{"id":4906,"date":"2018-07-03T18:13:35","date_gmt":"2018-07-03T16:13:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-wien.net\/?p=4906"},"modified":"2018-07-03T22:28:26","modified_gmt":"2018-07-03T20:28:26","slug":"wie-gegen-den-google-campus-kampfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=4906","title":{"rendered":"Wie gegen den Google-Campus k\u00e4mpfen?"},"content":{"rendered":"<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/anarchistischebibliothek.org\/library\/anonym-wie-gegen-den-google-campus-kampfen\">anarchistischebibliothek.org<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em><strong><a href=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/?attachment_id=4907\" rel=\"attachment wp-att-4907\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-4907 alignnone\" src=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Shitstorm-300x192.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Shitstorm-300x192.jpg 300w, https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Shitstorm-768x491.jpg 768w, https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Shitstorm-1024x654.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em><strong>Entnommen aus: SHITSTORM \u2013 Anarchistische Zeitung, Berlin, Januar 2018, Nr. 2<\/strong> <\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/anarchistischebibliothek.org\/library\/anonym-wie-gegen-den-google-campus-kampfen.pdf\">reines PDF&nbsp;<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/anarchistischebibliothek.org\/library\/anonym-wie-gegen-den-google-campus-kampfen.a4.pdf\">A4 Brosch\u00fcren PDF<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/anarchistischebibliothek.org\/library\/anonym-wie-gegen-den-google-campus-kampfen\">weitere Formate<\/a><\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\">Wie gegen den Google-Campus k\u00e4mpfen?<br \/>\n<small id=\"text-subtitle\">Ein Vorschlag<\/small><\/h4>\n<div id=\"thework\">\n<p class=\"text-justify\">Auf die Frage, <em>wie<\/em> gegen den Google-Campus k\u00e4mpfen, bzw. ihn zu verhindern, l\u00e4sst sich unterschiedlich antworten. Die Antwort ist abh\u00e4ngig von der Perspektive des Kampfes selbst. Der folgende Vorschlag richtet sich nicht nur an Anarchist*innen, auch wenn er sich als ein anarchistischer versteht. Er kann von all jenen geteilt werden, die nicht nur den Google-Campus verhindern wollen, sondern g\u00e4nzlich andere Verh\u00e4ltnisse suchen.<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Der geplante Google-Campus in Berlin-Kreuzberg reiht sich in das Projekt der herrschenden Strukturen ein, die Macht von Staat und Kapital neu zu strukturieren (u.a. die Digitalisierung der \u00d6konomie und der Warenstr\u00f6me, Technologisierung der Kontrolle und Repression, Kommerzialisierung des Alltags, \u2026). In Berlin-Kreuzberg wird diese Restrukturierung vor allem durch neue Bauprojekte sichtbar. Sei es durch das Vorhaben eines Zalando-Geb\u00e4udes auf der ehemals besetzten und ger\u00e4umten Cuvrybrache, der neuen Factory am G\u00f6rli (der gr\u00f6\u00dfte Start-Up-Komplex Europas), die weiterhin stattfindende Ver\u00e4nderung der Oranienstra\u00dfe, in welcher die Er\u00f6ffnung des Oranien-Luxushotels eine neue Qualit\u00e4t darstellt, oder eben des geplanten Google-Campus in der Ohlauer Stra\u00dfe. Mit anderen Worten: Es vollzieht sich eine graduelle Ver\u00e4nderung des Viertels, die sich in eine Verfeinerung der Herrschaftsverh\u00e4ltnisse insgesamt einreiht.<!