Posts Tagged ‘Gefangene’

[Chile] Die Strafe gegen Mónica Caballero wurde aufgehoben

Mittwoch, Januar 19th, 2022

quelle: soligruppe für gefangene

Zur aktuellen Situation von Monica Caballero.

Heute fand im 11. Gerichtssaal eine Anhörung durch Richter Rodrigo Hormazabal in Anwesenheit des Anwalts der Gendarmerie (A.d.Ü., Bullen), der Vertreterin der Verteidigung, Viviana Hinostroza, und Mónica Caballero statt. Es fand eine Überprüfung der verhängten Strafe statt, obwohl der Einspruch bereits eingelegt worden war.

Die Aussetzung ihrer Besuche wurde annulliert. Darüber hinaus wurde der Antrag auf verstärkte Sicherheitsmaßnahmen für Monica überprüft, der jedoch ohne Wirkung blieb, da er, wie die Gefährtin in der Anhörung ausführte, von ihr nie gestellt wurde.

Die Gefährtin kann so ihre regelmäßigen Besuche ohne zusätzliche Maßnahmen fortsetzen.

Monicas Familie, Freund*innen und Gefährt*innen.

[Chile] Zur Situation unserer Gefährtin Mónica Caballero Sepúlveda im Knast.

Mittwoch, Januar 19th, 2022

quelle: soligruppe für gefangene

Am Dienstag, den 28. Dezember, hatte unsere anarchistische Gefährtin Mónica Caballero Sepúlveda eine verbale und körperliche Auseinandersetzung mit der Gefangenen Denisse Llanos, die nach einer anderen Schlägerei, die sie am selben Tag morgens provoziert hatte, von der Bestrafung (A.d.Ü., im Zusammenhang mit der Schlägerei morgens) zurückkehrte. Monica weigerte sich, mit der Gefangenen eine Zelle zu teilen, da sie mit ihrem Verhalten mehrfach nicht einverstanden war.

Es muss erwähnt werden, dass die Maßnahme der Gendarmerie, Llanos direkt in der Zelle der Gefährtin, die von ihrer Bestrafung zurückkehrte, zu unterbringen, eine eindeutige Provokation darstellt, und zwar in einem Kontext von Spannungen sowohl interner Art, wie die Überfüllung und der Druck des Gefängnisses selbst, als auch externer Art, wie die Platzierung von Sprengsätzen in Gendarmeriewachen. Aus diesem Grund trafen sich Monicas Freund*innen am nächsten Tag mit dem OSI-Personal (das für die Sicherheit im Gefängnis zuständig ist) und der Leiterin des Gefängnisses, Denisse Melgarejo, denen sie all ihre Befürchtungen, Sorgen und ihr Unbehagen über dieses schwerwiegende Ereignis, in das unsere Gefährtin verwickelt war, mitteilten. In diesem Zusammenhang wurde ein genehmigter Besuch beantragt, bei dem wir Monica die Unterstützung und Zuneigung vieler Menschen geben konnten.

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[Frankreich] Update zur Situation von Claudio Lavazza

Mittwoch, Januar 19th, 2022

quelle: soligruppe für gefangene

Dieser Artikel erschien am 14.01.2022 auf Spanisch

Die Staatsanwältin Céline Bucau vom Gericht Mont de Marsan kam gestern, am 11. Januar, nach monatelangen Vorwänden und Verzögerungen, mit denen sie verhindern wollte, dass die Gesamtzahl der Jahre, die Claudio noch zu verbüßen hat, bekannt gegeben wird, zu dem Schluss, dass die gleichzeitige Verurteilung (in Spanien und Frankreich) 30 Jahre beträgt.

Die französische Justiz rechnet also 5 Jahre (von den 10 Jahren, zu denen Claudio in Frankreich wegen Bankraubs verurteilt wurde) zu der spanischen Strafe von 25 Jahren hinzu.

Da das Urteil nun feststeht, kann Claudios Anwalt beim Berufungsgericht in Pau Berufung einlegen, um seine Freilassung auf Bewährung zu erreichen. Die Möglichkeiten einer Bewährung werden auf der Grundlage der bereits verbüßten Jahre (25 Jahre) geprüft.

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[Belarus] Nachrichten aus dem Gefängnis

Samstag, Januar 15th, 2022

Quelle: abc belarus, übersetzt von abc wien

Am 2. Dezember wurde Gayane Akhtiyan, die Mutter des Anarchisten Roman Khalilov, zur Verdächtigen in einem Strafverfahren. Das Verfahren wurde auf der Grundlage von Art. 342 (Teil 1) des Strafgesetzbuches (Organisation und Vorbereitung von Aktivitäten, die die öffentliche Ordnung grob verletzen, oder aktive Teilnahme daran) eingeleitet. Zuvor, am 26. November, wurde die Wohnung von Gayane Akhtiyan in Polack durchsucht, sie wurde festgenommen und zunächst für 10 Tage wegen “ Ungehorsams gegenüber der Polizei“ inhaftiert. Am 2. Dezember wurde sie von Polack nach Minsk verlegt, und am 12. Dezember änderte sich ihr Status von einer Verdächtigen zu einer Beschuldigten, und die vorläufige Festnahme wurde in eine Verhaftung umgewandelt. Dieser Fall ist ein Präzedenzfall, ein Beispiel wie Druck auf im Ausland lebende Aktivist*innen über ihre in Belarus lebenden Verwandten ausgeübt wird. Khalilov lebt in Polen, in Weißrussland ist seit 2020 ein Strafverfahren gegen ihn anhängig.

Am 3. Dezember wurde eine deutsche Übersetzung des Buches Farben der Parallelwelt von Mikola Dziadok veröffentlicht. In dem Buch schildert Mikola, wie das belarussische Gefängnissystem versucht, die Persönlichkeit der Häftlinge zu zerstören. Die Beispiele für den Druck, der auf die Gefangenen ausgeübt wird, stammen aus Mikolas Erfahrungen als politischer Gefangener in den Jahren 2010-2015. Das Buch wurde teilweise im Gefängnis geschrieben, aber erst nach Mikolas Entlassung fertiggestellt.

