Posts Tagged ‘Analyse’

[Chile] Anarchistische Perspektive gegen die Pandemie des Coronavirus

Montag, März 30th, 2020

Quelle: panopticon.blogsport.eu

An einem besonders chaotischen Freitagnachmittag leitet Piñera (A.d.Ü., Präsident von Chile) die landesweite Medien auf die Pandemie ein. Seit Anfang März ist die Angst vor dem Virus langsam ins Gespräch gekommen: zwischen der aufgeregten Rückkehr in die Unterrichtsklassen, die eine Replik (wie ein Erdbeben) des Oktoberaufstandes sein will, den massiven feministischen Demonstrationen, der Radikalisierung der reaktionären Sektoren und der bevorstehenden Volksabstimmung gewinnt sie immer mehr an Bedeutung.

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Ein fiktiver Krieg

Montag, März 30th, 2020

Quelle: panopticon.blogsport.eu

Ein fiktiver Krieg

Während der Entwicklung der Krise aufgrund des Covid-19 konnten wir zahlreichen Interventionen von Regierungsvertretern beiwohnen, wobei wir auf die Erzählung zurückgreifen, dass wir uns in einem Krieg befinden.

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Ein Spaziergang am Rand… ein Sprung ins Nichts

Freitag, März 27th, 2020

Quelle: plagueandfire.noblogs.org

Die Geißeln sind in der Tat eine gewöhnliche Sache, aber man glaubt kaum an Geißeln, wenn sie auf den Kopf fallen. In der Welt hat es zu gleichen Teilen Seuchen und Kriege gegeben; und doch erwischen Seuchen und Kriege die Menschen immer unvorbereitet.
(Albert Camus, Die Pest)

Chaos… oder nicht?

Die Ankunft der Epidemie in Italien ist der Ausgangspunkt einer noch nicht bekannten Umwälzung. Die Wirtschaft bricht zusammen. Hunderte von Milliarden Euro sind verschwunden. Die Geschäfte werden geschlossen. Öffentliche Ämter, Schulen, Sporthallen… alles ist blockiert. Nur Supermärkte und Geschäfte für den grundlegenden Bedarf bleiben geöffnet und werden täglich geleert. Die Menschen gehen meist aus dem Haus nur zum Einkaufen. Aus Angst sprechen sie nicht miteinander, jeder versucht, so schnell wie möglich es alles zu erledigen. Es scheint als wäre ein vor-apokalyptisches Szenario zu sein, manche könnten denken, dass dies das Vorzeichen zu einer Periode des Chaos ist. Doch die heutige Situation scheint ganz anders als chaotisch: Millionen von Menschen geben es auf, ihren Haus im Namen einer kollektiven Verantwortung voller Patriotismus zu verlassen, der Staat befehlt und die Bürger gehorchen; einige aus Angst, andere, um Vergeltungsmaßnahmen zu vermeiden. Beziehungen werden meist durch Computermedien vermittelt, und der menschliche Kontakt ist Verstoß der kollektiven Gesundheit geworden. Die Wirtschaft orientiert sich an webbasierten Plattformen, große multinationale Unternehmen verwalten den gesamten Warenverkehr und Supermarktketten werden zum Hauptbezugspunkt, um die Bedürfnisse zu befriedigen. Der Unterricht erfolgt über eine Fernverbindung, sicherlich werden die Klassenzimmer jetzt ruhig sein… Was wäre bei all dem chaotisch?
Natürlich ist die Lage in den Krankenhäusern alles andere als unter Kontrolle, aber warum sollte es so überraschend sein, hat sich der Staat jemals um die Gesundheit der Menschen gekümmert? Krankheit ist mehr als eine Bedrohung sondern es ist eine Gelegenheit zu Profit oder Kontrolle.

