{"id":9448,"date":"2020-06-29T21:14:32","date_gmt":"2020-06-29T19:14:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=9448"},"modified":"2020-06-29T21:14:34","modified_gmt":"2020-06-29T19:14:34","slug":"oesterreich-wien-erste-einschaetzungen-und-ueberlegungen-ueber-die-zusammenstoesse-mit-tuerkischen-faschisten-in-wien-favoriten-ende-juni-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=9448","title":{"rendered":"[\u00d6sterreich] Wien: Erste Einsch\u00e4tzungen und \u00dcberlegungen \u00fcber die Zusammenst\u00f6\u00dfe mit t\u00fcrkischen Faschisten in Wien Favoriten Ende Juni 2020"},"content":{"rendered":"\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/autonome-antifa.net\/index.php\/2020\/06\/29\/erste-einschaetzungen-und-ueberlegungen-ueber-die-zusammenstoesse-mit-tuerkischen-faschisten-in-wien-favoriten-ende-juni-2020\/#1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">autonome antifa<\/a><\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/?attachment_id=9450\" rel=\"attachment wp-att-9450\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-9450\" src=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/solidaritaet-antifa-wien-favoriten-ekh-angriff-graue-woelfe-faschisten-juni-2020-3-150x150.jpeg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\"\/><\/a>Was war da los in den letzten Tagen im 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten? Der medialen Berichtserstattung zufolge habe es einen un\u00fcbersichtlichen Haufen an Informationen und Demonstrationen sowie vermeintlichen \u201eGegendemonstranten\u201c gegeben. F\u00fcr die meisten Medien, die Polizei und die Politik w\u00fcrden die Ereignisse aus einem aus dem Ausland \u201eimportierten Krieg\u201c zwischen unterschiedlichen \u201eEthnien\u201c resultieren, der nun im \u201eProblembezirk\u201c Favoriten fortgesetzt wird. Wir versuchen mit diesem Statement eine erste Einsch\u00e4tzung der Lage zu liefern, wollen auf Leerstellen antifaschistischer Arbeit in Wien hinweisen und Perspektiven diskutieren.<\/p>\n<p><strong>Es ist ein Kampf zwischen Faschisten und Antifaschist*innen, zwischen progressiven Linken und rechtsextremen \u201eGrauen W\u00f6lfen\u201c und zwischen Feminist*innen und Islamisten.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Selbstredend ist es kein Kampf, der zwischen zwei unterschiedlichen \u201eEthnien\u201c verl\u00e4uft, der da in Favoriten ausgetragen wird. Es ist ein Kampf zwischen <a href=\"https:\/\/autonome-antifa.net\/index.php\/2020\/06\/29\/erste-einschaetzungen-und-ueberlegungen-ueber-die-zusammenstoesse-mit-tuerkischen-faschisten-in-wien-favoriten-ende-juni-2020\/#1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Faschisten (1)<\/a> und Antifaschist*innen, zwischen progressiven Linken und rechtsextremen \u201eGrauen W\u00f6lfen\u201c und zwischen Feminist*innen und Islamisten. Es ist ein politischer Kampf, der auch als solcher benannt und gef\u00fchrt werden muss. Daher ist es auch von besonderer Wichtigkeit, den ethnisierenden Narrativen u.a. von Innenminister Nehammer und Kanzler Kurz (beide rechts-autorit\u00e4re \u00d6VP), die von \u201efremden Konflikten\u201c schwadronieren, politische Analysen entgegenzusetzen und auf die Auswirkungen damit verbundener Deutungsmuster hinzuweisen. Beide scheinen bereits jetzt die perfekte L\u00f6sung zu haben: Mehr Polizei im Bezirk und mehr (rassistische) Kontrollen. Besonders zynisch erscheint dieser Ruf nach dem \u201eharten Durchgreifen\u201c, wenn bedacht wird, dass von Seiten der \u00d6VP und auch der SP\u00d6 seit vielen Jahren mit den \u201eGrauen W\u00f6lfen\u201c und ihren Vereinen kooperiert wird. Antifaschist*innen weisen seit langem auf die verschiedenen Verstrickungen der \u201eW\u00f6lfe im Schafspelz\u201c in die \u00f6sterreichische Innenpolitik hin (). Dass die polizeilichen Kontrollen zuallererst migrantische Jugendliche, Drogenkonsument*innen und andere marginalisierte Gruppen treffen werden, versteht sich von alleine. Wenig \u00fcberraschend gehen die autorit\u00e4ren Ma\u00dfnahmen am eigentlichen Problem \u2013 n\u00e4mlich der verst\u00e4rkten Pr\u00e4senz des t\u00fcrkischen Rechtsextremismus im \u00f6ffentlichen Raum \u2013 vorbei.<\/p>\n<p>Wie sind die Faschisten im 10. Bezirk aber organisiert und wie kann man ihnen schaden?