Posts Tagged ‘AnarchistInnen’

[Indonesien] Update zu den anarchistischen Gefangenen in Yogyakarta

Thursday, July 12th, 2018

Quelle: https://325.nostate.net übersetzt von ABC Wien

“Das Gefängnis ist ein Meilenstein auf dem Weg der Revolutionäre zur Freiheit. Es ist ein Zwischenstopp, aber nicht das Ende.” Verschwörung der Feuerzellen

Vom 1. Mai 2018 bis heute (4. Juli 2018) gab es noch immer kein Gerichtsverfahren gegen die anarchistischen Gefangenen in Yogyakarta.

Laut vorliegenden Informationen hätten die anarchistischen Gefangenen am 29. Juni in das Cebongan Gefängnis in Sleman verlegt werden sollen, da die Staatsanwaltschaft sie bereits seit dem 1. Mai in der Polizeiwache Yogyakarta (Polda Yogyakarta) für das Ermittlungsverfahren festgehalten hatte. Die geplante Verlegung wurde jedoch abgesagt und die Haftdauer in Polda Yogyakarta aufgrund weiterer Ermittlungen bis zum 30. Juli 2018 verlängert.

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ABC goes Montagskonzert: Infoveranstaltung zu anarchistischen Langzeitgefangenen 2.0 @ekh

Sunday, June 10th, 2018

Montag 11.06.

(Wir wiederholen die Veranstaltung vom Donnerstag diesen Montag)

ABC goes Montagskonzert: Infoveranstaltung zu anarchistischen Langzeitgefangenen 2.0

Seit 2010 gibt es jedes Jahr am 11. Juni den internationalen Tag der Solidarität mit Marius Mason und anderen anarchistischen Langzeitgefangenen. (Bereits ab 2004 war der 11. Juni ein Solitag, ursprünglich für den “Greenscare”-Gefangenen Jeff”free” Luers.) Diesen Tag wollen wir zum Anlass nehmen um euch einige Gefangene aus verschiedenen Ecken der Welt etwas näher zu bringen. Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es die Möglichkeit Postkarten und Briefe an Gefangene zu schreiben!

Mit der zunehmenden Repression gegen emanzipatorische antiautoritäre Menschen und Bewegungen wird auch Solidarität immer wichtiger.

No one forgotten! Nothing forgiven!

11. Juni 2018: Ein Tag gegen Vergessenheit
Der 11. Juni ist ein internationaler Tag der Solidarität mit Marius Mason und allen anarchisti-schen Langzeit-Gefangenen. Ein Funke in der ewigen Nacht, staatlicher Repression. Ein Tag, an dem vorgesehen ist, diejenigen zu honorieren, die uns weggenommen wurden. An diesem Tag teilen wir Lieder, Veranstaltungen und Aktionen, um unsere gefangenen Gefährt*innen und Nahestehenden zu feiern. In vergangenen Jahren waren die Feiern
zum 11 Juni international und breit gestreut – von Selbstversorger*innenpartys mit Freund*innen, bis zu verschiedenen inspirierenden Angriffen; von Spendenaktionen und Briefschreibeabenden für Gefangene bis hin zu den nicht erzählten und unbekannte Wegen, wie wir die Flamme am Leben erhalten. (…)

Update zu den Gefangenen
Während des vergangenen Jahres waren unsere inhaftierten Gefährt*innen, mit unversehrter Integrität, den kalten Augen und gewalttätigen Händen des Staates ausgesetzt. In Chile versuchte Tamara Sol aus dem Gefängnis zu entkommen und wurde dabei ernsthaft verletzt und überführt: Zunächst in ein Hochsicherheitsgefängnis in Santiago und dann zum besonders brutalen Llancahue Gefängnis in Valdivia. Die „Casa Bombas 2” wurden beendet. Juan Flores wurde für mehrere Bombenanschläge in Santiago schuldig befunden und zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt. In Deutschland wurde Lisa zu mehr als 7 Jahren Haft verurteilt. Sie wurde für schuldig befunden eine Bank in Aachen ausgeraubt zu haben. Im Februar wurde sie in die JVA Willich II überführt. In den Vereinigten Staaten, ging Walter Bond für sechs Tage in den Hungerstreik. Er forderte vegane Mahlzeiten, ein Ende der Eingriffe in den Briefverkehr und die Überführung nach New York, wo er nach seiner Entlassung leben möchte. Als Vergeltungsmaßnahme ging es für ihn in die „Communications Management Unit“ in Terre Haute, Indiana. In Griechenland, unternahmen Pola Roupa and Nikos Maziotis einen Hungerstreik für fast 40 Tage. Sie forderten bessere Haftbedingungen, und längere Besuchszeiten, so wie die Abschaffung der äußerst repressiven C-Typ-Gefängnisse. Dinos Yagtzoglou wurde verhaftet und ist wegen einer Briefbombe angeklagt, die einen früheren Premierminister verletzte. Sein Widerstand hinter Gittern löste einen Aufstand in drei griechischen Gefängnissen aus und garantierte seinen Forderung ins Korydallos Gefängnis überführt zu werden.

