Posts Tagged ‘Gefangene’

Aufruf des Revolutionary Abolitionest Movement (RAM) für weltweite Solidarität

Thursday, July 19th, 2018

Quelle: politic prisoners

Gefangene in Knaesten der Vereinigten Staaten planen, ab dem 21. August zu streiken. Dabei soll die Aufmerksamkeit nicht nur auf schreckliche Uebergriffe und unmenschliche Haftbedingen, sondern auch auf die fortgesetzte Sklaverei von Millionen von Menschen innerhalb amerikanischer Knastmauern gelenkt werden.

Nach Ende des Buergerkriegs blieb Sklaverei ein formaler Bestandteil der amerikanischen Gesellschaft durch den 13. Zusatz zur Verfassung, welcher Sklaverei ausdruecklich als Strafe fuer ein Verbrechen zulaesst. In Amerika wird die Kriminalisierung von Schwarzen Personen durchgesetzt durch Polizei, die haeufig Schwarze Personen erschieszt, ohne dafuer Konsequenzen zu spueren, sowie durch Richter*innen, die Schwarze Personen zu drakonisch langen Haftstrafen verurteilen und damit ihre Versklavung in modernen Plantagen sicherstellen.

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[Deutschland] Auswertung vom 2. Prozesstag gegen Isa

Tuesday, July 17th, 2018

Quelle: verfahrengebiet

Am heutigen Montag, den 16. Juli 2018, fand der zweite Verhandlungstag im Schauprozess gegen Isa statt. Isa sitzt seit dreieinhalb Monaten in U-Haft. Er hat bereits einen Deal ausgeschlagen, der die U-Haft beendet hätte. Für ein Geständnis hätte er eine Bewährungsstrafe und Haftverschonung erhalten. Weiterhin bleibt er standhaft und mit Voranschreiten des Prozesses wird klar, dass seine Entscheidung, sich nicht erpressen zu lassen, für ihn richtig war. Die offensive Prozessstrategie ist aber auch politisch gesehen die einzig richtige. Die Repression läuft ins Leere.

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[USA] Brief von Eric King über “dry snitching” aus dem Knast

Monday, July 16th, 2018

Quelle: support eric king, übersetzt von ABC Wien

“Bevor ich ins Gefängnis kam hatte ich den Begriff „dry snitching“ noch nie gehört, aber das Konzept ist ziemlich klar, es ist ein indirektes verpfeifen. „Dry snitching“ bedeutet jemanden auf indirekte Art und Weise zu verraten. Das klingt vielleicht so, als wäre es keine große Sache, aber glaub mir wenn ich dir sage, „dry snitching“ wird dich verletzen, es ist verdammt beschissen. Wenn du das tust, bist du ein*e Verräter*in.

Sagen wir mal, du hast verbotenerweise ein Kissen in deiner Zelle und die Schweine nehmen dir, aber niemandem sonst, das Kissen weg. Du bist daraufhin wütend und motzt die Cops an „Jeder hier hat ein Kissen – warum nehmt ihr nur meins weg?“ Dann war das „dry snitching“. Oder ein Cop sucht nach einem Besen und du sagst ihm ganz ahnungslos „oh der ist in Joe’s Zimmer…“ – es klingt harmlos aber wer weiß, was sonst noch in dem Raum ist und du hast den Cop gerade dorthin geschickt.

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[Griechenland] Pola Roupa zu lebenslänglich + 25 Jahren verurteilt

Monday, July 16th, 2018

Quelle: Rote Hilfe Schweiz

Das Urteil im Prozess gegen Pola Roupa, Militante des Revolutionären Kampf, wegen den Angriffen gegen die Griechische Nationalbank und die Büros des Internationalen Währungsfonds in Athen in 2014 ist gefällt worden. Es lautet lebenslange Haft plus 25 Jahre wegen “Führung einer terroristischen Organisation” und “physische Anstiftung” zur Umsetzung der Aktionen. Dieser Prozess weist zwei Elemente auf, die ihn im Vergleich zu den vorhergehenden “Anti-Terror” Prozessen in Griechenland unterscheiden.