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[USA] Eric King: „Tight ropes, taut lines“

Samstag, Januar 15th, 2022

Quelle: support eric king, übersetzt von abc wien

In den vergangenen über drei Jahren, in denen ich in der SHU (Segregated Housing Unit) [1] sitze, habe ich neun Suizide durch Erhängen direkt miterlebt. Das heißt, sie fanden entweder in meinem Bereich, in meiner Zelle oder in der Nähe statt, so dass ich den Aufprall der Leiche auf dem Boden hören konnte. Einige dieser Selbstmorde waren „Hilfeschreie“, andere waren ernsthaft, alle waren vernichtend und erschütternd. Fast immer versteckt sich das BOP-Personal entweder hinter Gleichgültigkeit gegenüber unserem Leben oder hinter bürokratischen Vorschriften, anstelle wirklich zu helfen… im USP Atlanta stürmten sie herein und rissen den Gefangenen zu Boden (an den Beinen), schlugen ihn und schrien, er solle „ein Mann sein, keine Schlampe“.

Vor zwei Jahren erhängte sich Levi hier in Englewood, und es dauerte Minuten, bis seine Tür geöffnet wurde… Die Wärter, denen das nicht egal war (es gab nur wenige), wurden durch die Richtlinien blockiert, die sie zu sehr fürchteten, zu verletzen. Während einige Beamte verzweifelt waren, lachten andere und nannten Levi eine „türkische Piñata“… Die Wut in meiner Brust schwoll an, als ich sah, wie ein verzweifelter Tod verspottet und verharmlost wurde… Zu dieser Zeit durften wir im SHU keine Radios, Zeitungen, Zeitschriften oder persönliche Bücher haben. Uns wurde gesagt, wir sollten damit klarkommen: „Kommt nicht in den SHU, wenn ihr damit nicht umgehen könnt“. Für manche kam der SHU zu uns, wir konnten ihn nicht vermeiden, ihm nicht entkommen, uns nicht befreien. Entweder man wird damit fertig oder man wird eine „Piñata“. 

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[Deutschland] Thomas Meyer-Falk: Jahresendnotizen aus der JVA Freiburg

Samstag, Januar 15th, 2022

quelle: freedom for thomas

Heute möchte ich berichten über die angeblich erfolgte Aufklärung des Polizeieinsatzes gegen eine linke Demo in Ingelheim vom 15.08. letzten Jahres (1.), um einen Beschluss zur Suizidhilfe in Gefängnissen (2.) und schließlich um sonderbare Strafverfahren aus Freiburgs Haftanstalt (3.).

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[UK] Bristol: Toby Shone spricht aus dem Gefängnis von Bristol, und erklärt seinen Fall

Sonntag, Januar 9th, 2022

Quelle: per Mail

„Mein Name ist Toby Shone, und ich bin ein inhaftierter Anarchist im Gefängnis von Bristol.

Ich wurde in Großbritannien, als Teil der Operation Adream, mit vorgehaltener Waffe von der Anti-Terror-Einheit entführt. Die Repression richtete sich gegen die Kritik und Praktiken der anarchistischen Gruppe 325 Collective und der Website 325.nostate.net. Operation Adream ist ein Angriff des britischen Staates, in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern gegen anarchistische Direktaktionsgruppen, Gegeninformationsprojekte, Gefangenensolidaritätsinitiativen und die neue anarchistische Kritik an der technologischen Singularität und der vierten und fünften industriellen Revolution. Mit der Operation Adream wurde das erste Mal, dass Anti-Terror-Gesetze gegen die anarchistische Bewegung im Vereinigten Königreich eingesetzt.

Ich wurde am 18. November 2020 vom Regime, durch eine Spezialeinheit der Polizei, nach einer Verfolgungsjagd durch den abgelegenen Forest of Dean, der an der Grenze zu Südwales liegt, eine Stunde nördlich von Bristol, als Geisel genommen. Zur gleichen Zeit fanden koordinierte Razzien an fünf Adressen im Forest of Dean statt, die sich gegen kollektive Wohnprojekte, Treffpunkte und eine Lagereinheit richteten. Ich wurde unter bewaffneter Aufsicht zu einer nahe gelegenen Polizeistation gebracht. Dort hat man mich in Isolationshaft genommen und ich wurde viele, viele Male verhört. Ich weigerte mich, während der Verhöre mit den Mördern in Uniform zu sprechen und zu kooperieren.

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[Chile] Die unaufhörlichen Schikanen der uniformierten Schließerbande in La Gonzalina/Rancagua sollen beendet werden.

Donnerstag, Dezember 2nd, 2021

quelle: soligruppe für gefangene

Quelle: publicación refractario, die Übersetzung ist von der soligruppe für gefangene

Die Realität im Knast/Unternehmen La Gonzalina in Rancagua ist bereits unerträglich: Die Schläge gegen die anarchistischen und subversiven Gefährten Joaquín García, Juan Flores, Ignacio und Luis Avaca in den letzten Monaten, das Verbot medizinischer Versorgung für Juan Aliste und Francisco Solar sowie die Verhinderung einer veganen Ernährung für Marcelo Villarroel, mehrere Todesfälle und die ständigen Folterungen durch die Schließer machen dieses Gefängnis zu einem wahren Vernichtungszentrum. Für all dies und mehr wird am Dienstag, den 30. November um 12:00 Uhr mittags zu einer Kundgebung vor der Regionaldirektion der Gendarmerie in Estado #572 Rancagua aufgerufen. Solidarität mit allen Gefangenen im Kampf und vielseitige Aktionen für das Leben und die Befreiung unserer subversiven und anarchistischen Gefährten!

Die unaufhörlichen Schikanen der uniformierten Schließerbande in La Gonzalina/Rancagua sollen beendet werden!