In den Vereinigten Staaten braucht der trans*anarchistische und Öko / Tierbefreiungs-Gefangene Marius Mason mehr Briefe. Er mag es, Artikel über Tierrechte, Umweltaktivismus, Widerstand zur „Alt-Right“, Black Lives Matter und andere Gefängniskämpfe, zu bekommen. Das „ Carswell Federal Medical Center“ in dem Marius die letzen vergangenen Jahre einsitzt, ist eine bekanntermaßen restriktive und brutale Eintichtung. Zur Zeit verweigern sie ihm medizinische Unterstützung für seine, ihm zugesagte Geschlechtsumwandlung und ebenso angemessene Wahlmöglichkeiten für vegane Mahlzeiten.

Der 11. Juni ist eine Idee, nicht nur ein Tag. Jeder Tag ist 11. Juni. Und Ideen sind unverwundbar.Last uns das restliche Jahr mit Leben erfüllen und forführen, das Leben anarchistischer Gefangener zu feiern, indem wir ihre Kämpfe an ihrer Seite gemeinsam mit ihnen fortführen.

In aller Kürze: Es ist ein Aufruf, als rufen wir euch auf. Der 11. Juni ist das, was ihr daraus macht. Folgt euren Herzen und erfüllt die Welt mit wundervollen Gesten. Es gibt keine
Aktion, die zu klein oder zu groß ist.

Quelle: https://de-contrainfo.espiv.net/

[Madrid] Solidarität und Kampf gegen staatliche Unterdrückung

Wednesday, June 6th, 2018

Quelle: contra info

Solidaritätsnote, innerhalb eines auf spanisch eingegangenen Texts  von Contramadriz, der am 29.5. an Contrainfo gesendet wurde:

Staaten kennen keine Grenzen, wenn es darum geht, die Repression zu verstärken. Die Zusammenarbeit der Polizeikräfte ist Realität, was sich in der Repression gegen die G20 oder in der Verhaftung von Anarchist*innen, wie im Falle der Aachener Banküberfälle, zeigt.

Solidarität und Kampf, ebensowenig.

Diese repressive Welle, unter dem Kommando des deutschen Staates, aber mit anderen europäischen Staaten koordiniert, wurde in diesem Jahr in Form von wilden Demonstrationen, Sabotage, Aktionen und Bekanntmachung in ganz Europa beantwortet. Damit die die europäischen Staaten und ihre Handlanger wissen, dass die Reaktion und die Kontinuität des Kampfes weitergehen werden: Hamburg war eine Koordinate auf der Karte eines Konflikts, der bis zur totalen Zerstörung des Staates, des Kapitalismus und seiner Welt der Unterwerfung und des Elends nicht enden wird.

Solidarität und Angriff!

ABC goes Politbeisl: Infoveranstaltung zu anarchistischen Langzeitgefangenen @ekh

Wednesday, May 30th, 2018

Donnerstag 07.06. | 20 Uhr | EKH | Wielandgasse 2-4 | Medienwerkstatt

ABC goes Politbeisl: Infoveranstaltung zu anarchistischen Langzeitgefangenen

Seit 2010 gibt es jedes Jahr am 11. Juni den internationalen Tag der Solidarität mit Marius Mason und anderen anarchistischen Langzeitgefangenen. (Bereits ab 2004 war der 11. Juni ein Solitag, ursprünglich für den “Greenscare”-Gefangenen Jeff”free” Luers.) Diesen Tag wollen wir zum Anlass nehmen um euch einige Gefangene aus verschiedenen Ecken der Welt etwas näher zu bringen.

