{"id":8830,"date":"2020-03-21T14:10:45","date_gmt":"2020-03-21T13:10:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-wien.net\/?p=8830"},"modified":"2020-03-21T14:10:47","modified_gmt":"2020-03-21T13:10:47","slug":"an-die-krone-gekettet-enchaines-a-la-couronne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=8830","title":{"rendered":"An die Krone gekettet [Encha\u00een\u00e9s \u00e0 la couronne]"},"content":{"rendered":"\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/ausnahmezustand2020.blackblogs.org\/2020\/03\/21\/an-die-krone-gekettet-enchaines-a-la-couronne\/\">ausnahmezustand2020.blackblogs.org<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201cDie\n furchterregendste Tyrannei ist nicht die, die den Anschein von Willk\u00fcr \nerweckt, sondern die, die mit der Maske der Legalit\u00e4t bedeckt zu uns \nkommt. \u00bb<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>A. Libertad, 1907 <\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts der sich weltweit ausbreitenden Covid-19-Epidemie und der \ndrastischen Ma\u00dfnahmen, die von China bis Italien nacheinander folgen, \nstellt sich als erstes die Frage, wer zwischen der Henne der Autorit\u00e4t \nund dem Ei der Unterwerfung derzeit den gr\u00f6\u00dften Schaden anrichtet. Diese\n abrupte staatliche Beschleunigung von Kontrollen, Verboten, \nSchlie\u00dfungen, Militarisierung, Verpflichtungen, Medienbombardierungen, \nroten Zonen, Priorisierung von Toten und Leiden, Beschlagnahmungen, \nEinsperrungen aller Art, die typisch f\u00fcr jede Kriegs- oder \nKatastrophensituation sind, f\u00e4llt n\u00e4mlich nicht vom Himmel. Sie gedeiht \nauf einem Terrain, das weitl\u00e4ufig durch den sukzessiven Verzicht der \ntapferen Untertanen des Staates auf jegliche formelle Freiheit im Namen \neiner illusorischen Sicherheit gepfl\u00fcgt ist, aber sie gedeiht auch durch\n die allgemeine Entmachtung jedes Aspekts unseres Lebens und durch den \nVerlust der autonomen F\u00e4higkeit des Einzelnen, an eine v\u00f6llig andere \nWelt als diese zu denken.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Wie ein Anarchist vor fast zwei Jahrhunderten sang, ist regiert zu werden im Prinzip gleichbedeutend damit, <em>\u201c<\/em><em>st\u00e4ndig<\/em><em> beobachtet, inspiziert, ausspioniert, gelenkt, <\/em><em>dirigiert<\/em><em>, reguliert, eingez\u00e4unt, indoktriniert, katechisiert, kontrolliert, <\/em><em>taxiert<\/em><em>, bewertet, zensiert, befohlen\u201d<\/em> zu werden, und dies <em>\u201cunter dem Vorwand des \u00f6ffentlichen Nutzens und im Namen des allgemeinen Interesses\u201d.<\/em>\n Ob die Diktatur das Werk eines einzelnen Menschen, einer kleinen Gruppe\n oder der Mehrheit ist, \u00e4ndert nichts; ob diese durch Laster oder Tugend\n entfacht wird, auch nicht; ob das in Zeiten einer Epidemie \ntechnologischer H\u00e4uslichkeit oder, was noch banaler ist, in Zeiten \nb\u00fcrgerlicher oder polizeilicher Einflussnahme geschieht, genauso wenig. \nWelches auch die besch\u00fctzenden Erscheinungsformen der Regierung f\u00fcr die \nMenschen und Dinge des Augenblicks sein m\u00f6gen, auf welchen \nsicherheitspolitischen Vorw\u00e4nden sie auch beruhen m\u00f6gen, jede Regierung \nist von Natur aus ein Feind der Freiheit, und es wird nicht die momentan\n laufende Situation sein, die uns widerspricht. Zu dieser \ngrunds\u00e4tzlichen Banalit\u00e4t, die die Anbeter der Macht oben erfreut und \ndie Augen derer, die sich von unten danach sehnen, leuchten l\u00e4sst, \nwollen wir hinzuf\u00fcgen, dass es auch keine Hirten ohne Herden gibt: Wenn \nauch die blo\u00dfe Existenz einer zentralisierten Autorit\u00e4t in Form eines \nStaates zwar die pl\u00f6tzliche Verh\u00e4ngung von Hausarrest in einem noch nie \ndagewesenen Ausma\u00df \u00fcber ganze Bev\u00f6lkerungsgruppen dort und da \nerm\u00f6glicht, ist es dennoch eine weitgehend integrierte, vorbereitete und\n st\u00e4ndig erneuerte freiwillige Knechtschaft, die solche Ma\u00dfnahmen \ngestattet und vor allem wirksam werden l\u00e4sst. Gestern im Namen von Krieg\n oder Terrorismus, heute im Namen einer Epidemie und morgen im Namen \neiner x-beliebigen nuklearen oder \u00f6kologischen Katastrophe.