 

[Deutschland] Interview mit Gefangenem aus Bützow

Samstag, November 27th, 2021

quelle: criminals 4 freedom

Im Folgenden ein Interview mit einem Gefangenen aus Bützow, welcher über Missstände aufmerksam machen will.

Wie lange bist du schon in Bützow und ist das dein erster Knastaufenthalt? 

Ich wurde am 15.11.20 gegen 12 Uhr verhaftet durch das SEK im Zuge von Encrochat Ermittlungen. Mein bester Kumpel, der dabei war, wurde gleich mit eingetütet und saß dann 6 Monate unschuldig in Bützow. Durch die Mittätertennung war ich zuerst in Waldeck und wurde dann am 05.05.21 nach Bützow verlegt. Ist mein erstes Mal Knast. Am 20.08, nach 20 Verhandlungstagen, hatte ich dann mein Urteil: 6 Jahre. Seitdem hänge ich in diesem Aufnahmebereich fest.

Wie war Waldeck für dich? 

Alles insgesamt entspannter. Habt da gearbeitet, ganz normalen Alltag gehabt, jeden Tag waren die Zellen bis 19:30 Uhr offen. Die Zellen haben sie auch mal revidiert und mir nicht die Tonnen (Anmerkung C4F: der Gefangene meint Tabak) auf die Kammer gepackt. 

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[Chile] Worte von Mónica, Marcelo, Juan, Joaquin, Francisco und Juan anlässlich des Prozesses gegen den Gefährten Pablo Bahamondes

Montag, November 8th, 2021

quelle: soligruppe für gefangene

Gefunden auf publicación refrectario, die Übersetzung ist von uns.

Worte von Mónica, Marcelo, Juan, Joaquin, Francisco und Juan anlässlich des Prozesses gegen den Gefährten Pablo Bahamondes: Lasst uns die Gesten der Solidarität und der aufständischen Komplizenschaft vermehren.

Unser Gefährte Pablo Bahamondes Ortiz wurde zusammen mit Herny Mendez (heute im ehemaligen Gefängnis von Santiago de Chile inhaftiert) und Hugo Moraga (auf der Straße nach einem abgekürzten Prozess, in dem er zu 3 Jahren verurteilt wurde) verhaftet, als sie am 8. September 2018 in einem Fahrzeug unterwegs waren, die Verhaftung fand im Rahmen von Ermittlungen zu einem Sprengstoffanschlag statt, der sich im April 2017 in der Corporación de Asistencia Judicial1 von Melipilla ereignet hatte und für den die Staatsanwaltschaft 13 Jahre Haft fordert. Außerdem werden im Fahrzeug verschiedene selbstangefertige Waffen gefunden, Pablo wird die Herstellung, der Transport und das Mitführen von Waffen und Munition vorgeworfen, und zwar sechs Schrotflinten, eine Schachtel Patronen, ein Revolver und zwölf Schüsse. Dafür fordert die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von 23 Jahren, insgesamt also 36 Jahre Gefängnis.

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[Chile] Statement der anarchistischen Gefährtin Mónica Caballero aus dem San-Miguel-Gefängnis bezüglich der Soliwoche für anarchistische Gefangene

Montag, November 8th, 2021

quelle: soligruppe für gefangene

Gefunden auf publicación refrectario, die Übersetzung ist von der soligruppe für gefangene

Worte der anarchistischen Gefährtin Mónica Caballero aus dem San-Miguel-Gefängnis

In dieser Woche ist es acht Jahre her, dass verschiedene Gruppen der Cruz Negra Anarquista (CNA)1 und verschiedene Individualitäten auf der ganzen Welt die Initiative ergriffen haben, eine Woche der internationalen Solidarität mit inhaftierten Anarchist*innen zu halten, und dass diese Woche mit dem Jahrestag der legalen Ermordung der Anarchisten Bartolomeo Vanzetti und Nicola Sacco durch die US-Regierung im Jahr 1927 zusammenfällt.

Die offizielle Geschichte, die von den Herrschenden sowie der fortschrittlichen demokratischen Linken und einem Teil des Anarchismus geschrieben wurde, war vor allem darauf bedacht, ein Opferbild von Sacco und Vanzetti zu zeichnen, das weit entfernt ist von jeglicher illegaler Praxis. All dies beruht auf dem Eingeständnis des amerikanischen Justizapparats, dass es zahlreiche Unregelmäßigkeiten in dem Strafprozess gab, in dem Sacco und Vanzetti verurteilt wurden, und dass sie rechtlich „unschuldig“ waren (eine Information, die erst viele Jahre nach der Ermordung der Gefährten bekannt wurde). Wahrscheinlich hatten die Gefährten nichts mit der Enteignung von South Braintree zu tun, was wichtig zu wissen und sichtbar zu machen ist, so wie es auch wichtig ist, zu betonen, dass Sacco und Vanzetti Anarchisten der Aktion waren, die antiautoritäre Ideen propagierten und verschiedene illegalistische Praktiken ausübten.

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[Italien] Operation Scintilla: Eine zwei Jahre lange Reise

Montag, November 8th, 2021

quelle: soligruppe für gefangene

Gefunden auf es-contrainfo, die Übersetzung ist von der soligruppe für gefangene

[Italienischer Staat] Operation Scintilla: Eine zwei Jahre lange Reise

Am 20. September 2021 veröffentlicht.

