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[Italien] Infos zur aktuellen Situation von Andreas Krebs aus dem Knast in Neapel (März 2019)

Saturday, March 30th, 2019

In den letzten Wochen haben mehrere Verhandlungstage im Prozess gegen Andreas Krebs in Neapel stattgefunden, wobei Andreas aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes nicht an allen Verhandlungstagen teilnehmen konnte. Andreas befindet sich nach wie vor im Hungerstreik. Auf keine seiner Forderungen wurde bisher eingegangen. Die Anklage hatte zur Klärung des Todes von Massimo N., Andreas ehemaligen Arbeitgeber, einen Videogutachter engagiert, um die Aufnahmen der Überwachungskameras zu analysieren. Auch Andreas Verteidiger hat einen solchen Sachverständigen, um das Videomaterial zu begutachten. Am Montag, den 1. April, soll nun das Urteil verkündet werden. Die Staatsanwaltschaft fordert 24 Jahre für Andreas. In den italienischen Medien werden unterdessen Geschichten verbreitet, um Andreas weiter zu diskreditieren. Außerdem soll die Staatsanwaltschaft in Deutschland nach Italien einen Bericht geschickt haben, worin Andreas als „gefährlicher linker Terrorist“ bezeichnet wird. (Beispielsweise wurde Andreas von den deutschen Behörden bereits vor seiner Auslieferung nach Italien vorgeworfen, Verbindungen zu ehemaligen Mitgliedern der RAF, nach denen nach wie vor gefahndet wird, zu haben etc.) Andreas gesundheitlicher Zustand hat sich in den letzten Monaten immer weiter verschlechtert. Eine notwendige, adäquate Untersuchung wurde im bisher verweigert bzw. immer wieder hinausgeschoben. Wir fürchten nach wie vor sehr um sein Leben, denn es geht ihm jeden Tag schlechter.

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[Neapel/Deutschland] Brief von Andreas’ Lebensgefährtin

Tuesday, July 31st, 2018

Quelle: Soliblog für Andreas Krebs

Im Mai 2018 ist mein Mann Andreas nach Italien ausgeliefert worden, obwohl Andreas krank ist. Und das ist kein Schnupfen!!! Hier in Deutschland mussten wir täglich kämpfen, dass ein Arzt eine Diagnose stellt. Er war schon in Volkstädt im Krankenhaus. Dort wurde durch Blut im Urin Probleme mit den Nieren festgestellt, die Folge war eine Operation. Ein Stein musste raus, danach war aber immer noch keine gesundheitliche Besserung in Aussicht. Hinzu kommen noch motorische Probleme, in Hüfte und Beinen. Ein Gutachten eines Neurologen wurde von Seiten des Gefängnisses natürlich nicht eingeholt. Ganz im Gegenteil: Statt sich zu kümmern wurde er nach Burg verlegt, gesundheitlich passierte, wie zu erwarten, auch dort nichts. Stattdessen ab in das Ausland. Auch hier geht es meinem Mann schlecht, dort ist die gesundheitliche Versorgung gleich null.

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