Archive for the ‘News’ Category

[Belarus] Statement von ABC Belarus zu Dzmitry Dubovski

Samstag, Januar 15th, 2022

Quelle: abc belarus, übersetzt von abc wien

Am Tag nach der Verhaftung der Gruppe von Anarchopartisanen veröffentlichten die Propagandamülleimer ein Video, in dem Dzmitry Dubovski seine Schuld am Angriff auf das Regime zugibt und gegen andere Mitglieder der Gruppe aussagt. Die relativ eilige Veröffentlichung der Nachricht durch die Lukaschisten, die schwerwiegenden Terrorismusvorwürfe und Dubowskis eigenes langjähriges Engagement in der anarchistischen Bewegung veranlassten uns damals, den Wahrheitsgehalt der Geschichte über den Anarchisten, der begonnen hatte, mit den Ermittlungen zu kooperieren, in Frage zu stellen.

Die Tschekisten1 sperrten Dubovski und die anderen Partisanen fast ein Jahr lang in das KGB-Untersuchungsgefängnis, aus dem nur sehr selten Informationen in die Welt gelangen. Während des Jahres der so genannten Ermittlungen waren wir nicht in der Lage, Einzelheiten über die Geschehnisse herauszufinden, die es uns ermöglicht hätten, uns eine klare Meinung zu bilden, und wir unterstützten Dzmitry weiterhin, trotz einiger Stimmen, die ihn in den ersten Tagen nach der Veröffentlichung des Geständnisses verurteilten.

Erst ein Jahr später teilten die Anarchopartisanen ihren Verwandten Informationen über die Folter und die Gewalt, die ihnen vom Staat angetan wurde, mit. Dubovski gab an, dass er aufgrund der Folterungen begann auszusagen. Gleichzeitig bereute er seine Aussage nicht, aber unterstützte weiterhin die politische Seite des Falles. Die Verurteilung zu 18 Jahren Haft zeigte, dass Dubovski keine Absprachen mit den Ermittlern getroffen und keinen Nutzen aus seiner Aussage gezogen hatte, außer, dass er der Folter ein Ende setzte.

Und trotz alledem sind wir der Meinung, dass die Entscheidung, Dzmitry zu unterstützen, unter anderem von den übrigen Mitgliedern der Anarcho-Parteigruppe getroffen werden sollte. Soweit wir wissen, verurteilt keiner der Anarchisten seine Tat, und alle vier bleiben trotz aller Hindernisse Gefährten.

Wir haben beschlossen, diese Frage ein für alle Mal für diejenigen zu klären, die weiterhin zum Boykott von Dubovski aufrufen. In Anbetracht der Meinung seiner eigenen Gefährten und der Umstände seiner Aussage haben wir beschlossen, ihn weiterhin zu unterstützen.

ABC-Belarus

1 Tschekist von Tscheka: 1917-1922 die politische Polizei der Sowjetunion, russ. Kurzwort aus Wserossiskaja Tschrewytschainaja Komissija po borbe s Kontrrewoljuzijei i sabotaschem = Allrussische Kommission zur Bekämpfung der Konterrevolution und der Sabotage – Vorgängerorganisation des KGB

[Belarus] Nachrichten aus dem Gefängnis

Samstag, Januar 15th, 2022

Quelle: abc belarus, übersetzt von abc wien

Am 2. Dezember wurde Gayane Akhtiyan, die Mutter des Anarchisten Roman Khalilov, zur Verdächtigen in einem Strafverfahren. Das Verfahren wurde auf der Grundlage von Art. 342 (Teil 1) des Strafgesetzbuches (Organisation und Vorbereitung von Aktivitäten, die die öffentliche Ordnung grob verletzen, oder aktive Teilnahme daran) eingeleitet. Zuvor, am 26. November, wurde die Wohnung von Gayane Akhtiyan in Polack durchsucht, sie wurde festgenommen und zunächst für 10 Tage wegen “ Ungehorsams gegenüber der Polizei“ inhaftiert. Am 2. Dezember wurde sie von Polack nach Minsk verlegt, und am 12. Dezember änderte sich ihr Status von einer Verdächtigen zu einer Beschuldigten, und die vorläufige Festnahme wurde in eine Verhaftung umgewandelt. Dieser Fall ist ein Präzedenzfall, ein Beispiel wie Druck auf im Ausland lebende Aktivist*innen über ihre in Belarus lebenden Verwandten ausgeübt wird. Khalilov lebt in Polen, in Weißrussland ist seit 2020 ein Strafverfahren gegen ihn anhängig.

Am 3. Dezember wurde eine deutsche Übersetzung des Buches Farben der Parallelwelt von Mikola Dziadok veröffentlicht. In dem Buch schildert Mikola, wie das belarussische Gefängnissystem versucht, die Persönlichkeit der Häftlinge zu zerstören. Die Beispiele für den Druck, der auf die Gefangenen ausgeübt wird, stammen aus Mikolas Erfahrungen als politischer Gefangener in den Jahren 2010-2015. Das Buch wurde teilweise im Gefängnis geschrieben, aber erst nach Mikolas Entlassung fertiggestellt.