Mit der zunehmenden Repression gegen emanzipatorische antiautoritäre Menschen und Bewegungen wird auch Solidarität immer wichtiger.

No one forgotten! Nothing forgiven!

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Bruchstellen #33 & #34 online

Monday, May 28th, 2018

Bruchstellen #33

*[Hamburg] Prozessbericht des sechsten Tages der Berufsverhandlung von Peike

*[Basel] Update zum Prozess am Freitag 23. März

*[Afrin/überall] Rest in Power, Anna!

*[Belarus] Svyatoslav Baranovich zu 3 Jahren Haft verurteilt

*[Deutschland] Von Schweinen die fliegen und Alles zerstörenden Feuerbällen! Ein weiterer Brief von Nero aus dem Gefängnis

*[Deutschland] Soli-Aktion für russische Aktivist*innen in Bielefeld

 

 

 


Bruchstellen #34

*[Überall] 11. Juni 2018: Ein Tag gegen Vergessenheit

*[UK] Taylor weiterhin in kritischem Gesundheitszustand

*[Spanien, Madrid] Bankautomat aus Solidarität mit Lisa, die in Deutschland im Gefängnis sitzt, angezündet

*[Deutschland] Text von Thomas Meyer-Falk: “Anna Campell ist in Afrin gestorben”

*[Deutschland] Morgenstunde in der JVA Moabit

*[Italien] Soli- Grüße und Worte von Fabio

*[Deutschland] Andreas Krebs in Auslieferungshaft!

*[Schweiz] Das Gefängnis ‹Bässlergut› ist nicht gerade das, was eine freie Gesellschaft auszeichnet

*[Überall]Show Solidarity with Russian Anarchists on May Day!

[Überall] 11. Juni 2018: Ein Tag gegen Vergessenheit

Sunday, April 22nd, 2018

Quelle: contra info, dort veröffentlicht am 14. April 2018

Der 11. Juni ist ein internationaler Tag der Solidarität mit Marius Mason und allen anarchistischen Langzeit-Gefangenen. Ein Funke in der ewigen Nacht, staatlicher Repression. Ein Tag, an dem vorgesehen ist, diejenigen zu honorieren, die uns weggenommen wurden. An diesem Tag teilen wir Lieder, Veranstaltungen und Aktionen, um unsere gefangenen Gefährt*innen und Nahestehenden zu feiern.  In vergangenen Jahren waren die Feiern zum 11 Juni international und breit gestreut – von Selbstversorger*innenpartys mit Freund*innen, bis zu verschiedenen inspirierenden Angriffen; von Spendenaktionen und Briefschreibeabenden für Gefangene bis hin zu den nicht erzählten und unbekannte Wegen, wie wir die Flamme am Leben erhalten.

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[Deutschland] Ausbruch, Aufbruch, Anarchie – Freiheit für Jan und alle anderen!

Friday, March 23rd, 2018

gefunden auf ausbruch.aufbruch.anarchie

Anarchistische Kampagne gegen Repression nach dem 31.Mai 2017 und gegen jede Form der Einsperrung und Autorität +++++ Aufruf zu Aktionen in Solidarität mit Jan und allen anderen ++++ Start der von der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen unterstützten Kampagne

 

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[Belarus] Svyatoslav Baranovich zu 3 Jahren Haft verurteilt

Friday, March 23rd, 2018

gefunden auf abc-belarus, übersetzt von ABC-Wien

Svyatoslav Baranovich ist ein aktiver Bewohner von Minsk, der am 02. Oktober 2017 inhaftiert wurde, da er einem Bullen gegenüber gewalttätig gewesen sein soll. Am 15. März 2017 schloss sich eine Gruppe Anarchist*Innen einer Demonstation gegen die Arbeitslosensteuer an. Als am Ende dieser Demonstration Zivilbullen versuchten, einige der Aktivist*Innen festzunehmen, sprangen diese in einen öffentlichen Bus. Zufällig dabeistehende Menschen versuchten die Cops an der Verhaftung zu hindern. Svyatoslav Baranovich war einer von ihnen und schlug einen Cop. Der Angriff der Cops wurde erfolgreich abgewehrt, aber einige Haltestellen später wurden alle Anarchist*Innen verhaftet. Eventuell habt ihr von den gewalttätigen Verhaftungen und der 15-tägigen Haft für alle Beteiligten gehört.

