[Salzburg] Spontan-Demonstration gegen Femizide und das ganze verdammte Patriarchat

März 25th, 2021

quelle: emrawi.org

*English below*

Gestern Nacht wurde in Salzburg-Schallmoos eine Frau von ihrem Ex-Partner ermordet. Deshalb waren wir heute auf der Straße, denn diese Gewalt hat System und darf nicht unbeantwortet bleiben! Es handelt sich hier um keinen Einzelfall und auch nicht um ein sogenanntes Beziehungsdrama. Es ist Femizid! Der Mord der gestrigen Nacht, vom 21. auf 22. März, reiht sich ein in eine lange Liste – es ist der sechste dokumentierte Femizid 2021 in Österreich!

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Reflexionen über die Riots in Bristol

März 25th, 2021

quelle: schwarzerpfeil

Gestern brach in Bristol, UK ein Aufstand aus, der wahrscheinlich die erste Form des Widerstands gegen das drakonische Polizei-, Verbrechens-, Verurteilungs- und Gerichtsgesetz (siehe Wiki: Police, Crime, Sentencing and Courts Bill) darstellt. Auf den sozialen Medien war es schwer zu erkennen, was genau vor sich ging, abgesehen von den Bildern von objektiv coolen Leuten, die Kickflips vor brennenden Polizeiautos machten und, nun ja, so vielen brennenden Polizeiautos.

 

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[UK] Bristol: „Burn Baby Burn!“

März 25th, 2021

quelle: schwarzerpfeil

Ein Beitrag von einigen Anarchist:innen, Jugendlichen, Reisenden, Unbekannten, DEN AUSGESCHLOSSENEN! nach den Bristol Riots (siehe hier), gefunden auf Anarchist News

Der Sprechchor geht in die Luft, während die Flammen der Bullenkutsche höher und höher steigen und einen Druck wegbrennen, der sich schon viel zu lange aufgebaut hat.

Die Fenster der Polizeistation werden unter dem Gejohle der Menge eingeworfen und es regnet Steine von oben auf die Bullen — von jungen Leuten, die einen Teil des Daches besetzt haben. Wiederholte Angriffe auf die Bullen versetzen sie sichtlich in Angst und Schrecken. Flaschen regnen auf den gescheiterten Versuch der Polizeihundeeinheit, den Mob von hinten anzugreifen. Von den Cops befreite Einsatzschilde und Schlagstöcke werden eingesetzt, um zurückzuschlagen – ein Stück ihrer eigenen Medizin. Andere kümmern sich um Menschen, die mit Pfefferspray besprüht wurden, während Soundsysteme ertönen. Ein weiteres Polizeiauto brennt um die Ecke. Das ist wie nichts, was wir bisher gesehen haben…

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[Holland] Amsterdam: Bericht von der Spontandemo zum Internationalen Tag gegen Polizeigewalt

März 25th, 2021

quelle: schwarzerpfeil

Zu Ehren des Internationalen Tages gegen Polizeigewalt haben wir einen spontanen Marsch entlang der Spuistraat organisiert. Wir blockierten den Verkehr, marschierten mit zwei Bannern („Bad cop – bad cop“, „From Amsterdam to London to Greece – Everyone Hates The Police“) und Leuchtsignalen, während wir Slogans skandierten und Flyer verteilten. Es waren etwa 25 Leute. Wir sahen Solidarität aus Vrankrijk, als sie 2 Transparente abwarfen („Police violence is not an accident“, „Fuck the police“) und uns vom Dach aus mit Leuchtsignalen grüßten. Niemand wurde während der Aktion verhaftet.

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[Mexiko] Aktionen in Solidarität mit den indigenen politischen Gefangenen von Eloxochitlán De Flores Magón

März 25th, 2021

quelle: schwarzerpfeil

Bericht über die jüngsten Aktionen in Oaxaca, Mexiko in Solidarität mit den indigenen mazatekischen politischen Gefangenen von Eloxochitlán de Flores Magón, Erstveröffentlichung bei It’s Going Down

Am Freitag, den 19. März, führten Familienangehörige und Freund:innen der sieben verbliebenen indigenen Mazateken von Eloxochitlán de Flores Magón, Oaxaca, eine Reihe von Aktionen im zentralen Tal von Oaxaca durch und forderten die Freiheit für ihre Gefangenen und ein Ende der politischen Repression gegen die Mitglieder der Gemeindeversammlung. Mehr als sechs Jahre sind vergangen, seit die Mehrheit der Gefangenen inhaftiert wurde, und sie bleiben im Gefängnis, ohne einen Schuldspruch oder ein Urteil zu erhalten. Verschiedene andere Mitglieder der Gemeinschaft, die unter denselben (fehlenden) Beweisen angeklagt wurden, sind bereits freigelassen worden. Der Staat zeigt keine Bereitschaft, diesen Mangel an Beweisen anzuerkennen und den Rest der Gefangenen freizulassen. Er verzögert ständig den Fortschritt ihrer Fälle vor den Gerichten, um die Compañeros im Gefängnis zu halten – ein klarer Hinweis auf den politischen Charakter ihrer Inhaftierung.

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[USA] Portland: Brand am Bundesgerichtsgebäude

März 25th, 2021

quelle: schwarzerpfeil

Revolutionär:innen legten am Donnerstagabend am Bundesgerichtsgebäude in Portland, Oregon, einen Brand, bei erneuten Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und der Bundespolizei.