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[USA] Eric King: „Tight ropes, taut lines“

Samstag, Januar 15th, 2022

Quelle: support eric king, übersetzt von abc wien

In den vergangenen über drei Jahren, in denen ich in der SHU (Segregated Housing Unit) [1] sitze, habe ich neun Suizide durch Erhängen direkt miterlebt. Das heißt, sie fanden entweder in meinem Bereich, in meiner Zelle oder in der Nähe statt, so dass ich den Aufprall der Leiche auf dem Boden hören konnte. Einige dieser Selbstmorde waren „Hilfeschreie“, andere waren ernsthaft, alle waren vernichtend und erschütternd. Fast immer versteckt sich das BOP-Personal entweder hinter Gleichgültigkeit gegenüber unserem Leben oder hinter bürokratischen Vorschriften, anstelle wirklich zu helfen… im USP Atlanta stürmten sie herein und rissen den Gefangenen zu Boden (an den Beinen), schlugen ihn und schrien, er solle „ein Mann sein, keine Schlampe“.

Vor zwei Jahren erhängte sich Levi hier in Englewood, und es dauerte Minuten, bis seine Tür geöffnet wurde… Die Wärter, denen das nicht egal war (es gab nur wenige), wurden durch die Richtlinien blockiert, die sie zu sehr fürchteten, zu verletzen. Während einige Beamte verzweifelt waren, lachten andere und nannten Levi eine „türkische Piñata“… Die Wut in meiner Brust schwoll an, als ich sah, wie ein verzweifelter Tod verspottet und verharmlost wurde… Zu dieser Zeit durften wir im SHU keine Radios, Zeitungen, Zeitschriften oder persönliche Bücher haben. Uns wurde gesagt, wir sollten damit klarkommen: „Kommt nicht in den SHU, wenn ihr damit nicht umgehen könnt“. Für manche kam der SHU zu uns, wir konnten ihn nicht vermeiden, ihm nicht entkommen, uns nicht befreien. Entweder man wird damit fertig oder man wird eine „Piñata“. 

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[Deutschland] Wuppertal: Waldbesetzung verteidigen!

Freitag, Januar 7th, 2022

Quelle: per Mail

Es ist zu befürchten, dass die Kalkwerke Oetelshofen die diesjährige Räumungssaison (bis zum 28. Februar) dazu nutzen, die Waldbesetzung im Osterholz räumen zu lassen, um 5,3 ha Wald und 3 ha Böschung zu roden.

Anarchismus lässt sich nicht aufhalten. Es wird immer Leute geben, die hinterfragen, sich nicht ins System einfügen und keine Angst mehr haben. Jetzt ist die Zeit gekommen, den Widerstand weiterhin praktisch in den Wald zu tragen, um unseren Freiraum zu verteidigen und den Wald zu schützen.

Also kommt vorbei und vergesst eure warmen Sachen/ Schlafsäcke nicht!

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Neues Autonomes Leipziger Medienprojekt Knack[punkt]news online

Donnerstag, Dezember 2nd, 2021

quelle: de.indymedia.org

Wir freuen uns Euch mitteilen zu können, dass heute das neue autonome Leipziger Medienprojekt Knack[punkt]news offiziell online gegangen ist! Es wartet nur auf Euch und Eure Beiträge!

zu erreichen unter:

https://knack.news/

http://knackriotpvczb6xja67gsmbks35n7mvwfxcdj5tlqhfictgz42vjvad.onion/

aus dem SELBSTVERSTÄNDNIS:

Wir wollen für Leipzig und Umgebung eine Plattform aufbauen, die die täglichen Kämpfe, Widersprüche und (Auf-)Begehren gegen die herrschenden Verhälnisse abbildet. Hier können Informationen, Berichte, Recherchen, Analysen, Aktionen, Aufrufe, Reflexionen usw. verbreitet werden, welche einen praktischen Bezug zu Leipzig haben oder diesen inhaltlich herleiten. Für (regelmässige) Termine zu Aktionen und Veranstaltungen in Leipzig und Umgebung verweisen wir auf PLANLOS Leipzig.

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[Chile] Worte des subversiven Gefährten Marcelo Villarroel aus dem Rancagua-Gefängnis

Donnerstag, September 30th, 2021

Quelle: buscandolakalle, übersetzt von abc wien

„Wenn wir Kämpfer*innen sind, dann lasst uns diesen Anspruch im Gefängnis und auf der Straße zum Ausdruck bringen und niemals durch Angst, Schweigen und noch weniger durch Reue besiegen.“

Für Sacco und Vanzetti
Für unsere Schreie nach Freiheit!!!
Im Gedenken an meinen Vater.

Vor mehr als 100 Jahren erklärten die Anarchist*innen der Bewegung an einigen Orten der Welt, sie seien Subversive.

Vor 94 Jahren wurden die aufständischen anarchistischen Gefährten italienischer Herkunft Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti am 23. August 1927 nach einem Prozess, der 7 Jahre, 4 Monate und 17 Tage dauerte, auf dem elektrischen Stuhl ermordet.

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[Chile] Kommunique der anarchistischen Gefangenen Monica Caballero

Donnerstag, September 30th, 2021

Quelle: darknights, übersetzt von abc wien

Anmerkung: Dieser Text ist zwar vom Juni 2021 und der Hungerstreik der Gefährten wurde mittlerweile beendet, aber dennoch finden wir es wichtig, Monicas Worte zu teilen.

In den letzten Tagen der ersten Juniwoche 2021 führte die Gendarmería de Chile (Genchi) eine massive Verlegung von Gefangenen aus dem Cárcel de Alta seguridad (CAS) in das Gefängnis von Rancagua, Hauptstadt der Region O’Higgins, 87 Kilometer südlich von Santiago, durch.

Zu den Gefangenen gehören die Anarchisten und Subversiven: Juan Aliste Vega, Marcelo Villarroel, Mauricio Hernández Norambuena, Juan Flores, Joaquín García und Francisco Solar.

