Posts Tagged ‘Russland’

[Russland] Moskau Anarchist Black Cross – Updates September 2021

Mittwoch, September 29th, 2021

Quelle: avtonom, übersetzt von abc wien

Dieses Mal gibt es sowohl gute als auch schlechte Nachrichten, beginnen wir also mit den guten.

Maxim „Hadad“ Smolnikov aus der Untersuchungshaft entlassen

Maxim „Hadad“, ein Anarchist und Straßenkünstler aus Chabarowsk, wurde am 6. August aus der Untersuchungshaft in den Hausarrest entlassen, nachdem er fast 4 Monate im Gefängnis verbracht hatte. Ihm wird vorgeworfen, in einem Social-Media-Post vom November 2018 „den Terrorismus zu rechtfertigen“, nachdem der 17-jährige Anarchist Mikhail Zhlobitsky einen Sprengstoffanschlag auf FSB-Büros in Archangelsk verübt hatte. Die Staatsanwaltschaft legte gegen die Freilassung Berufung ein, aber das Berufungsgericht bestätigte Smolnikovs Freilassung am 22. September. Smolnikow hat noch keinen Gerichtstermin.

Weitere Informationen über den Fall Smolnikov findet ihr hier.

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[Russland] Zwei Anarchist*innen drohen sechs Jahre Gefängnis für einen Banner Drop

Donnerstag, September 2nd, 2021

quelle. freedom news, übersetzung abc wien

Zwei jungen Anarchist*innen, Dmitry Tsibukovsky und Anastasia Safonova, drohen sechs Jahre Gefängnis, weil sie (angeblich) ein Transparent in Solidarität mit den Angeklagten im „Netzwerk“-Fall aufgehängt haben.  

Den russischen Behörden und niemandem sonst zufolge war das „Netzwerk“ eine terroristische anarchistische Organisation, die zwischen 2015 und 2017 in Russland aktiv war. Ihre mutmaßlichen Mitglieder wurden im Februar 2020 vom russischen Militärgericht in der Stadt Pensa aufgrund falscher Anschuldigungen zu Haftstrafen zwischen 6 und 18 Jahren verurteilt. Vor ihrer Verurteilung wurden die inhaftierten Anarchisten gefoltert und misshandelt, um ihnen Geständnisse zu entlocken. Freedom hat in der Vergangenheit bereits ausführlich über diesen Fall berichtet.

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[Deutschland] Schwarzer Rauch über dem russischen Konsulat

Dienstag, April 27th, 2021

Quelle: schwarzerpfeil.de

Am heutigen Mittwoch, dem 22. April 2021, haben wir Rauchtöpfe auf das Gelände des russischen Konsulats in Hamburg geworfen. Durch diese Aktion wurde niemand verletzt und das war auch nicht das Ziel.

Unsere Aktion soll auf das Schicksal unseres Genossen Asat Miftachow aufmerksam machen. Asat wurde im Januar von einem Moskauer Gericht zu sechs Jahren Strafkolonie verurteilt. Er wird beschuldigt, in der Silvesternacht 2018 mit anderen ein Bürofenster von Putins Regierungspartei „Einiges Russland“ eingeschlagen und eine Rauchbombe hineingeworfen zu haben.
Mitangeklagte Genoss*innen, die sich zu dieser Aktion bekannt haben, sagten aus, Asat wäre nicht beteiligt gewesen. Verurteilt wurde er mit einer fadenscheinigen Begründung trotzdem.¹ Für uns ist klar: Asat wird nicht wegen ein paar Scherben und etwas Rauch jahrelang weggesperrt, viel länger als seine Genoss*innen, die Bewährungsstrafen kassierten.
Asat wird von einem autoritären Staat seiner Freiheit beraubt, weil er Anarchist ist und daraus keinen Hehl macht. Das ist in Putins Russland genug, um ein Leben zu zerstören. Asat ist nicht der*die erste Anarchist*in, die in Russland ins Visier der Repression gelangt und wird auch nicht der*die letzte sein. Auch Menschenrechtsorganisationen sind sicher, dass der Staat an unserem Genossen ein Exempel statuieren will.