Diese Übersetzung wurde am 14.09.21 erhalten:

Wir haben beschlossen, uns ebenfalls zu Wort zu melden, nachdem wir bei der Revision der Operation Scintilla (Funken) im Februar 2019 eine Erklärung abgegeben haben. Wir tun es jetzt im Internet, mit einem Abstand von mehr als zwei Jahren, nach einer langen, anstrengenden und bereichernden Reise. Die Entscheidung, jetzt online zu gehen, hat verschiedene Gründe. Sie ist sicherlich durch eine Debatte motiviert, die seit einigen Monaten mit uns nahestehenden Gefährt*innen über die Notwendigkeit geführt wird, die Geschichte derjenigen zu erweitern, die in italienischen Gefängnissen eingesperrt sind, aber auch derjenigen, die außerhalb der nationalen Grenzen leben. Andererseits geht der Anreiz von den kürzlich veröffentlichten Texten aus, die eine Konfrontationsebene eröffnen, der wir uns um der Vollständigkeit der Erzählung willen nicht entziehen können. Wir möchten darauf hinweisen, dass wir das Internet von Anfang an nicht als geeignetes Instrument zur Aufarbeitung der Geschehnisse angesehen haben, da dieses Instrument zwangsläufig nur eine begrenzte Argumentation zulässt. In der Tat erkennen wir diesen Raum nicht als geeignet für eine tiefe und aufrichtige Diskussion an. Aus diesem Grund möchten wir auf die Grenzen hinweisen, die dieser Text unweigerlich mit sich bringt, da er nicht die Komplexität der Überlegungen und der Arten vermitteln kann, die wir seit Beginn der Auseinandersetzung mit dem, was wir getan haben, erarbeitet haben.

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[Chile] Der Gefährte Pablo Bahamondes Ortiz „El Oso“ wurde zu 15 Jahren verurteilt.

Donnerstag, November 4th, 2021

quelle: soligruppe für gefangene

Gefunden auf publicación refractario, die Übersetzung ist von uns, wir berichteten vor kurzem hier schon über diesen Fall.

DER GEFÄHRTE PABLO BAHAMONDES ORTIZ „EL OSO“ WURDE ZU 15 JAHREN VERURTEILT.

Vom 25.10.21

Heute, am Mittwoch, den 20. Oktober, hat das Strafgericht von Melipilla unseren Gefährten Pablo Bahamondes Ortiz, „Oso“, wegen Waffentransports zu 15 Jahren und 1 Tag verurteilt.

Diejenigen, die den Kampf gegen den Staat und die Macht aufnehmen, sollten keinen Zweifel daran haben, dass die Subversion weder stirbt noch stagniert.

Die schöpferische Zerstörung zu propagieren und das Band der aufständischen Komplizenschaft mit Pablo und all unseren inhaftierten Gefährt*innen zu stärken, die nicht zurückweichen und keine Reue zeigen, indem sie den Konflikt mit Überzeugung und Würde aufnehmen, das Verhalten von Krieger*innen, die nicht einmal das Gefängnis besiegen kann.

KEIN GEFÄNGNIS UND KEINE STRAFE KANN DIE SUBVERSIVE ÜBERZEUGUNG DES KAMPFES GEGEN DIE MACHT UND JEDE AUTORITÄT BESIEGEN!

[Chile] Der schlechte Gesundheitszustand des chilenischen Anarchisten Francisco Solar

Sonntag, Oktober 17th, 2021

quelle: abc brighton, übersetzung abc wien

In den ersten Monaten des Jahres 2021 führte Francisco zusammen mit anderen anarchistischen und subversiven Gefangenen einen mehr als 50 Tage dauernden Hungerstreik gegen die Änderung des Gesetzesdekrets 321 und für die sofortige Freilassung von Marcelo Villarroel durch.

Bereits 2010 hatte Francisco seinen Körper bei einem anderen Streik von mehr als 60 Tagen im Rahmen des Bombenprozesses als Kampfmittel eingesetzt.

Während der letzten Aktion wurden Francisco von der Gefängnisverwaltung mehrere Bluttests entnommen. Dabei kam es zu einer merkwürdigen Situation, in der Francisco aufgrund des schlechten Ergebnisses der Bluttests umgehend in das Gefängniskrankenhaus eingeliefert wurde, doch wenige Minuten später widerriefen die Gefängniswärter den Vorfall und beriefen sich auf einen Irrtum, woraufhin er wieder ins Gefängnis zurückgebracht wurde.

Nach einer langsamen Genesung, ständigen Krämpfen, übermäßigem Durst und Gewichtsverlust bat Francisco nach seiner Verlegung in das Gefängnis von Rancagua um medizinische Untersuchungen. Erst am 22. September wurden diese Untersuchungen durchgeführt und er wurde umgehend ins Krankenhaus eingeliefert. Die Diagnose: Diabetes im fortgeschrittenen Stadium mit einem Glukosegehalt von 700 mg/dl, d. h. er befand sich am Rande eines diabetischen Komas.

Nach einer minimalen Stabilisierung wurde er in das Modul 2 verlegt, wo er trotz der zwei täglichen Insulindosen, die von den Gefängnisärzt*innen in restriktiver Weise verabreicht wurden, immer noch keine normalen Blutzuckerwerte erreichte.

Einige Tage später begann der Gefangene unter einem erheblichen Sehverlust zu leiden, der bis heute anhält, ohne dass er behandelt wird, und der ihn am Lesen oder an anderen täglichen Aufgaben hindert. Im Gefängnis von Rancagua, das von einem privaten Unternehmen verwaltet wird, gibt es eine miserable Verpflegung und ein systematisches Verbot von Paketen, so dass die Gefangenen gezwungen sind, eine Reihe von Süßigkeiten und Lebensmitteln zu kaufen, die das konzessionierte Unternehmen wie ein Monopol verkauft. In der Praxis bedeutet dies nichts anderes als eine Verschlimmerung der Krankheit und eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes von Francisco.

Für das Leben und die Gesundheit unseres Gefährten ist es dringend notwendig, dass die Gefängnisleitung keine Beschränkungen für seine Einweisung auferlegt, über die bereits mit einem Privatarzt verhandelt wird, dass die Verbote und Beschränkungen aufgehoben werden und dass ihm eine angemessene Behandlung ermöglicht wird, die ihm ein Mindestmaß an Autonomie innerhalb des Gefängnisses erlaubt.

