Posts Tagged ‘Knast’

Aufruf zur Internationalen Woche der Solidarität mit Anarchistischen Gefangenen 23. – 30. August 2021

Montag, Juli 19th, 2021

quelle: solidarity.international

Es existiert eine fundamentale Lüge in der kapitalistischen Gesellschaft. Ein Versprechen, das niemals wahr wird. Das Versprechen der Freiheit – man muss nur hart genug arbeiten. Jedes Mal, wenn wir über die Krise des Kapitalismus stolpern, werden wir daran erinnert. Mehr als ein Jahr  mit Covid-19 liegt hinter uns. Manche sagen, dass Covid-19 eine Gesundheitskrise ist. Aber das ist es nicht! Covid-19 ist eine weitere Krise, verursacht durch den Kapitalismus. Ausgelöst durch das Verlangen nach mehr Reichtum und Wachstum. Welches fruchtbare Böden durch industrielle Landwirtschaft verseucht, Lebensraum der Menschen und Wildtiere durch die Politik der Gewinnung von Rohstoffen stiehlt, die blühende Wälder in Wüsten verwandelt. Es ist der Wahnsinn des Kapitalismus, der die Menschheit an den Rand immer neuer Grenzen treibt, wo weitere Viren auf uns warten.

Dieses Jahr brachte mehr soziale und wirtschaftliche Ungerechtigkeit, mehr Leid, aber auch mehr Kampf. Menschen erhoben sich gegen das kapitalistische System und gegen autoritäre Regime. Die Menschen kämpften für ihre Freiheit und gegen Ausbeutung. Menschen streikten in den Fabriken und erhoben sich in den Gefängnissen gegen die autoritäre und profitorientierte Politik.

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[Deutschland] Thomas Meyer-Falk: Neustart in der JVA Freiburg nach den Corona-Maßnahmen

Montag, Juli 19th, 2021

quelle: freedom for thomas

Im Zuge der weltweiten Pandemie wegen des Sars-CoV-2 Virus wurden auch in der in Südbaden gelegenen Haftanstalt massive Einschränkungen eingeführt, welche nun sukzessive gelockert werden.

Die Einschränkungen

Vor über einem Jahr fing es an mit frühzeitigem „Nachteinschluss“ in den Zellen um 15.45 Uhr. Besuche wurden reduziert und dann ganz untersagt, bis zumindest Skype-“Besuche“ als Kompensation eingeführt wurden. Ausführungen, d.h. das von Bediensteten bewachte Verlassen der Anstalt für ein paar Stunden wurde reduziert und schließlich im Spätherbst 2020 gänzlich ausgesetzt. Nicht nur, dass dadurch die Lebensqualität beeinträchtigt wurde, auch die Erprobung in einem freieren Umfeld wurde damit unmöglich. Freizeitgruppen in der Abendzeit finden auch schon lange nicht mehr statt. Ende 2020 wurden die vier Stationen Sicherungsverwahrung dann auch von den Arbeitsbetrieben der Strafhaft abgekoppelt, was auch mit erheblichen Einkommenseinbußen verbunden war, denn eine Lohnfortzahlung oder Kurzarbeitergeld gab es hier nicht (andere Bundesländer waren in diesem Punkt großzügiger und kompensierten zumindest teilweise die entsprechenden Ausfälle). Und große Teile der Therapieprogramme ruhten über Monate, bis die Anstalt dann Therapiegespräche via Bildtelefonie einführte.

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[Belarus] Update zur Situation bezüglich der Repressionen, Juni 2021

Mittwoch, Juli 7th, 2021

quelle: abc belarus, übersetzung abc wien

Seit dem Beginn der Proteste in Belarus, die durch gefälschte Wahlen ausgelöst wurden, sind fast 11 Monate vergangen. Viele unserer Gefährt*innen wurden inhaftiert, viele mussten aus dem Land fliehen, öffentliche Aktivitäten sind nicht nur für Anarchist*innen, sondern für alle regimekritischen Vereinigungen und Gruppen eingeschränkt. Im Folgenden findet ihr ein kurzes Update zur Situation bezüglich der Repressionen in Belarus mit dem Fokus auf Anarchist*innen und Antifaschist*innen. Wir werden versuchen, diese Updates am Ende eines jeden Monats zu veröffentlichen.

Repression gegen Anarchist*innen und Antifaschist*innen

Aliaksandr Frantskevich wurde eines weiteren Verbrechens angeklagt – Anstiftung zu Hass oder Feindseligkeit. Dies ist der fünfte Artikel des Strafgesetzbuches, der ihm zur Last gelegt wird. Frühere Anklagen umfassen die Organisation, Teilnahme und Ausbildung anderer für Massenausschreitungen und die Teilnahme an einer internationalen kriminellen Organisation.

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Bruchstellen #72 online!

Montag, Juni 28th, 2021

Die neueste Ausgaben der Bruchstellen ist online und gedruckt! Wir verschicken sie gerne gratis an Infoläden und Gefangene! Oder runterladen und selberdrucken! 🙂

Nr. 72 Juli 2021
  Inhalt:
* June11: Solidarische Grüße aus Wien an anarchistische Langzeitgefangene
* International Day of Solidarity with Marius Mason & All Long-Term Anarchist Prisoners
* Unterstützt das Lesvos Mutual Aid and Solidarity Network
* [Deutschland] Zum Todestag von Ferhat Mayouf: Laut, wütend und offensiv gegen Knäste! Für die Freiheit, für das Leben!
* [Deutschland] Thomas Meyer-Falk: Zum Fall von Martin E. und Nicole G. – aus Gefangenensicht!
* [Österreich] Alle Feminist:innen sind Räuber:innen – Urteil: Doch kein Raub!
* Es ist soweit, das neue Wiki zu digitaler Sicherheit ist endlich da.
* [Deutschland] Dannenröder Wald: Ella zu 27 Monaten Haft veruteilt & Brief von Ella
[Deutschland] RAZ, RL, Radikal – Prozessberichte & Kritik an der  (fehlenden) Solidarität
* [Deutschland] Gerichtsverfahren zur Räumung der Liebig 34 & Communique zum Angriff auf das Amtsgericht Lübeck
* [Griechenland] Vier der Moria 6 zu 10 Jahren Haft verurteilt!
* Die Rigaer lebt – eine Nachricht an unsere Freund*innen und Gefährt*innen
* [Italien] Vorrübergehende Verlegung der anarchistischen Gefährtin Natascia Savio
* Der anarchistische Gefangene John Paul Wootton

