{"id":817,"date":"2013-10-30T19:07:45","date_gmt":"2013-10-30T18:07:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-wien.net\/?p=817"},"modified":"2013-11-13T19:15:57","modified_gmt":"2013-11-13T18:15:57","slug":"nicola-gai-die-dringlichkeit-der-attacke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=817","title":{"rendered":"Nicola Gai &#8211; Die Dringlichkeit der Attacke"},"content":{"rendered":"<div class=\"teaserimage-body\">\n\t<a class=\"lightbox-processed\" href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/image\/24549.jpg\" rel=\"lightbox[node_images][&lt;a  data-cke-saved-href=&quot;\/de\/node\/24549&quot; href=&quot;\/de\/node\/24549&quot; id=&quot;node_link_text&quot; target=&quot;_blank&quot; &gt;Raus aus dem Knast!&lt;\/a&gt; - &lt;a  data-cke-saved-href=&quot;\/image\/24549.jpg&quot; href=&quot;\/image\/24549.jpg&quot; id=&quot;lightbox2-download-link-text&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Download&lt;\/a&gt;]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Raus aus dem Knast!\" class=\"image image-thumbnail \" height=\"190\" src=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/system\/files\/images\/1788140477.thumbnail.jpg\" title=\"Raus aus dem Knast!\" width=\"200\" \/><\/a>\n<\/div>\n<div class=\"teaserimage-body\">\n\t&nbsp;\n<\/div>\n<div class=\"teaserimage-body\">\n\t(gefunden auf: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/98042\">linksunten.indymedia.org<\/a>)\n<\/div>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<em><span>Kontext:<\/span> <\/em><span>Am 30. Oktober beginnt der Prozess gegen die beiden Gef&auml;hrten Nicola Gai und Alfredo Cospito. Ihnen wird der Angriff auf den Atommanager Adinolfi, in Genua, vorgeworfen. Am 7. Mai 2012 wurde diesem vor seinem Haus aufgelauert und ins Knie geschossen. Zu der <a href=\"http:\/\/anonym.to\/?https:\/\/waronsociety.noblogs.org\/?p=4610\" rel=\"nofollow\">Ta<\/a><span><a href=\"http:\/\/anonym.to\/?https:\/\/waronsociety.noblogs.org\/?p=4610\" rel=\"nofollow\">t<\/a> bekan<\/span>nte sich die Zelle &bdquo;Olga FAI\/IRF&ldquo;. Im darauffolgenden September wurden dann die beiden Kameraden verhaftet. Seit dem sitzen sie ununterbrochen und ungebrochen in Haft.<\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t<!--more-->\n<\/p>\n<p>\n\t<span>Dieser repressive Schlag reiht sich in eine ganze Reihe repressiver Operationen gegen AnarchistInnen in Italien 2012: Z.B. die Operationen <a href=\"http:\/\/anonym.to\/?http:\/\/325.nostate.net\/?tag=operation-ardire\" rel=\"nofollow\">Adire<\/a> und <a href=\"http:\/\/anonym.to\/?http:\/\/325.nostate.net\/?p=6289\" rel=\"nofollow\">Thor<\/a> oder lange Haftstrafen f&uuml;r Gef&auml;hrtInnen f&uuml;r <a href=\"http:\/\/anonym.to\/?http:\/\/www.abc-berlin.net\/g8-gipfel-in-genua-haftstrafen-gegen-demonstrantinnen-teilweise-bestaetigt\" rel=\"nofollow\">Genua 2001<\/a> und den <a href=\"http:\/\/anonym.to\/?https:\/\/andiewaisendesexistierenden.noblogs.org\/post\/2011\/10\/18\/rom-wut-statt-emporung\/\" rel=\"nofollow\">Krawall 2011 in Rom<\/a>. <\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t<span><span>Immer werden den Verhafteten Angriffe und oder Subversion in Form von Agitation vorgeworfen. <\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span>Weder die Angriffe gegen das Bestehende, noch die Repression haben aufgeh&ouml;rt, so gab es gerade wieder <span>am 18. Septem<\/span>ber mehrere <a href=\"http:\/\/anonym.to\/?http:\/\/325.nostate.net\/?p=8958\" rel=\"nofollow\">Durchsuchungen<\/a> und zwei Gef&auml;hrten wurden verhaftet, denen vorgeworfen wird verschiedene Angriffe, sowohl mit Bekenntnis als auch anonym ausgef&uuml;hrt zu haben. (Auch ihnen wird die Zugeh&ouml;rigkeit zur FAI (informelle) vorgeworfen).