutschland oder anderen EU- Staaten kennen. Wenn wir daran denken, dass so eine Haftprüfung hier 10 Minuten ungefähr dauert, um einfach nur zu klären, ob eine beschuldigte Person in Untersuchungshaft kommt, weil z.B. Fluchtgefahr oder Verdunklungsgefahr besteht, ist das in Chile anscheinend anders. Uns ist nicht klar, ob es immer eine Live Übertragung im Fernsehen gibt, oder ob es an den Corona Maßnahmen liegt.

Kurz wollen wir euch noch sagen, wer Mónica und Francisco sind. Monica und Francisco sind zwei AnarchistInnen und beide wurden 2010 in Chile schon mal verhaftet, weil sie angeblich mehrere Sprengstoffanschläge begangen haben sollen. Bekannt wurde der Fall als „Caso Bombas“ (Bomben-Fall), bei dem etwa ein Dutzend von Personen beschuldigt wurden. Beide wurden nach acht Monaten Untersuchungshaft freigelassen und das Verfahren wurde eingestellt. 2013 wurden beide in Barcelona festgenommen und zu 12 Jahren Haft verurteilt, was später auf 4 Jahren und 6 Monaten Haft reduziert wurde, weil sie in Zaragoza angeblich einen Sprengsatz im Dom „El Pilar“ deponierten, der auch explodierte. Nach 3 Jahren und 6 Monaten wurden sie nach Chile abgeschoben, zusätzlich erhielten sie ein Einreiseverbot nach Spanien für die nächsten acht Jahre.

Um euch einen Einblick geben zu können, probieren wir euch zu beschreiben was bei dieser Haftprüfung alles passiert ist.

Wie schon kurz erwähnt wurden Mónica und Francisco am 24. Juli verhaftet und am 26. Juli begann der Haftprüfungstermin, der gute 4 Stunden dauerte. Anwesende Personen bzw. VertreterInnen von diversen Institutionen, von denen einigen auch als Nebenkläger vertreten waren: die Richterin, die Staatsanwaltschaft, das Innenministerium, die chilenische Post, das Rathaus von Santiago de Chile und die AnwältInnen von beiden Beschuldigten.

Die Richterin begann mit der Frage, ob die Verhaftung mit oder ohne Gewalt von statten ging. Beide sagten, dass sie auf den Boden gebracht wurden und keine Gewalt angewendet wurde, beiden wurde der Grund für Verhaftung mitgeteilt und ein Haftbefehl wurde ausgehändigt. Die Wohnungen wurden sofort durchsucht. Dies ist der einzige Moment bei dem beide, also Mónica und Francisco, zu Word kommen werden.

Die Staatsanwaltschaft erläuterte bis ins Detail was den beiden vorgeworfen wird.

Am 25. Juli 2019 kam eine Briefbombe in der Polizeiwache von Huechuraba, die durch eine Postbotin abgeben wurde, an. Diese explodierte in einem Büro eines Beamten, dadurch wurden zwei Personen schwerverletzt, eine etwas weniger und fünf Personen wurden leicht verletzt. Was für uns in diesem Moment überraschend war, dass alle Polizisten, mit Namen und Bildern gezeigt wurden die von dem Anschlag betroffen waren. Nun fing die Staatsanwaltschaft an, Videoaufnahmen von verschiedenen Perspektiven vom Tag zuvor zu zeigen, die den Beschuldigten angeblich zeigt, wie er bei der Post zwei Pakete abgibt. Die Kleidung wird beschrieben, ein Bewegungsprofil wird angefertigt, wo eine Menge an Taxis benutzt worden sei, alle Nummernschilder, Namen, welche Strecken gefahren wurden und die dazugehörigen Preise wurden ausgewertet, hinzu kommt dass alle TaxifahrerInnen als ZeugInnen vernommen wurden.

Da auf dem explodierten Paket, der Aufkleben nicht zerstört wurde, konnte schnell nachvollzogen werden, wo und wann das Paket abgeben wurde. Der Name des Absenders der Pakete soll ein Polizist gewesen sein. Deswegen ist ein Anklagepunkt, die Zweckentfremdung von Namen. Es wurde ein Handschriftenvergleich gemacht und dabei soll es positiver Treffer mit Francisco seiner Handschrift gegeben haben.

Auf einem Video soll man sehen, wie er in ein Taxi steigt und damit in die Stadt fährt. Der Fahrer konnte gefunden werden und den Angeklagten beschrieben haben. Da der Taxifahrer immer mit Google Maps fährt, waren alle Standpunkte gespeichert. Auf einem Video wird angeblich gesehen, wie er seine Kleidung wechselt und mit einer Tasche unterwegs ist, daraufhin wird nach der Kleidung gesucht, die in einem Mülleimer am 28. Juli 2019 angeblich gefunden wird. Die Müllabfuhr und die NachbarInnen sagten aus, dass dieser Mülleimer nie geleert wird. Dort wurde eine Mütze gefunden, die auch auf dem Video der Post zu sehen ist, an dieser wurde eine männliche DNS gefunden, sowie auch auf den anderen Kleidungsstücken, die aber auch misch DNS hatten.

Am selben Tag gab es noch eine Briefbombe die an den Ex Innenminister gesendet wurde, diese wurde geröntgt und an der Rezeption abgegeben. Sie wurde entschärft und an dieser soll angeblich Francisco seine DNS gefunden worden sein.

