September 20th, 2018
Quelle: hambacher forst
Ein Freund, der uns seit längerer Zeit im Wald journalistisch begleitet hat, ist heute von einer über 20 m hohen Hängebrücke in Beechtown gefallen und gestorben. Zu dem Zeitpunkt wurde von Polizei und RWE versucht das Baumhausdorf zu räumen. Das SEK war gerade dabei einen Aktivisten in der Nähe der Hängebrücke festzunehmen. Der Mensch war anscheinend auf dem Weg dorthin, als er stürzte.
Wir sind zutiefst erschüttert. Alle unsere Gedanken und Wünsche sind bei ihm. Unser Mitgefühl geht an all die Angehörigen, Freund*innen und Menschen, die sich betroffen fühlen.
Wir fordern die Polizei und RWE auf, den Wald sofort zu verlassen und diesen gefährlichen Einsatz zu stoppen. Es dürfen keine weiteren Menschenleben gefährdet werden.
Was jetzt nötig ist, ist ein Moment der Ruhe.
Auch wenn euch das momentan schwer fällt, genauso wie es uns schwerfällt so sachliche Hinweise zu geben: Wir empfehlen euch zum Schutz aller Aktivist*innen keine Aussagen, auch keine Zeugenaussagen bei der Polizei zu machen. Der Unfall muss und wird aufgearbeitet werden, aber die Polizei ist nicht der richtige Ort dafür. Ihr Interesse ist es, Aktivistis Schuld zuzuschieben.
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September 19th, 2018
Quelle: abc rhineland
+++ Zwei Personen wegen Hambacher Forst Räumung in Haft +++ Festnahme Video wird zu Internet-Hit – Person jetzt in Untersuchungshaft +++ Beschuldigten drei Tage Kontakt zu Rechtsanwalt nicht ermöglicht +++
Köln, 19. September 2018. Seit zwei Wochen wird die Besetzung des Hambacher Forstes bei Köln durch RWE mit Hilfe eines Großaufgebotes der Polizei NRW und anderer Bundesländer geräumt. Seit Sonntag befinden sich zwei weitere Personen in Untersuchungshaft. Damit befinden sich insgesamt fünf Aktivist*innen in Untersuchungshaft.
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September 19th, 2018
Quelle: political prisoners
Im Zuge der Ermittlungen der SOKO Schwarzer Block kam es heute Morgen erneut zu bundesweiten Razzien. Insgesamt wurden die Wohnungen von 12 Aktivist*innen durchsucht. Die Betroffenen sollen am 06. Juli 2017 an der Welcome to Hell – Demonstration und den folgenden Aktionen teilgenommen haben, die sich gegen den G20-Gipfel richteten. Den Aktivist*innen werden unter anderem Sachbeschädigung und schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen. Die Polizei beschlagnahmte zahlreiche Computer, Handys und Datenträger. In Hamburg wurde ein 35-Jähriger festgenommen.
Zusätzlich begann heute eine europaweite Fahndung nach vier Personen, die ebenfalls im Zuge der G20-Proteste zahlreiche Sachbeschädigungen an der Elbchaussee begangen haben sollen. Dazu wurden deren Fotos unter anderem im Internet veröffentlicht. Read the rest of this entry »
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September 19th, 2018
Quelle: hambacherforst
RÄUMUNG IN OSTEN UND WESTEN, SOLIKONZERT VORM WALD
Bier gegen Bagger, Bier gegen Deutschland, Bier gegen Bagger und Deutschland!
Mit müden Augen schreiben wir diese heutige Pressemitteilung. Das Baumhausdorf Gallien wird seit heute Morgen geräumt. Mit vier Hebebühnen versuchte die Polizei die Menschen aus den Traversen und Baumhäusern einzusammeln, aber durch Lockons, gute und motivierte Laune der Aktivsti und Unterstützer*innen sind immer noch vier von neun Baumhäusern besetzt und unzerstört. Die Räumung von Gallien läuft nun seit ganzen zwei Tagen und die Polizei hat noch viel zu tun, um die Aktivisti komplett zu räumen.