<\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span>In den Texten von Nicola und Alfredo k&ouml;nnen wir von ihrer kompromisslosen Haltung, gegen&uuml;ber dem was uns unterdr&uuml;ckt, lesen. Beide beteiligen sich an Diskussionen. Z.b. der <a href=\"http:\/\/anonym.to\/?https:\/\/anarchistnews.org\/content\/collection-letters-and-actions-four-years-after-death-mauricio-morales\" rel=\"nofollow\">Diskussion<\/a> um die Erinnerung an Mauri, einem Kameraden, der in Chile vor 4 Jahren bei einem Angriffsversuch starb (Text von <a href=\"http:\/\/anonym.to\/?https:\/\/waronsociety.noblogs.org\/?p=8122\" rel=\"nofollow\">Alfredo<\/a> und <a href=\"http:\/\/anonym.to\/?https:\/\/waronsociety.noblogs.org\/?p=8120\" rel=\"nofollow\">Nicola<\/a>). <\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span>Der nachfolgende Text ist ein Zeugnis der Ideen von Nicola. &Uuml;bersetzt aus dem Englischen, erschienen im Juli 2013, in &bdquo;<i>Terra Selvaggia&ldquo;<\/i>. Mag sein, dass einige mit dem Text nicht so viel anfangen k&ouml;nnen werden, schlie&szlig;lich ist die Diskussion unter Gef&auml;hrtenInnen im italenischen Territorium anarchistisch gepr&auml;gt und nicht linksradikal von demokratischen Ideen verw&auml;ssert.<\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span>In Italien, gibt es eine breitere <a href=\"http:\/\/anonym.to\/?http:\/\/325.nostate.net\/?p=8708\" rel=\"nofollow\">Diskussion <\/a>zur Unterst&uuml;tzung der beiden. <a href=\"http:\/\/anonym.to\/?http:\/\/actforfree.nostate.net\/?p=15135\" rel=\"nofollow\">Plakate <\/a>und <a href=\"http:\/\/anonym.to\/?https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/97751\">Flyer<\/a> sind Zeugnisse davon.<\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span>Wir hoffen mit der &Uuml;bersetzung dieses Textes, einen Stein ins Rollen zu bringen. Jeder Angriff, jede Revolte gegen jede Autorit&auml;t ist ein Vorschlag, ein Vorschlag von einem ganz anderen Leben, einer ganz anderen Realit&auml;t. Es k&uuml;mmert uns nicht, ob Alfredo und Nicola f&uuml;r die ihnen vorgeworfene Tat verantwortlich sind oder nicht.<\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t<span>Revolution&auml;re Solidarit&auml;t hei&szlig;t f&uuml;r uns nicht in der Logik der Antirepression stecken zu bleiben, sondern den Vorschlag aufzugreifen und auszuweiten, sodass wir die Gefangen und Gefallenen nicht vergessen und wir ihren Kampf in unseren weiterf&uuml;hren.<\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span>Solidarit&auml;t mit Alfredo und Nicola!<\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t<span>F&uuml;r die Zerst&ouml;rung jeder Autorit&auml;t! <\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t<span>F&uuml;r die Anarchie!<\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span>PS:<\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t<span>Es gibt f&uuml;r uns einiges an der F.A.I. zu kritisieren (was wir hier nicht ausf&uuml;hren). Wir finden es wichtig, dass eine kritische Diskussion dar&uuml;ber gef&uuml;hrt wird. Jedoch bitte mit Argumenten! Wenn weiterhin von einigen daran festgehalten wird, dass hinter den einzelnen Zellen keine Individuen stehen, sondern der Staat, dann kann man jene, die das behaupten, nur als willf&auml;hrige Lakaien desselben bezeichnen. Indem sie diese M&auml;rchen verbreiten, streiten sie n&auml;mlich effektiv ab, dass es Individuen gibt, die ihr Drang nach Freiheit zur Revolte und zum Angriff antreibt. (<a href=\"http:\/\/anonym.to\/?http:\/\/www.abc-berlin.net\/tacheles-reden-und-warum-jedes-parlament-brennen-soll\" rel=\"nofollow\">Hier<\/a> noch eine unserer Meinung nach gute Kritik an der meist substanzlosen Kritik gegen&uuml;ber der F.A.I.)