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[Russland] 14-jährige Anarchisten werden wegen Terrorismus angeklagt

Samstag, März 6th, 2021

Quelle: schwarzerpfeil.de

Kansk ist eine Stadt mit 90.000 Einwohner:innen in Sibirien, Russland. Die nächstgelegene Millionenstadt ist Krasnojarsk, 250 Kilometer westwärts. Zwei Jungen, die letztes Jahr 15 Jahre alt geworden sind, Nikita Uvarov und Denis Mikhaylenko, sitzen seit letztem Sommer im Gefängnis, weil sie beschuldigt werden, einen terroristischen Anschlag geplant zu haben. Laut Anklage planten sie unter anderem, das Hauptquartier des russischen Sicherheitsdienstes FSB in Minecraft zu bauen und dort in die Luft zu jagen. Während der Sowjetära hatte der FSB verschiedene Namen, der letzte vor dem Zerfall der Sowjetunion war FSB.

Nikita und Denis wurden verhaftet, nachdem sie Plakate verbreiteten, die die Freilassung des Anarchisten und Mathematikers Azat Miftakhov forderten, der in Moskau verhaftet wurde. Eines der Plakate wurde am örtlichen FSB-Gebäude in Kansk angebracht. Denis und Nikita planten auch, eine Food Not Bombs-Veranstaltung in Kansk zu organisieren, um Essen an Obdachlose zu verteilen.

Nikita und Denis wurden bereits im Juni 2020 verhaftet, aber Informationen über den Fall begannen sich erst im November 2020 zu verbreiten, als Novaya Gazeta und die Online-Medienplattform Baza Artikel über den Fall veröffentlichten. Dieser Artikel basiert größtenteils auf einem Artikel von Evgeniya Tamarchenko, der in der Online-Medienplattform The Insider veröffentlicht wurde und im Januar 2021 erschien.

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(Sibirien, Russland) Gefangenenstreik in der IK-15-Gefängniskolonie

Montag, Mai 18th, 2020

Quelle: panopticon.blogsport.eu

Gefunden auf Publicación Refractario (Chile), dieser Text wurde auf spanisch am 11. Mai 2020 veröffentlicht, von uns übersetzt.

Gefangenenstreik in der Hochsicherheits-Gefängniskolonie IK-15 in Angarsk (Sibirien)

Nach offiziellen Angaben sind zwei Gefangene tot.
Am 9. April verprügelte der Assistent des Leiters der Krutynov-Kolonie in der Strafzelle einen Gefangenen. Anton Obolenitschew schlitzte sich als Reaktion auf diese Form der Behandlung die Pulsadern auf und nahm dies als eine Protestnachricht per Telefon auf. Für seinen Versuch, auf das Problem aufmerksam zu machen, wurde er wiederholt geschlagen.

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Solidarität ist zerbrechlich – Gedanken zum „Netzwerk“-Fall vom ABC Dresden

Samstag, April 18th, 2020

Quelle: abcdd.org, click for english version

Vor etwa einem Monat, bevor ganz Europa von Nationalstaaten abgeriegelt wurde, ist die anarchistische Bewegung in verschiedenen Teilen der Welt durch die Nachrichten aus Russland um den „Netzwerk“ Fall erschüttert worden. Das liberale Nachrichtenportal „Meduza“ veröffentlichte Information, wonach einige der Angeklagten aus Penza auf ihrer Flucht in den Mord an zwei Menschen verwickelt waren. Diese Information brachte erneut das Thema auf die Tagesordnung, wie wir unsere Solidarität organisieren und wo die Grenzen unserer Solidarität liegen. Obwohl wir uns nicht in der Region befinden, haben wir eine Verbindung zu unseren Gefährt*innen in Russland. Wir haben viele Solidaritätsveranstaltungen für die Verfolgten im „Netzwerk“ Fall in Dresden organisiert. Zum Beispiel haben wir Ende Dezember bei einem Event Menschen ermutigt, an russische Anarchisten und Antifaschisten im Gefängnis zu schreiben.