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[USA] Michael Kimble: „Do Prison Lives Matter?“

Donnerstag, September 30th, 2021

Quelle: anarchy live, übersetzt von abc wien

In den letzten Jahren haben wir eine Explosion der so genannten Gefängnisbewegung erlebt.

Wir haben beispiellose und massive Rebellionen in Form von Arbeitsstreiks, Hungerstreiks, Unruhen, Sabotage und anderen Formen der Revolte erlebt. Wir haben erlebt, wie sich Verbündete von außen in nie dagewesener Weise engagierten. Wir haben gesehen, wie sich der Weg von der Forderung nach einfach besseren Bedingungen hin zur Abschaffung der Gefängnisse entwickelt hat. Dann kamen die ersten Forderungen nach einer nationalen Gefängnisorganisation (Zentralisierung, Hierarchie) zur Koordinierung (Kontrolle) dieser Aufstände von den Spezialist*innen der Revolution. Trotz alledem übersehen wir die Widersprüche in den Gefängnissen unter den Gefangenen selbst, und ich denke, wir wären dumm, wenn wir weiterhin über diese Widersprüche hinwegsehen würden.

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[Griechenland] Solidarität mit den vier angeklagten Gefährten im Prozess um die Räumung des Squats Gare (Athen)

Donnerstag, September 30th, 2021

Quelle: act for freedom, übersetzt von abc wien

Am 29. September findet der Prozess gegen zwei Gefährten aus Berlin und zwei Gefährten aus Athen vor dem Evelpidon-Gericht in Athen statt. Die vier Personen waren am 26. November 2017 bei der Räumung des Gare Squat im Athener Stadtteil Exarchia festgenommen worden. Ihnen wird unter anderem Hausfriedensbruch, versuchte schwere Körperverletzung, Verweigerung der kriminaltechnischen Identifizierung und Besitz von Sprengstoff und Sprengbomben vorgeworfen. Diese Räumung war die erste von drei, bei denen die vier Gefährten 4 Tage lang festgehalten wurden. Sie wurden unter Auflagen oder gegen Kaution freigelassen und müssen nun, fast vier Jahre später, vor Gericht erscheinen.

Fast einen Monat nach der Verhaftung des anarchistischen Revolutionärs Dimitris Chatzivasileiadis, der 1,5 Jahre lang untergetaucht war, wird ihm vorgeworfen, Mitglied der Guerillagruppe “ Revolutionary Selfdefense“ zu sein, und er ist einer der vier, die bei der Räumung von Gare im November 2017 festgenommen wurden.

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[UK] Neue Adresse – Kevan Thakrar

Mittwoch, September 29th, 2021

Quelle: justice for kevan

Kev ist nach Belmarsh verlegt worden und befindet sich derzeit in Einzelhaft. Schreibt ihm!

Kevan Thakrar A4907AE
HMP Belmarsh
Western Way
London SE28 0EB
UK

Fügt bitte einen frankierten Rückumschlag euren Briefen bei.

Er erhält immer noch Post, die an die alte Adresse in HMP Full Sutton geschickt wird, aber es dauert länger, bis sie ihn erreicht.

[Griechenland] Prozess gegen den anarchistischen Gefährten Marios Seisidis

Mittwoch, September 29th, 2021

Quelle: act for freedom, übersetzt von abc wien

Am Freitag, den 17.09.21 wurde um 13 Uhr im 6. Stock des Gerichts in der Loukareos-Straße der Prozess gegen den Gefährten Marios Seisidis wegen des bewaffneten Raubüberfalls auf die Nationalbank in der Solonos-Straße im Jahr 2006 fortgesetzt.

Während der Flucht zögerten die Polizist*innen nicht, in die Menge zu schießen, was zur Verwundung und Verhaftung des Anarchisten Yannis Dimitrakis führte. In der Folge wurden Marios und Simos Seisidis und Grigoris Tsironis zur Fahndung ausgeschrieben […]. Nach fast einem Jahrzehnt auf der Flucht wurden die drei gesuchten Gefährten an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten verhaftet. Simos verlor sein Bein durch eine Polizeikugel im Tauros-Viertel in Athen, Grigoris wurde in Volos bei einer Razzia des SWAT-Teams verhaftet (bei der sich Spyros Darvilas das Leben nahm) und Marios wurde auf dem Peloponnes zusammen mit Kostas Sakkas festgenommen. Während Simos und Grigoris in diesem Fall freigesprochen wurden, wurde Marios in erster Instanz zu 36 Jahren Haft verurteilt, da die staatliche Mafia bereits durch die Freisprüche der beiden anderen auf der Flucht befindlichen Personen irreparabel geschädigt worden war.

Mit diesem Prozess schließt sich der Kreis dieses Falles, und wir müssen das Vermächtnis des Widerstands und der Solidarität sowie den Gefährten selbst verteidigen, damit er nicht weiterhin der staatlichen Repression ausgeliefert ist. Solidarität ist unsere Waffe.

ALLE AN DER SEITE DES GEFÄHRTEN

KEINE GEISEL IN DEN HÄNDEN DES STAATES

[Russland] Moskau Anarchist Black Cross – Updates September 2021

Mittwoch, September 29th, 2021

Quelle: avtonom, übersetzt von abc wien

Dieses Mal gibt es sowohl gute als auch schlechte Nachrichten, beginnen wir also mit den guten.

