{"id":3614,"date":"2017-02-24T16:27:41","date_gmt":"2017-02-24T15:27:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-wien.net\/?p=3614"},"modified":"2017-02-26T16:36:29","modified_gmt":"2017-02-26T15:36:29","slug":"uber-die-operation-buyo-weiterer-schlag-gegen-gabriel-pombo-da-silva-in-galizien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=3614","title":{"rendered":"\u00dcber die Operation Buyo, weiterer Schlag gegen Gabriel Pombo da Silva in Galizien"},"content":{"rendered":"<p>(gefunden auf: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/204837\" target=\"_blank\">linksunten.indymedia.org<\/a>)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3615\" src=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/1421752366.thumbnail.jpg\" alt=\"\" width=\"142\" height=\"200\"\/>Vergangene Wochen, erfuhren wir mittels der b\u00fcrgerlichen Presse \u00fcber ein neues repressives \u201eSpektakel\u201c das am 24. Januar in der N\u00e4he von Vigo(Galizien-Spanien) stattfand. Die einzigen Infos die dar\u00fcber zu finden waren, waren die der Medien und jetzt haben sich endlich Gef\u00e4hrtInnen, unter anderem Gabriel Pombo da Silva, zu Wort gemeldet und einige der letzten Infos k\u00f6nnen korrigiert werden. Dennoch sind bis jetzt ein paar Infos widerspr\u00fcchlich und noch nicht hundertprozentig klar.<\/p>\n<div class=\"content\">\nProtagonist*innen waren ein 60 k\u00f6pfiges Aufgebot der Guardia Civil und Zivilcops, welche das Haus (sogar das Gem\u00fcsebeet) von Gabriel Pombo da Silva und Elisa Di Bernardo durchsuchten und zerlegten. Wie \u00fcblich wurden sie in den fr\u00fchen Morgenstunden gewaltt\u00e4tig geweckt, fixiert und voneinander getrennt. Die Cops waren auf der Suche nach Waffen und Sprengstoff. Die Hausdurchsuchung dauerte um die acht Stunden an und es wurde nichts gefunden. Die Cops verwendeten auch Sp\u00fcrhunde und den letzten Schrei an Radarschnickschnack, aber unter den beschlagnahmten Gegenst\u00e4nden waren die \u201el\u00e4ufigen\u201c typischen anarchistischen Texte, sowie Fotoapparate, mehrere Stadtpl\u00e4ne, ein paar Kabel und unbrauchbare Handys.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Elisa, die mehrere Male angedroht wurde festgenommen zu werden wenn sie nicht das Versteck der Waffen preisgeben w\u00fcrde, freigelassen wurde, wurde Gabriel mit der Anklage des \u201eillegalen Waffenbesitzes , des Waffen- und Sprengstoffhandels, sowie Mitglied einer bewaffneten Gruppe zu sein\u201c, festgenommen.<br \/>\nNach 24 Stunden Gewahrsam, wurde er letztendlich wieder raus gelassen und die Taten k\u00f6nnten bittererweise wieder rekonstruiert werden.<\/p>\n<p>Die Widerspr\u00fcche der Informationen die wir oben erw\u00e4hnten, lassen sich bei der Festnahme einer weiteren Person festmachen, n\u00e4mlich an Carmen Otrero. Auch wenn aus der Ferne es schwierig ist dazu eine Stellungnahme abzugeben, ist es wichtig darauf hinzuweisen das es von einigen anarchistischen Gruppen vermieden wird diese als eine \u201eGef\u00e4hrtin\/Genossin\u201c zu betrachten. Vor allem weil eine gewisse Zeit lang alle Informationen nur Seitens der Cops und der Medien kamen. Jetzt hat Gabriel dazu auch einen Brief geschrieben wo er dies selber aufkl\u00e4rt. Dennoch sind wir hier nicht jene die sich einmischen werden, sondern wir finden es wichtig auch weiter dar\u00fcber zu berichten. Hier der Brief von Gabriel:<\/p>\n<p>\u201e<i>Drinnen wie drau\u00dfen\u201c wird dieselbe reaktion\u00e4re Arroganz gesp\u00fcrt. Die Handlanger jeder Art und Kondition brauchen \u201eZusatzstoffe und F\u00e4rbungen\u201c um die \u201eRealit\u00e4t\u201c die f\u00fcr sie nachteilig ist zu vers\u00fc\u00dfen.