<\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span>PS2: <\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t<span>An jene, die jetzt daherkommen mit &bdquo;aufst&auml;ndischer Anarchismus&ldquo; Mimimi&#8230; <\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t<span>Bitte setzt euch erst mit der aufst&auml;ndischen Methode(!) auseinander. Dem Kontext ihrer Entstehung, der Ideen, lebendigen Erfahrungen und Diskussionen auf denen sie basiert, ihrer Kritik an formeller Organisation und dem gro&szlig;en Warten auf die Revolution&#8230; etc. Sonst gibt es wieder traurige Machwerke der Unwissenheit wie &bdquo;<a href=\"http:\/\/anonym.to\/?https:\/\/www.direkteaktion.org\/214\/die-militarisierung-der-revolte\" rel=\"nofollow\">Die Militarisierung der Revolte<\/a>&ldquo; aus der DA oder &bdquo;<a href=\"http:\/\/anonym.to\/?https:\/\/linksunten.indymedia.org\/node\/93764\">Insurrektionalismus &ndash; eine Kritik<\/a>&ldquo;, die allen ernstes das krypto-leninistische Manifest &bdquo;Der kommende Aufstand&ldquo; zum Ursprung des &bdquo;<i>aufst&auml;ndischen Anarchismus&ldquo;<\/i> verkl&auml;ren. Ganz nebenbei, wie stellt ihr euch den Prozess der\/zur Revolution vor? J&uuml;nger anh&auml;ufen bis das <i>anarchistische<\/i> ZK sagt: &bdquo;Go&ldquo;? <\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<hr \/>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span>Adressen:<\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><strong><span><span>Alfredo Cospito<\/span><\/span><\/strong><span><span><span> <\/span><\/span><\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t<strong><span><em><span><span>Nicola Gai,<\/span><\/span><\/em><\/span><\/strong>\n<\/p>\n<p>\n\t<span><em><span><span><span>Casa Circondariale di Ferrara, <\/span><\/span><\/span><\/em><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t<span><em><span><span><span>Via Arginone 327,<\/span><\/span><\/span><\/em><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t<span><em><span><span><span>&Iota;&Tau;-44122 Ferrara, <\/span><\/span><\/span><\/em><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t<span><em><span><span><span>Italie<\/span><\/span><\/span><\/em><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<hr \/>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><b>Nicola Gai &ndash; Die Dringlichkeit der Attacke<\/b><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><span>Es ist mittlerweile eine etablierte Tatsache, dass wir in einer schei&szlig; Welt leben. In der der Staat und das Kapital uns allen, quasi ungest&ouml;rt, alle m&ouml;glichen Monstrosit&auml;ten aufzwingen. Es ist auch gewiss, dass nur eine kleine Minderheit der Bev&ouml;lkerung versucht sich dieser Unterdr&uuml;ckung der R&auml;ume der Autonomie und Freiheit, die das Leben lebenswert machen, auf mehr oder weniger bewusster Weise, entgegenzutreten. Als Teil dieser kleinen Minorit&auml;t, sind wir AnarchistInnen uns der dringlichen Not bewusst, dass wir zerst&ouml;ren m&uuml;ssen, was uns kaputt macht: Wieso sind wir darin nicht bestimmter und bissiger? <\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><span>Ohne Zweifel ist die Angst, unser Leben wirklich aufs Spiel zu setzten, eines der gr&ouml;&szlig;ten und ernstesten Hindernisse zur Aktion. Dies ist ein entscheidender Punkt des revolution&auml;ren Kampfes, welcher oft nicht gen&uuml;gend adressiert wird, da er uns dazu zwingt uns selbst und unseren Schw&auml;chen zu begegnen.