Brief von Ella / UP1 vom 21. Juni

Samstag, Juni 26th, 2021

quelle: free them all

JVA Frankfurt, 21. Juni ’21

Heute ist der 207. Tag, meiner Untersuchungshaft. Ich bin von den Menschen und Orten, die ich liebe, getrennt worden, was eine Art von Folter ist, die niemandem hilft. Wie kann mensch sagen, dass die Praxis des Einsperrens von Menschen wirklich gerecht ist, während die Situation, die eine Person dorthin gebracht hat, nicht wirklich berücksichtigt wird? Menschen im Gefängnis sind zu sehr eingeschränkt, werden bestraft und fühlen sich zu bestraft, um ihre Herzen für Versöhnung zu öffnen. Jedes Mal, wenn Metall auf Metall schlägt, wenn ein*e Gefangene*r eingesperrt ist, werden sie mit Hass eingesperrt, ihrem eigenen und dem der Welt. Wie können wir erwarten, dass sich die Gesellschaft auf diese Weise weiterentwickelt?

Das Gefängnis ist ein Mikrokosmos für das gesamte System, das meiner Meinung nach nicht funktioniert. Die Verbrechensraten sinken nicht. Die Rate der Wiederholungstäter*innen, so wurde mir gesagt, liegt bei bis zu 80%. In meiner Zeit im Frankfurter Gefängnis habe ich selbst erlebt, wie 4 Menschen entlassen wurden, nur um Wochen später wiederzukommen, ohne dass sie die nötige Hilfe erhalten haben. Dennoch habe ich den Bau der Gefängniserweiterung und den Wahnsinn der Machthaber beobachtet, die das gleiche grausame, repressive Ding machen. Versuchen sie überhaupt, andere Ergebnisse zu erzielen? Ich glaube, dass wir in kommenden Generationen auf diese Praxis der Bestrafung zurückblicken werden, so wie diese Generation auf die Zeiten der Sklaverei zurückblickt, mit Entsetzen über den Mangel an Menschlichkeit.

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[Deutschland] Dannenröder Wald: Ella zu 27 Monaten Haft veruteilt

Samstag, Juni 26th, 2021

„Ella“ oder „UP1“, die seit November in U-Haft saß, und nach wie vor ihre Identität geheim hält wurde am 23. Juni zu 27 Monaten Haft verurteilt. Wegen Widerstands, tätlichen Angriffs und schwerer Körperverletzung. 

Die aussagenden, vermummten und anonymen Bullen haben sich widersprochen und entlastendes Videomaterial wurde ignoriert.

Es gibt auch Einschätzungen wonach die Schwere auch mit Verweigerung der Personalien zusammenhängt!

Erfreulicherweise gab es schon zahlreiche Soli-Aktionen auch auf internationaler Ebene!

Freiheit für Ella!
Freiheit für alle Gefangenen!

 

Um der Person zu schreiben:

Wichtig: Mensch spricht nur Spanisch und Englisch.

von der Person bevorzugtes Pronomen: neutral

JVA Preungesheim
JVA 3 z.H. UWP Eins
Obere Kreuzäckerstraße 4
60435 Frankfurt am Main
Deutschland

 

Weitere Infos findet ihr unter: https://freethemall.blackblogs.org

[Deutschland] Thomas Meyer-Falk: Radiointerview mit „wie viele sind hinter Gittern“

Samstag, Juni 26th, 2021

Hier das Telefonat mit Thomas von Juni.

Mittlerweile befindet sich Thomas bald seit 25 Jahren im Gefängnis, davon über sieben Jahre in der Sicherungsverwahrung der Justizvollzugsanstalt Freiburg.
In dem Interview wird auch der erste Todesfall 2021 in der Freiburger Sicherungsverwahrung thematisiert.

https://www.freie-radios.net/109371

June11: Statement von John Paul Wootton

Freitag, Juni 11th, 2021

quelle: june11.org, übersetzung abc wien

Meine Geschichte ist wohl alles andere als gewöhnlich. Sie beginnt als Teenager, noch keine 18 Jahre alt und wütend über die sozioökonomischen Bedingungen in meiner Community.

Da ich in irisch-republikanischen Arbeiter*innenvierteln aufwuchs, war es unvermeidlich, dass ich dieser Ideologie und Propaganda intensiv ausgesetzt war. Es hieß, dass alle Missstände in der irischen Gesellschaft auf die Einmischung des britischen Staates zurückgeführt werden könnten und nur ein unabhängiger sozialistischer Staat eine Lösung bieten könne. Der Geschichte, der Romantik und der bereits starken Präsenz in der Community konnte ich nur schwer widerstehen. Ich hatte meine Antwort gefunden.

Da ich jung und unerfahren war, war meine Beteiligung und Einbindung eher nebensächlich. Es lief auf nicht viel mehr als auf die Teilnahme an Straßenprotesten und das Verteilen von Propaganda hinaus. Wie unbedeutend meine Rolle auch sein mochte, der Staat betrachtete mich mit Argwohn. Ich hatte es gewagt, seinen Status quo herauszufordern; ich war nun ein legitimes Ziel.