\u2028 Not und \nAngst sind diesbez\u00fcglich die einzigen Ratgeber f\u00fcr die ver\u00e4ngstigten \nSchlafenden, die, einmal von jeder eigenen inneren Welt beraubt, in \neinem Reflex Zuflucht nehmen, der auf das einzige konditioniert ist, was\n sie kennen: die muskul\u00f6sen Arme von Vater-Staat und unter den \nberuhigenden Rockzipfel von Mutter-Wissenschaft Zuflucht zu nehmen. Eine\n t\u00e4gliche Arbeit, die nicht nur durch die jahrzehntelange Repression \ngegen jene, welche sich seit dem letzten Versuch den Himmel zu st\u00fcrmen \num sich der Herrschaftsordnung zu widersetzen (der Lohnarbeit, der \nSchule, der Familie, der Religion, der Heimat, solcherlei), geleistet \nwurde, sondern auch durch die gemeinsame Sache all der Autorit\u00e4ren und \nReformisten, die nie aufh\u00f6ren wollen, in Absprache mit einer Welt, die \nAtomisierung und Massifizierung perfekt miteinander verbindet, \nIndividuen in Herden zu verwandeln.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201cF\u00fcr den Einzelnen gibt es keinerlei Pflichten, welche auf Basis \ndes B\u00fcrgerdaseins diktiert sind. Ganz im Gegenteil. Der Staat ist der \nFluch des Individuums. Der Staat muss verschwinden. Dies ist eine \nRevolution, an der ich gerne teilnehmen w\u00fcrde. Zerst\u00f6rt das \nStaatskonzept an sich zur G\u00e4nze, verk\u00fcndet, dass die freie Wahl und die \ngeistige Verbundenheit die alleinige und einzig wichtige Bedingung f\u00fcr \njede Vereinigung sind, und Sie werden ein Prinzip der Freiheit erhalten,\n das es wert ist, genossen zu werden\u201d.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>H. Ibsen, 1871<\/p>\n\n\n\n<p>Etwa zehn Jahre nachdem er diese Beobachtung in einem Brief an einen \nLiteraturkritiker formuliert hatte, schrieb der norwegische Dramatiker \nHenrik Ibsen, der dennoch von einem offiziellen Rente lebte ein St\u00fcck, \ndas einige Anarchisten aufhetzen w\u00fcrde: <em>Ein <\/em><em>Feind des Volkes<\/em><em>.<\/em>\n Die Geschichte spielt in einem Dorf, dessen Wasser durch ein t\u00f6dliches \nBakterium verseucht ist, was zu einem Streit zwischen den beiden \nBr\u00fcdern, Arzt und Pr\u00e4fekt, die den \u00f6rtlichen Kurort gegr\u00fcndet haben, \nf\u00fchrte. Ist es notwendig, ihre reiche Zukunft in Frage zu stellen, indem\n man die katastrophalen Arbeiten des d\u00f6rflichen Wassersystems durchf\u00fchrt\n und die Bewohner vor der Gefahr warnt? Nachdem es nur noch eine \nHandbreit davon entfernt ist, die Menge davon zu \u00fcberzeugen, alles zu \nstoppen sieht der gute Arzt, wie sich diese unter dem Druck der \nProminenz und des Einflusses der Lokalzeitung gegen ihn wenden und er \ndarin endet alleine gegen alle zu sein. Aber machen Sie sich nichts vor.\n In dieser Arbeit wollte Ibsen nicht die Wahrheit der Wissenschaft \nangesichts des Obskurantismus oder des Marktes preisen (im selben Jahr, \n1882, wurde Bakunins posthume Kritik an der <em>Revolte des Lebens gegen die Wissenschaft<\/em> in franz\u00f6sischer Sprache ver\u00f6ffentlicht), sondern die Tyrannei der<em> \u201ckompakten Mehrheit\u201d<\/em>, jener vielseitigen Masse, die aufgrund der Interessen der M\u00e4chtigen wankte, anprangern.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr als ein Jahrhundert ist seit diesem theatralischen Erfolg \nvergangen, der nun aus einer anderen Galaxie zu kommen scheint, und die \nVerbindung von Staatsvernunft und der Wissenschaft der Vernunft seitdem \nalle Schrecken gezeigt hat, zu denen sie f\u00e4hig war, von den \nindustriellen, milit\u00e4rischen und nuklearen Massakern innerhalb und \nau\u00dferhalb der Grenzen bis hin zur dauerhaften Vergiftung des gesamten \nPlaneten und der reglementierten Zusammenh\u00e4nge der menschlichen \nBeziehungen. In einer globalisierten Welt, in der die Menschen st\u00e4ndig \nim Griff einer technisch-industriellen Umstrukturierung sind, die jede \nempfindsame Wahrnehmung (von der alten Trennung zwischen dem, was \nproduziert wird, und seinem Zweck, bis hin zu seiner eigentlichen \nBedeutung f\u00fcr die Realit\u00e4t) verst\u00f6rt, was bleibt dann f\u00fcr