Der zweite Akt, laut der Staatsanwaltschaft, der stattgefunden hat, ereignete sich am 27. Februar 2020. Zwei Bomben wurden in einem Park platziert und explodierten zeitverzögert. Beiden wird vorgeworfen, eine Bombe hochgehen zu lassen, um die Polizei anzulocken, damit die zweite Bombe 25 Minuten später hochgeht um Polizisten damit zu töten. Dies geht auch aus dem Bekennerschreiben dieser Aktion hervor.

Nun ist es wie vorhin auch schon beschrieben, es werden TaxifahrerInnen vernommen, unzählige Kameraaufnahmen ausgewertet, Bewegungsprofile erstellt. Dabei ist interessant zu sehen, wie die Polizei ermittelt. Mónica wird z.B. beschuldigt, vier Anrufe getätigt zu haben, wo vor den Bomben gewarnt wird. Jedoch konnte laut der Polizei darauf nicht reagiert werden, wegen der wenigen Informationen die diese Telefonate vermittelten. Auf jedenfall sollen diese Anrufe immer vom gleichen Handy gemacht worden sein und von der selben Funkzelle erfasst worden sein, die in einer Entfernung von 1400 Metern stattgefunden haben. Von ihr soll es auch unzählige Kameraaufnahmen geben. Wenn sie mal nicht zu sehen ist, wird nachgeforscht welcher Bus, welche Strecke gefahren ist, so die Staatsanwaltschaft. Da alle Fahrkarten in einem internen Bussystem gespeichert werden, kann herausgefunden werden, wann und wo diese gekauft worden ist. Von daher konnte angeblich nachvollzogen werden, von wo nach wo sich Mónica bewegte. Im ganzen Fall spielt die Kleidung beider Beschuldigten, denn sie sollen sie mehrfach gewechselt haben, eine große Rolle. Im Verlauf der Haftprüfung betont die Staatsanwaltschaft dies mehrfach, genauso wie dass die Beschuldigten ihr Äußeres mit Perücken, Schnurrbart, Verkleidung (Änderung des Aussehens z.B., durch falsche Bäuche, falsche Nase) und Schminke änderten.

Weiterhin wurden als Beweisstücke auch die Internetseiten vorgeführt bei denen die Bekennerbriefe der Aktionen veröffentlicht wurden, es geht hier um die anarchistische und mehrsprachige Seite Contrainfo, was auch bei der Aktion in Spanien 2013 benutzt wurde.

Beim Fokus auf die Verwendung von Mobiltelefonen, spielte auch der Kauf dieser eine Rolle, bei der die Verkäuferin im Handyladen, eine Person beschrieb die Mónica sein sollte.

Die Behörden benutzten Fotos von beiden, die auf sozialen Medien zu finden sind, um biometrische Abgleiche zu machen. Mit denen sollte bewiesen werden, dass die beiden Personen die auf den Überwachungskameras zu sehen sind, es sich um die Beschuldigten handelt. Es wurden die Abstände der Augen, Falten, Leberflecke, Muttermale, Piercingnarbe, Ohrengröße, Mund, Nase und weitere Merkmale verglichen.

Wie auch auf die Tätowierungen, Schmuck und Schuhe von Mónica eingegangen wird, die angeblich übereinstimmen mit Aufnahmen der Überwachungskameras in der U-Bahn, wo eine Person gesehen wird die Tattoos trägt.

Bei den Hausdurchsuchungen wurden Kleidungsstücke gefunden die auf den Videos zu sehen sind.

Während der Ermittlung bei der beide observiert wurden, wurde auch der Müll von beiden durchsucht um unter anderen DNS sicher zu stellen.

Nach einem Jahr Ermittlungen, die noch nicht abgeschlossen sind, wurden um die 20.000 Stunden Videomaterial ausgewertet und unzählige Zeugen vernommen. Beiden wird bis jetzt versuchter Mord in mehreren Fällen, sowie das Platzieren von Sprengsätzen vorgeworfen.

Francisco sitzt seine U-Haft in einem Hochsicherheitsgefängnis und Mónica in „normaler“ U-Haft ab.

Vorerst wird die U-Haft auf sechs Monate festgesetzt.

Natürlich sind in den vier Stunden der Haftprüfung viele Sachen die man noch nennen könnte, die jedoch sich doppeln würden, oder zu sehr ins Detail gehen, wie als Beispiel die Taxis, die Fahrkarten, Kleidungsstücke und Bewegungsprofile.

Für uns ist es beeindruckend zu sehen wie eine Haftprüfung in diesem Fall in Chile stattgefunden hat und wieviele „Beweise“ bei einem solchen Termin schon auf den Tisch gelegt werden. Ohne irgendwelche ExpertInnen zu der Realität von Chile zu sein, denken wir uns dass hier aus verschiedenen Gründen gerade der Versuch stattfindet, Nägel mit Köpfen zu machen. Was meinen wir damit?

Wegen der aktuellen Lage in Chile, angesichts der Revolte die seit Oktober 2019 stattfindet, die katastrophale politische und ökonomische Lage des Landes, das Statuieren eines Exempels und vor allem eine persönliche Abrechnung mit Mónica und Francisco, die man 2010 nicht einsperren konnte.