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Das Virus überleben: Ein anarchistischer Leitfaden

Donnerstag, März 26th, 2020

Quelle: de.crimethinc.com

Kapitalismus in der Krise – Aufkommender Totalitarismus – Strategien des Widerstands

Die Pandemie wird in den nächsten Wochen nicht vorübergehen. Selbst wenn es durch strenge Eindämmungsmaßnahmen gelingt, die Zahl der Infektionen auf das Niveau von vor einem Monat zu senken, könnte sich das Virus wieder exponentiell ausbreiten, sobald die Maßnahmen ausgesetzt werden. Die derzeitige Situation wird wahrscheinlich noch monatelang anhalten – plötzliche Ausgangssperren, uneinheitliche Quarantänen, zunehmend verzweifelte Bedingungen – , auch wenn sie sicherlich andere Formen annehmen werden, wenn die inneren Spannungen überkochen. Um uns auf diesen Moment vorzubereiten, sollten wir uns und einander vor der Bedrohung durch das Virus schützen, die Fragen nach dem Risiko und der Sicherheit, die die Pandemie mit sich bringt, durchdenken und uns mit den katastrophalen Folgen einer Gesellschaftsordnung auseinandersetzen, die von vornherein nicht auf die Erhaltung unseres Wohles ausgerichtet war.

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Die Corona-Krise

Mittwoch, März 25th, 2020

Quelle: capulcu.blackblogs.org

PDF-Download

GEWÖHNUNG AN DAS REGIERTWERDEN IM AUSNAHMEZUSTAND

Der Ausnahmezustand ist das neue Normal. Die derzeitigen gesellschaftlichen Einschränkungen bis hin zu vollständig außer Kraft gesetzten Grund-, Bürger- und Menschenrechten, in der Absicht einer (unbestritten notwendigen) Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus überschlagen sich. Beinahe täglich werden weiter gehende Vorschläge diskutiert und per Allgemeinverfügung umgesetzt. Wir sind uns daher bewusst, dass unser heutiges Augenmerk (22.3.20) auf aktuell besonders weit greifende Maßnahmen in wenigen Wochen in ein neues Koordinatensystem von Akzeptanz bzw. Empörung einsortiert werden wird. Die Geschwindigkeit dieser Koordinatenneusetzung könnte ein geeignetes Maß für die Transition vom Antiterror- zum epidemischen Ausnahmezustand sein. Darin erfährt der „Gefährder“ eine qualitative Neuinterpretation.

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Notizen des Seucheninstinkts [Note epide(r)miche]

Mittwoch, März 25th, 2020

Quelle: ausnahmezustand2020.blackblogs.org

italienisches Original: finimondo.org

Sein Name ist mir letzte Woche buchstäblich in den Sinn gekommen. Ich war unterwegs, um Brot zu holen, und als ich in der Bäckerei ankam, zählte ich instinktiv diejenigen der Kunden, die dort ein- und ausgingen, die die Maske trugen. Dort ist mir das passiert. Mir wurde plötzlich klar, dass ich gerade die Zählung des deutschen Philologen Victor Klemperer, eines Zeugen und Gelehrten des Aufstiegs des Dritten Reichs, wiederholt hatte: “Unsere Moral ändert sich von Tag zu Tag. Wir zählen, wie viele Menschen in den Geschäften “Heil Hitler!” und wie viele “Guten Morgen” sagen. Gestern sagten in der Bäckerei fünf Frauen “Guten Morgen” und nur zwei “Heil Hitler”: Die Moral steigt. Heute, in der Metzgerei, sagten alle: “Heil Hitler”… die Moral geht unter.” Ich gebe zu, dass ich genau in diesem Moment ein Frösteln im Nacken verspürte.

