Posts Tagged ‘Knast’

[Deutschland] G20: Ausschluss der Öffentlichkeit vom Elbchaussee-Prozess bestätigt

Tuesday, January 15th, 2019

Quelle: united we stand

Die Gegenrede der Verteidigung wurde nicht weiter beachtet. Halil, Can und Loïc sind nun ohne die Möglichkeit, ihre Freund*innen und solidarische Menschen im Prozess zu sehen. Schreibt ihnen massenhaft Postkarten und Briefe und zeigt ihnen, dass sie nicht alleine sind!

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[Österreich] Wien: Prozessbericht zum Prozess wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt im Zuge der Räumung der besetzten Nele35

Tuesday, January 15th, 2019

Quelle: kam per Mail

Am 27.12.2018 fand am Wiener Landesgericht in der Josefstadt ein Prozess wegen versuchtem Widerstand gegen die Staatsgewalt statt. Die angeklagte Person wurde aufgrund von Verwaltungsübertretungen am 7.12.18 bei der Räumung der Hausbesetzung (http://www.nele.noblogs.org/), Neulerchenfelderstraße 35 gemeinsam mit 16 anderen Personen zur Identitätsfeststellung festgenommen. Während alle anderen (bis auf eine Person, die ihre Identität freiwillig angab) nach mehreren Stunden im PAZ (Polizeianhaltezentrum) Rossauer Lände mit blauen Flecken und Schrammen wieder auf freien Fuß gesetzt wurden, wurde besagte Person mit dem Vorwurf des versuchten Widerstandes gegen die Staatsgewalt, weiter festgehalten und in die JA Josefstadt überstellt. Sie wurde in Untersuchungshaft genommen.

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[USA] Eric Kings Kommunikation wurde eingeschränkt – Ruft an, um zu helfen!

Monday, January 14th, 2019

Quelle: support eric king, übersetzt von abc wien

Eric befindet sich noch immer im USP Leavenworth, nachdem er von Mitarbeitern des FCI Florence angegriffen wurde. Er wird dort seit über 140 Tagen ohne Anklage, Disziplinarverfahren oder Disziplinaranhörung festgehalten. Er steht noch immer unter der Zuständigkeit des FCI Florence und als er seinen monatlichen Anruf bei seiner Freu durchführen wollte, musste er feststellen, dass ihre Kommunikation eingeschränkt wurde und er nicht telefonieren durfte. Eric King bekommt keine Erklärung dafür, warum er nicht mehr telefonieren darf.

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[Schweiz] Bern: Knastsystem tötet

Monday, January 14th, 2019

Quelle: barrikade

In den letzten drei Wochen sind in Knästen in Bern zwei Menschen gestorben. Am 25. Dezember starb ein Mensch, während er von den Bullen auf dem Waisenhausposten festgehalten wurde. [1] Am 8. Januar starb ein Mensch im Spitalknast im Inselspital. [2] Den Umfelder dieser Menschen viel Kraft!

Leider sind Tote in den Knästen keine Ausnahme, im Gegenteil es sterben immer wieder Menschen in den Knästen und nicht von allen kriegen wir es mit.

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[Deutschland] Göttingen: Silvester zur JVA Rosdorf

Saturday, January 12th, 2019

Quelle: indymedia

Am 31.12.2018 haben wir uns mit etwa 70 Leuten an der JVA Rosdorf im Landkreis Göttingen versammelt. Wir haben den Gefangenen unsere Kontaktadresse mitgeteilt, ihnen unsere Solidarität mit ihren alltäglichen Kämpfen gegen Willkür, Schikane und Zwangsarbeit übermittelt sowie laustark und sichtbar unsere Kritik am System Knast zum Ausdruck gebracht. Dazu gab es mehrere Redebeiträge, Musik, Feuerwerk und bereits viel positive Äußerungen auf seiten der Gefangenen.

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[Deutschland] Leipzig – Silvester zum Knast

Tuesday, January 8th, 2019

Quelle: indymedia

Wir waren am Silvesterabend am Knast in der Leinestraße in Leipzig, um den Gefangenen unsere Solidarität zu zeigen. Mit viel buntem Feuerwerk und lauten Parolen haben wir auf uns aufmerksam gemacht.