Dies sind natürlich Spekulationen und Hypothesen die wir in den Raum werfen, die aber nicht abwegig klingen. Wir werden weiterhin über diesen Fall berichten und auch unsere Gedanken noch dazu äußern, wie zu Thematiken die mit Repression zu tun haben.

Wir wünschen den beiden viel Kraft
Freiheit für alle Gefangenen
Lang lebe die Anarchie

Hier die Videos des Haftprüfungstermin zum Anschauen: Die ersten beiden sind die Aufnahmen des ganzen Verfahrens und der dritte Teil ist nur die Beweisaufführung der Staatsanwaltschaft I; II; III

I https://www.youtube.com/watch?v=9671dDODKHc

II https://www.youtube.com/watch?v=qusvZUErNNE

III https://www.youtube.com/watch?v=iNLA-cXFmm0

Doku zum Caso Bombas https://www.youtube.com/watch?v=WiFzI6yTTHw

[Chile] Brief von Mónica Caballero aus dem San-Miguel-Gefängnis in Santiago. Chile

Freitag, Juli 31st, 2020

Quelle: anarchists worldwide, übersetzt von abc wien

Compañerxs, Freunde und Familie:
Ich schreibe euch wieder aus einer Zelle heraus. Ich werde im Gefängnis von San Miguel festgehalten, 14 Tage lang werde ich aufgrund des Protokolls zur Verhinderung einer Ansteckung durch COVID-19 isoliert bleiben, später werde ich eingestuft und in einen anderen Zellenblock gebracht.

Es ist fast 10 Jahre her, dass ich zum ersten Mal als Angeklagte einen Fuß in das Gefängnis gesetzt habe. Seitdem war mein Leben immer auf die eine oder andere Weise mit den Gefängnissen verbunden, obwohl sich die Kontrollsysteme zwar ändern können, ihre Struktur aber im Wesentlichen nicht, Bestrafung und Reue sind weiterhin das Ziel. (mehr …)

[Chile] Angesichts der jüngsten Verhaftung der Genossinnen Monica Caballero und Francisco Solar.

Donnerstag, Juli 30th, 2020

Quelle: 325, übersetzt von abc wien

Am heutigen Freitag, dem 24. Juli, fand eine Razzia gegen die anarchistischen Gefährt*innen Mónica Caballero und Francisco Solar statt, die verschiedener Sprengstoffanschläge in der Hauptstadt Santiago de Chile beschuldigt wurden.

Die Razzia durch die GOPE und andere Polizeikräfte fand am Morgen in den Häusern der Gefährt*innen statt, einschließlich einer Operation wegen verdächtiger Objekte im Haus von Monica in Santiago Centro. Bis zum heutigen Nachmittag sind Razzien bei anderen Personen bestätigt worden, aber wir kennen die Motive und/oder Verbindungen nicht. (mehr …)

[Chile] Dringend! Verhaftung von Francisco Solar und Monica Caballero!

Sonntag, Juli 26th, 2020

Quelle: panopticon

Quelle: Anarquia.info, die Übersetzung ist von panopticon.

In den frühen Morgenstunden des heutigen Tages, Freitag, 24. Juli, hat die Staatsanwaltschaft zusammen mit der Polizei mehrere Razzien durchgeführt, bei denen zwei Gefährt*innen, Francisco Solar und Monica Caballero, festgenommen wurden, denen verschiedene Aktionen mit Sprengkörpern vorgeworfen wird.

Der Gefährte Francisco Solar wird beschuldigt, die Person zu sein, die im Juli letzten Jahres zu einem Postamt ging, um zwei Bomben zu verschicken: eine, die im Polizeirevier von Huechuraba explodierte und einen Schwerverletzten hinterließ, und eine weitere, die von der GOPE im Büro von Rodrigo Hinzpeter, dem ehemaligen Innenminister und derzeitigen Manager der Quiñenco-Gruppe, entschärft wurde.

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(CHILE) VOR EINEM NEUEN TAG DER REPRESSION UND DER VERHAFTUNG EINES UNSERER GEFÄHRTEN

Montag, Juni 8th, 2020

Quelle: panopticon.blogsport.eu

Quelle: Coordinadora 18 de octubre por la libertad de lxs presxs políticxs, die Übersetzung ist von uns, dieser Artikel steht im Zusammenhang zu der Festnahme von Francisco

CHILE: VOR EINEM NEUEN TAG DER REPRESSION UND DER VERHAFTUNG EINES UNSERER GEFÄHRTEN

Am 15. Mai riefen wir als „Coordinadora 18 de octubre por la libertad de lxs presxs politicxs“ zu einem Tag der Agitation in Solidarität mit den durch die staatliche Repression Inhaftierten auf, wie wir es jeden Freitag tun.

Wir haben Kundgebungen in Gefängnissen, Gerichten, SENAME-Zentren, Gerichtshöfen und Repressionsinstitutionen abgehalten, um zugunsten der hunderten von politischen Gefangenen zu agitieren, die die chilenischen Gefängnisse bevölkern. Dieses Mal gingen wir zum Pressekanal MEGA: Sprecher der Macht und verantwortlich dafür, ihre Pfeile auf jeden zu richten, der eine Bedrohung für ihre Interessen darstellt. Seine Spezialität wie auch die anderer offizieller Medien ist es, die öffentliche Meinung zu prädisponieren und die brutale Unterdrückung des Staates zu unterstützen und zu fördern.

