Posts Tagged ‘Italien’

[Frankreich] Nach der Operation Scintilla – Cops greifen in Paris an

Sunday, November 17th, 2019

Quelle: attaque, übersetzung von abc wien

Am Donnerstag, den 7. November, kamen sechs Polizist*innen der BEDJ* (Brigade d’Exécution des Décisions de Justice) um 5 Uhr morgens mit einem europäischen Haftbefehl zum Haus eines Verwandten von C., die im Rahmen der Operation Scintilla in Turin, Italien, gesucht wird. Ein paar Stunden später, gegen 10 Uhr, kam ein zweites Team von vier Polizist*innen zu einem anderen Elternhaus in den inneren Vororten. In Zivil gekleidet teilen sich die Polizist*innen in zwei Teams auf, von denen das eine die Räume des Hauses durchsucht, während das andere die Eltern verhörte und bedrohte: Einschüchterungen wie “wir brechen in zwei Minuten die Tür auf”, Anklage wegen “Hilfe für einen Terroristen”, die Fragen konzentrieren sich vor allem auf die Verbindungen und mögliche Hilfe (Finanzielles, Unterkunft, Kontakte…) für die gesuchte Person.

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[Italien] Turin: Amma, Uzzo und Patrick, die am 20. September 2019 verhaftet wurden, sind in den Hausarrest verlegt

Sunday, November 17th, 2019

Quelle: insuscettibile di ravvedimento, übersetzt von abc wien

Amma, Uzzo und Patrick wurden am 12. November 2019 ohne weitere besondere Auflagen aus dem Gefängnis “Le Vallette” (Turin) in den Hausarrest verlegt. Sie waren am 20. September 2019 im Rahmen einer repressiven Aktion festgenommen worden […], die sich auf Ermittlungen der Staatsanwaltschaft von Turin aufgrund von Vorwürfen im Zusammenhang mit der Demonstration vom 9. Februar 2019 in Turin gegen die Räumung des Sqats Asilo Occupato und die repressive Operation Scintilla (7. Februar, für die derzeit noch Silvia im Hausarrest ist) stützt. Es wurden auch einige Hausdurchsuchungen durchgeführt. Am 20. September hatten Polizeibeamt*innen um einen Haftbefehl zu vollstrecken das Squat Casa Brancaleone (in Mailand) umstellt, mit der Räumung gedroht – aber da der*die Gefährt*in sich stellte, kam es nicht dazu.

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[Italien] Offener Brief aus dem Knast in Neapel von Andreas Krebs zu den Anti-Knast-Tagen 2019

Friday, November 8th, 2019

Wien/Berlin/Neapel: Wir dokumentieren hier den offenen Brief von Andreas Krebs, der anlässlich der Anti-Knast-Tage in Berlin Ende Oktober verlesen hätte werden sollen, was leider aus unterschiedlichen Gründen nicht geklappt hat.

Andreas geht es nach wie vor sehr schlecht, und die Nachricht, dass sein Brief nicht vorgelesen wurde, hat ihn schwer getroffen. Wir wollen mit dieser Veröffentlichung zum Einen diesen Fehler wieder gut machen und zum Anderen ein Update zu seiner Situation in seinen eigenen Worte bringen. Wir haben nur wenig ergänzt, gestrichen oder ganz selten unverständliche Textpassagen ausgebessert. Nun sollte alles gut verständlich sein.

Bitte teilt diesen Brief, verbreitet ihn weiter, schreibt Andreas. Er freut sich über jede noch so kleine Postkarte. Außerdem sammeln wir sehr intensiv Geld für ein weiteres Gutachten für die zweite Instanz. Wir brauchen ungefähr 5.000€, um den Gutachter aus dem Fachbereit Pathologie bezahlen zu können. Bitte spendet für Andreas. Er muss dringend raus aus dem Knast.

ABC Wien, Anfang November 2019

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Bruchstellen #52 online

Saturday, November 2nd, 2019
Nr. 52 November 2019
  Inhalt:
*[Chile] Tamara Sol ist wieder frei!
*[Italien] Prozessbeginn Operation Renata
*[Deutschland] Aktuelle Entwicklungen im Zuge der Repression gegen die „drei von der Parkbank“
*[USA] Update zur anarchistischen Trans*-Gefangenen Jennifer Rose
*[Italien] Genua – Hausdurchsuchungen bei anarchistischen Gefährt*innen
*[Italien] Operation “Scripta Manent” – Anna wurde verlegt
*[Deutschland] Thomas Meyer-Falk: “Die Vollzugsbeamten und ihr schmutziges Geschirr”
*[Österreich] Die phantastische Welt der Rechtssprechung – Gefangenengewerkschaft untersagt!
*[Österreich] Hernals6 – Ein Jahr nach dem Brand
*[Frankreich] Offener Brief von einem der „3 von der Autobahn“
*[Deutschland] 6 Jahre im Untergrund – Smily ist wieder da!
*[Deutschland] Primbo ist raus, aber frei ist niemand von uns
*[Überall/Nirgendo] Fantasma: Klandestine Anarchistische Zeitung #3 online
*[USA] Jeremy Hammond: Update und Erklärung warum er sich der EDVA-Grand Jury widersetzt
*[Österreich] Wien: Nachtrag zur Silvesterparty 2018/19
*[Italien] Neuigkeiten des anarchistischen Gefangenen Davide Delogu

[Italien] Ammas Brief aus dem Gefängnis von Vallette (9. Oktober 2019)

Saturday, November 2nd, 2019

Quelle: insuscettibile di ravvedimento, übersetzt von abc wien

Wir teilen diesen von Amma verfassten Text, der am 20. September 2019 zusammen mit Patrick und Uzzo verhaftet wurde. Ihnen wird Gewalt und Widerstand gegen Beamt*innen sowie Sachbeschädigung während der Teilnahme an einer Demonstration am 9. Februar in Turin in Solidarität mit dem Squat Asilo Occupato nach der Räumung sowie mit den im Rahmen der Operation Scintilla verhafteten Personen vorgeworfen. Die Demonstration richtete sich ebenfalls gegen die Gentrifizierung und Militarisierung des Bezirks Aurora.

Amma möchte seine detaillierten Informationen über das, was er im Gefängnis La Valette durchmacht, die Haftbedingungen und die Gewalt der Wärter*innen während der Wochen seiner Inhaftierung so weit wie möglich unter seinen Gefährt*innen verbreiten.

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[Italien] Prozessbeginn Operation Renata

Thursday, October 24th, 2019

Quelle: attaque, übersetzt von abc wien

Am Freitag, 18. Oktober 2019, fand in Trient der erste Prozesstag der Operation Renata statt. Die angeklagten Gefährt*innen waren alle persönlich anwesend, auch Stecco (er war nicht zur Videokonferenz gezwungen). Die Anhörung fand wider Erwarten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nachdem die drei von der Verteidigung benannten Zeug*innen ihre Aussagen gemacht hatten, präsentierte die Staatsanwaltschaft, anstatt ihrer Schlussargumente für die Beantragung der Verurteilungen, neue Beweise (zu denen sie theoretisch in einem Prozess mit einem “verkürzten Verfahren” nicht das Recht gehabt hätten), so dass der*die Richter*in alles Weitere (Schlussargumente, Verteidigungsargumente und höchstwahrscheinlich das Urteil) auf den 26. November vertagte.