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September 18th, 2018
Quelle: north shore, übersetzt von ABC Wien
Es passiert. Wenn du an Grenzen gehst, um neue Wege des Zurückschlagens zu finden, wirst du früher oder später erwischt werden. Aber das ist nicht das Ende der Welt.
„Als mein Haus zum ersten Mal durchsucht wurde, war es 3 Uhr morgens. Ich war ganz in schwarz mit einer Sporttasche über der Schulter, die komplett voller Brechstangen, Bolzenschneider und Handschuhen war, und ich war auf dem Weg nach draußen. Durch die Fenster allerdings sah ich blinkende Lichter und dann die Schatten von Polizisten, die mit Hunden auf unserem Rasen hin und hergingen. Sie hatten die Straße gesperrt.“
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September 18th, 2018
Quelle: rupression, übersetzt von ABC Wien
Die im Penza-Petersburg „Terrorismus“ Fall verdächtigten Dmitry Pchelintsev, Ilya Shakursky und Arman Sagynbajew wurden offiziell angeklagt. Pchelitsev und Shakursky, die vorher der Beteiligung in der angeblichen „terroristischen Gemeinschaft“ Network beschuldigt wurden, sind nun der Organisation laut Artikel 205.4 Teil 1 des russischen Strafgesetzbuchs angeklagt. Mediazona bekam diese Nachricht vom Eltern Network („Parents Network“) übermittelt, einem Zusammenschluss von Angehörigen der in diesem Fall verhafteten und beschuldigten jungen Männer.
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September 18th, 2018
Quelle: 325, übersetzt von ABC Wien
„Aus der Box kamen zwei Drähte“: Der im Penza-Petersburg „Terrorismus“ Fall verdächtigte Arman Sagynbayev berichtet von Folterungen des FSB [1] mit Elektroschocks im Minivan
Antifaschist und Anarchist Arman Sagynbayev, der im Rahmen des Pensa-Petersburg „Terrorismus“ Falls verhaftet und in Untersuchungshaft genommen wurde, hat bis vor kurzem seine Schuld eingestanden. Am 04. September zog er sein Geständnis zurück und erklärte, dass er gefoltert wurde, um gegen sich selbst und andere in diesem Fall verhaftete junge Männer auszusagen und danach zu große Angst hatte, gegen die Ermittler des Falls vorzugehen. Sein Verteidiger hat ein Statement an den russischen Bundesuntersuchungsausschuss (Federal Investigative Committee) gesandt. Mediazona [2] hat Sagynbayevs Aussage, die er seinem Anwalt vorgelegt hat, veröffentlicht. Er berichtet darin, wie FSB-Agenten ihn nach seiner Festnahme in Petersburg folterten.
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September 18th, 2018
Quelle: aus dem herzen der festung
Eine Person im Knast in Limoges¹, zwei mit richterlichen Auflagen in Ambert², Einschüchterungsversuche, mehrere Hausdurchsuchungen (die letzte im August in Grenoble). Bullen und Richter*innen versuchen, Menschen ausfindig zu machen, von denen sie glauben, für gewisse direkte Aktionen verantwortlich zu sein.
Für unseren Teil denken wir, dass, wenn Subversive im Visier des Staates stehen, es auch an anderen, an uns, liegt zu handeln, nicht wegzuschauen, zu zeigen, dass sie nicht alleine sind, dass die Repression uns nicht aufhalten wird.
In der Nacht vom Dienstag, 11. September haben wir an der rue Coriolis (12. Arrondissement) zwei Lieferwagen und ein Nutzfahrzeug der Stadtverwaltung von Paris angezündet.
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September 17th, 2018
Solidarische und kämpferische Grüße nach Salzburg, hier aus dem süddeutschen Freiburg!
