Posts Tagged ‘Pandemie’

[Chile] Anarchistische Perspektive gegen die Pandemie des Coronavirus

Montag, März 30th, 2020

Quelle: panopticon.blogsport.eu

An einem besonders chaotischen Freitagnachmittag leitet Piñera (A.d.Ü., Präsident von Chile) die landesweite Medien auf die Pandemie ein. Seit Anfang März ist die Angst vor dem Virus langsam ins Gespräch gekommen: zwischen der aufgeregten Rückkehr in die Unterrichtsklassen, die eine Replik (wie ein Erdbeben) des Oktoberaufstandes sein will, den massiven feministischen Demonstrationen, der Radikalisierung der reaktionären Sektoren und der bevorstehenden Volksabstimmung gewinnt sie immer mehr an Bedeutung.

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[Spanischer Staat und International] Chronik der Aufstände, Ausbrüche und Ereignisse in den Gefängnissen und im CIES aufgrund der Coronavirus-Krise

Montag, März 30th, 2020

Quelle: panopticon.blogsport.eu

CHRONIK VON AUFSTÄNDE, GEFÄNGNISAUSBRÜCHEN UND VORFÄLLEN AUFGRUND DER CORONAVIRUS-KRISE

Der Alarmzustand, in dem wir uns aufgrund der sozialen Panik und der durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten Gesundheitskrise befinden, hat in verschiedenen Teilen der Welt Eindämmungsmaßnahmen mit sich gebracht, die immer weiter verbreitet werden. Diese Maßnahmen werden in vielen Gefängnissen durch die Aussetzung von Familienbesuchen umgesetzt, die das Einzige ist, was die Gefangenen mit der Außenwelt und ihren Menschen verbindet. Die Erlaubnisse für Freigänge unter der Wochen in mehreren Zentren, Besuche und Vis a Vis mit Anwälten wurden ebenfalls ausgesetzt. Gleichzeitig werden die Telefontarife erhöht und die Anrufe über die NIS personalisiert, um die Weiterleitung von Anrufen zwischen den Gefangene zu vermeiden. Diese soziale Isolierung zeigt sich, wenn die Schließer („Gefängnisbeamte“) täglich zwischen den Gefängnissen hin- und hergehen und keine Schutz- und Vorbeugungsmaßnahmen gegen die Pandemie haben. Aufgrund dieser restriktiven Bedingungen sind in verschiedenen Gefängnissen auf der ganzen Welt Versuche zur Rebellion aufgetreten, und hier ist eine Liste derer, die wir sammeln konnten.

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Das Virus überleben: Ein anarchistischer Leitfaden

Donnerstag, März 26th, 2020

Quelle: de.crimethinc.com

Kapitalismus in der Krise – Aufkommender Totalitarismus – Strategien des Widerstands

Die Pandemie wird in den nächsten Wochen nicht vorübergehen. Selbst wenn es durch strenge Eindämmungsmaßnahmen gelingt, die Zahl der Infektionen auf das Niveau von vor einem Monat zu senken, könnte sich das Virus wieder exponentiell ausbreiten, sobald die Maßnahmen ausgesetzt werden. Die derzeitige Situation wird wahrscheinlich noch monatelang anhalten – plötzliche Ausgangssperren, uneinheitliche Quarantänen, zunehmend verzweifelte Bedingungen – , auch wenn sie sicherlich andere Formen annehmen werden, wenn die inneren Spannungen überkochen. Um uns auf diesen Moment vorzubereiten, sollten wir uns und einander vor der Bedrohung durch das Virus schützen, die Fragen nach dem Risiko und der Sicherheit, die die Pandemie mit sich bringt, durchdenken und uns mit den katastrophalen Folgen einer Gesellschaftsordnung auseinandersetzen, die von vornherein nicht auf die Erhaltung unseres Wohles ausgerichtet war.

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Notizen des Seucheninstinkts [Note epide(r)miche]

Mittwoch, März 25th, 2020

Quelle: ausnahmezustand2020.blackblogs.org

italienisches Original: finimondo.org

Sein Name ist mir letzte Woche buchstäblich in den Sinn gekommen. Ich war unterwegs, um Brot zu holen, und als ich in der Bäckerei ankam, zählte ich instinktiv diejenigen der Kunden, die dort ein- und ausgingen, die die Maske trugen. Dort ist mir das passiert. Mir wurde plötzlich klar, dass ich gerade die Zählung des deutschen Philologen Victor Klemperer, eines Zeugen und Gelehrten des Aufstiegs des Dritten Reichs, wiederholt hatte: “Unsere Moral ändert sich von Tag zu Tag. Wir zählen, wie viele Menschen in den Geschäften “Heil Hitler!” und wie viele “Guten Morgen” sagen. Gestern sagten in der Bäckerei fünf Frauen “Guten Morgen” und nur zwei “Heil Hitler”: Die Moral steigt. Heute, in der Metzgerei, sagten alle: “Heil Hitler”… die Moral geht unter.” Ich gebe zu, dass ich genau in diesem Moment ein Frösteln im Nacken verspürte.

