{"id":2863,"date":"2016-03-01T11:24:46","date_gmt":"2016-03-01T10:24:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-wien.net\/?p=2863"},"modified":"2016-03-01T11:24:46","modified_gmt":"2016-03-01T10:24:46","slug":"kampfe-verbinden-isolation-durchbrechen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=2863","title":{"rendered":"K\u00e4mpfe verbinden! Isolation durchbrechen!"},"content":{"rendered":"<p>(gefunden auf: <a href=\"http:\/\/www.ak-solidaritaet.tk\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.ak-solidaritaet.tk\/<\/a>)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-363 alignleft\" src=\"https:\/\/aksolidaritaet.bplaced.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/plakat-212x300.jpg\" alt=\"plakat\" width=\"212\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Der 18. M\u00e4rz als Tag der politischen Gefangenen hat eine historische Bedeutung (siehe Kasten) und ist ein Teil der Geschichte des Kampfes f\u00fcr eine klassenlose Gesellschaft.<br \/>\nDieser Kampf h\u00e4lt bis heute an. Immer noch k\u00e4mpfen wir f\u00fcr eine Welt ohne Krieg, Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung. Denn die kapitalistischen Verh\u00e4ltnisse produzieren Armut, Krieg, Ausbeutung, Unterdr\u00fcckung und Entfremdung \u2013 und das wortw\u00f6rtlich am laufenden Band.<br \/>\nDie Methoden haben sich ver\u00e4ndert, die Herrschenden haben sich ge\u00e4ndert und doch ist die Systematik die selbe geblieben: Die Ausbeutung des Gro\u00dfteils der Bev\u00f6lkerung, die den Reichtum einer Minderheit produzieren. Wer sich gegen dieses System der organisierten Unterdr\u00fcckung und Ausbeutung auflehnt und f\u00fcr eine gerechte, solidarische Gesellschaft k\u00e4mpft, bekommt fr\u00fcher oder sp\u00e4ter die Repression des Staates zu sp\u00fcren.<!--more--><a href=\"http:\/\/zkstgt.blogsport.eu\/files\/2016\/02\/2016-03-18_aks.pdf\" rel=\"\">Flyer als PDF<\/a><\/p>\n<p>Und so sind nicht nur diejenigen mit Repression konfrontiert, die wie die Pariser Kommunarden die Waffe in die Hand nehmen, sondern jedeR, der\/die sich gegen die herrschende Ordnung auflehnt und gegen diese Widerstand leistet.<\/p>\n<p>Die Repression zielt darauf ab K\u00e4mpfe zu unterdr\u00fccken und letztlich zu zerschlagen, um die herrschende Ordnung mit aller Gewalt aufrechtzuerhalten und die entstehenden Klassenk\u00e4mpfe zu verhindern.<br \/>\nSei es durch die Kriminalisierung von Protesten bei Stra\u00dfendelikten in Form von Strafbefehlen, Geldbu\u00dfen bis hin zu Haftstrafen,<br \/>\noder eben auch in Form von Organisationsdelikten, bei denen es nicht um eine bestimmte Tat geht, sondern um die Zugeh\u00f6rigkeit in einer als \u201ekriminell\u201c oder terroristisch eingestuften Organisation.<\/p>\n<h3>Widerstand \u2013 Repression \u2013 Solidarit\u00e4t<\/h3>\n<p>Wenn Repression in der kapitalistischen Logik auf Widerstand folgt, so muss in einer revolution\u00e4ren Logik Solidarit\u00e4t auf Repression folgen.<\/p>\n<p>Egal ob am 18. M\u00e4rz oder an jedem anderen Tag des Jahres: Wir zeigen uns solidarisch mit<br \/>\ndenjenigen, die mit Repression konfrontiert sind,<br \/>\nmit Gefangenen, die f\u00fcr die Perspektive einer Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung k\u00e4mpfen und weltweit in Kn\u00e4sten weggesperrt sind.<\/p>\n<p>Denn egal ob es unsere Genossen in Deutschland sind, die nach dem Paragraph 129 a\/b verfolgt werden oder ob in anderen L\u00e4ndern Europas wie in Griechenland Prozesse gegen den Revolution\u00e4ren Kampf gef\u00fchrt werden. Was uns \u00fcber Knastmauern und L\u00e4ndergrenzen hinweg eint, ist der Kampf gegen die herrschenden Verh\u00e4ltnisse und die Perspektive einer befreiten Gesellschaft.