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(Chile) Verhaftung von Francisco Solar “Cariñoso”

Montag, Juni 8th, 2020

Quelle: panopticon.blogsport.eu

Am 17. Mai fand in Chile vor dem Fernsehsender „Mega de Chile“ eine Kundbebung in Solidarität mit allen Gefangenen die im Laufe der Revolte, aber auch davor, eingesperrt worden sind. Organisiert wurde diese Protestaktion von der „coordinadora 18 de octubre“.

Dort wurde der Anarchist Francisco Solar, vor allem bekannt als “cariñoso”, festgenommen. Als diese Nachricht verfasst wurde, sprich am 17. Mai, wurde Francisco vor dem Haftrichter gebracht und uns ist es nicht bekannt ob er seitdem in Untersuchungshaft sitzt, oder unter Anklage rausgelassen wurde.

Zur Erinnerung, Francisco war schon mehrere Mal im Visier der staatlichen Repressionsbehörden. Das erste mal beim „Caso Bombas, als im Sommer 2010 14 Anarchist*innen beschuldigt wurden eine Reihe von Sprengstoffanschlägen (also terroristische Vereinigung) verübt zu haben, alle wurde am Ende freigesprochen und ein weiteres Mal 2013 als er mit Mónica Caballero in Spanien festgenommen wurde. Beide wurden beschuldigt einen Anschlag im Dom von Zaragoza verübt zu haben, wofür sie am Ende zu jeweils 12 Jahre verurteilt wurden. Beide wurden nach über 4 Jahren Knast von Spanien nach Chile abgeschoben.

Wir werden weiter darüber informieren, soweit es neue Informationen gibt.

Freiheit für Francisco!
Freiheit für alle!
Für die Anarchie!

[Chile] Anarchistische Perspektive gegen die Pandemie des Coronavirus

Montag, März 30th, 2020

Quelle: panopticon.blogsport.eu

An einem besonders chaotischen Freitagnachmittag leitet Piñera (A.d.Ü., Präsident von Chile) die landesweite Medien auf die Pandemie ein. Seit Anfang März ist die Angst vor dem Virus langsam ins Gespräch gekommen: zwischen der aufgeregten Rückkehr in die Unterrichtsklassen, die eine Replik (wie ein Erdbeben) des Oktoberaufstandes sein will, den massiven feministischen Demonstrationen, der Radikalisierung der reaktionären Sektoren und der bevorstehenden Volksabstimmung gewinnt sie immer mehr an Bedeutung.

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[Chile] Meuterei und Fluchtversuch im Gefängnis/Unternehmen Santiago 1

Montag, März 30th, 2020

Quelle: panopticon.blogsport.eu

Vom 22. März 2020

Auszug aus der Publicación Refractario. Vergessen wir nicht, dass Chile obendrein in seinen Gefängnissen Hunderte von politischen Gefangenen hat, die mit den Aufständen der letzten Monate auf chilenischem Gebiet in Verbindung stehen.

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[Argentinien] Propaganda in Solidarität mit dem Aufstand in Chile

Montag, Januar 27th, 2020

Quelle: anarchists worldwide, übersetzt von abc wien

GEGEN DIE NORMALITÄT

SOZIALER AUFSTAND

FREIHEIT FÜR DIE GEFANGENEN

Vor mehr als 90 Tagen gingen in Chile Hunderttausende Menschen auf die Straße, in der Hoffnung, dass der Kampf zu einem menschenwürdigeren Leben führen könnte.

Staaten können Aufstandsprozesse und Revolten auf unterschiedliche Weise bekämpfen, manchmal brauchen sie nichts weiter als Politik, Geschenke und demokratische Zirkusse. Aber wenn sie in die Enge getrieben werden, machen sie von ihrem Monopol der Gewalt Gebrauch, mit dem sie versuchen, sich zur Schau zu stellen. Sie suchen die Unterwerfung durch Repression, Folter und Gefängnis, schaffen neue Gesetze, die zu ihrem Repressionsprozess passen, verfolgen das Tragen von Kapuzen, erhöhen die Strafen für Plünderungen und die Verteidigung durch Barrikaden.

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[Italien] Brief des anarchistischen Gefangenen Juan Sorroche an Marcelo Villarroel

Samstag, Januar 25th, 2020

Quelle: abolition media worldwide, übersetzt von abc wien

Brief / Übersetzung zusammen mit dem Foto am 21.01.20 erhalten:

„Wenn es kein Brot für die Armen gibt, wird es keinen Frieden für die Reichen geben.“ Solange es Elend gibt, wird es Rebellion geben.

Für Marcelo, mit all der Komplizenschaft des Kampfes!

Ich habe deine Worte des Mutes und der Solidarität erhalten, die mich mit Rührung und Sympathie erfüllt haben!

Heute antworte ich (bevor meine Briefe zensiert werden) auf deine Worte, weil ich es für wichtig halte, zwischen uns Anarchist*innen in der ganzen Welt Verbindungen der Komplizenschaft herzustellen.

