{"id":8538,"date":"2020-01-17T14:05:52","date_gmt":"2020-01-17T13:05:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-wien.net\/?p=8538"},"modified":"2020-01-17T14:05:54","modified_gmt":"2020-01-17T13:05:54","slug":"deutschland-loic-citation-die-mauer-zwischen-gefangnis-und-draussen-niederreissen-bericht-uber-16-monate-haft-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=8538","title":{"rendered":"[Deutschland] Lo\u00efc Citation: \u00abDIE MAUER ZWISCHEN GEF\u00c4NGNIS UND DRAUSSEN NIEDERREISSEN\u00bb -Bericht \u00fcber 16 Monate Haft in Deutschland"},"content":{"rendered":"\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/de.indymedia.org\/node\/59535\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"indymedia (opens in a new tab)\">indymedia<\/a><\/p>\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/?attachment_id=4796\" rel=\"attachment wp-att-4796\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-4796\" src=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/images.duckduckgo.com_-8-500x290-150x150.jpeg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\"\/><\/a>Lo\u00efc wurde im August 2018 wegen seiner angeblichen Beteiligung an den G20-Krawallen in Hamburg im Jahr 2017 verhaftet und nach 16 Monaten U-Haft in Deutschland wurde vor kurzem der Haftbefehl vorl\u00e4ufig aufgehoben. Sein Prozess, der vor mehr als einem Jahr begann, dauert an. Es folgt hier die erste \u00f6ffentliche Stellungnahme des jungen Mannes seit seiner Inhaftierung. Es geht um die Bedingungen seiner Freilassung, \u00fcber sein Leben im Gef\u00e4ngnis, den Prozess (der mindestens bis April andauern wird), seine Entschlossenheit, seine bisherigen K\u00e4mpfe fortzusetzen und die sozialen Bewegungen zu unterst\u00fctzen, wo immer sie sich auch ausbreiteten.<\/strong><\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlicht im franz\u00f6sischen Original auf der <a href=\"https:\/\/laneigesurhambourg.noblogs.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Unterst\u00fctzungswebseite<\/a> und bei <a title=\"voir le sommaire ce ce num\u00e9ro\" href=\"https:\/\/lundi.am\/13-janvier\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">lundimatin#225<\/a>, 12. Januar 2020, \u00fcbersetzt von Pipette Relais<\/p>\n<p><strong><em>Lo<\/em><\/strong><strong><em>\u00ef<\/em><\/strong><strong><em>c<\/em><\/strong><em>:<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wie findet man nach einem Jahr und vier Monaten Gefangenschaft die richtigen Worte? Wie verbindet man die Gef\u00e4ngnisrealit\u00e4t mit der Au\u00dfenwelt und rei\u00dft die Mauer, die sie trennt nieder? Im Gef\u00e4ngnis verschwand ich, ich h\u00f6rte auf, an mich selbst zu denken. Ich habe mich entleert, um nicht zu leiden. Ich verschloss mich &#8211; auch gegen\u00fcber meinen Erinnerungen &#8211; demgegen\u00fcber, was jenseits dieser Mauern geschieht, um mich auf dieses neue Leben mit den anderen H\u00e4ftlingen zu konzentrieren. Dies war einer der Gr\u00fcnde, warum ich wenig Kraft hatte, auf die vielen Briefe, die ich erhielt, zu antworten. Heute merke ich, dass ich nicht mehr viel f\u00fchle, dass ich keine Leidenschaft mehr habe (au\u00dfer f\u00fcr Schnee). Es gibt eine L\u00fccke, ich bin mit meinen Gedanken woanders. Eine neue Zeitvorstellung lebt in mir, ich hatte Momente der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kontemplation\">Kontemplation<\/a>, der Stille, der Abwesenheit.