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[Italien] Vorrübergehende Verlegung der anarchistischen Gefährtin Natascia Savio

Donnerstag, Juni 3rd, 2021

Quelle: act for free, übersetzt von abc wien

Heute Morgen [28. Mai 2021] haben wir erfahren, dass Natascia vorübergehend in das Gefängnis von Vigevano verlegt wurde, um für die Anhörung im Scintilla-Prozess heute Morgen näher an Turin zu sein. Die nächste Anhörung wird am 16.06. stattfinden.

Weitere updates folgen.

 

Um ihr zu schreiben:

Natascia Savio
C.C. di Vigevano
via Gravellona 240
27029 Vigevano (Pv)
Italia – Italy

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[USA] Brief des anarchistischen Langzeitgefangenen Eric King vom 22. Mai 2021

Donnerstag, Juni 3rd, 2021

Quelle: support eric king, übersetzt von abc wien

Neulich bekam ich zum Mittagessen einen Apfel. Das an sich ist nicht weiter interessant, denn seit Warden Williams an Bord ist, bekommen wir jeden einzelnen Tag Äpfel zum Frühstück, Mittag- und Abendessen. Selbst wenn wir darum bitten, keine Äpfel mehr zu bekommen, legen die Wärter sie auf unsere Gitterstäbe oder schieben sie in unsere Zellen. Diese Äpfel sind nicht unbedingt beeindruckend, es sei denn, man ist von winzigen, matschigen oder viel zu großen und gequetschten Äpfeln beeindruckt… wenn ja, dann ist das ein Leckerbissen. Ein matschiger, gequetschter Leckerbissen! Toll!

Vor ein paar Tagen also, als die Wärter ihr Apfelkontingent in unsere Kehlen kippten, wurde ein winziges Ding auf meine Gitterstäbe gelegt. Dieser Kerl sah kränklich aus; ein stumpfes Rot, als wäre er zu oft durch die Waschmaschine gelaufen, ein Miniatur-Wachsduplikat eines echten Apfels. Normalerweise würde ein Apfel dieser Qualität die Etage hinunter in Richtung der Wachstation geschleudert werden, aber ich hielt ihn fest. Ich bemerkte etwas Seltsames… diese kleine Kreatur war kein typischer Williams-Apfel, dieser hatte ein Blatt, das noch an ihm hing!!!

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[Spanien/Frankreich] Der Gefährte Claudio Lavazza ist nach Frankreich ausgeliefert worden

Montag, Mai 31st, 2021

quelle: soligruppe für gefangene

Quelle Malacoda, dieser Artikel wurde am 14. Mai 2021 veröffentlicht und die Adresse wie einige Angaben im Text wurden korrigiert, die Übersetzung ist von uns, wir haben auch schon mehrere Artikel über Claudio Lavazza veröffentlicht.

Letzte Woche wurde der anarchistische Gefährte Claudio Lavazza, der bereits fast 25 Jahre in den Gefängnissen des spanischen Staates verbracht hat, nach Frankreich ausgeliefert, wo er eine 10-jährige Haftstrafe zu verbüßen hat (gegen Claudio Lavazza wird in Frankreich noch wegen anderen Straftaten ermittelt, daher ist noch nicht klar wie viele Jahre Knast ihm noch bevorstehen).

Was die Verurteilungen gegen ihn in Italien wegen seiner Militanz/Mitgliedschaft in Proletari Armati per il Comunismo (PAC) betrifft, so hat das Berufungsgericht in Mailand heute Morgen (am 12. Mai) erklärt, dass sie verjährt sind.

Um ihm zu schreiben (er spricht Spanisch, Italienisch und Französisch), hier habt ihr die jetzige Adresse:

 

Claudio Lavazza

N. d’ecrou 11818
MA 1, 1er droite cellule 131
CP de Mont-de-Marsan
Chemin de Pémégnan
BP 90629
40000 Mont-de-Marsan
Frankreich — France

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[Deutschland] Knastkundgebung gegen Einsperrung und Isolation in Hamburg

Montag, Mai 31st, 2021

quelle: enoughisenough14

Hamburg. Mitten in Hamburg steht immer noch die Untersuchungshaftanstalt Holstenglacis. Ein berüchtigtes Gebäude, welches seit seiner Inbetriebnahme als Gefängnis 1881 unverändert für einige der grausamsten Dinge steht, die Menschen Menschen anzutun imstande sind.
Doch dieser Knast ist ebenso lange auch Schauplatz und Kristallisationspunkt von Solidarität und Widerstand. Immer wieder wurden hier Menschen eingesperrt, die im Kontext sozialer Kämpfe dem Staat im Weg waren. In den letzten zwei Jahren fanden zum Beispiel fast regelmäßig Kundgebungen vor der UHA statt, weil dort im Zuge des sogenannten Parkbank-Verfahrens zwei Gefährt*innen eingesperrt waren.

Ursprünglich veröffentlicht von Barrikade Info.

Unsere Gefährt*innen berichteten stets, wie sehr sich hinter Gittern über diese Anteilnahme und die kämpferische Positionierung gegen das Gefängnis als Ganzes gefreut wurde. Der Knast soll vereinzeln, verängstigen, isolieren und die Kundgebungen haben diese Auswirkungen effektiv unterlaufen, waren ein Lichtblick im grauen Knastalltag und haben den Gefangenen den Rücken gestärkt.
Die Solidarität, Freundschaft und Zärtlichkeit, die in den Kundgebungen zum Ausdruck kamen, haben Eindruck hinterlassen und inspiriert.

