[Griechenland] Athen: Solidarischer Angriff auf das Institut français

Quelle: aus dem herzen der festung

Sieben Gefährt*innen , die gegen den Terror der Grenzen und des Sicherheitsstaates kämpfen, wurden in Frankreich verhaftet, weil sie Migrant*innen halfen, ihre Leben dort fortzuführen, wo sie es für passend halten. Sie sind mit extrem schweren Anklagen und Gefängnisstrafen konfrontiert, so wie alle, die sich selbst zu Feind*innen der Lüge der Nation machen.

Wir, eine anarchistische Initiative in Athen, haben auf einen internationalen Solidaritätsaufruf geantwortet, indem wir das Institut français angriffen, eine diplomatische Institution, die der französischen Botschaft und dem Staat untersteht. Der Zweck des Institut français besteht darin, das Erbe des französischen Kolonialismus zu legitimieren und die nationale Identität zu bewahren. Frankreich errrichtet mörderische Grenzen und verfolgt jene, die für deren Zerstörung kämpfen. Angesichts der Repression des französischen Staates sind alle Institutionen, die seine Existenz normalisieren, legitime Ziele für unseren Kampf.

Das Institut français propagiert als kulturelle Institution die nationalistische Agenda des französischen Nationalstaates. Wir tolerieren weder Nationalstaaten noch Institutionen, welche diese repräsentieren. Wir dulden die Festung Europa und die Grenzen, die den Menschen die Bewegungsfreiheit verwehren, nicht. Im Kampf gegen die Kriminalisierung der Solidarität ermutigen wir alle Militanten, sich zu organisieren und sich am Kampf mit den jeweils verfügbaren Mitteln zu beteiligen.

In der Nacht von Sonntag (04.11.18) griffen wir das Institut mit Farbe, Steinen und Parolen an. Anschliessend tauchten etwa 30 Polizist*innen auf und verhafteten ein paar zufällige Passant*innen. Sowohl der französische als auch der griechische Staat zielen unterschiedslos auf jene, die ihrer falschen Sicherheit: der Sicherheit des Polizeiterrorismus im Weg stehen könnten.

No Nations, no Borders! Fight law and order!

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