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Einzelfälle

Montag, März 23rd, 2020

Quelle: ausnahmezustand2020.blackblogs.org

Auf der Seite der Unterdrückten Zahlenspiele zu machen, ist ein risikoreiches Unterfangen, man läuft Gefahr dabei, sich zurückzulehnen, die Arme vor dem eigenen immer fetter werdenden Wanst zu verschränken und sich in seiner eigenen Eitelkeit und “Ich habs euch ja gesagt” Mentalität zu verstecken. Ein jeder findet genug Gründe sich mit etwas unangenehmen abzufinden. Jeder trägt sein Schärflein bei zum Status Quo. Eines jeden Handlung oder nicht Handlung ist mitentscheidend, für die Entwicklung der Geschehnisse. Sich Im letztlich freiwilligen Hausarrest zu befinden, lädt einen geradezu dazu ein, sich in Texten, Büchern und der virtuellen Welt zu verschanzen und so zu tun, als könnte man nichts tun als warten, warten, bis eine kritische Masse erreicht ist, welche der Herrschaft “zuviel” wird uns sie “aus eigenen Stücken” entscheidet, die Welt wieder “Normal” werden zu lassen. Aber von welchem Normal reden wir hier eigentlich? Es gibt nie einen Weg zurück, den hat es niemals gegeben, jeden Tag trifft man bewusst, oder unbewusst Entscheidungen, auch sich die Wampe vollzufressen und sich zuzudröhnen, sei es in der virtuellen, derealisierten Welt, dem eigenen derealisierten Dasein, oder über ebenso derealisierende Substanzen oder eben Kohlenhydraten. Die Grenzen verschwimmen sehr leicht. Man kann nicht warten bis genug Einzelfälle passiert sind, wie am 18.März in Via Lucio Petrone in Salerno (Kampanien), wo sich eine 52 jährige alte Frau das Leben nahm indem sie vom Balkon sprang, Mutter von zwei Kindern, angeblich mit einem leichten Zustand der Depression, was auch immer das heissen mag. Weiters schreibt die Zeitung, soweit man diesen Aasgeiern vertrauen will, dass sie Besessen war von der Angst sich vom Corona-Virus anzustecken, bis sie ihrer Angst nachgab und sich umbrachte. Sie wird lapidar als “Corona – Opfer”, wenn auch “indirekt” geführt. Der Zynismus der Speichellecker der Herrschaft kennt keine Grenzen.

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Frankreich: „Das schlimmste Virus aller Zeiten… Autorität…“

Montag, März 23rd, 2020

Quelle: panopticon.blogsport.eu

Frankreich: „Das schlimmste Virus aller Zeiten… Autorität…“

Ursprünglich auf Nantes Indymedia am 13.03.2020 veröffentlich

via Sans Attendre Demain

Über COVID-19, autoritäre Wahnvorstellungen und die beschissene Welt, in der wir leben…

Die makabre Zahl der Todesopfer nimmt von Tag zu Tag zu, und in der Vorstellung eines jeden Menschen stellt sich das zunächst vage, dann immer etwas stärkere Gefühl ein, vom großen Sensenmann immer mehr bedroht zu sein. Für Hunderte von Millionen von Menschen ist diese Vorstellung sicher nicht neu, die Vorstellung vom Tod, der jeden Menschen jederzeit treffen kann. Denkt nur an die Verdammten der Erde, die täglich auf dem Altar der Macht und des Profits geopfert werden: diejenigen, die unter staatlichen Bomben überleben, inmitten endloser Kriege um Öl oder Bodenschätze, diejenigen, die mit unsichtbarer Radioaktivität koexistieren, die durch Unfälle oder Atommüll verursacht werden, diejenigen, die die Sahelzone oder das Mittelmeer überqueren und in Konzentrationslagern für Migrant*innen eingesperrt sind, Diejenigen, die durch das Elend und die Verwüstung, die durch die Agroindustrie und die Rohstoffgewinnung verursacht werden, in Fleisch und Knochen verwandelt werden… Und selbst in den Ländern, die wir bewohnen, haben wir in nicht allzu langer Zeit den Schrecken von Metzgereien im industriellen Maßstab, Bombenanschlägen, Vernichtungslagern kennen gelernt… immer geschaffen durch den Durst nach Macht und Reichtum der Staaten und Bosse, immer getreulich eingerichtet von Armeen und Polizei.

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„Die Covid-19 Welt: Die Epidemien im Zeitalter des Kapitalismus“ (Contra Toda Nocividad)

Montag, März 23rd, 2020

Quelle: panopticon.blogsport.eu

Gefunden auf Contra Toda Nocividad:

Epidemien im Zeitalter des Kapitalismus

Die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen des Planeten bringt die Menschheit an den Rand der Selbstzerstörung: Wir leben inmitten von Epidemien, die vor allem durch die ständige Verbreitung von Chemikalien (Pestizide, Insektizide, endokrine Disruptoren usw.) verursacht werden und gleichzeitig gesundheitsschädlich sind, und wir leben umzingelt von einer Atmosphäre mit einem so hohen Verschmutzungsgrad, dass ein großer Teil der Bevölkerung Allergien und Krankheiten entwickelt. Diese Ausbeutung der natürlichen Ressourcen bringt auch die Verwüstung des Territoriums durch die Techno-Industrie mit sich: das Mittelmeer wird zur Kanalisation-Kloake, Südostasien zur chemischen Wüste, Afrika zur großen Deponie usw.