Auch im Knast wird der Protest gegen den Summit in Salzburg solidarisch verfolgt. Obwohl uns Gefangenen leider wenig mehr bleibt, als Euch kämpferische Grüße zu senden, denn vor Ort teilzunehmen ist uns verwehrt.
Proteste gegen solche Gipfelveranstaltungen werden immer mal wieder kritisch hinterfragt. Was bringt es denn, so heißt es, gegen den Gipfel auf die Strasse zu gehen?
Ich denke, auch Zeichen sind wichtig. Und der Protest in Salzburg ist ein solches Zeichen. Eines für einen bunten und lebendigen Widerstand gegen das neoliberale Regime des Kapitals. Ohne diesen Widerstand würde nämlich eine wichtige Stimme fehlen. Scheinbar widerspruchslos würden sich die Wirtschaftsbosse und Regierungsvertreter treffen können, um in den Hinterzimmern der Luxushotels und Konferenzräume ihre ausbeuterischen und unterdrückerischen Pläne detailliert erörtern zu können.
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September 16th, 2018
Wir haben unsere Gefangenenliste nun auch als PDF-Datei auf unserer Seite, so dass ihr die Liste bequem downloaden und ausdrucken könnt!
Die PDF-Liste wird ebenfalls wie die Online-Liste mindestens einmal im Monat aktualisiert.
Was jeweils genau aktualisiert wurde (ob nur eine Adresse oder gleich eine komplette Seite) werden wir in einem Änderungsprotokoll zur besseren Übersicht festhalten. So müsst ihr eure ausgedruckte Liste nicht komplett neu ausdrucken oder mühsam alles abgleichen, sondern könnt einfach anhand des Datums des Änderungsprotokolls sehen, welche Seiten abgeändert oder ausgetauscht/neu gedruckt werden sollten.
Und denkt dran: Jeden letzten Donnerstag im Monat ist die wundervolle Schreibwerkstatt zum gemeinsamen Schreiben an Gefangene!
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September 16th, 2018
Quelle: verfahrengebiet
Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung im Verfahren gegen Isa am 17.09.
Am Montag will die Richterin Keune so schnell wie möglich verurteilen, das Theater soll beendet werden.
Das Stück: Der Prozess von Isa – eine einzige Farce, der Versuch von LKA und Staatsanwaltschaft an unserem Freund Isa ein Exempel zu statuieren. Geradezu stümperhaft wirkt der Versuch, mit Hilfe von Denunziationen, Lügen und Konstrukten, einen „gefährlichen Schwerkriminellen“ zu kreieren. Das Problem an der ganzen Geschichte ist jedoch, dass so albern sie auch anmuten mag, nicht vergessen werden darf, dass hier eine neue Strategie der Repression im Nordkiez erprobt wird.
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September 15th, 2018
Quelle: nyc abc
The Cleveland 4
Connor Stevens und Doug Wright wurden vor kurzem verlegt.
Beide haben eine neue Adresse.
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September 15th, 2018
Quelle: political prisoners
Unsere Solidarität gegen ihren Knast!
Niemand allein!
In der Holstenglacis:
Kommt zur Kundgebung am Samstag, 22.09.18 um 16:00 Uhr zum Haupteingang des Knasts Holstenglacis.
Seit 26.Juni sitzen 2 Freunde aus Frankfurt/Offenbach wegen NoG20-Ermittlungen in U-Haft hier in Hamburg. Ihr Prozess wird voraussichtlich Ende Oktober/Anfang November beginnen. Wir wollen sie nicht allein lassen, nicht stumm bleiben, sondern laut und sichtbar!