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[Italien] Operation “Scripta Manent” – Anna wurde in das Gefängnis von Lecce verlegt (21. Oktober 2019)

Thursday, October 24th, 2019

Quelle: insuscettibile di ravvedimento, übersetzt von abc wien

Wir erhielten die Nachricht, dass Anna am 21. Oktober 2019 vom Gefängnis in L’Aquila nach “Borgo San Nicola” in Lecce verlegt wurde. […]

Wir erinnern uns, dass Anna am 6. September 2016 in der Operation “Scripta Manent” verhaftet und am 24. April 2019 in erster Instanz zu 17 Jahren Gefängnis verurteilt wurde.

Anna Beniamino
Casa Circondariale di Lecce “Borgo San Nicola” (sezione femminile)
via Perrone 4
73100 Lecce
Italia [Italy]

[Italien] Neuigkeiten des anarchistischen Gefangenen Davide Delogu

Tuesday, October 22nd, 2019

Quelle: insuscettibile di ravvedimento, übersetzt von abc wien

Nach Davides monatelangen Kämpfen (gefolgt von drei Disziplinarmaßnahmen und monatelanger Isolation) wurde uns nun ein Gespräch mit ihm genehmigt. Während dieses Gesprächs bestätigte er uns, dass seine Verlegung in das Gefängnis von Rossano Calabro das Resultat dieser Disziplinarmaßnahmen sei (insgesamt bekam er 15 Disziplinarstrafen für seine Kämpfe im Gefängnis und besonders während seiner Zeit in sizilianischer Isolation).

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[Italien] Genua – Hausdurchsuchungen bei anarchistischen Gefährt*innen

Tuesday, October 15th, 2019

Quelle: act for freedom, übersetzt von abc wien

Am 4. Oktober 2019 tauchte im Morgengrauen die ROS (Spezialeinheit der Carabinieri) bei zwei Gefährt*innen in Genua mit einem Durchsuchungsbeschluss auf. Am 10. Oktober kamen sie zu eine*r der beiden zurück, um weiteres Material, was sie vergessen hatten, zu beschlagnahmen – einen Computer, zwei Modems, einen USB-Stick, einen Entwurf dieses Textes als Papierversion.

Im Durchsuchungsbeschluss steht: „wird wegen Straftaten nach den Artikeln 110, 423, 270bis, die am 30. Juli 2019 in Genua begangen wurden, durchsucht“. [Diese Artikel des italienischen Strafgesetzbuches beziehen sich auf „Beteiligung am gleichen Verbrechen“ und „subversive Assoziation mit dem Ziel des Terrorismus oder dem Sturz der demokratischen Ordnung“]

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[Italien] Prozessbeginn in der Operation Renata

Tuesday, October 8th, 2019

Quelle: insuscettibile di ravvedimento, übersetzt von abc wien

Solidarität mit den Anarchist*innen, die in der Operation Renata verhaftet wurden, die beschuldigt werden, die Sitze des staatlichen Rassismus, die technologischen Kontrollapparate, die Ausbeutungsagenturen, die bewaffneten Banken, die Diener*innen in der Uniform der Macht angegriffen zu haben.

Sind sie “unschuldig” haben sie all unsere Sympathie – und sind sie “schuldig” dann umso mehr!

Freitag 18. Oktober 2019 9.00 Uhr

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[Italien] Operation Scintilla – Silvia wurde in den Hausarrest verlegt

Saturday, September 28th, 2019

Quelle: insuscettibile di ravvedimento, übersetzt von abc wien

Am Mittwoch, 25. September 2019, wurde Silvias Antrag stattgegeben, vom „Le Vallette“ Gefängnis in Turin in den Hausarrest, mit all seinen Einschränkungen, überführt zu werden. Die Gefährtin ist die letzte Anarchistin, die für die Operation Scintilla am 7. Februar 2019 inhaftiert war. Die repressive Operation umfasste die Verhaftung von fünf weiteren Personen, die Räumung des Asilo Occupato in Turin (ein seit 1995 bestehendes anarchistisches Squat) und einige Hausdurchsuchungen.

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[Italien] Cagliari, Sardinien: Abschluss der Untersuchung zu Artikel 270bis

Wednesday, September 25th, 2019

Quelle: act for free

Gestern Nachmittag (18. September 2019) kam die erste Meldung über die Einstellung der Ermittlungen gegen 45 Personen, die wegen Straftaten gegen Militärbasen zwischen 2014 und 2017 verurteilt wurden.

Für einige von ihnen sind die Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft Cagliari eine “subversive Vereinigung mit dem Ziel des Terrorismus”, aber für den größten Teil der Verdächtigen sind es hauptsächlich Straftaten im Zusammenhang mit Straßenkundgebungen.

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[Italien] Repressive Operation anlässlich der Demonstration am 9. Februar in Turin – Update: Adressen

Wednesday, September 25th, 2019

Quelle: insuscettibile di ravvedimento, übersetzt von abc wien

Während wir auf weitere Neuigkeiten warten, erfahren wir aus staatlichen Medien, dass heute Morgen (20. September 2019) eine Polizeiaktion unter der Leitung der Digos (“politische Polizei” der Staatspolizei) von Turin zu 14 Präventionsmaßnahmen in ganz Italien führte. Die angeblichen Verbrechen (nach dem, was von den Medien des Regimes berichtet wurde: “Schwere Körperverletzung”, “Widerstand gegen Polizeibeamt*innen”, “Sachbeschädigung” und “Verschmutzung”) stehen im Zusammenhang mit der Demonstration vom 9. Februar 2019 in Turin anlässlich der Räumung des Asilo Squats am 7. Februar im Rahmen der repressiven Operation “Scintilla” (für die derzeit noch eine Gefährtin, Silvia, im Gefängnis sitzt).