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><span>Wir predigen sogenannte leicht reproduzierbare &bdquo;kleine Aktionen&ldquo;, welche &bdquo;die Leute&ldquo; bestimmt nicht ver&auml;ngstigen. Selbst wenn wir uns der Dringlichkeit und der Notwendigkeit von destruktiven Attacken auf das autorit&auml;re technologische System bewusst sind, sind wir widerwillig die Sache bis zum Ende durch zu ziehen. Uns selbst im Krieg zu begreifen und konsequent dazu zu handeln.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><span>Offensichtlich ist es viel leichter sich zusammen mit Hunderten\/Tausenden anderen Leuten zu finden und ein Territorium zu verteidigen, das durch irgendeine &Ouml;ko-Monstrosit&auml;t bedroht wird, als alleine auf die PlanerIn (der Monstrosit&auml;t), vor dem Haus zu warten. Ich spreche nicht &uuml;ber Tapferkeit. Jeder ist angsterf&uuml;llt und hat ihre Strategie um dies zu kontrollieren und damit umzugehen. Sogar jene, die an sogenannten &#39;sozialen K&auml;mpfen&#39; teil nehmen, riskieren es im Knast zu landen oder verletzt zu werden. (Daf&uuml;r gibt es hunderte Beispiele). Ich denke nicht, dass das die Unterscheidung ist. Es ist etwas komplexer. Z.b. Die Bestimmtheit Praktiken des Kampfs aufzunehmen, die keine M&ouml;glichkeit des Dialogs mit der Macht vorsehen und die totale Zur&uuml;ckweisung des Bestehenden ausdr&uuml;cken.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><span>Wir nehmen an Treffen teil, wo wir uns selbst t&auml;uschen, indem wir glauben, dass wir zu den Entscheidungen beitragen, sogar wenn es &uuml;blich ist, dass wir uns dem anpassen, was KameradInnen mit mehr Charisma vorschlagen. Unvermeidbar wirkt Kompromiss immer abschw&auml;chend wenn wir sagen, dass wir (jedes Mal) gemeinsam wachsen sollen, ohne jemanden zu verschrecken. Wir betr&uuml;gen uns selbst, zu denken, dass wir zu einer Art kollektiven Projekt beitragen, w&auml;hrend es oft nicht unser eigenes ist.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><span>Die Tatsache, dass wir uns &bdquo;unter den Leuten&ldquo; finden, gibt uns die Illusion, dass wir wirklich f&uuml;r die bevorstehende Insurrektion arbeiten. Wir k&ouml;nnen unsere Verantwortlichkeit mit anderen teilen und hoffen, dass wir nicht alleine sind, wenn die Sache eine b&ouml;se Wende nimmt. Wir realisieren nicht, wie viel individuelle Freiheit wir verlieren, im Gegenzug f&uuml;hlen wir uns versichert durch die aufgezwungenen Grenzen der Treffen wo wir unsere Unentschiedenheit hinter dem Risiko verstecken k&ouml;nnen, dass unsere Ungeduld das gemeinsame Projekt unterminieren k&ouml;nnte.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><span>Es ist jedoch erst wenn wir uns entscheiden unsere Leben total aufs Spiel zu setzen. Wenn wir individuell oder mit Kameraden in Affinit&auml;t, die Macht angreifen, dort wo wir mehr Schaden verursachen k&ouml;nnen. Nur dann haben wir totale Kontrolle &uuml;ber unsere Leben und sind f&auml;hig mit Freude und Klarheit zu sagen, dass wir unsere Revolution machen.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><span>Durch die Realisierung einer Perspektive der direkten Attacke befreien wir uns von den Beschr&auml;nkungen defensiver K&auml;mpfe und &ouml;ffnen unendliche M&ouml;glichkeiten der Aktion und der Freiheit. Ich mache nicht eine nur &auml;sthetische Lobpreisung f&uuml;r die individuelle Aktion. Ich bin mir bewusst, dass die Insurrektion ein kollektives Ereignis ist, das ausbrechen wird, wenn die Unterdr&uuml;ckten in Waffen aufbegehren. Aber ich mache einen Punkt bez&uuml;glich der Methode um sie (die Insurrektion) zu provozieren. Das Leben ist kurz und die Arbeit der Zerst&ouml;rung ist zu gro&szlig; und zu notwendig um zu warten, bis alle bereit sind. Im Gegenteil, ich bin &uuml;berzeugt, dass nur durch das sch&uuml;ren der Flamme, durch Exemplare der Aktion, wir diesem Moment n&auml;her kommen.