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[Indonesien] Update zu den anarchistischen Gefangenen in Yogyakarta

Thursday, July 12th, 2018

Quelle: https://325.nostate.net übersetzt von ABC Wien

“Das Gefängnis ist ein Meilenstein auf dem Weg der Revolutionäre zur Freiheit. Es ist ein Zwischenstopp, aber nicht das Ende.” Verschwörung der Feuerzellen

Vom 1. Mai 2018 bis heute (4. Juli 2018) gab es noch immer kein Gerichtsverfahren gegen die anarchistischen Gefangenen in Yogyakarta.

Laut vorliegenden Informationen hätten die anarchistischen Gefangenen am 29. Juni in das Cebongan Gefängnis in Sleman verlegt werden sollen, da die Staatsanwaltschaft sie bereits seit dem 1. Mai in der Polizeiwache Yogyakarta (Polda Yogyakarta) für das Ermittlungsverfahren festgehalten hatte. Die geplante Verlegung wurde jedoch abgesagt und die Haftdauer in Polda Yogyakarta aufgrund weiterer Ermittlungen bis zum 30. Juli 2018 verlängert.

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[Hamburg] Soli-Gruß an alle Gefangenen ein Jahr nach den G20-Riots

Monday, July 9th, 2018

(Quelle: de.indymedia.org)

Heute Nacht wurden die Gefangenen der JVA Billwerder-Moorflet mit Feuerwerk gegrüßt.

Wir wollen unseren Genossen, Gefährten und allen anderen Insassen zeigen, dass sie nicht alleine sind. Uns ist jedoch bewusst, dass dies lediglich einen kleinen, symbolischen Akt darstellt.
Das Problem sind nicht „nur“ die tristen Tage der Eingesperrten, das Problem sind vielmehr die Knäste an sich und ein Staat, der sich anmaßt das Leben und die Freiheit so vieler zu beschneiden und zu kontrollieren. Für uns ist klar, dass wahre Freiheit niemals in solch einem System zu realisieren ist. Nicht nur darum gilt es, dieses mit allen Mitteln zu überwinden und gegen die bestehende Ordnung zu kämpfen. Seit nunmehr einem Jahr werden unsere Freund*innen anlässlich des G20 festgehalten und drangsaliert und wenn es nach denjenigen geht, welche die Macht haben, sollen es bei vielen auch noch einige Jahre mehr werden.

Doch dem freidrehenden Polizeiapparat genügt dies offensichtlich nicht. Europaweit werden seit einigen Monaten fadenscheinige Haftbefehle vollstreckt, unter absurd anmutenden Vorwänden Wohnungen und Projekte durchsucht, zur Menschenjagd aufgerufen und sowieso alle möglichen Anstrengungen unternommen das Aufständische und Revolutionäre zu unterdrücken, zu bekämpfen und zu kriminalisieren. Wir solidarisieren uns, losgelöst von Kategorien wie „kriminell“ und „schuldig“/„unschuldig“ mit allen von Repressionen betroffenen G20-Rebell*innen.

Es kommt immer und immer wieder zu Tage, wie verlogen und hinterhältig Polizei, Politik, Judikative und deren Unterstützer*innen agieren. Allein ihre schlichte Existenz ist das Problem, das beschriebene Verhalten ist immanent. Es bleibt also an uns, aktiv zu werden, zu bleiben und für die Freiheit zu kämpfen!

An alle Eingesperrten: Haltet durch!

Für eine Welt ohne Knäste!

Für die Anarchie!

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Hamburg: Drei in einer Reihe… Die kommenden Anhörungstermine im Widerspruchsverfahren von Peike

Monday, July 9th, 2018

(Quelle: de-contrainfo.espiv.net)

Solidarisch mit dem G20-Gefangenen Peike.

Kommt zu den Anhörungen des Widerspruchverfahrens am kommenden Mittwoch, Donnerstag und Freitag!