Maxim „Hadad“ Smolnikov aus der Untersuchungshaft entlassen

Maxim „Hadad“, ein Anarchist und Straßenkünstler aus Chabarowsk, wurde am 6. August aus der Untersuchungshaft in den Hausarrest entlassen, nachdem er fast 4 Monate im Gefängnis verbracht hatte. Ihm wird vorgeworfen, in einem Social-Media-Post vom November 2018 „den Terrorismus zu rechtfertigen“, nachdem der 17-jährige Anarchist Mikhail Zhlobitsky einen Sprengstoffanschlag auf FSB-Büros in Archangelsk verübt hatte. Die Staatsanwaltschaft legte gegen die Freilassung Berufung ein, aber das Berufungsgericht bestätigte Smolnikovs Freilassung am 22. September. Smolnikow hat noch keinen Gerichtstermin.

Weitere Informationen über den Fall Smolnikov findet ihr hier.

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[Griechenland] Verurteilung der Anarchist*innen Konstantina Athanasopoulou, Giannis Michailidis und Dimitra Valavani

Mittwoch, Juli 28th, 2021

Quelle: anarchistnews, übersetzt von abc wien

Am 29. Juni fand die letzte Anhörung im Prozess gegen Konstantina Athanasopoulou, Giannis Michailidis und Dimitra Valavani statt, die am 29. Januar 2020 in Agia Paraskevi (Großraum Athen) verhaftet wurden. Die Urteile lauten wie folgt:

– Giannis Michailidis: 26 Jahre (zusammengelegt auf 20 Jahre).
– Konstantina Athanasopoulou: 2 Jahre und 6 Monate.
– Dimitra Valavani: 2 Jahre und 6 Monate.

Dimitra Valavani wurde am 30. Juni aus der Haft entlassen.

Giannis Michailidis und Konstantina Athanasopoulou bleiben in Haft.

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 [Italien] Operation Prometeo: Updates zum Prozess (Mai – Juli 2021)

Mittwoch, Juli 28th, 2021

Quelle: brighton abc, übersetzt von abc wien

Am 10. Mai begann die Verhandlung des „Prometeo“-Prozesses, in dem die anarchistischen Gefährt*innen Natascia, Beppe und Robert beschuldigt werden, drei Paketbomben an den ehemaligen Direktor des DAP (Dipartimento dell’Amministrazione Penitenziaria, „Abteilung für Strafvollzugsverwaltung“), Santi Consolo, und zwei Turiner Staatsanwälte, Roberto Sparagna und Antonio Rinaudo, geschickt zu haben. Der Prozess findet vor dem Schwurgericht von Genua statt, da die Anklageschrift (Artikel 280, Absatz 1 und Absatz 3) eine Strafe ab 20 Jahren Haft vorsieht. Die Verhandlung wurde per Videokonferenz für die beiden noch inhaftierten Gefährt*innen Natascia und Beppe abgehalten, die über einen Bildschirm aus den Gefängnissen von Santa Maria Capua Vetere bzw. Bologna an den Anhörungen „teilnahmen“. Die Verhandlung fand vom 10. Mai bis zum 2. Juni in zwei Sitzungen pro Woche statt, an denen zahlreiche Carabinieri der ROS (Raggruppamento Operativo Speciale) und Sachverständige der RIS (Reparto Investigazioni Scientifiche) teilnahmen, die von der Staatsanwaltschaft, vertreten durch Staatsanwalt Federico Manotti, und dem Zivilkläger, der Rinaudo vertrat, als Zeugen geladen waren.

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[Italien] Natascia wurde verlegt – neue Adresse

Dienstag, Juli 27th, 2021

Quelle: actforfree, übersetzt von abc wien

Natascia geht es soweit gut und ihre Stimmung ist gut, zumal sie weiß, dass Anna [anarchistische Gefährtin, die im Scripta-Manent-Prozess gegen die Federazione Anarchica Informale, „Informelle Anarchistische Föderation“, zu 16 Jahren und 6 Monaten verurteilt wurde] ebenfalls im Rebibbia-Gefängnis ist und ihre Grüße erhalten hat, auch wenn Nastascia in einer Einzelzelle weit weg von Anna festgehalten wird und sie nicht miteinander sprechen können. Es scheint, dass Nats Verlegung dorthin dauerhaft ist, was sie überhaupt nicht stört: Tatsächlich sagte sie, dass sie nicht um eine weitere Verlegung bitten will und dortbleiben möchte.

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[Italien] Update zu Alfredo Cospito und Anna Beniamino

Dienstag, Juli 27th, 2021

Quelle: actforfree, übersetzt von abc wien

Verlegung der Anarchistin Anna Beniamino aus dem Gefängnis von Messina nach Rebibbia in Rom (Italien, 17. Juli 2021)

Anna ist in das Rebibbia-Gefängnis in Rom verlegt worden [die Gefährtin wurde im Prozess Scripta Manent zu 16 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt].

Ihre neue Adresse lautet:

Anna Beniamino
C.C. di Roma Rebibbia femminile
Via Bartolo Longo 92
00156 Rom
Italien – Italien

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[Chile] Update zu Monica Caballero und Francisco Solar

Dienstag, Juli 27th, 2021

Quelle: actforfree, übersetzt von abc wien

Die Anarchist*innen, die am 24. Juli 2020 überfallen, verhaftet, festgesetzt und inhaftiert wurden und sich seit fast einem Jahr in Untersuchungshaft befinden, hatten am vergangenen Mittwoch, den 14. Juli, eine Anhörung zur Überprüfung der Anklage durch den Staatsanwalt Claudio Orellana.