die \nBesitzlosen \u00fcbrig, wenn das Unbekannte eines neuen t\u00f6dlichen Virus \neintrifft? Wenn man sich an schwankende Statistiken h\u00e4lt, die behaupten,\n dass etwa 70% der Bev\u00f6lkerung von Covid-19 betroffen sein werden, dass \nnur 15% der Betroffenen mehr oder weniger schwere Symptome haben werden \nund dass 2% aufgrund des Alters und vorherigem Gesundheitszustand \nsterben werden? Die Befehle der Macht wie \u00fcblich befolgen, die bereits \njedes \u00dcberleben von der Geburt bis zum Tod regelt, zwischen der \nErpressung aufgrund des Hungers und der Erpressung aufgrund des \nGef\u00e4ngnisses, und in Erwartung darauf wie beim Klima, dass es dieselben \nVerantwortlichen f\u00fcr die Ursachen sind, die die Folgen l\u00f6sen werden? \nSollte man sich nicht die Frage des Unterschieds zwischen \u00dcberleben und \nLeben stellen, zwischen der Quantit\u00e4t eines Lebens, das von seiner \nGeburt an bis zu seiner Ausl\u00f6schung unaufhaltsam abnimmt, und seiner \nQualit\u00e4t, was wir hier und jetzt mit ihm tun wollen, unabh\u00e4ngig von \nseiner Dauer, die nicht im Voraus bekannt ist? Eine Eigenschaft, die \nauch in Frage gestellt werden kann, wenn sie von jedem Freiheitsstreben \ngetrennt wird, wenn sie bereit ist, sich freiwillig mit einem einfachen \nFingerschnipsen vom Rudelf\u00fchrer einsperren zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn anstatt sich lieber \u00fcber die autorit\u00e4re und technologisierte \nchinesische Verwaltung der Covid-19-Epidemie zu wundern, haben 60 \nMillionen Italiener am Abend eines bestimmten 9. M\u00e4rz \u00fcber Nacht den \nminimalsten kritischen Geist aufgegeben, indem sie das <em>\u201cIch bleibe zu Hause\u201d<\/em>\n akzeptierten, das der Staat f\u00fcr mindestens vier Wochen verordnet hatte,\n nachdem er die Einrichtung einer riesigen roten Zone getestet hatte, \ndie das Land in zwei Teile zerschnitt. Zum Zeitpunkt in dem wir diesen \nText schreiben, haben sich derartige strenge Quarant\u00e4nema\u00dfnahmen in \nebensolchem gro\u00dfen Umfang auf Spanien (47 Millionen Einwohner) \nausgeweitet, w\u00e4hrenddessen Portugal, Rum\u00e4nien, Serbien und die \nVereinigten Staaten gerade den Notstand ausgerufen haben, mit allem, was\n dies an Zw\u00e4ngen bez\u00fcglich dieser <em>unverantwortlichen<\/em> Menschen \nbedeutet, die es wagten, der gro\u00dfen geregelten Einschliessung zu \ntrotzen. Einer Gefangenschaft mit samt der Erlaubnis, sich innerhalb \ndessen bewegen zu k\u00f6nnen, was die endg\u00fcltige Basis bildet: \nWohnung-Arbeit-Supermarkt. Um eine Vorstellung von dem was folgt zu \nvermitteln, wurde die von Drohnen unterst\u00fctzte Armee gerade in Spanien \nauf den Bahnh\u00f6fen und Stra\u00dfen der Gro\u00dfst\u00e4dte (Milit\u00e4rpolizei und \nMitglieder der <em>Unidad Militar de Emergencias, <\/em>UME) in Stellung gebracht, ebenso in Italien mit den 7000 Soldaten, die sie nach der Operation <em>Strade Sicure<\/em>\n im Jahr 2008 nicht mehr verlassen haben, und ebenso viele, die sich in \nh\u00f6chster Alarmbereitschaft befinden, in Erwartung von Unruhen, wenn der \nH\u00f6hepunkt der Ansteckung den S\u00fcden der Halbinsel erreichen wird. Jedes \nLand wird <em>auch vorerst<\/em> seine kleinen Eigenheiten in Bezug auf die Genehmigungen f\u00fcr <em>\u201cnicht wesentliche\u201d<\/em>\n \u00f6ffentliche Orte beibehalten k\u00f6nnen, um einen Fetzen demokratischer \nFassade zu erhalten \u2013 Kioske und Parf\u00fcmerien in Italien, Weinh\u00e4ndler und\n Hotels in Frankreich, M\u00e4rkte und Friseure in Belgien, aber ohne \njegliche Illusionen \u00fcber ihre Dauer.