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><span>Ich denke ein weiteres Hindernis, f&uuml;r AnarchistInnen anzugreifen ist die Weise, wie sich viele KameradInnen den sogenannten sozialen K&auml;mpfe ann&auml;hern. Meiner Meinung nach starten wir oft mit falschen &Uuml;berlegungen: Wir f&uuml;hlen uns anders als die Leute und das bringt uns dazu die soziale Sph&auml;re als etwas zu betrachten woran wir arbeiten und wo wir uns mit Vorsicht, um keine Angst zu erzeugen, ann&auml;hern m&uuml;ssen. Um sie langsam zu fortgeschrittenen Positionen zu bringen, sodass, einmal bereit, wir alle zusammen auf den Barrikaden der Insurrektion sein k&ouml;nnen. <\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><span>Ich bin &uuml;berzeugt, dass AnarchistInnen Teil der sozialen Sph&auml;re sind und sich mit den &bdquo;anderen&ldquo; ohne die &bdquo;paternalistischen&ldquo; Attit&uuml;den, die unweigerlich zu Politik f&uuml;hren, verbinden m&uuml;ssen. AnarchistInnen m&uuml;ssen zuschlagen und angreifen, mit all ihrer Kraft und andere die &auml;hnliche Spannungen haben, werden den Beispielen unserer Aktionen folgen. Wir werden neue KomplizInnen finden und schlie&szlig;lich, wenn all die anderen Ausgebeuteten sich entscheiden aufzubegehren, wird die Insurrektion ausbrechen. Es liegt an uns die Zeit und den Zeitpunkt f&uuml;r den Kampf zu diktieren. Je deutlicher wir sind, je mehr wir bereit sind an den richtigen Pl&auml;tzen zuzuschlagen, desto mehr erschaffen wir M&ouml;glichkeiten f&uuml;r die Praxis des direkten Angriffs. Das bedeutet nicht, dass wir nicht an K&auml;mpfen teilnehmen, die spontan entstehen, aber wir m&uuml;ssen es mit unseren Methoden machen: Sabotage und direkte Aktion.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><span>Wenn an einem bestimmten Ort Leute sich die Stra&szlig;en nehmen um einer bestimmten Sch&auml;dlichkeit gegen&uuml;berzutreten, ist es f&uuml;r uns nicht notwendig alle Leute einzeln kennen zu lernen, auch nicht mit ihnen Polenta zu kochen und zu versuchen, die Barrikaden, die sie gebaut haben um ein paar Zentimeter gr&ouml;&szlig;er zu machen. Das wird die aufst&auml;ndische Perspektive nicht n&auml;her bringen, im Gegenteil, es wird unsere St&auml;rke schw&auml;chen. Wir m&uuml;ssen die Firma verantwortlich f&uuml;r die Konstruktion der Sch&auml;dlichkeit angreifen. Jene, die sie planen. Jene, die sie finanzieren: wir m&uuml;ssen es klar machen, dass jede sein Leben in die eigene Hand nehmen kann und zerst&ouml;ren kann, was sie zerst&ouml;rt. Wir m&uuml;ssen uns mit der Polizei konfrontieren, nicht nur wenn sie versuchen eine Demo aufzul&ouml;sen, wir m&uuml;ssen sie provozieren und sie angreifen, damit die Leute sehen, dass es m&ouml;glich ist, dass sie als erster zuschlagen k&ouml;nnen\/m&uuml;ssen. Manche werden sagen, dass sich in meinem Weg die Dinge zu betrachten und Aktion zu verstehen, die Keime von Autoritarismus und Avantgardismus verbergen k&ouml;nnen.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><span>Ich denke im Gegenteil, dass mein Weg das Gegengift zu zwei &Uuml;beln, die revolution&auml;re Aktionen plagen, beinhaltet. Man verschleiert seine Verlangen nicht, man sagt klar wer man ist und was man will, und dar&uuml;ber hinaus demonstriert man in einer gleichen Beziehung mit anderen, dass sich alle konkret entgegenstellen k&ouml;nnen, wenn sie ihre Leidenschaften bewaffnen.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><span>Meiner Meinung nach beginnt Politik genau in der Weise, wie man sich selbst begrenzt, um mit anderen Schritt zu halten, in der Weise, dass man, um Leute nicht zu &bdquo;verschrecken&ldquo;, einen Diskurs wegl&auml;sst, den sie noch nicht zu verstehen bereit scheinen. Es muss klar sein, dass AnarchistInnen nach KomplizInnen suchen, mit denen sie aufbegehren k&ouml;nnen und nicht nach einer &ouml;ffentlichen Meinung die vage Ansprachen &uuml;ber Freiheit und Selbstverwaltung favorisiert.