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Wertlos [In corpore vili]

Samstag, März 21st, 2020

Quelle: ausnahmezustand2020.blackblogs.org

“Der Zweck des Terrors und seiner Taten ist es, die Anpassung der Menschen an sein Prinzip auf vollständige Art zu erpressen, so dass auch sie letztlich nur einen Zweck erkennen: den der Selbsterhaltung. Je mehr Menschen skrupellos ihr eigenes Überleben im Blick haben, desto mehr werden sie zu psychologischen Marionetten eines Systems, das keinen anderen Zweck hat, als sich selbst an der Macht zu halten”.

Leo Löwenthal, 1945

Hier sind wir also. Vor einigen Stunden wurde der landesweite Gesundheitsnotstand ausgerufen. Eine praktisch totale Sperre. Halbverlassene Straßen und Plätze. Verboten – das Haus ohne einen von den Behörden als gültig erachteten Grund zu verlassen (von wem? aber natürlich von den Behörden). Verboten – sich zu treffen und zu umarmen. Verboten – jegliche Initiative zu organisieren, die auch nur ein Minimum an menschlicher Präsenz (von Parteien bis hin zu Kundgebungen) vorsieht. Verboten – einander zu nahe zu sein. Aussetzung jeglicher Geselligkeit. Die Ermahnung, soviel wie möglich im Haus eingeschlossen zu bleiben und sich In Erwartung von Neuigkeiten an ein elektronisches Gerät zu klammern. Die Verpflichtung zur Befolgung von Direktiven. Die Verpflichtung, immer eine “Selbstzertifikat” (Passierschein) mitzuführen, das die eigenen Bewegungen rechtfertigt, auch wenn man zu Fuß geht. Für diejenigen, die sich solchen Maßnahmen nicht unterwerfen sollten, gibt es Sanktionen, die Festnahme und Inhaftierung bedeuten kann.

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Die Knastgesellschaft war schon immer da – Corona macht sie deutlicher.

Samstag, März 21st, 2020

Quelle: criminalsforfreedom.noblogs.org

-Vorab: Dies ist keine vollständige Analyse. Die Ereignisse überschlagen sich derzeitig, wir versuchen am Ball zu bleiben. Weitere konkrete Infos folgen.-

In jeder Krise zeigen sich die Auswirkungen vom Kapitalismus besonders deutlich und die Herrschenden nochmal mehr als sonst ihr wahres Gesicht. So auch in dieser.

Die meisten Regierungen setzen derzeitig alles auf Isolation – keine sozialen Kontakte, keine Begegnungen in Räumen, nur die Haustür verlassen, wenn es „notwendig“ ist, Einkäufe auf Vorrat, keine Menschenansammlungen, Grenzschließungen, ach – am besten gleich zu Haue bleiben und sich einsperren. Diese Regel gilt für „alle“, wobei damit diejenigen gemeint sind, die sich eine Isolation zu Hause und Hamsterkäufe leisten können. Sie gilt nicht für Wohnungslose, Arbeiter*innen, deren Jobs auch in Krisenzeiten (ökonomisch) existenziell sind und erst recht gilt sie nicht für Gefangene.

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Der Aufstand in den Tagen des Corona-Virus

Samstag, März 21st, 2020

Quelle: de.indymedia.org

Nun ist schließlich jenes destabilisierende Ereignis eingetroffen, dass das kapitalistische System blockieren könnte. Und anders, als wir uns das vorgestellt haben, ist die Ursache dafür nicht das Handeln einer Gruppe von Revolutionären oder einer sozialen Gruppe eines Territoriums oder gar einer Bevölkerung im Aufstand. Das Ereignis entsteht im kapitalistischen Körper selber und breitet sich in ihm mit der gleichen Geschwindigkeit aus, mit der sich ein Virus in einem organischen Körper ausbreitet, wobei dadurch verschiedene Funktionen des Systems blockiert werden.