Der Angriff auf das Gerichtsgebäude kam einen Tag, nachdem die Behörden die ursprünglich im Sommer errichteten Zäune als Reaktion auf die anhaltenden Unruhen nach dem Mord an George Floyd, einem Schwarzen Mann, der in Minneapolis von Schweinen getötet wurde, entfernt hatten.

Die Revolutionär:innen drangen mit Gewalt in das Gerichtsgebäude ein, während sie „Fuck the United States!“ skandierten. Später am Abend legten die Militanten ein Feuer vor dem Eingang des Gerichtsgebäudes.

Bundesschweine des Heimatschutzministeriums stießen mit den Militanten zusammen und versuchten, sie aus dem Gebäude zu drängen.

Revolutionär:innen versammelten sich im Sommer 2020 wochenlang, um das Gerichtsgebäude anzugreifen, und marschierten auch auf das Haus von Bürgermeister Ted Wheeler.

Dieser Angriff signalisiert die Erneuerung des landesweiten Aufstandes, der nach der Ermordung von George Floyd im letzten Sommer begann.

 

[Belgien] Aufstand gegen Polizeirassismus in Liege

März 25th, 2021

quelle: schwarzerpfeil

Neun Bullen wurden nach einem Aufstand am Samstag in Liege, Belgien, ins Krankenhaus eingeliefert. Der Aufstand wurde durch die rassistisch motivierte gewaltsame Festnahme einer Schwarzen Frau durch die Polizei ausgelöst.

Während des Aufstandes wurden auch Fast-Food-Restaurants und Geschäfte geplündert. Insgesamt wurden 36 Bullen verletzt.

Videoaufnahmen hatten sich verbreitet, auf denen zu sehen war, wie eine Schwarze Frau am vergangenen Montag auf dem zentralen Place Saint-Lambert in Liege von zwei Cops gewaltsam festgenommen wurde.

Die Frau, die auf dem Video zu sehen ist, wie sie von den Cops zu Boden gedrückt wird, erstattete daraufhin Anzeige wegen Rassismus.

200 bis 300 antirassistische Militante stießen am Samstag mit der Polizei zusammen. In der französischsprachigen Region Wallonien warfen Militante Steine auf die zentrale Polizeiwache und Polizeifahrzeuge.

Auch ein McDonalds wurde geplündert. Mehrere Fenster des Rathauses wurden eingeworfen.

Aufstände für die Befreiung der Schwarzen und die Abschaffung der Polizei verbreiteten sich auf der ganzen Welt, nachdem im letzten Sommer ein Polizeirevier in Minneapolis in Brand gesteckt worden war.

In Belgien gab es im vergangenen Jahr eine Reihe von Protesten gegen Rassismus und Kolonialismus.

 

(A-Radio Berlin) Vortragsdokumentation: Trans* Menschen in Haft – Freiheit für Alexia M.

März 9th, 2021

Quelle: A-Radio Berlin

Als Anarchistisches Radio Berlin freuen wir uns, euch diese Dokumentation einer Online-Veranstaltung vom 16.1.2021 präsentieren zu können:

Alexia M. ist eine trans Gefangene, die in Köln eine Haftstrafe absitzt.
Dabei ist sie neben dem harten Knastalltag mit viel Arbeit und Entbehrungen vor allem mit Transmisogynie konfrontiert. In der Veranstaltung geht es zunächst um die Situation von trans Menschen in Haft weltweit, dann spezifisch in Deutschland und schließlich über Alexias konkrete Probleme und Forderungen. Am Ende gibt es Möglichkeiten, wie ihr Alexia auch unterstützen könnt, sowie Fragen und Antworten.

* Solidarity 1803 (veranstaltende Gruppe)
* Alexias Support Gruppe
* Im Vortrag erwähnter Artikel (Neues Deutschland)
* Im Vortrag erwähnter Artikel (noizz.de)

Bruchstellen #66, #67 & #68 online!

März 9th, 2021
Nr. 68 März 2021
  Inhalt:
* Wien: Blockade und Demonstration gegen Charter-Abschiebung
* [Algerien] Riots nach Verurteilung eines Militanten zu sieben Jahren Haft
* [Österreich] Transpi für Dimitris Koufontinas
* [Russland] 14-jährige Anarchisten werden wegen Terrorismus angeklagt
* Die vierte Wand durchbrechen: Revolte im St. Louis-Gefängnis
* Thomas Meyer-Falk: Über einige Petitionen an den Landtag Baden-Württemberg
*[Chile] Über die notwendige Übereinstimmung zwischen der Straße und dem Gefängnis. Kommuniqué von Mónica und Francisco aus dem Knast
*[USA] Updates zum anarchistischen Gefangenen Eric King & persönliche Mitteilung zu seiner aktuellen Situation.
* Unregierbar: Ein Interview mit Lorenzo Kom’boa Ervin
*[Österreich] Vorwurf Sachbeschädigung vs. Vorwurf Kriegsverbrechen
*[Österreich] Spontandemo in Solidarität mit Dimitris Koufontinas
*[Deutschland] Berlin: Straßenblockade am Kotti in Solidarität mit Dimitris Koufontinas!
*Eingeschlossen, isoliert, abgeschoben: Schubhaft in Corona-Zeiten
*Texte & Updates zu Dimitris Koufontinas und seinem Hunger- und Durststreik

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[USA] Updates zum anarchistischen Gefangenen Eric King & persönliche Mitteilung zu seiner aktuellen Situation

März 9th, 2021

Quelle: its going down

Update zur rechtlichen Situation des anarchistischen Gefangenen Eric King zusammen mit einer persönlichen Mitteilung zu seiner aktuellen Situation.