Schnell haben wir von den Gefangenen die Resonanz bekommen, dass sie uns sehen oder hören konnten: Wir konnten Stimmen und Schläge gegen die Gitterstäbe aus dem Knast heraus hören. Wir haben eine Botschaft an die Gefangenen, ein Grußwort von Thomas Meyer-Falk, der seit 1996 inhaftiert ist, und einen Text über widerständige Menschen in Abschiebehaft aus Wien vorgelesen.

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[Deutschland] Dortmund – Silvester zum Knast

Friday, January 4th, 2019

Quelle: indymedia

Unangemeldete Knastkundgebung in Dortmund

Am 31.12.2018 fanden sich in den frühen Abendstunden wieder einige Handvoll Menschen zusammen, um mit Sprechchören, Feuerwerk, Sprühdose und Redebeitrag die Gefangenen in der JVA Dortmund anlässlich des Jahreswechsels zu grüßen.

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[USA] Anarchistischer Gefangener Jeremy Hammond nach Memphis verlegt – neue Adresse

Friday, January 4th, 2019

Quelle: free jeremy, übersetzt von abc wien

Nach einer Woche ängstlichen Wartens und Besorgnis wissen wir jetzt, wo Jeremys Endstation sein wird – FCI Memphis.

FCI Memphis ist ein Gefängnis mittlerer Sicherheit in Memphis, Tennessee. Ich habe heute Morgen (29. Dezember 2018) eine E-Mail von Jeremy erhalten und er ist mehr oder weniger damit zufrieden. Er berichtet, dass er bereits Freundschaften schließt und seine Einkaufs-Privilegien wiederhergestellt wurden.

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[Deutschland] Stuttgart: Unsere Solidarität ist ihr Kontrollverlust – Silvesterdemo um die JVA-Stammheim

Wednesday, January 2nd, 2019

Quelle: indymedia

+++ unangemeldeter Demozug um den Knast +++ Pyroshow für die Gefangenen +++ Plakate an der Knastmauer +++ Farbe auf das neue OLG +++

Wie jedes Jahr an Silvester zog auch dieses Mal ein unangemeldeter Demonstrationszug um die JVA-Stammheim. Unter dem Motto ‘Unsere Solidarität ist ihr Kontrollverlust’ begrüßten bis zu 200 TeilnehmerInnen die Gefangenen mit lauten Parolen, viel Feuerwerk und Solidaritätsbekenntnissen.

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[Deutschland] Angriff auf Amtsgericht Hamburg-Harburg – Solidarität mit den Elbchaussee 5

Wednesday, January 2nd, 2019

Quelle: indymedia

In der Sylvesternacht wurde das Amtsgericht in Hamburg-Harburg mit Steinen und Bitumenfarbe angegriffen. Außerdem wurde mit Sprühfarbe ein Anarchiezeichen an der Fassade hinterlassen.

Mit diesem Angriff senden wir Grüße an die fünf Angeklagten im G20-Verfahren bezüglich der Angriffe in der Elbchaussee. Auch grüßen wir die Leute, die Feuer im Amtsgericht Berlin-Wedding legten und damit einen offensiven Impuls in die Prozessbegleitung gegeben haben. In ihren Worten und Taten haben wir unsere eigenen Gedanken wiedererkannt.

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[Deutschland] Berlin: AdBustings gegen Knast und Herrschaft

Wednesday, January 2nd, 2019

Quelle: indymedia

Es ist der Morgen des 31.12., Silvester – unmittelbar vor den Knastmauern der JVA Moabit hängt ein großes Adbusting. Kein Einzelfall an diesem Morgen: im gesamten Stadtgebiet Berlins hängen in direkter Nähe zu den dortigen Knästen Poster in Werbevitrinen, die verschiedene Aspekte des Knastes und das Konzept von Knästen als solche kritisieren.

Die Kritik richtet sich explizit gegen exorbitante Preise für das Telefonieren im Knast, horrende Haftungsbedingungen u.a. in Trakt 2 der JVA Tegel und Suizide Gefangener. Es wird aber vor allem grundlegende Kritik am Herrschen, Wegsperren und Strafen geäußert-

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[Italien] Infos zur aktuellen Situation von Andreas Krebs aus einem Knast in Neapel (Dezember 2018)

Monday, December 31st, 2018

Wir wollen hier ein paar Informationen über unseren Freund und Gefangenen Andreas Krebs weitergeben. Andreas ist zurzeit in Neapel (Italien) inhaftiert. Der Prozess gegen ihn läuft bereits seit Mai 2018. Andreas gesundheitlicher Zustand ist nach wie vor schlecht! Außerdem wurde Andreas vor kurzem der Paragraph 41 bis (verschärfte Isolation) von der italienischen Justiz aufgebrummt. Argumentiert haben das die Behörden mit Andreas „Zugehörigkeit zur linksextremen Szene“. Wir wollen an dieser Stelle noch auf einen Brief von Andreas verweisen, der in der letzten Ausgabe der Gefangenen Info Nr. 420 veröffentlicht wurde. Den Brief könnt ihr hier nachlesen!

