{"id":9266,"date":"2020-05-18T15:01:06","date_gmt":"2020-05-18T13:01:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=9266"},"modified":"2020-05-18T15:01:08","modified_gmt":"2020-05-18T13:01:08","slug":"eu-gefoerderte-corona-app-kann-stimmen-und-husten-erfassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=9266","title":{"rendered":"EU-gef\u00f6rderte Corona-App kann Stimmen und Husten erfassen"},"content":{"rendered":"\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.euractiv.de\/section\/forschung-und-innovation\/news\/eu-gefoerderte-corona-app-kann-stimmen-und-husten-erfassen\/\">euractiv.de<\/a> via <a href=\"https:\/\/abcdd.org\/2020\/05\/18\/eu-geforderte-corona-app-kann-stimmen-und-husten-erfassen\/\">abcdd.org<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/covid_app-604x270-1.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9269\" width=\"576\" height=\"257\" srcset=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/covid_app-604x270-1.jpeg 604w, https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/covid_app-604x270-1-300x134.jpeg 300w\" sizes=\"(max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Eine vor kurzem pr\u00e4sentierte Handy-App, die unter anderem mit EU-Geldern gef\u00f6rdert wurde, kann Atmung und Husten von Benutzern aufzeichnen, um so COVID-19-F\u00e4lle oder andere Krankheiten zu identifizieren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.covid-19-sounds.org\/en\/\" target=\"_blank\">Initiative<\/a>, die von Forschenden der Universit\u00e4t Cambridge entwickelt wurde und teilweise vom Europ\u00e4ischen Forschungsrat \u00fcber das Projekt EAR finanziert wird, zielt auf den Aufbau eines gro\u00dfen, aus einer Vielzahl von Quellen stammenden Datensatzes ab. Mit diesem sollen Algorithmen f\u00fcr maschinelles Lernen entwickelt werden, die dann bei der automatischen Erkennung von Krankheiten eingesetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die App soll demografische und medizinische Informationen der User sammeln, zus\u00e4tzlich zu \u201eSprachstimmenproben, Atem- und Hustenproben \u00fcber das Mikrofon des Handys\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Wohl um m\u00f6glichen Privatsph\u00e4re-Bedenken entgegenzuwirken, betont das beteiligte Forschungsteam, die App sammele lediglich \u201eeine grobe Standortprobe\u201c. Somit werde der exakte Standort eines Benutzers nicht konstant nachverfolgt, sondern nur einmalig erfasst, sobald der User die Software aktiviert.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus werden die gesammelten Daten \u201eauf den Servern der Universit\u00e4t gespeichert und ausschlie\u00dflich zu Forschungszwecken verwendet\u201c, beschwichtigt die Cambridge University.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs gibt nur sehr wenige gr\u00f6\u00dfere Datens\u00e4tze von Atemger\u00e4uschen. Um bessere Algorithmen f\u00fcr die Fr\u00fcherkennung zu entwickeln, ben\u00f6tigen wir daher so viele Proben von so vielen Teilnehmenden wie m\u00f6glich,\u201c erkl\u00e4rt dazu Professorin Cecilia Mascolo vom Cambridge Department of Computer Science and Technology, dem leitenden Institut f\u00fcr die Entwicklung der App.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie f\u00fcgt hinzu: \u201eSelbst wenn wir nicht viele positive Coronavirus-F\u00e4lle erhalten sollten, k\u00f6nnten wir trotzdem m\u00f6gliche Verbindungen in Bezug auf andere Krankheitsbilder finden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Mascolo hatte k\u00fcrzlich <a href=\"https:\/\/erc.europa.eu\/news-events\/magazine\/frontier-research-service-coronavirus-epidemic-response#EAR\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">im Magazin des Europ\u00e4ischen Forschungsrates<\/a> erkl\u00e4rt, ihr Team entwickle Technologien, die K\u00fcnstliche Intelligenz nutzen, um Anomalien in Ger\u00e4uschen zu analysieren, die ihrerseits Indikatoren f\u00fcr Krankheiten sein k\u00f6nnten. Zu diesen Ger\u00e4uschen z\u00e4hlen unter anderem \u201eHerzschl\u00e4ge, Seufzer oder St\u00f6hnen, Atmung und Stimme\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber das EU-Projekt EAR \u2013 das derartige Initiativen finanziert, die Audiodaten in der Krankheitsdiagnostik einsetzen (wollen) \u2013 wird die Forschung in diesem Bereich aktuell noch bis mindestens September 2024 gef\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nach wie vor keine einheitlichen Apps<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Einf\u00fchrung der neuen App geht neuen Ank\u00fcndigungen voraus, mit denen die Europ\u00e4ische Kommission am heutigen Mittwoch einen erneuten Versuch starten will, die Verwendung von Coronavirus-Apps oder \u201eTracing-Apps\u201c in der gesamten Union zu harmonisieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wird erwartet, dass die Exekutive eine Reihe von Standards vorschlagen wird, die die Interoperabilit\u00e4t zwischen verschiedenen Apps erm\u00f6gichen soll. Die Vorschl\u00e4ge werden in der breiter angelegten Strategie f\u00fcr Tourismus und Transport enthalten sein, die <a href=\"https:\/\/www.euractiv.com\/section\/transport\/news\/eu-transport-tourism-plan-aims-to-protect-summer-vacations\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">EURACTIV.com bereits einsehen konnte<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Koordinierung der einzelnen Apps zur Ermittlung von Kontaktpersonen k\u00f6nnte in dieser Hinsicht das grenz\u00fcberschreitende Reisen in den anstehenden Sommerferien erleichtern.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gespr\u00e4ch mit Abgeordneten des Binnenmarktausschusses des EU-Parlaments vergangene Woche sagte die f\u00fcr Digitaltechnik zust\u00e4ndige Vizepr\u00e4sidentin der EU, Margrethe Vestager, dass es der Union ohne den Einsatz von Apps zur Ermittlung von Kontaktpersonen \u00fcberaus schwer fallen d\u00fcrfte, sich wieder \u201ein dem Ma\u00dfe zu \u00f6ffnen, wie wir es wollen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Ansicht teilen offenbar viele zust\u00e4ndige Ministerien in den EU-Staaten, die an der Einf\u00fchrung von Apps beteiligt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>EU-Ministerinnen und Minister f\u00fcr Telekommunikation haben sich inzwischen auf die allgemeine Sichtweise verst\u00e4ndigt, \u201edass die Apps zur Ermittlung von Kontaktpersonen f\u00fcr eine schrittweise Lockerung verschiedener nationaler Ma\u00dfnahmen, einschlie\u00dflich der \u00d6ffnung der Grenzen, von gro\u00dfer Bedeutung sein werden\u201c, hei\u00dft es in einer Mitteilung der kroatischen Ratspr\u00e4sidentschaft.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.euractiv.de\/section\/forschung-und-innovation\/news\/eu-gefoerderte-corona-app-kann-stimmen-und-husten-erfassen\/\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: euractiv.de via abcdd.org Eine vor kurzem pr\u00e4sentierte Handy-App, die unter anderem mit EU-Geldern gef\u00f6rdert wurde, kann Atmung und Husten von Benutzern aufzeichnen, um so COVID-19-F\u00e4lle oder andere Krankheiten zu identifizieren. 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