{"id":8861,"date":"2020-03-25T22:36:52","date_gmt":"2020-03-25T21:36:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-wien.net\/?p=8861"},"modified":"2020-03-25T22:36:55","modified_gmt":"2020-03-25T21:36:55","slug":"notizen-des-seucheninstinkts-note-epidermiche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=8861","title":{"rendered":"Notizen des Seucheninstinkts [Note epide(r)miche]"},"content":{"rendered":"\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/ausnahmezustand2020.blackblogs.org\/2020\/03\/25\/notizen-des-seucheninstinkts-note-epidermiche\/\">ausnahmezustand2020.blackblogs.org<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>italienisches Original: <a href=\"https:\/\/finimondo.org\/node\/2451\">finimondo.org<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Sein Name ist mir letzte Woche buchst\u00e4blich in den Sinn gekommen. Ich  war unterwegs, um Brot zu holen, und als ich in der B\u00e4ckerei ankam,  z\u00e4hlte ich instinktiv diejenigen der Kunden, die dort ein- und  ausgingen, die die Maske trugen. Dort ist mir das passiert. Mir wurde  pl\u00f6tzlich klar, dass ich gerade die Z\u00e4hlung des deutschen Philologen  Victor Klemperer, eines Zeugen und Gelehrten des Aufstiegs des Dritten  Reichs, wiederholt hatte: \u201cUnsere Moral \u00e4ndert sich von Tag zu Tag. Wir  z\u00e4hlen, wie viele Menschen in den Gesch\u00e4ften \u201cHeil Hitler!\u201d und wie  viele \u201cGuten Morgen\u201d sagen. Gestern sagten in der B\u00e4ckerei f\u00fcnf Frauen  \u201cGuten Morgen\u201d und nur zwei \u201cHeil Hitler\u201d: Die Moral steigt. Heute, in  der Metzgerei, sagten alle: \u201cHeil Hitler\u201d\u2026 die Moral geht unter.\u201d Ich  gebe zu, dass ich genau in diesem Moment ein Fr\u00f6steln im Nacken  versp\u00fcrte.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die erneute Lekt\u00fcre seines Tagebuchs half mir nicht, meine Unruhe zu  \u00fcberwinden, ganz im Gegenteil. Ich hab das starke Bed\u00fcrfnis, all die  blutr\u00fcnstigen Unterschiede hervorzuheben, die uns von diesen Jahren  trennen, die \u00c4hnlichkeiten sind jedoch immer noch augenscheinlich.  Erschreckend, wenn auch fast ohne Blutflecken. Schon damals war die  Bev\u00f6lkerung davon \u00fcberzeugt, dass sie von einem gef\u00e4hrlichen Virus, \u201cdem  Juden\u201d, bedroht war, der sie infizieren k\u00f6nnte. Und in kurzer Zeit  wurde ein ganzes Land, das f\u00fcr seinen enormen Beitrag zur Philosophie  bekannt ist, von einer Art Massenwahn \u00fcberw\u00e4ltigt. Die l\u00e4cherlichsten  \u00dcberzeugungen verbreiteten sich wie ein Lauffeuer und dr\u00e4ngten  gew\u00f6hnliche M\u00e4nner zu den anomalsten Taten. Und dann das bewusste  Ansprechen von Gef\u00fchlen, um jede kritische Reflexion abzuwehren, die  h\u00e4mmernde Kriegsrhetorik, die Obsession der Technik, um Homogenit\u00e4t zu  erreichen\u2026<br \/>Ja, inmitten jener Lekt\u00fcre habe ich verstanden, dass das t\u00f6dliche Virus,  das heute ausgerottet werden muss, gar nicht Covid-19 ist. Wir sind es.  