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[Italien] Brief von Andreas Krebs vom 29.10.2018

Monday, December 31st, 2018

(Quelle: Gefangenen Info Nr. 420)

Lieber…, nun bin ich fast sechs Monate in Neapel in der Haftanstalt Secondiglicano und fühle mich erst jetzt im Stande, einige Zeilen zu schreiben, wie es mir hier ergeht und was bis jetzt passiert ist.

Deutschland bzw. Moabit hat mich ohne irgendwelche Krankenunterlagen noch sonstiges nach Italien verfrachtet. Es ging ein Konvoi von sechs Fahrzeugen inkl. SEK mit Blaulicht und Sirene zum Flughafen, wo ich dann in den Flieger gebracht wurde. Hier warteten lediglich drei Polizisten.

In Rom angekommen wurde ich ID(vermutlich ED) behandelt und Stunden später von den Vollzugsbeamten aus Secondigliano abgeholt.

Angekommen wurde ich durchsucht und mir wurde vieles abgenommen. (more…)

[Deutschland] Berlin/Liebig34: Silvester zum Knast

Sunday, December 30th, 2018

Quelle: indymedia

Dieses Jahr starten wir am Dorfplatz in Friedrichshain vor der Liebig 34, einem separatistischen  Hausprojekt, das sich ohne cis-Männer organisiert. Am 31.12. um 00 Uhr läuft der Pachtvertrag des Projekts aus und wird aller Voraussicht nach nicht verlängert werden. Was könnte passender sein, als in dem Moment, wo wir nicht mehr legal in unserem eigenen Zuhause leben und kriminalisiert werden, an andere Kriminalisierte zu denken, die schon im Knast sitzen? Wir werden daher unsere Solidarität mit den Eingeknasteten symbolisch vom Dorfplatz zum Frauen*gefängnis in Lichtenberg tragen. Die Gefangenen sind nicht vergessen!

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[Italien] Aufstand im Knast in Trient/Trento

Saturday, December 29th, 2018

Quelle: indymedia

Mehr als 200 Gefangene haben nach dem x-ten Selbstmord hinter Gittern das Gefängnis in Trient blockiert. Die Nacht von Freitag auf Samstag war eine höllische Nacht, für Ordnungskräfte und Stadtverwaltung.

Ein weiterer Selbstmord. Es war der Tropfen, der im Knast von Trient, das Fass zum überlaufen gebracht hat. Die Gefangenen haben sich in den Zellen und im Gang verbarrikadiert und diverse Gegenstände wie z.b. Stühle und Tische in Flammen aufgehen lassen.

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[USA] Neue Postanschrift für den Gefangenen Mumia Abu-Jamal

Saturday, December 29th, 2018

Quelle: indymedia

Auf den US Gefangenenstreik im August/September 2018 zur Abschaffung der Sklaverei hat Pennsylvanias Bundesstaatsregierung unter dem “liberalen” Gouverneur Tom Wolf mit zahlreichen Haftverschärfungen reagiert.

Eine davon betrifft den Postverkehr, wie wir bereits in zwei unserer Rundbriefe beschrieben haben.

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[Deutschland] Hambacher Forst: Brief #2 von Eule & Neue Adresse

Saturday, December 29th, 2018

Quelle: abc rhineland

Hallo Menschen,

erst mal n fettes Danke an alle, die mir geschrieben haben und Grüße an alle, die mir welche ham ausrichten lassen. (Und welche extra an die Hessehauscrew, ein hoch auf Paragraph 4!) Hat alles mega lang gedauert bis Post hier ankam, aber jetzt trudeln hier die ganze Zeit neue Briefe ein. Es ist auf jeden Fall immer super schön was von draußen zu hören (oder zu lesen). Ich versuch auch viel zu beantworten, aber ich weiß um ehrlich zu sein nie so ganz was ich schreiben soll, ich bin wohl einfach besser im Laut sein und Pöbeln als im Briefe schreiben.