Wir wissen, dass das Gefängnis darauf abzielt, das Individuum zu vernichten und zu zersetzen, so dass die Überwindung der von der Gefängnisbürokratie aufgestellten Hindernisse und Hemmnisse nur durch Mobilisierung, Solidarität und gegenseitige Unterstützung erfolgen kann. Wir machen die Gefängnisleitung für jede Verschlechterung des Gesundheitszustandes unseres Gefährten verantwortlich.

Agitiert und solidarisiert euch für die Gesundheit von unserem Gefährten Francisco!
Freiheit für Subversive und anarchistische Gefangene!

[USA] Michael Kimble: „Do Prison Lives Matter?“

Donnerstag, September 30th, 2021

Quelle: anarchy live, übersetzt von abc wien

In den letzten Jahren haben wir eine Explosion der so genannten Gefängnisbewegung erlebt.

Wir haben beispiellose und massive Rebellionen in Form von Arbeitsstreiks, Hungerstreiks, Unruhen, Sabotage und anderen Formen der Revolte erlebt. Wir haben erlebt, wie sich Verbündete von außen in nie dagewesener Weise engagierten. Wir haben gesehen, wie sich der Weg von der Forderung nach einfach besseren Bedingungen hin zur Abschaffung der Gefängnisse entwickelt hat. Dann kamen die ersten Forderungen nach einer nationalen Gefängnisorganisation (Zentralisierung, Hierarchie) zur Koordinierung (Kontrolle) dieser Aufstände von den Spezialist*innen der Revolution. Trotz alledem übersehen wir die Widersprüche in den Gefängnissen unter den Gefangenen selbst, und ich denke, wir wären dumm, wenn wir weiterhin über diese Widersprüche hinwegsehen würden.

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[UK] Neue Adresse – Kevan Thakrar

Mittwoch, September 29th, 2021

Quelle: justice for kevan

Kev ist nach Belmarsh verlegt worden und befindet sich derzeit in Einzelhaft. Schreibt ihm!

Kevan Thakrar A4907AE
HMP Belmarsh
Western Way
London SE28 0EB
UK

Fügt bitte einen frankierten Rückumschlag euren Briefen bei.

Er erhält immer noch Post, die an die alte Adresse in HMP Full Sutton geschickt wird, aber es dauert länger, bis sie ihn erreicht.

[Deutschland] Thomas Meyer-Falk: Andreas Krebs‘ Buch in JVA Schwäbisch-Gmünd auf dem Index

Dienstag, September 28th, 2021

quelle: freedom for thomas

Vor wenigen Wochen landete das Buch des Langzeitgefangenen Andreas Krebs, der zur Zeit in Italien im Gefängnis sitzt, in der schwäbischen JVA Schwäbisch-Gmünd auf dem Index, nachdem die stellvetretende Anstaltsleiterin Z. das Buch gelesen hatte.

Das Buch von Andreas Krebs

In seiner Autobiografie „Der Taifun- Erinnerungen eines Rebellen“ berichtet Krebs über seine langjährigen Hafterfahrungen in einer klaren Sprache, welche nicht nur die aus seiner Sicht bestehenden Zustände in deutschen Gefängnissen klar anspricht.

Mit dem Buch versucht Krebs, seine Erfahrungen zum einen zu verarbeiten, aber auch einem breiteren Publikum einen ungeschminkten Einblick in den Haftalltag zu geben.

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[Schweiz] Briefe schreiben an Gefangene

Donnerstag, August 26th, 2021

quelle: barrikade.info

26.8 – ab 18 Uhr – Anarchistische Bibliothek Furia (Waldmannstrasse 17, 3027 Bern)

Im Rahmen der internationalen Woche der Solidarität mit anarchistischen Gefangenen vom 23. bis 30. August, laden wir zu einem Briefe schreiben an Gefangene und Austausch über Repression und Widerstand in der Furia ein. Lasst uns am 26.8 ab 18 Uhr zusammen kommen und die Isolation unter uns und mit den Gefangenen durchbrechen.

Der Knast ist eine Realität, die uns alle betrifft, die jedoch durch die Isolation und Abschottung schnell vergessen gehen kann. Das gemeinsame Briefe schreiben soll…

• ein Mittel der Solidarität mit den Gefangenen sein
• einen Austausch zwischen den verschiedenen Seiten der Mauer ermöglichen
• uns dazu anregen uns mehr mit dieser Thematik zu beschäftigen und kollektiv darüber zu sprechen
• die Isolation, die die Knäste mit sich bringen ein bisschen durchbrechen

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[Griechenland] Verurteilung der Anarchist*innen Konstantina Athanasopoulou, Giannis Michailidis und Dimitra Valavani

Mittwoch, Juli 28th, 2021

Quelle: anarchistnews, übersetzt von abc wien

Am 29. Juni fand die letzte Anhörung im Prozess gegen Konstantina Athanasopoulou, Giannis Michailidis und Dimitra Valavani statt, die am 29. Januar 2020 in Agia Paraskevi (Großraum Athen) verhaftet wurden. Die Urteile lauten wie folgt:

– Giannis Michailidis: 26 Jahre (zusammengelegt auf 20 Jahre).
– Konstantina Athanasopoulou: 2 Jahre und 6 Monate.
– Dimitra Valavani: 2 Jahre und 6 Monate.

Dimitra Valavani wurde am 30. Juni aus der Haft entlassen.

Giannis Michailidis und Konstantina Athanasopoulou bleiben in Haft.