Wir, die wir, wie die Juden, das Haus nicht mehr verlassen k\u00f6nnen. Wir,  die wir nicht mehr in Bibliotheken, Kinos, Restaurants, Parks gehen  k\u00f6nnen\u2026 Wir, die wir die Schwelle nur so lange \u00fcberschreiten d\u00fcrfen, wie  es n\u00f6tig ist, um die Grundbed\u00fcrfnisse zu befriedigen. Wir, die wir  gezwungen sind, unsere Anwesenheit dem ersten Uniformierten, die uns auf  der Stra\u00dfe \u00fcber den Weg l\u00e4uft, zu rechtfertigen. Wir, die wir uns mit  dem gleichen Refrain von damals tr\u00f6sten (\u201cDer totale Wahnsinn kann nicht  auf Dauer anhalten, wenn der allgemeine Rauschzustand verschwunden ist  und nur noch gro\u00dfe Kopfschmerzen hinterlassen haben wird\u201d). Wir, die wir  die Sprache des Feindes sprechen. Wir, unter jenen es nicht an denen  mangelt, die die Autorit\u00e4t bewundern. Wir, die wir jeden Tag an unsere  elektronischen Ger\u00e4te angeschlossen um auf die frohe Nachricht vom Ende  des Albtraums zu warten.<br \/> Aber es wird niemals enden, ja sogar noch schlimmer werden, wenn wir ihm nicht selbst ein Ende setzen. Wie der Autor von\u00a0<em>der Pest<\/em>  sagte: \u201cHoffnung ist entgegen der landl\u00e4ufigen Meinung gleichbedeutend  mit Resignation. Und zu leben bedeutet nicht, zu resignieren\u201d. <\/p>\n\n\n\n<p>Vor einigen Tagen \u00e4u\u00dferte ein Epidemiologe, der an einer ber\u00fchmten \namerikanischen Universit\u00e4t lehrt, seine ganze Besorgnis \u00fcber die \nGeschehnisse. Was ihn erschreckt, ist weniger die aktuelle Epidemie als \nvielmehr das, was sie hervorgerufen hat, n\u00e4mlich eine politische und \ngesellschaftliche Reaktion, die weitgehend von der Angst diktiert wird. \nSeiner Meinung nach besteht die ernste Gefahr, dass wir wie der Elefant \nenden, der in Panik vor einem Mausangriff versucht, durch einen Sprung \nvon einer Klippe zu entkommen. Mangels genauerer Informationen \u00fcber die \ntats\u00e4chliche Gefahr des Virus und insbesondere \u00fcber die Tiefe der Klippe\n k\u00f6nnte sich das Mittel als t\u00f6dlicher erweisen als die Krankheit. Um der\n Argumentation willen geht er sogar so weit, das katastrophalste \nSzenario zu beleuchten (obwohl er deutlich macht, dass er es nicht f\u00fcr \nwahrscheinlich h\u00e4lt): Das Virus wird 60% der Menschheit infizieren und \n40 Millionen Tote verursachen, eine Zahl, die der 1918-20 durch die \nSpanische Grippe verursachten Zahl entspricht. Allerdings mit einem \ngrundlegenden Unterschied. Dass das Coronavirus ein Massaker an alten \nund schwerkranken Menschen zu verursachen droht, w\u00e4hrend die Spanische \nGrippe den Tod gleicherma\u00dfenunter allen ges\u00e4t hatte, junge Menschen und \nKindern mit eingeschlossen. Nun, dieser Epidemiologe fragt sich, wie \nviele und welche Opfer es geben wird, wenn sich der Elefantenmensch \u00fcber\n die Klippe st\u00fcrzt? Macht es Sinn, dass zur Vermeidung des Todes von \nMillionen von Menschen mit kurzer Lebenserwartung man das hohe Risiko \neingeht, den Tod von Milliarden von Menschen zu provozieren \neinschliesslich derer die eine lange Lebenserwartung aufweisen?<br \/>\nMan wird sagen, dass dies die Argumentation von Buchhaltern ist, ein \ntypisches Ergebnis des angels\u00e4chsischen Pragmatismus. Das stimmt, \nweshalb es f\u00fcr diejenigen, die nur an ihr eigenes Interesse und ihr \n\u00dcberleben denken, vielleicht der nachvollziehbarste Gedankengang ist. \nWir haben die Blindheit und Taubheit und den national-popul\u00e4ren \nSchweigsamkeit angesichts des Gemetzels zur Kenntnis genommen, die die \nMa\u00dfnahmen der Regierung selbst \u00fcber die geringste Freiheit und \nMenschenw\u00fcrde bringen, aber werden die B\u00fcrger, die die erzwungene \nAussetzung des \u00f6ffentlichen Lebens billigen, die unz\u00e4hligen Opfer dieser\n Massenhysterie zur Kenntnis nehmen?Angefangen bei denjenigen, die heute\n bereits sterben, denjenigen, die aus Angst vor dem Ergebnis des \nAbstrichs Selbstmord begehen (wie geschehen in