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September 15th, 2018
Quelle: abc rhineland
Immer wieder werden Aktive aus dem Umfeld der Wald und Wiesenbesetzung “Hambacher Forst” für unbestimmte Zeit in Untersuchungshaft gesteckt. Dabei werden die Inhaftierten aus ihrem Alltag & ihren Kämpfen, aus ihrem Umfeld & von ihren Liebsten, Freunden und Familie – gerissen. Vielen Aktiven vor Ort ist es wichtig ihre persönlichen Daten, sensible Informationen und Kontakte vor der erwarteten Repression zu schützen. Gerade bei Mitbewohnis* und Familie* sind sie dabei auf besondere Unterstützung angewiesen – vor allem bei Ermittlungen, Haft und Anquatschversuchen.
Der folgende Text soll Anregungen und Möglichkeiten geben, diesen Wunsch zu unterstützen – egal wie viel die Person selbst von sich Preis gibt.
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September 15th, 2018
Quelle: abc rhineland
Die gestern bei der Räumung des Tripods festgenommene Person wurde heute, dem 14. September 2018, dem Haftrichter des AG Kerpen vorgeführt und auf unbestimmte Zeit in U-Haft in die JVA Köln verschleppt. Tatvorwurf ist Tätlicher Angriff nach §114 Abs. 1 StGB. Haftgrund ist Fluchtgefahr, da die Person den Behörden gegenüber keine Angaben zu ihrer Person gemacht hat. Sie wird unter dem Namen UP3 geführt, sie selbst möchte für die Haftzeit „Andrea“ genannt werden.
Presserückfragen unter +49 152 11844395 oder per Mail an: abc-rhineland@riseup.net
WICHTIG: Angehörige melden sich auf Wunsch der Person bitte direkt und ausschließlich bei Rechtsanwalt Mertens +49 163 6837653 für Informationen und weiteren Kontakt.
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September 13th, 2018
Quelle: abc rhineland
Bericht vom „Kim Neuland“ Prozess am 06.September 2018 + + + Nächster Prozesstermin: Freitag, 14.September 2018, 09:15 Uhr, Amtsgericht Düren, August-Klotz-Str. 14, 52349 Düren + + +
Vor dem Amtsgericht in Düren wartete treuherzig eine Hundertschaft der Polizei um die Prozessbesuchenden durch den VIP Eingang um die Ecke zu lotsen. Dort wurden eifrig die Daten aufgenommen indem Ausweise kopiert wurden, (welche Abends wieder vernichtet werden sollten), neugierig die Taschen und dazugehörige Personen durchsucht und diese feierlich durch den Metalldetektor geschleust.
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September 13th, 2018
Quelle: panopticon
Der Kampf gegen den Richter
Seit einigen Jahren bin ich eine Gefangene vom Staat werde unterdrückt und schikaniert. Ich kämpfe gegen den Staat und lasse mich vom Staat nicht einschüchtern und auch nicht unterdrücken. Im Gefängnissystem gibt es viele Regeln an die man sich anpassen muss, 95 Prozent tun es, wenige davon nicht. Ich hatte vor kurzem beim Landgericht Krefeld meinen ersten Anhörungstermin gehabt wegen meiner Reststrafe, ich bin inhaftiert, sitze wegen schwerer Körperverletzung und schweren Raubüberfall. Ich habe mich rächen müssen an einer Person die daran Schuld hat, dass meine Beste Freundin mit 18 Jahren gestorben ist bzw. ermordet wurde.
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September 13th, 2018
Quelle: panopticon
In Erinnerung an unseren großen Freund und Gefährten Vaso
Brief aus dem Knast Willich II, Deutschland
„Es gibt Todesfälle die kaum wie eine Feder schwer wiegen. Andere sind wie Berge…“
Ich empfinde das es ein dunkler und grauer Moment voller Schmerz ist, weil eine so besondere Person verloren gegangen ist. Ein höchst solidarischer Kämpfer und ein guter Mensch wie es Vaso war. Es gibt wenige Gefährten unter uns, die so wie er involviert, motiviert und kämpferisch waren. Auch in harten und komplizierten Situationen, war er fähig seine geliebten Freund*innen und Gefährt*innen zum Lachen zu bringen und hatte immer viel Humor für sie übrig. Gleichzeitig blieb er engagiert und kohärent mit dem libertären und anarchistischen Kampf, und gegen die Feinde der Freiheit; der Staat, die Nazis und das kapitalistische System.
