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[Italien/Op. Scripta Manent] Aktuelle Adressen der am 6. September inhaftierten AnarchistInnen

Friday, September 16th, 2016

(gefunden auf: de-contrainfo.espiv.net)

logo300Am 6. September wurde die Turiner Abteilung der DIGOS Antiterroreinheit von der Leine gelassen, um  eine anti-anarchistische Aktion unter dem Namen “Scripta Manent” auszuführen.  Hausdurchsuchungen fanden  in verschiedenen Regionen Italiens statt. Die seit September 2012 für die Knieschüsse auf Adinolfi inhaftierten Anarchisten Alfredo Cospito and Nicola Gai (Olga Cell FAI/FRI) erhielten im Gefängnis eine neue Haftmitteilung. Zusätzlich wurrden draußen sechs Verhaftungen vorgenommen (fünf im Zusammenhang mit dieser Operation, eine als Ergebnis einer Hausdurchsuchung).

Die Operation Scripta Manent sucht bei den Beschuldigten nach Hinweisen auf eine Serie von Aktionen, für die sich die FAI (Informelle Anarchistische Föderation) in Italien bekannt hat. Deshalb dürften die GenossInnen Marco, Sandrone, Anna, Danilo and Valentina, neben Alfredo and Nicola, Anklagen wegen “subversiver Organisierung mit terroristischem Vorsatz“ entgegensehen.“

Unten sind ihre Anschriften, die sich jederzeit ändern könnten

Marco Bisesti
Alessandro Mercogliano

C.R. Rebibbia, Via Raffaele Majetti 70, 00156 Roma, Italia

Anna Beniamino
C.C. Via Aurelia nord km 79,500 n. snc 00053 Civitavecchia, Italia

Emiliano Danilo Cremonese
C.C. Via San Donato 2, 65129 Pescara, Italia

Valentina Speziale
C.C. Via Ettore Ianni 30, 66100 Chieti, Italia

Nicola and Alfredo are held in the AS2 wing of Ferrara prison:

Nicola Gai
Alfredo Cospito

C.C. Via dell’Arginone 327, 44122 Ferrara, Italia

Daniele, ein Mitverfasser von Croce Nera Anarchica, wurde am gleichen Tage im Zusammenhang mit einer anderen Arrestnahme gefangen genommen., nachdem die Polizei einige Batterien und ein Elektrikerhandbuch in seiner Wohnung gefunden hatte. Es ist wahrscheinlich, dass er wegen „Besitz von Materialien für die Herstellung von Sprengladungen angeklagt wird.

Der Genosse kann unter folgender Adresse kontaktiert werden:

Daniele Cortelli
C.C. Regina Coeli, Via della Lungara 29, 00165 Roma, Italia

London (UK): Solidarische Aktion mit den griechischen Anarchisten im Hungerstreik

Saturday, December 20th, 2014

(gefunden auf: linksunten.indymedia.org)

Üb. mc, Dez.2014, Menzingen, CH https://radioazione.org/2014/12/londra-uk-azione-in-solidarieta-con-i-compagni-in-sciopero-della-fame-in-grecia/

Quelle: Croce Nera Anarchia

Bekennung: AnarchistInnen in Aktion. Heute 3.12.14 haben wir ein Auto der Security in London in Solidarität mit unseren Brüdern im Hungerstreik in Athen; Nikos Romanos, Yannis Mihailidis, Andras-Dimitris Bourzoukos, Dimitri Politis angezündet.

In jener Nacht hielten wir den Blick fest auf den Horizont gerichtet und sahen viele Sternschnuppen die ihre chaotischen Bahnen zogen. Und wir haben sie noch und noch gezählt, haben Wünsche ausgedrückt, haben die Wahrscheinlichkeiten berechnet. Wir wussten, dass unser Wunsch nach einem freien Leben über alles, was uns unterdrückt, uns ermordet, uns zerstört hinweg gehen musste. So tauchten wir in die Leere ein, genau wie die Sternschnuppen, die wir sahen.

Seitdem sind unzählige Sternschnuppen gefallen; vielleicht ist es der Moment, wo auch unser Stern fällt, wer weiss? Hätten wir Antworten bereit gehabt, wären wir nicht zu dem geworden, was wir sind, sondern egoistische Bastarde, die die Menschen lehren wollen wie die Nagetiere zu werden, die sich gegenseitig auffressen, wie sie es heute tun.

Zumindest bleiben wir noch unerbittlich und starrsinnig, wie die Personen unserer Spezies. Und die von uns, die die Augen im Leid geschlossen haben und weit weg gegangen sind, fahren fort ihre Augen fest auf jenen Nachthimmel zu richten, den wir angesehen haben. Und sehen uns fallen, wunderbare und leuchtende Sterne. Nun sind wir dran. Jetzt, ohne zu zögern, fallen wir“.

Wir grüssen unsere GenossInnen der F.A.I. Torches in the Night – Earth Liberation Front.

Solidarität heisst Angriff!