Venetien), denjenigen, \ndie abgeschlachtet werden, weil sie versuchen, die Verzweifelten von der\n Inhaftierung zu bewahren (wie geschehen in Lazio), denjenigen, die aus \nMangel an medizinischen Mitteln sterben, die alle in den Notfall \numgeleitet werden (wie geschehen in Apulien). Und unter den \nMarginalisierten und \u00c4rmsten, denjenigen, die schon gestern darum \nk\u00e4mpften, \u00fcber die Runden zu kommen, wie viele werden keine Chance mehr \nhaben und v\u00f6llig unter die R\u00e4der kommen? Und was wird danach mit \ndenjenigen geschehen, die in den vielen Betrieben gearbeitet haben, die \nsich nicht mehr erholen k\u00f6nnen werden und ohne Arbeit dastehen werden? \nGanz zu schweigen davon, wenn die Aktien, die an der B\u00f6rse \nzusammengebrochen sind, zusammengeharkt und f\u00fcr ein paar Cent gekauft \nwerden, und so ein paar sehr wenigen Haien erlauben, viele kleine und \nmittlere Fische, die durch die Schw\u00e4che ersch\u00f6pft sind, zu verschlingen.\n Wie viele Tote werden in fast allen gesellschaftlichen Bereichen durch \ndie Explosion all dieser Verzweiflung verursacht, die sich vor unseren \nAugen auft\u00fcrmt?<br \/>\nHaben sich das die italienischen Angeber und Wahnsinnigen gefragt, \nnachdem sie Masken getragen, sich mit Antiseptikum bespr\u00fcht und sich zu \nHause verbarrikadiert haben \u2013 auf die Balkone gehen und im Chor \u201cWir \nsind bereit zu sterben\u201d singen? Wir werden bald sehen, ob und wie bereit\n sie daf\u00fcr sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Die alte Kriegspropaganda beruhte auf Desinformation, Manipulation \nund Zensur. Das bedeutet, dass die Fakten vor der Meldung ordnungsgem\u00e4\u00df \nausgew\u00e4hlt, sch\u00f6ngef\u00e4rbt oder v\u00f6llig verschwiegen wurden. Ziel war es, \nihre krude Realit\u00e4t so weit wie m\u00f6glich dem Blick eines aufmerksamen \nBlicks zu entziehen. Heute ist zu diesen Techniken (die immer pr\u00e4sent \nsind, man denke nur an das Schweigen, das den \u00c4rzten, die aus der Reihe \ntanzen, auferlegt wird) eine weitere hinzugekommen, die \nUndifferenziertheit dem Exzess bez\u00fcglich. Die Informationen werden mit \nsolcher Geschwindigkeit und in solcher Menge gegeben, dass sie es einem \nverwirrten und \u00fcberlasteten Bewusstsein nicht erlauben, ihre Bedeutung \nzu erfassen und zwischen richtig und falsch zu unterscheiden. Es ist \nansatzweise die gleiche Methode, die Edgar Allan Poe in dem Gestohlenen \nBrief verwendet hat; es ist nicht n\u00f6tig, ihn zu verstecken, es reicht, \nihn nicht sichtbar werden zu lassen, indem man ihn unter tausend anderen\n Firlefanzen ablegt.<br \/>\nUnter den \u201cLeugnern\u201d der laufenden Pandemie geht das Ger\u00fccht um, dass es\n nur sehr wenige Coronavirus-Tote gibt. Es handelt sich offensichtlich \num eine&nbsp;<em>Fake News<\/em> (f\u00fcr die Sprachantiquierten; eine Zeitungsente), <em>der man keine Anerkennung zollen sollte.<\/em>\n Die wahre Wahrheit kennen nur Experten im direkten Dienst des Staates, \nwie zum Beispiel Beamte des h\u00f6heren Gesundheitsamts [Istituto Superiore \ndi Sanit\u00e0]. Sie wissen, wie die Dinge stehen. H\u00f6ren wir sie uns an und \nlesen wir ihre Berichte also. Vor einigen Tagen haben sie folgende \nZahlen in die t\u00e4glich heruntergerasselten Kriegsnachrichten eingestreut:\n Nach den neuesten Wochenstatistiken machen die Opfer, die \nausschliesslich wegen des Coronavirus sterben 0,8% der Gesamtzahl der \nauf die Pandemie zur\u00fcckzuf\u00fchrenden