<\/p>\n<p>Mit der Brandmarkung als Terrorist, mit der Diffamierung von politischen AktivistInnen als Gefahr f\u00fcr die Gesellschaft wird die Realit\u00e4t von den F\u00fc\u00dfen auf den Kopf gestellt: Diejenigen, die f\u00fcr eine klassenlose Gesellschaft k\u00e4mpfen und sich gegen die herrschenden Verh\u00e4ltnisse richten, werden als angebliche Gefahr f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung stilisiert, w\u00e4hrend diejenigen, die tats\u00e4chlich Menschen auf der ganzen Welt durch Bomben, Verhaftungen, Hunger und der allt\u00e4glichen Ausbeutung terrorisieren, als Menschenrechtler und Friedensbringer gefeiert werden.<br \/>\nSo wird der Steinwurf oder das Verteilen einer Zeitung zur terroristischen Tat w\u00e4hrend der Panzer der Herrschenden zum Friedensbringer verkl\u00e4rt wird.<\/p>\n<h3>Das solidarische Band zwischen drinnen und drau\u00dfen\u2026<br \/>\nSolidarit\u00e4t muss praktisch werden!<\/h3>\n<p>Deswegen hei\u00dft es f\u00fcr uns in m\u00fchevoller Kleinstarbeit Tag f\u00fcr Tag gemeinsam Solidarit\u00e4t zu organisieren und unabh\u00e4ngig von ideologischen Differenzen \u2013 sei es am 18.03. oder an jedem Tag im Jahr, den stetigen Angriffen der Herrschenden unsere Kollektivit\u00e4t, Solidarit\u00e4t und den Kampf um Befreiung entgegenzusetzen.<\/p>\n<p>Dabei gilt es eine Br\u00fccke zu schlagen zwischen den K\u00e4mpfen inner- und au\u00dferhalb der Gef\u00e4ngnisse. Denn der Kampf h\u00f6rt nicht an den Knastmauern auf. Ein gutes Beispiel hierf\u00fcr ist der Hungerstreik 2015 in Griechenland. (Kasten 2).<br \/>\nSo gilt es einerseits die Gefangenen in die K\u00e4mpfe, Mobilisierungen und Debatten au\u00dferhalb mit einzubinden und gleichzeitig die K\u00e4mpfe der Gefangenen zu unserer eigenen Sache machen, um die Isolation zu durchbrechen. Wir m\u00fcssen an ihnen teilnehmen und sie au\u00dferhalb der Kn\u00e4ste f\u00fchren.<br \/>\nEin guter Ansatzpunkt ist die Gefangenen-Gewerkschaft, die innerhalb k\u00fcrzester Zeit mehrere hundert Gefangene unter ihrem Dach vereinen konnte. (Kasten 3)<\/p>\n<p>Lasst uns gemeinsam die staatlich verordnete Isolation durchbrechen, den Gefangenen den R\u00fccken st\u00e4rken und die Kommunikation zwischen den Inhaftierten und der Bewegung st\u00e4rken.<br \/>\nNutzen wir Tage wie den 18. M\u00e4rz, so wie jeden anderenTag auch, um unsere Solidarit\u00e4t praktisch werden zu lassen.<\/p>\n<p><strong>Freiheit f\u00fcr alle politischen Gefangenen!<\/strong><br \/>\n<strong>K\u00e4mpfe verbinden! Isolation durchbrechen!<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>GESCHICHTE DES 18. M\u00c4RZ<\/strong><\/p>\n<p>Der 18. M\u00e4rz erinnert an den Aufstand der Pariser Kommune im Jahr 1871, aber auch an ihre Zerschlagung und die folgende Repression. Die Reaktion \u00fcbte nach ihrem Sieg an den KommunardInnen blutige Rache. Mehr als 20.000 M\u00e4nner und Frauen wurden get\u00f6tet, mehr als 13.000 zu meist lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Und doch bleibt die Geschichte der Kommune im Ged\u00e4chtnis der sozialistischen, kommunistischen und anarchistischen Bewegung nicht in erster Linie als eine Niederlage haften, sondern lebt<br \/>\nals die Geschichte eines Aufbruchs, der bis heute andauert und noch lange nicht an sein Ende gelangt ist, weiter.