{"id":7562,"date":"2019-07-02T19:58:43","date_gmt":"2019-07-02T17:58:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-wien.net\/?p=7562"},"modified":"2019-07-02T19:59:53","modified_gmt":"2019-07-02T17:59:53","slug":"italien-ubersicht-uber-verschiedene-repressive-operationen-gegen-anarchistinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=7562","title":{"rendered":"[Italien] \u00dcbersicht \u00fcber verschiedene repressive Operationen gegen Anarchist*innen"},"content":{"rendered":"<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/publish.barrikade.info\/Repression-in-Italien-2414\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">barrikade<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/?attachment_id=7563\" rel=\"attachment wp-att-7563\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-7563\" src=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/arton2414-f55e0-f36c8-150x150.png\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\"\/><\/a>Kein Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit. Einige Re-Posts. <em>Stand 1. Juli 2019<\/em>. Danke an alle \u00fcbersetzenden Gef\u00e4hrt*innen!<\/p>\n<p>FREIHEIT F\u00dcR ALLE GEFANGENEN<\/p>\n<p><strong>Operazione Scintilla<\/strong><\/p>\n<p>Am 7. Februar 2019 wurde das seit 1995 besetzte Squat &#8222;Asilo occupato&#8220; in Turin im Rahmen der &#8222;Operazione Scintilla&#8220; ger\u00e4umt. Gleichzeitig wurden sechs Anarchist*innen verhaftet.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Nach einer siebten Person wird noch gefahndet. Die Anklagen waren schwerwiegend: Bildung einer subversiven Vereinigung (wurde inzwischen fallengelassen), Anstiftung zu Verbrechen sowie der Besitz und die Herstellung und Bef\u00f6rderung von Sprengk\u00f6rpern an einem \u00f6ffentlichen Ort. Die Anklagen stehen im Zusammenhang mit dem Widerstand gegen das italienische Migrationsregime. Das Asilo wurde ger\u00e4umt, weil es vom Staat als &#8222;logistische und operative Basis&#8220; dieser &#8222;subversiven, aufst\u00e4ndischen Vereinigung&#8220; betrachtet wird.<\/p>\n<h4>Details zu den Vorw\u00fcrfen<\/h4>\n<p>Die Vorw\u00fcrfe: Bildung einer subversiven Vereinigung; Anstiftung zu Verbrechen; Besitz, Herstellung und Bef\u00f6rderung von Sprengk\u00f6rpern an einem \u00f6ffentlichen Ort. Die sechs Personen wurden auf Antrag der Anti-Terror-Gruppe der Turiner Staatsanwaltschaft verhaftet. Die Anklage lautet, dass die Beschuldigten<br \/>\n<em><br \/>\n&#8222;eine subversive Vereinigung (ex Art. 270 c.p.) gef\u00f6rdert, konstituiert, organisiert und sich daran beteiligt haben, welche die nationale Einwanderungspolitik durch die wiederholte Zerst\u00f6rung der CIE\/CPR und durch systematische Gewalttaten und Einsch\u00fcchterungen gegen die Unternehmen, die an der Verwaltung der oben genannten Aufnahmestrukturen beteiligt sind, beeinflussen soll und kann.&#8220;<br \/>\n(\u201caver promosso, costituito, organizzato e partecipato a un\u2019associazione sovversiva (ex art. 270 c.p.) diretta e idonea a influire sulle politiche nazionali in materia di immigrazione mediante la ripetuta distruzione dei CIE\/CPR e con sistematici atti di violenza e intimidazione nei confronti delle imprese impegnate nella gestione delle sopra indicate strutture di accoglienza\u201d.)<\/em><\/p>\n<p>Den Verhafteten werden &#8222;21 Angriffe mit subversiven Zwecken&#8220; in verschiedenen italienischen St\u00e4dten vorgeworfen: Einerseits sollen 15 Pakete mit Sprengstoffen an Unternehmen in Turin, Bologna, Mailand, Rom (Franz\u00f6sische Botschaft), Bari und Ravenna geschickt worden sein, sechs weitere Sprengstoffe haben die B\u00fcros der italienischen Post (Poste Italiane) in Turin, Bologna und Genua betroffen. Die Poste Italiane wurde angeblich getroffen, da sie als Eigent\u00fcmerin der Fluggesellschaft &#8222;MistralAir&#8220; seit 2011 den Ministerialauftrag f\u00fcr Ausschaffungsfl\u00fcge innehat. Zwei der Verhafteten wird vorgeworfen, am 30. April und 9. Juni 2016 gemeinsam mit bisher unidentifizierten Personen Sprengk\u00f6rper vor Bankomaten der Poste Italiane in Turin platziert zu haben.<\/p>\n<p>Zudem:<br \/>\n<em><br \/>\n&#8222;Um Kontakte innerhalb der CPR herzustellen, warfen sie Tennisb\u00e4lle mit einer mehrsprachigen Brosch\u00fcre und einer Mobiltelefonnummer, mit der sie gleichzeitige Aktionen innerhalb und ausserhalb der CPR-Struktur vereinbarten. Dann steckten sie in Paketen mit Keksen und anderen Waren Streichh\u00f6lzer und alles, was n\u00f6tig war, um eine Revolte zu starten und Feuer zu legen&#8220;.