--more-->Es geht darum, die Baupl\u00e4ne in Berlin oder anderswo nicht als isolierte Bauvorhaben zu betrachten, sondern als eine globale Ver\u00e4nderung der Machtverh\u00e4ltnisse auf \u00f6konomischer, politischer und sozialer Ebene. Wie diese Liste neuer Vorhaben von Staat und Kapital \u00fcber mehrere Seiten fortgef\u00fchrt werden k\u00f6nnte, so k\u00f6nnte man jedem neuen Bauvorhaben hinterherlaufen und \u201enur\u201c in einem Abwehrkampf verweilen. Die Entscheidung, sich ein Projekt der Herrschaft herauszunehmen, zu fokussieren, \u00fcber einen Abwehrkampf hinauszugehen, ein eigenes antagonistisches Projekt zu entwickeln, speist sich vor allem aus einer Intensivierung der Qualit\u00e4t eines Angriffs auf die Herrschaft \u2013 auf ihre Profiteur*innen, Verfechter*innen und Diener*innen. Diese Wahl reiht sich somit ein in einen Kampf gegen Herrschaft allgemein \u2013 ob in Kreuzberg, Berlin oder international.<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Die Perspektive sollte nicht auf einen \u201eKiez-Kampf\u201c beschr\u00e4nkt sein, sie sollte auf eine generalisierte Revolte gegen jegliche Herrschaft und Autorit\u00e4t abzielen: auf die Umw\u00e4lzung der gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse. Ausgehend von dieser Perspektive, sowie der Wahl des Angriffsziels, ergeben sich die folgenden vorgeschlagenen Methoden eines Vorgehens gegen den Google-Campus Berlin, f\u00fcr eine Welt ohne Herrschaft, Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung.<\/p>\n<h4 id=\"toc1\">Selbstorganisiert<\/h4>\n<p class=\"text-justify\">Der Kampf gegen den Google-Campus sollte selbstorganisiert sein. Dies bedeutet, dass die Beteiligten in einem direkten Verh\u00e4ltnis mit der Konfrontation stehen \u2013 ohne eine repr\u00e4sentierende Gruppe oder Person, die f\u00fcr sie redet oder handelt. Im Gegenteil: die beteiligten Personen organisieren sich und handeln nach ihren eigenen Ideen und Kapazit\u00e4ten, ohne Appell an Staat und Kapital oder deren Repr\u00e4sentant*innen wie z.B. Politiker*innen. Dies geht vor allem darauf zur\u00fcck, dass sich durch einen Appell an Politik und Verantwortliche die Handlung aus den eigenen H\u00e4nden auf den politischen Tisch verschiebt. Dort ist die Diskussion \u00fcber die Verhinderung des Google-Campus lediglich denen \u00fcberlassen, die (wie im Senat zu h\u00f6ren war) ein Interesse am Google-Campus in Berlin haben oder sonstige Machtpolitische Interessen verfolgen.<\/p>\n<p class=\"text-justify\">So wie es keinen Dialog mit Parteien und Verantwortlichen geben sollte, gibt es keinen Dialog mit der Presse. Die Presse steht, unabh\u00e4ngig ob sie positiv oder negativ schreibt, in der Logik des kapitalistischen Systems. Die Ereignisse und Informationen werden durch eine journalistische Verarbeitung vermarktbar gemacht. Es z\u00e4hlt der spektakul\u00e4re Charakter, der Verkaufswert der Information. Die Berichterstattung und Kommunikation untereinander im Kiez und dar\u00fcber hinaus, sollte durch eigene Projekte erfolgen, wie z.B. durch eigene Flyer, Zeitungen, Plakate, Diskussionsabende, spontane Demonstrationen, Begegnungen und direkte Aktionen. Wenn wir die Politik ablehnen f\u00fcr uns zu reden, m\u00fcssen wir auch die Presse ablehnen f\u00fcr uns zu schreiben.<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Zum Beispiel auch das Warten auf \u201edie gro\u00dfe Demonstration\u201c steht einer Selbstorganisation entgegen. Selbstorganisiert zu agieren bedeutet, aus der eigenen Initiative heraus zu denken und dann zu handeln anstatt zu warten, bis jemand anderes dies f\u00fcr mich tut oder organisiert.