Todesf\u00e4lle aus. Alle anderen,&nbsp;denen \ndas Virus nur den letzten Schlag versetzt hat, waren bereits schwer \nkrank, oft schon mehr im jenseits als noch hier. Wenn die Mathematik \nkeine Meinung ist und wenn diese Daten als allgemeiner Parameter \nverwendet werden k\u00f6nnen, bedeutet dies dann, dass ein Land mit sechzig \nMillionen Einwohnern, von denen die \u00fcberwiegende Mehrheit bei guter \nGesundheit ist, durch die Angst vor einem Virus gel\u00e4hmt wurde, das \u2026 \nmehr oder weniger vierzig gesunde Menschen get\u00f6tet hat? Das sind etwa \n0,07% aller Infizierten?<br \/>\nDies hilft uns zwar nicht sehr gut zu verstehen, warum das Belpaese \npl\u00f6tzlich praktisch zu einem Polizeistaat geworden sind, und zwar mit \nder allgemeinen Anerkennung ihrer neuen Untertanen, aber es w\u00fcrde \nzumindest die Diskrepanz zwischen der dem Coronavirus zugeschriebenen \nSterblichkeitsrate in Italien und der des Restes der Welt erkl\u00e4ren. Wenn\n es beispielsweise in Deutschland viel weniger Opfer gibt, dann liegt \ndas daran, dass dort nur oder vor allem die Todesf\u00e4lle&nbsp;<em>durch&nbsp;<\/em>den Coronavirus gez\u00e4hlt werden, nicht die Todesf\u00e4lle u.a. <em>mit <\/em>Coronavirus.\n Andererseits, warum sollte es anders gemacht werden? In Bayern gen\u00fcgte \nes, das italienische Beispiel zu nennen, um die Bev\u00f6lkerung zu \nterrorisieren und sie dazu zu bringen, drakonische Ma\u00dfnahmen zu \nakzeptieren. Das ist der Fortschritt der Zeit. Hitler musste sich nicht \nnur von Mussolini inspirieren lassen, sondern ihn auch auf grausame \nWeise \u00fcberwinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich ist es peinlich, in diesem Ausma\u00df wie Schwachsinnige \nbehandelt zu werden. Schlie\u00dflich haben die Beh\u00f6rden nicht nur die \nM\u00f6glichkeit, sondern auch die Motivation. Die Massenmedien wenden sich \nunterschiedslos an alle, nicht an jeden im Einzelnen. Wenn also die \nMenschen ihre Dummheit bei mehr als einer Gelegenheit gezeigt haben, \nhaben auch die mutma\u00dflich dazu geh\u00f6renden Personen viel zu beklagen, \naber sehr wenig wor\u00fcber sie sich wundern d\u00fcrfen. F\u00fchren wir uns also \nnoch eine weitere Studie der \u00fcblichen Experten zu Gem\u00fcte, die zu dem \nSchluss gekommen sind, dass das Fortschreiten der Virusinfektion nichts \nmit der Luftverschmutzung zu tun hat, wie einige \u00c4rzte behaupten. Ob die\n Luft voller Sauerstoff oder Kohlendioxid ist, macht f\u00fcr das Virus \nkeinen Unterschied.<br \/>\nAber es macht einen Unterschied f\u00fcr die Menschen, und welchen!<\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich geht es nicht so sehr um die Hypothese, dass die \nverunreinigte Luft ein Vehikel f\u00fcr eine Infektion ist, sondern um die \nGewissheit, dass sie die Letalit\u00e4t des Virus beg\u00fcnstigt. Die \nUmweltverschmutzung hilft dem Virus vielleicht nicht bei der \n\u00dcbertragung, aber sie erh\u00f6ht sicherlich seine F\u00e4higkeit zu t\u00f6ten. Indem \nes insbesondere die Atemwege trifft, ist es offensichtlich, dass es dort\n gef\u00e4hrlicher ist, wo die Gesundheit der Lunge bereits beeintr\u00e4chtigt \nist. Es gen\u00fcgt zu sagen, dass die gro\u00dfe Mehrheit der Opfer Raucher oder \nEinwohner der am st\u00e4rksten industrialisierten Regionen Italiens waren. \nWenn man bereits schlecht atmet, ist es klar, dass sich eine \nLungenkomplikation t\u00f6dlich auswirken kann. Und um diese triviale \nlogische Schlussfolgerung zu widerlegen, die irritierend ist, weil sie \ndie Industrieabgase in Diskussion stellt, was tun sie also? Verschieben \nsie die Rahmenbedingungen der Frage und versichern sie uns, dass die \nInfektion auch an der frischen Landluft auftreten kann?