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[Russland] Ilya Romanov aus dem Knast entlassen

Samstag, April 18th, 2020

Quelle: avtonom.org, übersetzt von ABC Wien

Am Samstag, dem 11. April, konnte Ilya Romanov, ein anarchistischer Gefangener der LPU-21, von Verwandten abgeholt werden. Die Staatsanwaltschaft legte gegen die Entscheidung des Gerichts von Subovo-Polyanski der Republik Mordwinien keine Berufung ein, das die Freilassung Romanovs aufgrund seines Gesundheitszustandes angeordnet hatte. Wir beglückwünschen Ilya und alle, die für seine Freilassung aus dem Gefängnis gekämpft haben!

Das Gericht hatte am 31. März entschieden, dass Romanow freigelassen werden sollte, da er nach einem Schlaganfall im Knast gelähmt war.

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Bruchstellen #56 online

Sonntag, März 1st, 2020

Inhalt:

*[Deutschland] Leipzig: Brief eines Gefangenen

*[Russland] Russische Anarchisten und Antifaschisten zu Gefängnisstrafen verurteilt

*[Belarus] Der anarchistische Gefährte Mikita Yemelyanau ist zu sieben Jahren Haft verurteilt worden

*[Spanien] Neue Adresse der anarchistischen Gefährtin Lisa

*[Indonesien] Urteile im Prozess gegen die sechs verhafteten Anarchisten

*[Portugal] Aufruf zur finanziellen Unterstützung für die juristische Verteidigung von Gabriel Pombo Da Silva

*[Deutschland] Schon vergessen? Anna und Arthur halten’s Maul!

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[Belarus] der anarchistische Gefährte Mikita Yemelyanau ist zu sieben Jahren Haft verurteilt worden

Mittwoch, Februar 19th, 2020

Quelle: anarchistsworldwide, übersetzt von abc wien

Anmerkung von Anarchists Worldwide: Zusammen mit Mikita Yemelyanau wurde auch Ivan Komar verurteilt. Es sei darauf hingewiesen, dass Ivan Komar mit der Polizei zusammenarbeitete und gegen den Gefährten Mikita aussagte. Aus diesem Grund unterstützte das Anarchist Black Cross Belarus Ivan Komar nicht. Außerdem haben wir festgestellt, dass in verschiedenen Medienberichten über den Fall von Mikita mehrere Variationen seines Namens verwendet wurden, weshalb wir beschlossen haben, bei der von ABC Belarus verwendeten Version zu bleiben, da wir sie für die wahrscheinlichste halten.

Die belarussischen Anarchisten Mikita Yemelyanau und Ivan Komar sind am Mittwoch, 12. Februar 2020, zu je sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden.

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[Russland] Network:Internationaler Aufruf zu Solidaritätsaktionen

Dienstag, Februar 18th, 2020

Quelle: rupression

Vom 22. bis 29. Februar ist die internationale Woche der Solidarität mit den in Russland verfolgten Antifaschisten und Anarchisten. In diesen Tagen fordern wir dringend auf, die Angeklagten im Fall Netzwerk zu unterstützen, gegen das Gefängnissystem zu protestieren und Informationen über Folter zu verbreiten, die in Russland als Instrument der Unterdrückung eingesetzt werden.

Warum jetzt? Am 10. Februar, 630 Kilometer von Moskau entfernt, erließ ein Gericht in Penza ein Urteil gegen sieben Personen, denen vorgeworfen wird, das sogenannte „Netzwerk der anarchistischen Terroristengemeinschaft“ organisiert zu haben. Der ganze Fall basiert auf Geständnissen, die von den Angeklagten durch grausame Folter erpresst wurden, Waffen, die untergeschoben wurden, und einer äußerst schwachen Anschuldigung, dass sie „terroristische Handlungen planen, um die russische Regierung zu stürzen“.

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[Russland] Russische Anarchisten und Antifaschisten zu Gefängnisstrafen verurteilt

Dienstag, Februar 18th, 2020

Quelle: barrikade

Dmitry Pchelintsev – 18 Jahre,
Ilya Shakursky – 16 Jahre,
Andrey Chernov — 14 Jahre,
Maxim Ivankin – 13 Jahre,
Mikhail Kulkov – 10 Jahre,
Vasily Kuksov – 9 Jahre,
Arman Sagynbayev – 6 Jahre,

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[Russland] Victor Filinkov im Prozess des Network-Falls: „Es ist, als würdest du verschwinden, nur der Schmerz bleibt.“

Montag, Januar 27th, 2020

Quelle: anarchists worldwide, übersetzt von abc wien

Viktor Filinkow: Als ich gefoltert wurde . . . Nun, ich war natürlich nicht darauf vorbereitet. Es war nicht wie in den Filmen. Es war keine Zeit, um nachzudenken oder zu lachen, wie es manche Superheld*innen tun oder so was ähnliches: Man schreit einfach vor Schmerz. Man ist in einem schrecklichen Zustand. Ich habe noch nie etwas Vergleichbares erlebt.