<\/p>\n<p>Diese Frage wird uns von nun an noch l\u00e4nger besch\u00e4ftigen. Die aktuellen faschistischen Aggressionen haben bereits am 1. Mai begonnen, als \u201eGraue W\u00f6lfe\u201c eine linke Kundgebung am Keplerplatz in Favoriten angegriffen haben. Diese Angriffe haben sich mehrmals wiederholt, bis sich die Lage vergangene Woche am <strong>Mittwoch (24.06.) <\/strong>zuspitzte. Eine Kundgebung kurdischer Feminist*innen gegen Femizide am Viktor-Adler-Markt in Favoriten wurde von t\u00fcrkischen Rechtsextremen mehrfach unter den Augen der anwesenden Bullen angegriffen. Anschlie\u00dfend sammelten sich die Faschisten vor dem Ernst-Kirchweger-Haus (EKH), auch hier machte die Polizei keine Anstalten, die Versammlung aufzul\u00f6sen. Wie sich in den darauf folgenden Tagen wiederholt<br \/>zeigen sollte, fungierte der wenige Meter vom EKH entfernte Wielandpark als beliebter Sammelort f\u00fcr die Faschisten. So auch an diesem Mittwochabend, in dessen Verlauf es mehrmals zu Zusammenst\u00f6\u00dfen zwischen Antifaschist*innen und Rechtsextremen kam, auf die mit einer spontanen antifaschistischen Demonstration zum Hauptbahnhof geantwortet wurde.<\/p>\n<p>Am Tag darauf (<strong>Donnerstag 25.06.<\/strong>) spitzte sich die Lage weiter zu und es kam zum ersten H\u00f6hepunkt der rechtsextremen Eskalation. Wieder versammelten sich kurdische und andere linke Kr\u00e4fte im Bezirk, um im Zuge einer Kundgebung auf die Angriffe aufmerksam zu machen. Die anschlie\u00dfende Demonstration wurde an fast jeder Stra\u00dfenecke von Faschisten provoziert oder angegriffen, neben unz\u00e4hligen \u201eWolfsgr\u00fc\u00dfen\u201c waren auch Zeichen des IS und der Muslimbruderschaft zu sehen. Nachdem die Demonstration vorbei war, sammelten sich im Wielandpark erneut mehrere hunderte \u201eW\u00f6lfe\u201c und Jugendliche und zogen unter \u201eAllahu Akbar\u201c-Rufen von dort zum EKH los, bewarfen das Haus mit Flaschen, Steinen und pyrotechnischen Gegenst\u00e4nden und versuchten, die T\u00fcren einzutreten. Zudem wurden die Fensterscheiben des linken t\u00fcrkisch-kurdischen Verein DIDF eingeschlagen. Den anwesenden Antifaschist*innen gelang es innerhalb von Minuten, den Angriff abzuwehren und die Aggressoren in die Flucht zu schlagen, w\u00e4hrend die Polizei aus der Ferne zusah.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/?attachment_id=9449\" rel=\"attachment wp-att-9449\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-large wp-image-9449\" src=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/solidaritaet-antifa-wien-favoriten-ekh-angriff-graue-woelfe-faschisten-juni-2020-1-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/solidaritaet-antifa-wien-favoriten-ekh-angriff-graue-woelfe-faschisten-juni-2020-1-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/solidaritaet-antifa-wien-favoriten-ekh-angriff-graue-woelfe-faschisten-juni-2020-1-300x200.jpeg 300w, https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/solidaritaet-antifa-wien-favoriten-ekh-angriff-graue-woelfe-faschisten-juni-2020-1-768x513.jpeg 768w, https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/solidaritaet-antifa-wien-favoriten-ekh-angriff-graue-woelfe-faschisten-juni-2020-1.jpeg 1488w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Eskalation durch die Rechtsextremen lie\u00df nicht lange auf sich warten und folgte am n\u00e4chsten Tag <strong>(Freitag 26.07.)<\/strong>. Hunderte Antifaschist*innen sammelten sich als Solikundgebung vor dem EKH \u2013 eine entt\u00e4uschende Anzahl, angesichts der andauernden Bedrohung und nachdem eine der wichtigsten linken Institutionen in Wien von 200-300 Faschisten angegriffen wurde. Besonders irritierend erscheint die geringe solidarische Beteiligung in Anbetracht der sehr gut besuchten Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt der vergangenen Wochen. Umso deutlicher zeigt sich, dass es hier offensichtlich ein Problem der Positionierung und Lageeinsch\u00e4tzung in Teilen der Wiener Linken gibt. Nichtsdestotrotz setzte sich am Freitag, nach einer k\u00e4mpferischen Auftaktkundgebung vor dem EKH eine entschlossene Demonstration in Bewegung, die jedoch (erneut) bereits nach zehn Metern mit \u201eWolfsgr\u00fc\u00dfen\u201c empfangen wurde. Auf