Während der virtuellen Anhörung hielt die Staatsanwaltschaft die Anklage wegen Verbrechen gemäß dem Waffenkontrollgesetz, dem Strafgesetzbuch und der Militärjustiz aufrecht. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf eine genauere Klärung der Anklageschrift, um dem Prozess mehr Kohärenz zu verleihen, und ist Teil der Verfahren im Hinblick auf die Überprüfung der Frist für die Untersuchung im August.

Monica ist im Gefängnis von San Miguel und Francisco im Gefängnis von Rancagua inhaftiert.

[Griechenland] Athen: Internationale Solidarität mit den drei inhaftierten anarchistischen Gefährt*innen

Donnerstag, Juni 3rd, 2021

Quelle: act for free, übersetzt von abc wien

Am 31. Mai beginnt der Prozess gegen die anarchistischen Gefangenen Konstantina Athanasopoulou, Giannis Michailidis, Dimitra Valavani. Die Gefährt*innen waren nach einem Einsatz der Anti-Terror-Einheit in der Gegend von Agia Paraskevi in einem gestohlenen Fahrzeug, in dem eine Waffe gefunden wurde, verhaftet worden. Giannis übernahm dafür die volle Verantwortung. Vom ersten Moment der Verhaftung an wurde eine Kampagne zur Diskreditierung und Kriminalisierung der drei durch die Medien gestartet.

In der Zwischenzeit wurden zahlreiche Anklagen zu ihrem Prozess hinzugefügt, um den Gefährt*innen eine „kriminelle Organisation“ anzuhängen, was eine härtere Strafe zur Folge hätte. In dem Prozess, der am 31. Mai beginnt, geht es im Wesentlichen darum, dass der Staat versuchen wird, die Kampfentscheidungen unserer Gefährt*innen zu verurteilen, um durch ihre exemplarische Bestrafung die Sinnlosigkeit des Kampfes zu zeigen. Riskante und kostspielige Entscheidungen, wie die Flucht aus dem Gefängnis, die Wahl der Mittel, die praktische Solidarität mit den Verfolgten waren, sind und bleiben ein integraler Bestandteil der Geschichte des anarchistischen Kampfes.

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[Italien] Vorrübergehende Verlegung der anarchistischen Gefährtin Natascia Savio

Donnerstag, Juni 3rd, 2021

Quelle: act for free, übersetzt von abc wien

Heute Morgen [28. Mai 2021] haben wir erfahren, dass Natascia vorübergehend in das Gefängnis von Vigevano verlegt wurde, um für die Anhörung im Scintilla-Prozess heute Morgen näher an Turin zu sein. Die nächste Anhörung wird am 16.06. stattfinden.

Weitere updates folgen.

 

Um ihr zu schreiben:

Natascia Savio
C.C. di Vigevano
via Gravellona 240
27029 Vigevano (Pv)
Italia – Italy

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[USA] Brief des anarchistischen Langzeitgefangenen Eric King vom 22. Mai 2021

Donnerstag, Juni 3rd, 2021

Quelle: support eric king, übersetzt von abc wien

Neulich bekam ich zum Mittagessen einen Apfel. Das an sich ist nicht weiter interessant, denn seit Warden Williams an Bord ist, bekommen wir jeden einzelnen Tag Äpfel zum Frühstück, Mittag- und Abendessen. Selbst wenn wir darum bitten, keine Äpfel mehr zu bekommen, legen die Wärter sie auf unsere Gitterstäbe oder schieben sie in unsere Zellen. Diese Äpfel sind nicht unbedingt beeindruckend, es sei denn, man ist von winzigen, matschigen oder viel zu großen und gequetschten Äpfeln beeindruckt… wenn ja, dann ist das ein Leckerbissen. Ein matschiger, gequetschter Leckerbissen! Toll!

Vor ein paar Tagen also, als die Wärter ihr Apfelkontingent in unsere Kehlen kippten, wurde ein winziges Ding auf meine Gitterstäbe gelegt. Dieser Kerl sah kränklich aus; ein stumpfes Rot, als wäre er zu oft durch die Waschmaschine gelaufen, ein Miniatur-Wachsduplikat eines echten Apfels. Normalerweise würde ein Apfel dieser Qualität die Etage hinunter in Richtung der Wachstation geschleudert werden, aber ich hielt ihn fest. Ich bemerkte etwas Seltsames… diese kleine Kreatur war kein typischer Williams-Apfel, dieser hatte ein Blatt, das noch an ihm hing!!!

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[Deutschland] Aus einem Brief von Rainer Löhnert vom 30.01.2021

Montag, April 12th, 2021

Quelle: gefangenen info

[Anm. d. R.: Rainer Loehnert ist seit 1986 in verschiedenen Knästen und Psychiatrien eingesperrt, wovon er sich lange in Isolation und auf „gesicherten Stationen“ befunden hat. Momentan wird er in der forensischen Psychiatrie in BedburgHau(NordrheinWestfalen) gefangen gehalten.]

 

Lieber … ,
ich sitze hier mittags. Mir geht es nicht gut. Der Arsch fault mir weg (Anm. d. Red.: wegen eines Furunkels). Ich habe Risperdalspritze und zig Becher voll von verschiedenen Pillen zu trinken. Deshalb hab ich heute zwei mal Medikamente verweigert. Ich hab den Arzt angemeldet, aber er kam nicht. Was weiter geschieht weiß ich nicht. Ich werde hier seit 28 Jahren mit Neuroleptika behandelt. Wir Gefangenen hier sind jeder gegen jeden. Die meisten schnorren. Heute morgen hab ich in der Bruchstellen von ABC Wien ein Report über die Geiselnahme in der JVA Münster gelesen. Auch den Mord, den Entführer durch SEK erschießen zu lassen. Er hatte als Tatwaffe eine angespitzte Zahnbürste verwendet, der Nazi … ist hier. Es ist Samstag.