Wir wollten euch wissen lassen, dass Eric Kings Prozess auf den 12. Oktober vor dem U.S. Distriktgericht von Colorado in Denver verschoben wurde.  Dies wurde vom Richter bewilligt, weil Erics Anwälte eine Vertagung beantragt hatten, unter anderem aufgrund von Lücken im Schriftsatzverkehr (juristische Dokumente, die zwischen beiden Parteien ausgetauscht werden) und weil das FCI Florence für Anwaltsbesuche geschlossen ist (der Ort des fraglichen Vorfalls muss besichtigt werden).

Eric wird weiterhin in Einzelhaft im FCI Englewood festgehalten und wird dort seit 551 Tagen oder über 1 Jahr und 6 Monate mindestens 23 Stunden am Tag festgehalten. Die Vereinten Nationen haben erklärt, dass eine Isolationshaft von mehr als 15 Tagen „Folter“ darstellt, und wir stimmen dem voll und ganz zu. Eric wurde nicht nur in Isolationshaft gehalten, sondern hat auch nahezu ständige Schikanen erlebt, viele Beschwerden erhalten und darf nun schon zum zweiten Mal keine Post von außen erhalten (außer von seiner unmittelbaren Familie), und das aus unklaren Gründen. Eric hat kürzlich eine ziemlich erstaunliche Beschreibung des Lebens in der Isolation geschrieben. Lest es hier.

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[Griechenland] KOUFONTINAS GEGEN SEINEN WILLEN WIEDERBELEBT (05.03.2021)

März 8th, 2021

quelle: enough is enough14

Einige Tage lang hatten mehrere Minister und dann der Staatsanwalt mit erhobener Stimme gewarnt: Den Gefangenen sterben zu lassen, würde strafbar sein. Vor einer Stunde haben die Ärzte und Krankenschwestern im Lamia-Krankenhaus die Anweisung befolgt: Sie hatten Dimitris Koufontinas gerade wiederbelebt, als er kurz vor dem Sterben stand, und er hatte deutlich darum gebeten, dass niemand eingreift.

Ursprünglich veröffentlicht von Blog YY. Geschrieben von Yannis Youlountas. Übersetzt von Sebastian Lotzer.

Seit einigen Monaten ist Dimitris Koufontinas den unerbittlichen Beharren der Regierung Mitsotakis ausgesetzt. Insbesondere wurden ihm jetzt die Genehmigungen entzogen, die es ihm erlaubten, drei Jahre lang seinen Sohn zu sehen, und er wurde brutal von seiner Zelle in einem “Landwirtschaftsgefängnis” in ein schmutziges Verlies in einem Hochsicherheitsgefängnis verlegt. Er ist seit insgesamt 19 Jahren im Gefängnis, nachdem er sich 2002 der Polizei gestellt hatte, um seinen Teil der Verantwortung für den Prozess gegen die revolutionäre Organisation vom 17. November zu übernehmen.

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[Österreich] Spontandemo in Solidarität mit Dimitris Koufontinas

März 8th, 2021

Quelle: twitter @Presse Service Wien

Am 5.3.2021 demonstrierten in #Wien etwa 30 Personen in Solidarität mit dem Stadtguerilla Dimitris #Koufontinas, der sich nach Jahrzehnten der Haft derzeit im Hunger- und Durststreik befindet.

Das Eingangstor der griechischen Botschaft wurde mit blauer Farbe beschmiert. In der Nähe der Botschaft brannte ein Müllcontainer.

Die rasch eingetroffene Polizei konnte das Feuer löschen und zeigte einen Journalisten sowie einen Passanten wegen Sachbeschädigung an.

[Griechenland] Nierenversagen bei Dimitris Koufontinas

März 8th, 2021

Quelle: emrawi.org

Der in Griechenland inhaftierte hungerstreikende Gefangene Dimitris Koufontinas musste am Freitag wegen Nierenversagen wiederbelebt werden. Derweil gehen die Proteste in Solidarität mit dem 63-Jährigen weiter.

Das teilte das Lamia-Krankenhaus, wo der 63-Jährige behandelt wird, in einer Presseerklärung mit. „In Anwendung des entsprechenden Gesetzes und einer gerichtlichen Anordnung folgend, hat das Krankenhaus sofort die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um den Patienten wiederzubeleben und seine Vitalfunktionen aufrechtzuerhalten, sowie alle Anstrengungen zu unternehmen, um seine Gesundheit zu erhalten, um nicht nur das Gesetz, sondern auch die medizinische Ethik zu befolgen“, zitierte das Nachrichtenportal Ekathimerini am Abend aus der Mitteilung.

Dimitris Koufontinas ist seit 2002 im Gefängnis und verbüßt eine Haftstrafe von elf Mal lebenslänglich zuzüglich 25 Jahre, nachdem er als Mitglied der Stadtguerilla „Revolutionäre Organisation 17. November” (17N) verurteilt wurde. Seit 57 Tagen befindet er sich im Hunger- und zuletzt im Durststreik, um die Rückverlegung in das Athener Korydallos-Gefängnis zu erreichen, wo er bereits 16 Jahre seiner Haft einsaß.

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[Senegal] Aufstand breitet sich aus

März 7th, 2021

Quelle: schwarzerpfeil.de

Ein Aufstand hat sich über Senegal ausgebreitet, als Militante nach der Verhaftung von Ousmane Sonko am Mittwoch Polizeiautos verbrannten und mit der Polizei zusammenstießen. Gerichtsgebäude, Häuser von Regierungsbeamt:innen und Unternehmen in französischem Besitz wurden bei dem Aufstand ebenfalls angegriffen.