die Provokation folgten schnelle und ad\u00e4quate Reaktionen, woraufhin die Bullen die antifaschistische Demonstration \u00fcber mehrere Stunden kesselten, w\u00e4hrend die Faschisten im Bezirk scheinbar tun und lassen konnten, was sie wollten. Es gab mehrere Versuche der Rechtsextremen, die antifaschistische Demo zu konfrontieren und unz\u00e4hlige Angriffe auf die Bullen, die die Lage im Bezirk bereits zum dritten Mal in Folge nicht unter Kontrolle bringen konnten und\/oder wollten. Die Demonstration wurde schlie\u00dflich unter massivem Polizeiaufgebot zum Hauptbahnhof umgeleitet. Es scheint, als w\u00e4re den Bullen selbst in der dritten Angriffsnacht in Folge nicht klar gewesen, wer die Aggressoren sind. Abseits der Tatsache, dass die Kundgebung und anschlie\u00dfende Demonstration mehrfach attackiert und ohne Unterbrechung aus mehreren Richtungen von der Polizei abgefilmt wurde, durften Teilnehmer*innen der Demo, auf polizeiliche Anweisung hin, den Endpunkt der Demo ausschlie\u00dflich in kleinen Gruppen zu maximal zehn Personen verlassen. Die Konsequenz dieser gef\u00e4hrdenden Polizeitaktik lie\u00df nicht lange auf sich warten: einige Antifaschist*innen wurden am Hauptbahnhof mit Stangen und Holzlatten attackiert. Auch dieser Angriff konnte in erster Linie durch antifaschistischen Selbstschutz abgewehrt werden, auch wenn es zu Verletzungen kam.<\/p>\n<p>Der <strong>Samstag (27.06.) <\/strong>verlief schlie\u00dflich um einiges ruhiger. Eine Gro\u00dfdemonstration zog vom Columbusplatz mit 2 000 Teilnehmer*innen zur t\u00fcrkischen Botschaft. Wir sehen einen Fehler in der gew\u00e4hlten Route, weil der Bezirk dadurch verlassen werden musste. Es w\u00e4re ein wichtiges Zeichen gewesen, durch den Bezirk zu gehen, Pr\u00e4senz zu zeigen und zum Wielandpark und Reumannplatz zu ziehen, die sich als Sammelorte f\u00fcr sp\u00e4tere Angriffe etabliert hatten.<\/p>\n<p><strong>Die Angriffe der letzten Tage waren Angriffe auf ein geteiltes politisches Ziel, jenseits der Zw\u00e4nge von Patriarchat, Staat, Kapital und Nation.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/?attachment_id=9450\" rel=\"attachment wp-att-9450\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-large wp-image-9450\" src=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/solidaritaet-antifa-wien-favoriten-ekh-angriff-graue-woelfe-faschisten-juni-2020-3-1024x684.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"684\" srcset=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/solidaritaet-antifa-wien-favoriten-ekh-angriff-graue-woelfe-faschisten-juni-2020-3-1024x684.jpeg 1024w, https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/solidaritaet-antifa-wien-favoriten-ekh-angriff-graue-woelfe-faschisten-juni-2020-3-300x200.jpeg 300w, https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/solidaritaet-antifa-wien-favoriten-ekh-angriff-graue-woelfe-faschisten-juni-2020-3-768x513.jpeg 768w, https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/solidaritaet-antifa-wien-favoriten-ekh-angriff-graue-woelfe-faschisten-juni-2020-3.jpeg 1471w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wenig \u00fcberraschend ist zun\u00e4chst, dass wir von den Bullen keinen Schutz erwarten k\u00f6nnen. Wenn Faschist*innen provozieren, drohen und zuschlagen, m\u00fcssen wir uns immer selbst zur Wehr setzen \u2013 das wurde die letzten Tage wieder mehr als deutlich. In der vergangenen Woche hat sich jedoch auch klar gezeigt, dass es eine gro\u00dfe Leerstelle in der antifaschistischen Linken in Wien gibt. Wir kennen zu wenige Strukturen und Personen des t\u00fcrkischen Rechtsextremismus, es fehlt an Recherche und Analysen. Nach den K\u00e4mpfen im Bezirk ist uns immer noch nicht ganz klar, wie sich die Faschisten organisieren, wie wir sie erkennen k\u00f6nnen und, ob es sich mehrheitlich um organisierte Rechtsextreme handelt. Daher k\u00f6nnen wir bislang eher mit Eindr\u00fccken als mit Analysen des Spektrum aufwarten: Einiges an Kommunikation scheint \u00fcber das Social-Media-Tool \u201eTikTok\u201c zu laufen. Die hier ver\u00f6ffentlichten Videos lassen den Schluss zu, dass ein Gro\u00dfteil der Aggressoren Jugendliche sind. Unser Eindruck ist, dass der Mob, der die letzten Tage im Bezirk w\u00fctete, eine Mischung aus organisierten \u201eGrauen W\u00f6lfen\u201c und Islamisten auf der einen Seite und frustrierten Kids auf der anderen Seite ist. Auf Fotos und Videos ist zu erkennen, dass die Jugendlichen teilweise unter 15 Jahre alt sind. Sie reden davon, Steine zu sammeln und drohen Linken mit sexualisierter Gewalt. Klar ist, dass die Angriffe strategisch und taktisch koordiniert wurden und gezielt Jugendliche vorgeschickt wurden.