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 [Italien] Operation Prometeo: Updates zum Prozess (Mai – Juli 2021)

Mittwoch, Juli 28th, 2021

Quelle: brighton abc, übersetzt von abc wien

Am 10. Mai begann die Verhandlung des „Prometeo“-Prozesses, in dem die anarchistischen Gefährt*innen Natascia, Beppe und Robert beschuldigt werden, drei Paketbomben an den ehemaligen Direktor des DAP (Dipartimento dell’Amministrazione Penitenziaria, „Abteilung für Strafvollzugsverwaltung“), Santi Consolo, und zwei Turiner Staatsanwälte, Roberto Sparagna und Antonio Rinaudo, geschickt zu haben. Der Prozess findet vor dem Schwurgericht von Genua statt, da die Anklageschrift (Artikel 280, Absatz 1 und Absatz 3) eine Strafe ab 20 Jahren Haft vorsieht. Die Verhandlung wurde per Videokonferenz für die beiden noch inhaftierten Gefährt*innen Natascia und Beppe abgehalten, die über einen Bildschirm aus den Gefängnissen von Santa Maria Capua Vetere bzw. Bologna an den Anhörungen „teilnahmen“. Die Verhandlung fand vom 10. Mai bis zum 2. Juni in zwei Sitzungen pro Woche statt, an denen zahlreiche Carabinieri der ROS (Raggruppamento Operativo Speciale) und Sachverständige der RIS (Reparto Investigazioni Scientifiche) teilnahmen, die von der Staatsanwaltschaft, vertreten durch Staatsanwalt Federico Manotti, und dem Zivilkläger, der Rinaudo vertrat, als Zeugen geladen waren.

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[Italien] Natascia wurde verlegt – neue Adresse

Dienstag, Juli 27th, 2021

Quelle: actforfree, übersetzt von abc wien

Natascia geht es soweit gut und ihre Stimmung ist gut, zumal sie weiß, dass Anna [anarchistische Gefährtin, die im Scripta-Manent-Prozess gegen die Federazione Anarchica Informale, „Informelle Anarchistische Föderation“, zu 16 Jahren und 6 Monaten verurteilt wurde] ebenfalls im Rebibbia-Gefängnis ist und ihre Grüße erhalten hat, auch wenn Nastascia in einer Einzelzelle weit weg von Anna festgehalten wird und sie nicht miteinander sprechen können. Es scheint, dass Nats Verlegung dorthin dauerhaft ist, was sie überhaupt nicht stört: Tatsächlich sagte sie, dass sie nicht um eine weitere Verlegung bitten will und dortbleiben möchte.

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[Italien] Update zu Alfredo Cospito und Anna Beniamino

Dienstag, Juli 27th, 2021

Quelle: actforfree, übersetzt von abc wien

Verlegung der Anarchistin Anna Beniamino aus dem Gefängnis von Messina nach Rebibbia in Rom (Italien, 17. Juli 2021)

Anna ist in das Rebibbia-Gefängnis in Rom verlegt worden [die Gefährtin wurde im Prozess Scripta Manent zu 16 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt].

Ihre neue Adresse lautet:

Anna Beniamino
C.C. di Roma Rebibbia femminile
Via Bartolo Longo 92
00156 Rom
Italien – Italien

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[Italien]Beginn der ersten Instanz der Operation Scintilla

Dienstag, Juli 27th, 2021

Quelle: actforfree, übersetzt von abc wien

Die drei Anhörungen im Rahmen der Operation Scintilla endeten mit der Bestätigung der gesamten Anklageschrift durch den Generalstaatsanwalt und der Überstellung aller 18 Angeklagten für sämtliche vorgeworfenen Straftaten zur Verhandlung.

Offensichtlich wurden sowohl die Anstiftung zu einer Straftat als auch die subversive Vereinigung, d.h. Artikel 270 des Strafgesetzbuches, erneut bestätigt. Darüber hinaus bleiben die Anklagen wegen der verschiedenen Straftaten der Vereinigung unverändert, darunter die Platzierung von zwei Sprengsätzen in der Nähe zweier Geldautomaten der italienischen Post, die Beschädigung des Abschiebegefängnisses in Turin durch Brandstiftung […] und die Versendung eines Brandsatzes an Ladisa, ein Unternehmen, das die Kantine der Struktur des Corso Brunelleschi verwaltet.

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[Chile] Update zu Monica Caballero und Francisco Solar

Dienstag, Juli 27th, 2021

Quelle: actforfree, übersetzt von abc wien

Die Anarchist*innen, die am 24. Juli 2020 überfallen, verhaftet, festgesetzt und inhaftiert wurden und sich seit fast einem Jahr in Untersuchungshaft befinden, hatten am vergangenen Mittwoch, den 14. Juli, eine Anhörung zur Überprüfung der Anklage durch den Staatsanwalt Claudio Orellana.

Während der virtuellen Anhörung hielt die Staatsanwaltschaft die Anklage wegen Verbrechen gemäß dem Waffenkontrollgesetz, dem Strafgesetzbuch und der Militärjustiz aufrecht. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf eine genauere Klärung der Anklageschrift, um dem Prozess mehr Kohärenz zu verleihen, und ist Teil der Verfahren im Hinblick auf die Überprüfung der Frist für die Untersuchung im August.

Monica ist im Gefängnis von San Miguel und Francisco im Gefängnis von Rancagua inhaftiert.

[USA] Update zu Eric King

Dienstag, Juli 27th, 2021

Quelle: support eric king, übersetzt von abc wien

Dies ist nicht die Art Nachricht, auf die wir gehofft hatten: am 07. Juli 2021, nachdem Erics Kommunikationsbeschränkungen abgelaufen waren, hat das SIS (Special Investigation Services) vom FCI1 Englewood ihm mitgeteilt, diese Beschränkungen zu erneuern. Für weitere 6 Monate wird Eric nicht in der Lage sein, mit jemandem außerhalb seiner Familie zu kommunizieren. Dies bringt ihn auf insgesamt eineinhalb Jahre, in denen er von der Öffentlichkeit abgeschottet wird, wenn diese neue Einschränkung endet. Wie die letzten beiden Sperren kommt auch diese ohne viel Erklärung, außer einer allgemeinen Aussage darüber, dass seine Kommunikation eine Bedrohung für die Einrichtung und die Öffentlichkeit darstellen könnte.