<\/p>\n<h4 id=\"toc2\">Sozial und Anti-Politisch<\/h4>\n<p class=\"text-justify\">Das politische Vorgehen von Parteien oder Gruppen strebt unter anderem die Verwaltung des Protestes, sowie den Wachstum der eigenen (politischen) Macht an. Die Quantit\u00e4t, bzw. die Masse, spielt eine zentrale Rolle im politischen Kalk\u00fcl \u2013 durch eine Masse kann politischer Druck ausge\u00fcbt und Interessen der jeweiligen Gruppe durchgesetzt werden. Kurz: Das Anwachsen und die Quantit\u00e4t eines Protests, sowie deren Kontrolle steht im Mittelpunkt eines politischen Vorgehens. Um um jeden Preis eine Massenbewegung zu werden, stirbt der politische Kampf, wie auch viele Kampagnen \u2013 in der Akzeptanz des kleinst m\u00f6glichen Nenners.<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Der anarchistische Vorschlag eines anti-politischen Kampfes sucht viel eher nach einer Qualit\u00e4t. Dieses Vorgehen verl\u00e4sst das politische Feld vollkommen. Es geht nicht darum, eine politische Macht aufzubauen, sondern darum, auf einer sozialen Basis zu intervenieren. Jedoch ohne sich dieser sozialen Basis unterzuordnen, um die individuelle Tat nicht zu vernachl\u00e4ssigen.<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Diese Selbstverwaltung verneint die Verwaltung eines limitierten Zieles, sie wird praktisch durch den Angriff auf die Herrschaftsverh\u00e4ltnisse, mit der Perspektive der gesellschaftlichen Umw\u00e4lzung.<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Der Ausgangspunkt dabei ist die soziale Spannung. Der Kampf gegen den Google-Campus sollte in einem Bezug zur sozialen Basis stehen, in der Kreuzberg oder ganz Berlin als eine Interventionsbasis verstanden wird und nicht als Intervention von isolierten Kleingruppen. Die soziale Basis kann beispielsweise durch Kontaktpunkte, Begegnungsorte, einzelne oder regelm\u00e4\u00dfige Aktionen und Angriffe gef\u00fchlt werden. Auch um ein Verst\u00e4ndnis des Kampfes gegen den Google-Campus und einer damit verbundenen Herrschaftskritik zu schaffen, sowie Diskussionen innerhalb eines Konfliktes zu erm\u00f6glichen und die Angriffe auf sozialer Ebene zu verbreiten. Dieses \u201egesellschaftliche\u201c Verst\u00e4ndnis offenbart auch die Trennlinie zu den Bef\u00fcrworter*innen des Google-Campus sowie der Kontrolle durch Technologie.<\/p>\n<h4 id=\"toc3\">Unabh\u00e4ngig und Selbstbestimmt<\/h4>\n<p class=\"text-justify\">Die Aufrechterhaltung einer Unabh\u00e4ngigkeit erm\u00f6glicht es, dass der Kampf nicht (so einfach) durch eine Gruppe vereinnahmt werden kann, wie er gleichzeitig Machtverh\u00e4ltnisse durch Repr\u00e4sentation zerschl\u00e4gt. Eine Abh\u00e4ngigkeit von beispielsweise Parteien und deren Stiftungen oder Medien weitet den Handlungsrahmen nicht etwa aus. Sie konzentriert ihn auf einen Bereich, der f\u00fcr die (politische) Macht angenehm ist, da er kontrollierbar ist.<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Unabh\u00e4ngigkeit und Selbstbestimmung bedeutet nicht nur dem Staat gegen\u00fcber autonom zu sein, sondern auch im individuellen Handeln selbst. Dies bedeutet, dass ein autonomer Kampf keine (festen) Spezialist*innen innerhalb der Beteiligten zulassen kann. Sicherlich gibt es Aktionsfelder, in der sich der Eine oder die Andere besser auskennt, oder es scheint gut, in gewissen Sachen eine Aktionsteilung zu machen. Jedoch darf dies nicht zu einer Schaffung von Abh\u00e4ngigkeiten von Spezialist*innen in den \u201eeigenen Reihen\u201c f\u00fchren. Der Vorschlag diesem zu entgehen, besteht in der Teilung und Verbreitung von Information und Wissen. Ob zum Google-Campus selbst oder \u00fcber unterschiedliche Aktionsfelder. Es geht darum, selbst Verantwortung zu \u00fcbernehmen und selbst zu handeln.