Fai – Fires on the Horizon – Nikos Romanos

Bristol (UK): Autos in Gedenken an Rémi Fraisse und in Solidarität mit Nikos Romanos angezündet

Saturday, December 20th, 2014

(gefunden auf: linksunten.indymedia.org)

car-burned

Üb. von mc, Dez.2014 Menzingen, CH . Aus RadioAzione https://radioazione.org/2014/11/bristol-uk-auto-incendiate-in-ricordo-di-remi-fraisse-e-in-solidarieta-con-nikos-romanos/ Quelle: Croce Nera Anarchia

Bekennung: Die französische Polizei hat Rémi Fraisse getötet und gleichzeitig versucht sie, die kämpferische Waldbesetzung von Sivens zur Verhinderung eines Staudammbaus zu zerschlagen. Wir haben ein Dienstfahrzeug des französischen Multi GDF abgefackelt. GDF arbeitet nicht weit entfernt von hier, in Hinkley Point, am Bau eines neuen Atomreaktors, ist an Atomprojekten in verschiedenen Ländern beteiligt, erzwingt mit dem Einsatz der brasilianischen Armee Staudämme in unersetzbaren indigenen Gebieten in Amazonien, bietet Verwaltungsdienstleistungen für Polizeistützpunkte an denselben Orten an, unterhält im Namen eines der grössten Erdöl- und Gasterminals in Europa Einrichtungen auf den Shetlandinseln, betreibt einige französische Knäste, plant allgemein Technologien für die üblichen Banken und Kommerzbetriebe und versucht dabei den industriellen Kapitalismus unter dem Mäntelchen der nachhaltigen Entwicklung zu verstecken.

Die Aktion fand im Gebiet von Long Ashton statt, wo wir auch ein stolzes 4×4-Auto, zwei Luxussportautos und ein OCS-Fahrzeug abgefackelt haben. OCS ist wohl eines der grössten privaten Sicherheitsunternehmen im UK und bietet Personenschutz, Patrouillen, die Einrichtung von Überwachungskameras usw. an.

In Frankreich konnte eine ZAD-Besetzung¹ eine Umweltkatastrophe, die unter der Voraussetzung der Zerstörung wichtiger Habitats zur Bewässerung von Gentechmaisfeldern geplant war, verhindern. Die Anarchie stellt sich den Industriellen in den Weg, eine andere Art der Zerstörung ist möglich.

Die Klassengegensätze vertiefen sich, eine Umweltkatastrophe folgt der anderen, der Sinn unserer Leben erodiert und die meinen, dass wir alle für ihr phantastisches Land des Komforts um die Wette rennen, unsere Klarsicht aufgeben, nur um etwelche soziale Vorteile zu ergattern?

Die Pegelstände an Elend, Überwachung und Einschränkung nehmen zu, rote Linien wurden gezogen. Wir wissen wo wir uns zu positionieren haben.

Gibt es noch Leute, die glauben, dass die Polizei diese Stadt total kontrollieren würde?

Sie können Reiss Goyan Wilson wohl einsperren (wegen des Brandes eines Polizeikommissariats in Nottingham während der Zusammenstösse von 2011) aber unsere Erinnerung auslöschen können sie nicht!

So sehr der Staat die lästigen Kundgebungen der StudentInnen, Antiautoritären und Randständigen unterdrückt: jene, die in London, Paris oder Ferguson gnadenlos massakrieren, entfachen das August-Feuer neu.

Nächstes Jahr wird Bristol mit dem Preis „Grüne Hauptstadt Europas“ prahlen. Als könnte noch jemand glauben, es bestehe die auch nur geringste Absicht, dem Gemetzel etwas entgegenzusetzen, das von der kapitalistischen Ideologie des wirtschaftlichen Wachstums verursacht wird. Selbstverständlich macht der in den Schlagzeilen verbreitete doppelzüngige ökologische Diskurs (wo Krieg Frieden und die Stadt grün ist…) die KapitalistInnen überglücklich wenn Extrainvestition in die „grüne“ Wirtschaft und Anhängsel angelockt werden, während die Krise der Biodiversität völlig unkontrolliert voranschreitet.

Das ist ein Witz (von der Art, die man teuer bezahlt). Wie als Nantes 2013 denselben Preis gewann, wo ein weiteres ZAD einen harten Kampf gegen ein grossflächiges „grünes“ Flughafenprojekt mit allem Drum und Dran entwickelt.

Wir jedenfalls verlieren uns nicht in der Farce des Green-Washing, den dahintersteckenden Interessen des Kapitals und der selbstgefälligen Zeremonien, sondern tauchen an den Orten und auf der Strasse dort auf, wo sie ihre tägliche Arbeit verrichten, wo die Werte und Normen dieser Zivilisation reproduziert werden.

Überhaupt nicht zufällig haben wir die Nacht in Brand gesetzt, denn im Abseits rumzustehen und den ExpertInnen zu vertrauen wird nie genügen um unserer elenden Lage in einem wackelnden und lebenstötenden Regime etwas entgegenzusetzen.