Ja, ich habe schon mal einen Stromschlag bekommen, als ich eine Steckdose oder ein Telefonkabel berührte, oder als ich an einer Batterie leckte. Aber ein Elektroschocker ist ein ganz anderes Gefühl. Sie haben mich gleichzeitig geschlagen, aber ich habe es überhaupt nicht gespürt, abgesehen von den Schlägen auf den Kopf. Als sie mich auf den Kopf schlugen, wurde meine Sicht weiß. Meine Augen waren meistens geschlossen, weil eine Kappe über mein Gesicht gezogen war, aber ich sah weiß, als sie mich am Kopf schlugen.

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[Russland] Update zu Ilya Romanovs Gesundheitszustand

Sonntag, Januar 12th, 2020

Quelle: larisa romanova/abc belarus, übersetzt von abc wien

Heute […] kam die Antwort des Europäischen Gerichtshofs im Verfahren der Anwendung vorläufiger Maßnahmen zur Verlegung von Ilya Romanov in ein Zivilkrankenhaus oder seiner Entlassung im Zusammenhang mit einer schweren Krankheit.

Die Debatte mit der russischen Regierung wurde fortgesetzt.

Wir haben den zweiten Teil von Ilja’s Krankenakte mit den Ergebnissen der von zivilen Ärzten in Saransk durchgeführten Untersuchungen erhalten, nachdem wir die Büros von Roszdravnadzor [Gesundheitsbehörde] in Moskau und Nizhny Novgorod besetzt hatten.

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[Russland] Staatsanwaltschaft fordert im Network-Prozess Haftstrafen zwischen 6 und 18 Jahren

Montag, Dezember 30th, 2019

Quelle: attaque, übersetzt von abc wien

Laut einem Mitglied des Unterstützungskomitees, welches im Saal anwesend war, hat der Staatsanwalt des Wolga-Bezirksmilitärgerichts beantragt, die fünf Angeklagten im Penza-Teil des „Netzwerk“-Falles zu Gefängnisstrafen zwischen sechs und achtzehn Jahren zu verurteilen.

Die Staatsanwaltschaft forderte die längste Strafe gegen Dmitri Pchelintsev zu verhängen: 18 Jahre in einer Hochsicherheits-Strafkolonie. Für die weiteren Angeklagten wurden folgende Verurteilungen gefordert:

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Bruchstellen #53 online

Sonntag, Dezember 8th, 2019

Inhalt:

*[Frankreich] Der europäische Haftbefehl wurde aufgehoben – Vincenzo ist aus dem Gefängnis  entlassen

*[Russland] ABC Moskau unterstützt Arman Sagynbaev NICHT mehr

*[Italien] Turin: Amma, Uzzo und Patrick, die am 20.09.2019 verhaftet wurden, sind in den Hausarrest verlegt

*[Frankreich/Italien] Nach der Operation Scintilla – Cops  greifen in Paris an

*[Deutschland] Thomas Meyer-Falk: “Shorty wird mit Sicherungsmaßnahmen eingedeckt!”

*[Deutschland] Thunfisch ist wieder frei // Erklärung von Thunfisch & Knastcharts!

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[Russland] ABC Moskau unterstützt Arman Sagynbaev NICHT mehr

Montag, November 25th, 2019

Quelle: avtonom, übersetzt von abc wien

Das Anarchist Black Cross Moskau wird Arman Sagynbaev, Gefangener im Network-Fall, aufgrund des von Rupression veröffentlichten Statements nicht weiter unterstützen. Arman wurde von der Liste der politischen Gefangenen, die von ABC Moskau unterstützt werden, gestrichen. Von nun an werden keine Spenden, die an ABC Moskau für die Network-Gefangenen oder politische Gefangene im Allgemeinen überwiesen werden, zur Unterstützung von Arman Sagynbaev verwendet oder an seine Anwält*innen weitergegeben.

