{"id":8296,"date":"2019-11-17T18:47:37","date_gmt":"2019-11-17T17:47:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-wien.net\/?p=8296"},"modified":"2019-11-17T18:47:40","modified_gmt":"2019-11-17T17:47:40","slug":"deutschland-g20-elbchaussee-prozess-am-23-10-19-und-30-10-19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=8296","title":{"rendered":"[Deutschland] G20 Elbchaussee-Prozess am 23.10.19 und 30.10.19"},"content":{"rendered":"\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/unitedwestand.blackblogs.org\/elbchaussee-prozess-am-23-10-19-und-30-10-19\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"united we stand (opens in a new tab)\">united we stand<\/a><\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/?attachment_id=4796\" rel=\"attachment wp-att-4796\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-4796\" src=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/images.duckduckgo.com_-8-500x290-150x150.jpeg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\"\/><\/a>Am 23.10. kam zun\u00e4chst eine weitere Person, die der Polizei private Videoaufzeichnungen zur Verf\u00fcgung gestellt hatte. Danach erschien eine weitere Mitarbeiterin der Continentale-Versicherung, die \u00fcber ihre Erlebnisse am Arbeitsplatz am 07.07.2017 berichtete. Die Zeugin war einigerma\u00dfen mitgenommen von dem Szenario, dass mehrere Vermummte ohne Vorwarnung Steine und (angeblich) eine Rauchbombe in die Kundenberatung der Versicherung geworfen h\u00e4tten. Auf Nachfrage der Staatsanwaltschaft berichtete sie aber ausdr\u00fccklich, dass ihr das heute nichts mehr ausmachen w\u00fcrde.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Im Anschluss kam noch ein weiterer Video-Aufzeichner, der auf dem Fahrrad fahrend nach hinten gefilmt hatte. Funfact am Rande: Die gr\u00f6\u00dfte Gefahr bestand f\u00fcr den Fahrradfahrer durch einen Laternenmasten, der wie zu sehen ist, nach erheblichem Schlenker der Kamera denkbar knapp an derselben vorbeiflog \u2026 Er berichtete, dass Parolen gerufen worden seien, durch die er auf das Gesamtgeschehen aufmerksam geworden sei. Auch ein Transparent habe er gesehen. Au\u00dferdem berichtete der Zeuge von einer \u2013 auf dem Video nur sehr bedingt sehbaren \u2013 Zweiteilung der Menschen auf der Neuen Gro\u00dfen Bergstra\u00dfe. Die h\u00e4tten sich wie nach einer Verabredung geteilt, wobei das Banner auf der rechten, die anderen gro\u00dfteils auf der linken Seite weitergegangen seien und beidseitig Scheiben eingeschlagen oder -geschmissen h\u00e4tten. Das Video habe er \u2013 das nur der Vollst\u00e4ndigkeit halber \u2013 aufgezeichnet, weil seine Freundin auch links orientiert sei und er mit ihr immer diskutieren m\u00fcsse, wie das mit politischer Gewalt so sei. Sie w\u00fcrde da immer zur Verharmlosung tendieren und er habe das Video deshalb als h\u00e4usliche Diskussionsgrundlage gesehen.<\/p>\n<p>Die Aussage dieses Zeugen ist ggf. nicht ganz unwichtig, weil sie ab Eingang Neue Gro\u00dfe Bergstra\u00dfe eine neue Konstellation im Vorgehen beschreiben k\u00f6nnte (Aufteilen pp.), was ggf. auch nach au\u00dfen hin klar machen k\u00f6nnte, dass eine Verantwortlichkeit (Zurechnung) f\u00fcr Menschen, die vorher schon weg gegangen waren, nicht mehr erfolgen kann.