Es ist eine seltsame Vorgehensweise des BOP², einem Gefangenen die einzige Möglichkeit der Kommunikation mit der Welt zu entziehen, 2 Monate nach Beginn einer globalen Pandemie. (Obwohl er für Besuche zugelassen war und der CARES Act ihm erlaubte, diese über das Telefon durchzuführen, hat FCI Englewood seine ersten gelegentlichen Anrufe erst fast ein Jahr später ermöglicht.) Die Pandemie brachte statt Verständnis nur Isolation und ein Leben mit ständigen Angriffen durch die Bundesbeamten im FCI Englewood.

Dies ist ein typischer Schritt, wenn es um einen Gefangenen geht, den das FBI zum Schweigen bringen will, es ist der komplette Entzug von seiner Gemeinschaft und der Außenwelt.

1: FCI: Federal Correctional Institution, Bundesgefängnis
2: BOP: Federal Bureau of Prisons, Bundesamt für Gefängnisse

Aufruf zur Internationalen Woche der Solidarität mit Anarchistischen Gefangenen 23. – 30. August 2021

Montag, Juli 19th, 2021

quelle: solidarity.international

Es existiert eine fundamentale Lüge in der kapitalistischen Gesellschaft. Ein Versprechen, das niemals wahr wird. Das Versprechen der Freiheit – man muss nur hart genug arbeiten. Jedes Mal, wenn wir über die Krise des Kapitalismus stolpern, werden wir daran erinnert. Mehr als ein Jahr  mit Covid-19 liegt hinter uns. Manche sagen, dass Covid-19 eine Gesundheitskrise ist. Aber das ist es nicht! Covid-19 ist eine weitere Krise, verursacht durch den Kapitalismus. Ausgelöst durch das Verlangen nach mehr Reichtum und Wachstum. Welches fruchtbare Böden durch industrielle Landwirtschaft verseucht, Lebensraum der Menschen und Wildtiere durch die Politik der Gewinnung von Rohstoffen stiehlt, die blühende Wälder in Wüsten verwandelt. Es ist der Wahnsinn des Kapitalismus, der die Menschheit an den Rand immer neuer Grenzen treibt, wo weitere Viren auf uns warten.

Dieses Jahr brachte mehr soziale und wirtschaftliche Ungerechtigkeit, mehr Leid, aber auch mehr Kampf. Menschen erhoben sich gegen das kapitalistische System und gegen autoritäre Regime. Die Menschen kämpften für ihre Freiheit und gegen Ausbeutung. Menschen streikten in den Fabriken und erhoben sich in den Gefängnissen gegen die autoritäre und profitorientierte Politik.

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[Griechenland] Athen: Internationale Solidarität mit den drei inhaftierten anarchistischen Gefährt*innen

Donnerstag, Juni 3rd, 2021

Quelle: act for free, übersetzt von abc wien

Am 31. Mai beginnt der Prozess gegen die anarchistischen Gefangenen Konstantina Athanasopoulou, Giannis Michailidis, Dimitra Valavani. Die Gefährt*innen waren nach einem Einsatz der Anti-Terror-Einheit in der Gegend von Agia Paraskevi in einem gestohlenen Fahrzeug, in dem eine Waffe gefunden wurde, verhaftet worden. Giannis übernahm dafür die volle Verantwortung. Vom ersten Moment der Verhaftung an wurde eine Kampagne zur Diskreditierung und Kriminalisierung der drei durch die Medien gestartet.

In der Zwischenzeit wurden zahlreiche Anklagen zu ihrem Prozess hinzugefügt, um den Gefährt*innen eine „kriminelle Organisation“ anzuhängen, was eine härtere Strafe zur Folge hätte. In dem Prozess, der am 31. Mai beginnt, geht es im Wesentlichen darum, dass der Staat versuchen wird, die Kampfentscheidungen unserer Gefährt*innen zu verurteilen, um durch ihre exemplarische Bestrafung die Sinnlosigkeit des Kampfes zu zeigen. Riskante und kostspielige Entscheidungen, wie die Flucht aus dem Gefängnis, die Wahl der Mittel, die praktische Solidarität mit den Verfolgten waren, sind und bleiben ein integraler Bestandteil der Geschichte des anarchistischen Kampfes.

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[Italien] Vorrübergehende Verlegung der anarchistischen Gefährtin Natascia Savio

Donnerstag, Juni 3rd, 2021

Quelle: act for free, übersetzt von abc wien

Heute Morgen [28. Mai 2021] haben wir erfahren, dass Natascia vorübergehend in das Gefängnis von Vigevano verlegt wurde, um für die Anhörung im Scintilla-Prozess heute Morgen näher an Turin zu sein. Die nächste Anhörung wird am 16.06. stattfinden.

Weitere updates folgen.

 

Um ihr zu schreiben:

Natascia Savio
C.C. di Vigevano
via Gravellona 240
27029 Vigevano (Pv)
Italia – Italy

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[USA] Brief des anarchistischen Langzeitgefangenen Eric King vom 22. Mai 2021

Donnerstag, Juni 3rd, 2021

Quelle: support eric king, übersetzt von abc wien

Neulich bekam ich zum Mittagessen einen Apfel. Das an sich ist nicht weiter interessant, denn seit Warden Williams an Bord ist, bekommen wir jeden einzelnen Tag Äpfel zum Frühstück, Mittag- und Abendessen. Selbst wenn wir darum bitten, keine Äpfel mehr zu bekommen, legen die Wärter sie auf unsere Gitterstäbe oder schieben sie in unsere Zellen. Diese Äpfel sind nicht unbedingt beeindruckend, es sei denn, man ist von winzigen, matschigen oder viel zu großen und gequetschten Äpfeln beeindruckt… wenn ja, dann ist das ein Leckerbissen. Ein matschiger, gequetschter Leckerbissen! Toll!