<\/p>\n<p>Der Prozess wurde immer wieder verschoben, im April sollte er nun aber zum Ende kommen. Die Haftentlassung unter Auflagen am 18. Dezember kam unerwartet: Wenige Wochen zuvor hatte der Staatsanwalt angek\u00fcndigt, dass er gegen einen solchen Beschluss Einspruch einlegen w\u00fcrde. Ich erwartete bestenfalls zwei Stunden, bevor ich wieder ins Gef\u00e4ngnis zur\u00fcckkehren m\u00fcsste &#8211; so wie es zuvor bei den beiden anderen Angeklagten der Fall war, die zwar entlassen, aber nach dem Einspruch des Staatsanwalts gezwungen wurden, wieder ins Gef\u00e4ngnis zur\u00fcckzukehren. Ich hatte \u00fcberlegt, dass ich bis zur endg\u00fcltigen Entscheidung besser mal in der Zelle bleibe, denn wenn man f\u00fcr zwei Stunden rauskommt, riskiert man nicht nur durchzudrehen, sondern auch wieder im Geb\u00e4ude A zu landen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>GEB\u00c4UDE A<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Geb\u00e4ude ist f\u00fcr Neuank\u00f6mmlinge, hier muss man 23 Stunden am Tag in den Zellen bleiben. Es ist ein dunkler Ort, wo die Insassen durchdrehen, schreien und gegen die W\u00e4nde schlagen &#8211; ich war vier Monate dort. W\u00e4hrend des ersten Monats nach meiner Auslieferung aus Frankreich hatte ich genau nur die Kleidung, die ich bei meiner Ankunft trug. Es war unm\u00f6glich, meine Sachen zur\u00fcck zu bekommen, obwohl sie zur gleichen Zeit ankamen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"user-betted-image\" src=\"https:\/\/de.indymedia.org\/sites\/default\/files\/2020\/01\/46304.png\" alt=\"\" width=\"668\" height=\"510\"\/><\/p>\n<p>In diesem Geb\u00e4ude gibt es zwei gemeinsame Duschen pro Woche, um 6.45 Uhr. Dort habe ich meine Unterhose gewaschen und dann meine Kleidung wieder \u00fcbergezogen, weil ich sie erst auf dem Heizk\u00f6rper meiner Zelle trocknen konnte. In diesem Geb\u00e4ude schubsen und schreien einen die W\u00e4rter an, wenn du bei der Essenausgabe die unsichtbare Linie zwischen deiner Zelle und dem Korridor \u00fcberschreitest. Der 1-st\u00fcndige Hofgang ist der einzige Moment am Tag zum Durchatmen &#8211; in einer Zelle, die weniger als zwei Meter breit und vier Meter lang ist. In diesem Geb\u00e4ude sitzen haupts\u00e4chlich Ausl\u00e4nder, deren Straftat sein soll, keine g\u00fcltigen Papiere zu haben, kleine Drogenh\u00e4ndler oder Leute, die des Diebstahls beschuldigt werden. Ich sah, wie die W\u00e4rter einen im Ausland geborenen H\u00e4ftling verpr\u00fcgelten, der nach dem Hofgang einfach nur ein Buch aus der Zelle nebenan holen wollte. Ich habe ausgiebige lange, hasserf\u00fcllte Blicke von W\u00e4rtern auf die rassisierten (1) H\u00e4ftlinge gesehen.<\/p>\n<p>Die meisten Ausl\u00e4nder, die ich auf einem Hofgang im Geb\u00e4ude A kennen gelernt habe, definieren die W\u00e4rter als Nazis. Es gab mir ein merkw\u00fcrdiges Gef\u00fchl, das heute zu h\u00f6ren, da ich ja 3wei\u00df, dass die Nazis in demselben Gef\u00e4ngnis vor weniger als einem Jahrhundert mehrere hundert Menschen get\u00f6tet hatten. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Untersuchungshaftanstalt_Hamburg#Zentrale_Hinrichtungsst%C3%A4tte\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">(2)<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>DER ELBCHAUSSEE &#8211; PROZESS ODER DIE KONSTRUIERTE KOMPLIZENSCHAFT<\/strong><\/p>\n<p>Der Prozess ist etwas Besonderes. 99% der Anklagepunkte haben nichts mit den Angeklagten selber zu tun. Der Vorwurf bezieht sich auf einen Schaden von mehr als 1 Million Euro. Der Staatsanwalt versucht dabei, eine sehr weit gefasste Vision der Komplizenschaft zu konstruieren und durchzusetzen, bis zu dem Punkt, dass er diese sogar \u00fcber die vermeintliche Anwesenheit der Angeklagten hinaus erweitern m\u00f6chte. Konkret: Stellt euch vor, jemand verbrennt 50 Meter entfernt ein Auto &#8211; Ihr seid demzufolge dann verantwortlich f\u00fcr den Schaden. Aber das ist war erst der Anfang! Nun stellt Euch vor, ihr habt eine Demonstration bereits verlassen und 10 Minuten sp\u00e4ter wird ein Molotow-Cocktail geworfen und obwohl ihr schon ganz woanders seid, werdet ihr daf\u00fcr zur Verantwortung gezogen.