{"id":8850,"date":"2020-03-23T22:11:55","date_gmt":"2020-03-23T21:11:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-wien.net\/?p=8850"},"modified":"2020-03-23T22:11:59","modified_gmt":"2020-03-23T21:11:59","slug":"einzelfaelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=8850","title":{"rendered":"Einzelf\u00e4lle"},"content":{"rendered":"\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/ausnahmezustand2020.blackblogs.org\/2020\/03\/21\/einzelfalle\/\">ausnahmezustand2020.blackblogs.org<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Seite der Unterdr\u00fcckten Zahlenspiele zu machen, ist ein \nrisikoreiches Unterfangen, man l\u00e4uft Gefahr dabei, sich zur\u00fcckzulehnen, \ndie Arme vor dem eigenen immer fetter werdenden Wanst zu verschr\u00e4nken \nund sich in seiner eigenen Eitelkeit und \u201cIch habs euch ja gesagt\u201d \nMentalit\u00e4t zu verstecken. Ein jeder findet genug Gr\u00fcnde sich mit etwas \nunangenehmen abzufinden. Jeder tr\u00e4gt sein Sch\u00e4rflein bei zum Status Quo.\n Eines jeden Handlung oder nicht Handlung ist mitentscheidend, f\u00fcr die \nEntwicklung der Geschehnisse. Sich Im letztlich freiwilligen Hausarrest \nzu befinden, l\u00e4dt einen geradezu dazu ein, sich in Texten, B\u00fcchern und \nder virtuellen Welt zu verschanzen und so zu tun, als k\u00f6nnte man nichts \ntun als warten, warten, bis eine kritische Masse erreicht ist, welche \nder Herrschaft \u201czuviel\u201d wird uns sie \u201caus eigenen St\u00fccken\u201d entscheidet, \ndie Welt wieder \u201cNormal\u201d werden zu lassen. Aber von welchem Normal reden\n wir hier eigentlich? Es gibt nie einen Weg zur\u00fcck, den hat es niemals \ngegeben, jeden Tag trifft man bewusst, oder unbewusst Entscheidungen, \nauch sich die Wampe vollzufressen und sich zuzudr\u00f6hnen, sei es in der \nvirtuellen, derealisierten Welt, dem eigenen derealisierten Dasein, oder\n \u00fcber ebenso derealisierende Substanzen oder eben Kohlenhydraten. Die \nGrenzen verschwimmen sehr leicht. Man kann nicht warten bis genug \nEinzelf\u00e4lle passiert sind, wie am 18.M\u00e4rz in Via Lucio Petrone in \nSalerno (Kampanien), wo sich eine 52 j\u00e4hrige alte Frau das Leben nahm \nindem sie vom Balkon sprang, Mutter von zwei Kindern, angeblich mit \neinem leichten Zustand der Depression, was auch immer das heissen mag. \nWeiters schreibt die Zeitung, soweit man diesen Aasgeiern vertrauen \nwill, dass sie Besessen war von der Angst sich vom Corona-Virus \nanzustecken, bis sie ihrer Angst nachgab und sich umbrachte. Sie wird \nlapidar als \u201cCorona \u2013 Opfer\u201d, wenn auch \u201cindirekt\u201d gef\u00fchrt. Der Zynismus\n der Speichellecker der Herrschaft kennt keine Grenzen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Ebenso am 18ten M\u00e4rz bringt sich eine Krankenschwester, die in einer \nAbteilung des Krankenhauses von Jesolo arbeitet um. Sie arbeitete mit \nCorona-Virus Patienten. Ihr war es lieber, sich in den Piave \u2013 Fluss zu \nwerfen, als die Ergebnisse des Corona \u2013 Tests abzuwarten. Sie lebte \nalleine und isoliert durch die umfassenden Massnahmen des italienischen \nStaats, obwohl sie eine der in den Medien so hochgelobten \n\u201cVerantwortungsbewussten\u201d war. Viele von diesen ach so wichtigen Rettern\n des italienischen Nationalismus verdienen 1000 Euro im Monat, und im \nMoment gibt es viel an \u00dcberstunden zu machen. Sofern andere sich nicht \nauch irgendwo einen Strick um den Hals legen und den Hocker umwerfen, \nwerden sie sich, wie im Krieg, bzw. dem Kriegsvokabular so \u00fcblich, mit \neiner Medaille begn\u00fcgen m\u00fcssen, die sie sich dann daheim an die Wand \nh\u00e4ngen k\u00f6nnen, wo diese niemand sieht, ausser man macht ein Photo und \nteilt dieses in der virtuellen Welt. Ach, ihr Herrscher, wie ich \nletztlich eure Offenheit doch beneide. Die freiwillig und weniger \nfreiwillig Unterdr\u00fcckten, sind viel weniger offen, weil gutgl\u00e4ubig. Und \nGutgl\u00e4ubige d\u00fcrfen irgendwann einen falschen Weg, den sie vor \nJahrzehnten eingeschlagen haben, nicht mehr als falsch erkennen. Zuviel \nhaben sie auf diesem Weg investiert, zuviel ist schon passiert, zu steif\n sind sie geworden, zuviel \u201csteht auf dem Spiel\u201d. Dann springe ich doch \nlieber vom Balkon, als zu Zeiten des Zweifels, zu Zeiten des \nBauchgef\u00fchls, das etwas nicht stimmt, in welcher mich eine Intuition \nereilt, einmal mein Maul aufzumachen und sogleich in diesem Moment \nKonflikte zu riskieren, die mir letztlich den Verstand retten k\u00f6nnten. \nAber ich verliere mich, rechnen wir nicht. Z\u00e4hlen wir die tragischen \nSelbstmorde nicht, die zu erwarten waren. Es wird nicht auf Summen von \nSelbstmorden oder anderen Summen ankommen, sondern zur richtigen Zeit, \nam richtigen Ort zu wissen was man zu tun hat. Und manchmal reicht ein \neinzelner Schuss um einen Aufstand loszutreten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Legen wir die B\u00fccher beiseite und lernen wir was es bedeutet zu \nhandeln. Nichts mehr oder weniger als unsere Leben k\u00f6nnten wir \nverlieren. Aber wie ein 83 j\u00e4hriger Mann bei einer Kontrolle der \nCarabinieri ihnen salopp ins Gesicht gesagt hat, \u201cIch hole mir lieber \nden Virus, als meine restlichen Tage in diesem Regime zu leben\u201d, m\u00f6ge \ndas auch f\u00fcr uns gelten.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.lacittadisalerno.it\/cronaca\/coronavirus-ossessionata-dal-covid-19-si-toglie-la-vita-a-salerno-1.2389693\">https:\/\/www.lacittadisalerno.it\/cronaca\/coronavirus-ossessionata-dal-covid-19-si-toglie-la-vita-a-salerno-1.2389693<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.ilmattino.it\/primopiano\/cronaca\/infermiera_jesosolo_suicidio_coronavirus_ultime_notizie_oggi_19_marzo_2020-5120370.html\">https:\/\/www.ilmattino.it\/primopiano\/cronaca\/infermiera_jesosolo_suicidio_coronavirus_ultime_notizie_oggi_19_marzo_2020-5120370.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: ausnahmezustand2020.blackblogs.org Auf der Seite der Unterdr\u00fcckten Zahlenspiele zu machen, ist ein risikoreiches Unterfangen, man l\u00e4uft Gefahr dabei, sich zur\u00fcckzulehnen, die Arme vor dem eigenen immer fetter werdenden Wanst zu verschr\u00e4nken und sich in seiner eigenen Eitelkeit und \u201cIch habs euch ja gesagt\u201d Mentalit\u00e4t zu verstecken. 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