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[FAZ] Knast-Profiteur*innen angreifen – Aktion und Diskussionsbeitrag

Montag, Mai 31st, 2021

quelle: emrawi.org

Anknüpfend an den Text „Militante Kampagne gegen Knäste“ (Autonomes Blättchen Nr. 44, https://autonomesblaettchen.noblogs.org/ausgaben/ausgabe-nr-44/) haben wir uns entschieden praktisch und in Textform einige Gedanken zur Diskussion und Kampagne beizutragen.
Daher haben wir in der Nacht auf den 19. Mai 2021 ein Fahrzeug der Firma Dussmann in der Krozinger Straße und ein Fahrzeug der Firma WISAG in der Fehrenbachallee in Freiburg im Breisgau geplättet. Beide Firmen profitieren direkt am Einsperren von Menschen und sind daher Ziel unserer Aktion geworden (WISAG s.u. und Dussmann: ⚠️ <html>https://chronik.blackblogs.org/?p=14308</html>).

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[Österreich] Eindrücke von der Kundgebung vor der Justizanstalt Simmering

Montag, Mai 31st, 2021

quelle: emrawi.org

Eindrücke von der wichtigen Kundgebung vor der JA Simmering am 28.5.21.
Laut & kraftvoll wurde auf die menschenverachtenden Zustände im Simmeringer Knast aufmerksam gemacht & die rassistischen Misshandlungen, die dort eingesperrte Menschen erdulden müssen.

Besonders schön zu sehen war, dass der Protest die Menschen hinter den Mauern erreichte: So konnten Freund*innen mit den Menschen im Knast über die Ferne kommunizieren, Musikwünsche entgegen genommen & gemeinsam die Ablehnung der Knastgesellschaft zum Ausdruck gebracht werden!

AntifaWienWest

[Kundgebung] gegen die Knastgesellschaft!

Samstag, Mai 22nd, 2021

via twitter

Am 28.5. um 17.00 raus zur Kundgebung vor die JA Simmering gegen die Knastgesellschaft! Erst vor kurzem kam es in der JA zu einem heftigen Covid-19-Cluster aufgrund von fehlender Prävention. Positiv getestete Menschen werden mit Nicht-Infizierten in den Zellen gehalten.

Der Kontakt zur Außenwelt wurde jedoch völlig abgeschnitten. Es gibt kaum Maßnahmen, um dem Cluster human beizukommen – erneut werden in den Knästen Tote in Kauf genommen!

Zeigen wir unsere Solidarität!
28.5., 17h
JA Simmering, Kaiserebersdorfer Straße 297

 

Gefängnis tötet! Unkontrollierte Corona-Ausbreitung in der JA Simmering

Dienstag, Mai 18th, 2021

via twitter

Gefangene Menschen aus der JA Simmering berichten, dass dort seit Wochen das Virus außer Kontrolle ist. Es werden positive Fälle mit negativen zusammen in Zellen untergebracht, den Gefangenen wird der Kontakt zur Außenwelt verboten und die Behörden versuchen, alles zu vertuschen.
Menschenleben von marginalisierten Personen sind dem österreichischen Staat nichts wert. Nach dem Mord an Ali Chaciev in der JVA Stein vor wenigen Wochen werden nun fahrlässig Corona-Infektionen und damit potentiell Tote in Kauf genommen. Es zeigt sich, dass der Staat die Grundrechte auf Leben nicht schützt, sondern das Gegenteil der Fall ist. Gewalt gegen Gefangene ist struktureller Ausdruck dieses Systems.

Wir fordern sofort:
• Öffentliche Informationen über die Situation im Gefängnis
• Gleichstellung von Gefangenen mit der gesamten Bevölkerung bei der medizinischen Versorgung
• Recht auf Gesundheit und Leben für alle Gefangene
Wir kämpfen für die Abschaffung aller Lager und Knäste!

NO JUSTICE NO PEACE NO PRISON NO POLICE!

Solidaritätstext der Mitglieder des Revolutionären Kampfes in Griechenland für die inhaftierten Gefährt_innen in Chile

Mittwoch, Mai 5th, 2021

quelle: schwarzerpfeil.de

Wir bekunden unsere Solidarität mit den inhaftierten Gefährt_innen in Chile, die ab dem 22. März 2021 eine Mobilisierung mit den Merkmalen eines Langzeit-Hungerstreiks gestartet haben, um die Freilassung der anarchistischen Gefangenen, der Gefangenen wegen subversiver Aktivitäten, der Gefangenen des blutigen Aufstandes von 2019 sowie der Gefangenen des indigenen Mapuche-Befreiungskampfes zu fordern.

Weitere Forderungen betreffen die Änderung eines Gesetzes, das die bedingte Entlassung von Gefangenen regelt, damit dies ein festgeschriebenes Recht der Gefangenen bleibt und nicht ein „Privileg“, wie es das aktuelle Gesetz definiert. Dieses Gesetz ist voreingenommen und richtet sich eher gegen militante Gefangene, gegen anarchistische Gefangene, gegen Gefangene, die für ihren Kampf gegen den Staat und das Kapital inhaftiert sind. Es ist ein Gesetz, das die Bedingungen für die Möglichkeit einer Freilassung erschwert. Es zeigt sich wieder einmal, dass überall auf der Welt der Feind einer ist. Es ist der Staat und der internationale staatlich-kapitalistische Machtkomplex.

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[Deutschland] Thomas Meyer-Falk: Hinaus in die Welt – zum 1. Mai und auch an jedem Tag sonst!

Mittwoch, Mai 5th, 2021

quelle: freedomforthomas.wordpress.com

Kürzlich las ich davon, die Arbeit sei die Ursache nahezu allen Elends in der Welt. Fast jedes erdenkliche Übel gehe aufs Arbeiten zurück. Oder auf eine fürs Arbeiten eingerichtete Welt.

Wer darf sich denn heutzutage noch mit ganzem Wesen in die Herstellung eines Tischs hineinlegen wie die Schreinerin? Jedes Teil des Tischs selbst herstellend, den Tisch geradezu beim wachsen zusehen könnend!?

Wer darf sich heutzutage noch mit jeder Faser seines Körpers, und auch seiner Seele in eine Melodie hineinlegen wie der Gittarist, der die Saiten zum klingen bringt?