<\/p>\n<p>Es gibt viele Probleme in diesem Prozess, im Gef\u00e4ngnis, in der Polizei, im Kapitalismus, im Staat und seiner Welt. Diese verschiedenen Themen haben unter anderem folgende fauligen Gemeinsamkeiten: Den Durst nach F\u00fchrung, Globalisierung, Klassifizierung &#8211; eure Pers\u00f6nlichkeit, Identit\u00e4t, Kreativit\u00e4t, Einzigartigkeit, muss dabei in irgendeine Schublade passen.<\/p>\n<p><em>\u201eDie Einzigartigkeit eines Menschen zeigt sich in jedem Merkmal seines Gesichts und in jeder seiner Handlungen. Einen Menschen mit einem anderen zu verwechseln und diese dabei global zu betrachten, ist ein Zeichen von Dummheit. Nur stumpfsinnige Geister unterscheiden zwischen Rassen, Nationen oder Clans, w\u00e4hrend der weise Mensch zwischen Individuen unterscheidet.\u201c<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Henry_David_Thoreau\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Thoreau<\/a>, Tagebuch &#8211; Juli 1848 (169 Jahre vor der Hamburger G20)<\/p>\n<p>Letzten November, also fast ein Jahr nach Beginn dieses Prozesses, bot ich an, eine Erkl\u00e4rung abzugeben, unter der Bedingung, dass diese dann auch \u00f6ffentlich geh\u00f6rt werden kann. Die Richterin sagte zun\u00e4chst, dass dies wohl m\u00f6glich w\u00e4re, \u00e4nderte dann aber ihre Meinung, wahrscheinlich wegen dem Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit in dem Verfahren. Deshalb habe ich bis zu diesem Zeitpunkt, trotz fast f\u00fcnfzig Tagen Anh\u00f6rungen, noch keine Erkl\u00e4rung abgegeben. Die letzten m\u00fcssen am Ende des Prozesses f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich sein. Seit meiner Entlassung aus dem Gef\u00e4ngnis am 18. Dezember haben mir Leute gesagt, dass dies ein sch\u00f6nes Weihnachtsgeschenk gewesen sei. Das Problem ist, dass das Geschenk ein Jahr zu sp\u00e4t kommt, ich habe bereits ein Weihnachten im Gef\u00e4ngnis verbracht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>GR\u00dcNDE UND BEDINGUNGEN F\u00dcR DIE FREILASSUNG<\/strong><\/p>\n<p>Dennoch stimmte das Gericht schlie\u00dflich der Haftentlassung zu. In seiner Entscheidung macht es geltend, dass die Fluchtgefahr aus mehreren Gr\u00fcnden ausgeschlossen ist: Erstens w\u00fcrde eine Flucht bedeuten, dass ein neuer Europ\u00e4ischer Haftbefehl erlassen wird, und dann m\u00fcsste der Prozess wieder von vorne beginnen. Zweitens: W\u00e4hrend im Juni der Antrag auf Freilassung abgelehnt wurde, ist das Gericht sechs Monate sp\u00e4ter nunmehr der Ansicht, dass der Anteil der noch zu erwartenden Strafe im Verh\u00e4ltnis zu dem schon Verb\u00fc\u00dften deutlich zur\u00fcckgegangen ist. Das Gericht geht auch davon aus, dass ich die Kontaktfreiheit zu meiner Familie nicht durch eine Flucht gef\u00e4hrden w\u00fcrde, was wiederum auf dem Mitlesen meiner privaten Korrespondenz beruht.<\/p>\n<p>Das Gericht wirft mir jedoch auch eine mangelnde Zusammenarbeit mit dem Staat vor. Sie h\u00e4tten es gerne gesehen, wenn ich unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit ausgesagt h\u00e4tte, was ich bisher abgelehnt habe. Nachdem ich jedoch angek\u00fcndigt habe, dass ich am Ende der Verhandlung eine \u00f6ffentliche Erkl\u00e4rung abgeben werde, ist das Gericht der Ansicht, dass ich schon nicht weglaufen werde, weil ich ja nun das Wort ergreifen m\u00f6chte. Ganz generell erkl\u00e4rt das Gericht die Aussetzung des Haftbefehls auch damit, dass es mich als \u201eeinen h\u00f6flichen und freundlichen jungen Mann&#8220; wahrgenommen hat, was das in mich gesetzte Vertrauen offenbar rechtfertigt.