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[Deustschland] Soli-Aktion für russische Aktivist*innen in Bielefeld

Friday, March 23rd, 2018

vom 19.März

In Bielefeld organisierten mehrere Aktivist*innen eine Solidaritätsaktion mit den in Russland eingesperrten und gefolterten Anarchist*innen und Antifaschist*innen. Seit unserem letzten Bericht spitzte sich die Situation weiter zu. Im ganzen Land wurden und werden Menschen verhaftet und in der Haft zum Teil mit Stromschlägen gefoltert. Ein Aktivist vom Evgeniy Karakesh wurde auf der Krim festgenommen. Ihm wird unter anderem der Vertrieb von Terrorpropaganda vorgeworfen. Immer mehr Antifaschist*innen und Anarchist*innen verlassen das Land aus Angst um sich und ihre Angehörigen, da es sowohl von der Polizei als auch von Seiten des russische Geheimdienstes FSB zu Drohungen kam. Das Wahlergebnis von über 70 % für Wladimir Putin lässt erahnen, dass die Repressionen gegen aktive Menschen weiter zunehmen werden.

Ein*e Aktivist*in aus Bielefeld meint hierzu:

„Wir sind solidarisch mit allen Anarchist*innen und Antifaschist*innen. Wir unterstützen den Kampf in Russland. In unseren Herzen und Köpfen sind wir bei euch!

IHR SEID NICHT ALLEIN!

VON BIELEFELD NACH MOSKAU – GEGEN ALLE KNÄSTE – FREIHEIT FÜR ALLE GEFANGENEN!“

[Wien/EKH] Fr 09.03. Party zur Finanzierung von anarchistischen Publikationen und Gegeninformation

Tuesday, March 6th, 2018

Quelle: http://med-user.net/~ekh/

MELTDOWNER // WOUNDS OF CASTRATED DICKS // VARICELLA ZOSTER

Meltdowner (Noise Rock)
https://numavi.bandcamp.com/album/melt-downer

Wounds of Castrated Dicks (Misandry Punk aus Wien)
https://de-de.facebook.com/vvocd/

Varicella Zoster (Screamo/HC aus Graz)
https://varicellazoster.bandcamp.com/releases

Wir machen eine Party um finanzielle Mittel zu sammeln. Das Geld wird für anarchistische
Projekte gebraucht, die Bücher, Zeitschriften, Plakate, Broschüren und andere Materialien zur
Gegeninformation und Vermittlung antiautoritärer, subversiver und anarchistischer Ideen in nicht
kommerzieller Absicht herstellen.

Der Staat und das kapitalistische Spektakel produzieren jeden Tag eine Unmenge an Informationen
die uns zu gewissen Handlungen und Verhaltensweisen erziehen, oder uns von gewissen
herrschaftlichen Standpunkten überzeugen sollen. Gegeninformation bedeutet für uns, dieser
Verdummung und Befriedung etwas entgegenzusetzen. Aus diesem Grund halten wir es für überaus
wichtig, selbst zu beobachten, zu denken, zu schreiben, unsere Gedanken über diese Welt aufs Papier
zu bringen und zu veröffentlichen. Um diese Gedanken anderen Ausgebeuteten zugänglich zu
machen. Um unsere Überlegungen mit anderen zu teilen, die Kompliz*innen sind, oder in Zukunft zu
welchen werden könnten, im Kampf gegen die Autorität.

Eigene Strukturen aufzubauen um nicht von kommerziellen Unternehmen abhängig zu sein, sehen
wir als einen Anspruch, der uns die letzten Jahre kontinuierlich begleitet hat. Leider finanzieren
sich diese Projekte aber nicht von selbst. Viele von uns sind es gewohnt ihre Kohle, die sie mit einer
Lohnarbeit verdienen, am Arbeits- oder Sozialamt abzocken oder anderweitig aufstellen, in diese
Projekte zu stecken. Doch leider sind auch diesen Quellen oft Grenzen gesetzt. Deshalb laden wir euch
ein, zur Party zu kommen und uns zu unterstützen, damit wir die Finanzierung dieser Materialien und der
Strukturen die wir versuchen aufzubauen nicht alleine tragen müssen.