<\/i><\/p>\n<p>\u201e<i>Die Journalisten\u201c sind besorgter um ihre eigenen Schei\u00dfe zu verkaufen anstatt die Wahrhaftigkeit dessen was sie ver\u00f6ffentlichen zu beweisen.<\/i><\/p>\n<p><i>Was aber \u201e\u00fcberraschend\u201c ist (oder auch nicht), ist das seit dem sie mich gehen lie\u00dfen (um nicht \u00fcber den ganzen schei\u00df was diese f\u00fcrchterliche Geschichte beinhaltet) ich mehr \u201eSchutz\u201c in der \u201eJustizgewalt\u201c als in der sogenannten \u201elibert\u00e4ren Bewegung\u201c genie\u00dfe.<\/i><\/p>\n<p><i>Seit 2012 gab es 3 Operationen (Osadia, Scripta Manent und \u201eunsere\u201c Operation Buyo) gegen mich.<\/i><\/p>\n<p><em>Auf italienisch bedeutet \u201eBuyo\u201c \u201edunkel\u201c, und ja, \u201edunkel\u201c war diese ganze Operation in der eine \u201ePerson\u201c (mit dunkler Vergangenheit) sich uns als eine \u201eGef\u00e4hrtin\u201c ann\u00e4hrt<\/em><em>e, <\/em><em>um mich nachher lebendig steinigen zu wollen. Diejenigen welche Infos \u00fcber diese \u201ePerson\u201c haben wollen, sollten folgende Links lesen und es wird selbsterkl\u00e4rend werden. Ich bin weder Richter noch Staatsanwalt.<\/em><\/p>\n<p><em>Im Bezug auf den Unsinn \u00fcber ein \u201eTrainingslager\u201c; \u00fcber d<\/em><em>ie<\/em><em> \u201eterroristischen Zellen\u201c, \u00fcber den \u201eWaffenbesitz\u201c oder dem Handel dieser\u2026 naja\u2026 ich glaube das die Tatsachen alles <\/em><em>widerlegen<\/em><em> werden. Trotzdem, verstehe ich das in dieser entfremdeten Gesellschaft und diesem korrupten Systems es bevorzugt wird \u00fcber die <\/em><em>zu Grunde liegende F\u00e4lle der Armut <\/em><em>zu l\u00fcgen\/reden, <\/em><em>anstatt sich selber auf den Bauchnabel zuschauen.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich bin noch aufrecht. Ich bin weiterhin auf meiner anarchistischen Linie, trotz vieler. Im anarchistischen Ateneo Agustin Rued<\/em><em>a<\/em><em>s<\/em><em><a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/204837#sdfootnote1sym\" rel=\"nofollow\" name=\"sdfootnote1anc\"><sup>1<\/sup><\/a><\/em><em>, welches ich im Haus meiner Eltern in Mos er\u00f6ffnen will, werden sie dies mit solchen Man\u00f6vern nicht verhindern k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<p><em>In meinem Haus wurden 5 St\u00fccke Gr\u00fcnkohl, anarchistische B\u00fccher und Zeitschriften beschlagnahmt.<br \/>\nEs ist offensichtlich das sie in meine<\/em><em>m Haus<\/em><em> nur eine<\/em><em>n<\/em><em> Fingernagelknipser fanden, Gabriel Pombo w\u00fcrde \u201eBekennerbriefe\u201c aus einer Zelle aber nicht in Freiheit schreiben.<\/em><\/p>\n<p><em>An die die mich immer noch unterst\u00fctzen und mir ihre bedingungslose Liebe zeigen: Hier bin ich!<br \/>\nAn die die mich noch umbringen wollen: Hier bin ich!<\/em><\/p>\n<p><em>Niemals besiegt!<br \/>\nNiemals <\/em><em>bereuend<\/em><em>!<br \/>\nF\u00fcr die Anarchie und das Ende der Herrschaft!<\/p>\n<p><\/em><strong><i>Gabriel Pombo da Silva<\/i><\/strong><br \/>\n<strong><i>29 <\/i><\/strong><strong><i>Januar<\/i><\/strong><strong><i> 2017<\/i><\/strong><\/p>\n<p>Wie schon erw\u00e4hnt wurde ist die verhaftete Person in dieser sogenannten Operacion Buyo, Maria del Carmen Otero. Sie wurde schon im Jahre 2013 aufgrund eines Brandanschlages gegen den Finanzclub in Vigo festgenommen. Es sollte hier einiges ein bisschen in Erinnerung gebracht werden, vor allem \u00fcber diese- sogenannten \u201eGef\u00e4hrtin\u201c.