<\/p>\n<p>Zum Schluss dieses Hauptverhandlungstages k\u00fcndigte dann Undine (Rechtsanw\u00e4ltin von Loic) an, dass dieser ggf. eine Einlassung machen wolle. Er wolle dies aber nur in \u00f6ffentlicher Hauptverhandlung machen und bitte daher darum, dass das Gericht sich Gedanken dar\u00fcber machen solle, ob die \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr seine Einlassung zugelassen werden k\u00f6nne. Als Umfang wurden \u201evielleicht 10 Minuten an einem, 10 Minuten am n\u00e4chsten Tag\u201c avisiert. [die Einlassung gab es dann nicht, da die \u00d6ffentlichkeit nicht zugelassen]<\/p>\n<p>Am 30.10. wurden weitere Videos in Augenschein genommen. Dann erschien ein Inspektor aus dem Innendienst des Rathaus \/ BA Altona (\u201einterner Service\u201c), der \u00fcber die dortigen Sch\u00e4den Auskunft gab. Das Haus geh\u00f6rt mittlerweile offenbar der Sprinkenhof GmbH. An den Fenstern seien insgesamt 70 Scheiben zerst\u00f6rt worden, wobei aufgrund des \u201eeinwurfhemmenden\u201c Glases der Gro\u00dfteil nicht zersplittert sei. Interessant war an der Aussage, dass er angab, durch Leuchtraketen sehr fr\u00fchzeitig auf Vermummte aufmerksam geworden zu sein, die sich dem Geb\u00e4ude n\u00e4herten. Sie seien nach seinem Eindruck aus der Betty-Levi-Passage und vom Ottensener Marktplatz gekommen. Das d\u00fcrfte mit Blick<\/p>\n<p>auf die staatsanwaltschaftliche These vom \u201eBlock-\u201eKrawall nicht ganz uninteressant sein. Es habe, so schilderte der Zeuge zudem, alle verwundert, wie die Polizei (nicht) agiert habe. So habe die<\/p>\n<p>Gewerbeschule ihnen Bescheid gegeben, dass in einem angrenzenden Geb\u00fcsch\/Park Klamotten von Demo-Teilnehmern nach Umkleiden versteckt worden seien. Erst Wochen sp\u00e4ter habe sich die Polizei dann dieses Geb\u00fcsch\/diesen Park noch einmal angesehen. Au\u00dferdem h\u00e4tten sie einen nicht gez\u00fcndeten Bengalo gefunden und der Polizei Bescheid gegeben. Statt dass der Brandsatz abgeholt worden sei, sei einfach gar nichts passiert. Sie h\u00e4tten den dann irgendwann einfach vernichtet. Er wusste auch noch zu berichten, dass einzig eine Standesbeamtin verletzt gewesen sei, die jetzt auch noch geh\u00f6rt werden soll (und: ja, auch f\u00fcr den 07.07.2017 hatten sich diverse gl\u00fcckliche Paare am Standesamt f\u00fcr eine Hochzeit angemeldet, die dann woanders stattfinden musste).<\/p>\n<p>Im Anschluss kam noch der Vorgesetzte von dem internen-Service-Mitarbeiter, der nicht von einem Bengalo, wohl aber von Flaschen mit gelblicher Fl\u00fcssigkeit drin sprach, die man gefunden habe.<\/p>\n<p>Das habe man einem Polizeibeamten auch sofort mitgeteilt. Der habe aber mit der Verkehrsregelung zu tun und keine Zeit gehabt. Auch die sp\u00e4ter vom PK21 erschienenen Polizeibeamten h\u00e4tten die Flaschen nicht mitgenommen; damit sie nicht auf Dauer im Rathaus liegen bleiben, habe man sie sp\u00e4ter der SoKo Schwarzer Block \u00fcbersandt.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich wurde noch eine Inhaberin einer Boutique auf der Neuen Gro\u00dfen Bergstra\u00dfe geh\u00f6rt, die sich mit der Forderung einf\u00fchrte, sie wolle, dass \u201edie alle\u201c maximal zur Verantwortung gezogen w\u00fcrden, das gehe schlie\u00dflich gar nicht (\u201etoporganisiert, ultrabrutal\u201c). Sie hatte eine ganze Nacht (06.\/07.07.) vor ihrem Gesch\u00e4ft ausgeharrt, um darauf aufzupassen und wurde sowohl am 06. als auch am 07.07.2017 Zeugin der Sachbesch\u00e4digungen. Sie bahauptete, am Abend des 06.07. \u201eitalienische Befehle\u201c bei den Vermummten vernommen zu haben. Von der Zeugin wird im \u00dcbrigen die Anekdote h\u00e4ngen bleiben, dass w\u00e4hrend eben dieser Nacht eine Person auftauchte (1,90 gro\u00df, b\u00e4rtig), die sich selber der linken Szene zugeh\u00f6rig sah und mitteilte, von der Welcome-to-hell-Demo zu kommen und ihr bei der \u201eBewachung\u201c ihres Ladens Gesellschaft leistete, weil er das alles auch unfassbar fand.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: united we stand Am 23.10. kam zun\u00e4chst eine weitere Person, die der Polizei private Videoaufzeichnungen zur Verf\u00fcgung gestellt hatte. Danach erschien eine weitere Mitarbeiterin der Continentale-Versicherung, die \u00fcber ihre Erlebnisse am Arbeitsplatz am 07.07.2017 berichtete. 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