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[A-Radio Berlin] Chile – 13.-19.1.2020: Woche der Solidarität mit den politischen Gefangenen

Sonntag, Januar 12th, 2020

Quelle: indymedia

Seit dem 11.01.2019 ist ein Aufruf zur Internationalen Woche der Solidarität mit den politischen Gefangenen des Aufstands in Chile vom 13. bis zum 19.1.2020 online online.

Alle Downloads und Links findet ihr auf dem Blog des Anarchistischen Radios Berlin.

Als A-Radio Berlin haben wir den folgenden Aufruf übersetzt und vertont, den vollständigen Text findet ihr weiter unten.

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Bruchstellen #52 online

Samstag, November 2nd, 2019
Nr. 52 November 2019
  Inhalt:
*[Chile] Tamara Sol ist wieder frei!
*[Italien] Prozessbeginn Operation Renata
*[Deutschland] Aktuelle Entwicklungen im Zuge der Repression gegen die „drei von der Parkbank“
*[USA] Update zur anarchistischen Trans*-Gefangenen Jennifer Rose
*[Italien] Genua – Hausdurchsuchungen bei anarchistischen Gefährt*innen
*[Italien] Operation “Scripta Manent” – Anna wurde verlegt
*[Deutschland] Thomas Meyer-Falk: “Die Vollzugsbeamten und ihr schmutziges Geschirr”
*[Österreich] Die phantastische Welt der Rechtssprechung – Gefangenengewerkschaft untersagt!
*[Österreich] Hernals6 – Ein Jahr nach dem Brand
*[Frankreich] Offener Brief von einem der „3 von der Autobahn“
*[Deutschland] 6 Jahre im Untergrund – Smily ist wieder da!
*[Deutschland] Primbo ist raus, aber frei ist niemand von uns
*[Überall/Nirgendo] Fantasma: Klandestine Anarchistische Zeitung #3 online
*[USA] Jeremy Hammond: Update und Erklärung warum er sich der EDVA-Grand Jury widersetzt
*[Österreich] Wien: Nachtrag zur Silvesterparty 2018/19
*[Italien] Neuigkeiten des anarchistischen Gefangenen Davide Delogu

[Chile] Tamara Sol ist wieder frei!

Donnerstag, Oktober 17th, 2019

Quelle: crimethinc twitter

Die anarchistische Gefährtin Tamara Sol ist Mittwoch Nachmittag (16. Oktober 2019) nach 5 Jahren und 9 Monaten Haft aus dem Gefängnis entlassen worden.

[Chile] Streik und Mobilisierung gegen die Reform des Gesetzes 321

Donnerstag, Mai 23rd, 2019

Quelle: publicacion refractario, übersetzt von abc wien

Am 6. Mai beschlossen verschiedene Gefangene aus den Gefängnissen Colina I und Colina II in Chile in den Hungerstreik zu treten und gegen die rückwirkende Reform des Gesetzes 321 zu mobilisieren. Das Gesetz verschärft die Bedingungen für eine vorzeitige, bedingte Haftentlassung und fügt dem Verfahren neue Hindernisse hinzu (2/3 der Haftzeit muss abgesessen sein – vorher die Hälfte – und ein psychologisches Gutachten vorgelegt werden). Motiviert durch die jüngsten Änderungen der Spielregeln mobilisieren Hunderte von Gefangenen aus verschiedenen Gefängnissen. Für diejenigen von uns, die das Gefängnissystem in Frage stellen und ablehnen, ist es einfach keine Option, gleichgültig zu bleiben…

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[Chile] Antrag der anarchistischen Gefangenen Tamara Sol auf vorzeitige Haftentlassung wurde abgelehnt

Sonntag, Mai 19th, 2019

Quelle: publicacion refractario, übersetzt von abc wien

Unsere Gefährtin Tamara Sol wurde am 21 Januar 2014 verhaftet, da sie einen Wachmann einer Bank niedergeschossen haben soll. Sie wurde zu 7 Jahren und 61 Tagen Haft verurteilt und befindet sich seit mittlerweile 5 ½ Jahren im Knast.

Nachdem sie in verschiedenen Gefängnissen im ganzen Land festgehalten wurde, befindet sie sich momentan im Gefängnis von Valdivia, von wo aus sie die vorzeitige (bedingte) Haftentlassung beantragt hat, da sie über die Hälfte der Haftstrafe abgesessen hat. Dies wurde im letzten Monat kategorisch abgelehnt.

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[Chile] Broschüre in Solidarität mit dem anarchistischen Gefangenem Joaquin Garcia

Sonntag, März 3rd, 2019

Quelle: indymedia

Seit November 2015 verweilt der Gefährte Joaquín Garcia im Gefängnis und wird beschuldigt ein Attentat gegen die Polizei verübt zu haben.

In dieser kurzen Broschüre wollen wir nicht nur über seine Situation informieren, sondern auch aufrufen selbst tätig zu werden und zu einer Stärkung der Solidarität des Kampfes beizutragen.

 

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[Chile] Solidaritätsposter für den anarchistischen Gefangenen Joaquín Garcia

Freitag, Dezember 7th, 2018

Quelle: act for freedom, übersetzt von abc wien

Text auf dem Poster:

Kämpferische und aufständische Solidarität

Der antiautoritäre Gefährte Joaquín García wurde im November 2015 festgenommen und wegen eines Sprengstoffanschlags auf eine Polizeiwache angeklagt. Nachdem er unter Hausarrest gestellt worden war, beschloss der Gefährte zu fliehen, wurde allerdings mit einem Revolver aufgegriffen und erneut ins Gefängnis gesteckt. Schließlich entschied das Gericht ihn wegen dieser beiden Aktionen zu 13 Jahren Gefängnis zu verurteilen.

