Posts Tagged ‘Knast’

ABC goes Montagskonzert: Infoveranstaltung zu anarchistischen Langzeitgefangenen 2.0 @ekh

Sunday, June 10th, 2018

Montag 11.06.

(Wir wiederholen die Veranstaltung vom Donnerstag diesen Montag)

ABC goes Montagskonzert: Infoveranstaltung zu anarchistischen Langzeitgefangenen 2.0

Seit 2010 gibt es jedes Jahr am 11. Juni den internationalen Tag der Solidarität mit Marius Mason und anderen anarchistischen Langzeitgefangenen. (Bereits ab 2004 war der 11. Juni ein Solitag, ursprünglich für den “Greenscare”-Gefangenen Jeff”free” Luers.) Diesen Tag wollen wir zum Anlass nehmen um euch einige Gefangene aus verschiedenen Ecken der Welt etwas näher zu bringen. Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es die Möglichkeit Postkarten und Briefe an Gefangene zu schreiben!

Mit der zunehmenden Repression gegen emanzipatorische antiautoritäre Menschen und Bewegungen wird auch Solidarität immer wichtiger.

No one forgotten! Nothing forgiven!

11. Juni 2018: Ein Tag gegen Vergessenheit
Der 11. Juni ist ein internationaler Tag der Solidarität mit Marius Mason und allen anarchisti-schen Langzeit-Gefangenen. Ein Funke in der ewigen Nacht, staatlicher Repression. Ein Tag, an dem vorgesehen ist, diejenigen zu honorieren, die uns weggenommen wurden. An diesem Tag teilen wir Lieder, Veranstaltungen und Aktionen, um unsere gefangenen Gefährt*innen und Nahestehenden zu feiern. In vergangenen Jahren waren die Feiern
zum 11 Juni international und breit gestreut – von Selbstversorger*innenpartys mit Freund*innen, bis zu verschiedenen inspirierenden Angriffen; von Spendenaktionen und Briefschreibeabenden für Gefangene bis hin zu den nicht erzählten und unbekannte Wegen, wie wir die Flamme am Leben erhalten. (…)

Update zu den Gefangenen
Während des vergangenen Jahres waren unsere inhaftierten Gefährt*innen, mit unversehrter Integrität, den kalten Augen und gewalttätigen Händen des Staates ausgesetzt. In Chile versuchte Tamara Sol aus dem Gefängnis zu entkommen und wurde dabei ernsthaft verletzt und überführt: Zunächst in ein Hochsicherheitsgefängnis in Santiago und dann zum besonders brutalen Llancahue Gefängnis in Valdivia. Die „Casa Bombas 2” wurden beendet. Juan Flores wurde für mehrere Bombenanschläge in Santiago schuldig befunden und zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt. In Deutschland wurde Lisa zu mehr als 7 Jahren Haft verurteilt. Sie wurde für schuldig befunden eine Bank in Aachen ausgeraubt zu haben. Im Februar wurde sie in die JVA Willich II überführt. In den Vereinigten Staaten, ging Walter Bond für sechs Tage in den Hungerstreik. Er forderte vegane Mahlzeiten, ein Ende der Eingriffe in den Briefverkehr und die Überführung nach New York, wo er nach seiner Entlassung leben möchte. Als Vergeltungsmaßnahme ging es für ihn in die „Communications Management Unit“ in Terre Haute, Indiana. In Griechenland, unternahmen Pola Roupa and Nikos Maziotis einen Hungerstreik für fast 40 Tage. Sie forderten bessere Haftbedingungen, und längere Besuchszeiten, so wie die Abschaffung der äußerst repressiven C-Typ-Gefängnisse. Dinos Yagtzoglou wurde verhaftet und ist wegen einer Briefbombe angeklagt, die einen früheren Premierminister verletzte. Sein Widerstand hinter Gittern löste einen Aufstand in drei griechischen Gefängnissen aus und garantierte seinen Forderung ins Korydallos Gefängnis überführt zu werden.

In den Vereinigten Staaten braucht der trans*anarchistische und Öko / Tierbefreiungs-Gefangene Marius Mason mehr Briefe. Er mag es, Artikel über Tierrechte, Umweltaktivismus, Widerstand zur „Alt-Right“, Black Lives Matter und andere Gefängniskämpfe, zu bekommen. Das „ Carswell Federal Medical Center“ in dem Marius die letzen vergangenen Jahre einsitzt, ist eine bekanntermaßen restriktive und brutale Eintichtung. Zur Zeit verweigern sie ihm medizinische Unterstützung für seine, ihm zugesagte Geschlechtsumwandlung und ebenso angemessene Wahlmöglichkeiten für vegane Mahlzeiten.

Der 11. Juni ist eine Idee, nicht nur ein Tag. Jeder Tag ist 11. Juni. Und Ideen sind unverwundbar.Last uns das restliche Jahr mit Leben erfüllen und forführen, das Leben anarchistischer Gefangener zu feiern, indem wir ihre Kämpfe an ihrer Seite gemeinsam mit ihnen fortführen.

