{"id":2879,"date":"2016-03-10T16:30:55","date_gmt":"2016-03-10T15:30:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-wien.net\/?p=2879"},"modified":"2016-03-12T16:36:03","modified_gmt":"2016-03-12T15:36:03","slug":"spanische-gefangnisse-worte-der-anarchistischen-companera-monica-caballero","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=2879","title":{"rendered":"Spanische Gef\u00e4ngnisse: Worte der anarchistischen Compa\u00f1era M\u00f3nica Caballero"},"content":{"rendered":"<p>Spanisch auf <em><a href=\"https:\/\/es-contrainfo.espiv.net\/2016\/02\/12\/prisiones-espanolas-palabras-de-la-companera-anarquista-monica-caballero\/\">Contra<\/a><a href=\"https:\/\/es-contrainfo.espiv.net\/2016\/02\/12\/prisiones-espanolas-palabras-de-la-companera-anarquista-monica-caballero\/\">info<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Aus dem Englischen auf <\/em><em><a href=\"http:\/\/waronsociety.noblogs.org\/\"><i>waronsociety.noblogs.org<\/i><\/a><\/em><em> \u00fcbersetzt.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/pol.jpg\" rel=\"attachment wp-att-2131\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2131\" src=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/pol-300x285.jpg\" alt=\"pol\" width=\"300\" height=\"285\" \/><\/a><\/p>\n<p align=\"right\"><i>Kommuniqu\u00e9 vom 11. Februar 2016<\/i><\/p>\n<p align=\"left\"><i>Folgend sind hier einige Worte der anarchistische<\/i><i>n Comp<\/i><i>a\u00f1era<\/i><em><i> M\u00f3nica Caballero, im Kontext von Logik und Funktion der \u201eRespekt-Abteilungen\u201c (m-R) in mehreren Gef\u00e4ngnissen des spanischen Staates. Mit dem Ziel der direkten Kontrolle der dort Inhaftierten und der vorgeschobenen Rechtfertigung, Konfrontationen zwischen Individuen in diesen Zwangsgemeinschaften zu unterbinden, sind diese Abteilungen im Wesentlichen daf\u00fcr vorgesehen, ernsthafte Probleme zwischen den Gefangenen und der Institution zu vermeiden und damit jeden rebellischen Impuls oder Haltungen, die den aufgezwungenen Konsens in Frage stellen, zu unterbinden. Damit, dass sie an der Basis der Unterwerfung, den Gesetzen und Protokollen, die die Ordnung aufrecht erhalten, arbeiten, suchen sie nach der Beteiligung und Kollaboration der Inhaftierten. Zweifellos werden wir \u00c4hnlichkeiten mit der Logik &#8218;draussen&#8216; finden k\u00f6nnen, da das Projekt Gef\u00e4ngnis einen zentralen Bestandteil des Systems in seiner Gesamtheit darstellt, wodurch es die selben Formen der bestehenden Herrschaft reproduziert.<\/i><\/em><\/p>\n<p align=\"left\"><!--more-->Wir wollen auch daran erinnern, dass der Prozess von M\u00f3nica Caballero und Francisco Solar am 8., 9. und 10 M\u00e4rz 2016 im Nationalgericht in Madrid stattfindet. So wie in all diesen Verfahren, die von langen Jahren der Untersuchungshaft gepr\u00e4gt sind, die mit W\u00fcrde und Entschlossenheit und mit ungebrochener \u00dcberzeugung durchgestanden wurden, waren die C<em>ompa\u00f1eras<\/em> auch in diesem Fall alleine. All unseren Hass der Polizei und den RichterInnen und dem System, das sie verteidigen und all unsere revolution\u00e4re Liebe im Kampf f\u00fcr unsere C<em>ompa\u00f1eras, <\/em><em>von denen viele vom Staat verfolgt werden und weggesperrt sind<\/em>. M\u00f6ge die Solidarit\u00e4t immer in unserer Verantwortung liegen. Freiheit f\u00fcr alle!<\/p>\n<p>Reisst alle Mauern ein! Tod dem Staat! Lang lebe die Anarchie!<\/p>\n<p>[Jetzt gerade sind die C<em>ompa\u00f1eras<\/em> in Villabona inhaftiert, werden aber bald nach Madrid in einen anderen Knast \u00fcberstellt werden]<\/p>\n<p>Barcelona, 10. Februar 2016.<br \/>\n<strong>WORTE VON M\u00d3NICA CABALLERO<\/strong><\/p>\n<p>Die Methoden der Kontrolle sowohl drinnen als auch au\u00dferhalb der Gef\u00e4ngnisse werden immer subtiler und effektiver. Warum CCTV-Kameras installieren? Warum mehr Polizei und Wachpersonal besch\u00e4ftigen? Wenn es viele gibt, die den Job auch umsonst machen. Mit gro\u00dfer B\u00fcrgerbeteiligung k\u00f6nnen sie so die herrschende Ordnung gew\u00e4hrleisten, sie sind damit \u00fcberall; deine Nachbarin eine T\u00fcr weiter oder in der Zelle neben dir k\u00f6nnte m\u00f6glicherweise die Informantin sein.<\/p>\n<p>Innerhalb dieser Methoden der Kontrolle in den Gef\u00e4ngnissen haben die \u201eRespekt-Abteilungen\u201c (m-R) als Versuch im Leon Knast angefangen und dann wurde das Modell in den Gro\u00dfteil der spanischen Kn\u00e4ste exportiert.