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Bruchstellen #50 online

Wednesday, September 25th, 2019
Nr. 50 September 2019
  Inhalt:
*[Wien] Bull*innenkarre umlackiert- Für die drei von der Parkbank
*[Wien] Unsere schädlichen Neigungen verstärken sich –
Funkmast angezündet
*[Italien] Operation Prometeo: Natascia wurde nach Piacenza verlegt – neue Adresse
*[Griechenland] Der griechische Staat greift an – zeigen wir Solidarität!
*[Frankreich] 1. Mai Paris: Brief aus einem Pariser Knast 
*[Deutschland] Thomas Meyer-Falk: “Shorty bekommt Sicherungsmaßnahmen“
*[Deutschland] Knäste sind zum brennen da –  Baustelle der JVA Zwickau-Marienthal sabotiert
*[USA] Eric Kings Gedanken zu Willem Van Spronsen & Updates
*[Frankreich] Vincenzo nach sieben Jahren auf der Flucht verhaftet
*[Frankreich] Über den Undercover-Cop, die beim G7-Gegengipfel entlarvt wurde
*[Berlin] Urteil im Prozess um Isa
*[Nürnberg] Jan aus der Soligruppe Nürnberg soll in den Knast
*[Deutschland] G20: Infos und Hintergründe zu den 3 von der Parkbank
*[Frankreich] G7 – Drei Leute aus Nürnberg verurteilt

[Frankreich/Italien] 14. und 25. September Mobilisierung für Vincenzo. Weder Gefängnis noch Auslieferung

Monday, September 16th, 2019

Quelle: erreichte uns per e-mail

Vincenzo wurde am 8. August 2019 in Rochefort en Terre verhaftet, wo er jahrelang untergetaucht war und gelebt hatte, um einer unverhältnismäßigen Haftstrafe von mehr als zwölf Jahren zu entgehen, weil er 2001 am Gegengipfel der G8 in Genua teilgenommen hatte. Derzeit ist er im Gefängnis von Vezin le Coquet, in der Nähe von Rennes, inhaftiert.

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[Italien] Operation “Prometeo” – Ein Update über Giuseppe (13. September 2019)

Monday, September 16th, 2019

Quelle: insuscettibile di ravvedimento

In den letzten Wochen wurde Beppe, wie bereits geschrieben, vom AS2 [“Strenge Überwachung 2”] Abschnitt des Rossano Calabro Gefängnisses in das Pavia Gefängnis verlegt. Das Gespräch mit dem*r Anwält*in zeigte, dass er sich im geschützten Bereich befindet, in dem sich Mitarbeiter*innen der Justiz, ehemalige Strafverfolgungsbeamt*innen, Sexualstraftäter sowie trans und homosexuelle Gefangene (die ausdrücklich darum gebeten haben, geschützt zu werden) befinden. Beppe hatte beantragt, aus Gründen der Inkompatibilität von der Rossano AS2, wo die überwiegende Mehrheit der Gefangenen islamisch ist, versetzt zu werden, und auch eine Annäherung an seinen Wohnort gefordert, weshalb die AS2-Abteilungen im nördlichen Zentrum Italiens angegeben wurden, in denen es derzeit anarchistische Gefährten gibt. Die provokante Antwort auf seine Bitte war die Verlegung in den geschützten Teil des Gefängnisses von Pavia.

Lassen wir ihn nicht alleine!

 

Um Briefe und Postkarten an Giuseppe zu senden:

Giuseppe Bruna
C. C. di Pavia
via Vigentina 85
27100 Pavia
Italien

[Italien] Operation Prometeo – Brief von Robert aus dem Gefängnis von Sassari

Friday, September 6th, 2019

Quelle: mpalothia, übersetzt von abc wien

Hallo zusammen!

Ich bin Robert und seit dem 6. Juli im Gefängnis von Sassari eingesperrt. Mir wird vorgeworfen, zusammen mit einer Gefährtin und einem Gefährten “explosive Briefumschläge” an zwei Staatsanwälte, Sparagna und Rinaudo, und an den Direktor der DAP* geschickt zu haben. Im Morgengrauen des 21. Mai [2019] wurden wir durchsucht und ins Gefängnis gebracht. Beppe und ich waren im Opera-Gefängnis eingesperrt, wo wir einen Monat in der Abteilung “Beobachtung” verbrachten. Dies ist der Bereich, in dem die Gefangenen untergebracht werden, die 15 Tage in Isolation verbringen müssen oder denen ein hohes Risiko für Selbstverletzung zugeschrieben wird.

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[Italien] Operation Prometeo: Update aus einem Brief von Natascia aus dem Piacenza Gefängnis – August 2019

Saturday, August 10th, 2019

Quelle: round robin, übersetzt von abc wien

Die Haftbedingungen scheinen etwas weniger unmenschlich zu sein als zuvor. Geldbeträge, die an Natascia geschickt und vom Knast aus Zensur-Gründen (!?) blockiert waren, sind nach 27 Tagen endlich freigegeben worden. Sie hat mehr Möglichkeiten, mit anderen Gefangenen in Kontakt zu treten und fügt hinzu, dass es das Gerücht gibt, die AS2-Abteilung in der sie mit Anna festgehalten wurde, soll für immer geschlossen werden, was bedeuten würde, dass zumindest ein kleines Ergebnis erzielt wurde. Sie beschwert sich über das Verschwinden eines Großteils der ihr zugesandten Post, und sie bezieht sich dieses Mal nicht auf die Zensur, sondern auf die Post die während ihrem Weg ans Ziel verschwindet.

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[Italien] Operation Prometeo: Natascia wurde nach Piacenza verlegt – neue Adresse

Thursday, August 8th, 2019

Quelle: act for freedom, übersetzt von abc wien

Die Anarchistin Natascia Savio wurde am 30. Juli 2019 vom Gefängnis von L’Aquila nach Piacenza verlegt. Natascia wurde am 21. Mai 2019 im Rahmen der repressiven Operation “Prometeo” zusammen mit zwei weiteren Gefährten, Giuseppe und Robert, verhaftet. Die beiden letztgenannten wurden kürzlich in die Gefängnisse von Bancali (Sassari, auf Sardinien) und Rossano Calabro (Provinz Cosenza) verlegt.

Die Hauptanklage gegen die Gefährt*innen lautet “Angriff mit dem Ziel des Terrorismus oder der Subversion”, da sie für die Versendung von drei Paketbomben verantwortlich gemacht werden, die im Juni 2017 an die Staatsanwälte Rinaudo (Staatsanwalt in mehreren Prozessen gegen Anarchist*innen) und Sparagna (Staatsanwalt im Prozess um die Operation “Scripta Manent”) und Santi Consolo, damals Direktor der DAP (“Department of Penitentiary Administration”) in Rom, geschickt wurden. Ihnen wird keine “assoziative” Straftat vorgeworfen (z.B. Artikel 270 oder 270bis, Strafgesetzbuch).

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[Italien] Update von einem Besuch bei Nastascia im L’Aquila Gefängnis

Thursday, August 1st, 2019

Quelle: act for freedom, übersetzt von abc wien

Bei einem vor kurzem stattgefundenen Besuch bei Natascia in der AS2-Einheit des L’Aquila Gefängnisses (obwohl sie eigentlich unter dem 41bis-Regime steht) erfahren wir, dass Anna und sie (während Silvia noch immer im Gefängnis von Turin festgehalten wird) nach ihrem Hungerstreik begannen, jeden Tag drei bis fünf Anträge, für all die Dinge, die ihnen verwehrt werden, zu stellen. Seit dem Hungerstreik sind die GOM-Wärterinnen noch feindseliger (GOM ist die mobile Einsatzgruppe der Gefängnispolizei), auch diejenigen, die anfangs noch neutral waren. Anfragen werden ignoriert, Wärterinnen leugnen sie erhalten zu haben, und so weiter. Die Gefängnisbibliothek gibt ihnen keine Bücher, nicht einmal die wenigen, die nach ihren eigenen Regeln gewährt werden müssten. Auch die Nutzung des Sportplatzes wird ihnen untersagt – der Grund dafür ist, nach einer Reihe von fantasievoller Ausreden, wie der Platz sei außer Betrieb oder von anderen Gefangenen genutzt, ganz einfach der, dass sie den Platz nicht nutzen dürfen. Punkt.