Vor ein paar Tagen also, als die Wärter ihr Apfelkontingent in unsere Kehlen kippten, wurde ein winziges Ding auf meine Gitterstäbe gelegt. Dieser Kerl sah kränklich aus; ein stumpfes Rot, als wäre er zu oft durch die Waschmaschine gelaufen, ein Miniatur-Wachsduplikat eines echten Apfels. Normalerweise würde ein Apfel dieser Qualität die Etage hinunter in Richtung der Wachstation geschleudert werden, aber ich hielt ihn fest. Ich bemerkte etwas Seltsames… diese kleine Kreatur war kein typischer Williams-Apfel, dieser hatte ein Blatt, das noch an ihm hing!!!

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[Spanien/Frankreich] Der Gefährte Claudio Lavazza ist nach Frankreich ausgeliefert worden

Montag, Mai 31st, 2021

quelle: soligruppe für gefangene

Quelle Malacoda, dieser Artikel wurde am 14. Mai 2021 veröffentlicht und die Adresse wie einige Angaben im Text wurden korrigiert, die Übersetzung ist von uns, wir haben auch schon mehrere Artikel über Claudio Lavazza veröffentlicht.

Letzte Woche wurde der anarchistische Gefährte Claudio Lavazza, der bereits fast 25 Jahre in den Gefängnissen des spanischen Staates verbracht hat, nach Frankreich ausgeliefert, wo er eine 10-jährige Haftstrafe zu verbüßen hat (gegen Claudio Lavazza wird in Frankreich noch wegen anderen Straftaten ermittelt, daher ist noch nicht klar wie viele Jahre Knast ihm noch bevorstehen).

Was die Verurteilungen gegen ihn in Italien wegen seiner Militanz/Mitgliedschaft in Proletari Armati per il Comunismo (PAC) betrifft, so hat das Berufungsgericht in Mailand heute Morgen (am 12. Mai) erklärt, dass sie verjährt sind.

Um ihm zu schreiben (er spricht Spanisch, Italienisch und Französisch), hier habt ihr die jetzige Adresse:

 

Claudio Lavazza

N. d’ecrou 11818
MA 1, 1er droite cellule 131
CP de Mont-de-Marsan
Chemin de Pémégnan
BP 90629
40000 Mont-de-Marsan
Frankreich — France

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[FAZ] Knast-Profiteur*innen angreifen – Aktion und Diskussionsbeitrag

Montag, Mai 31st, 2021

quelle: emrawi.org

Anknüpfend an den Text „Militante Kampagne gegen Knäste“ (Autonomes Blättchen Nr. 44, https://autonomesblaettchen.noblogs.org/ausgaben/ausgabe-nr-44/) haben wir uns entschieden praktisch und in Textform einige Gedanken zur Diskussion und Kampagne beizutragen.
Daher haben wir in der Nacht auf den 19. Mai 2021 ein Fahrzeug der Firma Dussmann in der Krozinger Straße und ein Fahrzeug der Firma WISAG in der Fehrenbachallee in Freiburg im Breisgau geplättet. Beide Firmen profitieren direkt am Einsperren von Menschen und sind daher Ziel unserer Aktion geworden (WISAG s.u. und Dussmann: ⚠️ <html>https://chronik.blackblogs.org/?p=14308</html>).

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[Spanien] Aktualisierung zu Gabriel Pombo Da Silva (07/04/2021)

Mittwoch, Mai 19th, 2021

erhalten per email

Seit dem letzten Kommuniqué zu unserem Genossen (im Juli des vergangenen Jahres ins Netz gesetzt) ist nichts geschehen, was seine Lage radikal verändert aber es hat doch interessante Neuigkeiten für jene gegeben, die ihre verfahrenstechnischen Kenntnisse und der entsprechenden Labyrinthe vertiefen möchten.

Die Zeiten der Gerichtlichen Hierarchien sind weiter sehr lange und werden noch weiter verlängert, sobald sie der gerichtlichen Macht als einzige Waffe übrigbleiben!

Gabriel wird bald in die Freiheit zurück kommen, und wer ihn lebendig hinter Mauern begraben möchte, weiss das genau… die wissen auch sehr wohl, dass er nicht mal mehr dort sein sollte… und sie wissen sehr wohl, dass sie ihm sogar Jahre seines Lebens zurückerstatten sollten!

Alle zu seiner Freilassung notwendigen strategischen Türen sind offen und nach und nach kann man etwas sehen… es bewegt sich was. Sie gewähren kleine Dosen „Recht“ als wären es homöopathische Tropfen… alle Befreiungsschritte, die sie ihm zugestehen sollten, scheinen “Gnadenakte” oder die Frucht übermenschlicher Anstrengung zu sein. Seit wann glauben die Anarchistinnen in den “Rechtsstaat”?

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[Deutschland] Thomas Meyer-Falk: Hinaus in die Welt – zum 1. Mai und auch an jedem Tag sonst!

Mittwoch, Mai 5th, 2021

quelle: freedomforthomas.wordpress.com

Kürzlich las ich davon, die Arbeit sei die Ursache nahezu allen Elends in der Welt. Fast jedes erdenkliche Übel gehe aufs Arbeiten zurück. Oder auf eine fürs Arbeiten eingerichtete Welt.

Wer darf sich denn heutzutage noch mit ganzem Wesen in die Herstellung eines Tischs hineinlegen wie die Schreinerin? Jedes Teil des Tischs selbst herstellend, den Tisch geradezu beim wachsen zusehen könnend!?

Wer darf sich heutzutage noch mit jeder Faser seines Körpers, und auch seiner Seele in eine Melodie hineinlegen wie der Gittarist, der die Saiten zum klingen bringt?

Stattdessen besteht die abverlangte Arbeitsleistung für die Mehrheit der Arbeitenden aus bloßen Fragmenten. Aus Fragmenten mit welchen sich nurdie allerwenigsten Menschen identifizieren können. Sei es am Fließband,sei es in den Hallen der  Versandunternehmen, sei es an der Kasse der Warenhäuser, wo im Akkord die Konsumprodukte über den Scanner gezogen werden. Stets ein fragmentarisch bleibender Handgriff.

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