Ousmane Sonko erschien am Freitag vor Gericht, angeklagt wegen Störung der öffentlichen Ordnung. Ihm wird auch eine Vergewaltigung vorgeworfen.

Er bestreitet die Anschuldigungen und seine Unterstützenden sagen, dass die Anschuldigungen politisch motiviert sind.

Obwohl der Aufstand durch Sonkos Verhaftung ausgelöst wurde, sind die zugrundeliegenden Probleme des Neokolonialismus und Kapitalismus die Wurzel der Revolte militanter Jugendlicher. Senegal wurde von Frankreich kolonialisiert, bis es 1960 offiziell die Unabhängigkeit erlangte. Frankreich, das mit Investitionen im Wert von über 1,7 Milliarden Euro der größte ausländische Investor im Senegal ist, bleibt ein neokolonialer Ausbeuter des senegalesischen Volkes.

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[Deutschland] Thomas Meyer-Falk: Über einige Petitionen an den Landtag Baden-Württemberg

März 6th, 2021

Quelle: freedomforthomas.wordpress.com

In allen Landtagen, sowie dem Bundestag gibt es sogenannte Petitionsausschüsse, welche sich mit Eingaben der BürgerInnen beschäftigen. Grundlage ist Artikel 17 Grundgesetz, das sogenannte Petitionsrecht. Im Folgenden soll es erst um eine Petition gegen den Polizeieinsatz anlässlich einer Corona-Demonstration in Freiburg gehen und in einem zweiten Teil um solche aus dem Bereich des baden-württembergischen Justizvollzug. Im Schlussteil möchte ich die Sinnhaftigkeit von Petitionen diskutieren.

I. Corona-Demonstration am 22.10.2020 in Freiburg

Wie die Badische Zeitung im Oktober 2020 berichtete, hatten sich am 22.10. hunderte GegnerInnen der Corona-Maßnahmen in der Altstadt von Freiburg eingefunden, wobei sie im Regelfall sich weder an den Mindestabstand noch an die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gehalten hatten.
Die Polizei soll all dies hingenommen haben ohne einzuschreiten oder die Versammlung aufzulösen.

Wie der Landtag (Landtagsdrucksache 16/9745, dort: Ziffer 3) nach Einholung einer Stellungnahme des Innenministeriums mitteilt, sei dies rechtmäßig verlaufen. Insbesondere habe die Polizei Kontrollen durchgeführt, zur Einhaltung der Auflagen aufgerufen und sogar gegen einige wenige DemonstrantInnen Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Die detaillierten Ausführungen können auf der Webseite des Landtages (https://www.landtag-bw.de) nachgelesen werden.

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Take Back The Streets Demo und Kundgebung zum internationalen feministischen Kampftag

März 6th, 2021

quelle: emrawi.org

Start 17:00 Uhr Stephansplatz / Ende 19:30 Uhr Sigmund-Freud-Park

Dieses Jahr widmen wir uns dem Thema: Gemeinsam in der Isolation!

Vereinzelung im Kapitalismus

Die Isolation durch die Pandemie führt bei uns allen dazu, dass kapitalistische Unterdrückungsmechanismen unsere Unsicherheit, etwa am Arbeitsplatz, noch verstärken. Die Trennung zwischen öffentlichem und privatem Raum (zwischen Lohn- und Care-Arbeit) wird durch die Regierungsmaßnahmen weiter verstärkt. Es verfestigt sich eine konservative Definition von Arbeit. An uns wird die kapitalistische Forderung gestellt, sich den gesundheitlichen Gefahren bei der Lohnarbeit auszusetzen, bei gleichzeitigen Einschränkungen im privaten Bereich und auch zum Beispiel bei der Sexarbeit.

Queere Gesundheit

Gerade für queere Personen spielt die Community eine große Rolle. Austausch ist für die mentale Gesundheit wichtig. Schon immer waren LGBTQIA+ Personen (lesbian, gay, bi, trans, queer, inter, asexual/aromantic) darauf angewiesen, sich ihre eigene Familie abseits biologischer Verwandtschaftsverhältnisse zu suchen. Auf Grund der Ausgangsbeschränkungen können wir diese Familien jetzt nicht treffen.

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[Russland] 14-jährige Anarchisten werden wegen Terrorismus angeklagt

März 6th, 2021

Quelle: schwarzerpfeil.de

Kansk ist eine Stadt mit 90.000 Einwohner:innen in Sibirien, Russland. Die nächstgelegene Millionenstadt ist Krasnojarsk, 250 Kilometer westwärts. Zwei Jungen, die letztes Jahr 15 Jahre alt geworden sind, Nikita Uvarov und Denis Mikhaylenko, sitzen seit letztem Sommer im Gefängnis, weil sie beschuldigt werden, einen terroristischen Anschlag geplant zu haben. Laut Anklage planten sie unter anderem, das Hauptquartier des russischen Sicherheitsdienstes FSB in Minecraft zu bauen und dort in die Luft zu jagen. Während der Sowjetära hatte der FSB verschiedene Namen, der letzte vor dem Zerfall der Sowjetunion war FSB.

Nikita und Denis wurden verhaftet, nachdem sie Plakate verbreiteten, die die Freilassung des Anarchisten und Mathematikers Azat Miftakhov forderten, der in Moskau verhaftet wurde. Eines der Plakate wurde am örtlichen FSB-Gebäude in Kansk angebracht. Denis und Nikita planten auch, eine Food Not Bombs-Veranstaltung in Kansk zu organisieren, um Essen an Obdachlose zu verteilen.