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[Griechenland] Dimitris Koufontinas: Ein Sieg des Lebens, nicht des Todes

Montag, April 12th, 2021

Quelle: enough is enough

Der kaltblütig geplante staatliche Mord an Dimítris Koufontínas wurde im letzten Moment durch den Inhaftierten selbst verhindert. Nach Wochen, in denen täglich zehntausende Griech*innen für seine Forderung und gegen Polizeigewalt auf die Straße gingen, unterbrach Koufontínas am 14. März 2021 nach 66 Tagen seinen Hungerstreik.

„Im Bewusstsein der Bevölkerung hat sein Kampf um Gerechtigkeit gesiegt. Es ist ein Sieg des Lebens, nicht des Todes“, betonten unterstützende Anwälte.

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[Griechenland] Erklärung von Dimitris Koufontinas, der heute (14.03.2021) seinen Hungerstreik beendet hat

Montag, April 12th, 2021

Quelle: enough is enough

Erklärung von Dimitris Koufontinas: „Ich bin mit Herz und Seele bei euch, unter euch“

Solidarität ist die entscheidende Bedingung, die uns in den Kämpfen vereint.

Ich danke meinen Freund:innen und Genoss:innen, die sich mit mir solidarisiert haben. Ich danke allen fortschrittlichen Menschen für ihr Mitgefühl, das nicht bloß Sympathie für eine Person war, sondern in einem Moment des Kampfes, gegen eine unmenschliche Kraft.

Solidarität und Unterstützung, die gezeigt haben, dass es lebendige gesellschaftliche Kräfte gibt, die sich gegen Willkür, Gewalt und Autoritarismus wehren. Und das gibt neue Hoffnung.

Die herrschende Familie hat gezeigt, wie rücksichtslos sie die Gesetze und die Verfassung, die Rechtsprechung degradiert. Ich belasse es dabei.

Sie werden von den Menschen beurteilt, die auf die Straße gehen. Was da draußen passiert, ist viel wichtiger, als wie es angefangen hat.

Angesichts der Wucht dieser Kämpfe erkläre ich meinerseits, dass ich mit Herz und Seele bei euch bin, mitten unter euch.

14. März, 2021

(Chile) Über die notwendige Übereinstimmung zwischen der Straße und dem Gefängnis. Kommuniqué von Mónica und Francisco aus dem Knast.

Montag, März 1st, 2021

Quelle: Soligruppe für Gefangene

Gefunden auf contramadriz, ursprünglich aber von Publicación Refrectario, die Übersetzung ist von uns.

(Chile) Über die notwendige Übereinstimmung zwischen der Straße und dem Gefängnis. Kommuniqué von Mónica und Francisco aus dem Knast.

Die antiautoritäre Solidarität als eine Beziehung zu verstehen, die als Hauptakteure die Gefangenen und das aktive Umfeld auf der Straße einbezieht, bedeutet zu verstehen, dass es unabdingbar ist, innerhalb des Gefängnisses zu kämpfen, andernfalls wird die Praxis der Solidarität in Assistenz und Wohltätigkeit umgewandelt, wobei die Gefangenen zu bloßen passiven Empfänger*innen der Unterstützung werden, die von draußen kommen kann, ohne die Initiativen der Konfrontation einzubeziehen oder dazu beizutragen. Es ist notwendig, dass der Slogan „Nichts endet mit dem Gefängnis“ mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, die zwar knapp, aber äußerst effektiv sein können, in die Praxis umgesetzt wird. Das haben die verschiedenen Kämpfe in der langen und reichen Geschichte der politischen Gefangenschaft gezeigt, die von der Bereitschaft und Entschlossenheit der Gefangenen geprägt waren, bis zu den äußersten Konsequenzen zu gehen, um ihre Ziele zu erreichen. Innerhalb des Gefängnisses ist jede Minute im Hof, jedes Buch, das hereinkommt, jeder Gegenstand, der in die Zelle darf, oder jeder noch so kleine Raum der Autonomie und der individuellen Entfaltung durch Kampf errungen worden, nichts ist frei; es genügt, sich daran zu erinnern oder nachzuforschen, wie die Gendarmerie (A.d.Ü., chilenische Bullen) z.B. mehr Stunden des Aufschließens im Hochsicherheitsknast oder das Nichtvorhandensein von Gesprächsräumen (A.d.Ü., aber auch fürs telefonieren) in den Hochsicherheitsknästen vereinbart hat, um das zu erkennen.

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Update zum Hunger/Durststreik von Dimitris Koufontinas – Ich will nicht sterben!

Montag, März 1st, 2021

Quelle: de.indymedia

Dimitris Koufontinas befindet sich seit dem 8. Januar 2021 im Hungerstreik und seit dem 22. Februar im Durststreik. Er fordert in das Hochisicherheitsgefängnis Kordydallos verlegt zu werden. Dieser Wunsch wird ihm Verwehrt, gleichzeitig unterliegt er nach dem neuem Antiterrorgesetz unzähligen Restriktionen.
Der Hungerstreik ist die letzte und einzige Möglichkeit für Dimitris um seine Forderungen durchzusetzen. Im folgenden möchten wir die neuesten Statements von D. Koufontinas, den behandelden Ärzt*innen und seiner Anwältin veröffentlichen, um ein Update zur aktuellen Situation zu liefern.