Stattdessen besteht die abverlangte Arbeitsleistung für die Mehrheit der Arbeitenden aus bloßen Fragmenten. Aus Fragmenten mit welchen sich nurdie allerwenigsten Menschen identifizieren können. Sei es am Fließband,sei es in den Hallen der  Versandunternehmen, sei es an der Kasse der Warenhäuser, wo im Akkord die Konsumprodukte über den Scanner gezogen werden. Stets ein fragmentarisch bleibender Handgriff.

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[Deutschland] Rassistische Gewalt im Dresdner Knast

Mittwoch, Mai 5th, 2021

Quelle: abc dresden

Ende März wurde bekannt, dass Schließer*innen der JVA Dresden gegenüber inhaftierten Personen physische Gewalt anwendeten, Gefangene mit migrantischem Hintergrund misshandelten und sich anschließend in Chats auf WhatsApp darüber lustig machten [1].

Die Kommentare sind von rassistischer und diskriminierender Sprache geprägt und verdeutlichen, welche Haltung die Schließer*innen gegenüber den Gefangenen an den Tag legen. Die Vorfälle ereigneten sich schon 2018, im August 2020 wurde von der Staatsanwaltschaft Dresden Anklage gegen 6 Schließer*innen, u.A. wegen gefährlicher Körperverletzung im Amt, erhoben. Bisher ist noch unklar, ob es überhaupt zu einem Verfahren gegen die beschuldigten Personen kommen wird. Der Dresdner Knast ist mit fast 800 Plätzen und momentan 644 Gefangenen einer der größten in Deutschland. Diese Vorfälle zeigen einmal mehr, dass der Knast ein extrem gewaltvoller Ort ist. Die Gefangenen sind häufig der Willkür und Gewalt der Schließer*innen ausgeliefert. Im Knast bestehen die diskriminierenden Herrschaftsverhältnisse unserer Gesellschaft fort und die Lebensumstände der Menschen in Gefangenschaft sind durch diese geprägt. So existiert inneralb der Knastmauern, genau wie außerhalb auch, ein System aus Unterdrückung, Ausbeutung, Rassismus, Sexismus und anderen menschenverachtenden Bedingungen. Das Ziel kann nicht sein, die Haftbedingungen so zu verändern, dass diese sich zum besseren wenden. Das Ziel kann nur sein, Knäste an sich als Teil eines Unterdrückungssystems abzuschaffen!

[1] – https://www.focus.de/politik/rassismus-vorwuerfe-in-dresdner-gefaengnis-niere-ausgeklopft-jva-beamte-feiern-in-chat-gewalt-gegen-auslaendische-haeftlinge_id_13149516.html

[Deutschland] Freiheit für Lina! Haftprüfung

Mittwoch, April 28th, 2021

quelle: emrawi.org

Update: Haftprüfung
Posted on 2021/04/23

Mit Trauer und Wut haben wir am 21. April die Haftprüfung unserer Freundin und Genossin Lina verfolgt. Leider ist die nach sechs Monaten verpflichtete U-Haft-Prüfung zu Linas Nachteilen entschieden worden. Sie wird weiter in Untersuchungshaft bleiben. Wir wünschen Lina viel Kraft und Durchhaltevermögen. Weiterhin brauchen wir eure bisher bemerkenswerte Unterstützung und Solidarität. Es heißt weiterhin:

FreeLina

[Spanien] Das Leben hinter Gittern des galicischen Anarchisten Gabriel Pombo da Silva

Dienstag, April 27th, 2021

quelle: soligruppe für gefangene

Gefunden auf el salto diario, die Übersetzung ist von uns

(Spanischer Staat) Das Leben hinter Gittern des galicischen Anarchisten Gabriel Pombo da Silva

Pombo kam mit 17 Jahren wegen eines Banküberfalls ins Gefängnis und war dort Teil der APRE1, einer Organisation, die aus den Gefängnissen heraus für die Beendigung der Isolationshaft kämpfte. Im Januar 2020 wurde er auf Anordnung des Strafgerichts Nr. 2 von Girona erneut verhaftet, was besagt, dass er noch 16 Jahre Strafe für Vorfälle aus den 90er Jahren verbüßen muss. Einige Urteile, die wie sein Anwalt behauptet, verjährt sind. Im Alter von 53 Jahren hat Gabriel Pombo bereits mehr als 30 Jahre im Gefängnis verbracht.

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[USA] Feuer bei Aufstand im Allegheny County Gefängnis in Pittsburgh gelegt

Dienstag, April 27th, 2021

quelle: schwarzerpfeil.de

In einem Aufstand gegen schlechte medizinische Bedingungen und fehlende Medikamente wurden von Gefängnisrebellen im Allegheny County Gefängnis Feuer gelegt.

Das Feuer brach auf Pod 8E aus, der Segregations- oder Einzelhaft-Einheit des Gefängnisses.

Inhaftierten Menschen im Allegheny County Gefängnis werden ihre psychologischen Medikamente verweigert. Dieses Feuer ereignete sich auch, während mehrere Zellen unter Quarantäne für COVID-19 stehen.

Inhaftierte Gefährt_innen im ganzen Land wehren sich gegen die Brutalität der Gefängnisverwaltungen, die routinemäßig grundlegende medizinische und psychologische Medikamente verweigern. In dem Gefängnisversklavungssystem der Vereinigten Staaten werden Gefangene routinemäßig gefoltert und ermordet, sei es durch medizinische Vernachlässigung oder direktere Mittel, durch rassistische Gefängnisschweine.

Revolutionär_innen auf beiden Seiten der Gefängnismauern müssen zurückschlagen, um das Leben der inhaftierten Menschen zu verteidigen. Die mutigen Aktionen der Gefängnisrebellen im Allegheny County Gefängnis sollten Abolitionist_innen und Revolutionär_innen im ganzen Land inspirieren, ihrem Beispiel zu folgen.