<\/p>\n\n\n\n<p>Ein multipler und dauerhafter Orgasmus, das ist es, was die Aus\u00fcbung \nvon Macht heutzutage denjenigen, ob klein oder gross, demonstriert. Der \nAusnahmezustand hat jedweden Durst nach Schikanen und alle Arten von \nArroganz hervorgerufen. Vom ersten Minister bis zum letzten \nB\u00fcrgermeister ist alles zu einer Anordnung, einer Regelung, einem \nVerbot, einer Drohung geworden. Es spielt keine Rolle, dass diese \nVorschriften absurd, nutzlos und sogar widerspr\u00fcchlich sind. Die Stra\u00dfen\n und Pl\u00e4tze sind leer, jeder hat sich in seiner Angst eingeschlossen. \nDas Territorium ist ger\u00e4umt, es ist v\u00f6llig in der Hand des Gesetzes. \nNachdem die Polizei und die Armee die Stra\u00dfen besetzt haben, sind nun \ndie Drohnen an der Reihe, die sich erheben um den Himmel zu verdunkeln. \nDas ganze Land wird zu einem riesigen Panoptikum, einem gigantischen \nFreiluftgef\u00e4ngnis, in dem jeder Machtmissbrauch erlaubt ist und wo die \nschlimmsten menschlichen Instinkte bereits entfesselt werden. Vom \nletzten Armen bis zu den ersten Reichen ist es in der Tat auch alles ein\n Observieren, Verd\u00e4chtigen, Zurechtweisen und Anzeigen. Eingesperrt in \nihren mehr oder weniger komfortablen Zellen singen viele Gefangene jeden\n Tag aus ihren Fenstern. Aber es ist kein Protestschlag, sondern eine \nHymne an die freiwillige Knechtschaft.<br \/>\nAufgequollen und diesen absoluten, unangefochtenen M\u00e4chten gegen\u00fcber \nfast ungl\u00e4ubig, zeigen die Herrschenden keine Vorsicht mehr, wenn sie \nihr Grunzen herauslassen. \u201cTurin ist gehorsam\u201d, freut sich ein \npiemontesischer Qu\u00e4stor. \u201cSofort mit dem Gesuch auf Verurteilung der \nUnverantwortlichen\u201d, donnert ein apulischer Staatsanwalt. \u201cDie Zeit ist \ngekommen, Italien zu militarisieren\u201d, fordert einen Gouverneur aus \nKampanien. Der Wunsch nach dem Kriegsrecht scheint unaufhaltsam zu sein.<br \/>\nUnd die Warnung, die in anderen dunklen Zeiten von einem alten \nAnarchisten ausgesto\u00dfen wurde, hallt in unseren K\u00f6pfen wider: \u201cEs ist \neine Niederlage, die weggesp\u00fclt werden muss, erinnern Sie sich gut \ndaran; weder Tiger, noch Schakale, die vielleicht noch besser sind als \ndie republikanischen Justizm\u00e4chte, werden euch nicht einmal die Augen \nzum Weinen lassen\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie jeder Besch\u00e4ftigte im Gesundheitswesen gut wei\u00df, ist die so \ngenannte Prim\u00e4rpr\u00e4vention die wichtigste Pr\u00e4vention, weil sie darauf \nabzielt, den Ausbruch einer Krankheit zu vermeiden. Eine gute Idee, \nn\u00e4mlich die, der Ursache des \u00dcbels zuvorzukommen, indem man verhindert, \ndass es sich manifestiert und seine Folgeerscheinungen verursacht. Aber \nwer sollte sie umsetzen und wie? Nachdem wir jede Autonomie aufgegeben \nhaben, vertrauen wir dem Staat die Aufgabe an, jeden Aspekt unseres \nLebens zu verwalten. Gesundheit ist nicht mehr etwas, um das sich jeder \nselbst k\u00fcmmern sollte, sondern eine \u201c\u00f6ffentliche Sache\u201d, die als solche \nvon oben herab verwaltet werden sollte. Und an der Spitze gibt es nur \nzwei M\u00f6glichkeiten, sich darum zu k\u00fcmmern: entweder durch Impfstoffe \noder durch den Versuch, einzelne Risikofaktoren zu reduzieren \n(Verh\u00e4ngung von Sicherheitsma\u00dfnahmen, Durchf\u00fchrung von \nSensibilisierungskampagnen usw.).