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Wien: Blockade und Demonstration gegen Charter-Abschiebung (23.02.2021)

Samstag, Februar 27th, 2021

Quelle: presse-service.net

Am 23.2. blockierten antirassistische Aktivist:innen über Stunden mehrere Ausfahrten des Polizeianhaltezentrums (PAZ) Rossauer Lände in Wien, um eine Sammelabschiebung nach Afghanistan zu verhindern.

Gegen 11:30 begannen die Aktivist:innen die Straße mit einem Tripod, einer Holzkonstruktion und einem Transparent zu blockieren. Mehrere Aktivist:innen verbanden sich mit Lock-Ons, um so zu verhindern, von der Polizei weggetragen zu werden. Ein Teilnehmer der Kundgebung verbrannte eine Fahne der EU-Grenzschutzagentur „Frontex“. Rasch war die Polizei mit Unterstützung der Spezialeinheit WEGA und einem gepanzerten Fahrzeug vor Ort. Beamt:innen der WEGA und der Polizei begannen erste Aktivist:innen von der Straße wegzutragen. Mehrere Aktivist:innen ketteten sich mit Fahrradschlössern an Geländer vor der Polizeieinfahrt. WEGA-Beamte schnitten die Schlösser an den Hälsen der Aktivist:innen mit Bolzenschneider und Akku-Flex durch. In der Zwischenzeit fuhr die Wiener Berufsfeuerwehr mit mehreren Einsatzfahrzeugen vor. Sie unterstützte den Polizeieinsatz. Mit Hilfe von zwei Fahrzeugen der Feuerwehr wurden zwei Aktivist:innen, die in einer Traverse über der Straße hingen, herunter geholt. Weitere Aktivist:innen wurden von WEGA-Beamten und der Feuerwehr aus einer Holzkonstruktion und einem Tripod gelöst.

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Das Gefangenen Info 434 ist erschienen!

Dienstag, Februar 23rd, 2021

Quelle: political-prisoners.net

Liebe Leser und Leserinnen,
Wir hoffen dass Ihr Alle gut in das neue Jahr reingekommen seid.
Der Schwerpunkt unserer ersten Ausgabe im Jahr 2021 besteht aus einer Artikelreihe, welche sich mit der staatlichen Repression des Jahres 2020 beschäftigt. Hier findet Ihr unter Anderem einen Beitrag zum §129, zu der Kriminalisierung von revolutionären Suryoye Aktivisten in Deutschland,
sowie einen Aufruf zu einer Kundgebung welche wir zur Unterstützung des Genossen Musa Aşoğlu am 20. März in Hamburg organisieren.

Neben Neuigkeiten zu den Verfahren gegen neun AntifaschistInnen aus Baden-Württemberg, Artikeln zu den TKP/ML und dem (Corona bedingt verschobenem) Rondenbarg-Verfahren,
gibt es noch einen Beitrag von Martin Eickhoff zu seiner Situation in Stammheim. Martin schrieb in der Vergangenheit schon mehrere Artikel für das„Gefangenen Info“. Er setzte sich als Bezirksbeirat von Bad Cannstatt für die Umbenennung der „Martin Schleyer-Halle“ ein, was bundesweit Aufsehen erregte. Er wurde auch schon von uns in der Radio Sendung „Wie viel sind hinter Gittern“ interviewt. Für Interessierte, hier der Link: http://radioflora.
de/widerstand-und-r:epression-in-stuttgart/.

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[Wien/Österreich] Gerichtsverhandlung in der „Causa Rheinmetall“

Sonntag, Februar 14th, 2021

Quelle: emrawi

Gerichtsverhandlung am 22.2.2021/Courthearing on February 22nd 2021

+++ Gerichtsverhandlung in der „Causa Rheinmetall“ +++

Liebe Freund*innen, Genoss*innen, Gefährt*innen,

Am 22.2.2021 ab 9:15 Uhr findet am Wiener Landesgericht für Strafsachen die Gerichtsverhandlung in der „Causa Rheinmetall“ statt. Den 4 Angeklagten wird Sachbeschädigung und in einem Fall auch Widerstand sowie schwere Körperverletzung vorgeworfen.

Lassen wir unsere Genoss*innen und Freund*innen nicht alleine.
Stay tuned und zeigt eure Solidarität!

‼️Hintergründe und Informationen‼️
resistrepression.noblogs.org

‼️Spendenkonto‼️
Rote Hilfe Wien
IBAN: AT46 6000 0103 1036 9883
Betreff: Antimilitarismus

In Solidarität ✊🏽✊🏻✊🏿
#rheinmetallentwaffnen
#gemeintsindwiralle
#solidaritätgegenrepression

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Holt die Sparschweine raus! Spendenaufruf für Andreas

Sonntag, Februar 14th, 2021

Quelle: abc-berlin.net

Liebe Freund:innen,

viele von euch haben vielleicht schonmal von ihm gehört, gelesen, mit ihm Briefe geschrieben oder Aktionen für ihn gemacht.

Andreas ist für viele ein langjähriger Genosse, der bereits 17 Jahre in Deutschland und nun schon 3 Jahre in Italien im Knast sitzt. Seine Haft wird zudem extrem belastet durch seinen fortgeschrittenen Nierenkrebs. (mehr dazu: https://andreaskrebs.blackblogs.org/)

Seine Haft und Gesundheitsbedingungen sind katastrophal und unter jeder Menschenwürde.