[Spanien] Ein Brief von Danilo, der beschuldigt wird, einen Polizeiwagen in Barcelona angezündet zu haben

Dienstag, April 27th, 2021

quelle: schwarzerpfeil.de

Ursprünglich veröffentlicht auf Indymedia Nantes, aus der englischen Übersetzung von Act for Freedom Now

Im Februar lösten die Inhaftierung des Rappers Pablo Hasél und die Unruhen in Linares in Andalusien, nachdem ein Mann und seine Tochter von Cops in Zivil verprügelt wurden, einen kurzen Moment der Revolte auf der iberischen Halbinsel, insbesondere in Katalonien, aus. Die Gründe gehen über die freie Meinungsäußerung hinaus: Hass auf die Polizei, Ablehnung der Ausgangssperre, die wirtschaftliche und soziale Situation, etc. Am Samstag, den 27. Februar, brach im Zentrum von Barcelona ein Aufstand aus: Banken und Geschäfte wurden verwüstet, Geldautomaten angezündet, es kam zu Zusammenstößen und Barrikaden gegen die Polizei und zum Anzünden eines Polizeiwagens. Auf der repressiven Ebene wurden viele verletzt, es gab etwa hundert Verhaftungen und ein Dutzend Menschen wurden inhaftiert, darunter acht Gefährt_innen, die am 27. Februar und am 1. März wegen des Abbrennens der Bullenkutsche festgenommen wurden.

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[Chile] Santiago: Barrikaden in Solidarität mit den Gefangenen im Hungerstreik

Dienstag, April 27th, 2021

Quelle: schwarzerpfeil.de

Mehr als 19 Tage Hungerstreik und der Körper beginnt die Folgen des Nahrungsmangels zu spüren. Der Mut der Compas in den verschiedenen Gefängnissen lässt uns nicht gleichgültig; deshalb sind wir auf die Straße gegangen, um eine Solidaritätsaktion zu machen und die bürgerliche „Normalität“ und die Ordnung, der sie uns unterwerfen wollen, zu zerschlagen.

Dieses Mal waren wir in den Straßen des Simón Bolívar Viertels, an dem Ort, an dem am 18. April 1989 Erick Rodríguez und Iván Palacios bei einem Zusammenstoß mit der C.N.I. [Central Nacional de Informaciones, die politische Polizei während der Pinochet Diktatur] getötet wurden, als sie sich darauf vorbereiteten, einen Sprengsatz in einem elektrischen Transformator zu platzieren, um gegen die Diktatur und den Betrug eines Volksentscheids des Übergangs zu einer Demokratie vorzugehen, der diejenigen, die den Kampf weiterführten, weiterhin inhaftierte.

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[UK] Bristol: Aktion gegen Gefängnisbauer Kier

Dienstag, April 27th, 2021

Quelle: schwarzerpfeil.de

Via Act for Freedom now

Diese Woche nahmen wir die Büros von Kier in Bristol ins Visier, einer Firma, die Hand in Hand mit dem Staat vom Elend und Leid anderer profitiert.
Es war einfach und machte Spaß, als wir Farbe und Botschaften an die Wände sprühten und die Fenster des Gebäudes einschlugen, um zu zeigen, woher ein Teil ihrer Profite kommt.

Gefängnisse:
Kier hat in den letzten 14 Jahren mit dem Ministerium für „Gerechtigkeit“ gearbeitet. Sie haben an dem Mega-Gefängnis in den Midlands, HMP Oakwood und dem neuen Mega-Gefängnis in Wellingborough gearbeitet. Die Bedingungen innerhalb dieser Einrichtungen können als nichts weniger als Folter beschrieben werden. Kier materialisiert buchstäblich physisches und psychologisches Trauma.

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[Deutschland] Anti-Atom-Aktivistin tritt Haft an: Knast statt Geld – für die Freiheit

Dienstag, April 27th, 2021

quelle: erhalten per email

Am 23.04 wird unsere Freundin Ibi in der JVA Lübeck eingesperrt. Sie wurde wegen einer Ankettaktion 2014 zu 30 Tagessätzen verurteilt und hat beschlossen, einen Teil der Ersatzfreiheitsstrafe davon abzusitzen.

Bei der Aktion 2014 wurde ein Zug im Hamburger Hafen blockiert, der Uran aus Namibia und Kazachstan geladen hatte. Dort wird es unter miserablen Arbeitsbedingungen und mit verheerenden Folgen für die Umwelt abgebaut. In Namibia mit viel Strahlenbelastung aufgrund offener Tagebauen und in Kazachstan durch Fracking und Chemikalien im Boden.

„Es gibt vieles, wogegen wir es für richtig halten zu kämpfen und das immer wieder tun: Gegen Atomkraft, Kohlekraftwerke, Umweltzerstörung, Ausbeutung, Ungerechtigkeiten, Kapitalismus. Die allermeisten dieser, aus unserer Sicht unerträglichen, Dinge sind explizit legal. Deshalb legen wir als Handlungsmaßstab eben nicht die herrschenden Gesetze an. Manchmal verurteilt der Staat uns, so wie auch hier beim angehaltenen Urantransport.“ sagt Ibi, die verurteilt wurde, weil sie eine der angeketteten Personen mit Essen und Trinken versorgt und ein Transparent hochgehalten hat. „Wenn der Staat mich tatsächlich dafür einsperrt, dass ich Urantransporte und damit Umweltzerstörung stoppe, dann bitte: Hier bin ich. Ich habe entschieden, die Geldstrafe jedenfalls nicht komplett zu zahlen und einen Teil davon im Knast abzusitzen.“

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[Deutschland] Brief von Kalito aus der JVA Tegel

Dienstag, April 13th, 2021

Kalito hat uns diesen Brief zukommen lassen mit der Bitte um Veröffentlichung:

Ich sitze seit dem 12.02.2006 durchgehen in Haft, mit einer 16-jährigen Haftstrafe. Am 12.09.2019 gab man mir mal Lockerung mit Ausgängen, aber natürlich nur mit voller Montur.