Erklärung der Rupression Kampage

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[Russland] Der anarchistische Gefangene Viktor Filinkov ist im Hungerstreik

Samstag, November 9th, 2019

Quelle: attaque, übersetzt von abc wien

Anmerkung von Attaque: Viktor Filinkov wurde Ende Januar 2018 während der zweiten Welle der von der Polizei der Stadt Pensa eingeleiteten repressiven Operation „Network“ festgenommen. Einem Artikel von Anarchy Today zufolge wurde er am 5. November an seinem sechsten Tag im Hungerstreik in die Abteilung für Infektionskrankheiten eines Krankenhauses in St. Petersburg verlegt.

„Die Besonderheit dieses Hungerstreiks im Vergleich zu vielen anderen ist die einfache Tatsache, dass es keine Forderung im Zusammenhang mit seiner persönlichen Situation gibt.Viktor machte deutlich, dass er sich nicht über das Untersuchungsgefängnis beklagen will und „nicht für sich hungert“.

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[Russland] Netzwerkprozess beginnt in Petersburg

Donnerstag, April 18th, 2019

Die Angeklagten im Fall Network Viktor Filinkov und Yuli Boyarshinov im Käfig bei Gericht. Filinkov (links) trägt ein Sweatshirt mit dem Slogan „Your tasers can’t kill our ideas“. Foto von Alexander Koryakov. Mit freundlicher Genehmigung von Kommersant

Quelle: rupression, übersetzt von abc wien

In St. Petersburg hat der Gerichtsprozess im Falle der „anarchistischen terroristischen Vereinigung“ Network begonnen. Viktor Filinkov, ein 24-jähriger Programmierer, und Yuli Boyarshinov, ein 27-jähriger Industriekletterer, werden beschuldigt, Teil des Networks zu sein. Föderationsratsmitglied Lyudmila Narusova, die an der Anhörung teilnahm, wies darauf hin, dass die „Fähigkeit zum Werfen von Granaten“ Mitgliedern der patriotischen Jugendbewegung „Yunarmiya“ offiziell beigebracht wird – und von der Anklage als Beweis gegen die Angeklagten verwendet wird. „Dieser Fall hat mit der Rechtsstaatlichkeit nichts zu tun“, stellte Narusova fest.

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[Russland] Network: Brief von Ilja Schakurskij und Dimitri j Ptscgelinzev über Igor Shishkins Position

Sonntag, April 14th, 2019

Quelle: rupression

Mit dem Prozess gegen Igor Shishkin entstanden viele Mythen über die Haltung anderer Angeklagter zu seiner Position. Wir veröffentlichen Briefe von Ilya und Dima für diejenigen, die sich sicher sind, dass die Position von Igor von anderen Teilnehmern des Falls gebilligt wurde.

Ilya Shakursky

Ich kann Igor Shishkin nicht als Verräter oder Nestbeschmutzer bezeichnen, aus dem einfachen Grund, weil ich ihn nie gekannt habe, keine Hoffnung auf ihn gesetzt habe und er mir keine ewige Freundschaft geschworen hat. Aber ich werde ihn auch nie verstehen, so wie ich alle nicht verstehen kann, die mit ihrer Angst und Lügen die sogenannte Rechtsprechung  für uns vorbereiten.

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[Russland] Wjatscheslaw Lukitschew wurde zu einer Geldstrafe von 300 Tausend Rubel verurteilt