Nikita und Denis wurden bereits im Juni 2020 verhaftet, aber Informationen über den Fall begannen sich erst im November 2020 zu verbreiten, als Novaya Gazeta und die Online-Medienplattform Baza Artikel über den Fall veröffentlichten. Dieser Artikel basiert größtenteils auf einem Artikel von Evgeniya Tamarchenko, der in der Online-Medienplattform The Insider veröffentlicht wurde und im Januar 2021 erschien.

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Aufruf zur Solidarität mit Ruymán Rodríguez

März 6th, 2021

Quelle: schwarzerpfeil.de

Aufruf zur Solidarität mit Ruymán Rodríguez, Anarchist, der vom spanischen Staat unterdrückt, gefoltert und verfolgt wird, weil er die Armen unterbringt

Wir veröffentlichen eine Erklärung der GAF London, gefolgt von der Erklärung der Federación Anarquista Gran Canaria, aus der englischen Übersetzung von Green Anti-Capitalist Media

Hier ist das Statement der GAF London, gefolgt von der Erklärung der FAGC unten.

Wir haben eine Erklärung der Federación Anarquista Gran Canaria übersetzt, in der sie die politische Verfolgung ihres Mitglieds Ruymán Rodríguez schildern, der unter falscher Anklage steht, um die brutale Gewalt zu vertuschen, die sie ihm als Teil eines Plans zur Unterdrückung der radikalen Unterkunftbewegung auf Gran Canaria angetan haben. Die FAGC, der er angehört, war an einer sehr erfolgreichen sozialen Bewegung für Wohnraum auf Gran Canaria beteiligt und hat Hunderten von Familien geholfen, die vom Staat im Stich gelassen wurden. Wie jede andere Bedrohung seiner Legitimität konnte der Staat nicht zulassen, dass dies unangefochten weitergeht.

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[Österreich] Transpi für Dimitris Koufontinas

März 6th, 2021

Quelle: emrawi.org

Kleines Transpi in Solidarität mit Dimitris Koufontinas in Wien

Knäste zu Baulücken
Solidarität mit Ditmitris

Mehr Infos zur Solikampagne:
https://enoughisenough14.org/2021/03/04/saturday-march-6-2021-call-for-the-second-international-day-of-solidarity-with-the-hunger-strike-of-dimitri-koufontinas/

Dimitris Koufontinas: „Ich werde weitermachen“

März 5th, 2021

Quelle: enough-is-enough14

Griechenland. März. 2021. Nach 56 Tagen Hungerstreik und 10 Tagen Durststreik ist es eine Frage von Tagen, vielleicht Stunden, dass Dimitris Koufontinas sterben könnte. Nachdem das Gericht jedoch einem Antrag seiner Anwält:innen auf eine vorübergehende Aussetzung seiner Strafe nicht stattgegeben hat, sagte Dimitris seiner Familie, als diese ihn nach der Gerichtsentscheidung im Krankenhaus besuchte, dass er seinen Hunger- und Durststreik fortsetzen wird.

Ursprünglich veröffentlicht von The Press Project. Übersetzt von Riot Turtle (Riot Turtle hofft das ihm kleinere Fehler vergeben werden, es war nicht einfach um aus dem Griechischen zu übersetzen).

Personen aus dem Umfeld des Hungerstreikenden Dimitris Koufontinas teilten ‚The Press Project‘ mit, dass Dimitris schon vor längerer Zeit gesagt hatte, dass er nicht glaubt, dass juristische Schritte vor dem Amtsgericht irgendeinen positiven Effekt haben könnten.

Er wurde über die Entscheidung des dreiköpfigen Gerichts von Lamia im Krankenhaus informiert, wo ihn seine Familie besuchte. Dimitris sagte ihnen, dass er seinen Hunger- und Durststreik fortsetzen wird.

Das Gericht hat einstimmig den Antrag des Hungerstreikenden Dimitris Koufontinsa abgelehnt, die Vollstreckung seiner Strafe auszusetzen. Die Ablehnung seines Antrags wurde schon früher vorgeschlagen und der Oberstaatsanwalt argumentierte unter anderem damit, dass sich sein Gesundheitszustand verschlechtert habe, weil er (Dimitris) es selbst so wollte. „Der Staat darf nicht auf Rache aus sein. Es ist eine Frage von Tagen, vielleicht Stunden. Wenn er stirbt, wird die Gerichtsmedizin ‚Herzstillstand‘ schreiben und sie werden auch eine bestimmte Krankheit angeben“, sagte Themis Sophos, einer der Anwält:innen von Dimitris Koufontinas.

[Griechenland] Tausende Menschen gingen den vierten Tag in Folge in Solidarität mit Dimitris Koufontinas auf die Straße

März 5th, 2021

Quelle: enough-is-enough14

Griechenland. 4. März. 2021. Zum vierten Mal in Folge gingen die Menschen in ganz Griechenland auf die Straße, um ein Ende des staatlich sanktionierten Mordes an Dimitris Koufontinas zu fordern.

Eingereichter Beitrag. Geschrieben von @ximikesagkalies.Übersetzt von Riot Turtle.