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[Deutschland/Spanien] Die anarchistische Gefangene Lisa wurde nach Spanien verlegt

Saturday, December 29th, 2018

Quelle: indymedia

Am Freitag den 21. Dezember ist unsere Freundin und Gefährtin am Ende nach Spanien verlegt worden.

Seit der Verurteilung von Lisa war bekannt, dass sie ihre Strafe in Spanien absitzen wollte. Nun ist der Tag angekommen. Sie wurde nämlich am Freitag von der JVA Willich II nach Spanien überführt, wo sie vorerst im Knast von Madrid, Soto der Real, hingebracht wurde. Dies heißt aber nicht dass sie dort bleiben wird, das Verlegen in andere Knäste ist in Spanien das übliche. Wie wir auch wissen, sitzt sie in FIES (Isolationshaft).

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[Deutschland] Silvester 2018: Krach vorm Knast!

Saturday, December 29th, 2018

Quelle: abc rhineland

Der Jahreswechsel ist ein Zeichen für die voranschreitende Zeit. Besonders Gefangene haben Grund, das zu feiern. Das bringt ihre Entlassung ja näher. Und Menschen, die gegen das Wegsperren und Ausgrenzen sind, haben Gründe, denen im Knast zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind. Das wird in Köln und anderswo traditio-nell mit Kundgebungen an der Knastmauer gemacht, speziell an Silvester. Oft auch ohne Anmeldung. In Köln haben wir in den letzten Jahren unterschiedliche Aktionsformen ausprobiert.

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[Deutschland] G20-Prozess zum „Elbchaussee-Komplex“

Thursday, December 20th, 2018

Quelle: united we stand

In Hamburg hat heute (18. Dezember 2018) der Prozess gegen fünf Aktivisten aus Frankfurt, Offenbach und Frankreich begonnen. Die drei Erwachsenen und zwei Jugendlichen sind angeklagt, bei Ausschreitungen auf der Elbchaussee während des G20-Gipfels im vergangenen Jahr in Hamburg „dabei gewesen“ zu sein.

Zum Prozess angereist war ein ganzer Bus mit Angehörigen und solidarischen Menschen aus Frankfurt. Das Bündnis „United we stand“ hatte einen Stand vor dem Gerichtsgebäude am Sievekingplatz aufgebaut, an dem es heiße Getränke und Musik gab.

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[Österreich] Wien: Nachtrag zur Räumung der Nele

Tuesday, December 18th, 2018

Quelle: indymedia

Seit der Räumung der Nele 35 ist mittlerweile über eine Woche vergangen und mit der Stillung der medialen Sensationsgeilheit durch das großartige Bullenspektakel, scheint das breite Interesse an der Besetzung erloschen zu sein. In Anbetracht der Umstände und der folgenden Repressalien ist dies ernüchternd. Das Haus bleibt weiterhin leerstehend, eine Person sitzt seit nun über einer Woche in Untersuchungshaft und die Drohung eines zwingenden Kostenersatzes für den sinnlosen Einsatz steht im Raum. 

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[Deutschland] „Ich bekomme da immer Anfälle bei soviel geballter Unlogik“ – kurzer Bericht von Nero aus der JVA Tegel

Tuesday, December 18th, 2018

Quelle:

Knast veranschaulicht durch die krassen Hierarchien am besten das Prinzip der Herrschenden und Beherrschten: diejenigen, welche sich in der Machtposition befinden, üben die totale Kontrolle über diejenigen aus, welche ihre Selbstbestimmung und Macht durch die Inhaftierung fast gänzlich abgeben mussten. Die Herrschenden argumentieren dabei ganz gerne mit irgendwelchen Regeln, Gesetzen oder im Knast mit Hausordnungen, an die sich angeblich alle halten müssten, ansonsten müsse eben bestraft werden.

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[Deutschland] Unsere Solidarität ist ihr Kontrollverlust! Gegen Kapitalismus & Polizeistaat! Silvester auf zum Knast nach Stammheim

Tuesday, December 18th, 2018

Quelle: indymedia

Dein Wecker klingelt. Du stehst auf, machst dir einen Kaffee. Bevor du zur Arbeit gehst, schreibst du noch kurz einer Freundin. Dein Messenger zeigt dir an, dass sie deine Nachricht gelesen hat. Am Bahnhof schaust du nach oben. Waren da schon immer so viele Kameras? Vermutlich schon. Du rennst zum Bahnsteig. Doch als du ankommst gehen die Türen schon zu, deine Hand schlägt resigniert gegen den anfahrenden Zug. Plötzlich kommt ein Streifenwagen angefahren. Zwei Polizisten steigen aus, gehen auf dich zu und fragen, was du hier machst.