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Solidarité avec Andreas Krebs – Un résumé (Juillet 2019)

Tuesday, July 30th, 2019

There is also an German, Italian and English version of this text!

Notre ami et compagnon Andreas est actuellement incarcéré à Naples (Italie). Depuis son emprisonnement en Allemagne, Andreas est connu comme étant un prisonnier rebelle. En avril 2019, en Italie, il a été condamné à 24 ans de prison. En plus de cela, on lui a diagnostiqué il y a peu un cancer du rein. Son état de santé ne cesse de se détériorer et nous craignons pour sa vie. En fait, il devrait être opéré depuis des mois, mais les autorités italiennes refusent de le transporter à l’hôpital.

Andreas a passé des années entre les griffes de la « justice » allemande et a été détenu plus de 16 ans en prison. C’est un prisonnier rebelle : il a participé à construire un syndicat de prisonniers (en allemand : GGBO) derrière les barreaux, a mené diverses grèves de la faim contre les conditions d’incarcération et a participé à une grève de la faim en solidarité aux prisonniers en Grèce. Jusqu’à aujourd’hui, il publie régulièrement des textes contre la société carcérale, dans lesquels il décrit le quotidien de l’emprisonnement.

En automne 2014, après sa libération, il rencontrait Jutta, qui est maintenant son épouse. Ils ont décidé ensemble qu’ils voulaient passer tranquillement le coucher de soleil de leurs vies en Italie du Sud. Fin décembre 2016, une altercation a eu lieu avec son ancien patron. Ce dernier s’est jeté sur Andreas et l’a étranglé. Dans l’urgence, Andreas a voulu se défendre et lui a asséné un coup de couteau suisse. Malheureusement, la victime est décédée à l’hôpital trois jours après, dans des circonstances obscures : en effet, peu après les faits, il avait été dit que ses jours n’étaient pas en danger.

S’ensuivit une persécution sans précédent contre Andreas et Jutta. Jutta reçoit des menaces de mort sur Facebook, pendant que lui est maltraité et torturé dans la prison Santa Maria Capua Vetere par les membres de la famille du défunt, qui travaillaient et travaillent encore aujourd’hui dans cette prison. Comme la vidéo de la caméra de surveillance confirme les déclarations d’Andreas, c’est-à-dire qu’il s’agissait de défense, il est sorti après quelques jours de détention provisoire et a été assigné à résidence. Là, il était livré aux incessantes « visites » de la police et à la haine d’une grande partie de la population. La famille de la victime a assiégé leur appartement, de telle sorte qu’Andreas et Jutta n’ont pas pu sortir de la maison pendant des semaines. Finalement, ils se sont vus contraints de fuir et sont repartis en Allemagne. Là, Andreas a été arrêté après à peine 6 mois, à cause d’un mandat d’arrêt européen, avec la coopération de l’unité anti-terroriste de la police allemande. C’est ainsi qu’Andreas se retrouve en septembre 2017 à nouveau dans une taule allemande.

En décembre 2017, il a été transporté de manière totalement inattendue à la prison de Burg, en compagnie de flics cagoulés d’un autre département policier anti-terroriste. Andreas a encore et encore rapporté les conditions intolérables dans les taules de Volkstädt et Burg. En avril 2018, Andreas a finalement été, en grande précipitation, livré à la prison Berlin Moabit en attente d’extradition, pour être finalement extradé en Italie en tant que citoyen allemand.

Depuis, Andreas se trouve à Secondigliano, une des plus grandes prisons de haute sécurité de Naples. Le procès contre lui s’y déroule depuis le 30 mai 2018. En novembre 2018 ont eu lieu quelques audiences pour lesquelles Jutta, l’épouse d’Andreas, était présente sur les lieux. Les proches de la victime ont essayé, dans la salle d’audience, de se jeter sur Jutta, et ils l’ont à nouveau massivement menacée.

Le 1er avril 2019, le procès en première instance s’est terminé sur une condamnation à 24 ans de prison pour meurtre avec préméditation. Andreas portait déjà clairement, avant son extradition, les marques physiques et psychiques des conditions de détention des taules de Volkstedt, Burg et dernièrement Berlin-Moabit. L’état de santé critique d’Andreas a été systématiquement ignoré et dénié. Les médicaments, les examens cliniques et opérations lui ont été refusés à plusieurs reprises. En plus de cela, ses conditions de détentions étaient renforcées, puisque la police allemand lui fabule une proximité avec des (anciens) membres de la RAF.

En Italie, l’état de santé d’Andreas ne s’est en aucun cas amélioré. Au contraire : on lui a récemment diagnostiqué un cancer du rein. Ces dernières semaines, il a fait face à une insuffisance rénale aiguë. Il souffre d’une très violente rétention d’eau dans tout le corps, en particulier dans les jambes, et, par moment, il ne peut plus marcher à cause de cela. Un transport à l’hôpital et une opération nécessaire depuis des mois et assurée par la magistrature lui sont toujours refusés. Andreas reste désobéissant, il s’engage pour les autres détenus et rapporte régulièrement le quotidien violent à Secondigliano, l’arbitrarité des surveillants, le délabrement et l’approvisionnement insuffisant que tous les détenus subissent, et le racisme envers les codétenus africains.

Andreas se réjouit de tout type de soutien ! Il doit se fournir lui-même en médicaments et en aliments qui soient au moins à peu près consommables.

Si vous voulez lui envoyer de l’argent :
Bénéficiaire : Krebs
IBAN: DE 90 1005 0000 1067 1474 26
BIC: BELADE BEXXX
Objet: Spende/Andreas Krebs

Écrivez à Andreas en prison, il se réjouit de chaque petite carte postale. Vous pouvez aussi lui envoyer des livres, des journaux, des revues ou bien de papier coloré, il reçoit tout. Il est très intéressé par les motos et les questions philosophiques.

Andreas Krebs
Sez. 1 Stz.1 Sez. Mediterraneo (CASA CIRCONDARIALE SECONDIGLIANO)
Via Roma Verso Scampia, 250,
Cap 80144 Napoli (NA),
Italie

Si vous voulez avoir davantage d’informations sur Andreas, suivez https://andreaskrebs.blackblogs.org/ (en allemand).