<\/p>\n<h4 id=\"toc4\">Informelle Organisierung<\/h4>\n<p class=\"text-justify\">Auf der organsatorischen Ebene schlagen wir die Informalit\u00e4t vor. Dies bedeutet, dass es keine formelle Gruppe gibt (kein Zentrum des Kampfes gegen den Google-Campus), keine \u201eGruppenidentit\u00e4t\u201c und kein Mitgliedsausweis. Stattdessen schlie\u00dfen sich die Beteiligten nach Affinit\u00e4ten zusammen (auch wenn es nur f\u00fcr eine Aktion ist). Die informelle Organisierung erm\u00f6glicht einen breiten und zugleich diversen Handlungsspielraum, sie erm\u00f6glicht allen zu handeln, ohne um Erlaubnis bei irgendeiner Gruppe fragen zu m\u00fcssen. Die informellen Gruppen gr\u00fcnden auf Affinit\u00e4t, also auf geteilten Ideen und einer Vertrauensbasis unter den Individuen. Die einzelnen Affinit\u00e4tsgruppen k\u00f6nnen sich jedoch in der Praxis unterscheiden und stehen sich nicht unbedingt entgegen. Diese Affinit\u00e4t, gemeinsame Ideen, W\u00fcnsche und Vertrauen, k\u00f6nnen nur in der Begegnung gefunden werden. Dies f\u00fchrt wieder zum Punkt der sozialen Basis und der Schaffung von (kontinuierlichen) R\u00e4umen und Situationen, die dies erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Die informelle Organisierung ben\u00f6tigt eine Koordination, damit die beteiligten Einzelpersonen und Gruppen nicht zwangsl\u00e4ufig isoliert sind. Diese Koordination braucht kein Zentrum, sondern funktioniert am besten durch diverse Projekte. Diese Zeitschrift kann dazu beitragen, genauso wie das Anti-Google-Cafe face2face, gr\u00f6\u00dfere Diskussionsabende, regelm\u00e4\u00dfige Aktionen, \u2026 Das Ziel der Koordination muss nicht zwangsl\u00e4ufig eine gemeinsame Aktion sein. Es geht um eine r\u00e4umliche Sichtbarkeit eines Kampfes gegen den Google-Campus, sowohl f\u00fcr Interessierte, als auch Beteiligte. In den letzten Monaten zeigte sich, dass das Vorgehen und die Pl\u00e4ne von Google und Staat am liebsten im Verborgenen gehalten wurden. Ein Austausch unter den Mitstreiter*innen erm\u00f6glicht es somit, Informationen \u00fcber den Google-Campus zu verbreiten.<\/p>\n<h4 id=\"toc5\">Gegen-Information<\/h4>\n<p class=\"text-justify\">Seit sich Widerstand gegen den Google-Campus regt wird klar, dass sich einerseits Google als soziale Organisation und \u201enichts-b\u00f6se-wollendes\u201c Unternehmen verkauft, und andererseits viele Menschen nichts \u00fcber Google und dessen Machenschaften wissen. Ein Schwachpunkt Googles ist sicherlich das Image, das sie mit allen Mitteln, wie Charme-Offensiven im Kiez, verteidigen. Es geht nicht darum Google als \u201eb\u00f6sen Ami-Konzern\u201c darzustellen, sondern die Rolle von Google innerhalb der Entwicklung der Verfeinerung der Herrschaft durch Technologie zu erkennen. Und dass diese ebenso von Politik und Wirtschaft gef\u00f6rdert wird. Dies erm\u00f6glicht es, den Kampf gegen den Google-Campus mit anderen Konflikten zu verkn\u00fcpfen.<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Die Gegen-Information, also die Verbreitung von Informationen \u00fcber Google und dessen Forschungsfelder ist ein wichtiger Punkt. Sie darf sich jedoch nicht lediglich auf einen kleinen Kreis Interessierter beschr\u00e4nken, sondern sollte auf vielf\u00e4ltigen Ebenen passieren. Denn wenn die Angriffe gegen den Google-Campus nicht verstanden werden, laufen sie Gefahr in einem \u201eKlein-Krieg\u201c zwischen Google und seinen Feind*innen zu Enden, der die soziale Spannung vernebelt und die M\u00f6glichkeit einer sozialen Revolte negiert.