In aller Kürze: Es ist ein Aufruf, als rufen wir euch auf. Der 11. Juni ist das, was ihr daraus macht. Folgt euren Herzen und erfüllt die Welt mit wundervollen Gesten. Es gibt keine
Aktion, die zu klein oder zu groß ist.

Quelle: https://de-contrainfo.espiv.net/

[Deutschland] Feuerwerk für die Gefangenen in Moabit

Wednesday, May 9th, 2018

Quelle: indymedia

Wir haben in der Nacht auf den 1. Mai Isa, Michal, Andreas Krebs und alle anderen Gefangenen in Berlin Moabit mit Feuerwerk und Parolen gegrüßt.

Diese Geste steht für uns auch in dem Kontext der neuen Polizeigesetzesentwürfe in Sachsen und Bayern.

Es kann vor diesen dicken Mauern nur ein kleines Zeichen der Solidarität sein, eine Geste, die den Knastalltag für diesen Moment durch bricht.
(more…)

[UK] Taylor weiterhin in kritischem Gesundheitszustand

Sunday, April 22nd, 2018

Quelle: prisonabolition, dort veröffentlicht am 09. April 2018

IPP Taylor ist seit 05. April im Krankenhaus und befindet sich in einem kritischen und lebensbedrohlichen Zustand.

Laut dem behandelnden Arzt ist die wahrscheinlichste Ursache eine Hirninfektion, die durch die Ausbreitung eines Ohrinfekts ausgelöst wurde. Taylor hat seit Wochen eine schwere Ohrentzündung und Termine, um einen Arzt zu sehen, wurden verzögert, so dass der Arzt schließlich diese schlimme Nachricht hatte.

(more…)

[Deutschland] Morgenstunde in der JVA Moabit

Sunday, April 22nd, 2018

Quelle: indymedia, dort veröffentlicht am 20. April 2018

Morgenstunde in der JVA Moabit. Noch ehe die ersten Lichtstrahlen auf das Haus IV fallen, kündigt ein blauer Himmel und das Zwitschern der Vögel einen sommerlichen Frühlingstag an. Doch an diesem Tag wird nicht nur die Sonne die Gefangenen über den Dächern Berlins begrüßen. Fünf Meter hohe Buchstaben strahlen in frischem Weiß mit schwarzer Outline vom Eckgebäude an der Paulstraße.

Es steht geschrieben:

R94 GRÜST MOABIT

Freudige Rufe hallen durch die Gänge und über die Höfe. Auch in die düstersten Trakte der Abteile, an die kein Sonnenstrahl jemals dringt, verbreitet sich der Gruß in Windeseile. Mit finsterer Miene stapfen die Schließer durch die Gänge…

Und dann: Razzia in allen Zellen. Angeblich lag eine Tüte Haschisch nach der Hofrunde des Haus IV auf dem Boden. Nur Isa, der mal wieder die ganze Nacht lang den Sternenhimmel studierte, war zu müde für den Hofgang. Dieses eine Mal ist er frei von jeder Schuld.

Über dem Graffiti steht in kleineren Buchstaben:

Free Isa und Michal!

[Deutschland, Hamburg] Prozessbericht des sechsten Tages der Berufungsverhandlung von Peike

Thursday, March 29th, 2018

gefunden auf free peike, übersetzt von ABC Wien

Freitag, der 23. März 2018, war der sechste Tag von Peikes Berufungsverhandlung. Es waren wieder viele Gefährt*Innen bei Gericht und auch der Solidaritätsstand von United we Stand war ab 8 Uhr morgens anwesend.

In der kurzen Verhandlung (von 09:15 – 10-45 Uhr) wurde der letzte Teil von Marx‘ Aussage gehört. Die Verteidigung drängte weiterhin auf Details, Marx konnte sich jedoch nicht an viel erinnern. Mit jedem Verhandlungstag wird deutlicher, dass beide Zeugen nicht mehr wissen, mit wem sie an diesem Tag gearbeitet haben.

(more…)

[Belarus] Svyatoslav Baranovich zu 3 Jahren Haft verurteilt

Friday, March 23rd, 2018

gefunden auf abc-belarus, übersetzt von ABC-Wien

Svyatoslav Baranovich ist ein aktiver Bewohner von Minsk, der am 02. Oktober 2017 inhaftiert wurde, da er einem Bullen gegenüber gewalttätig gewesen sein soll. Am 15. März 2017 schloss sich eine Gruppe Anarchist*Innen einer Demonstation gegen die Arbeitslosensteuer an. Als am Ende dieser Demonstration Zivilbullen versuchten, einige der Aktivist*Innen festzunehmen, sprangen diese in einen öffentlichen Bus. Zufällig dabeistehende Menschen versuchten die Cops an der Verhaftung zu hindern. Svyatoslav Baranovich war einer von ihnen und schlug einen Cop. Der Angriff der Cops wurde erfolgreich abgewehrt, aber einige Haltestellen später wurden alle Anarchist*Innen verhaftet. Eventuell habt ihr von den gewalttätigen Verhaftungen und der 15-tägigen Haft für alle Beteiligten gehört.

