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Griechenland, Gefängnisse Typ-C: Der Wärterchef von Domokos nahe Lamia mit Kalaschnikow getötet

Saturday, March 7th, 2015

Üb. mc, Menzingen CH http://325.nostate.net/?p=14807

Griechenland, Gefängnisse Typ-C: Der Wärterchef von Domokos nahe Lamia mit Kalaschnikow getötet

Gemäss Polizei wurde der Wärterchef der Hochsicherheitsgefängnisses Typ C von Domokos (http://325.nostate.net/?tag=type-c-prisons) Samstagabend am 21.02.2015 nahe der Stadt Lamia in Zentralgriechenland ermordet. Gemäss bisher erhaltenen Informationen verliess das 47jährige Opfer das eigene Haus in Kouvela, zwischen den Städten Lamia und Stylida gelegen, kurz vor 17.30 Uhr um im Umland auf die Jagd zu gehen.

Kaum war er in seinem Jeep näherten sich ihm in einem Auto 2 oder 3 Individuen und eröffneten das Feuer mit Kalaschnikows und einer 9 mm Pistole. Das Opfer wurde von mehr als 20 Kugeln in Kopf und Brust durchlöchert und hatte keine Zeit um zu reagieren.

Die Polizei lancierte eine Menschenjagd um die Verdächtigen mit Polizeisperren in der weiteren Umgebung zu finden aber im Moment dieser Niederschrift hatte sie bloss leere Hülsen, Zeugenaussagen und eine Leiche gefunden.

Krieg dem Bestehenden

http://www.ekathimerini.com/4dcgi/_w_articles_wsite1_1_21/02/2015_547536

Wärter eines Hochsicherheitsgefängnisses vor seinem Haus nieder geschossen

Der Wärter des Hochsicherheitsgefängnisses von Domokos in Zentralgriechenland, eine kürzlich verstärkte Einrichtung zur Aufnahme einiger der gefährlichsten griechischen Kriminellen, wurde Samstagnachmittag vor seinem Haus niedergeschossen, in einer Hinrichtung, die von der Polizei als professionell bezeichnet wurde.

Der 47jährige Vater zweier Kinder verliess gerade sein Haus nahe Lamia als sich ihm ein dunkles SUV näherte und wahrscheinlich zwei oder drei Personen mit Kalaschnikow-Sturmgewehren und einer 9 mm Pistole das Feuer eröffneten. Gemäss Polizei wurde er mehr als 20mal getroffen und dutzende leere Hülsen wurden in der Nähe seines Körpers gefunden.

Von den Schüssen alarmiert, benachrichtigte wahrscheinlich seine Mutter, nachdem sie den Körper ihres Sohnes gefunden hatte, die Polizei. Die Angreifer waren schon davongejagt.

Die Reporter suggerierten, dass die Ermittlungen mit der Hilfe der Antiterroreinheit der Polizei geführt werden, da das Gefängnis von Domokos der Ort ist, wo aktuell die Terroristen Christodoulos Xeros und Nikos Maziotis eingesperrt sind.

Gegen die Verüber wurde eine grossangelegte Menschenjagd veranstaltet.

Der neu eingesetzte Justizminister Nikos Paraskevopoulos verurteilte die Tötung als „feige und abscheulich“ und sprach der Familie des Opfers sein Beileid aus.

Ekathimerini.com, Samstag Februar 21., 2015 (22:15)

Mitteilung von Nikos Maziotis aus dem Hochsicherheitsgefängnis in Domokos

Saturday, January 17th, 2015

(gefunden auf: abc-berlin.net)

Domokos PrisonHallo, Genossen

Es geht mir sehr gut und ich wünsche euch das gleiche. Ich schreibe, um euch über die Situation hier zu informieren.

Ich wurde vor kurzem in ein Hochsicherheitsgefängnis (Typ-C) in Domokos verlegt. Ich war der erste Gefangene, der  hierher verlegt wurde und nach mir haben sie einige andere politische und soziale Gefangene hierher verlegt. Zur Zeit unterscheiden sich die Haftbedingungen hier nicht von denen in anderen Gefängnissen. Der Strafvollzug bleibt der gleiche für alle Arten von Gefängnissen, A, B und C. Es gibt keine besonderen Haftbedingungen hier, aber das Gesetz, in Bezug auf die Gefangenen in einem Typ-C Gefängnis, ist härter als das Gesetz für Gefangene in Typ-A- oder B-Gefängnissen. Insbesondere sieht das Gesetz vor, dass die Gefangenen in Typ-C-Gefängnissen, die lebenslänglich verurteilt wurden, für 20 Jahre inhaftiert werden müssen, das sind 4 Jahre mehr, als diejenigen, die in Typ-A- oder B-Gefängnissen inhaftiert sind. Das gleiche Gesetz bestimmt, dass Häftlinge in Typ-C Gefängnissen nicht das Recht haben, im Gefängnis zu arbeiten, kein Recht auf eine Strafminderung haben und auch keinen Hafturlaub bekommen.

Hinsichtlich der Verletzung meines rechten Armes, gibt es erhebliche Fortschritte. Jeden Monat muss ich in ein Krankenhaus zur ärztlichen Untersuchung gebracht  werden.