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind Zeugen einer Bewegung der nationalen Einheit, welche die \nmeisten (\u00dcber)Lebensbereiche um eine Ordnung herum ber\u00fchrt, die sich \nselbst einen Freibrief gegeben hat, und dies auf einer Ebene, das in den\n meisten westlichen L\u00e4ndern seit dem Zweiten Weltkrieg beispiellos ist. \nEine \u00dcbung der freiwilligen Knechtschaft, die durch die verschiedenen \nNotf\u00e4lle des \u201cTerrorismus\u201d oder der \u201cNaturkatastrophen\u201d in den letzten \nJahren an verschiedenen Orten gut vorbereitet und in kleinem Ma\u00dfstab \ngetestet worden war, aber nie so lange und mit solcher Intensit\u00e4t. Und \nes besteht kein Zweifel daran, dass diese \u00dcbung wahrscheinlich viel \nl\u00e4nger dauern wird als angek\u00fcndigt, wodurch sich neue Situationen \nergeben werden, die immer noch schwer vorhersehbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p>***<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201cDie Luft steht still. Wie weit sind die V\u00f6gel und die Quellen entfernt! Es kann nur das Ende der Welt dahinter geben\u201d.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>A. Rimbaud<\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts dessen, was die Herde am besten zu tun weiss, n\u00e4mlich die \nBefehle auszuf\u00fchren, gibt es auch noch eine Reihe von Personen, die sich\n aus verschiedenen Gr\u00fcnden nicht so leicht unterwerfen wollen, andere, \ndie sicherlich versuchen werden, L\u00fccken in den Einsperrvorrichtungen zu \nfinden, wenn der Desorientierungseffekt sich einmal aufgel\u00f6st hat (und \nmit Hilfe der Langeweile der Selbstabschottung), sowie jene t\u00fcchtigen \nSeelen, die beabsichtigen, ihre rastlose Arbeit fortzusetzen, um die \nHerrschaft zu untergraben oder die sich \u00f6ffnenden Gelegenheiten zu \nnutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum sollte der Virus der Autorit\u00e4t im Grunde genommen darauf \nverzichten, die Angst zu benutzen, wie er es immer getan hat, auch wenn \nes bedeutet, sie gegebenenfalls zu verst\u00e4rken oder zu erzeugen, nicht \nnur, um seine Kontrolle \u00fcber K\u00f6rper und Geist zu intensivieren, sondern \nvor allem, das Gift der Unterwerfung angesichts eines unerwarteten \nEreignisses zu verst\u00e4rken, <em>das die Karten neu mischen kann, indem es ihm entgleitet?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Was k\u00f6nnte sicherer sein f\u00fcr die Macht als beispielsweise ein Krieg, \nin dem die heilige Gemeinschaft, Religion und Opferbereitschaft einen \ngro\u00dfen Teil der Bev\u00f6lkerung um ihn herum verschwei\u00dfen, aber was ist auch\n unsicherer als ein Krieg, wenn sie ihn verliert, oder nicht durchf\u00fchren\n kann, mit einer anf\u00e4nglichen Unzufriedenheit, nicht aus der Opposition,\n sondern aus Protest wegen Misswirtschaft oder zu hohen Preisen, die \nwiederum zu einer globalen Infragestellung f\u00fchren k\u00f6nnen, wenn die \nrevolution\u00e4ren Versuche nach dem Ersten Weltkrieg in den besiegten \nReichen (Deutschland, Russland, Ungarn) euch noch etwas sagen. Man wird \nuns entgegnen, dass sich die Zeiten ge\u00e4ndert haben und dass es damals \nzumindest eine Ersatzutopie f\u00fcr das Existente gab. Dies \u00e4ndert jedoch \nnichts an der Tatsache, dass ein zeitgen\u00f6ssischer westlicher Staat von \nder Panik des \u00dcberlebens, von der Wut angesichts der h\u00f6heren \nSterblichkeitsrate aufgrund eines weitgehend abgebauten \nGesundheitssystems und von einem Virus, der 20 bis 30% aller Berufe \nvor\u00fcbergehend lahmlegen kann, \u00fcberw\u00e4ltigt ist (110 mobile Gendarmen aus \nGrasse sind seit dem 12. M\u00e4rz eingesperrt, ebenso wie alle Polizisten \ndes Comicos von Sanary-sur-Mer seit dem 14. M\u00e4rz oder ihre 400 Pariser \nKollegen der <em>Netzbrigade der Region Paris<\/em>), was M\u00f6glichkeiten \nschafft, oder durch Revolten bestimmter Gebiete oder \nBev\u00f6lkerungsgruppen, und das alles innerhalb einer geschw\u00e4chten \nWirtschaft*. Er sieht sich einer neuen Situation gegen\u00fcber, die sogar \nau\u00dfer Kontrolle geraten k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Sowohl bei der Befriedung der Gesellschaft als auch bei Konflikten \nist es f\u00fcr jeden durchaus bequem, die Dinge so zu sehen, wie es ihm \npasst, oder nur das zu sehen, was vor seiner Nase pr\u00e4sentiert wird, und \ndies umso mehr, wenn die von den Machtsprechern verbreiteten \nInformationen immer karger werden, was in Zeiten der Krise oder \nInstabilit\u00e4t, wenn alle zusammenr\u00fccken, noch deutlicher wird. Aber wer \nh\u00e4tte je gedacht, dass Zeitungen oder soziale Netzwerke ein Abbild der \nRealit\u00e4t widerspiegeln oder dass, wenn sie nichts \u00fcber den laufenden \nAntagonismus sagen, au\u00dfer dass sie seine Bedeutung ver\u00e4ndern oder sich \nmit einer Verhaftung br\u00fcsten, nichts passiert? Selbst mit dem wissen, \ndass wir erst am Anfang einer neuen Periode stehen, die sich gerade \n\u00f6ffnet und monatelang andauern k\u00f6nnte, ohne einer geraden Linie zu \nfolgen, kam eines der ersten Anzeichen f\u00fcr einen Aufstand aus den \nitalienischen Gef\u00e4ngnissen, und wie noch dazu!