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Frankreich: „Das schlimmste Virus aller Zeiten… Autorität…“

Montag, März 23rd, 2020

Quelle: panopticon.blogsport.eu

Frankreich: „Das schlimmste Virus aller Zeiten… Autorität…“

Ursprünglich auf Nantes Indymedia am 13.03.2020 veröffentlich

via Sans Attendre Demain

Über COVID-19, autoritäre Wahnvorstellungen und die beschissene Welt, in der wir leben…

Die makabre Zahl der Todesopfer nimmt von Tag zu Tag zu, und in der Vorstellung eines jeden Menschen stellt sich das zunächst vage, dann immer etwas stärkere Gefühl ein, vom großen Sensenmann immer mehr bedroht zu sein. Für Hunderte von Millionen von Menschen ist diese Vorstellung sicher nicht neu, die Vorstellung vom Tod, der jeden Menschen jederzeit treffen kann. Denkt nur an die Verdammten der Erde, die täglich auf dem Altar der Macht und des Profits geopfert werden: diejenigen, die unter staatlichen Bomben überleben, inmitten endloser Kriege um Öl oder Bodenschätze, diejenigen, die mit unsichtbarer Radioaktivität koexistieren, die durch Unfälle oder Atommüll verursacht werden, diejenigen, die die Sahelzone oder das Mittelmeer überqueren und in Konzentrationslagern für Migrant*innen eingesperrt sind, Diejenigen, die durch das Elend und die Verwüstung, die durch die Agroindustrie und die Rohstoffgewinnung verursacht werden, in Fleisch und Knochen verwandelt werden… Und selbst in den Ländern, die wir bewohnen, haben wir in nicht allzu langer Zeit den Schrecken von Metzgereien im industriellen Maßstab, Bombenanschlägen, Vernichtungslagern kennen gelernt… immer geschaffen durch den Durst nach Macht und Reichtum der Staaten und Bosse, immer getreulich eingerichtet von Armeen und Polizei.

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„Die Covid-19 Welt: Die Epidemien im Zeitalter des Kapitalismus“ (Contra Toda Nocividad)

Montag, März 23rd, 2020

Quelle: panopticon.blogsport.eu

Gefunden auf Contra Toda Nocividad:

Epidemien im Zeitalter des Kapitalismus

Die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen des Planeten bringt die Menschheit an den Rand der Selbstzerstörung: Wir leben inmitten von Epidemien, die vor allem durch die ständige Verbreitung von Chemikalien (Pestizide, Insektizide, endokrine Disruptoren usw.) verursacht werden und gleichzeitig gesundheitsschädlich sind, und wir leben umzingelt von einer Atmosphäre mit einem so hohen Verschmutzungsgrad, dass ein großer Teil der Bevölkerung Allergien und Krankheiten entwickelt. Diese Ausbeutung der natürlichen Ressourcen bringt auch die Verwüstung des Territoriums durch die Techno-Industrie mit sich: das Mittelmeer wird zur Kanalisation-Kloake, Südostasien zur chemischen Wüste, Afrika zur großen Deponie usw.

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Berichte von Gefangenen aus Plötzensee über die Corona Pandemie

Samstag, März 21st, 2020

Quelle: criminalsforfreedom.noblogs.org

Nachfolgend zwei Berichte von Gefangenen aus dem Knast Plötzensee/Berlin bezüglich der Situation in den Knästen trotz der Corona Pandemie.

Plötzensee, 16.03.2020:

“ Gerade wo sich das Corona Virus rasant verbreitet, spürt man in der JVA Plötzensee keine drastischen und gesundheitsschützenden Maßnahmen. Die Zustände sind katastrophal, es gibt keine Seife oder Desinfektionsspender, Putzmittel steht nur spärlich von Seiten der Anstalt zur Verfügung und die Bediensteten melden sich vermehrt krank, was dazu führt, dass Gefangene früher eingeschlossen werden müssen. Gegen den hiesigen Anstaltsarzt, Dr. Henning D. ist zumindest von einem erheblich chronisch kranken Gefangenen, dessen Werte sich zunehmend verschlechtern, bekannt, dass gegen den Anstaltsarzt eine Dienstaufsichtsbeschwerde und ein Verfahren bei der Berliner Ärztekammer anhängig ist. Dr. Henning D. schweigt gegenüber der Ärztekammer zu den Vorwürfen, wonach er trotz schriftlicher Aufforderungen, den Insassen fachärztlichen Untersuchungen zuzuführen, über ein halbes Jahr nicht nachgekommen ist und nicht einmal ein Blutbild erhebt, obwohl der Insasse mehr als 20 Medikamente am Tag einnehmen muss. Zu Zeiten, wo sich Corona erheblich ausbreitet und gerade Patienten mit Vorerkrankungen wie Herzerkrankung und Diabetes besondere Schutzmaßnahmen im realen Leben von der Regierung auf den Weg gebracht werden, ist in der JVA Plötzensee nichts zu spüren und wird nicht veranlasst. Bekannt ist, dass sich die JVA Plötzensee auf eine Isolierstation mit 14 Betten vorbereitet, aber keine Beatmungsgeräte für den Ernstfall vorhält. Ein großes Sicherheitsrisiko ist zudem gegeben, dass das Essen in der JVA Charlottenburg gekocht und täglich mittels LKW zur anderen Straßenseite, der JVA Plötzensee gefahren wird, wodurch zusätzlich Risiken erhöht werden, Corona frei Haus zu liefern.“

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