<\/p>\n<p>Jetzt wo der Name Maria del Carmen Otero wieder ins Licht ger\u00fcckt ist nachdem sie angeblich mit dem Gef\u00e4hrten Gabriel Pombo da Silva im Kontext der Operacion Buyo festgenommen wurde, sollten ein paar Dinge erkl\u00e4rt werden. Nach dem Vermeintlichen Besitz und Beschaffung von Waffen um im Raum von Pontevedra eine \u201eterroristische Zelle\u201c aufbauen zu wollen, haben einige Personen mit guten Absichten zu voreilig diese Frau als \u201eGef\u00e4hrtin\u201c bezeichnet. Nur aus dem einfachen Grund weil sie mit Gabriel festgenommen wurde. Hier ver\u00f6ffentlichen wir einen Artikel in dem zu ihrer Person damals tiefgr\u00fcndiger eingegangen wurde.<\/p>\n<p>\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u201e<\/em><em>Die Aktivistin Carmen Otero, die sich mit anderen bei dem Wurf von zwei Molotov Cocktails gegen den Finanzklub in Vigo im Jahr 2012 beteiligt<\/em><em>e<\/em><em>, und der damalige Direktor des Unternehmerforums, Jesus Bahillo, siegelten gestern eine emotive Vers\u00f6hnung beim Ausgang des <\/em><em>Gerichtshofes.<\/em><em> Mit <\/em><em>L\u00e4cheln<\/em><em> und einigen Umarmungen, <\/em><em>posierten<\/em><em> beide zufrieden auf einem Foto als d<\/em><em>as<\/em><em> Verfahren vorbei war.<\/p>\n<p>Die Angeklagte, 37 j\u00e4hrige urspr\u00fcnglich aus Bueu wohnhaft in Vigo, konnte eine zufriedenerstellende Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft erreichen und konnte die Abhaltung des Verfahrens verhindern. Sie bedankte sich bei den Unternehmern weil diese Verst\u00e4ndnis gezeigt hatte und die Anklage f\u00fcr Gef\u00e4ngnisstrafe herabgesetzt wurde und sie nicht in den Knast rein musste. Sie war mit elf Jahren Knast konfrontiert aufgrund von Sch\u00e4den und der Herstellung von Sprengstoff. Letztendlich akzeptierte sie ein Urteil von zwei Jahren f\u00fcr ein Schadensdelikt. <\/em><em>Mit einer solchen Verminderung, fiel ihr Eintritt in den Knast aus, solange sie auch die Geldstrafen abzahlen w\u00fcrde und in den folgenden f\u00fcnf Jahren keine Straftaten ver\u00fcben w\u00fcrde. \u201eEs wird weder zu diesem Zeitpunkt noch zu jedem anderen meinerseits ein Verbrechen geben\u201c, versicherte Carmen vor dem Richter. Zus\u00e4tzlich entsch\u00e4digt sie mit f\u00fcnfzig Euro f\u00fcr die n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren das Versicherungskonsortium f\u00fcr die Sch\u00e4den. Die Audienz erlaubte ihr die 2687 Euro in Raten zu zahlen da sie Hilfe von der Risga<a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/204837#sdfootnote2sym\" rel=\"nofollow\" name=\"sdfootnote2anc\"><sup>2<\/sup><\/a> bekam. Ihr wurden die <\/em><em>geringste<\/em><em> Strafe gegeben.<\/p>\n<p>Als sie das Gericht verlie\u00df, zeigte sie sich gegen\u00fcber der Pressemedien aufgrund der Vereinbarung zufrieden. Sie bedankte sich f\u00fcr das Verhalten des Finanzklub und <\/em><em>sprach<\/em><em> sich als Unschuldig. \u201eIch bin unschuldig, seit dem Moment wo ich als eine B\u00fcrgerin das Recht auf Arbeit und Dach habe und wenn einem alles weggenommen wird, bringt dich dein Kopf dazu auf einer Form zu reagieren die nichts mit meinem sein zu tun hat. Ich bin friedlich und gesellig\u201c. Sie gab zu das es eine \u201everzweifelte Tat war und jetzt sie diese Konsequenzen \u00fcbernehmen muss\u201c. Otero sieht sich als \u201eunschuldig\u201c weil, wie sie selber sagt, auf Schulden der Krise veranlasst wurde zu handeln. Welche sie als einen \u201efinanziellen Betrug\u201c definiert. \u201e<\/em><em>Jene die im M\u00fcll rumw\u00fchlen und nicht andere werden bestra<\/em><em>f<\/em><em>t\u201c, beklagte sie sich. \u201eIn dieser Epoche, war ich sehr verzweifelt\u201c, rechtfertigte sie sich. Die antikapitalistische Aktivistin war arbeitslos, sie erlitt eine sentimentale Trennung und ging durch einen \u201eschweren Moment\u201c durch.<\/p>\n<p>Im Bezug auf den Wurf der Molotov Cocktails, in welchen Sicherheitsaufnahmen zwei M\u00e4nner und keine Frau gesehen werden konnte, sagte sie das \u201eich nicht direkt teilnahm, es waren zwei Personen die in diesem Moment bei mir <\/em><em>zu hause<\/em><em> waren und ich half ihnen. Ich \u00fcbernehme die Verantwortung die mir nicht <\/em><em>entspricht<\/em><em>\u201c. <\/em><em>Sie kl\u00e4rte das sie die volle Verantwortung der Tat auf sich nahm und sie versicherte das in Wirklichkeit jene die die Brands\u00e4tze warfen die beiden Jugendliche waren die bei ihr in dieser Nacht schliefen. Sie half ihnen dabei ein Bekennerbrief f\u00fcr die Tat zu verfassen. \u201eIch war diese Nacht nicht da, es waren zwei Jugendliche die das Land verlassen haben. Ich wei\u00df wie man schreibt und sie fragten mich daher ob ich ihnen nicht bei dem Brief helfen k\u00f6nnte. Wir waren Kids au<\/em><em>f<\/em><em> der Stra\u00dfe und wir befanden uns in einem schlechten Moment, aber es gab keine Organisation dahinter. Wir erfanden den Namen ADAI. Diese Organisation existierte nicht. Sie wurde f\u00fcr diesen Moment erfunden. Es war eine Pflicht weil es anderen Menschen zugeschrieben wurde und es Konsequenzen f\u00fcr sie gegeben h\u00e4tte. Wir taten dies damit die von der Resistencia Gallega nicht f\u00fcr irgendetwas zahlen m\u00fcssten was sie aber nicht gemacht hatten\u201c, sagte sie. Sie erz\u00e4hlte das sie Verd\u00e4chtig war weil sie legale Waffen sowie Schreckschusswaffen sammelte.<\/p>\n<p>Sie arbeitete als <\/em><em>Immobilien-<\/em><em> und Versicherungsverk\u00e4uferin. Die Festnahme sch\u00e4digte ihren Ruf im Bezug auf Jobvorstellungen. \u201eDie Leute schreiben meinen Namen auf Google und ich werde als eine schwer bewaffnete Terroristin dargestellt. Es tut mir weh das meine Nachbarn <\/em><em>weg schauen<\/em><em> wenn ich sie auf der Stra\u00dfe treffe, dies ist schon Strafe genug. Ich bin gesellig, friedlich und solidarisch\u201c, versicherte sie.\u201c<\/em><em>&nbsp;<\/em><\/p>\n<div>\n<p><a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/204837#sdfootnote1anc\" rel=\"nofollow\" name=\"sdfootnote1sym\">1<\/a>Augustin Rueda war ein spanischer Anarchist der am 14. M\u00e4rz 1977 im Knast von Carabanchel ermordet wurde. Mitglied der Comandos Autonomos (bewaffnete autonome Gruppen), sowie der COPEL (Koordination spanischer k\u00e4mpfender Gefangene).<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/204837#sdfootnote2anc\" rel=\"nofollow\" name=\"sdfootnote2sym\">2<\/a>Sozialhilfe in Galizien<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(gefunden auf: linksunten.indymedia.org) Vergangene Wochen, erfuhren wir mittels der b\u00fcrgerlichen Presse \u00fcber ein neues repressives \u201eSpektakel\u201c das am 24. Januar in der N\u00e4he von Vigo(Galizien-Spanien) stattfand. 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