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><span>Eine weitere Kritik, die oft an jene, mal mehr, mal weniger intelligent oder verschleiert, adressiert ist, die den Staat und das Kapital angreifen, ist das Risiko in einem Strudel aus Aktion\/Repression stecken zu bleiben mit den Apparaten der Macht. Ohne auf dem Weg der Insurrektion voranzuschreiten. Nat&uuml;rlich kann es nicht verneint werden, dass je mehr wir eine Gefahr f&uuml;r die Macht darstellen, sie uns angreifen und unterdr&uuml;cken wird. Aber ungl&uuml;cklicherweise ist dies nat&uuml;rlich, und diese Verkettung von Ursache und Wirkung wird nur aufh&ouml;ren, wenn die Verbreitung von Attacken einen insurrektionellen Bruch provoziert. Zu glauben, dass die Revolution eine Frucht des Bewusstseins der Ausgebeuteten ist, nach Jahrzehnten &bdquo;Training&ldquo; in den Gymnasien der intermedi&auml;ren K&auml;mpfe, angef&uuml;hrt von einer erleuchteten Minorit&auml;t die ihre Hand (die der Ausgebeuteten) h&auml;lt und einen kleinen Schritt vorw&auml;rts macht, um den Moment der bewaffneten Konfrontation kontinuierlich aufzuschieben, ist reine Illusion. <\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><span>Diese Taktik ist eine zweifache Verliererin: Erstens, weil durch das Verzichten auf die direkte Aktion wir darauf verzichten, unsere Leben voll und ganz zu leben und unsere Revolution im hier und jetzt zu machen. Und zweitens, da sie suggeriert, der Staat w&uuml;rde den Ausgebeuteten Zeit geben, sich ihrer Bedingungen bewusst zu werden, sich kennen zu lernen, sich selbst zu organisieren, und vielleicht sogar aufzubegehren, bevor er sie zermalmt. Als ein simples Beispiel kann die freie Republik Maddalena gesehen werden: weggeschwemmt bevor sich irgendwer selbst betr&uuml;gen konnte und glauben, dass sie eine wirkliche Gefahr f&uuml;r die Staatsautorit&auml;t darstellten.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><span>Weiters hat der Staat eine sehr effiziente Waffe, vielleicht m&auml;chtiger als das Milit&auml;r: Rekuperation. Zum Beispiel, wenn die Wohnungsnot dringlich wird und K&auml;mpfe und Squatten sich multiplizieren, wenn R&auml;umungen das Problem nicht l&ouml;sen, kann die Macht die Karte der Legalisierung spielen. Wenn sie einmal ein Dach &uuml;ber dem Kopf haben, was werden die Ausgebeuteten, mit denen wir zusammen gek&auml;mpft haben, tun? Vielleicht werden sie mehr verlangen und weiter rebellieren, aber es ist wahrscheinlicher, dass sie zufrieden sein werden, w&auml;hrend wir gezwungen sind uns kopf&uuml;ber in den n&auml;chsten Kampf zu st&uuml;rzen, in der Hoffnung dieses Mal gl&uuml;cklicher zu sein&#8230; Nur wenn unsere Aktionen keine M&ouml;glichkeiten der Verhandlung in Betracht ziehen, wenn unser Kampf auf die Zerst&ouml;rung dessen abzielt, was uns unterdr&uuml;ckt, wird der Staat nicht f&auml;hig sein uns mit der Rekuperation auszutricksen: entweder hat er die St&auml;rke uns zu zerdr&uuml;cken oder er muss klein beigeben. Wenn wir die F&auml;higkeit haben und versuchen die Praxis der Attacke und der direkten Aktion zu verbreiten, wenn wir die M&ouml;glichkeit haben Benzin auf das Feuer der sozialen Spannung zu gie&szlig;en, durch anheizen und verhindern, dass sie sich wieder neu ordnen, vielleicht werden wir dann in der Lage sein die Pr&auml;rie in Brand zu stecken.