\u2028 Nach den Ma\u00dfnahmen des \nStaates gegen die Ausbreitung von Covid-19 und auch in Bezug auf die \nGef\u00e4ngnisse (Besuchsverbot, Abschaffung der Halbfreiheit und der \nAktivit\u00e4ten im Inneren) brachen am 7. M\u00e4rz die ersten Meutereien aus und\n breiteten sich innerhalb von drei Tagen auf etwa drei\u00dfig Gef\u00e4ngnisse \nvon Norden nach S\u00fcden aus. Mindestens 6000 Gefangene rebellierten: \nGeiselnahme von W\u00e4chtern oder Personal, \u00d6ffnung von Zellen und \nVerw\u00fcstung von Teilen oder sogar ganzen Gef\u00e4ngnissen (wie das nunmehr \nunbenutzbare Gef\u00e4ngnis von Modena), verschiedene Br\u00e4nde und Besetzung \nvon D\u00e4chern, aber auch Fluchten wie in Foggia, wo 77 Gefangene entkommen\n konnten (wovon vier noch frei sind) nachdem sie den Zugang zum Ausgang \nerzwangen, nachdem sie alle Akten und Dokumente, die ihre Identit\u00e4t \nbetreffen, zerst\u00f6rt hatten; zumindest ein Dutzend Tote kennzeichneten \ndiese erste Rebellion.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem anderen Zusammenhang, nach der gro\u00dfen, jenseits der Alpen \nverordneten Einschliessung, bei der jede Person, die sich ausserhalb des\n Hauses begibt, mit einem selbst auszuf\u00fcllenden Zertifikat (eine \nErkl\u00e4rung seines Ehrenworts) ausger\u00fcstet sein muss, die den Grund des \nVerlassens des Einschlusses bescheinigt, wobei das K\u00e4stchen Arbeit, \nGesundheit und anderen sehr begrenzten, nur auf die vom Staat \ngenehmigten Bed\u00fcrfnisse (wie Einkaufen oder Gassi gehen mit dem Hund, \naber nur allein und in der eigenen Nachbarschaft) angekreuzt wird, hat \nnun ebensolcher Staat die Daten der ersten Tage der Ausgangssperre \nver\u00f6ffentlicht: \u00fcber 106.000 Personen wurden kontrolliert, fast 2.160 \nwurden wegen Verletzung des Ausnahmezustands mit einer Geldstrafe belegt\n (11. M\u00e4rz), dann wurden von 157.000 \u00fcberpr\u00fcften Personen weitere 7.100 \nmit einer Geldstrafe belegt (13. M\u00e4rz). [Am 18. M\u00e4rz wurden 46 000 \nVerst\u00f6\u00dfe gegen das Ausgehverbot gemeldet. Anm. d. \u00dc.] Unterschiedlichste\n F\u00e4lle werden berichtet; sie reichen von unversch\u00e4mten Menschen, die es \nwagten, sich auf ein Bier in einem Park zu treffen, \u00fcber unverfrorene \nMenschen, die den menschenleeren Strand nutzten, um Beach-Volleyball zu \nspielen, bis hin zu einem Familienvater, der f\u00fcr seinen zu Hause \nfestsitzenden Sohn eine <em>Playstation<\/em> kaufte, oder einem Paar, das \nlieber von Angesicht zu Angesicht als am Telefon streitet, bis zu dem \nVersuch, einen Geburtstag unter Freunden zu feiern oder Karten unter \nNachbarn zu spielen, obwohl das Dekret verlangt, dass alle je nach dem \nWohnsitz, an dem sie angemeldet sind, zu Hause bleiben und nur einer \ngetrennt vom anderen rausgehen darf, wobei sie sich bei jeder Kontrolle \nrechtfertigen m\u00fcssen. Viele Gro\u00dfst\u00e4dte (Mailand, Bologna, Turin, Rom) \nhaben somit Parks, G\u00e4rten, Fahrradwege oder andernorts die Str\u00e4nde \ngeschlossen, um zu verhindern, dass sich Widerspenstige finden, die das \ngute Wetter ausnutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann sich jedoch des Eindrucks nicht erwehren, dass diese \nzaghaften \u00dcbertretungen derzeit eher mit der pl\u00f6tzlichen Vervielfachung \nder Verbote als mit einer Rebellion gegen diese Ma\u00dfnahmen \nzusammenh\u00e4ngen. Wenn viele jetzt mehr Freizeit zur Verf\u00fcgung haben, weil\n sie nicht in der Schule oder bei der Arbeit sind, finden sie sich immer\n noch auf die gleiche Weise wie fr\u00fcher eingesperrt: den Bedingungen der \nMacht entsprechend. Einen Befehl zu missachten, weil eine tief \nverwurzelte Gewohnheit zu schnell modifiziert werden muss, ist \nkeineswegs dasselbe wie sich zu weigern, von irgendeiner Beh\u00f6rde Befehle\n zu befolgen, oder aus eigenem Antrieb der Herrschaft Zeit und Raum zu \nentrei\u00dfen, um sie in etwas anderes zu verwandeln. Dies nennt man die \nHeilige \u00d6konomie oder das Gemeinwohl.