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Radio – Unterseite überarbeitet

Saturday, December 15th, 2018

Das aktuell halten einer Website ist verdammt viel Arbeit aber wir haben es jetzt endlich geschafft die Radio-Unterseite komplett zu überarbeiten. Dort findet ihr viele Radiosendungen/Podcasts die sich um die Themen Knast, Repression und Solidarität drehen.

Viel Spass beim hören!

https://www.abc-wien.net/?page_id=28

[Deutschland] Brief des Gefangenen Kalito aus der JVA Tegel

Saturday, December 15th, 2018

Am 14. Dezember 2018 erreichte uns ein weiterer Brief des Gefangenen Kalito, in dem er über die medizinische Versorgung in der JVA Tegel berichtet und bittet, dies zu veröffentlichen.

Medizinische Versorgung in der JVA Tegel

Hier in der JVA gibt es feste Zeiten, in denen die Arztgeschäftsstelle der Häuser für ein paar Minuten am Tag besetzt sind. Doch dass die sogenannten Krankenpfleger keine Lust auf Arbeit mit uns haben zeigen zwei Beispiele.

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[Deutschland] Aufruf zur Solidarität mit der anarchistischen Gefangenen Hülya! Schreibt ihr!

Thursday, December 13th, 2018

Die rebellische Gefangene Hülya ist auf der Suche nach Menschen, die ihr schreiben und sich mit ihr austauschen möchten. Ihr findet hier eine kurze Beschreibung zu ihrer Person sowie zwei ihrer Briefe aus diesem Jahr. Im Knast hat sie sich politisiert und sieht sich mittlerweile als Anarchistin.

Seid solidarisch und schreibt ihr!

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[Deutschland] G20: Neuigkeiten von Loic

Saturday, December 8th, 2018

Quelle: indymedia

Wir dachten, dass französische Gefängnisse in ihrer kafkaesken Absurdität herausragen. Wir haben uns geirrt! Der deutsche Gefängnisdienst scheint in einer guten Position zu sein, um ihnen eine Lektion zu erteilen. Seit seiner Ankunft im Hamburger Untersuchungsgefängnis ist unser Freund täglich der Willkür der Regelwerke ausgesetzt, bei dem ihn die Undurchsichtigkeit mit dem Unglaublichen konfrontiert.

Ein Beispiel: Letzten Monat wurde Loïc mit einer Stunde der Isolation bestraft, weil er den Vögeln, die kamen, um an den Gitterstäben seines Fensters ein Hauch von Freiheit zu pfeifen, Brot gab.

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Bruchstellen #41 online

Monday, December 3rd, 2018

Nr. 41 Dezember 2018

Inhalt:

*[Berlin] Revolte in der JVA Tegel im SothA von einem
beteiligten Gefangenen

*[UK] Sven van Hasselt: Brief und Statement zu seiner Adresse

*[Italien] “Operation Panico”: Bericht der Anhörung am 08. November

*[US] Jeremy Hammond ist in Isohaft verlegt worden

*[Argentinien] Buenos Aires: anarchistische Gefährtin bei
Bombenanschlag verletzt – mehrere Festnahmen

*[Indonesien] Yogyakarta: Solidaritätsbanner mit Russlands Anarchist*innen,  Antifaschist*innen & Mikhail

*[Wien] 2.Prozesstag eines Gefährten bez. schwerer Sachbeschädigung: Freispruch!

*[Spanien] Über die beiden verhafteten Anarchist*innen in Madrid

[Deutschland] Ein besonderer Besuch in der JVA Tegel

Sunday, December 2nd, 2018

Quelle: Soligruppe Berlin der GG/BO

Am 30. November 2018 besuchten wir Gefangene in der Sozialtherapeutischen Anstalt (SothA) in der JVA Tegel. Das Besondere daran: der Besuch fand nicht, wie gewöhnlich, im Besucherraum statt, sondern direkt in der SothA. Wir konnten uns zusammen mit den Gefangenen, welche wir besuchten, auf der Station und teilweise auf den Zellen frei bewegen (sofern im Knast bzw. überhaupt in dieser Gesellschaft von einer freien Bewegung, d.h. ohne Überwachung, Kontrolle und Repression, gesprochen werden kann) – Bedienstete waren zwar vor Ort, ließen uns aber weitestgehend in Ruhe.