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><span>Bevor ich zum Ende komme, m&ouml;chte ich einen weiteren Aspekt, der ein Hindernis f&uuml;r die Aktion scheint untersuchen: die Analyse der Effekte und der Transformation der Herrschaft. Viel zu oft scheint es, als dass die Analyse nutzlos ist und uns nicht die M&ouml;glichkeit gibt die Realit&auml;t zu beeinflussen; im Gegenteil, sie n&auml;hrt Angst und das Gef&uuml;hl der Impotenz im Angesicht der Ausma&szlig;e der Herausforderung der Monstrosit&auml;t der Sch&auml;dlichkeit, der wir entgegenstehen. Je mehr wir die autorit&auml;ren und sch&auml;dlichen Aspekte der Technologie analysieren und die autorit&auml;ren Projekte der Macht denunzieren, desto weniger sch&auml;rfen wir unsere Waffen.<\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><span>Mit mehr oder weniger entwickelten Forschungsergebnissen &uuml;ber den letzten Durchbruch der Kontrolle, terrorisieren wir jene, die gerne agieren wollen. Ich sage nicht, dass wir keine Analysen brauchen aber das sie kein Selbstzweck f&uuml;r sich werden d&uuml;rfen, &Uuml;bungen intellektueller F&auml;higkeiten, getrennt von der direkten Aktion. Was ist der Sinn dahinter, endlose Listen von Firmen, verantwortlich f&uuml;r die Zerst&ouml;rung der Natur zu publizieren, wenn sie niemand angreift? Bereits das Ausma&szlig; und die Schrecklichkeit des Staats und der &Ouml;konomie l&auml;sst uns zweifeln, ob wir eine Chance haben sie effektiv zu treffen. &Ouml;kodesaster wie das &Ouml;lmeer am Golf von Mexiko oder Fukushima scheinen zu suggerieren, dass es nicht m&ouml;glich ist, den Krieg zu stoppen, den die Industrielle Gesellschaft dem Menschen und der Natur erkl&auml;rt hat. <\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><span>Trotz allem sind wir nicht hilflos. Blo&szlig;e Instrumente der Analyse, direkte Aktion und die Bestimmtheit von Wenigen kann demonstrieren, dass wir nicht alle resigniert sind, die Passivit&auml;t zu akzeptieren und zur selben Zeit zeigen sie den Ausgebeuteten, dass es immer m&ouml;glich ist zur&uuml;ckzuschlagen. Als Beispiel zeigt uns die Aktion der Olga Zelle der FAI\/FRI, dass es m&ouml;glich ist Solidarit&auml;t auszudr&uuml;cken, mit jenen die unter der nuklearen Katastrophe leiden, sogar auf der anderen Seite der Welt und die nukleare Energieindustrie effektiv treffen. <\/span><\/span>\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;\n<\/p>\n<p>\n\t<span><span>Ich hoffe, dass meine &Uuml;berlegungen als Start f&uuml;r eine Debatte unter KameradInnen dient, mit dem Ziel alles hervorzuheben und zu entfernen das unsere anarchistische Aktion begrenzt. Mut und St&auml;rke an die KameradInnen, die anonyme Aktionen ausf&uuml;hren, Mut und St&auml;rke an jene, die ihrer Wut einen Namen geben, Mut und St&auml;rke an jene, die mit ihren Aktionen die FAI\/FRI geboren haben: Es gibt eine ganze Welt zu nieder zu rei&szlig;en.<\/span><\/span><strong> <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; (gefunden auf: linksunten.indymedia.org) &nbsp; Kontext: Am 30. Oktober beginnt der Prozess gegen die beiden Gef&auml;hrten Nicola Gai und Alfredo Cospito. Ihnen wird der Angriff auf den Atommanager Adinolfi, in Genua, vorgeworfen. Am 7. Mai 2012 wurde diesem vor seinem Haus aufgelauert und ins Knie geschossen. Zu der Tat bekannte sich die Zelle &bdquo;Olga FAI\/IRF&ldquo;. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-817","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/817"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=817"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/817\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":820,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/817\/revisions\/820"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=817"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=817"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=817"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}