(more…)

[Chile] Anarchistischer Gefährte Juan Flores zu 26 Jahren verurteilt

Sunday, March 18th, 2018

gefunden auf insurrectionnews, übersetzt von ABC Wien

Am 15. März 2018 entschied das sechste Strafgericht erneut über das Leben eines Menschen. Durchdrungen von ihrer angeblichen moralischen Überlegenheit und dem Strafgesetzbuch führten sie ihre mathematischen Berechnungen durch, um die Zeit, die dieser Mensch ins Gefängnis entführt werden soll, zu bestimmen.

Gegen Mittag erließ das Gericht das Urteil gegen den Gefährten Juan Flores, aufgrund folgender Straftaten:

(more…)

[Deutschland] Berufung gegen Stanislaw (Prozess im Rahmen von G20 in Hamburg)

Saturday, March 17th, 2018

gefunden auf united we stand, dort veröffentlicht am 16. März 2018

Stanislaw wurde in der ersten Instanz wegen „Verstoß gegen das Waffengesetz“, „Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz“ und „Verstoß gegen das Versammlungsgesetz“ zu 6 Monaten auf Bewährung verurteilt. Grundlage dafür ist eine Personenkontrolle am Gorch-Fock-Wall um 9:50 Uhr am 8.7. In seinem Rucksack fanden die Cops ein Pfefferspray (Vorwurf „Waffengesetz“), sieben Mini-Böller (eine Kategorie über Tischfeuerwerk -> Vorwurf „Sprengstoffgesetz“), dunkle Kleidung, ein Seil, eine Taucherbrille und einen G20-Stadtplan. Der Verstoß gegen das Versammlungsgesetz wird mit der Unterstellung begründet, er sei auf dem Weg zur Demo „Grenzenlose Solidarität statt G20“ gewesen, deren Auftaktkundgebung ab 11 Uhr ca. 2 km entfernt stattfinden sollte. Laut Aussage eines Beamten, der an der Kontrolle maßgeblich beteiligt war, fand diese während ihrer Pause statt, da die Begleiterin von Stanislaw Dreadlocks hat und Stanislaw einen großen Rucksack dabei hatte. Weitere Kontrollen fanden nicht statt. Der Auftrag während ihrer Pause sei gewesen, augenscheinlich linkes Klientel zu kontrollieren.

(more…)

[Deutschland] Ein weiterer Brief von Nero aus dem Gefängnis

Wednesday, March 14th, 2018

gefunden auf Contra Info

Von Schweinen die fliegen und Alles zerstörenden Feuerbällen!

Ein Resümee.

Ich packe meine letzten Sachen in die große Sporttasche, in der Hoffnung diese zu Hause auspacken zu können. Jeder hat mir dazu geraten im Falle einer Haftverschonung direkt vom Gericht aus in die „Freiheit“ zu entweichen. Nicht nochmal zurück in meine Zelle. Nicht nochmal zurück, um sich gebührend zu verabschieden. Nicht die Zeit die Sachen mit Gewissheit zu packen. Es kommt öfter vor, dass die Staatsanwaltschaft noch etwas findet, um dich doch da zu behalten. Ich verabschiede mich von meinen Haftbrüdern. Sie sind sich sicher, dass ich nicht zurückkomme. Genauso wie meine Freunde draußen. Meine Anwältin beschreibt die Verschonung als das wahrscheinlichste Ergebnis. Es fällt mir schwer meine eingeredete Neutralität zu bewahren und diese nicht in blinde Hoffnung umschlagen zu lassen.

(more…)

[Deutschland] Text von Thomas Meyer-Falk: “Die überfüllte Knastzelle”

Wednesday, March 14th, 2018

gefunden auf freedom for thomas, dort veröffentlicht am 13. März 2018

Die überfüllte Knastzelle

Einer der vielen Streitpunkte in deutschen Knästen, wie aber wohl in einem jedem anderen Land auch, ist die Frage, wie viel Gefangene im Haftraum aufbewahren dürfen. Nun fährt die JVA Freiburg einen konfrontativen Kurs.

Die Knastzelle

In der Strafhaft meist wenig größer als 7 qm, in der Freiburger Sicherungsverwahrung knapp doppelt so groß, ist der den InsassInnen verbliebene Rückzugsraum. Der Ort, der ihren Lebensmittelpunkt darstellt, im Bereich der Sicherungsverwahrung vielfach auch der Platz, an welchem sie eines Tages sterben.

(more…)