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[USA] Update vom 30. November – Jeremy Hammond wurde in Isohaft verlegt

Sunday, December 2nd, 2018

Quelle: free jeremy, übersetzt von abc wien

Updates am Ende des Texts.

Nach einer Woche des unruhigen Wartens und Sorgens haben wir nun Informationen über Jeremys aktuelle Situation und können diese weitergeben. Jeremy befindet sich derzeit in Isohaft und droht aufgrund eines Vorfalls der letzten Woche in ein Hochsicherheitsgefängnis verlegt zu werden.

Der Vorfall ereignete sich entweder am Montag, den 19. November oder am Dienstag, den 20. November. Jeremy verließ seine Einheit und drückte oder stieß eine Tür auf. Die Tür durch die er ging hatte kein Fenster und keine Möglichkeit, auf die andere Seite zu sehen.

Es war ein Beamter auf der anderen Seite der Tür und als sich die Tür öffnete, prallte diese angeblich gegen den Beamten. Als Antwort auf den Stoß mit der Tür packte der Polizist Jeremy, warf ihn gegen die Wand und brachte ihn zur SHU (Secure Housing Units), ohne Jeremy in Handschellen zu legen oder Unterstützung anzufordern, wie es die Gefängnisvorschrift vorsieht. Sobald er sich in der SHU befand, wurde ein Bericht geschrieben, in dem der Stoß mit der Tür als „Angriff auf einen Mitarbeiter*in“ protokolliert wurde. Glücklicherweise wurde Jeremy nicht verletzt, als er gegen die Wand geworfen wurde, aber er befindet sich seit einer Woche in Isohaft, während er auf sein Disziplinarverfahren wartet. Die Anhörung soll irgendwann diese Woche stattfinden.

Aus mehreren Gründen ist diese Situation äußerst ernst. Jeremy kam direkt in Isohaft, als er in die SHU gebracht wurde. In der Vergangenheit war Jeremy in der SHU meist in einer 2er Zelle untergebracht. Während die Zeit in der SHU nie angenehm ist, hat der UN-Sonderberichterstatter für Folter Juan E. Méndez die Isolationshaft als „grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung“ bezeichnet, die „schwere psychische Schmerzen oder Leiden“ verursachen kann. In einem Bericht von Human Rights Watch wird Isolationshaft als „emotional, physisch und psychisch destruktiv“ beschrieben. Der UN-Sonderberichterstatter für Folter empfahl außerdem nachdrücklich ein vollständiges Verbot der Isolationshaft für mehr als 15 Tage. Soweit wir wissen ist Jeremy seit sieben Tagen in Isohaft.

Der zweite Grund für die Ernsthaftigkeit der Situation ist, dass Jeremy in ein höheres Sicherheitsgefängnis verlegt werden könnte, wenn dieser Verstoß während seines Disziplinarverfahrens geahndet wird. Der Angriff auf einen Beamten ist eine sehr schwere Anklage und würde Jeremy auf ein höheres „Täter-Level“ bringen. Dies ist äußerst beunruhigend, denn es bedeutet, dass Jeremy in ein mittleres Sicherheitsgefängnis überstellt werden würde, in dem er weniger Freiheiten hätte und – noch entmutigender – nicht weiter an seinem College-Abschluss arbeiten könnte. Ein Transfer mit der Anschuldigung „Angriff auf eine*n Mitarbeiter*in“ in seinem früheren Gefängnis würde Jeremy in jedem neuen Gefängnis zum Ziel für das Gefängnispersonal machen. Jeremy ist in seinem aktuellen Gefängnis sehr nah an seiner Familie und kann häufig Besuch von Freund*innen bekommen. Es wäre ein verheerender Schlag, sowohl für Jeremy als auch für die Menschen in seiner Nähe.