Sonntag, März 24th, 2019

Quelle: avtonom

14. März bei einer auswärtigen Verhandlung des Moskauer Bezirksmilitärgerichts (MOVS) wurde der kaliningrader Anarchisten Wjatscheslaw Lukitschew zu einer Geldstrafe von 300 Tausend Rubel [ca 4100 Euro, Anm.d.Ü.] wegen „Rechtfertigung von Terrorismus“ verurteilt. Darüber berichtete Lukitschew Freundin Daria Koshkina. „Er wurde im Gerichtssaal freigelassen!“ , sagte sie. Das Strafverfahren wurde von einer gerichtsjury des Moskauer bezirksgerichts im Gebäude des Militärgerichtshofs der Baltischen Flotte geprüft. Lukitschew wurde nach Teil 2 des Paragrafen 205.2 des Strafgesetzbuches  der Russischen Föderation („Rechtfertigung von Terrorismus“) für schuldig befunden, nachdem er den Abschiedsbrief des Anarchisten Michail Zhlobitskij, der im Oktober vergangenen Jahres in der Nähe des UFSB-Gebäudes [inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation, Anm.d.Ü.]  im Oblast Arkchangelsk eine Bombe detonierte, veröffentlichte.

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[Australien/Indonesien] Gemeinsame Solidaritätsaktionen für Anarchist*innen in Russland

Sonntag, Februar 24th, 2019

Quelle: mpalothia, übersetzt von abc wien

Gefährt*innen in Brisbane, Sydney und Melbourne im sogenannten Australien und Borneo in Indonesien haben kürzlich koordinierte Aktionen in Solidarität mit Anarchisten in Russland durchgeführt, die mit staatlicher Unterdrückung und Folter zu kämpfen haben.

Die jüngste Welle der Unterdrückung von Gefährten in Russland begann Anfang Februar, als der FSB (Föderaler Sicherheitsdienst, die Nachfolgeorganisation des KGB der Sowjetunion) Razzien durchführte, die zu Verhaftungen von einem Dutzend Gefährten führten.

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[Russland] Setzte das FSB in ihrem Fall gegen russische Antifaschisten einen Neonazi-Agent Provocateur ein?

Freitag, Februar 8th, 2019

Quelle: anarchist news, übersetzt von abc wien

Nachdem der erste Angeklagte in einer vielbeachteten Terrorismusuntersuchung verurteilt wurde, tauchen neue Beweise auf, dass die Geheimdienste einen Agent Provocateur gegen russische Antifaschist*innen eingesetzt haben könnten. Seit Herbst 2017 führen die russischen Geheimdienste eine Untersuchung der angeblichen Terrorismusdelikte russischer Anarchist*innen und Antifaschist*innen durch. Infolgedessen wurden elf Personen in St. Petersburg und Penza im so genannten „Network“-Fall angeklagt – die Sicherheitsdienste behaupten, dass diese Männer Teil einer unterirdischen Terrorgruppe waren, die vor den Präsidentschaftswahlen 2018 und der Fußballweltmeisterschaft Unruhe stiften wollte.

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[Russland] Moskau: Erneute Repressionen gegen Anarchist*innen

Montag, Februar 4th, 2019

Quelle: international anarchist defence fund, übersetzt von abc wien

Seit dem Morgen des 1. Februar durchsuchte die FSB Wohnungen von Anarchist*innen in Moskau. Sie suchten und fragten vor allem nach einem Gefährten namens Azat Miftakhov, der heute ebenfalls inhaftiert wurde. Cops behaupten, er habe in seinem Studentenwohnheim Sprengstoff produziert, und angeblich fanden sie bei einer Durchsuchung am 17. Januar einige Spuren davon. Die Boulevardpresse hat bereits erklärt, er habe sich schuldig bekannt und ein gefälschtes Polizeidokument verbreitet, das dies bestätigen soll.

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Bruchstellen #42 & #43 online!

Montag, Februar 4th, 2019

Die aktuelle und die letzte Ausgabe unseres monatlichen Infoblatts Bruchstellen sind online.

 

Nr. 43 Februar 2019
Inhalt:
*[Deutschland] Hülya: Brief vom 26. Januar 2019
*[Belarus] Minsk: Anarchist verhaftet und verschwunden
*[Österreich] Wien: Prozessbericht zum Prozess wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt im Zuge der Räumung der besetzten Nele35
*[Russland] Network: Bericht zur öffentlichen Anhörung am 21.01.2019
*[USA] Eric King: Der Angriff und die Folter im FCI Florence
*[Schweiz] Basel18: Urteil im Prozess – Wir sind alle Mittäter*innen
*[Deutschland] Nero ist in Freiheit!
*[Russland] Network: Igor Shishkin. Das Gericht
*[Spanien] Staatsanwaltschaft fordert 25 Jahre Haft für Rodrigo Lanza
*[Deutschland] Schwanger im Knast – Bericht einer ehemaligen Gefangenen aus der JVA Bützow …
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[Russland] Network: Igor Shishkin. Das Gericht