Das ganze ist sehr komplex, aber ein großer Punkt im Moment ist der, dass er versucht seine Haft zu reduzieren und dafür den obersten italienischen Gerichtshof konsultieren muss. Das kosten Unmengen an Geld.

Wir als ABC Berlin möchten an dieser Stelle unser Mitgefühl und große Solidarität für die Situation von Andreas ausdrücken und zumindest versuchen ein wenig zu helfen.

Wir hoffen sehr, euch mit diesem Aufruf euch um die Reste eures Weihnachtsgeldes, den Überschuss des Monats oder ein paar zerknitterte Scheine aus der Sockenschublade erleichtern zu können. Bitte helft uns Geld für seine Prozesskosten und Medikamente zu sammeln. Bitte spendet so viel ihr könnt an die unten angegebene Kontoverbindung, denn es ist wirklich scheisse dringend.

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[Chile] Aktualisierung der Situation über die anarchistischen Gefährt*innen, Francisco Solar und Mónica Caballero

Freitag, Februar 5th, 2021

Quelle: Soligruppe für Gefangene

Gefunden auf Publicación Refrectario, die Übersetzung ist von uns

Aktualisierung der Situation über die anarchistischen Gefährt*innen, Francisco Solar und Mónica Caballero

Am 28.01.21 veröffentlicht

Die Gefährt*innen sind seit dem 24. Juli 2020 in Haft, nachdem sie wegen Sprengstoffanschlägen, die sich im Juli 2019 und Februar 2020 ereigneten, verhaftet und angeklagt wurden. Kürzlich wurden die ursprünglich angeordneten 6 Monate Ermittlungen abgeschlossen, und wie erwartet wird die Staatsanwaltschaft in einer für den 11. Februar angesetzten Anhörung die Verlängerung der Ermittlungen beantragen.

Beide bleiben daher weiterhin unter strengen Haftbedingungen, Francisco im Hochsicherheitrackt des Hochsicherheitsgefängnisses und Monica im „Trackt für die Öffentlichkeit“ (A.d.Ü., so die Wortwörtliche Übersetzung) des San Miguel Gefängnisses. Nach einer mühsamen Mobilisierung – sowohl innerhalb als auch außerhalb der Gefängnisse -, die die Wiedereinführung der Besuche für alle Gefangenen forderte, können Monica und Francisco seit Mitte Dezember Besuche haben, die noch weit von den würdigen Bedingungen entfernt sind, die wiederhergestellt werden sollten: Die Besuche sind von einer Dauer von zwei Stunden und alle drei Wochen, wo nur eine Person zu Besuch kommen darf.

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[USA] Brief vom anarchistischen Gefangenen Eric King & Update zu seiner Situation im Knast

Freitag, Januar 22nd, 2021

Eric erhält eine weitere 6-monatige Einschränkung der Briefkommunikation

Quelle: supportericking (Übersetzung ABC Wien)

Am 5. Januar 2021 wurde Eric erneut eine 6-monatige Beschränkung der Briefkommunikation auferlegt, als Reaktion auf eine Silvester-Demo, die außerhalb des FCI Englewood von verschiedenen Gruppen in Denver abgehalten wurde; eine Demo, die jedes Jahr an Gefängnissen weltweit stattfindet. Nachdem Eric zunächst beschuldigt wurde, die Demo organisiert zu haben, gab das BOP schließlich doch zu, zu wissen, dass Eric nichts mit der Demo zu tun hatte. Trotz dieser Tatsache wies das BOP North Central Regionalbüro das Gefängnis Englewood an, Erics Briefkommunikation einzuschränken.  

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[Griechenland] Die anarchistischen Gefangenen Nikos Maziotis und Giannis Dimitrakis starten einen Hungerstreik in Solidarität mit Dimitris Koufontinas

Donnerstag, Januar 21st, 2021

Quelle: enough-is-enough

Griechenland. Erklärung von Nikos Maziotis und Giannis Dimitrakis zum Start des Hungerstreiks in Solidarität mit Dimitris Koufontinas (Griechenland, 16. Januar 2021).

Ursprünglich veröffentlicht von Malacoda. Übersetzt von Riot Turtle für Enough 14.

Ab heute, Samstag, den 16. Januar 2021 werden wir in Solidarität mit dem Genossen Dimitris Koufontinas einen Hungerstreik beginnen, bis seine Bitte um Verlegung ins Korydallos-Gefängnis erfüllt ist.

Wir verurteilen seine gewaltsame Verlegung ins Krankenhaus auf Anordnung des Staatsanwalts, obwohl er erklärt hat, dass er keine medizinische Behandlung wünscht.

Aus dem Gefängnis von Domokos,

Nikos Maziotis, Mitglied des Revolutionären Kampfes Giannis Dimitrakis

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[Österreich] Grenzen töten! – Demo in Innsburck

Donnerstag, Januar 21st, 2021

Quelle: emrawi.org

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Demo: 30. Jänner 2021 ab 14 Uhr bei der Annasäule!

Im Mittelmeer, in den Wäldern von Bosnien oder in Moria auf Lesbos – das militärische Grenzregime Europas organisiert unfassbares Leid. Menschen, die in Europa Zuflucht suchen, werden vor den Grenzen aufgehalten. Viele haben nicht einmal die Möglichkeit einen Asylantrag zu stellen! Sie werden in illegalen Aktionen von der Grenze weggebracht und ausgesetzt, müssen ohne Dach über dem Kopf in der Kälte verbleiben.

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