<\/p>\n<p>Ich bin also seit dem 18. Dezember 2019 unter Auflagen wieder drau\u00dfen. Bis zum Ende des Prozesses muss ich folgende Verpflichtungen einhalten:<\/p>\n<p>&#8211; Eine Meldeadresse in Hamburg vorweisen.<br \/>&#8211; Mich jeden Montag und Donnerstag bei der Hamburger Polizei melden.<br \/>&#8211; Als G\u00e4rtner in der Baumpflege arbeiten.<br \/>&#8211; Dem Gericht meinen Pass und meine Papiere abgeben.<br \/>&#8211; Zu den n\u00e4chsten Gerichtsterminen erscheinen.<br \/>&#8211; Mich nicht an irgendwelchen illegalen Aktionen beteiligen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>GEISTIGE FREIHEIT AUF BEW\u00c4HRUNG<\/strong><\/p>\n<p>Hier bin ich also, drau\u00dfen und \u201efrei\u201c, mich zu \u00e4u\u00dfern. Aber diese Freiheit ist auch nur rein theoretisch und an Bedingungen gekn\u00fcpft. Es mangelt nicht an Lust oder an Dingen, die ich zu sagen h\u00e4tte, aber angesichts dessen, was das Gericht von mir erwartet und der Risiken, die noch immer auf mir lasten, ist es illusorisch zu glauben, dass ich mich \u201efrei ausdr\u00fccken\u201c k\u00f6nnte. Auch in diesem Bereich ist meine wiedergewonnene Freiheit sehr relativ.<\/p>\n<p>Meine Sicht der Welt hat sich jedoch nicht ge\u00e4ndert. Seit 16 Monaten abgetrennt, ist es besonders schockierend, von der Repression gegen die Demonstrationen in Frankreich (gegen die Gelbwesten und andere) zu erfahren. Es gibt mittlerweile schon fast tausend Gef\u00e4ngnisstrafen. Ich habe von Verurteilungen von bis zu 5 Jahren geh\u00f6rt, und k\u00fcrzlich hagelte es 3,5 Jahre Gef\u00e4ngnis f\u00fcr eine in Nancy (3) verurteilte Person. Derweil wird ein Polizist zu einer zweimonatigen Bew\u00e4hrungsstrafe verurteilt, weil er einen Pflasterstein auf ungesch\u00fctzte Leute geworfen hat. Er kann im Dienst verbleiben, keine Eintragung ins Vorstrafenregister. Wer aber einen Pflasterstein auf die Leute mit Helm und Schild wirft, bekommt mehrere Jahre Gef\u00e4ngnis. Ist das Gerechtigkeit? Das Gef\u00e4ngnis ist Wahnsinn, es zu akzeptieren, ist Wahnsinn. Vorverurteilungen sind ein Wahnsinn, die undifferenziert Leid erzeugen.<\/p>\n<p>Vergewaltiger und M\u00f6rder machen weniger als 5% der Gef\u00e4ngnisinsassen aus. Es sind schlicht arme Leute hinter Gittern. Ich habe keine B\u00fcrger, Bankiers oder Polizisten im Gef\u00e4ngnis gesehen. Doch eigentlich ganz vorne bei der Gewalt und auch bei der Kriminalit\u00e4t, ist doch das, was von der Spitze der sozialen Pyramide herkommt. Die Menschen, die ins Gef\u00e4ngnis geworfen werden &#8211; in fast allen F\u00e4llen &#8211; werden wegen des Drucks der elit\u00e4ren Klassen, wegen der Ausbeutung der Armen durch die Reichen und wegen der sozialen Ungleichheit ins Gef\u00e4ngnis geworfen. Ich habe wirklich keine Reichen im Gef\u00e4ngnis gesehen, nur arme Leute. Es ist an der Zeit einzugestehen, dass die eigene Entscheidung angesichts der Situation fast keine Auswirkungen mehr hat. Es ist die Situation der Armut, die kriminell ist. Acht Personen sind so reich wie die H\u00e4lfte der Weltbev\u00f6lkerung!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>AN DIE, DIE K\u00c4MPFEN<\/strong><\/p>\n<p>Nach der eigenen Erfahrung weggeschlossen zu sein, f\u00fchle ich mich mit denen solidarisch, die noch immer eingesperrt sind. Deshalb m\u00f6chte ich meine Solidarit\u00e4t ausdr\u00fccken und w\u00fcnsche allen viel Kraft, die in Frankreich infolge der Demonstrationen nun inhaftiert sind &#8211; sei es im Kontext der Gelbwesten oder bei Protesten gegen die Rentenreform von Macron &amp; seiner privatisierten und neoliberalen Welt.<\/p>\n<p>Solidarit\u00e4t &amp; Kraft f\u00fcr die Revoltierenden in Chile, die unter der gleichen neoliberalen &amp; Privatisierungspolitik leiden.<\/p>\n<p>Solidarit\u00e4t &amp; Kraft f\u00fcr die Revoltierenden von Katalonien.