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September 12th, 2018
Quelle: indymedia
Wir haben in der Nacht vom 09. zum 10.09. das Unternehmen „Paprcuts“ aufgesucht und ihnen eine Botschaft an der Fassade gelassen.
Paprcuts bereichert sich an der Ausbeutung von Gefangenen und verkaufte sogar öffentlich bis vor Kurzem die Arbeit der Frauen aus der JVA Reinickendorf als „Soziales Projekt“ und besser „als miese Arbeitsbedingungen in Drittländern“.
Nachdem die Soligruppe der GG/BO Paprcuts kontaktiert hatte und öffentlich darstellte, warum die Arbeit im Knast pure Ausbeutung und Unterdrückung ist (https://ggboberlin.blackblogs.org/unternehmen-zur-rechenschaft-ziehen/), stellte Paprcuts die öffentliche Werbung ihrer Knast-Arbeit sofort ein. Ein offensichtliches Geständnis – Paprcuts weiß sehr genau, dass ihre Arbeit im Knast nichts „soziales“ ist, sondern dazu dient, Gefangene neben der Tasache, dass sie eh schon im Knast sitzen, noch mehr zu unterdrücken, zu beherrschen, für ihre Profitmaximierung zu nutzen.
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September 12th, 2018
Quelle: indymedia
Wieder ein Todesfall in Sicherungsverwahrung
Seit 2013 berichte ich aus der JVA Freiburg über die Todesfälle, eine traurige Angelegenheit, um so trauriger, wenn es jemanden betrifft, den ich mochte.
Peter B.
Ein Mannheimer ‚Barackenkind‘, d.h.er kam aus dem Arbeiterviertel, erlebte eine harte Kindheit, Jugend und ein Großteil seines Lebens saß er hinter Gittern. Wann er auf die Drogen kam, ich weiß es nicht, aber seit ich ihn kenne, seit 2007, konsumierte er – und wie er erzählte ging das schon lange so. Auch ‚Draußen‘, so habe er dort dann einen Menschen getötet, als er „voll war“. Deswegen gab es seinerzeit auch kein ‚Lebenslang‘, sondern eine lange Haftstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung.
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September 12th, 2018
Quelle: political prisoners
1. Knast für angebliche Graffiti
2. Situation des Gefangenen Andreas Krebs
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September 12th, 2018
Quelle: united we stand
Zuerst die gute Nachricht: Unser Gefährte Evgenii ist im Prozess in sämtlichen Anklagepunkten freigesprochen worden. Sogar eine Haftentschädigung für die viermonatige Einsperrung wird er bekommen. Das Urteil ist inzwischen rechtskräftig, wenn das kein Grund zum Feiern ist!
Die Freude ist jedoch nur von kurzer Dauer, noch immer sind weitere Gefährten im Knast. Im Untersuchungsgefängnis an der Holstenglacis sitzen seit zwei Monaten zwei Aktivisten aus Offenbach und Frankfurt in U-Haft. Der Prozess gegen die beiden wird vermutlich im Winter beginnen. Beide waren im Zuge der Razzien der Soko „Schwarzer Block“ am 27.06. vom Rhein-Main Gebiet nach Hamburg verschleppt worden. Ein Interview mit einem Angehörigen findet ihr in der aktuellen Zeitung Gefangen Info 417 Weiterhin sitzen noch 3 Personen im Knast in Billwerder-Moorfleet.