Das Vergessen unserer Gefangenen ist das Vergessen unseres Krieges selbst.

Nichts ist abgeschlossen!! Joaquín Garcia zurück auf die Straße!!

[Chile] Kevin Garrido am 2. November im Hochsicherheitsgefängnis von Chile erstochen

Donnerstag, November 8th, 2018

Quelle: contra info

Am Morgen des 2. November wurde Kevin Garrido  im Gefängnis Concesionada Santaigo Uno mit einem Messer von einem Mitgegefangenen erstochen. Unter anderem aufgrund eines Sprengsatzes gegen die Schule der Gendamerie, saß er seit seiner Verhaftung am 19. November 2015 im Gefängnis.  In einem Brief aus der Zelle beschwerte er sich, dass er von staatlicher Seite fälschlicherweise als Anarchist bezeichnet wird. Seine misanthropen Forderungen am Ende seines (auf dem spanischprachigen Blog von Contrainfo veröffentlichen) Schreibens, lassen es überdeutlich werden, dass er sich bei ihm mit Sicherheit, um keinen Anarchisten handeln kann.

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[Chile] Anarchist Kevin Garrido im Gefängnis ermordet

Montag, November 5th, 2018

Quelle: act for freedom, übersetzt von ABC Wien

Am Morgen des 02. November 2018 riss der Kannibalismus des Gefängnisses eine weitere schmerzhafte Wunde. Kevin Garrido, aufgrund von Sprengstoffanschlägen zu 17 Jahren Haft verurteilt, wurde im Vernichtungszentrum von Santiago 1 von einem anderen Häftling niedergestochen und ermordet.

Trotz einiger Differenzen, die sich durch Kevins jüngste Standpunkte ergaben, werden wir diese aus Respekt vor seinem Leben, seinem Handeln und seinem Weg nicht verfälschen. Aber wir können und werden angesichts dieses tragischen Ereignisses keinen Millimeter Gleichgültigkeit zeigen. Unsere Feinde sind die Gefängniswärter und die Häftlinge, die die Arbeit des Gefängnisses und seine perverse autoritäre Dynamik vollenden.

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[Chile] 1. öffentliches Kommuniqué des „Anti-Prison Solidarity Network with Juan und Marcelo“

Sonntag, August 26th, 2018

Quelle: 325, Übersetzt von ABC Wien

Was ist ein Gefängnis?

Das Gefängnis ist eine materielle Struktur, durch die dafür gesorgt werden soll, Taten von Personen, die gegen die Führung des Staates verstoßen, zu verhindern. Daher sind Bestrafung und die Auferlegung gesellschaftlich akzeptierter Disziplinierungen das Regime, in dem Gefangene leben müssen, um so die Annullierung ihrer Taten, Ideen und Überzeugungen anzustreben. Diese Taten können kriminelle Straftaten und auch solche, die die bestehende Ordnung mithilfe revolutionärer Politik in Frage stellen, sein. Für die letztgenannten beziehen wir Stellung und zeigen Unterstützung und Solidarität mit den Gefährt*innen, die momentan für aufständische Aktionen aufgrund einer politischen Idee von Freiheit inhaftiert sind. Aufgrund des Engagements der beiden Gefährten wollen wir sie aktiv unterstützen, ganz konkret, weil wir die gleichen Ziele haben.

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[Chile] Antiautoritäre Propagandaaktion innerhalb der Universität von Santiago de Chile

Sonntag, August 12th, 2018

Quelle: contra info 

Wir beginnen dieses öffentliche Kommuniqué mit Grüßen an alle, die kämpfen, agitieren, sabotieren, organisieren und Initiativen ins Leben rufen, die sich für den Bruch mit der Welt der Macht einsetzen und die gleichzeitig Solidarität und Kräfte gegen Gefängnisse vereinen, an alle, die, angesichts des Terrorismus des chilenischen Staates, nicht klein bleigeben.

 

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[Chile] Aufruf zu einer Internationalen Agitationswoche für die 6 im “21. Mai”-Fall, Beschuldigten

Donnerstag, August 9th, 2018

Quelle: contra info

Woche der Agitation und Propaganda, ab Montag, den 13. August, für die Annulierung des Urteils der 6, aufgrund des “21. Mai”  Falles, Beschuldigten.

Am 21. Mai 2016 starb in Valparaiso ein Arbeiter, der, während der Proteste für mehr soziale Ausgaben, an seinem Arbeitsplatz eingesperrt war. Mittels der ekelhaften, bürgerlichen Presse, beschuldigten Polizei und der Geheimdienst schnell anarchistische Kreise und Verteidiger*innen der Erde. Einige Monate später wurden 6 Gefährtìnnen verhaftet, alleine weil sie sich an Instanzen zur Verteidigung der Erde beteiligt haben. Nach fast zwei Jahren Gerichtsverfahren, mit verfälschten Gerichtsakten und Einmischung des Geheimdienstes ANI und nicht eindeutigen Beweisen, wurden sie zu Haftstrafen zwischen 10 und 15 Jahren verurteilt.