<\/p>\n<p>Diese Abteilungen basieren auf der Beteiligung der Gefangenen selbst, in der Verwaltung und Instandhaltung des Ortes als auch der Aktivit\u00e4ten, etc., dadurch soll ein Gef\u00fchl der Vertrautheit und Zugeh\u00f6rigkeit zu dieser \u00d6rtlichkeit geschaffen werden. Die Zielsetzung ist, dass im Idealfall die Gefangenen selbst Formen restriktiver Dynamiken f\u00fcr sich und alle andern einf\u00fchren, ebenso wie Belohnungen f\u00fcr gute F\u00fchrung. Die Wachen agieren nur in Ausnahme- oder Extremf\u00e4llen.<\/p>\n<p>Der ehemalige Direktor des I.I.P.P. Mercedes Gallizo nahm wie folgend Bezug auf diese Art von Abteilungen: \u201cDie blo\u00dfe Tatsache eine geordnete Koexistenz erm\u00f6glicht zu bekommen und das mit einfachen akzeptablen Normen f\u00fcr alle, stellt f\u00fcr viele Menschen eine transzendentale Ver\u00e4nderung dar. Es hilft ihnen ihre Angst vor dem Gef\u00e4ngnis und ihren Mitgefangenen zu verlieren und ist der erste Ansatzpunkt ihre Feindseligkeit der Angst (und beil\u00e4ufig auch der Institution) gegen\u00fcber zu reduzieren, um die Angst, den Vertrauensverlust und Aggressionen in Normalit\u00e4t und Kooperation zu verwandeln.\u201d Das Aus\u00fcben von Macht wird in erster Linie von den Gefangenen selbst verinnerlicht, durch &#8218;gemeinsame Vereinbarungen&#8216; mit grundlegenden Regeln, um zu normalisieren und zu kooperieren, die selbe Institution legt die Einf\u00fchrung von Rollen und Verhaltensweisen mit subtilen Methoden und\/oder Erpressung fest und liefert diesbez\u00fcglich Anreize.<\/p>\n<p>Es ist unbestreitbar, die Angst, die viele empfinden, wenn sie das Gef\u00e4ngnis betreten. Das \u201em-R\u201c nutzt diese Angst aus, wird dadurch ertr\u00e4glich. Bedingungslos wirst du, wenn du die Normen nicht befolgst, in eine normale Abteilung verlegt, das kann eine sehr effektive Drohung sein.<\/p>\n<p>Diese Abteilungen haben viele Formen von Anreizen und Belohnungen, diese reichen von vorteilhaften Informationen bis zu l\u00e4ngeren Besuchszeiten (vis \u00e1 vis), und auf der anderen Seite haben sie auch viele Formen der Bestrafung bei Nichteinhalten der Vorschriften.<\/p>\n<p>Man kann davon auszugehen, dass der Zutritt zu diesen Abteilungen auf freiwilliger Basis passiert und am Eingang ist man dazu verpflichtet, eine Art Vertrag zu unterzeichnen, in dem unter anderem gute F\u00fchrung, Einhalten der Normen und das L\u00f6sen von Problemen innerhalb der vorgegebenen Bahnen vereinbart wird. Jeder beliebige Tag in einer \u201em-R\u201c beginnt mit einer Versammlung, die von einem Mitglied des &#8218;technischen Teams&#8216; (ErzieherIn, SozialarbeiterIn und PsychologIn) geleitet wird. Alle Gefangenen m\u00fcssen daran teilnehmen und manchmal ist auch eine Wache anwesend. Die Funktion der Versammlung besteht darin, allt\u00e4gliche Probleme zu l\u00f6sen. Das ist der ideale Moment f\u00fcr Informanten und f\u00fcr das &#8218;technische Team&#8216;, ihren armseligen Diskurs im Rahmen der Resozialisierung anzuwenden.<\/p>\n<p>Einige der Arbeiten in der Abteilung sind planm\u00e4\u00dfige Aktivit\u00e4ten und Reinigungsarbeiten. Ersteres wird von den Gefangenen geleitet und unter Beaufsichtigung ausgef\u00fchrt. Bei Zweiterem (Reinigungsarbeiten) werden die Gefangenen in kleine Gruppen aufgeteilt und von einer repr\u00e4sentativen Gefangenen angewiesen, diese Bevollm\u00e4chtigte sorgt daf\u00fcr, dass die Arbeit erledigt wird und agiert in einigen F\u00e4llen auch als Sprecherin.<\/p>\n<p>Eine weitere wichtige Sache f\u00fcr das Funktionieren dieser speziellen Abteilungen sind die Vermittlungsgefangenen <i>(\u201eMediator\u201c Anm.)<\/i>, deren Aufgabe es ist, bei Auseinandersetzungen und Streitigkeiten zwischen Gefangenen zu intervenieren, diese zu l\u00f6sen und wenn sie das nicht schaffen, die Wachen zu informieren. Wie man sich vorstellen kann, f\u00fchren diese Praktiken nicht dazu Probleme zu l\u00f6sen, im Knast hast du einEn MediatorIn und eine Wache, so wie du auf der Stra\u00dfe die BullInnen und die RichterInnen hast.<\/p>\n<p>M\u00f3nica Caballero aus dem Villabona Gef\u00e4ngnis.<\/p>\n<p>Die <em>compa\u00f1era<\/em> befindet sich in einer \u201eRespekt-Abteilung\u201c in Villabona, Asturien.<\/p>\n<p>[Dieser Text wurde kurz vor Bekanntgabe der Verhandlungstermine geschrieben.]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spanisch auf Contrainfo Aus dem Englischen auf waronsociety.noblogs.org \u00fcbersetzt. Kommuniqu\u00e9 vom 11. Februar 2016 Folgend sind hier einige Worte der anarchistischen Compa\u00f1era M\u00f3nica Caballero, im Kontext von Logik und Funktion der \u201eRespekt-Abteilungen\u201c (m-R) in mehreren Gef\u00e4ngnissen des spanischen Staates. 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