<\/em><\/p>\n<p>Ziel dieser Aktionen sei es gewesen, die &#8222;Aufnahmef\u00e4higkeit&#8220; der CPR zu schw\u00e4chen oder zu zerst\u00f6ren (siehe <a href=\"http:\/\/www.nuovasocieta.it\/operazione-scintilla-sgombero-dellasilo-e-anarchici-arrestati-per-associazione-sovversiva\/\">http:\/\/www.nuovasocieta.it\/operazione-scintilla-sgombero-dellasilo-e-anarchici-arrestati-per-associazione-sovversiva\/<\/a>).<\/p>\n<p><strong>Das Klima in Italien und weitere Randnotizen<\/strong><br \/>\nItaliens Politiker*innen wollen mit &#8222;aller H\u00e4rte durchgreifen&#8220;:<br \/>\n&nbsp;Der Polizeipr\u00e4sident Messina beschreibt die (konstruierte) Gruppe der Verhafteten als &#8222;h\u00f6chst gef\u00e4hrliche Zelle&#8220;.&nbsp; Der italienische Innenminister Matteo Salvini fordert &#8222;Gef\u00e4ngnis f\u00fcr diese Ber\u00fcchtigten&#8220; und will alle &#8222;von Kriminellen frequentierten Sozialzentren&#8220; schliessen.&nbsp; Die B\u00fcrgermeisterin Chiara Appendino gratuliert der Polizei zur R\u00e4umung.&nbsp; Alessandro Ciro Sciretti, ein Turiner Lega-Nord-Politiker, w\u00fcnscht sich &#8222;keinerlei Gnade&#8220; f\u00fcr die Demonstrierenden der Soli-Kundgebungen f\u00fcr den Asilo-Squat. Sein Vorschlag: es br\u00e4uchte &#8222;ein wenig von der Diaz-Schule&#8220; (<a href=\"https:\/\/www.autistici.org\/macerie\/?p=33326#more-33326\">https:\/\/www.autistici.org\/macerie\/?p=33326#more-33326<\/a>)<\/p>\n<p>Nebst allen schlechten Neuigkeiten hat folgende Nachricht f\u00fcr Heiterkeit gesorgt:<br \/>\nKurz nach der Demo vom Samstag fand am 13. Februar &#8211; wie jedes Jahr &#8211; eine antifaschistische Demo gegen einen faschistische Gedenk-Fackelmarsch der Casa Pound im Bezirk Vallette statt. Die antifaschistische Demo endet vor dem Gef\u00e4ngnis, wo die Gefangenen inhaftiert sind. Laut dem Communiqu\u00e9 war dies &#8222;ein herzlicher Gruss an alle Gefangenen und vor allem an die Gef\u00e4hrt*innen und Freund*innen, die seit einigen Tagen eingesperrt sind. Dabei f\u00e4ngt ein Schuppen im Gef\u00e4ngnishof durch einen gl\u00fccklichen Zufall [laut Medien ein Molotov Cocktail] Feuer und wird zerst\u00f6rt.&#8220;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.autistici.org\/macerie\/?p=33336\">https:\/\/www.autistici.org\/macerie\/?p=33336<\/a><\/p>\n<p><em>Und tats\u00e4chlich werden heute anscheinend keine politischen Gefangenen mehr in das Gef\u00e4ngnis Vallette verlegt, aus Angst vor weiteren feurigen Grussbotschaften. <\/em><\/p>\n<p>Mehr zu Operazione Scintilla: <a href=\"https:\/\/barrikade.info\/article\/1883\">https:\/\/barrikade.info\/article\/1883<\/a><\/p>\n<p>Antonio und Beppe wurden am 6. Mai 2019 freigelassen. Sie m\u00fcssen sich jeden Tag auf dem Posten melden. Silvia verbleibt im Knast, da ihr noch eine andere Tat zur Last gelegt wird. Ein Prozess findet am 2. Juli 2019 statt.<\/p>\n<p>Mehr zu Silvia \u2013 siehe unten zu ihrem nun beendeten Hungerstreik, sowie <a href=\"https:\/\/barrikade.info\/article\/2202\">https:\/\/barrikade.info\/article\/2202<\/a><\/p>\n<p><strong>Silvias Adresse: <\/strong><br \/>\nSilvia Ruggeri<br \/>\nCASA CIRCONDARIALE<br \/>\nVia Amiternina 3<br \/>\n67100 L\u2019Aquila (AQ)<br \/>\nItalien<\/p>\n<p>In der Nacht vom Mittwoch, 22. Mai 2019, nach 23 Uhr, klopfte die Polizei an die T\u00fcr von Boba, Mitzi und Victor unter dem Vorwand, eine m\u00fcndliche Verwarnung f\u00fcr die Gef\u00e4hrtin zu \u00fcberbringen. Einmal im Haus, zogen sie auch noch einen Haftbefehl gegen Boba aus der Tasche.<br \/>\nDie Untersuchung steht mit den ersten Initiativen in Verbindung, die gegen die Operazione Scintilla ergriffen wurden, insbesondere mit einer Episode im Quartier Vallette am Ende der antifaschistischen Demonstration gegen das j\u00e4hrliche faschistische Gedenken an die Foibe. An diesem Abend fing die Konditorei des Gef\u00e4ngnisses Vallette Feuer. Bobas Anklage lautet Brandstiftung (Art. 423), mit einer Strafe von drei bis sieben Jahren, mit dem erschwerenden Umstand (Art. 425), dass die Tat an &#8222;\u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden [&#8230;.], die f\u00fcr den Wohnbereich bestimmt sind [&#8230;.], auf Ansammlungen von brennbarem oder explosivem Material&#8220; begangen worden sei.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus wird unserem Gef\u00e4hrten Boba das Verbrechen der gef\u00e4hrlichen Z\u00fcndungen (Art. 703) vorgeworfen, weil er nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine &#8222;nautische Rakete&#8220; eingesetzt habe, was jedoch eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von h\u00f6chstens einem Jahr vorsieht. W\u00e4hrend ihrem Einbruch f\u00fchrte die Polizei eine Hausdurchsuchung durch und beschlagnahmte alle Computer im Haus. Wir warten auf Updates.