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[Chile] Santiago de Chile: “Tag gegen Gefängnisse” in Solidarität mit dem Machi Celestino Córdova

Montag, Juli 23rd, 2018

Quelle: contra info

Tag gegen Gefängnisse aus Solidarität mit dem Mapuche Celestino Córdova

im ESPACIO LIBERTAD (Freiraum) # 53, am 28. Juli ab 16 Uhr

Gefährt*innen, am nächsten Samstag, den 28. Juli laden wir euch ein, an einem „Tag gegen Gefängnisse“ in Solidarität mit dem Mapuche, Celestino Córdova, teilzunehmen. Er befindet sich derzeit im Hungerstreik im Gefängnis von Temuko. Nicht nur durch diesen Hungerstreik ist die Verschlechterung der Gesundheit des Mapuche zu erklären, sondern zusätzlich, durch die Bestrafung nach der Konfrontation innerhalb des Gefängnisses, während der Zeremonie De We Tripantu.

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[Chile] Anarchistischer Gefährte Juan Flores zu 26 Jahren verurteilt

Sonntag, März 18th, 2018

gefunden auf insurrectionnews, übersetzt von ABC Wien

Am 15. März 2018 entschied das sechste Strafgericht erneut über das Leben eines Menschen. Durchdrungen von ihrer angeblichen moralischen Überlegenheit und dem Strafgesetzbuch führten sie ihre mathematischen Berechnungen durch, um die Zeit, die dieser Mensch ins Gefängnis entführt werden soll, zu bestimmen.

Gegen Mittag erließ das Gericht das Urteil gegen den Gefährten Juan Flores, aufgrund folgender Straftaten:

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[Chile] Verlegung der anarchistischen Gefangenen Tamara Sol in das Hochsicherheitsgefängnis in Santiago

Sonntag, Januar 28th, 2018

gefunden auf insurrectionnewsworldwide (auf englisch)

Am 25. Januar 2018 wurde die Gefährtin Tamara Sol erneut verlegt – dieses Mal aus dem Gefängnis Rancagua in den höchsten Sicherheitsbereich des Gefängnisses in Santiago. Der Grund für die Verlegung ist ihr Fluchtversuch aus dem Valpraiso Gefängnis.

Der höchste Sicherheitsbereich ist eine Abteilung innerhalb des Hochsicherheitsgefängnisses (CAS) für Männer mit striktem Disziplinarregime. Im Juni 2017 wurde mit Marcela Mardones erstmals eine Frau in diesen Bereich aufgenommen. Marcela wird mit der FPMR* und dem Mord an Jaime Guzman** in Verbindung gebracht.   

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[Chile] Fluchtversuch der anarchistischen Gefangenen Tamara Sol

Mittwoch, Januar 17th, 2018

Quelle: insurrectionnewsworldwide

„13.01.2018: DRINGEND! Wir haben heute Morgen die Information erhalten, dass Tamara Sol an einem Fluchtversuch aus dem Valparaíso Gefängnis beteiligt war. Sie wurde dabei schwer verletzt, brutal von den Wärtern zusammengeschlagen und wartet momentan in Isolation, ohne Kontakt zur Außenwelt, auf den Transfer in ein anderes Gefängnis.

Nach einer Auseinandersetzung, für die Tamara als einzige bestraft wurde, war sie seit Anfang Januar Sanktionen ausgesetzt und durfte keinen Besuch erhalten. Beachtet werden sollte hierbei, dass sie Gefängnis-Privilegien durch sehr gute Führung sowie Erfüllung der Arbeitsanforderungen erhalten sollte.

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Chilenische Gefängnisse: Über die juristische Situation vom Gefährten Marcelo Villarroel Sepúlveda

Samstag, Dezember 2nd, 2017

(gefunden auf contra-info)

Über die juristische Situation unseres Gefährten Marcelo Villarroel… oder wie die Rache des Staates im Stillen weiterläuft.

Im vergangenen September teilte die 4. Militärische Staatsanwaltschaft in Santiago mit, dass der von unserem Gefährten Marcelo vor einigen Monaten gestellte Antrag, abgelehnt wird.

Unmittelbar darauf legte Marcelo gegen die Ablehnung Beschwerde ein und hat die Entscheidung über die Berufung dem Kriegsgericht überlassen, das sie in den ersten Oktobertagen bestätigt hat.

Diese Verurteilung beruht auf frühere Aktionen der Organisation Mapu-Lautaro, in der unser Gefährte bereits in jungen Jahren ein aktiver Kämpfer gewesen ist. 1995 wurde er schließlich wegen „Anarchistischer Abweichungen“ ins Gefängnis geworfen.
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[Spanien/Chile] Monica & Francisco sind draußen

Mittwoch, März 8th, 2017

Quelle: linksunten

Heute morgen am Dienstag, den 7. März 2017 sind Mónica Caballero und Francisco Solar in Chile gelandet. Die beiden Anarchist*innen waren in Spanien gefangen, da ihnen vorgeworfen wurde, 2013 einen Anschlag auf die Basílica del Pilar de Zaragoza verübt zu haben.