<\/p>\n\n\n\n<p>Da wir erst am Anfang dieser fr\u00fchen globalen Welle von Ma\u00dfnahmen \nstehen, die auch Stra\u00dfendemonstrationen verbieten, wollen wir \npr\u00e4zisieren, dass Algerien, welche solche gerade im Namen von Covid-19 \nverboten hat, am 13. M\u00e4rz, insbesondere in der Kabylei, w\u00e4hrend der 56. \nWoche der Proteste gegen die Herrschaft mit Massenverst\u00f6\u00dfen konfrontiert\n war; dass in Chile, wo der Aufstand Anfang M\u00e4rz nach dem Ende der \nFeiertage wieder aufgenommen wurde, der Gesundheitsminister angek\u00fcndigt \nhat, dass das Land mit der Einrichtung einer Massenquarant\u00e4ne in Phase 3\n eintreten wird; und dass in Frankreich, wo der Staat am 13. M\u00e4rz \nbeschlossen hatte, die Schwelle f\u00fcr Kundgebungen von 1.000 auf 100 \nPersonen herabzusetzen, Stra\u00dfendemonstrationen immer noch eine Ausnahme \ndarstellen, die <em>\u201cf\u00fcr das Leben der Nation n\u00fctzlich sind\u201d<\/em> und aus \nAngst vor zu heftigen Reaktionen toleriert werden, und dass man darauf \nvertraut, dass die Gewerkschaften sie nicht mehr selbst organisieren \nwerden (Am 13. M\u00e4rz zogen in Lyon 3000 junge Leute auf und sangen <em>\u201c<\/em><em>Es ist n<\/em><em>icht <\/em><em>Corona<\/em><em>der uns <\/em><em>h<\/em><em>olen<\/em><em>wird<\/em><em>, sondern der Staat und das Klima\u201d<\/em>,\n ganz zu schweigen von der Pariser Demonstration der Gelbwesten am 14. \nM\u00e4rz, die mit der Polizei zusammenstie\u00df und mehrere verbrannte \nAutowracks hinterlie\u00df).<\/p>\n\n\n\n<p>***<\/p>\n\n\n\n<p>Und schlie\u00dflich laufen von Seiten der Feinde der Beh\u00f6rden viele \nMenschen Gefahr, \u00fcberrascht zu werden, wenn sie nicht vorher \u00fcber die \nFrage nachgedacht haben, was sein wird, wenn eine solche Situation \nausbricht: nicht die eines unerwarteten Aufstandes, sondern die einer \npl\u00f6tzlichen und brutalen Versch\u00e4rfung des Handlungsspielraums, zum \nBeispiel im Hinblick auf die m\u00f6glichen Bewegungen, wie es zu Beginn des \nAufstandes in Chile mit der Ausgangssperre oder eine Woche lang in \nItalien und dann in Spanien mit der Quarant\u00e4ne des ganzen Landes geschah\n und geschieht. Und dies nicht nur wegen der zunehmenden Kontrollen, \nsondern auch wegen der Kollaboration von B\u00fcrgern, die den \u00f6ffentlichen \nRaum auf Befehl verlassen und damit widerspenstige Personen \noffensichtlich machen oder zunehmend selbst Anzeigen machen, wo sie doch\n damit besch\u00e4ftigt sind, sich hinter den Fenstern verschanzt in ihrer \nfreiwillig eingenommenen Einsperrung zu langweilen mit Bedacht darauf \ndazu beizutragen, dass die Ma\u00dfnahmen, die sie als sch\u00fctzend erachten, \neingehalten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die Frage nachzudenken, wenn es nicht bereits geschehen ist, \nbedeutet zum Beispiel zu wissen, welche Wege von der eigenen Wohnung zu \ng\u00fcnstigeren und hilfreicheren Orten f\u00fchren, oder bereits identifiziert \nzu haben, welche \u00fcber uns angebrachten Augen des Staates durchstochen \nwerden sollen, um seine eigenen endlich wieder aufzumachen, aber auch, \nwie man es am geschicktesten anstellt aus der Stadt herauszukommen \n(diesmal vielleicht mit diesen Masken, die uns von der Macht empfohlen \nwerden!) oder welche Landwege man einschlagen muss, damit man neue \nKontroll- und Blockadepunkte am Horizont voraussehen kann. Es bedeutet \nauch die Vorstellungsgabe zu entwickeln, etwas, das eine weitere \nSchwierigkeit der gro\u00dfangelegten Einschlusses anbelangt, wie und wo man \nim Falle von Versorgungsengp\u00e4ssen zu etwaigen (Hilfs-)Mitteln kommt \n(viele L\u00e4den, die kein Essen verkaufen sind geschlossen). Dies kann auch\n eine gute Gelegenheit sein, das Problem der nicht