<br \/>\n1923 erkl\u00e4rte die Internationale Rote Hilfe (gegr\u00fcndet 1922) den 18.03. zum \u201eInternationalen Tag der Hilfe f\u00fcr die politischen Gefangenen\u201c.<br \/>\nNach dem Faschismus wurde der 18. M\u00e4rz erst wieder 1996 zum Aktionstag f\u00fcr die politischen Gefangenen. Seitdem wird dieser Tag jedes Jahr mit Veranstaltungen, Demos oder anderen Aktivit\u00e4ten begangen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>HUNGERSTREIK IN GRIECHENLAND<\/strong><\/p>\n<p>Zahlreiche Gefangene haben einen Hungerstreik u.a. gegen die Einf\u00fchrung von Isolationsgef\u00e4ngnissen (nach Stammheimer Vorbild), gegen das neue Vermummungsverbot und f\u00fcr die Entlassung kranker Gefangenen, durchgef\u00fchrt. Auch au\u00dferhalb von Griechenland f\u00fchrten Gefangene einen Solidarit\u00e4tshungerstreik durch und unterst\u00fctzt und vorangetrieben wurde dies durch zahlreiche Aktivit\u00e4ten und Aktionen au\u00dferhalb des Knastes.<br \/>\nDie inhaftierten GenossInnen haben mit ihrer Aktion direkt am Kampf der Genossen au\u00dferhalb beteiligt, in dem sie die Forderung gegen des Vermummungsverbot aufstellten. Es entstand eine Wechselwirkung die letztendlich zum Sieg gef\u00fchrt hat.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>GEFANGENEN-GEWERKSCHAFT<\/strong><\/p>\n<p>Die Gefangenen-Gewerkschaft \/ Bundesweite Organisation (GG\/BO) wurde im Mai 2014 von<br \/>\neinigen Inhaftierten in der Berliner JVA Tegel gegr\u00fcndet. Aus diesen wenigen, die die Initiative<br \/>\nergriffen haben, sind innerhalb und au\u00dferhalb der Haftanstalten etwa 850 Mitglieder geworden. Die GG\/BO fordert den Mindestlohn f\u00fcr Gefangene, die volle Gewerkschaftsfreiheit hinter Gittern, sowie den Versicherungsanspruch f\u00fcr gefangene ArbeiterInnen.<br \/>\nIn verschiedenen St\u00e4dten haben sich Solidarit\u00e4tskreise zur Unterst\u00fctzung der GG\/BO zusammengeschlossen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>TERMINE ZUM TAG DER POLITISCHEN GEFANGENEN<\/strong><\/p>\n<p><strong>Donnerstag, 17. M\u00e4rz, 19 Uhr<\/strong><br \/>\n<strong>Veranstaltung: Alltag im Knast<\/strong><\/p>\n<p>Wir werfen in der Veranstaltung einen Blick auf den Knastalltag. Wir lassen Gefangene dabei zu Wort kommen, die uns ihre Eindr\u00fccke schildern und uns ein authentisches Bild ihrer Situation zeichnen, sowie Ansatzpunkte zur Solidarit\u00e4t geben. U.a. wird der Langzeitgefangene Thomas Meyer-Falk interviewt.<\/p>\n<p>im Stadtteilzentrum Gasparitsch,<br \/>\nRotenbergstra\u00dfe 125, 70190 Stuttgart<\/p>\n<p><strong>Freitag, 18. M\u00e4rz, 20 Uhr<\/strong><br \/>\n<strong>Konzert zum Tag der politischen Gefangenen<\/strong><\/p>\n<p>mit Nabla (Rock\/Funk\/Soul), Esperanza Rap-Stars (Hip Hop), Grup Boran (internationale Lieder)<\/p>\n<p>im Stadtteilzentrum Gasparitsch,<br \/>\nRotenbergstra\u00dfe 125, 70190 Stuttgart<\/p>\n<p><strong>Sonntag, 20. M\u00e4rz, 14 Uhr<\/strong><br \/>\n<strong>Kundgebung vor dem Knast in Stammheim<\/strong><\/p>\n<p>im Stadtteilzentrum Gasparitsch,<br \/>\nRotenbergstra\u00dfe 125, 70190 Stuttgart<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(gefunden auf: http:\/\/www.ak-solidaritaet.tk\/) Der 18. M\u00e4rz als Tag der politischen Gefangenen hat eine historische Bedeutung (siehe Kasten) und ist ein Teil der Geschichte des Kampfes f\u00fcr eine klassenlose Gesellschaft. Dieser Kampf h\u00e4lt bis heute an. Immer noch k\u00e4mpfen wir f\u00fcr eine Welt ohne Krieg, Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung. 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