Montrons à Andreas qu’on ne l’oublie pas.

Des actions de solidarité de toute sorte sont les bienvenues !

Liberté pour tous les prisonniers !

A bas toutes les taules !

Liberté et chance pour Andreas Krebs !

[Italien] Updates zum Gesundheitszustand des inhaftierten Gefährten Alfredo Cospito

Tuesday, July 30th, 2019

Quelle: round robin, übersetzt von abc wien

Der Gefährte Alfredo Cospito wurde vor 15 Tagen, nach Beendigung seines Hungerstreiks, krank. Er bestand auf einen CT-Scan. Sobald dieser abgeschlossen war, wurde er direkt ins Krankenhaus verlegt, wo er sofort operiert wurde. Die Operation dauerte fünf Stunden, da die gerissene Gallenblase entfernt werden musste. Seit Monaten sagen die Ärzt*innen, Alfredo müsse operiert werden, jedoch schob die Gefängnisleitung dies immer weiter auf und befand eine medikamentöse Behandlung mit Tabletten für ausreichend– allerdings halfen die Tabletten nicht. Seine gesundheitliche Situation verschlimmerte sich durch den Hungerstreik.

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Bruchstellen #49 online

Wednesday, July 24th, 2019
Nr. 49 August 2019
  Inhalt:
*[Österreich] Wien: Infos zum Prozess wegen einer Silvesterparty
*[Schweiz] Haftantritt eines Gefährten
*[USA] Cleveland 4: Connor Stevens aus dem Knast entlassen
*[Deutschland] G20: Solidarität mit den Drei von der Parkbank
*[Deutschland] G20: Solidarische Grüße vom Kalabal!k an die drei von der Parkbank
*[Griechenland] Der anarchistische Gefährte Nikos Romanos wurde nach sechs Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen
*[Deutschland] Thomas Meyer-Falk: “Der alltägliche Vollzugswahnsinn in der Freiburger Sicherungsverwahrung“
*[USA] Wir sind das Feuer, das ICE schmelzen wird – Rest in Power, Will  Van Spronsen
*[Mexico] Der anarchistische Gefangenen Luis Fernando Sotelo wurde aus dem Gefängnis entlassen
*[Kanada] Die Saga geht weiter: Updates zum queeren Widerstand und der Repression in Hamilton
*[Italien] Interview mit Andreas Krebs über das Leben hinter neapolitanischen Gittern
*[Überall] Aufruf zur Solidarität mit dem rebellischen Gefangenen Andreas Krebs – Schreibt ihm!
*[Argentinien] August – ein Monat zum Gedenken an Santiago Maldonado

[Italien] Nachricht von Alfredo Cospito aus dem Gefängnis in Ferrara

Tuesday, July 23rd, 2019

Quelle: round robin, übersetzt von abc wien

Alfredo aus dem Ferrara-Gefängnis bittet darum, diese kurze Erklärung zu verbreiten. Er entschuldigt sich dafür, dass er dies nicht schon längst getan hat, aber im Krankenhaus war er völlig isoliert. Er schickt allen eine Umarmung.

Ferrara-Gefängnis, 14.07.2013

“Ich überbringe euch die tragikomische Nachricht, dass uns meine verfluchte Gallenblase nach 5 Stunden Operation am 8. Juli aufgrund eines Hungerstreiks verlassen hat. Entschuldigt, aber ich bin immer noch nicht in der Lage, auf eure vielen Briefe anständig zu antworten. Aber rechnet mit meinen Antworten. Das einzig Positive, was ich verloren habe, waren 21 kg. Schreibt mir weiter. Sicher, dass der Kampf in Solidarität mit den Gefährt*innen immer effektiver weitergeht. Alfredo”

[Italien] Verurteilungen Operation Panico

Tuesday, July 23rd, 2019

Quelle: round robin, übersetzt von abc wien

Während wir auf weitere Informationen warten, veröffentlichen wir einige der Urteile für die 28 Gefährt*innen, die in der Operation Panico angeklagt sind. Kein Freispruch.

Ghespe 9 Jahre

Jupiter 9 Jahre, 10 Monate und 15 Tage

Paska 9 Jahre und 10 Monate

Für alle anderen reichen die Haftstrafen von einem Monat bis zu sechs Jahren.

Feuer den Gefängnissen und Gerichten

Freiheit für alle

 

[Italien] Interview mit Andreas Krebs über das Leben hinter neapolitanischen Gittern

Saturday, July 20th, 2019

(Brief vom 12./13. Juli 2019)

Meine Lieben!

Nun versuche ich etwas meinen Hintern zu bewegen und schicke euch die Antworten auf eure Interview-Fragen. Es wird sicher einige Tage dauern, da es mir von der Psyche mit jedem Tag schlechter geht!

Ich gehe also Punkt für Punkt durch.

Beschreibe bitte kurz das Gefängnis, in dem du dich befindest. (Anmerkung: Es ist das Carcere Di Secondigliano in Neapel/Italien. Dieses ist das zweitgrößte in Neapel und liegt im Stadtteil Scampia, einem der ärmsten Gegenden der Region.)

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[Italien] Staatsanwaltschaft stellt Strafantrag beim Prozess Operation “Panico”

Friday, July 19th, 2019

Quelle: insuscettibilediravvedimento, übersetzt von abc wien

Am 16. Juli 2019 hat die Staatsanwaltschaft im Prozess der Operation “Panico” gegen die florentinischen Anarchist*innen in ihrem Schlussplädoyer Verurteilungen für die 39 Angeklagten gefordert. Der Prozess ist das Ergebnis des Zusammenschlusses mehrerer Strafverfahren, darunter das Verfahren im Zusammenhang mit der repressiven Operation “Panico” vom 31. Januar 2017 (bei dem es um drei Hausarrestverfügungen, einige Restriktionen sowie Hausdurchsuchungen mit dem Hauptvorwurf der “kriminellen Vereinigung” geht) und der repressiven Operation vom 3. August 2017, bei der acht Verhaftungen, Durchsuchungen und die Räumung der Besetzung von La Riottosa in Florence stattfanden, mit dem Vorwurf (für die acht verhafteten Anarchist*innen) einen Sprengstoffanschlag gegen die Buchhandlung “Il Bargello” (Florence, 1. Januar 2017), die Verbindungen zur faschistischen Partei „Casapound“ sowie zu Faschist*innen hat, verübt zu haben – eine Aktion, bei der ein Polizist schwer verletzt wurde und einen Teil seiner Hand und ein Auge verlor. Ebenfalls wird den acht Angeklagten vorgeworfen, einen Brandanschlag auf eine Polizeistation in der Nähe von Rovezzano (Florenz, 21. April 2016) durchgeführt zu haben.

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[Überall] Aufruf zur Solidarität mit dem rebellischen Gefangenen Andreas Krebs – Schreibt ihm!

Thursday, July 18th, 2019

Unser Freund und Gefährte Andreas ist zurzeit in Neapel (Italien) inhaftiert. Andreas ist seit seiner Haft in Deutschland als rebellischer Gefangener bekannt.