<br \/>\nDas erkl\u00e4rt, warum man uns heute, da es noch keine, noch nicht \nerfundenen geheimnisvolle magische Medizin gibt, vorschl\u00e4gt, wo es nicht\n gleich vorgeschrieben ist, eine Maske aufzusetzen, bevor wir uns auf \ndie Stra\u00dfe wagen. Nun, abgesehen davon, dass die \u00fcberwiegende Mehrheit \nder Masken auf dem Markt mitnichten vor dem Virus sch\u00fctzt; abgesehen \ndavon, dass die wenigen, die tats\u00e4chlich diesem Zweck dienen, dem \nmedizinischen Personal und den Angeh\u00f6rigen der Infizierten \u00fcberlassen \nwerden sollten (\u201cunverantwortliche Egoisten\u201d sind eher diejenigen, die \nsie zum Einkaufen aufsetzen und verschwenden); aber wie kann man dabei \nnicht verstehen, dass die beste Pr\u00e4vention gegen jeden Virus darin \nbesteht, die Immunabwehr durch eine gesunde und vitaminreiche Ern\u00e4hrung \nmit viel Obst und Gem\u00fcse, Bewegung im Freien, Ruhe und Erholung sowie \ndie Einnahme vielf\u00e4ltiger nat\u00fcrlicher Substanzen zu st\u00e4rken? Und dass \nman demzufolge, wenn man sich unter Panikstress, ohne Sonnenstunden und \nsaubere Luft zu atmen, in einem Raum einschlie\u00dft, einen diametral \nentgegengesetzten Effekt hat, d.h. man seinen K\u00f6rper schw\u00e4cht und ihn \nanf\u00e4lliger f\u00fcr Ansteckung macht?<br \/>\nWas die Pr\u00e4vention der Ursachen betrifft, die Krankheiten beg\u00fcnstigen, \nso ist es sicherlich nicht ein pathogener Zustand, der zu dieser \nbeitragen kann. Sogar die Virologen selbst geben zu, dass dieses Virus \neine typische Krankheit der modernen Zivilisation ist. Nicht, weil sie \nin der Vergangenheit nicht h\u00e4tte auftreten k\u00f6nnen, das sei klar gesagt, \nsondern weil ihre Auswirkungen noch vernachl\u00e4ssigbarer gewesen w\u00e4ren, \nals sie das heute sind. Wie bei einem Erdbeben ist es die derzeitige \nsoziale Organisation, die die Konsequenzen heute noch versch\u00e4rft hat. \nWenn es den gesamten Planeten infiziert, dann deshalb, weil es \n\u00dcbertr\u00e4ger gefunden hat, die von einem Kontinent zum anderen fliegen und\n in immer \u00fcberf\u00fcllten St\u00e4dten leben. Wenn sie auf ein kleines, \nabgelegenes Dorf beschr\u00e4nkt gewesen w\u00e4re, wer h\u00e4tte dann jemals davon \ngeh\u00f6rt? Dar\u00fcber hinaus ist der \u00dcbergang eines Virus vom Tier auf den \nMenschen wahrscheinlicher, wenn sich die beiden Spezies mit Abholzung, \nStra\u00dfenbau auf unber\u00fchrtem Territorium und Verst\u00e4dterung einander \nn\u00e4hern. Wie ein Virenforscher ebenfalls einr\u00e4umte, \u201cwir erzeugen \nLebensr\u00e4ume, in denen Viren leicht \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen, dann aber \nwir sind \u00fcberrascht, wenn dies geschieht\u201d.<br \/>\nWas ist also die beste Prim\u00e4rpr\u00e4vention?<\/p>\n\n\n\n<p>[24\/03\/20]<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/finimondo.org\/node\/2451\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: ausnahmezustand2020.blackblogs.org italienisches Original: finimondo.org Sein Name ist mir letzte Woche buchst\u00e4blich in den Sinn gekommen. Ich war unterwegs, um Brot zu holen, und als ich in der B\u00e4ckerei ankam, z\u00e4hlte ich instinktiv diejenigen der Kunden, die dort ein- und ausgingen, die die Maske trugen. Dort ist mir das passiert. 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