<\/p>\n<p>Solidarit\u00e4t &amp; Kraft f\u00fcr den autonomen Stadtteil Exarchia in Griechenland.<\/p>\n<p>Solidarit\u00e4t &amp; Kraft mit den gefolterten Anarchist*innen in Russland.<\/p>\n<p>Solidarit\u00e4t &amp; Kraft mit den gefolterten Gefangenen in Guantanamo.<\/p>\n<p>Solidarit\u00e4t &amp; Kraft f\u00fcr die Revoltierenden von Hongkong, die bei den Protesten immer h\u00e4ufiger schwarze Flaggen bl\u00fchen lassen, w\u00e4hrend die amerikanischen verschwinden.<\/p>\n<p>Solidarit\u00e4t &amp; Kraft f\u00fcr die Anarchist*innen und Anti-Atomkraft-Aktivist*innen, die in den USA, Frankreich, Deutschland (4) und auf der ganzen Welt inhaftiert sind.<\/p>\n<p>Solidarit\u00e4t &amp; Kraft f\u00fcr Rojava, wo die konkrete Geschichte von Emanzipation, Autonomie, \u00d6kologie &amp; Feminismus weiter lebt.<\/p>\n<p>Solidarit\u00e4t &amp; Kraft f\u00fcr Afrika, ein gro\u00dfer vergessener Kontinent, der noch immer f\u00fcr den Komfort der L\u00e4nder des Nordens gepl\u00fcndert wird.<\/p>\n<p>M\u00f6ge jede und jeder Gefangene die Erfahrungen im Gef\u00e4ngnis bezeugen, damit wir so schnell wie m\u00f6glich diese schrecklichen Mauern, die Leid s\u00e4en, niederrei\u00dfen k\u00f6nnen. Diese Mauern, die wir nur hinnehmen, weil wir in die Augen derer, die dort eingesperrt sind, nicht reinschauen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lo\u00efc,<br \/>Angeklagter beim Dauerprozess in Hamburg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>PS: Hier sind einige interessante Brosch\u00fcren zum gemeinsamen \u00dcberdenken bez\u00fcglich der Gef\u00e4ngnisgesellschaft (alle auf Franz\u00f6sisch).<\/p>\n<p>Warum sollten wir bestrafen?<br \/><a href=\"https:\/\/infokiosques.net\/spip.php?article578\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/infokiosques.net\/spip.php?article578<\/a><\/p>\n<p>Ist das Gef\u00e4ngnis \u00fcberfl\u00fcssig?<br \/><a href=\"https:\/\/infokiosques.net\/spip.php?article1507\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/infokiosques.net\/spip.php?article1507<\/a><\/p>\n<p>Geschichte der Anti-Knast-K\u00e4mpfe<br \/><a href=\"https:\/\/infokiosques.net\/lire.php?id_article=753\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/infokiosques.net\/lire.php?id_article=753<\/a><\/p>\n<p>(Anmerkung von lundi matin: Zum Thema Gef\u00e4ngnisse empfehlen wir die Lekt\u00fcre von <a href=\"http:\/\/bloom0101.org\/wp-content\/uploads\/2005\/10\/preliminaire-a-toute-lutte-anticarcerale.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">VORAUSSETZUNGEN F\u00dcR ALLE KNASTK\u00c4MPFE<\/a>).<\/p>\n<p>(1) fr. Original: <em>racis\u00e9s &#8211; <\/em>nach Rasse katalogisiert.<\/p>\n<p>(3) Nancy liegt in der Region, aus der Lo\u00efc herkommt. Dort in der N\u00e4he befindet sich Bure, das geplante riesige Atomm\u00fcll-Endlager Frankreichs, wogegen auch Lo\u00efc Aktivist ist. Siehe vielleicht <a href=\"https:\/\/de.indymedia.org\/node\/33164\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Artikel zu Bure<\/a>. Oder auch speziell zu der <a href=\"https:\/\/de.indymedia.org\/node\/30981\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Repression gegen Bure-Aktivist*innen nach G20<\/a>.<\/p>\n<p>(4) Eigene Anmerkung: In Deutschland d\u00fcrfte es momentan gerade keine inhaftierten AKW-Gegner*\u00ecnnen geben.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: indymedia Lo\u00efc wurde im August 2018 wegen seiner angeblichen Beteiligung an den G20-Krawallen in Hamburg im Jahr 2017 verhaftet und nach 16 Monaten U-Haft in Deutschland wurde vor kurzem der Haftbefehl vorl\u00e4ufig aufgehoben. Sein Prozess, der vor mehr als einem Jahr begann, dauert an. 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