Man beendet meinen Ausgang einfach eine Stunde früher, mit der Aussage, dass ich einen Linksextremen gegrüßt hätte. Mein zweiter Ausgang sollte lockerer und auch länger gehen, doch am Ende war ich wieder in kompletter Montur und nur zum Amt mit Taxi gefahren und danach sofort zurück in
die Anstalt.

Dann bin ich nach Plötzensee verlegt worden und dachte alles wird besser. Am Anfang lief auch alles gut. Doch dann behauptete ein Vergewaltiger, dass ich ihn Misshandelt haben soll, es gab keinen Beweis gegen mich und trotzdem wurde ich ohne eine Anhörung Hand zu Hand genommen und durfte nur mit Handschellen und alleine eine Stunde meine Zelle verlassen, und nur jeden dritten oder vierten Tag
duschen gehen.

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[Deutschland] Repression im Knast Moabit geht in die nächste Runde: macht Druck!

Montag, April 12th, 2021

quelle: criminals4freedom

Wieder waren Wärter*innen in der Zelle von Kay Schedel, wieder klauten sie ihm persönliche Gegenstände. Zur Erinnerung: nach der Kundgebung für Ferhat Mayouf am 23.01 wurde Kay, welcher auf der Kundgebung von dem Mord an Ferhat berichtete, am 28.01 körperlich durchsucht und seine Zelle gerazzt. Weil Kay das nicht einfach hinnehmen wollte, schrieb er Martha Wedra, Knastmitarbeiterin, am 27.03 folgende Zeilen:

„Aus Ihren oben genannten Schreiben geht immer noch nicht hervor, was für ein Verdacht die Leitung (Frau Stein, Frau Wedra) gepflegt hat, solch eine Maßnahme vom 28.01.2021 anzuordnen. (…) Daher bleibt weiter der Verdacht bestehen, dass das eine angeordnete willkürliche repressive und rechts-widrige Machtdemonstration der Leitung war, da ich meine Rechte und Freiheiten abermals auf einer Demonstration wahrnahm und unter anderen die JVA öffentlich angeprangert habe. Auch geht nicht hervor das ihre unterstellten Bediensteten es gestattet, meine privaten Sachen und Eigentum zu zerstören, zu beschmutzen oder gar zu entwenden. Private frisch gewaschene Kleidung auf den Fußboden meiner Suite zu verstreuen ist fernab jeglichen Verstandes und zeugt nicht gerade von geistiger Reife ihrer unterstellten Bediensteten. (…) Außerdem beanstande ich fortführend die fehlende Erforderlichkeit/Verhältnismäßigkeit die mit einer vollständigen Endkleidung verbundenen körperlichen Untersuchung und einer Arschlochinaugenscheinnahme durch die Bediensteten und keines ärztlichen Dienstes einher ging. (…) Abschließend sei zu erwähnen, dass jede weitere menschenunwürdige willkürliche und repressive Verfehlung der JVA Berlin Moabit mir gegenüber durch Ihnen mittlerweile bekannt gewordenen Vereinen und Orgas wie Criminals for Freedom, Rote Hilfe, Death in Custody an die Öffentlichkeit gelangten und werden.“

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[Chile] Kommuniqué zur Beendigung des Hungerstreiks von Genosse Tomas Gonzalez Quezada

Samstag, April 10th, 2021

quelle: enoughisenough14

Chile. Eine Nachricht von Tomas Gonzalez Quezada, der seinen Hungerstreik nach 17 Tagen beendet hat.

Ursprünglich veröffentlicht von Contra Info. Übersetzt von Riot Turtle.

Als subversiver Gefangener ziehe ich mich offiziell aus dem flüssigen Hungerstreik zurück, in dem ich mich zusammen mit 9 anderen Genoss:innen aus verschiedenen Gefängnissen befand, für die Aufhebung des Art. 9 und im Gegenzug die Wiedereinführung des Artikels 1 des D.L 321, die Freilassung des in der C.A.S. entführten Genossen Marcelo Villarroel und die Anprangerung der Anwendung der Untersuchungshaft als Strafe durch die chilenischen Gerichte der Ungerechtigkeit.

Meine Entscheidung, den Streik zu beenden, bedeutet nicht, dass ich den Kampf aus irgendeinem Grund aufgebe, ich werde den Kampf wie bisher fortsetzen, aber von einer anderen Position aus, da meine Gesundheit beeinträchtigt ist, sowohl durch den Streik, an dem ich 17 Tage lang teilgenommen habe, als auch durch die Tatsache, dass ich seit mehr als einem Jahr in diesem Gefängnis lebe, in dem ich aufgrund der Einschränkungen der Gefangenen nie in der Lage war, ausreichend zu essen, es ist sehr schwierig, an einem schrecklichen Ort wie diesem stark oder gesund zu bleiben.

Abschließend rufe ich dazu auf, den Bollwerk des Kampfes für die Aufhebung der letzten Änderungen des Dekretgesetzes 321, das unseren mit langen Strafen inhaftierten Genossen das Recht auf Bewährung nimmt, und vor allem die Freilassung aller subversiven, anarchistischen, revoltierenden und Mapuche-Befreiungs-Genossen weiterhin aktiv zu führen!

Solange es Elend gibt, wird es Rebellion geben!!!

Tomas Gonzalez Quezada

Presx subversivx
Cárcel-empresa Santiago 1.
8. April, 2021

[Deutschland] Zwischen den Fronten – Demobericht einer Angehörigen

Samstag, April 10th, 2021

quelle: kontrapolis.info

Eine Angehörige eines Gefangenen aus dem Knast Moabit nahm an der Demonstration „Gegen Repression, Polizeigewalt und Knast“ am 19.03.21 teil und beschreibt im Folgenden ihre Erlebnisse, Gedanken und Gefühle. Die gelebte Solidarität, welche hier beschrieben wird, ist es wert gelesen und gehört zu werden. Auf dass alle Situationen, in welchem Bullen versuchen, uns zu drangsalieren oder festzunehmen, so ablaufen!