Im April 2019 wurde er in Italien zu 24 Jahren Knast verurteilt. Andreas hat darüber hinaus vor kurzem Nierenkrebs diagnostiziert bekommen. Sein gesundheitlicher Zustand verschlechtert sich laufend und wir fürchten um sein Leben. Eigentlich hätte er schon vor Monaten operiert werden müssen, doch die italienischen Behörden weigern sich, ihn in ein Krankenhaus zu überstellen.

Seid solidarisch und schreibt ihm!

Zeigt Andreas, dass er nicht vergessen ist!

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[Italien] Letzte Anhörungstermine im Prozess zur “Operation Panico”

Saturday, July 13th, 2019

Quelle: 325, übersetzt von abc wien

Die Anhörungestermine vom 15. bis 18. Juli 2019 sind bestätigt, aber aufgrund der Abwesenheit eine*r Richter*in könnte sich die Urteilsverkündung (geplant für den 22. Juli) verschieben, scheinbar um maximal eine Woche.

Für die unter Hausarrest stehenden angeklagten Gefährten Giova, Paska und Ghespe wurde die Beförderung zur Anhörungen mit eigenen Fahrzeugen, also ohne Polize-Eskorte, beantragt. Paska wurde des Weiteren aufgefordert, den Hausarrest vorübergehend in ein Haus in der Nähe von Florence zu verlegen. Daher sollte Paska bei allen Anhörungen im Gerichtssaal anwesend sein. Giova und Ghespe werden sicherlich nicht zur Anhörung am 15. Juli kommen, für die folgenden Termine haben sie sich noch nicht entschieden.

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Solidarity with Andreas Krebs – A summary (Situation July 2019)

Tuesday, July 2nd, 2019

There is also an German, French and Italian version of this text!

Our friend and companion Andreas is currently imprisoned in Naples (Italy). Since his imprisonment in Germany Andreas has been known as a rebellious prisoner. In April 2019 he was sentenced in Italy to 24 years in jail. In addition, Andreas has recently been diagnosed with kidney cancer. His health is deteriorating and we fear for his life. Actually, he should undergo surgery months ago, but the Italian authorities refuse to transfer him to a hospital.

Andreas was in the clutches of the German judicial machinery for years and he was in jail for a total of 16 years. He is a rebellious prisoner, participated in building the prisoners’ union (GGBO) behind bars, he went on hunger strike several times against the prison conditions and also participated in a solidarity hunger strike for the prisoners in Greece. To date he repeatedly publishes texts against the prison society, in which he describes everyday life in captivity.

In autumn 2014, after his release, he met his current wife Jutta. Both decided to spend a quiet retirement in the south of Italy. At the end of December 2016 there was a dispute with his former employer, who attacked Andreas and strangled him. Andreas stabbed him in self-defense with a penknife. Sadly, the victim died in the hospital three days later under mysterious circumstances, although it was said shortly after the act that he would survive.

What followed was an unprecedented hunt against Andreas and Jutta. Jutta received death threats via Facebook while in the Santa Maria Capua Vetere prison he was maltreated and tortured by the family members of the deceased, who are still working in that jail. Since the surveillance video confirmed Andreas’ statement to have defended himself, he came after several days in custody in house arrest. There they were exposed to constant “visits” by the police and hatred from large parts of the population. The family of the victim besieged their home, so that Andreas and Jutta could not go out for weeks. Finally, they felt forced to flee and went back to Germany. There, Andreas was arrested less than half a year later on the basis of a European arrest warrant with the help of the anti-terror unit of the German police. Andreas was back in jail in September 2017.

In December 2017, he was then completely unexpectedly relocated to the jail in Burg with the participation of masked cops of another anti-terrorist police unit. Andreas repeatedly wrote in letters about the intolerable conditions in the jails in Volkstädt and Burg. In April 2018, Andreas was finally totally overhasty handed over to extradition custody in the jail in Berlin Moabit, finally to be delivered in May 2018 as a German citizen to Italy.

Andreas is since then in the prison of Secondigliano, one of the largest high security prisons in Naples (Open Street Map). Since May 30, 2018 the trial against him was conducted there. In November 2018, some hearing dates took place, which Andreas’ wife Jutta also attended. In the courtroom, the relatives of the victim tried to assault Jutta and threatened her again massively.

On April 1st, 2019, the trial ended in the first instance with a sentence of intentional murder of 24 years imprisonment. Andreas was already visibly physically and mentally marked by the conditions of detention in the jails of Volkstedt, Burg and most recently in Berlin-Moabit. Andreas’ critical state of health was systematically ignored and denied. He was repeatedly refused medication, clinical investigations and operations. In addition, his detention conditions were aggravated, since the German police pretends that he has a close relationship to (former) RAF members.

In Italy, Andreas’s health has improved by no means. On the contrary: Andreas was recently diagnosed with kidney cancer. In recent weeks he had to cope with acute kidney failure. He suffers from very heavy water retention throughout his body, especially in his legs and at times he can not walk anymore. He is still refused a transfer to a hospital and an operation, necessary for months and also promised by the prison management. Andreas is rebellious as usual, is committed to other prisoners and reports repeatedly about the violent everyday life in the jail of Secondigliano, the arbitrariness of the guards, the neglect and undersupply of all prisoners and the racism against African fellow prisoners.

Andreas is happy about support of every kind!

For medicine and reasonably edible food he has to pay himself.

If you want to donate money:

Payee: Krebs
IBAN: DE 90 1005 0000 1067 1474 26
BIC: BELADE BEXXX
Reference: Spende/Andreas Krebs

Write Andreas in jail, he is happy about every little postcard. You also can send books, newspapers, magazines or colorful paper, it all will come through. He is very interested in motorcycles and philosophical issues.

Andreas Krebs
Sez. 1 Stz.1
Sez. Mediterraneo (CASA CIRCONDARIALE SECONDIGLIANO)
Via Roma Verso Scampia, 250,
Cap 80144 Napoli (NA),
Italy

If you want to know more about Andreas, then go to
https://andreaskrebs.blackblogs.org/
(in German)

Call numerously in the German embassy in Italy and demand medical care for the prisoner Andreas Krebs! Anything else is a failure to render assistance!

Mr. Besken (Ambassador) +39649213285

Let us show to Andreas that he is not forgotten. Solidarity actions of any kind are welcome!

Freedom for all prisoners! Down with all the prisons!
Freedom and luck for Andreas Krebs!

Solidarietà con Andreas Krebs – Un riassunto (Situazione fino a luglio 2019)

Tuesday, July 2nd, 2019

il testo seguente è anche pubblicato in tedesco, francese e inglese!