Donnerstag, Januar 31st, 2019

Quelle: rupression

Das Moskauer Bezirksmilitärgericht prüft bei einer auswärtigen Sitzung in St. Petersburg das Strafverfahren des Antifaschisten Igor Shishkin, der beschuldigt wird, Teil der „Terroristischen Vereinigung „Netzwerk““ (Artikel 205.4, Teil 2 des Strafgesetzbuchs). Shishkin gab seine Schuld vollständig zu und schloss mit der Untersuchung eine außergerichtliche Einigung ab. Die meisten anderen Angeklagten weigerten sich zu gestehen und erzählten, wie sie vom FSB (Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation, Anm.d.Ü.) gefoltert wurden. Shishkin wurde nach einem Spezialverfahren vor Gericht gestellt – er erhielt 3,5 Jahre Haft.

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[Russland] Network: Bericht zur öffentlichen Anhörung am 21. Januar 2019

Donnerstag, Januar 31st, 2019

Quelle: rupression

Öffentliche Anhörungen im Fall „Netzwerk“, an denen Menschenrechtsverteidiger_innen und Eltern der Festgenommenen teilnahmen

Am 21. Januar fanden in Moskau öffentliche Anhörungen im statt. Die Eltern der Angeklagten enthüllten zuvor unbekannte Tatsachen. So könnte es sich bei einem ehemalige Nationalisten um einen in den Kreis der Antifaschist_innen eingeschleusten V-Mann handeln.

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[Russland] Network: Kommunikation mit Anwält*innen in U-Haft eingeschränkt – Briefe werden zurückgehalten

Donnerstag, Januar 31st, 2019

Quelle: rupression

Filinkov und Boyarshinov werden keine Briefe ausgehändigt und die Kommunikation mit Anwälten in der Untersuchungshaft wurde eingeschränkt

Yana Teplitskaya, ein Mitglied der Public Monitoring Commission (ONK) in St. Petersburg, sagte auf ihrer Facebook-Seite, dass die im Fall „Netzwerk“ Beteiligten Viktor Filinkov und Yulij Boyarshinov, keine Briefe im Untersuchungshaftgefängnis in der Shpalernaya Straße erhalten. Sie und andere Gefangene von Einzelhaftzellen dürfen ihre Anwälte kaum sehen. Wie Teplitskaya berichtete, stellte sich beim Besuch von Mitgliedern der ONK in der Untersuchungshaft heraus, dass Briefe an Filinkov und Boyarshinov seit Anfang 2019 nicht eingetroffen waren.

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[Russland] Network: Gericht verlängert die Untersuchungshaft für sechs Beteiligte

Donnerstag, Januar 31st, 2019

Quelle: rupression

Der Arrest (in Untersuchungshaft, Anm.d.Ü.) sechs Angeklagter im Penza-Fall wurde bis zum 18. April verlängert, berichtete die Zeitung „7×7“ unter Berufung auf Korrespondent_innen im Gerichtssaal. Das Landgericht Penza genehmigte den Antrag des Ermittlers und verlängerte den Arrest (in der Untersuchungshaft, Anm.d.Ü.) von Arman Sagynbayev und Dmitry Pchelintsev. Der Angeklagte bat, ihn unter Hausarrest zu stellen. Heute hat das penzaer Gericht des Ortsteils Leninsky Michail Kulkow und Maxim Ivankin in Untersuchungshaft einliefern lassen.