Nun möchte ich euch über einige Aktionen hier informieren. Es wurden von vier anarchistischen Gruppen vier öffentlichen Manifestationen in vier Städten in Griechenland vorgeschlagen und organisiert, in Thessaloniki, Athen, Heraklion auf Kreta und Patras, mit dem Thema “Bewaffneter Kampf, revolutionäre Bewegung und soziale Revolution”, ich habe per Telefon aus dem Gefängnis in Thessaloniki zu den GenossInnen gesprochen. Das Ziel dieser öffentlichen Manifestationen war es, die Verbindung zwischen bewaffnetem Kampf und revolutionärer Bewegung zu zeigen, dass der bewaffnete Kampf und die Stadtguerilla ein Teil des Kampfes für den Umsturz des Regimes und ein Teil der Revolution sind, und dass für die Revolution die Existenz einer organisierten revolutionären Bewegung mit einem klaren politischen Programm für den Umsturz des kapitalistischen Staates und den revolutionären Wiederaufbau, notwendig ist. Diese öffentlichen Manifestationen waren sehr erfolgreich und mit der Teilnahme von vielen GenossInnen wurden viele Aspekte des Themas diskutiert. Bei der zweiten öffentlichen Kundgebung in Athen am 17. Oktober versuchte der Staat mich am Sprechen zu hindern, als ein parlamentarischer Vertreter verlangte, dass die Manifestation verboten wird und so stellten sie die Telefone im Thessaloniki-Gefängnis, in der Sektion in der ich war, ab und ich konnte nicht mit den GenossInnen kommunizieren. Trotzdem fand die öffentliche Manifestation in Athen wie geplant statt und die Genossin Pola Roupa schickte einen Text zum Thema, der vorgelesen wurde. Die öffentliche Manifestation in Athen wurde am 5. November wiederholt, als ich schliesslich zu den GenossInnen sprechen konnte. Der Rest der öffentlichen Manifestationen am 21. November in Heraklion und am 3. Dezember in Patras verlief ohne weitere Probleme. Die erste war am 9. Oktober in Thessaloniki. Ich sprach über das gleiche Thema auch über eine Radiostation, Radio “Revolt” in Thessaloniki, die die Bewegung unterstützt.

Ich möchte euch auch darüber informieren, dass mein Vorschlag, eine Solidaritätsstruktur namens “Solidaritätsversammlung” für politische Gefangene, militante Gefangene und verfolgten KämpferInnen in Griechenland, von den GenossInnen angenommen wurde. Die Solidaritätsversammlung hat bereits eine Plattform dazu veröffentlicht. Die Bedingungen dieser Plattform umfasst alle militanten Häftlinge und in Griechenland Verfolgte, die anarchistischen und kommunistischen Häftlinge, einschließlich der türkischen KommunistInnen der DHKP, die in Griechenland inhaftiert sind und jene GenossInnen, die zu Gesetzlosen erklärt wurden und des bewaffneten Kampfes beschuldigt sind. Es gibt eine Ausnahme für diejenigen, die mit dem Staat zusammengearbeitet haben, Informationen an die Polizei gegeben haben und reuige Aussagen über den bewaffneten Kampf gemacht haben.

Meiner Meinung nach sollte die Solidaritätsversammlung für politische Gefangene und militante Gefangene und Verfolgte in Griechenland, und die Roten Hilfe International, zu Solidarität Fragen miteinander Kontakt aufnehmen.

Ich nehme an, dass ihr über die politische Situation in Griechenland informiert seid, über den Fall der Samaras Regierung, die Wahlen vom 25. Januar 2015 und über die Möglichkeit, dass die Regierung in die Hände der Mitte-Links-Partei der offiziellen Opposition übergeht.

Mit revolutionären Grüssen aus dem Gefängnis in Domokos, Griechenland,

Nikos Maziotis

Erste Verlegungen in den Typ-C Trakt in Griechenland

Friday, January 9th, 2015

(gefunden auf: solidaritaetswerkstatt.noblogs.org)

Seit 4 Tagen sitzt der Anarchist Nikos Maziotis, Mitglied des Revolutionären Kampfes, als erster Gefangener im Typ C* Flügel des Gefängnisses in Domokos, Griechenland.

Am 2. Januar wurden weitere Mitglieder revolutionärer bewaffneter Gruppen in den Typ C Kerker nach Domokos verlegt: Kostas Gournas und Dimitris Koufontinas. Am gleichen Morgen wurden dann auch Yannis Naxakis und Grigoris Sarafoudis aus dem Koridallos Knast nach Domokos verlegt.

In den ersten Tagen des neuen Jahres kam es zu noch mehr Verlegungen in den Hochsicherheitstrakt nach Domokos.

 

* Im Sommer 2014 verabschiedete der griechische Staat ein Gesetz, das die Errichtung von speziell gesicherten Trakten in Gefängnissen vorsieht. Für die in diesen »Typ-C-Gefängnissen« Inhaftierten sind fast alle in den »normalen« Haftanstalten geltenden Rechte außer Kraft gesetzt. Diese Knäste haben Ähnlichkeit mit den F-Typen in der Türkei oder den Hochsicherheitstrakten in der Deutschland.