Tage 21 + 22 + 23 (drei Termine an aufeinanderfolgenden Tagen!) – 11.7.-13.7. / 9:00-16:00

Amtsgericht Mitte

Sievekingplatz 3

Hamburg

Updates: freepeike.noblogs.org

Peike würde es begrüßen, wenn so viele Gefährt*innen wie möglich im Gerichtsgebäude zugegen wären.

Ab einer Stunde vor dem Beginn jeder Sitzung gibt es von den Gefährt*innen von United We Stand, Kaffee und Musik außerhalb des Gerichts. Falls ihr einen Übernachtungsplatz in Hamburg benötigt, sendet eine E-mail zur Unterstützungsgruppe: Free Peike: freepeike@riseup.net

Ausdrücklich sollte auch noch einmal an das für Peike eingerichtete Solidaritätskonto erinnert werden.

[Bulgarien] Stoppt die Repression gegen die bulgarische Gefangenenvereinigung und ihren Gründer Jock Palfreeman

Wednesday, July 4th, 2018

Quelle: abc brighton, übersetzt von ABC Wien

Jock Palfreeman ist ein 29-jähriger australischer Antifaschist, der den Mut hatte, sich an einem Abend in Sofia (Bulgarien) 16 Neo-Nazis in den Weg zu stellen. Er wurde Zeuge wie die Faschist*Innen zwei Roma-Jungen verfolgten und angriffen. Jock rannte zu den Jungen und tat sein Bestens, die Nazis mithilfe eines Messers in Schach zu halten, jedoch griffen sie ihn an. Jock hatte keine Möglichkeit zu fliehen und musste sich selbst verteidige. Andrey Monov, einer der Nazis und Sohn eines prominenten Politikers, wurde erstochen und ein weiterer, Antoan Zahariev, wurde verletzt. Die Roma-Jungs rannten davon.

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[Berlin] Razzien bei Nero und Isa

Tuesday, July 3rd, 2018

Quelle: de.indymedia.org

Info aus der Achse Nordkiez-Moabit-Tegel

Bei Nero fand am Mittwoch eine Zellendurchsuchung statt, nach der ihm nichts als ein paar Bücher geblieben sind. Private Gegenstände sowie Briefe wurden beschlagnahmt, ohne ihm eine Rechtsgrundlage zu nennen. Es ist aber kein Geheimnis geblieben, dass die Razzia mit dem Brandanschlag auf das Auto der Schließerin im Nordkiez zusammenhängt.

Am Freitag dann das selbe bei Isa. Kurz vorher hatte er noch berichtet, dass er relativ gut behandelt wird. Als er an diesem Tag gerade Kaffeekränzchen mit Mitgefangenen hielt, wurde seine Zelle plötzlich gestürmt. Alle wurden ausgezogen und ganzkörperuntersucht. Bei ihm wurden außerdem private Gegenstände und Klamotten mit Aufdruck mitgenommen.

Als Angehörige der beiden Gefangenen fordern wir die Zurückgabe aller mitgenommenen Sachen. Es ist einfach nur schäbig, für den Anschlag auf eine offensichtliche Freiheitsfeindin diejenigen zu knechten, die sowieso schon dem Knastregime unterworfen sind.

[Deutschland] Update zum Prozessbeginn von Isa am 02. Juli

Saturday, June 30th, 2018

Quelle: verfahrengebiet

Für alle, die auf die Anklagebank eines Gerichts gezerrt werden, ist eine solidarische Begleitung des Verfahrens durch die „Szene“, das eigene Umfeld und auch durch Menschen die bisher keinen Bezug zu den Angeklagten haben, extrem wichtig.

Nicht nur um als Angeklagte/r nicht alleine in einem Gerichtssaal voller Feinde zu sitzen. Die Justiz sieht Angeklagte, die mit keiner oder wenig Unterstützung auftreten, als leichtes Futter an. Ihnen wird kurzer Prozess gemacht, weil ja niemand genau hinschaut. Die Strafen sind höher weil vereinzelte Angeklagte kaum Druck aufbauen können. Sie werden im Knast häufiger von Beamten misshandelt und sterben öfter durch „Selbstmord“.

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