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September 10th, 2018
Kam per Mail
„Wenn sie mich bestrafen können, dann kann es jede*n treffen“
Am 20.9. geht der Prozess gegen Ahmed am Berufungsgericht von Szeged weiter – zum 2. Mal
Adresse: Szegedi Ítélőtábla (Berufungsgericht)
6721 Szeged Sóhordó utca 5
Beginn 9h
Ahmed H. wurde wegen “Terrorismus” in Ungarn zuletzt zu 7 Jahren Haft verurteilt, weil er im September 2015 mit tausend anderen Geflüchteten am Grenzübergang Röszke (Serbien/Ungarn) gegen die plötzliche Schließung der Grenze protestierte. Ahmed dient Orbán und seiner rechten Partei Fidesz als Sündenbock für ihre rassistische Politik gegen Geflüchtete. Der letzte Prozess in 1. Instanz fand im März 2018 statt (siehe unseren Prozessbericht auf www.freetheroszke11.weebly.com) kurz vor den Parlamentswahlen statt, aus denen Orbán als satter Sieger hervorging. Gegen das Urteil zu 7 Jahren Haft (statt zuvor 10 Jahren) legten Verteidigung und Staatsanwalt Berufung ein. Nun wird das Berufungsgericht zum zweiten Mal entscheiden.
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September 10th, 2018
Kam per Mail // Schreibt ihm!!
Seit Anfang September ist Rainer innerhalb der Klinik auf Station 2 verlegt worden. Die Bedingungen in einer Wohngruppe dort sind „lockerer“, meint er.
Am Mittwoch den 12.9. hat er um 10:30 in Kleve Anhörung.
Rainer Loehnert
Haus 2, Station F2/2
Südlicher Rundweg 20A
47551 Bedburg-Hau
Telefon: 02821-815265
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September 10th, 2018
Link zur Sendung: A-Radio-Wien
Um das geht es: Ihr hört einen Mitschnitt der Veranstaltung, die am 27. April 2018 im Wiener EKH im Rahmen des ABC-Soli-Festivals stattfand.
Die Kriminalität nimmt nicht zu, sie wird anders bewertet. Im Namen des konstruierten Sicherheitsbedürfnis verurteilt die Justiz immer öfter für Bagatelldelikte zu forensischer Unterbringung. Ein repressives Regime voll von Zwangsbehandlungen, Unterdrückung, Normierung, Anpassung. Im Maßregelvollzug wird durch Pflegepersonal, ÄrztInnen, TherapeutInnen, GutachterInnen, getarnt als „Helfende“ und „Heilende“ mit der „erkrankten Psyche“ „gearbeitet“ und somit der eigene Job legitimiert. Sie entscheiden letztendlich, wann Gefangene geheilt sind und was das bedeutet. Ein Spiel auf Lebenszeit der Gefangenen. Sehr viele Menschen sitzen Jahre, viele Jahrzehnte lang im Maßregelvollzug fest, fast immer sehr viel länger, als wenn sie, statt schuldunfähig oder eingeschränkt schuldfähig in den Maßregelvollzug, in ein Gefängnis gekommen wären.
Außerdem geht es um die Möglichkeiten der Unterstützung von Betroffenen, die Rolle von Anti-Psychiatrie-Positionen innerhalb von sogenannten Anti-Knast-Kämpfen und um die Patient_innenverfügung, ein Versuch zu mehr Selbstbestimmung innerhalb ärztlicher Hierarchien zu finden.
Am Ende hört ihr das Lied von Hannes Wader “Hotel zur langen Dämmerung”. Passend dazu gibt es eine Radiosendung aus dem Jahr 2008 mit psychiatrie-kritischen und zum Großteil unveröffentlichten Liedern, die auf der Seite von Radio Fro zu finden ist. Absolute Empfehlung.
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September 7th, 2018
Quelle: freiheit für mumia
Am Mittwoch, den 29. August begann ein staatsweiter Einschluss aller Häftlinge in den Gefängnissen Pennsylvanias. Der Sekretär des Strafvollzugsministeriums John Wetzel erklärt, dieser Einschluss sei ZEITLICH UNBEGRENZT. Während dieser Zeit sind die Gefangenen 24 Stunden lang eingesperrt – Essen in den Zellen, kein Hofgang, beschränkte Duschmöglichkeiten, keine Besuche, keine Anrufe, keine Post.