„Am Freitag, den 19.03.21 war mal wieder Demo angesagt. Mein Mann und ich nahmen logischer Weise aus familiären Gründen wieder daran teil. Wir trafen uns mit Freunden vor Ort.

Los ging es ca. 18.10 Uhr vom U-Bahnhof Turmstr. quer durch Moabit. Wir liefen am Anfang im Block mit und waren sehr erstaunt wie lautstark, wütend (gerechte Wut) die Stimmung war. Am Straßenrand standen Anwohner und begrüßten den Demozug. Alle achteten auf den Mindestabstand und trugen Masken zum Schutz vor Corona. Es war laut, sehr laut. Einige Organisationen hielten Beiträge über den Lautsprecherwagen und alle lauschten gespannt zu, egal ob Teilnehmer oder Anwohner.

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[Mexiko] Aktionen in Solidarität mit den indigenen politischen Gefangenen von Eloxochitlán De Flores Magón

Donnerstag, März 25th, 2021

quelle: schwarzerpfeil

Bericht über die jüngsten Aktionen in Oaxaca, Mexiko in Solidarität mit den indigenen mazatekischen politischen Gefangenen von Eloxochitlán de Flores Magón, Erstveröffentlichung bei It’s Going Down

Am Freitag, den 19. März, führten Familienangehörige und Freund:innen der sieben verbliebenen indigenen Mazateken von Eloxochitlán de Flores Magón, Oaxaca, eine Reihe von Aktionen im zentralen Tal von Oaxaca durch und forderten die Freiheit für ihre Gefangenen und ein Ende der politischen Repression gegen die Mitglieder der Gemeindeversammlung. Mehr als sechs Jahre sind vergangen, seit die Mehrheit der Gefangenen inhaftiert wurde, und sie bleiben im Gefängnis, ohne einen Schuldspruch oder ein Urteil zu erhalten. Verschiedene andere Mitglieder der Gemeinschaft, die unter denselben (fehlenden) Beweisen angeklagt wurden, sind bereits freigelassen worden. Der Staat zeigt keine Bereitschaft, diesen Mangel an Beweisen anzuerkennen und den Rest der Gefangenen freizulassen. Er verzögert ständig den Fortschritt ihrer Fälle vor den Gerichten, um die Compañeros im Gefängnis zu halten – ein klarer Hinweis auf den politischen Charakter ihrer Inhaftierung.

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[Griechenland] KOUFONTINAS GEGEN SEINEN WILLEN WIEDERBELEBT (05.03.2021)

Montag, März 8th, 2021

quelle: enough is enough14

Einige Tage lang hatten mehrere Minister und dann der Staatsanwalt mit erhobener Stimme gewarnt: Den Gefangenen sterben zu lassen, würde strafbar sein. Vor einer Stunde haben die Ärzte und Krankenschwestern im Lamia-Krankenhaus die Anweisung befolgt: Sie hatten Dimitris Koufontinas gerade wiederbelebt, als er kurz vor dem Sterben stand, und er hatte deutlich darum gebeten, dass niemand eingreift.

Ursprünglich veröffentlicht von Blog YY. Geschrieben von Yannis Youlountas. Übersetzt von Sebastian Lotzer.

Seit einigen Monaten ist Dimitris Koufontinas den unerbittlichen Beharren der Regierung Mitsotakis ausgesetzt. Insbesondere wurden ihm jetzt die Genehmigungen entzogen, die es ihm erlaubten, drei Jahre lang seinen Sohn zu sehen, und er wurde brutal von seiner Zelle in einem “Landwirtschaftsgefängnis” in ein schmutziges Verlies in einem Hochsicherheitsgefängnis verlegt. Er ist seit insgesamt 19 Jahren im Gefängnis, nachdem er sich 2002 der Polizei gestellt hatte, um seinen Teil der Verantwortung für den Prozess gegen die revolutionäre Organisation vom 17. November zu übernehmen.

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[Deutschland] Thomas Meyer-Falk: Über einige Petitionen an den Landtag Baden-Württemberg

Samstag, März 6th, 2021

Quelle: freedomforthomas.wordpress.com

In allen Landtagen, sowie dem Bundestag gibt es sogenannte Petitionsausschüsse, welche sich mit Eingaben der BürgerInnen beschäftigen. Grundlage ist Artikel 17 Grundgesetz, das sogenannte Petitionsrecht. Im Folgenden soll es erst um eine Petition gegen den Polizeieinsatz anlässlich einer Corona-Demonstration in Freiburg gehen und in einem zweiten Teil um solche aus dem Bereich des baden-württembergischen Justizvollzug. Im Schlussteil möchte ich die Sinnhaftigkeit von Petitionen diskutieren.

I. Corona-Demonstration am 22.10.2020 in Freiburg

Wie die Badische Zeitung im Oktober 2020 berichtete, hatten sich am 22.10. hunderte GegnerInnen der Corona-Maßnahmen in der Altstadt von Freiburg eingefunden, wobei sie im Regelfall sich weder an den Mindestabstand noch an die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gehalten hatten.
Die Polizei soll all dies hingenommen haben ohne einzuschreiten oder die Versammlung aufzulösen.

Wie der Landtag (Landtagsdrucksache 16/9745, dort: Ziffer 3) nach Einholung einer Stellungnahme des Innenministeriums mitteilt, sei dies rechtmäßig verlaufen. Insbesondere habe die Polizei Kontrollen durchgeführt, zur Einhaltung der Auflagen aufgerufen und sogar gegen einige wenige DemonstrantInnen Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Die detaillierten Ausführungen können auf der Webseite des Landtages (https://www.landtag-bw.de) nachgelesen werden.

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