<\/p>\n<p><strong>Derweilen die Adresse von Boba, ihr k\u00f6nnt ihm Briefe schreiben:<\/strong><\/p>\n<p>Marco Bolognino<br \/>\nC\/o C.c. Lo Russo e Cutugno<br \/>\nvia M.A.Aglietta 35<br \/>\n10151 Turin<br \/>\nItalien<\/p>\n<p><em><br \/>\nFrei \u00fcbersetzt vom Turiner Blog &#8222;Macerie&#8220;, 23. Mai 2019<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.autistici.org\/macerie\/\">https:\/\/www.autistici.org\/macerie\/<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>Spenden<\/strong><br \/>\nEs wird viel Geld ben\u00f6tigt, es drohen lange Haftstrafen &#8211; mensch ist sehr dankbar f\u00fcr Solibeitr\u00e4ge an das folgende Konto:<\/p>\n<p>Giulia Merlini e Pisano Marco<br \/>\nIBAN IT61Y0347501605CC0011856712<br \/>\nABI 03475 CAB 01605<br \/>\nBIC INGBITD1<\/p>\n<h3>Operazione Prometeo<\/h3>\n<p><strong>Verhaftung der anarchistischen Gef\u00e4hrt*innen Natasha, Beppe und Robert am 21. Mai 2019. <\/strong><br \/>\nDie Verhaftung wurde von der ROS der Carabinieri im Rahmen einer repressiven Operation namens &#8222;Prometeo&#8220; (&#8222;Prometheus&#8220;) durchgef\u00fchrt. Es wurden auch einige Durchsuchungen durchgef\u00fchrt. In den Medien wird berichtet, dass der Hauptvorwurf &#8222;Angriff mit dem Ziel des Terrorismus oder der Subversion&#8220; ist, da die drei Gef\u00e4hrt*innen f\u00fcr die Versendung von drei Briefbomben verantwortlich gemacht werden, die im Juni 2017 an den Staatsanwalt Rinaudo (Rinaudo ist Staatsanwalt in Prozessen gegen mehrere italienische Anarchist*innen) und den Staatsanwalt Sparagna (Sparagna ist Staatsanwalt im Prozess um die Operation &#8222;Scripta manent&#8220;) sowie an Santi Consolo, den damaligen Direktor des DAP (Department of Penitentiary Administration \u2013 Strafvollzugsbeh\u00f6rde) in Rom.<\/p>\n<p>Nach den Verhaftungen vom 21. Mai 2019 f\u00fcr die repressive Operation &#8222;Prometeo&#8220; wurden Robert und Beppe bis zum 21. Juni im Mail\u00e4nder Opera Gef\u00e4ngnis und Natasha in Frankreich inhaftiert. Im Hochsicherheitsgef\u00e4ngnis Opera verbrachten Robert und Beppe einen ganzen Monat in Isolation in Abschnitt 41bis, da es keinen AS2-Abschnitt [&#8222;Hochsicherheit 2&#8220;] gibt, mit nur einer Stunde pro Tag &#8222;Gesellschaft&#8220;, bei dem sie sich gegenseitig sehen konnten, und den Rest des Tages bei geschlossener Schranke. Dieses &#8222;illegale&#8220; Regime wurde dem Richter, Staatsanwalt und Garanten der H\u00e4ftlinge gemeldet, zumal die Isolation vom Richter nicht beantragt worden war, sich aber einen Monat lang nichts daran ge\u00e4ndert hat.<\/p>\n<p>F\u00fcr diejenigen, die dies beantragt haben, wurden Gespr\u00e4che genehmigt; Briefe und B\u00fccher wurden empfangen und verschickt, auch wenn sie nur langsam ankamen; Geld und Pakete mit Kleidung und Essen konnten sie erhalten, mit ganz willk\u00fcrlichen Verboten von bestimmten Dinge (so wurden anscheinend wei\u00dfer Reis und B\u00fccher mit Fotos von Berglandschaften unverst\u00e4ndlicherweise belastet). Insbesondere Beppe erlebte mehrere Misshandlungen durch die Wachen, darunter homophobe Beleidigungen, es wurde ihm 3 Tage lang der Zugang zu den Duschen verwehrt, er bekam mindestens zweimal kein Essen und nach einem Verh\u00f6r wurde er f\u00fcr mindestens zwei Stunden in einem kleinen Raum allein gelassen, bevor er in die Zelle zur\u00fcckgebracht wurde.<\/p>\n<p>Gegen den 13. Juni wurde Natasha nach Italien, in das Gef\u00e4ngnis Rebibbia, ausgeliefert. Die Gef\u00e4hrt*innen schickten Geld und Pakete mit den wichtigsten Dingen. Das erste Verh\u00f6r wurde durchgef\u00fchrt, sie konnte Gespr\u00e4che mit einer Anwaltsperson ihrer Wahl f\u00fchren, sie bat um Nachrichten von den inhaftierten Gef\u00e4hrt*innen im Hungerstreik, eine Presseschau \u00fcber die Operation Prometeo und einige B\u00fccher.<\/p>\n<p>Wenige Tage sp\u00e4ter schloss sich auch Natasha dem Hungerstreik an, den Anna und Silvia am 29. Mai im Gef\u00e4ngnis von L\u2019Aquila begonnen hatten. Gegen den 21. Juni wurde sie nach L\u2019Aquila versetzt. Am 19. Juni gab es eine \u00dcberpr\u00fcfung [eine gerichtliche Anh\u00f6rung] f\u00fcr Robert und Beppe und zwei Tage sp\u00e4ter, am 21. Juni, hatten sie ein Verh\u00f6r mit dem Anwalt. Am 22. Juni wurde Beppe nach Alessandria versetzt. Am 24. Juni wurde die Verlegung von Robert in das Gef\u00e4ngnis von Terni best\u00e4tigt. Am 24. Juni kam die offizielle Antwort auf die \u00dcberpr\u00fcfung und best\u00e4tigte die Strafmassnahmen im Gef\u00e4ngnis. Ihre Post wird immer noch zensiert bez\u00fcglich des &#8222;politischen Inhalts&#8220;.<\/p>\n<p>Wir bekr\u00e4ftigen unsere Solidarit\u00e4t, und wir fordern alle auf, sie weiterhin zum Ausdruck zu bringen, auch durch das Senden von Karten, Briefen und B\u00fcchern, die dazu beitragen, die Moral unserer Gefangenen hochzuhalten.