Il nostro amico e compagno Andreas è attualmente detenuto a Napoli. Dal momento della sua detenzione in Germania, Andreas fu conosciuto come un prigioniero ribelle. Nell’aprile 2019 fu condannato in Italia a 24 anni di carcere. Inoltre, a Andreas fu recentemente diagnosticato un tumore al rene. La sua salute si sta deteriorando e temiamo per la sua vita. In fondo, dovrebbe subire un intervento chirurgico già qualche mese fa, ma le autorità italiane si rifiutano di trasferirlo in ospedale.

Andreas era rimasto per anni nelle macchine giudiziarie tedesche ed era stato in prigione per un totale di 16 anni. È un prigioniero ribelle, ha partecipato alla costruzione del sindacato dei prigionieri (GGBO) dietro le sbarre, fece scioperi della fame diverse volte contro le condizioni carcerarie e anche partecipò a uno sciopero della fame di solidarietà per i prigionieri in Grecia. Ad oggi pubblica ripetutamente testi contro la società carceraria, in cui descrive la vita quotidiana in cattività.

Nell’autunno 2014, dopo la sua liberazione, incontrò la sua attuale moglie Jutta. Entrambi decisero di trascorrere un tranquillo ritiro nel sud Italia. Alla fine di dicembre 2016 c’è stata una disputa con il suo ex datore di lavoro, che attaccò e strangolò Andreas. Andreas lo piantò per autodifesa con un temperino. Purtroppo, la vittima morì in ospedale tre giorni dopo in circostanze misteriose, sebbene sia stato detto poco dopo l’atto che sarebbe sopravvissuto.

Ciò che seguì fu una caccia senza precedenti contro Andreas e Jutta. Jutta ricevve minacce di morte tramite Facebook mentre nella prigione di Santa Maria Capua Vetere Andreas fu maltrattato e torturato dai familiari del defunto, che stanno ancora lavorando in quella prigione. Perché il video di sorveglianza confermó la dichiarazione di Andreas di essersi difeso, venne dopo diversi giorni in custodia agli arresti domiciliari. Lì erano esposti a continue “visite” da parte della polizia e odio da parte di gran parte della popolazione. La famiglia della vittima assediava la loro casa, così che Andreas e Jutta non potevano uscire per settimane. Alla fine si sentirono costretti a fuggire e tornarono in Germania. Lì, Andreas fu arrestato meno di sei mesi dopo sulla base di un mandato di arresto europeo con l’aiuto dell’unità antiterrorismo della polizia tedesca. Andreas era di nuovo in prigione a settembre 2017.

Nel dicembre 2017, fu poi completamente inaspettatamente trasferito nel carcere di Burg con la partecipazione di poliziotti mascherati di una altra squadra di polizia anti-terrorismo. Andreas ha ripetutamente scritto in lettere sulle condizioni intollerabili nelle prigioni di Volkstädt e Burg. Nell’aprile 2018, Andreas fu finalmente totalmente sopraffatto consegnato alla custodia per l’estradizione nel carcere di Moabit a Berlino, per essere infine consegnato a maggio 2018 come cittadino tedesco in Italia.

Da allora Andreas è nel carcere di Secondigliano, una delle più grandi prigioni di alta sicurezza a Napoli (Open Street Map). Dal 30 maggio 2018 il processo contro di lui fu condotto lì. Nel novembre 2018 si sono svolte alcune date di udienza, alle quali ha partecipato anche la moglie di Andreas. In tribunale, i parenti della vittima cercavano di aggredire Jutta e la minacciavano di nuovo in modo massiccio.

Il 1° aprile 2019, il processo si è concluso in prima istanza con una sentenza di omicidio intenzionale di 24 anni di reclusione. Andreas era già visibilmente fisicamente e mentalmente segnato dalle condizioni di detenzione nelle carceri di Volkstedt, Burg e, più recentemente, a Berlino-Moabit. Lo stato critico di salute di Andreas fu sistematicamente ignorato e negato. Ha ripetutamente rifiutato i farmaci, le indagini cliniche e le operazioni. Inoltre, le sue condizioni di detenzione aggravavano, dal momento che la polizia tedesca fa finta di avere uno stretto rapporto con gli ex membri della RAF.

In Italia, la salute di Andreas non è migliorata affatto. Al contrario: a Andreas fu recentemente diagnosticato un tumore al rene. Nelle ultime settimane ha dovuto far fronte a insufficienza renale acuta. Soffre di ritenzione idrica molto pesante in tutto il corpo, specialmente nelle gambe e, a volte, non riesce più a camminare. Gli viene comunque rifiutato un trasferimento in ospedale e un’operazione, necessari per mesi e promessi anche dalla direzione della prigione. Andreas è ribelle come al solito, è impegnato con altri detenuti e riferisce ripetutamente sulla violenta vita quotidiana nel carcere di Secondigliano, l’arbitrarietà delle guardie, l’incuria e la fornitura insufficiente di tutti i prigionieri e il razzismo contro i prigionieri africani.

Andreas è felice per il supporto di ogni tipo!
Per la medicina e il cibo ragionevolmente edibile deve pagare se stesso.
Se vuoi offrire denaro:

Ricevente:   Krebs
IBAN:        DE 90 1005 0000 1067 1474 26
BIC:         BELADE BEXXX
Causale:     Spende/Andreas Krebs

Scrivi Andreas in carcere, è contento di ogni piccola cartolina. Puoi anche inviare libri, giornali, riviste o carta colorata, tutto questo verrà fuori. È molto interessato alle motociclette e ai soggetti filosofici.

Andreas Krebs
Sez. 1 Stz.1
Sez. Mediterraneo (CASA CIRCONDARIALE SECONDIGLIANO)
Via Roma Verso Scampia, 250,
Cap 80144 Napoli (NA),
Italy

Se vuoi sapere di più su Andreas, allora vai a
https://andreaskrebs.blackblogs.org/
(in tedesco)

Chiama numerosi all’ambasciata tedesca in Italia e chiedi assistenza medica al prigioniero Andreas Krebs! Qualcos’altro è un fallimento nel fornire assistenza!

Sr. Besken (ambasciatore) +39649213285

Mostriamo ad Andreas che non è dimenticato. Azioni di solidarietà di qualsiasi tipo sono benvenute!

Libertà per tutti i prigionieri! Abbasso tutte le prigioni!
Libertà e fortuna per Andreas Krebs!

Solidarität mit Andreas Krebs – Eine Zusammenfassung (Stand Juli 2019)

Tuesday, July 2nd, 2019

Von diesem Text gibt es auch eine englische, französische und italienische Version!

Unseren Freund und Gefährte Andreas ist zur Zeit in Neapel (Italien) inhaftiert. Andreas ist seit seiner Haft in Deutschland als rebellischer Gefangener bekannt. Im April 2019 wurde er in Italien zu 24 Jahren Knast verurteilt. Andreas hat darüber hinaus vor kurzem Nierenkrebs diagnostiziert bekommen. Sein gesundheitlicher Zustand verschlechtert sich laufend und wir fürchten um sein Leben. Eigentlich müsste er schon vor Monaten operiert werden, doch die italienischen Behörden weigern sich, ihn in ein Krankenhaus zu überstellen.