Das ist Einzelhaft für sämtliche Staatsgefangenen und bringt sogar noch mehr Beschränkungen mit sich als „im Loch“. Ausser Anwaltspost ist keine Kommunikation zwischen den Gefangenen und der Aussenwelt erlaubt. Das stellt eine Gefahr für alle Häftlinge dar.
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September 7th, 2018
Quelle: verfahrengebiet
In den letzten Monaten ist einiges über die Bemühungen verschiedener Polizeibehörden bekannt geworden, möglichst umfangreich DNA von Tatverdächtigen und anderen Personen zu erlangen. Hier ist eine kurze Zusammenfassung der technischen Einzelheiten zu diesem Thema.
Es gibt DNA-Personen-Profile und DNA-Spuren-Profile: DNA-Profile aus »Spuren« werden aus Zellmaterial gewonnen, das an Tatorten oder Asservaten gefunden wurde oder auch von »ZeugInnen« genommen wurde (z.B. Hautabschürfungen nach einem Kampf). Personenprofile dienen zum Vergleich mit Spurenprofilen oder auch zum Abgleich mit anderen Personenprofilen bei der Klärung der Abstammung. Spurenprofile dienen dem Abgleich mit Personen-Profilen oder auch mit anderen Spurenprofilen zum Aufstellen von »Spur-Spur-Serien«.
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September 7th, 2018
Quelle: Gai Dao Nr. 93, September 2018
Wie lange gibt es euch als Gruppe schon?
Hallo, uns gibt es als Anarchist Black Cross Dresden seit August 2014. Anarchist Black Cross (ABC) Gruppen gibt es allerdings schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Damals noch unter dem Namen Anarchist Red Cross, begannen diese wohl irgendwann zwischen 1905 und 1907 erstmals mit Antirepressionsarbeit.
Welche Tätigkeitsschwerpunkte deckt ihr ab?
Wir möchten antiautoritäre politische Gefangene und angeklagte Menschen unterstützen, hierzu gehört Unterstützung im Knastalltag und bei Gerichtsverhandlungen. In Zusammenarbeit mit anderen ABC Gruppen unterstützen wir dabei auch Menschen außerhalb von Dresden und außerhalb Deutschlands, da dann vor allem finanziell und durch Öffentlichkeitsarbeit. Ein weiterer wichtiger Punkt unserer Arbeit ist die Verbreitung politischer Debatten mit Bezug auf das Knastsystem unserer Law and Order Gesellschaft. Dazu gehören Vorträge, Diskussionen, Workshops oder Filmpräsentationen wie beispielsweise auch bei den libertären Tagen in Dresden, die bald wieder stattfinden werden. Das Thema Solidarität ist uns ebenfalls sehr wichtig, bei Repression, aber auch im Alltag. Da zwar das Wort immer sehr hochgehalten wird in politischen Zusammenhängen, aber dann oft die direkte Solidarität fehlt.
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September 7th, 2018
Quelle: Gai Dao Nr. 93, September 2018
Als ich begann über und gegen Psychiatrien zu arbeiten, wurde ich schnell mit Desinteresse, Unverständnis bis zu Verweigerung über Diskussionen darüber konfrontiert. Psychiatrien gehören irgendwie zu einem System, welches in radikalen Kreisen kritisiert wird. Menschen wird ihre Freiheit entzogen, das könnte unter Umständen ja ungerechtfertigt sein! Die bestehenden Zustände können krank machen, klar. Was es allerdings bedeutet, als krank betrachtet zu werden im größeren Kontext mit Institutionen wie Psychiatrie, wird wenig besprochen. So weit, so oberflächlich. Ich fing an mich darüber zu wundern, warum andere Institutionen wie Gefängnisse einer klaren Kritik ausgesetzt sind, aber Psychiatrien meistens wie riesige Fichten im Wald der Zusammenhänge umgangen werden. Ich nahm an, dass die fehlende Auseinandersetzung und die zugegebenermaßen eingeschlafene radikale Bewegung das zu verantworten hätten. Im Laufe meiner Arbeit sollte sich allerdings herausstellen, dass die Problematik weitaus tiefer reicht.