<br \/>\n<strong><br \/>\nFreiheit f\u00fcr Robert, Natasha und Beppe!<br \/>\nKeinen Schritt zur\u00fcck, keine Reue. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Die neuen Adressen sind: <\/strong><\/p>\n<p>Natascia Savio<br \/>\nC. C. de L\u2019Aquila<br \/>\nvia Amiternina 3<br \/>\nLocalit\u00e0 Costarelle di Preturo<br \/>\n67100 L\u2019Aquila<br \/>\nItalia [Italy]<\/p>\n<p>Robert Firozpoor<br \/>\nC. C. di Terni<br \/>\nvia delle Campore 32<br \/>\n05100 Terni<br \/>\nItalia [Italy]<\/p>\n<p>Giuseppe Bruna<br \/>\nC. C. di Alessandria \u201cSan Michele\u201d<br \/>\nstrada statale per Casale 50\/A<br \/>\n15121 Alessandria<br \/>\nItalia [Italy]<\/p>\n<h3>Operazione Renata<\/h3>\n<p>Am 19. Februar 2019 wurden im Trentino 7 Gef\u00e4hrt*innen verhaftet. Ihnen wurde eine subversive Vereinigung mit dem Ziel des Terrorismus (Artikel 270 bis) und ein Angriff zu terroristischen Zwecken oder Subversionen (Artikel 280) vorgeworfen. Zus\u00e4tzlich zu den Verhaftungen wurden mehr als 30 Hausdurchsuchungen durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Am 9. Mai wurden f\u00fcnf Anarchist*innen, die f\u00fcr diese repressive Operation inhaftiert waren, zum Hausarrest \u00fcberf\u00fchrt: Agnese (die erst k\u00fcrzlich in den neuen AS2-Abschnitt im Gef\u00e4ngnis von L\u2019Aquila versetzt wurde), Giulio, Roberto (die in Tolmezzo festgehalten wurden), Andrea und Nicola (die in Ferrara festgehalten wurden).<\/p>\n<p>Nur der Gef\u00e4hrte Luca Dolce (bekannt als &#8222;Stecco&#8220;) blieb wegen anderer Urteile im Gef\u00e4ngnis. Bei einem anderen Gef\u00e4hrten, Sasha, der ebenfalls am 19. Februar verhaftet und sofort unter Hausarrest gestellt wurde, wurde als letzte &#8222;Vorsichtsma\u00dfnahme&#8220; (Strafmassnahme) Hausarrest zwischen 21.00 Uhr und 7.00 Uhr angeordnet.<\/p>\n<p>Stecco wurde aus dem Gef\u00e4ngnis von Tolmezzo (in der Provinz Udine) in das Gef\u00e4ngnis von Ferrara \u00fcberf\u00fchrt, genau gesagt in der Sektion AS2 (&#8222;Hochsicherheit 2&#8220;), wo die anarchistischen Gef\u00e4hrt*innen gefangen genommen werden, die k\u00fcrzlich in erster Instanz wegen der Operation &#8222;Scripta manent&#8220; verurteilt wurden.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz, nach einer Gerichtsentscheidung, dass die Vorw\u00fcrfe und erschwerenden Umst\u00e4nde des &#8222;Terrorismus&#8220; nicht zu halten waren, wurde auch der Vorwurf der &#8222;subversiven Vereinigung mit dem Zweck des Terrorismus und der Untergrabung der demokratischen Ordnung&#8220; (Art. 270bis), f\u00fcr den ein Teil der verhafteten Gef\u00e4hrt*innen zun\u00e4chst beschuldigt wurde, fallen gelassen. Die Anklage lautet nun &#8222;subversive Vereinigung&#8220; (Art. 270) (und nicht Art. 270bis).<\/p>\n<p>Die Anklagen, welche sich auf spezifische Tatsachen beziehen (&#8222;St\u00f6rung des \u00f6ffentlichen Dienstes&#8220;, &#8222;Sachbesch\u00e4digung&#8220;, &#8222;Sabotage von Telematikger\u00e4ten&#8220;, &#8222;Brandstiftung&#8220; und &#8222;Transport von explosiven Stoffen&#8220;) sind unver\u00e4ndert.<\/p>\n<p><strong>Die Adresse von Stecco:<\/strong><\/p>\n<p>Luca Dolce<br \/>\nC. C. di Ferrara<br \/>\nvia Arginone 32<br \/>\n44122 Ferrara<br \/>\nItalia [Italy]<\/p>\n<p><strong>Dies ist das Bankkonto f\u00fcr Solidarit\u00e4tsspenden f\u00fcr die Gefangenen von Trento:<\/strong><br \/>\nIBAN: IT04H3608105135138216260316268 (Name: bezerra kamilla)<br \/>\nBIC\/SWIFT code: PPAYITR1XXX<br \/>\nFREIHEIT F\u00dcR STECCO, RUPERT, AGNESE, SASHA, POZA, NICO, GIULIO<\/p>\n<h3>Der Artikel &#8222;41bis&#8220; in italienischen Gef\u00e4ngnissen<\/h3>\n<p>Im italienischen Strafvollzugssystem unterliegen die Gefangenen einer Vielzahl von Bedingungen. Je nach der Massnahme, der sie unterliegen, werden sie in einem bestimmten Abschnitt des Gef\u00e4ngnisses festgehalten.<\/p>\n<p>Der schlechteste Ort auf der Skala der im Gef\u00e4ngnissystem herrschenden Bedingungen ist die Massnahme &#8222;41bis&#8220;. Sie wurde vor 30 Jahren als vor\u00fcbergehende und dringende Ma\u00dfnahme eingef\u00fchrt, aber sie hat sich mit der Zeit eingeb\u00fcrgert und noch verschlimmert. Heute gibt es in diesem Regime der Inhaftierung 748 Gefangene, die in einem Dutzend Gef\u00e4ngnisabschnitten in ganz Italien eingesperrt sind.<\/p>\n<p><strong>Der Artikel &#8222;41bis&#8220; legt fest:<\/strong><br \/>\n&nbsp;Einzelhaft 23 Stunden pro Tag (in der nur einen Stunde au\u00dferhalb d\u00fcrfen sie sich mit maximal 3 anderen Gefangenen treffen)<br \/>\n&nbsp;Treffen nur mit unmittelbaren Familienmitgliedern (eine Stunde pro Monat), aber durch ein Glas, Kameras und Gegensprechanlage\/Telefon, wodurch jegliche Art von direktem Kontakt verhindert wird.