 

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[Anarchist Defence Fund] Der A-Fond unterstützt ABC Moskau und Oleg Serebrennikov

Donnerstag, Dezember 13th, 2018

Quelle: anarchist defence fund

Im November haben wir zwei Unterstützungsanfragen aus Russland erhalten. Die erste war ein allgemeiner Vorschlag, Anarchist*innen in Russland nach einer gigantischen Welle der Repression, die auf den Bombenanschlag eines Anarchisten, bei dem er selbst verstarb, auf das FSB Hauptquartier folgte, zu unterstützen. Ein minderjähriger Anarchist wurde in Moskau festgenommen und der Herstellung von Sprengstoff angeklagt, ein weiterer Anarchist wurde in Kaliningrad festgenommen und der Billigung von Terrorismus angeklagt, nachdem er in einem Posting Solidarität mit dem verstorbenen Anarchisten von Arkhangelsk ausdrückte. Eine ganze Welle von Verhören, Fahndungen und Unterdrucksetzungen traf andere Aktivist*innen im ganzen Land.

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[Russland] Inhaftierte Antifaschisten beginnen Hungerstreik

Freitag, Dezember 7th, 2018

Quelle: freedom news, übersetzt von abc wien

Zwei inhaftierte russische Antifaschisten traten Ende letzter Woche in einen Hungerstreik. Sie protestieren gegen ihre Inhaftierung und gegen das Vorgehen der Polizeibeamten während der Ermittlungen und den Versuch, Geständnisse von ihnen zu erpressen.

Der Hungerstreik begann, als einer der beiden Antifaschisten, Dmitry Pchelintsev, in eine „Strafzelle“ verlegt wurde und die Beamten versuchten, ihn dazu zu zwingen zuzugeben, dass er Gefängnisregeln gebrochen habe – nämlich sich während eines Freigangs mit einem Mitgefangenen unterhalten zu haben.

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Bruchstellen #41 online

Montag, Dezember 3rd, 2018

Nr. 41 Dezember 2018

Inhalt:

*[Berlin] Revolte in der JVA Tegel im SothA von einem
beteiligten Gefangenen

*[UK] Sven van Hasselt: Brief und Statement zu seiner Adresse

*[Italien] “Operation Panico”: Bericht der Anhörung am 08. November

*[US] Jeremy Hammond ist in Isohaft verlegt worden

*[Argentinien] Buenos Aires: anarchistische Gefährtin bei
Bombenanschlag verletzt – mehrere Festnahmen

*[Indonesien] Yogyakarta: Solidaritätsbanner mit Russlands Anarchist*innen,  Antifaschist*innen & Mikhail

*[Wien] 2.Prozesstag eines Gefährten bez. schwerer Sachbeschädigung: Freispruch!

*[Spanien] Über die beiden verhafteten Anarchist*innen in Madrid

[Indonesien] Yogyakarta: Solidaritätsbanner mit Russlands Anarchist*innen, Antifaschist*innen & Mikhail

Sonntag, November 18th, 2018

Quelle: 325, übersetzt von abc wien

Vom anarchistischen, individualistischen Netzwerk aus Yogyakarta für den Gefährten Mikhail, alle Anarchist*innen und Antifaschist*innen in Russland.

Ein in Yogyakarta aufgehängtes Banner mit der Aufschrift: „SOLIDARITÄT MIT ALLEN ANARCHIST*INNEN UND ANTIFASCHIST*INNEN IN RUSSLAND – LANG LEBE DIE ANARCHIE! 🖤 MIKHAIL ”

Anarchist*innen und Antifaschist*innen in Russland sehen sich einer Welle der staatlichen Repression ausgesetzt, nachdem ein 17-jähriger Anarchist namens Mikhail Zhlobitsky sich in der Stadt Arkhangelsk im FSB Gebäude am Morgen des 31. Oktober 2018 selbst in die Luft sprengte. Nach dieser Aktion wurden einige Anarchist*innen und Antifaschist*innen verhaftet und erfahren weitere Repressionen.

Wir hoffen auf Solidarität und Stärke für alle Anarchist*innen und Antifaschist*innen in Russland, Indonesien und weltweit.

[Australien] Graffiti zum Andenken an Michail Zhlobitsky

Montag, November 12th, 2018

Quelle: 325

Narrm / Melbourne, so genanntes Australien: Graffiti-Wandgemälde zum Andenken an den 17-jährigen russischen Anarchisten-Kommunisten Michail Zhlobitsky, der am 31. Oktober bei einem Sprengstoffanschlag auf das Hauptquartier des FSB (Federal Security Service) im russischen Archangelsk starb.

„Vergiss niemals unsere gefallenen Gefährt*innen!“