Es gibt jedoch Hoffnung. Wenn die Disziplinarverstöße währende seiner Anhörung aufrechterhalten werden, kann Jeremy unter dem Namen „management variable“ beantragen, am FCI Mailand zu bleiben. Dies würde bedeuten, Jeremy hat die „Punkte“, die ihn normalerweise in ein mittleres Sicherheitsgefängnis bringen würden, aber er könnte trotzdem weiterhin in einem niedrigen Sicherheitsgefängnis untergebracht sein. Ironischerweise wäre dies möglich, da er auf seinen College-Abschluss hinarbeitet. Bis wir die Ergebnisse seiner Disziplinarverhandlung kennen wissen wir nicht, ob dies eine verfügbare Option ist.

Dies sind alle Details die wir zum jetzigen Zeitpunkt kennen. Zu Jeremys Case-Manager und möglicherweise auch dem Wärter ist Kontakt aufgenommen worden, um zu sehen ob irgendetwas getan werden kann, diese Situation zu verbessern. Wir bitten darum, dass ihr, die Öffentlichkeit, zu diesem Zeitpunkt davon abseht, das Gefängnis anzurufen. Die Situation ist äußerst heikel. Ihr könnt jedoch an Jeremy schreiben und wir ermutigen euch, dies zu tun! Seine Adresse:

Jeremy Hammond, # 18729-424
FCI Milan
P. O.Box 1000
Milan, MI 48160

Nochmals vielen Dank für all die Unterstützung! Sobald es neue Informationen gibt, werde ich diesen Beitrag aktualisieren.

Love & Rage

Grace North

 

Update 28. November 2018:

Ich habe heute im Gefängnis angerufen, um mit Jeremys Case-Manager zu sprechen. Ich wollte erfahren, wie es Jeremy geht, ob er noch in Isohaft ist, ob sein Disziplinarverfahren stattgefunden hat und wenn ja, wie es verlaufen ist. Wie erwartet, wurden keinerlei Informationen an mich weitergegeben, nicht einmal über seine Unterbringung im Gefängnis. Sie sagten „Dies sind keine öffentlichen Informationen“. Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass dies das erwartete Ergebnis meines Anrufs war und kein Anzeichen für weitere Besorgnis darstellt. Der eigentliche Zweck meines Anrufs war, neben hoffentlich doch ein paar Informationen zu erhalten, den Beamten mitzuteilen, dass Jeremy draußen Leute hat, die sich seiner Situation bewusst sind und das Ganze so genau wie möglich überwachen. Bitte schreibt ihm vorerst weiter. Es ist das Beste, was wir zu diesem Zeitpunkt tun können.

 

Update 30. November 2018:

Mit schwerem Herzen schreibe ich dieses Update zu Jeremys Situation.

Ich wünschte, ich könnte schreiben, dass die Disziplinarverhandlung gut verlaufen ist, dass das Gefängnis Jeremys Anklage abgewiesen hat, dass er nicht mehr in Isohaft ist und sicher und froh wieder am Unterricht teilnehmen kann, aber all das kann ich nicht. Das am meisten gefürchtete Ergebnis trat ein: Die Anklage gegen ihn wurde bestätigt und er ist noch immer in Isohaft.

Jeremys Disziplinarverhandlung war am Mittwoch, per Telefon und er durfte nicht persönlich daran teilnehmen. Der Gefängnisbeamte der durch die Tür getroffen wurde, behauptete, Jeremy „wich nicht zur Seite“ („stood his ground) und stieß ihn mit seiner Schulter, als der Wärter fragte ob er „gehen wollte“. Das Disziplinarverfahren gegen Jeremy wurde bestätigt und sein Transfer in ein mittleres Sicherheitsgefängnis empfohlen. Jeremy bleibt weiterhin in Isolationshaft bis der Fall entschieden ist. Dies ist für alle Beteiligten verheerend, vor allem aber für Jeremy, da er College-Kurse am FCI Milan besuchte und kurz vor dem Abschluss stand. Er brachte zum Ausdruck, dass der am meisten beunruhigende Aspekt der SHU darin besteht, dass er den Unterricht verpasst, seine Hausarbeiten nicht abgeben und auch nicht an den Abschlussprüfungen teilnehmen kann. Jeremy nahm in der ersten Abschlussklasse des FCI Milan Gefängnis teil und es wäre eine große Bereicherung gewesen, das Gefängnis mit einem College-Abschluss zu verlassen.