&nbsp; Ausschluss von einer m\u00f6glichen Zulassung zu alternativen Ma\u00dfnahmen der Gef\u00e4ngnishaft. Interventionen von G.O.M. (Gruppi Operativi Mobili), einer Sonderpolizeigruppe der Strafvollzugspolizei, bekannt f\u00fcr ihre Schl\u00e4ge in Gef\u00e4ngnissen und die Massaker w\u00e4hrend der G8 in Genua 2001. Prozess durch eine Videokonferenz: Die Angeklagten k\u00f6nnen ihrem Prozess nur in einer speziell ausgestatteten Gef\u00e4ngniszelle \u00fcber eine Videoverbindung beiwohnen. Die Gef\u00e4ngniszelle wird von den Richtern und dem Strafvollzugspersonal \u00fcberwacht. Die Gefangenen haben so keine M\u00f6glichkeit, bei ihrem Prozess dabei zu sein. Zensur\/Beschr\u00e4nkung der Post, B\u00fccher, sonstiger Publikationen.<\/p>\n<p>Um diesen Bedingungen zu entkommen, m\u00fcsste die gefangene Person mit den Justizbeh\u00f6rden zusammenzuarbeiten. Dies h\u00e4tte aber nichts zu tun mit einer echten \u00dcberpr\u00fcfung der eigenen Verantwortung, sondern mit einem Zwang, der sich aus der allt\u00e4glichen Brutalit\u00e4t des 41bis ergibt. Das ist genau das, was passiert, wenn jemensch Opfer von Folter wird: die Person k\u00f6nnte alles tun, um ihr Leiden zu beenden.<\/p>\n<p>Notstandsgesetze und -massnahmen nehmen immer mehr zu, so dass alle Bedingungen des &#8222;41bis&#8220; \u2013 wohl unter anderen Namen und auf andere Arten &#8211; fr\u00fcher oder sp\u00e4ter bei anderen Abteilungen der italienischen Gef\u00e4ngnisse \u00fcbernommen werden.<\/p>\n<p>Das passiert gerade mit zwei Gef\u00e4hrtinnen, die in der Abteilung &#8222;Hochsicherheit&#8220; des Frauengef\u00e4ngnisses in L\u2019Aquila eingesperrt sind. Deshalb haben Silvia und Anna am 29. Mai den Hungerstreik begonnen: Ihr Ziel ist es nicht nur, verlegt zu werden, sie wollen, dass diese Gef\u00e4ngnisabschnitte geschlossen werden, so dass niemand sonst mehr solchen scheusslichen Bedingungen ausgesetzt werden kann. In Solidarit\u00e4t mit ihnen begannen andere Gef\u00e4hrt*innen den Hungerstreik.<\/p>\n<p><em>Wir k\u00f6nnen sie in diesem Kampf nicht allein lassen, wir m\u00fcssen ihre Stimmen aus diesem Grab herausholen!<br \/>\nGegen jedes Gef\u00e4ngnis, gegen die 41bis!<br \/>\nBrennt die Kn\u00e4ste nieder! Anarchist*innen aus Berlin.<br \/>\n(Solidarit\u00e4tserkl\u00e4rung aus Berlin, Juni 2019)<br \/>\n<a href=\"https:\/\/roundrobin.info\/2019\/06\/berlino-striscione-in-solidarieta-con-lo-sciopero-della-fame\/\">https:\/\/roundrobin.info\/2019\/06\/berlino-striscione-in-solidarieta-con-lo-sciopero-della-fame\/<\/a><\/em><\/p>\n<h3>Ende des Hungerstreiks von Silvia und Anna gegen das Gef\u00e4ngnis L\u2019Aquila (Italien)<\/h3>\n<p>Am 28. Juni 2019, nach 31 Tagen, beendeten Anna und Silvia offiziell ihren Hungerstreik. Zusammen mit ihnen hat Natasha (Operazione Prometeo) auch wieder angefangen zu essen, und wahrscheinlich wird Marco es tun, sobald er die Mitteilung erh\u00e4lt. Silvia wurde in das Gef\u00e4ngnis von Vallette (Turin) gebracht, um am Dienstag, den 2. Juli, an einem Prozess wegen einer R\u00e4umung in Turin teilnehmen zu k\u00f6nnen. (siehe <a href=\"https:\/\/insuscettibilediravvedimento.noblogs.org\/post\/2019\/06\/30\/it-torino-italia-2-07-2019-presenza-solidale-in-aula\/\">https:\/\/insuscettibilediravvedimento.noblogs.org\/post\/2019\/06\/30\/it-torino-italia-2-07-2019-presenza-solidale-in-aula\/<\/a> )<\/p>\n<p>Anna und Natasha werden sich einen Protest anderer Gefangener anschliessen, der momentan in der Abteilung 41bis im Gange ist: mit Plastikflaschen gegen die Gitterst\u00e4be zu schlagen. Anna und Silvia h\u00f6rten seit einiger Zeit jeden Tag ein Trommeln. Das erste Ger\u00e4usch war das einer Plastikflasche \u2013 denn Metallgegenst\u00e4nde k\u00f6nnen nicht in der Zelle aufbewahrt werden&nbsp;-, die immer wieder gegen die Gitterst\u00e4be der Zelle geschlagen wurde. In den folgenden Tagen wurde das Schlagen ein richtiger Chor und zu einem t\u00e4glichen Ritual. Es findet jeden Tag von 12 bis 12:30 Uhr statt und wird sicherlich von fast allen weiblichen Gefangenen solidarisch ausge\u00fcbt, \u00fcber die Teilnahme der m\u00e4nnlichen Gefangenen hingegen haben wir noch keine genauen Nachrichten.<\/p>\n<h4>Erkl\u00e4rung von Silvia und Anna zum Beginn ihres Hungerstreiks im Gef\u00e4ngnis von L\u2019Aquila<\/h4>\n<p>Silvia Ruggeri wurde am 7. Februar im Rahmen der repressiven Operation \u201cScintilla\u201d und der R\u00e4umung des Asilo Occupato in Turin verhaftet. Die anarchistische Gef\u00e4hrtin Anna Beniamino ist seit dem 6. September 2016 aufgrund der Operation \u201cScripta Manent\u201d inhaftiert. Am 24. April wurde sie erstinstanzlich zu 17 Jahren und vier weitere Gef\u00e4hrten zu 5 bis 20 Jahren Gef\u00e4ngnis verurteilt.