Am Anfang des heutigen Tages und nach wiederholten Vorschlägen des Generalsekretärs der Anti-Verbrechens-Politik S. Nikolaou, reichte Dimitris Anwältin, I. Kurtovic, zusammen mit einem prominenten Anwalt, der der konservativen Partei treu ist, beim Bezirksgericht von Lamia einen Antrag auf eine vorläufige Aufhebung der Inhaftierung von Koufontinas ein, angesichts der extremen gesundheitlichen Probleme und der unmittelbaren Lebensgefahr, da er sich im 56ten Tag seines Hungerstreiks und im 10ten Tag seines Durststreiks befindet. Wie erwartet, lehnte das Gericht aufgrund des politischen Drucks ihren Antrag ab und Koufontinas gab eine Erklärung (Link) heraus, dass er seinen Streik fortsetzt, bis seine berechtigte Forderung, ins Korydallos-Gefängnis zurückgebracht zu werden, erfüllt ist.

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[Deutschland] Berlin: Straßenblockade am Kotti in Solidarität mit Dimitris Koufontinas! – Demo am 06. März

März 5th, 2021

quelle: enough-is-enough14.org

Berlin. Gestern Abend wurde der Verkehr in der Adalbertstraße aus Solidarität mit Dimitris Koufontinas blockiert.

Ursprünglich veröffentlicht von Kontrapolis.

In Solidarität mit Dimitris Koufontinas haben wir den Verkehr auf der Adalbertstraße für wenige Minuten gestoppt und mit Flyern, Transparenten und Sprechhören auf die Situation von Dimitris aufmerksam gemacht.

Solidarität mit Dimitris Koufontinas!

Für die sofortige Erfüllung seiner Forderungen!

Freiheit für alle Gefangenen!

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[Deutschland] Thomas Meyer-Falk: Radiointerview zu Überwachung im Knast von heute

März 5th, 2021

quelle: freedomforthomas

Hier das Interview von Thomas mit Ausbruch – die Antirepressionswelle:

https://www.freie-radios.net/107365

[Algerien] Riots nach Verurteilung eines Militanten zu sieben Jahren Haft

März 5th, 2021

Quelle: schwarzerpfeil.de

Übersetzung eines Berichts von Abolition Media Worldwide

Unruhen brachen am Abend des Sonntags, 28. Februar, in mehreren Vierteln von Ouargla, im Süden Algeriens, aus, nachdem ein Militanter der populären Protestbewegung in Algerien zu einer hohen Haftstrafe verurteilt und der „Rechtfertigung für Terrorismus“ beschuldigt wurde.

Demonstrierende blockierten mehrere Straßen und verbrannten Reifen, nachdem das lokale Strafgericht Ameur Guerrache zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt hatte. Junge Menschen warfen Steine auf Bullen inmitten von Tränengasangriffen.

In einem weiteren Video, das ebenfalls in den sozialen Medien verbreitet wurde, flehte die Mutter von Ameur Guerrache den algerischen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune an, ihren Sohn freizulassen.

Der 31-jährige Ameur Guerrache, der am 1. Juli 2020 in seinem Haus verhaftet wurde, wird als Militanter und Poet dargestellt und ist „einer der größten Anführer der (Protest-)Bewegung in Mekhadma seit mehreren Jahren“, so die CNLD, eine Organisation, die sich für die Gefangenen einsetzt. Die Mekhadma-Bewegung hat ihren Namen von einem benachteiligten Viertel in der Stadt Ouargla, wo im vergangenen Juni Hunderte von Menschen gegen ihre Lebensbedingungen und ihre Marginalisierung und Ausgrenzung von der lokalen Entwicklung protestiert hatten. Ouargla ist die Hauptstadt einer an Kohlenwasserstoffen reichen Wilaya (Präfektur), in der sich viele Lagerstätten befinden, darunter auch die von Hassi Messaoud. Aber es ist auch eine Stadt mit einer hohen Jugendarbeitslosigkeit.

Das algerische Justizministerium gab kürzlich bekannt, dass insgesamt 59 politische Gefangene freigelassen wurden, nachdem Präsident Abdelmadjid Tebboune am 18. Februar eine Begnadigung ausgesprochen hatte. Gleichzeitig gehen jedoch die Verurteilungen vor den Gerichten in einem stetigen Tempo weiter.

[Deutschland] Gefangene bedanken sich – seid wütend und laut für sie!

März 5th, 2021

Quelle: criminals4freedom

Folgende Audio-Nachricht haben wir von Gefangenen aus Moabit zugesendet bekommen – sie zeigt, dass es Gefangene mitbekommen, wenn an sie gedacht wird und sich draußen Leute für sie einsetzen.

Deswegen wollen wir diese Danksagung mit einem Aufruf verbinden. Seit der Pandemie schlagen autoritäre Maßnahmen um sich, wie wir es lange nicht mehr erlebt haben – vor allem auch die Gefangenen spüren diese. Unsere Kämpfe mit ihren zu verbinden ist deswegen unerlässlich.

Folgende Audio-Nachricht haben wir von Gefangenen aus Moabit zugesendet bekommen – sie zeigt, dass es Gefangene mitbekommen, wenn an sie gedacht wird und sich draußen Leute für sie einsetzen.


Deswegen wollen wir diese Danksagung mit einem Aufruf verbinden. Seit der Pandemie schlagen autoritäre Maßnahmen um sich, wie wir es lange nicht mehr erlebt haben – vor allem auch die Gefangenen spüren diese. Unsere Kämpfe mit ihren zu verbinden ist deswegen unerlässlich.

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(Chile) Über die notwendige Übereinstimmung zwischen der Straße und dem Gefängnis. Kommuniqué von Mónica und Francisco aus dem Knast.

März 1st, 2021

Quelle: Soligruppe für Gefangene

Gefunden auf contramadriz, ursprünglich aber von Publicación Refrectario, die Übersetzung ist von uns.