Nun ist schließlich jenes destabilisierende Ereignis eingetroffen, dass das kapitalistische System blockieren könnte. Und anders, als wir uns das vorgestellt haben, ist die Ursache dafür nicht das Handeln einer Gruppe von Revolutionären oder einer sozialen Gruppe eines Territoriums oder gar einer Bevölkerung im Aufstand. Das Ereignis entsteht im kapitalistischen Körper selber und breitet sich in ihm mit der gleichen Geschwindigkeit aus, mit der sich ein Virus in einem organischen Körper ausbreitet, wobei dadurch verschiedene Funktionen des Systems blockiert werden.

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Crimethinc.: Warum wir keine Forderungen stellen

Donnerstag, Februar 18th, 2016

(gefunden auf: crimethinc.blogsport.de)

Von Occupy bis Ferguson: Immer wenn eine neue Graswurzelbewegung entsteht, bemängeln Expert*innen, das Fehlen klarer Forderungen. Warum fassen Protestierende ihre Ziele nicht zu einem einheitlichen Programm zusammen? Warum gibt’s da keine Vertreter*innen, die mit den Herrschenden verhandeln können, um konkrete Vorstellungen über institutionelle Wege voranzubringen? Warum können sich diese Bewegungen nicht in vertrauter Sprache und mit angemessenem Anstand ausdrücken?

Oft ist dies die hinterlistige Rhetorik derer, die sich von Bewegungen die Beschränkung auf gesittete Appelle wünschen. Wenn wir einen Plan verfolgen, den sie lieber nicht wahrhaben wollen, erklären sie diesen für irrational oder unschlüssig. Vergleiche den „People‘s Climate March“ letzten Jahres, der 400.000 Personen hinter einer einfachen Botschaft vereinte und so wenig Protest mit sich brachte, dass die Polizei nicht mal eine einzige Person festnehmen musste, mit den Baltimore Riots ab April 2015. Viele priesen den Climate March, während sie die Aufstände in Baltimore als irrational, skrupellos und unwirksam verspotteten; der Climate March hatte jedoch wenig konkrete Auswirkungen, während die Aufstände in Baltimore die Staatsanwaltschaft dazu zwangen, eine beispiellose Menge von Polizist*innen anzuklagen. Du kannst dich darauf verlassen: Würden 400.000 Menschen auf den Klimawandel so reagieren, wie ein paar tausend auf den Mord an Freddie Gray, würden die Politiker*innen ihre Prioritäten anders setzen.

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Einige Überlegungen für ein Projekt gegen Grenzen

Donnerstag, Dezember 10th, 2015

(gefunden auf: linksunten.indymedia.org)

Weg von jeglichem politischen Opportunismus soll unser Eingriff in einem sozialen Kampf nach unseren eigenen Regeln passieren: wir kämpfen nicht, damit “Geflüchtete ihre Dokumente bekommen”, sondern gegen die Herrschaft der Staaten über alle Menschen. Auf die Strasse zu gehen heisst nicht, dass wir sie dirigieren, auch nicht dass wir jemandem einen Gefallen tun, vor allem wenn wir uns nicht über unsere Ideen im klaren sind, oder wenn wir sie je nach Bedarf mal runterspielen oder überhöhen. Im Gegenteil, aufständische Ideen und Praxen zu verbreiten bedeutet, weiter auf dem Weg der sozialen Revolution zu kommen…

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Der Charakter der Strafe entlarvt sich in der Architektur

Mittwoch, September 30th, 2015

(gefunden auf: linksunten.indymedia.org)

Über individuelle Verantwortung, Knastbau und Justizzentrum

Der Traum der Resozialisierung durch Einsperrung ist seit langem überholt. Dennoch ist die Resozialisierung das Ideal, das ihre Architektur und alles, was in den Knästen mit den Gefangenen geschieht, rechtfertigt. Der Sinn der Strafe durch Einsperrung, aber auch ihr Ziel, hat sich über die Jahre verändert. Heute dient die Strafe der Isolierung und Trennung unruhestiftender Elemente von den funktionsfähigen Elementen der Gesellschaft, um eine Infektion zu verhindern.