<br \/>\n<em>Revolution\u00e4re Solidarit\u00e4t mit den Gef\u00e4hrt*innen im Hungerstreik und mit allen gefangenen Anarchist*innen!<\/em><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<strong>Hier ist der Text von Silvia und Anna:<\/strong><br \/>\n\u201e<br \/>\n\u201cWir sind seit fast zwei Monaten im Frauen-AS2-Abschnitt von L\u2019Aquila eingesperrt. Inzwischen ist es hier und drau\u00dfen bekannt, dass diese Haftbedingungen das aufgeweichte Produkt der angeblichen 41bis-Regierungsvorschriften sind. Wir sind sicher, dass es weder die M\u00f6glichkeit noch die Absicht gibt, eine Verbesserung der Situation zu verlangen, und zwar nicht nur wegen objektiver und struktureller Fragen, die sich auf unseren \u201cgelben Abschnitt\u201d (den alten 41-bis-Abschnitt) beziehen: Dieses Gef\u00e4ngnis ist fast vollst\u00e4ndig den Gefangenen des 41-bis-Regimes vorbehalten. so dass uns eine Vergr\u00f6\u00dferung der Maschen der Verordnung geschmacklos und nicht praktikabel erscheint.&nbsp;Wenn man bedenkt, dass ein paar Schritte von hier entfernt noch h\u00e4rtere Bedingungen zu finden sind, k\u00f6nnen wir uns kaum vorstellen, wie viele und wie viele seit Jahren k\u00e4mpfen und Disziplinarberichte und Strafprozesse anh\u00e4ufen. Hinzu kommt der ungeschickte Versuch des DAP (Department of Penitentiary Administration \u2013 Strafvollzugsbeh\u00f6rde), mit der Einrichtung einer gemischten anarcho-islamischen Sektion ihre B\u00fccher auszugleichen. Dies f\u00fchrte zu einem weiteren Verbot von Treffen mit anderen Gefangenen innerhalb derselben Sektion und zu einer weiteren Isolation (einer der Gefangenen), die bis heute andauert.<\/p>\n<p>H\u00e4ufig gibt es Haftbedingungen, die noch schlimmer sind als die in L\u2019Aquila. Doch ist das kein Grund, nicht dem entgegenzutreten, was sie uns hier aufzwingen. Wir werden dieses Brot nicht mehr essen: Am 29. Mai beginnen wir einen Hungerstreik, in dem wir die Verlegung aus diesem Gef\u00e4ngnis und die Schlie\u00dfung dieses abscheulichen Teils fordern\u201d.<br \/>\nSilvia und Anna\u201d<br \/>\n\u00dcbersetzung: <a href=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=7379\">https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=7379<\/a>\u201c<\/p>\n<h3>Operazione Scripta Manent<\/h3>\n<p><strong>\u00dcber das Urteil im Prozess &#8222;Scripta Manent&#8220;<\/strong><br \/>\nAm 24. April verk\u00fcndete das Beistandsgericht Turin die Strafe in erster Instanz f\u00fcr den Prozess &#8222;Scripta Manent&#8220; . Bei dieser repressiven Operatio wurden am 6. September 2016 f\u00fcnf Gef\u00e4hrt*innen verhaftet, und zwei weitere (Alfredo und Nicola) hatten die Nachricht \u00fcber die Untersuchungshaft erhalten, w\u00e4hrend sie bereits im Gef\u00e4ngnis f\u00fcr den Angriff auf Roberto Adinolfi vom 7. Mai 2012 waren (Alfredo Cospito und Nicola Gai waren bereits in Haft, da sie daf\u00fcr verurteilt wurden, Roberto Adinolfi, CEO von Ansaldo Nucleare, verletzt zu haben (Genua, 7. Mai 2012). Die Aktion wurde in einem Communiqu\u00e9 der &#8222;Nucleo Olga&#8220; der FAI\/FRI begr\u00fcndet. Im Prozess haben sich beide individuell zur Tat bekannt. Die beiden wurden f\u00fcr jeweils etwa 9 und 8 Jahre verurteilt.)<\/p>\n<p>Alfredo wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt, er wird verantwortlich gemacht f\u00fcr den Besitz und den Transport von Sprengstoffen im Zusammenhang mit der Bombe im Parco Ducale in der N\u00e4he der Parma RIS (&#8222;Department f\u00fcr wissenschaftliche Untersuchungen&#8220; der Carabinieri) vom 24. Oktober 2005 (der Vorwurf des Anschlags wurde fallengelassen, da dies unm\u00f6glich war, da der Z\u00fcnder der Bombe ausgeschaltet war), der Briefbombe, die am 2. November 2005 an den damaligen B\u00fcrgermeister von Bologna Cofferati geschickt wurde (hier lautet die Verurteilung Bombenanschlag sowie &#8222;Besitz und Transport von Sprengstoffen&#8220;), von Anschl\u00e4gen mit mehreren Sprengk\u00f6rpern an der Carabinieri-Schule in Fossano am 2. Juni 2006 und im Bezirk Crocetta in Turin am 7. M\u00e4rz 2007 (Verbrechen des &#8222;Massakers, das dadurch versch\u00e4rft wurde, dass das Ziel die Polizei gewesen w\u00e4re&#8220; \u2013 vom erschwerenden Umstand der politischen Motivation wurde Alfredo freigesprochen), die Versendung von Sprengstoffpaketen an den damaligen B\u00fcrgermeister von Turin (Chiamparino), an den Herausgeber der Zeitung &#8222;Torino Cronaca&#8220; (Giuseppe Fossati) und an COEMA Edilit\u00e0 (Unternehmen, das an der Umstrukturierung des CIE, &#8222;Identifikations- und Ausweisungszentrum&#8220; f\u00fcr Migrant*innen, beteiligt ist) im Juli 2006. Er ist auch beschuldigt, Unterst\u00fctzer der FAI (Federazione Anarchica Informale) zu sein, welche als &#8222;subversive Vereinigung mit terroristischen Zwecken&#8220; definiert wird. Der erschwerende Umstand der Transnationalit\u00e4t wurde fallengelassen.