Gegen die Klassengesellschaft und die industrielle Entwicklung, vor allem gegen jene, die einen grünen Anstrich erhalten – Sieg dem ZAD von Testet und dem ZAD in Notre-Dame des Landes, Sieg der Hungerstreikkette im griechischen Knastsystem (Unterstützung unserem F.A.I.-Bundesgenossen Nikos Romanos) und allen Kriegsgefangenen gegen den Knast.

F.A.I. Torches in the Night – Earth Liberation Front

¹ Zone À Defendre – Zu Verteidigendes Gebiet (wurde im Kampf gegen den bei Nantes geplanten Grossflughafen geprägt)

[GRIECHENLAND / ITALIEN] INTERVIEW VZF / ALFREDO COSPITO

Thursday, October 16th, 2014

(gefunden auf: linksunten.indymedia.org)

Übersetzung von Marco Camenisch,  2014

Bevor ich eure Fragen beantworte, möchte ich unterstreichen, dass das, was ich sagen werde, meine Wahrheit ist. Einer unter vielen individuellen Gesichtspunkten, Sensibilitäten und Nuancen in jenem Sammelbecken des Denkens und der Aktion, das unter dem Namen FAI/FRI3 läuft. Informelle Föderation, die, unter Ablehnung jeglicher hegemonialen Versuchung, ein Instrument, eine Methode einer der Komponenten des Anarchismus der Aktion darstellt. Anarchismus der Aktion, der nur wenn er sich informell macht, sich also nicht in organisatorische Strukturen zwingt (spezifische, formelle, der Synthese), wenn er nicht auf einer aufdringlichen Suche nach Konsens ist (folglich die Politik ablehnt), sich mit einem breiteren chaotischen Universum Namens „schwarze Internationale“ identifizieren kann.

Um uns besser zu verstehen: die FAI/FRI ist eine Methodologie der Aktion, die nur von einem Teil der Schwestern und Brüder der schwarzen Internationale praktiziert wird, sie ist keine Organisation aber keineswegs nur eine einfache kollektive Unterschrift, sondern ein Instrument, das zur Wirksamkeit neigt, mit dem Ziel, die Zellen und einzelnen GenossInnen der Aktion durch einen Dreipunktepakt der gegenseitigen Hilfe – revolutionäre Solidarität, revolutionäre Kampagnen, Kommunikation zwischen den Gruppen und Einzelnen – zu stärken.

«REVOLUTIONÄRE SOLIDARITÄT: Jede Aktionsgruppe der FAI verpflichtet sich, eventuell verhafteten oder flüchtigen GenossInnen ihre revolutionäre Solidarität zu geben. Die Solidarität wird sich vor allem in der bewaffneten Aktion, im Angriff auf Strukturen und Menschen, die für die Gefangenschaft der GenossInnen verantwortlich sind, konkretisieren. Die Möglichkeit einer fehlenden Solidarität existiert nicht, weil damit die Prinzipien vernachlässigt würden, worauf das anarchistische Leben und Fühlen beruht. Unter Hilfe in der Repression begreift man selbstverständlich nicht die der technisch/legalen Art: die bürgerliche Gesellschaft bietet genug Anwälte, Sozialhelfer oder Seelsorger an, damit sich die Revolutionäre um anderes kümmern können.

REVOLUTIONÄRE KAMPAGNEN: Sobald eine Gruppe oder Einzelperson durch die Aktion und die folgende Erklärung eine Kampfkampagne angestossen hat, werden die anderen Gruppen und Einzelnen der FAI in ihren eigenen Zeiträumen und Modalitäten diese Kampfkampagne weiterführen. Alle Einzelnen/Gruppen können eine Kampfkampagne gegen bestimmte Ziele einfach dadurch lancieren, indem sie das Projekt durch eine oder mehrere Aktionen „fördern“, die sie als einzelne Aktionsgruppe unterzeichnen und ihrer Signatur die Berufung auf die Föderation hinzufügen. Wenn eine Kampagne nicht geteilt wird, wird sich, falls notwendig erachtet, die Kritik durch die Aktionen/Erklärungen äussern, die dazu beitragen, das Ziel der Kampagne genauer zu erfassen oder sie in Frage zu stellen.

DIE KOMMUNIKATION ZWISCHEN DEN GRUPPEN/EINZELNEN: Die Aktionsgruppen der Informellen Anarchistischen Föderation müssen einander nicht kennen und das ist auch nicht notwendig, denn man würde sich so der Gefahr aussetzen, von der Repression einfacher getroffen zu werden und auch LeaderInnenrollen der Einzelnen und eine Bürokratisierung zu entwickeln. Die Kommunikation zwischen Gruppen/Einzelnen spielt sich im Wesentlichen über die Aktionen selbst und die Infokanäle der Bewegung ab, was ein gegenseitiges Kennen überflüssig macht.»4

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