„Der Hass gegen die Herrschaft, die Liebe zur vollsten unbeschränktesten Freiheit! Das sind
die beiden Pole, um welche sich die wahrhaft revolutionäre Propaganda drehen muss […] zum
rücksichtslosen Kampfe gegen die Tyrannei, gegen das Privateigenthum, gegen deren Träger und
Schergen aufzumuntern und zu begeistern; die vollste individuelle Autonomie und Selbstständigkeit zur
höchstmöglichen Entfaltung zu bringen; das ist es,was wir unter revolutionärer Propaganda verstehen.“
‘Revolutionäre Propaganda’ in: Die Autonomie. Anarchistisch-communistisches Organ, 1887

18 Uhr Textdiskussion “Im permanenten Kampf gegen die Gesellschaft und das Phantom der Politik – Einekritische Analyse der insurrektionellen Methode”

Diesmal soll der Text “Im permanenten Kampf gegen die Gesellschaft und das Phantom der Politik – Eine
kritische Analyse der insurrektionellen Methode” diskutiert werden.

“Eine der Grundvoraussetzungen der insurrektionellen Herangehensweise ist der alte Mythos der Sozialen Revolution. Das ist das ideale Ziel, indem eine radikale Transformation der Strukturen der Gesellschaft im anarchistischen Sinne erreicht werden kann, auf dessen Basis die insurrektionellen AnarchistInnen jeden eigenen Eingriff in die Realität betrachten; eine romantisierte Anschauung der ärmsten Klassen, wonach ihnen
die marginalisierte soziale Stellung und Vertrautheit mit der Gewalt des täglichen Überlebenskampfes eine potentielle Neigung zur Revolte und eine ideale Komplizenschaft mit denen verleihen würde, die gegen die Autorität kämpfen; folglich ein Glaube in die Erweckung der ausgeschlossenen und ausgebeuteten Massen”
“Wie sehr die gewichtigsten TheoretikerInnen des aufständischen Anarchismus auch andauernd
darauf beharren, dass von einer Methode und nicht von einer Theorie die Rede ist, so ist es doch so,
dass auch der Insurrektionalismus von einigen Grundvoraussetzungen, von einigen Hypothesen und
mittel- und langfristigen Zielen ausgeht, also eine Theorie ist. Das mittelfristige Ziel ist die Schaffung von
Bruchmomenten und die Verbreitung einer schärferen Konfliktualität. Die spezifischen Kämpfe, auch wenn
die Forderungen nicht gänzlich geteilt werden, sind für die aufständischen AnarchistInnen ein Sprungbrett
für ein anderes Ziel: die Bildung eines Beziehungsnetzes, die Verbreitung der Praxis der Selbstorganisierung
und der Konfliktualität gegen die Macht, die Anhebung der Konfliktebene in einer auf die Zukunft
ausgerichteten Perspektive. Die insurrektionelle Methode hat mittelfristig das Ziel, ihre sichtbare
Verbreitung zu erleben.[…] „Was zählt, ist die Methode“ (A.M. Bonanno). Was aber ist eine Methode, wenn
sie von der Motivation und den Zielen getrennt ist, die die Hände, das Herz und den Kopf zum handeln
bewegen? “

Der Text ist zu finden unter:
https://anarchistischebibliothek.org/library/fenrir-im-permanentenkampf-
gegen-die-gesellschaft-und-das-phantom-der-politik
-> als Broschüre zum Ausdrucken
https://anarchistischebibliothek.org/library/fenrir-im-permanenten-kampf-gegen-die-gesellschaftund-
das-phantom-der-politik.a4.pdf

Wir stellen jeden zweiten Freitag im Monat einen Text zur Diskussion. Diese Diskussionen stellen
einen Versuch dar, eine anarchistische Debatte in Gang zu setzen. Wir wollen weder Expert_innen,
noch Konsument_innen. Kommt bitte vorbereitet, lest den Text und macht euch dazu Gedanken
(evtl. Notizen). Wir wollen unsere Ideen und Vorstellungen teilen und diskutieren um unsere Kritik zu
schärfen.


Außerdem:
Neben den üblichen Getränken gibt’s auch eine Cocktailbar.
Die Kochgruppe FUG wird für uns mit feinstem veganen Essen verwöhnen!
Auf der Veranstaltung wird es verschiedene Info- und Büchertische geben, wo ihr euch mit diversen
Broschüren, Büchern, Plakaten, Aufklebern, usw. eindecken könnt…