<\/p>\n<p>Anna wurde wegen der Bomben in Crocetta und Fossano (2006 und 2007) und der explosiven Pakete vom Juli 2006 (f\u00fcr die gleichen drei, f\u00fcr die Alfredo verurteilt wurde) sowie wegen einer &#8222;subversiven Vereinigung mit terroristischen Zwecken&#8220; als Unterst\u00fctzerin der FAI zu 17 Jahren Haft verurteilt.<\/p>\n<p>Nicola wurde wegen &#8222;subversiver Vereinigung mit terroristischen Zwecken&#8220; zu 9 Jahren Haft verurteilt.<\/p>\n<p>Marco und Sandro wurden wegen der Teilnahme an einer &#8222;subversiven Vereinigung mit terroristischen Zwecken&#8220; zu 5 Jahren verurteilt.<\/p>\n<p>Alle anderen Angeklagten wurden freigesprochen (f\u00fcr alle 23 Gef\u00e4hrt*innen war die Hauptanklage &#8222;subversive Vereinigung mit dem Ziel des Terrorismus und der Untergrabung der demokratischen Ordnung&#8220; und nur f\u00fcr einige Gef\u00e4hrt*innen der &#8222;Anstiftung zur Begehung eines Verbrechens&#8220; und &#8222;Terroranschlags&#8220;). Alle Verurteilten bleiben im Gef\u00e4ngnis, w\u00e4hrend Danilo aus dem Gef\u00e4ngnis entlassen wird und Valentina den Hausarrest verl\u00e4sst (in diesen wurde sie im Dezember 2017 vom Rebibbia-Gef\u00e4ngnis in Rom aus verlegt).<br \/>\nDas Gericht hat ab dem 24. April 90 Tage Zeit f\u00fcr die Urteilsbegr\u00fcndung.<\/p>\n<p><strong>Hier die Adressen der Gef\u00e4hrt*innen :<\/strong><\/p>\n<p>Alfredo Cospito, Nicola Gai und Alessandro Mercogliano.<br \/>\nC. C. di Ferrara, \u00fcber Arginone 327, 44122 Ferrara, Italien.<\/p>\n<p>Marco Bisesti<br \/>\nC. C. di San Michele, strada statale per Casale 50\/A, 15121 Alessandria, Italien.<\/p>\n<p>Anna Beniamino<br \/>\nC. C. de L\u2019Aquila, via Amiternina 3, localit\u00e0 Costarelle di Preturo, 67100 L\u2019Aquila, Italien.<\/p>\n<p><strong>Spenden Scripta Manent<\/strong><br \/>\nPostepay Kartennummer: 5333 1710 7777 2446<br \/>\nF\u00fcr eine \u00dcberweisung: Schickt ne Mail an cassamanent@tutanota.com und sie senden die IBAN-Koordinaten und alle Angaben.<\/p>\n<p><strong>Der anarchistische Gef\u00e4hrte Marco Bisesti in Isolation vom 6. Mai 2019:<\/strong><br \/>\nWir erfahren, dass Marco Bisesti ab dem 6. Mai 10 Tage lang in Isolation war. Dies, nachdem Mitte April ein verbaler Streit mit einer Wache stattfand, der einen Hydranten gegen einen H\u00e4ftling in Einzelhaft auf der Etage unter der Zelle, in der Marco eingesperrt ist, einsetzen wollte.<br \/>\nFreiheit f\u00fcr alle!<br \/>\nQuellen:<a href=\"https:\/\/publish.barrikade.info\/insuscettibilediravvedimento.noblogs.org\">insuscettibilediravvedimento.noblogs.org<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/roundrobin.info\/2019\/05\/italy-about-the-sentence-in-scripta-manent-trial-and-update-on-comrade-marco-bisesti\/\">https:\/\/roundrobin.info\/2019\/05\/italy-about-the-sentence-in-scripta-manent-trial-and-update-on-comrade-marco-bisesti\/<\/a><\/p>\n<p><strong>Aktuelles zum Hungerstreik<\/strong><br \/>\nAlfredo Cospito, seit dem 29. Mai im Hungerstreik in Solidarit\u00e4t mit den Gef\u00e4hrtinnen Anna und Silvia, hat 15 Kilo abgenommen, sagt aber, es geht ihm gut. Er fing an, Zucker einzunehmen. Er bekr\u00e4ftigte, dass er den Streik erst beenden werde, wenn die beiden Gef\u00e4hrtinnen im Gef\u00e4ngnis von L\u2019Aquila diesen beenden w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Am 24. Juni 2019 musste der anarchistische Gefangene Alfredo Cospito den Hungerstreik beenden.<br \/>\nStecco (Luca Dolce), seit dem 29. Mai ebenfalls im Hungerstreik, unterbrach den Streik am 17. Juni, nachdem er zu viele Kilos verloren hatte.<\/p>\n<h3>Operazione Panico<\/h3>\n<p>Die Operazione Panico umfasste acht Verhaftungen, einige Hausdurchsuchungen und die R\u00e4umung der &#8222;La Riottosa&#8220;-Besetzung in Florenz am 3. August 2017.<\/p>\n<p>Giovanni, Ghespe und Paska werden beschuldigt, am 1. Januar 2017 einen explosiven Anschlag auf die faschistische Buchhandlung \u201cIl Bargello\u201d ver\u00fcbt zu haben, bei dem ein*e Polizist*in schwer verletzt wurde.<\/p>\n<p>F\u00fcr die inhaftierten anarchistischen Gef\u00e4hrten Giovanni und Paska wurde Hausarrest angeordnet.<br \/>\nAm Freitag, den 21. Juni, wurde nach fast zwei Jahren Haft auch Hausarrest f\u00fcr Ghespe angeordnet. Der Hausarrest umfasst alle m\u00f6glichen Restriktionen, es gibt aber die M\u00f6glichkeit, dreimal pro Woche eine Stunde Gespr\u00e4che zu f\u00fchren.