Eine Infektion der „gesunden“ Teile der Gesellschaft, die in Zeiten zunehmender Zuspitzung sozialer Konflikte und Widersprüche, der Verschärfung der Lebensbedingungen großer Teile und dem Auflösen des Sozialstaates, aber auch den sich häufenden internationalen Kriegen und Aufständen, akuter wird. Eine Infektion, die durch Kommunikation im weitesten Sinne geschieht, also durch Beispiele (Taten) und deren inspirierende Wirkung auf andere, aber auch durch direkteren Austausch über die Möglichkeiten sein Überleben außerhalb der legalen Ökonomie und der Abhängigkeit von Lohnarbeit zu gewährleisten. Einsperrung soll also ruhigstellen, abschrecken, sozial isolieren, Feinde gesellschaftlicher Interessen konstruieren, Sündenböcke für gesellschaftliche Missstände bieten, Probleme und Konflikte hinter Mauern verstecken, also im großen und ganzen diese jetzt existierenden (Eigentums-)Verhältnisse schützen.

Knast wird immer mehr zu einer produzierenden Industrie, innerhalb der die Arbeiter, also die Gefangenen, zu Sklaven mit den irrwitzigsten Hungerlöhnen werden und den involvierten Unternehmen billigste Arbeit anbieten (und das nicht freiwillig). So wird eine Arbeitnehmerschaft (Ausgebeutete) garantiert, die keine Rechte hat, gezwungen ist zu arbeiten und nicht aufbegehrt. Dazu gewinnen die Landesjustizkassen immense Summen durch die Verwaltung des Kapitals, das sich durch die Knastarbeit und die Existenz von Knästen anhäuft.

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Montag, Dezember 22nd, 2014

(gefunden auf: de.contrainfo.espiv.net)

Der Morgen des Dienstags, 16. Dezember, hat uns mit einer Welle von Hausdurchsuchungen und Verhaftungen überrascht… Hat er uns überrascht? Wir werden nicht lügen. Fangen wir noch einmal an. Der Morgen des Dienstags, 16. Dezember, hat uns NICHT überrascht. Die regionale katalanische Polizei, die Mossos d’Esquadra, die Guardia Civil und richterliche Beamte der Audiencia Nacional* haben mehr als 10 Wohnungen und einige anarchistische Lokale in Barcelona, Sabadell, Manresa und Madrid gestürmt, mit den jeweiligen Hausdurchsuchungen, Verhaftungen und Beschlagnahmungen von propagandistischem und informatischem Material. Ausserdem haben sie die Gelegenheit genutzt, um auch in das alte Kasa de la Muntanya, ein besetzter Raum, der gerade 25 Jahre alt geworden ist, einzufallen und es zu plündern, indem das gesamte Anti-Riot-Korps der Brigada Móvil der Mossos d’Esquadra eingesetzt wurde. (mehr …)

„Über eine Aktion die Debatten erzeugt hat und unsere Ziele geschärft hat.“ Bombenanschlag auf die Metro in Santiago de Chile

Samstag, Dezember 20th, 2014

(gefunden auf: linksunten.indymedia.org)

Am 23.6.2014 wurde in der U-Bahnstation „Los Dominicos“ (Santiago, Chile) eine Bombe gelegt, die durch ihre Explosion einige Menschen verletzte, wenn auch nicht lebensbedrohlich. In dem Konzept ähnelt dieser Angriff dem auf ein Einkaufszentrum in Athen am 20.1.2013. Jedoch wurden die Warnungen dort mehr beachtet und die Zeit günstiger gewählt. Die Aktion in Chile wurde nicht zeitnah erklärt, weshalb es zu einer gewissen Verwirrung kam, obwohl die üblichen Verdächtigen von der Herrschaft bereits ausgemacht schienen. Einige Tage später bekannte sich eine Anarchistische Gruppe zu dem Angriff.

https://interarma.info/2014/09/19/xilh-vomvistikes-epitheseis-se-stathmo…

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