<\/p>\n<h4 id=\"toc6\">Direkter Angriff<\/h4>\n<p class=\"text-justify\">Direkter Angriff bedeutet den Google-Campus und ihre Verantwortlichen ohne Umwege, zum Beispiel \u00fcber staatliche Institutionen, anzugreifen. Die Frage des legalen Rahmens stellt sich dabei nicht, da das Betteln um Erlaubnis (z.B. f\u00fcr eine Demonstration) die staatlichen Strukturen akzeptiert, anstatt sie als ein Teil der Verantwortlichkeit f\u00fcr das Bestehende erkennt. Somit kann die Wahl der Mittel nicht abh\u00e4ngig vom staatlich gesetzten Rahmen sein. Der Google-Campus Berlin l\u00e4sst sich nur verhindern, wenn es auf breiter Ebene Angriffe gegen dieses Vorhaben gibt. Es geht nicht um eine Hierarchisierung von Mitteln: ein Gespr\u00e4ch mit der Nachbarin ist nicht \u201eweniger Wert\u201c als ein Flyer oder eine direkte Attacke. Entscheidend sind Eigeninitiative, Entschlossenheit, Kontinuit\u00e4t, eigene Kreativit\u00e4t, und eben eine Vielfalt von Angriffen (die sich nicht nur auf das Geb\u00e4ude in der Ohlauer Stra\u00dfe beziehen, sondern auf alle Verantwortlichkeiten f\u00fcr den Google-Campus Berlin). Der direkte Angriff sucht nicht nach einer Vers\u00f6hnung mit der Herrschaft, sondern zielt auf die Zuspitzung der sozialen Spannungen ab, die in Kreuzberg deutlich ist.<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Google versucht in einem Viertel Fu\u00df zu fassen, das rasant zur Ver\u00e4nderung gedr\u00e4ngt wird. Zum Nachteil von \u00e4rmeren Menschen und \u201eAusgeschlossenen\u201c. Im Kampf gegen den Google-Campus konzentrieren sich unterschiedliche Motive f\u00fcr die Verhinderung: von Verdr\u00e4ngung aus dem Kiez, \u00fcber Datenmissbrauch von Google, bis zu Herrschafts- und Technologiekritik. Eine \u201eVerkn\u00fcpfung\u201c dieser Motive kann durch eine geteilte Zuspitzung eines sozialen Konfliktes m\u00f6glich sein: der Verweigerung, den Konflikt politisch zu l\u00f6sen, dem Widersetzen gegen jeglichen Versuch den Widerstand zu kontrollieren und dem Entgegenstehen einer Befriedung des Konfliktes.<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: anarchistischebibliothek.org Entnommen aus: SHITSTORM \u2013 Anarchistische Zeitung, Berlin, Januar 2018, Nr. 2 reines PDF&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; A4 Brosch\u00fcren PDF&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; weitere Formate Wie gegen den Google-Campus k\u00e4mpfen? Ein Vorschlag Auf die Frage, wie gegen den Google-Campus k\u00e4mpfen, bzw. ihn zu verhindern, l\u00e4sst sich unterschiedlich antworten. Die Antwort ist abh\u00e4ngig von der Perspektive des Kampfes selbst. Der folgende [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[114,117,119],"tags":[667,669,670,671,668],"class_list":["post-4906","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-anarchismus","category-broschurezeitschriftbuch","category-direkte-aktionenangriffe","tag-anarchistische-bibliothek","tag-google","tag-google-campus-berlin","tag-shitstorm-anarchistische-zeitung","tag-text"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4906"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4906"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4906\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4911,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4906\/revisions\/4911"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4906"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4906"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4906"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}