<\/p>\n<h4>Trentino, Manifest \u00fcber die Operazione Panico, Ghespe im Hungerstreik<\/h4>\n<p><strong>EIN AUFLEUCHTEN DER ERINNERUNG UND DER RACHE.<\/strong><br \/>\nAm Silvesterabend 2017 fanden die Digos in Florenz ein handwerkliches Ger\u00e4t in den Rolladen der mit Casapound verbundenen faschistischen Buchhandlung \u201eil Bargello\u201c. Ohne Schutz haben sie eingegriffen und vielleicht wegen der Feierlichkeiten betrunken, l\u00e4sst ein Polizist des Sprengkommandos es zu, dass das handwerkliche Ger\u00e4t vor seinem Gesicht expldiert und wird schwer verletzt.<br \/>\nEtwa einen Monat sp\u00e4ter wird die Operation Panico begonnen, bei der in zwei verschiedenen Razzien Vorsichtsma\u00dfnahmen gegen verschiedene Anarchisten und Anarchistinnen getroffen werden, darunter einige Hausarreste und Inhaftierungen. Gleichzeitig werden auch die zehnj\u00e4hrigen Squats \u201eVilla Panico\u201c und \u201ela Riottosa\u201c ger\u00e4umt.<\/p>\n<p>Neben krimineller Vereinigung und anderen geringf\u00fcgigen Verbrechen werden die Gef\u00e4hrt*innen in verschiedenen Punkten f\u00fcr zwei weitere Sch\u00e4den am ehemaligen Sitz der faschistischen Buchhandlung angeklagt.<\/p>\n<p>F\u00fcr den \u201eSilvesterknall\u201c sitzen drei Gef\u00e4hrt*innen- Giovanni, Vespertino und Paska \u2013 seit mehr als einem Jahr im Gef\u00e4ngnis, auch wegen versuchten Mordes an dem Polizisten. Am 22. Juli wird das Gericht das Urteil in der ersten Instanz erlassen.<\/p>\n<p>Wir sind nicht daran interessiert, ob die Gef\u00e4hrt*innen diese Aktionen tats\u00e4chlich durchgef\u00fchrt haben. Wir m\u00fcssen nur ihre Lebensentscheidungen kennen, die sich aus der Ablehnung von Faschismus, Rassismus und Unterdr\u00fcckung sowie der Gesellschaft, die sie hervorbringt, ergeben. Wir wissen, dass sie nie wahllose Gewalt ausge\u00fcbt haben, geschweige denn gegen\u00fcber denen, die kein Geld oder \u201eausreichende\u201c Dokumente in der Tasche haben. Wir wissen, dass sie den Krieg zwischen den Armen nie angeheizt haben. Wir wissen auch, dass vor einer gewissen Frevelhaftigkeit, diese Gef\u00e4hrt*innen einen fairen und vor allem konsequenten Hass haben.<\/p>\n<p>Zwischen neonazistischen Treffen \u00fcber die Familie und auf See get\u00f6teten Migrant*innen, zwischen einem Innenminister, der die Lizenz zum T\u00f6ten f\u00fcr die Polizei fordert, und Casapound, die die B\u00fccher ver\u00f6ffentlicht, die Faschist*innen weiter schlagen, t\u00f6ten, vergewaltigen oder drohen (wie in Viterbo und Casal Bruciato). Viele Leute sagen, dass es eine schlechte Sache ist. Wer wird uns besch\u00fctzen? Die Verfassung? Die Carabinieri? Oder jene \u201eAntifaschist*innen\u201c der Partei, die erst jetzt \u201eBella Ciao\u201c wiederentdecken, nachdem sie Konzentrationslager f\u00fcr Migrant*innen er\u00f6ffnet hatten (damals CPT, dann CIE, jetzt CPR), die Strassen mit Soldat*innen f\u00fcllten, ein \u201eSicherheitspaket\u201c nach dem anderen starteten, die \u201eJungen von Sal\u00f2\u201c rehabilitierten, die libysche Regierung und ihre Lager finanzierten\u2026?<br \/>\nWillkommen zum anderen Aufleuchten der Erinnerung und Rache, um sich daran zu erinnern, wer die Faschist*innen sind und dass es richtig ist, sie zu treffen.<\/p>\n<p><em>SOLIDARIT\u00c4T MIT DEM ANGEKLAGTEN DER OPERAZIONE PANICO<br \/>\nFREIHEIT F\u00dcR GIOVANNI, PASKA UND VESPERTINO<br \/>\nAnarchist*innen von Trient und Rovereto<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/panopticon.blogsport.eu\/2019\/05\/31\/italien-trentino-manifest-ueber-die-Operation-panico-ghespe-im-hungerstreik\/\">http:\/\/panopticon.blogsport.eu\/2019\/05\/31\/italien-trentino-manifest-ueber-die-Operation-panico-ghespe-im-hungerstreik\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=7459\">https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=7459<\/a><\/p>\n<h4>P.S.<\/h4>\n<p>Bild:<br \/>\nAn einem Kran im historischen Herzen von L\u2019Aquila wurde im Juni 2019 ein langes schwarzes Banner aufgeh\u00e4ngt: \u00abSCHLIESST die AS2 von L\u2019AQUILA\u00bb \u00ab41bis = FOLTER\u00bb<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.autistici.org\/macerie\/?p=33642#more-33642\">https:\/\/www.autistici.org\/macerie\/?p=33642#more-33642<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: barrikade Kein Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit. Einige Re-Posts. Stand 1. Juli 2019. Danke an alle \u00fcbersetzenden Gef\u00e4hrt*innen! FREIHEIT F\u00dcR ALLE GEFANGENEN Operazione Scintilla Am 7. Februar 2019 wurde das seit 1995 besetzte Squat &#8222;Asilo occupato&#8220; in Turin im Rahmen der &#8222;Operazione Scintilla&#8220; ger\u00e4umt. 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