(Chile) Über die notwendige Übereinstimmung zwischen der Straße und dem Gefängnis. Kommuniqué von Mónica und Francisco aus dem Knast.

Die antiautoritäre Solidarität als eine Beziehung zu verstehen, die als Hauptakteure die Gefangenen und das aktive Umfeld auf der Straße einbezieht, bedeutet zu verstehen, dass es unabdingbar ist, innerhalb des Gefängnisses zu kämpfen, andernfalls wird die Praxis der Solidarität in Assistenz und Wohltätigkeit umgewandelt, wobei die Gefangenen zu bloßen passiven Empfänger*innen der Unterstützung werden, die von draußen kommen kann, ohne die Initiativen der Konfrontation einzubeziehen oder dazu beizutragen. Es ist notwendig, dass der Slogan „Nichts endet mit dem Gefängnis“ mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, die zwar knapp, aber äußerst effektiv sein können, in die Praxis umgesetzt wird. Das haben die verschiedenen Kämpfe in der langen und reichen Geschichte der politischen Gefangenschaft gezeigt, die von der Bereitschaft und Entschlossenheit der Gefangenen geprägt waren, bis zu den äußersten Konsequenzen zu gehen, um ihre Ziele zu erreichen. Innerhalb des Gefängnisses ist jede Minute im Hof, jedes Buch, das hereinkommt, jeder Gegenstand, der in die Zelle darf, oder jeder noch so kleine Raum der Autonomie und der individuellen Entfaltung durch Kampf errungen worden, nichts ist frei; es genügt, sich daran zu erinnern oder nachzuforschen, wie die Gendarmerie (A.d.Ü., chilenische Bullen) z.B. mehr Stunden des Aufschließens im Hochsicherheitsknast oder das Nichtvorhandensein von Gesprächsräumen (A.d.Ü., aber auch fürs telefonieren) in den Hochsicherheitsknästen vereinbart hat, um das zu erkennen.

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Update zum Hunger/Durststreik von Dimitris Koufontinas – Ich will nicht sterben!

März 1st, 2021

Quelle: de.indymedia

Dimitris Koufontinas befindet sich seit dem 8. Januar 2021 im Hungerstreik und seit dem 22. Februar im Durststreik. Er fordert in das Hochisicherheitsgefängnis Kordydallos verlegt zu werden. Dieser Wunsch wird ihm Verwehrt, gleichzeitig unterliegt er nach dem neuem Antiterrorgesetz unzähligen Restriktionen.
Der Hungerstreik ist die letzte und einzige Möglichkeit für Dimitris um seine Forderungen durchzusetzen. Im folgenden möchten wir die neuesten Statements von D. Koufontinas, den behandelden Ärzt*innen und seiner Anwältin veröffentlichen, um ein Update zur aktuellen Situation zu liefern.

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Koufontinas: Sein Tod kann in den nächsten 2 Tagen eintreten.

Februar 27th, 2021

Quelle: political-prisoners.net

Aufgrund der unmittelbaren Lebensgefahr für Dimitris Koufontinas, der sich seit 49 Tagen im Hungerstreik und seit 4 Tagen im Durststreik befindet, berichten wir über die aktuellen Entwicklungen.

Gestern, am Donnerstag 25.02., hat der behandelnde Arzt Thodoris Zdoukos den politischen Gefangen im Gefängnis besucht und untersucht. In einer im Anschluss abgegebenen Erklärung machte der Arzt seine Ergebnisse öffentlich. Im Einzelnen heißt es dort:„Heute, Donnerstag, 25. Februar, habe ich den Hungerstreikenden Dimitris Koufontinas besucht, der seit zehn Tagen auf der Intensivstation des Lamia-Krankenhauses behandelt wird. Nach 49 Tagen Hungerstreik zeigt er starke Lethargie, allgemeine Muskelschwäche, Schwindel und Anzeichen von Dehydration.
Eine Hypoglykämie, die von bevorstehenden Elektrolytstörungen begleitet wird, kann jederzeit für das Myokard und das Gehirn tödlich sein. In der kurzen Zusammenkunft, die ich mit ihm hatte, informierte ich den Hungerstreikenden über die Intervention von Tausenden von Bürgern in dem Auftritt des Präsidenten der Republik in den sozialen Medien (1), die Mobilisierungen in Griechenland und im Ausland sowie die wichtigen öffentlichen Erklärungen zur Unterstützung seiner Forderungen.

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[Griechenland] Hungerstreikender Dimítris Koufontínas in Lebensgefahr

Februar 27th, 2021

Quelle: enough-is-enough14

Statement der Rote Hilfe über der Hungerstreikender politische Gefangene Dimítris Koufontínas.

Ursprünglich veröffentlicht von Rote Hilfe.

Seit dem 8. Januar 2021 befindet sich der politische Gefangene Dimítris Koufontínas im Hungerstreik, um gegen die schikanösen staatlichen Angriffe auf seine Person zu protestieren. Vorausgegangen war bereits eine Gesetzesänderung, die die griechische Regierung genau auf ihn zugeschnitten hat: Demnach dürfen Gefangene, die als Terrorist*innen verurteilt oder angeklagt wurden, nicht mehr in Haftanstalten mit etwas weniger rigideren Bedingungen untergebracht werden, sondern müssen in ihre früheren Gefängnisse zurückverlegt werden. Aufgrund dieses Gesetzes wurde Dimítris Koufontínas aus dem Landwirtschaftsgefängnis bei Vólos widerrechtlich in das Hochsicherheitsgefängnis in Domokós verlegt. Koufontínas befindet sich als Mitglied der revolutionären Guerilla-Organisation 17. November (17N) in Haft, seit er sich 2002 freiwillig gestellt hatte.