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten an dieser Stelle betonen, dass wir ein dialektisches Verst\u00e4ndnis der Lebenssituation dieser Jugendlichen f\u00fcr notwendig halten. Sie sind gleichzeitig einerseits betroffen von Rassismus und dementsprechend allt\u00e4glich auch potenzielles Opfer von Polizeigewalt. Andererseits sind sie f\u00fcr ihr Denken und Handeln als Faschisten ernst zu nehmen und dieses Denken und Handeln muss entsprechend beantwortet werden. Hierf\u00fcr gibt es keine Entschuldigung. Denn gerade im m\u00e4nnerb\u00fcndischen Charakter, den autorit\u00e4ren Aggressionen gegen Feminist*innen, im Nationalismus und Antisemitismus zeigen sich die ideologischen Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Spektren der extremen Rechten. Denn von rechtsextremen Burschenschaften \u00fcber die \u201eIdentit\u00e4ren\u201c hin zu den \u201eGrauen W\u00f6lfen\u201c, teilen die Gruppierungen weit mehr, als ihren Anh\u00e4nger*innen oft lieb ist.<\/p>\n<p>Wenn sich allgemein etwas in den vergangenen Tagen gezeigt hat, dann, dass unsere Waffe im Kampf gegen all jene Menschenfeinde, die im Wahn ihrer Ideologie andere verletzen und ihren Tod in Kauf nehmen, unsere Solidarit\u00e4t ist. Wir lassen niemanden alleine. Wir stehen ein, Schulter an Schulter f\u00fcr eine bessere, eine befreite Gesellschaft. Die Angriffe der letzten Tage waren Angriffe auf ein geteiltes politisches Ziel, jenseits der Zw\u00e4nge von Patriarchat, Staat, Kapital und Nation. Unsere Antwort muss m\u00f6glichst schnell erfolgen. Wir brauchen zun\u00e4chst eine noch engere Vernetzung mit den progressiven Kr\u00e4ften der t\u00fcrkischen und kurdischen Linken in Wien, um uns weiterhin gegenseitig zu unterst\u00fctzen und Recherchen \u00fcber die t\u00fcrkischen Faschisten zu erstellen. Ob sich die Lage in den kommenden Wochen wieder beruhigt oder, ob sich die Angriffe wiederholen, bleibt abzuwarten. Langfristig wird es darum gehen m\u00fcssen, den \u201eGrauen W\u00f6lfen\u201c zu zeigen, dass der Bezirk nicht ihr Spielfeld ist, sie nicht die selbsternannten \u201eW\u00e4chter von Favoriten\u201c sind und ihre faschistische und islamistische Hetze nicht toleriert wird.<\/p>\n<p>(1)<\/p>\n<p><em>Wir sprechen an dieser Stelle von Faschisten um deutlich zu machen, dass sich beinahe ausnahmslos M\u00e4nner an den gewaltsamen Angriffen beteiligt haben. Das bedeutet nicht, dass es nicht auch Frauen* gibt, die sich im Kontext der \u201eGrauen W\u00f6lfe\u201c oder anderer t\u00fcrkisch-faschistischer oder rechtsextremer Gruppen organisieren und mit dieser Ideologie sympathisieren.<\/em><\/p>\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: autonome antifa Was war da los in den letzten Tagen im 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten? 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F\u00fcr die meisten Medien, die Polizei und die Politik w\u00fcrden die Ereignisse aus einem aus dem Ausland \u201eimportierten Krieg\u201c zwischen unterschiedlichen \u201eEthnien\u201c [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[469,236,120],"tags":[713,234,473,403],"class_list":["post-9448","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-antifaschismus","category-news","category-osterreich","tag-antifaschismus","tag-ekh","tag-faschisten","tag-osterreich"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9448"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9448"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9448\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9451,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9448\/revisions\/9451"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9448"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9448"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9448"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}