Nachdem ihre ursprüngliche Strafe im Dezember auf viereinhalb Jahre herabgesetzt wurde, beantragten sie, dass ihre Reststrafe in eine Ausweisung umgewandelt werden soll. Die Anwendung dieses Mittels bedeutet, dass es den beiden für acht Jahre nicht möglich sein wird Spanien oder die EU zu betreten.

[Spanien] 12 Jahre Haft für Mónica Caballero & Francisco Solar

Donnerstag, März 31st, 2016
Screenshot from 2016-03-31 20:49:52Mónica Caballero und Francisco Solar wurden zu je 12 Jahren Knast verurteilt. Das Urteil des Sondergerichtshofs Audiencia Nacional wurde gestern den Anwälten der beiden anarchistischen Gefangenen übermittelt. Die 12 Jahre setzen sich zusammen aus 5 Jahren wegen “Körperverletzung” und 7 Jahren wegen “Sachbeschädigung mit terroristischer Absicht”. Freigesprochen wurden sie von der Anklage der “Zugehörigkeit zu einer terroristischen Vereinigung und der Verschwörung” gegen das Kloster Montserrat.

Laut der spanischen rechten Hetzpresse wird die über 2jährige Untersuchungshaft auf die Haftdauer angerechnet. Zusätzlich zu der Haft wurde den beiden ein 10jähriges Ortsverbot für Zaragoza und Barcelona auferlegt. Außerdem müssen sie 182.601 Euro Entschädigung zahlen an die Kirchenverwaltung von Zaragoza und 22.775 Euro Schmerzensgeld an eine Frau, die verletzt worden sein soll.

Diese ganze polizeiliche, gerichtliche, politische und mediale Inszenierung geht zurück auf einen Sprengsatz, der Oktober 2013 in der Basílica del Pilar, einer Kirche in Zaragoza, detonierte und geringe Sachschäden verursachte. Einen Monat später wurden unter anderem Mónica und Francisco in Barcelona festgenommen, beschuldigt und saßen seitdem in Untersuchungshaft.

Bei der dreitägigen Gerichtsfarce im März diesen Jahres wurde deutlich, dass es keine Beweise gegen Mónica und Francisco gibt. Die Fingerabdrücke waren nicht übereinstimmend. Der einzige Anhaltspunkt der Polizei waren unscharfe Videos von Überwachungskameras. Die Polizei behauptetet, dass die beiden unkenntlichen Personen, die darin zu sehen waren, ein ähnliches Bewegungsprofil hätten wie Mónica und Francisco. Ein Bericht über den Prozess ist bei thefreeonline nachzulesen (auf englisch).

Es ging offenkundig von Anfang an nur darum, die anarchistische und andere soziale Bewegungen in Spanien zu kriminalisieren und das Hirngespinst einer fiktiven anarchistischen Terrorgruppe als Vorwand zu verwenden für massive Repression. Mit der Festnahme von Mónica und Francisco nahmen die Repressionswellen ihren Anfang. In der Folgezeit wurden im Rahmen von operación Pandora, operación piñata, operación ICE und operación Pandora2 Dutzende Menschen festgenommen und Privatwohnungen und soziale Zentren durchsucht.

Mónica und Francisco waren aus Chile nach Spanien gekommen, um der medialen Hetze zu entkommen, die dort auf sie niederprasselte. Bereits in Chile hatte der Staat versucht, ihnen Beteiligung an Bombenanschlägen anzuhängen. Sie saßen auch dort in Haft, wurden jedoch letztendlich freigesprochen.

Chile, Santiago: Sabotage an Bankautomaten in Solidarität mit Mónica Caballero und Francisco Solar

Donnerstag, Dezember 10th, 2015

(gefunden auf: linksunten.indymedia.org)

bynAm Montag, 2. November am frühen Morgen bewegten wir uns mit unseren Toten im Herzen und den gefangenen in den aktiven Händen um mit einfachen Mitteln einen Bankautomaten der Banco Estado in der calle Matucana #863 im Zentrum der verdorbenen Stadt kaputt zu machen. Wie Schatten brachten wir unsere Farben und beschmutzten die Geldmaschine und hinterliessen eine Schrift an der Wand: “Angry Presente / Presxs a la kalle” und zerschlugen mit Hämmern den Verteiler um den Ort mit seinem aktivierten Alarm schnell aber ohne grosse Probleme zu verlassen.

Kurz nachdem die Untersuchungshaft der Compas Mónica und Francisco verlängert wurde (http://es.contrainfo.espiv.net/2015/10/28/estado-espanol-se-prorroga-la-prision-preventiva-a-monica-y-francisco/), die wegen verschiedener Explosionen gegen Symbole der Macht in Spanien angeklagt sind, entschieden wir von diesem Territorium her klarzustellen, dass die Lage unserer Geschwister uns nicht gleichgültig ist und wir deswegen diese minimale Sabotageaktion in Solidarität mit ihnen durchgeführt haben.

Mit Angry in unserer Erinnerung…

Claudia, Jhonny und der Punky presente!

Kämpferische Solidarität mit den AnarchistInnen Mónica Caballero und Francisco Solar Gefangene des Spanischen Polizeistaates!

Sabotagezelle Jhonny Cariqueo.

Üb. mc, Knast Salez, CH, November 2015 http://es.contrainfo.espiv.net/2015/11/04/santiago-sabotaje-a-cajero-automatico-en-solidaridad-con-monica-caballero-y-francisco-solar/