Auch wenn das schlimmste und meist gefürchtetste Ergebnis eingetreten ist, der Kampf ist noch nicht vorbei. Jeremy könnte den Transfer immer noch aufgrund einer sogenannten „management variabe“ verhindern. Dies bedeutet, er könnte trotz der „Punkte“, die normalerweise zu einem Transfer in ein Gefängnis der mittleren Sicherheitsstufe führen würden, in dem bisherigen Gefängnis mit niedriger Sicherheitsstufe bleiben. Dies würde ironischerweise durch die College-Kurse ermöglicht werden, die Jeremy besucht und die er durch die Zeit in der SHU verpasst. Briefe an den Wärter sind bereits geschickt, und nun geht es darum, abzuwarten und zu hoffen, dass er beschließt zu intervenieren und Jeremy zu erlauben, am FCI Milan zu bleiben. Wir bitten, dass zu diesem Zeitpunkt keine eigenen Briefe aus der Öffentlichkeit an den Wärter geschickt werden.

Ich möchte mich besonders bei dem Menschen bedanken, der*die das Gefängnis besucht hat und mir all diese Informationen übermittelt hat. Aus Datenschutzgründen werde ich den Namen nicht nennen. Ohne diesen Menschen würden wir alle noch immer warten und uns fragen, wie der Stand der Dinge ist und wir könnten nicht so schnell handeln. Jeremys Unterstützungs-Netzwerk ist riesig und die Liebe und Unterstützung erstreckt sich über die ganze Welt. Es hat ihn durch sein Urteil gebracht und ist auch in dunklen Zeiten ein Zeichen der Hoffnung. Von ganzem Herzen danke ich jedem von euch, der*die geschrieben, ihn besucht, Bücher verschickt oder einfach nur getwittert hat, um Jeremy zu unterstützen.

Im Momenten ist der beste Weg Jeremy zu unterstützen ihm zu schreiben (Nur Briefe und Postkarten – keine Bücher oder Magazine)

Jeremy Hammond, # 18729-424
FCI Mailand
P.O. Box 1000
Milan, MI 48160

Ich werde mich melden, sobald ich mehr weiß.

Love & Rage

Grace North

[Argentinien] Buenos Aires: anarchistische Gefährtin bei Bombenanschlag verletzt – mehrere Festnahmen

Sunday, November 18th, 2018

Quelle: 325, übersetzt von abc wien

Am Mittwoch, den 14. November, wurden in Buenos Aires fast zeitgleich zwei Standorte mit Bomben angegriffen. Der erste Angriff auf den Friedhof von Recoleta schlug leider fehl. Die Bombe explodierte in den Händen einer der beiden Personen, die die Aktion ausführten. Es sollte das Grab von Ramón Falcón getroffen werden – einem Polizeichef der für den Mord an 11 Demonstranten am 01. Mai 1909 verantwortlich ist und einige Monate später vom Anarchisten Simón Radowitzky ermordert wurde. Die Gefährtin, die den Angriff ausführte, befindet sich in ernstem Zustand im Krankenhaus, ihre Begleitperson wurde verhaftet.

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[Italien] Update zu dem anarchistischen Gefangenen Paska – Hungerstreik & Aufruf zur Solidarität

Sunday, November 18th, 2018

Quelle: act for freedom, übersetzt von abc wien

Paska teilte uns mit, dass er für 15 Tage in Isolationshaft verlegt wurde. Er darf nur eine halbe Stunde am Tag aus der Zelle, in der er die restliche Zeit alleine sitzt. Außerhalb der Zelle wird er immer von zwei bis drei Wärter*innen begleitet, Besuche werden separat durchgeführt, bei offener Tür und mit Bewachung an der Tür.

Paskas Gesicht weist offensichtliche Spuren von Schlägen auf, denen er vor der 08/11-Anhörung ausgesetzt war. Er versuchte, dies dem Gericht mitzuteilen, jedoch wurde er durch den*die Richter*in daran gehindert, indem diese*r anordnete, dass die Wärter*innen ihn nicht herausholten.

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[Deutschland] Hambacher Forst: Brief Nr. 1 von Eule

Sunday, November 18th, 2018

Quelle: abc rhineland

Durch die Verzögerung der Postkontrolle hat Eule am 22. Oktober das erste Mal Post erhalten. Seitdem trudeln fast täglich Briefe bei ihr ein. Briefe rein und raus brauchen aktuell ca. 10 Tage bis zwei Wochen durch den Post- & Kontrollweg. Ihr erster offener Brief kam am 2. November beim abc an:

“JVA Iserlohn, 28. Oktober 2018

Hey, (more…)