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September 6th, 2018
Quelle: hambacher forst
Tag X ist da! Wie werde ich aktiv?
Edit: Jetzt ist die Polizei wieder aus dem Wald raus, es ist noch nicht abzusehen, wann wieviel geräumt und gerodet wird. Trotzdem sind die Barrikaden und Bodenstrukturen weg und wir wissen nicht, wann die Polizei und RWE wieder in den Wald kommen wird um zu räumen. Die Rodungsarbeiten jedoch sind auf den 14.10. nach hinten verschoben wurden. DAS HEISST NICHT, DASS NICHT TROTZDEM GERÄUMT WIRD! Kommt also alle und bringt Baumaterial, haltbares Räumungsessen und radikale gute Laune mit.
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Posted in Direkte Aktionen/Angriffe, News, Solidarität |
September 6th, 2018
Quelle: radio aktiv berlin
Radio Aktiv Berlin sendet seit über 10 Jahren wöchentlich. Schwerpunkt sind dabei die Unterstützung von weltweiten Gefangenenkämpfen und politisch/soziale Auseinandersetzungen in Berlin. Standardrubriken in (fast) jeder Sendung sind aktuelle Kolumnen von Mumia Abu-Jamal, Demoticker und Veranstaltungshinweise. Dazu kommen O-Ton-Berichte von Berlins Straßen und ausgesuchte Radaumusik unserer Moderator*innen.
Sendung vom 05. September 2018:
+++ US Gefangenenstreik in der zweiten Woche
+++ Bericht vom Gerichtstag von Mumia Abu-Jamal in Philadelphia (USA)
+++ 1. Oktober: Hungerstreik kämpfender Gefangener in Spanien
+++ Kolumne von Mumia Abu-Jamal zur „Überparteilichkeit“
+++ Radio Aktiv – Demoticker
+++ Radio Aktiv – Veranstaltungshinweise für die kommenden Tage in Berlin
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September 6th, 2018
Quelle: barrikade info
Die Frage der Gefängnisse scheint in der aktuellen öffentlichen Debatte an der Tagesordnung zu sein. Zuerst hat das Kollektiv «Prenons la Ville» und seine Freund*innen am Samstag 25. August das «Porteus» besetzt. Zwischen Tags und Transparenten liest man auf dem Gebäude «wir bauen an einer Welt ohne Gefängnissen» oder «crève la taule» (Knäste Plattmachen). Macht hier nicht den Fehler zu denken, das seien die Phrasen einiger junger «Träumer*innen» – im Gegenteil!
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September 6th, 2018
Vorstellung des International Anarchist Defense Fund
Seit Anfang des Jahres gibt es den International Anarchist Defense Fund und damit eine neue kollektive Unterstützungsstruktur, die sich als Ziel gesetzt hat Anarchist*Innen auf der ganzen Welt, die aufgrund ihrer politischen Ideen oder Aktivitäten in Not geraten sind, zu unterstützen. Außer finanzieller Unterstützung ist ein Netzwerk wie der A-Fund eine ausgezeichnete Möglichkeit Informationen über Repressionsfälle auszutauschen. Wir möchten euch kurz diese neue Solidaritätsstruktur vorstellen, wie ihr mitmachen könnt bzw. wird es auch die Möglichkeit geben dem A-Fund vor Ort beizutreten.
Bis alle frei sind!
https://afund.antirep.net
27.09. | 20 Uhr | EKH | Wielandgasse 2-4 | 1100
30.09. | 20 Uhr | A-Café | Perpetuum Mobile | Geibelgasse 23 | 1150
11.10. | 21 Uhr | Bikekitchen | Goldschlagstraße 8 | 1150
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