durch die Technologie\n vermittelten Kommunikation zwischen mehr oder weniger verstreuten \nKomplizen, deren Zirkulation pl\u00f6tzlich komplizierter werden kann, neu zu\n strukturieren und, warum nicht, neue zu finden, die aus ihren eigenen \nGr\u00fcnden das gleiche Bed\u00fcrfnis versp\u00fcren, der Invasion der \nStra\u00dfenkontrollen zu entkommen (die gro\u00dfe freiwillige Inhaftierung weist\n diese Besonderheit auf, welche die Gruppe der Leute, die nicht die \nAbsicht haben, sich zu beugen, noch augenscheinlicher macht). Es gibt \nalso viele Fragen, denen man sich dringend stellen muss, und so viele \nGelegenheiten, den Blick auf ein Gebiet zu \u00fcberdenken, zu beobachten und\n zu ver\u00e4ndern, das gestern noch vertraut war, in welchem aber R\u00e4ume und \nGrenzen sowohl hier auch drastisch abnehmen, sich aber anderswo \nausdehnen werden k\u00f6nnen, oder welche alleine durch die neuen Imperative \nder Macht im Hinblick auf das Management der Epidemiestr\u00f6me, \nWohnung-Arbeit-Supermarkt, ver\u00e4ndert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Seiten der Macht bringen die meisten Krisenpl\u00e4ne, die in den \nverschiedenen L\u00e4ndern umgesetzt werden (in Italien und Spanien; wobei \nDeutschland oder Frankreich bis zu den n\u00e4chsten Kommunalwahlen \ndiesbez\u00fcglich noch blockiert sind), bisher einige Konstanten hervor, die\n zu ignorieren schade w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Beispiel ist es eine Gelegenheit f\u00fcr den Kapitalismus, auf eine \nBeschleunigung dessen hinzuarbeiten, was einige seit einiger Zeit als \ndie Vierte Industrielle Revolution (nach Dampf, Elektrizit\u00e4t und \nInformationstechnologie) bezeichnet haben, sprich die totale digitale \nVernetzung in allen Lebensbereichen (von der Physik bis zur Biologie \noder Wirtschaft). Halten wir uns vor Augen: Hunderte von Millionen von \nSch\u00fclern von der Grundschule bis zur Universit\u00e4t, die nach der \nSchlie\u00dfung aller physischen Lehranstalten in verschiedenen L\u00e4ndern sich \npl\u00f6tzlich in permanenten Fernkursen wiederfinden; ebenso viele \nArbeitnehmer, die zur Telearbeit gezwungen werden (durchschnittlich 20 \nbis 30%), unabh\u00e4ngig davon, ob sie daran gew\u00f6hnt sind; die massenhafte \nVermehrung von Diagnosen durch einen zwischengeschalteten Bildschirm, \nder auf die S\u00e4ttigung der medizinischen Praxen folgt; die Explosion der \nKreditkartenzahlungen aus Angst, durch die Verwendung von M\u00fcnzen und \nBanknoten infiziert zu werden. Und wenn wir zu all dem noch die Tatsache\n hinzuf\u00fcgen, dass die eingesperrten Bev\u00f6lkerungsgruppen sich \nbereitwillig all dem widmen, was sie am Denken oder Tr\u00e4umen hindert, \nsich in Online-Shopping, Fernsehserien, Streaming-Spiele oder virtuelle \nKommunikation mit Menschen zu st\u00fcrzen, wird deutlich, dass sich die \nWichtigkeit von Mobilfunkantennen, Glasfaserkabel und anderen optische \nVerbindungsknoten (NRO) oder einfach der Energienetze, die all dies \nantreiben, verzehnfacht haben. Nicht nur f\u00fcr die Produktion oder Hobbys,\n sondern einfach als die Hauptnabelschnur zwischen den einzelnen \nLazaretten und der lebendigen Welt, die in der Tat mehr denn je \nderealisiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man dann noch wei\u00df, dass eine sch\u00f6ne Antenne, ein Transformator,\n ein Strommast oder ein Glasfaserkabel mehr als je zuvor bestimmen, wie \nman die Zeit der Selbsteinschlissung verbringt, sowie die Arbeit und die\n Massenerziehung aus der Ferne, aber auch f\u00fcr die \u00dcbermittlung der \nHerrschaft die von weissen Hemdkragen ausgeht und f\u00fcr die technologische\n Beschattung der Kontrolle (und das nicht nur in China oder S\u00fcdkorea), \ner\u00f6ffnet das dabei nicht interessante Wege, um diese neue Normalit\u00e4t zu \ndurchbrechen, von welcher die Macht aus dem Vollen sch\u00f6pft? Ganz zu \nschweigen von dem m\u00f6glichen Lawineneffekt angesichts der mehr als \nkonsequenten Zunahme des Internet- und Telefonverkehrs sowie der \ngeringeren Verf\u00fcgbarkeit von Technikern, die sich im Krankenstand \nbefinden\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite Punkt, der in den europ\u00e4ischen Notfallpl\u00e4nen konstant zu \nsein scheint, ist die Priorit\u00e4t, die der minimalen Aufrechterhaltung des\n Transports einger\u00e4umt wird, mit dem Ziel die Arbeitnehmer, die nicht \nauf als kritisch definierte Industrien und Dienstleistungen beschr\u00e4nkt \nsind, dazu zu bringen, den Warenfluss per LKW oder Bahn zu letzteren \naufrechtzuerhalten, sowie die Versorgung von St\u00e4dten, deren Reserven \nbekannterma\u00dfen auf wenige Tage beschr\u00e4nkt sind. Auch hier ist dies eine \nnicht zu vernachl\u00e4ssigende Gelegenheit f\u00fcr diejenigen, die die \nWirtschaftsbereiche destabilisieren wollen, welche die Regierung um \njeden Preis erhalten will und die immer sichtbarer werden (in Katalonien\n ist derzeit die Rede von der Schaffung spezieller Korridore f\u00fcr gesunde\n Arbeiter und um Waren zu bestimmten Produktionsst\u00e4tten zu bringen).<\/p>\n\n\n\n<p>In Zeiten von Not- und Krisenzeiten auf diesen Ebenen, in welchen \nalle\u2028 sozialen Beziehungen brutal aufgedeckt werden (im Sinne von \nEntmachtung als Priorit\u00e4t f\u00fcr Staat und Kapital), in denen die \nfreiwillige, von Angst getriebene Knechtschaft sich schnell in einen \nAlptraum verwandeln kann, auf den sich die Herrschaft wiederum anpassen \nmuss, ohne alles zu kontrollieren, ist das Wissen, wie man auf \nfeindlichem Gebiet handeln kann, nicht nur eine Notwendigkeit f\u00fcr \ndiejenigen, die nicht in ihrem kleinen Hausk\u00e4fig ersticken wollen, \nsondern auch ein wichtiger Moment, um neue Salven gegen feindliche \nEinrichtungen abzufeuern. Auf jeden Fall, wenn man f\u00fcr eine v\u00f6llig <em>andere<\/em> Welt k\u00e4mpft, die auf einer Freiheit ohne Ma\u00df basiert. Die Revolte, die ist das Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>[14. M\u00e4rz 2020]<\/p>\n\n\n\n<p>* Beispielsweise beginnen viele Industrien aufgrund der Unterbrechung\n der Versorgungsketten aus China zu verlangsamen, w\u00e4hrend Deutschland \ngerade staatlich verb\u00fcrgte Darlehen an Unternehmen in H\u00f6he von 550 \nMilliarden Euro angek\u00fcndigt hat, was ein noch st\u00e4rkerer Hilfsplan ist \nals der, der w\u00e4hrend der Finanzkrise von 2008 in Kraft trat. Viele \nbeginnen von einer Zeit der globalen Rezession zu sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>aus dem italienischen und franz\u00f6sischen,<\/p>\n\n\n\n<p>Quellen:<\/p>\n\n\n\n<p>[<em><a href=\"https:\/\/avisdetempetes.noblogs.org\/post\/2020\/03\/15\/avis-de-tempetes-27\/\">Avis de temp\u00eates<\/a><\/em>, n. 27, 15 marzo 2020]<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/finimondo.org\/node\/2448\">https:\/\/finimondo.org\/node\/2448<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: ausnahmezustand2020.blackblogs.org \u201cDie furchterregendste Tyrannei ist nicht die, die den Anschein von Willk\u00fcr erweckt, sondern die, die mit der Maske der Legalit\u00e4t bedeckt zu uns kommt. \u00bb A. Libertad, 1907 Angesichts der sich weltweit ausbreitenden Covid-19-Epidemie und der drastischen Ma\u00dfnahmen, die von China bis Italien nacheinander folgen, stellt sich als erstes die Frage, wer zwischen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[114,118,125,1091],"tags":[290,442,1095,1099,1080,541],"class_list":["post-8830","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-anarchismus","category-kritikselbstkritik","category-repression","category-ueberwachung-und-kontrolle","tag-anarchistinnen","tag-ausnahmezustand","tag-ausnahmezustand2020","tag-avis-de-tempetes","tag-corona","tag-finimondo"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8830"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8830"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8830\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8831,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8830\/revisions\/8831"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8830"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8830"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8830"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}