Andreas war jahrelang in den Fängen der deutschen Justiz und saß insgesamt über 16 Jahre im Knast. Er ist ein rebellischer Gefangener, baute hinter Gittern die Gefangenengewerkschaft (GGBO) mit auf, führte diverse Hungerstreiks gegen die Knastbedingungen und beteiligte sich auch an einem Solidaritätshungerstreik für die Gefangenen in Griechenland. Bis heute veröffentlicht er immer wieder Texte gegen die Knastgesellschaft, in denen er den Alltag in Gefangenschaft beschreibt.

Im Herbst 2014 nach seiner Entlassung lernte er seine jetzige Frau Jutta kennen. Beide entschieden sich einen ruhigen Lebensabend im Süden Italiens verbringen zu wollen. Ende Dezember 2016 kam es zu einer Auseinandersetzung mit seinem damaligen Arbeitgeber. Dieser ging auf Andreas los und würgte ihn. Andreas stach in Notwehr mit einem Taschenmesser zu. Das Opfer starb leider unter ungeklärten Umständen drei Tage später im Krankenhaus, obwohl es kurz nach der Tat noch hieß, dass er überleben würde.

Was darauf folgte, war eine beispiellose Hetzjagd gegen Andreas und Jutta. Via Facebook bekam Jutta Morddrohungen, während er im Gefängnis Santa Maria Capua Vetere von den Familienmitgliedern des Verstorbenen, die nach wie vor in diesem Knast arbeiten, misshandelt und gefoltert wurde. Da das Überwachungsvideo Andreas‘ Aussage bestätigte, sich verteidigt zu haben, kam er nach einigen Tagen in Untersuchungshaft in den Hausarrest. Dort waren sie ständigen „Besuchen“ der Polizei und dem Hass aus großen Teilen der Bevölkerung ausgesetzt. Die Familie des Opfers belagerte deren Wohnung, so dass Andreas und Jutta wochenlang nicht außer Haus gehen konnten. Schließlich sahen sie sich gezwungen zu fliehen und gingen zurück nach Deutschland. Dort wurde Andreas nicht einmal ein halbes Jahr später aufgrund eines europäischen Haftbefehls mit Hilfe der Antiterroreinheit der deutschen Polizei festgenommen. So befand sich Andreas im September 2017 wieder im deutschen Knast.

Im Dezember 2017 wurde er dann völlig unerwartet unter Beteiligung vermummter Cops einer weiteren polizeilichen Anti-Terror-Abteilung in die JVA Burg verlegt. Andreas berichtete immer wieder in Briefen von den untragbaren Bedingungen in den Knästen Volkstädt und Burg. Im April 2018 wurde Andreas schließlich vollkommen überstürzt nach Berlin Moabit in Auslieferungshaft überstellt, um schließlich im Mai 2018 als deutscher Staatsbürger nach Italien ausgeliefert zu werden.

Andreas befindet sich seitdem im Secondigliano, eines der größten Hochsicherheitsgefängnisse Neapels. Dort wurde seit 30. Mai 2018 der Prozess gegen ihn geführt. Im November 2018 fanden einige Prozesstage statt, an denen auch Andreas Frau Jutta vor Ort war. Im Gerichtssaal versuchten die Verwandten des Opfers auf Jutta loszugehen und bedrohten sie erneut massiv.

Am 1. April 2019 endete das Verfahren in erster Instanz mit einem Urteil wegen vorsätzlichem Mord von 24 Jahren Haft. Andreas war vor der Auslieferung bereits körperlich und psychisch sichtbar gezeichnet durch die Haftbedingungen in den Knästen Volkstedt, Burg und zuletzt in Berlin-Moabit. Andreas’ kritischer Gesundheitszustand wurde systematisch ignoriert und verleugnet. Medikamente sowie klinische Untersuchungen und Operationen wurden ihm wiederholt verweigert. Zusätzlich waren seine Haftbedingungen verschärft, da ihm die deutsche Polizei ein Naheverhältnis zu (ehemaligen) RAF-Mitgliedern andichtet.

In Italien hat sich Andreas Gesundheitszustand keineswegs verbessert. Im Gegenteil: Andreas wurde vor einiger Zeit Nierenkrebs diagnostiziert. In den letzten Wochen stand er vor einem akuten Nierenversagen. Er leidet unter sehr heftigen Wassereinlagerungen im ganzen Körper, vor allem an den Beinen und kann zeitweise deswegen nicht mehr gehen. Eine Überstellung in ein Krankenhaus und eine seit Monaten notwendige und auch von der Justizanstalt zugesicherte Operation wird ihm nach wie vor verweigert. Andreas ist wie eh und je aufmüpfig, setzt sich für andere Gefangenen ein und berichtet immer wieder vom gewalttätigen Alltag im Secondigliano, der Willkür durch die Wärter, die Verwahrlosung und Unterversorgung aller Gefangenen und den Rassismus gegen afrikanische Mitgefangene.

Andreas freut sich über Unterstützung jeder Art!

Er muss für Medikamente und halbwegs brauchbare Lebensmittel selber aufkommen.

Wenn ihr Geld zu spenden wollt:

Empfänger: Krebs

IBAN: DE 90 1005 0000 1067 1474 26

BIC: BELADE BEXXX

Verwendungszweck: Spende/Andreas Krebs

Schreibt Andreas in den Knast, er freut sich über jede kleine Postkarte. Auch könnt ihr Bücher, Zeitungen, Zeitschriften oder buntes Papier schicken, es kommt alles an. Er interessiert sich sehr für Motorräder und philosophische Fragen.

Andreas Krebs
Sez. 1 Stz.1
Sez. Mediterraneo (CASA CIRCONDARIALE SECONDIGLIANO)
Via Roma Verso Scampia, 250,
Cap 80144 Napoli (NA),
Italy

Wenn ihr mehr über Andreas erfahren wollt, dann schaut auf https://andreaskrebs.blackblogs.org/

(auf Deutsch) nach!

Zeigen wir Andreas, dass er nicht vergessen ist. Soli-Aktionen jeder Art sind willkommen!

Freiheit für alle Gefangenen! Nieder mit allen Knästen!

Freiheit und Glück für Andreas Krebs!

[Italien] Übersicht über verschiedene repressive Operationen gegen Anarchist*innen

Tuesday, July 2nd, 2019

Quelle: barrikade

Kein Anspruch auf Vollständigkeit. Einige Re-Posts. Stand 1. Juli 2019. Danke an alle übersetzenden Gefährt*innen!

FREIHEIT FÜR ALLE GEFANGENEN

Operazione Scintilla

Am 7. Februar 2019 wurde das seit 1995 besetzte Squat “Asilo occupato” in Turin im Rahmen der “Operazione Scintilla” geräumt. Gleichzeitig wurden sechs Anarchist*innen verhaftet.

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