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KURZSCHLUSS Nr. 2

Februar 27th, 2021

Quelle: kurzschluss.noblogs.org

Ausgangssperren, Kontaktbeschränkungen, Isolation, HomeOffice, Vereinsamung … Und warum das Alles? Na wegen diesem Virus, diesem Corona. Ist das überhaupt gefährlich? Na wen interessiert das schon?!

“Wir sind im Krieg!” Im Krieg gegen all das genannte und noch viel mehr. Im Krieg gegen jede Bevormundung, jede Einschränkung, jede Ausbeutung, jede Herrschaft.

Also los:

Erzeugen wir einen KURZSCHLUSS im Netzwerk der Herrschaft!

Das PDF ist für all diejenigen, die darauf brennen, KURZSCHLUSS zu verbreiten.

Aus dem Inhalt:

Erklärung von Nikos Maziotis zum Hungerstreik von Dimitris Koufontinas

Februar 27th, 2021

Quelle: enough-is-enough14

Eine Stellungnahme vom 24. Februar von Nikos Maziotis zum Hungerstreik von Dimitris Koufontinas.

Ursprünglich veröffentlicht von Abolition Media Worldwide. Übersetzt von Riot Turtle.

ÜBER DIE ANORDNUNG DER STAATSANWALTSCHAFT ZUR ZWANGSERNÄHRUNG DES GENOSSEN DIMITRIS KOUFONTINA: N. MAZIOTIS MITGLIED DES REVOLUTIONÄREN KAMPFES

24/2/2021

Die Anordnung der Staatsanwaltschaft Lamia zur Zwangsernährung des des Hungerstreikenden Genossen Dimitris Koufontinas ist ein Ereignis der Aufwertung der staatlichen Repression gegen die politischen Gegner des Regimes. Solche Methoden wurden in der Vergangenheit von ähnlichen „Rechtsstaaten“ wie der BRD in den 70er Jahren angewandt, die inhaftierte Mitglieder:innen von Stadtguerilla-Organisationen zwangsernährten, wobei in einem Fall der Hungerstreikende Holger Mainz, Mitglied der RAF, 1974 am 51. Tag des Hungerstreiks durch Ertrinken an der Zwangsernährung, die eigentlich Folter ist, starb. Zwangsernährung bedeutet das gewaltsame Einführen eines Schlauches mit Nährflüssigkeit, der durch die Speiseröhre geführt wird und durch den Mund des Hungerstreikenden in den Magen gelangt. Tatsächlich ist die Anordnung der Staatsanwaltschaft zur Zwangsernährung des Gefährten eine Anordnung zur Folter und die Rechtfertigung der Staatsanwaltschaft zum Schutz des Lebens des Gefährten ist nur als Heuchelei zu verstehen, da sie wissen, dass der Tod eines Hungerstreikenden in Griechenland einen enormen politischen Preis für das Regime haben wird.

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Wien: Blockade und Demonstration gegen Charter-Abschiebung (23.02.2021)

Februar 27th, 2021

Quelle: presse-service.net

Am 23.2. blockierten antirassistische Aktivist:innen über Stunden mehrere Ausfahrten des Polizeianhaltezentrums (PAZ) Rossauer Lände in Wien, um eine Sammelabschiebung nach Afghanistan zu verhindern.

Gegen 11:30 begannen die Aktivist:innen die Straße mit einem Tripod, einer Holzkonstruktion und einem Transparent zu blockieren. Mehrere Aktivist:innen verbanden sich mit Lock-Ons, um so zu verhindern, von der Polizei weggetragen zu werden. Ein Teilnehmer der Kundgebung verbrannte eine Fahne der EU-Grenzschutzagentur „Frontex“. Rasch war die Polizei mit Unterstützung der Spezialeinheit WEGA und einem gepanzerten Fahrzeug vor Ort. Beamt:innen der WEGA und der Polizei begannen erste Aktivist:innen von der Straße wegzutragen. Mehrere Aktivist:innen ketteten sich mit Fahrradschlössern an Geländer vor der Polizeieinfahrt. WEGA-Beamte schnitten die Schlösser an den Hälsen der Aktivist:innen mit Bolzenschneider und Akku-Flex durch. In der Zwischenzeit fuhr die Wiener Berufsfeuerwehr mit mehreren Einsatzfahrzeugen vor. Sie unterstützte den Polizeieinsatz. Mit Hilfe von zwei Fahrzeugen der Feuerwehr wurden zwei Aktivist:innen, die in einer Traverse über der Straße hingen, herunter geholt. Weitere Aktivist:innen wurden von WEGA-Beamten und der Feuerwehr aus einer Holzkonstruktion und einem Tripod gelöst.

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Die vierte Wand durchbrechen: Revolte im St. Louis-Gefängnis

Februar 27th, 2021

Quelle: crimethinc

Über Repression, Repräsentation und Revolte

Im Jahr der COVID-19-Pandemie gab es heftige Kämpfe gegen Gefängnisse, die die ohnehin schon starke Bewegung gegen Haftanstalten und Abschiebekänste sowohl innerhalb als auch außerhalb ihrer Mauern verstärkten. Im folgenden Bericht aus St. Louis reflektiert ein Anarchist über die Bedeutung der Revolte vom 6. Februar im Kontext der Bemühungen von vielen verschiedenen Seiten, das zu vertreten und zu bewältigen, was man sich als Interessen der Gefangenen vorstellt.

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