{"id":2522,"date":"2015-11-01T22:07:40","date_gmt":"2015-11-01T21:07:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-wien.net\/?p=2522"},"modified":"2015-11-01T22:16:44","modified_gmt":"2015-11-01T21:16:44","slug":"uber-die-2te-phase-von-der-operation-pandora-und-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=2522","title":{"rendered":"\u00dcber die 2te Phase von der Operation Pandora und mehr"},"content":{"rendered":"<p>(gefunden auf: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/157595\" target=\"_blank\">linksunten.indymedia.org<\/a>)<\/p>\n<div class=\"content\">\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"image image-preview alignleft\" title=\"Hausdurchsuchung\" src=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/system\/files\/images\/1585711176.jpg\" alt=\"Hausdurchsuchung\" width=\"288\" height=\"204\" \/>Wie schon in zwei Artikeln (<a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/157396\">I<\/a>;<a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/157377\">II<\/a>) berichtet wurde, fanden am Mittwoch in Barcelona und Manresa (beides St\u00e4dte in Katalonien, Spanien) mehrere Hausdurchsuchungen in Wohnungen von anarchistischen Gef\u00e4hrtInnen und in mehreren anarchistischen Zentren statt. Ein Schlag gegen die dortige anarchistische Bewegung welches schon offiziell als der zweite Teil der Operation Pandora gilt. Der leitende Richter Juan Pablo Gonz\u00e1lez der Audiencia Nacional (Sondergerichtshof f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung von Terrorismus in Madrid), hat heute am Freitag den 30.10.15 die Inhaftierung von einer der festgenommenen Gef\u00e4hrtInnen verordnet. F\u00fcnf weitere sind unter einer Kaution von 5000\u20ac raus gekommen, eine weitere mit einer Kaution von 4000\u20ac und der Rest kam ohne Kaution wieder raus.<\/p>\n<p>Nach den Festnahmen am Mittwoch, wurden wie \u00fcblich bei der Anwendung des Antiterrorismusgesetzes, die Gef\u00e4hrtInnen aus verschiedenen Polizeistadtionen rund um Barcelona (\u00fcbliche Taktik, um die Solidarit\u00e4t zu erschweren) nach Madrid zum Verh\u00f6r in die Audiencia Nacional \u00fcberstellt. Ein Verh\u00f6r welches in der Regel drei Tage dauert, auf f\u00fcnf verl\u00e4ngerbar, und mit vielen Folterungen bestimmt ist. Normalerweise ist dies Aufgabe der Policia Nacional, aber wie schon bei der ersten Phase der Operation Pandora, hat dies die katalanische Polizei &#8211; Mossos d&#8217;Esquadra &#8211; gemacht. Die Gef\u00e4hrtInnen konnten ihren Anw\u00e4lten \u00fcbermitteln, das weder auf dem Weg nach Madrid noch in der Zeit in der Audiencia Nacional sie geschlagen noch gefoltert worden sind.<\/p>\n<p>Was auch \u00fcblich in solchen F\u00e4llen in Spanien ist, ist das der Richter Akteneinsicht verwehrt. Dies hei\u00dft das die Ermittlungen noch laufen und auch wie in den beiden Operationen davor (Pandora I und Pinata) noch weitere Verhaftungen stattfinden werden k\u00f6nnen. Auch bedeutet dies f\u00fcr die Angeklagten dass sie nie wissen was genau gegen sie Ermittelt wird bzw. welche die genauen Anklagepunkte sind.<\/p>\n<p>Es gab in mehreren St\u00e4dten Solidarit\u00e4tskundgebungen und Demos (<a href=\"https:\/\/www.diagonalperiodico.net\/sites\/default\/files\/styles\/pantalla_comp\/public\/foto\/pandoraddisopress_zarza.jpg?itok=mXahv8-a\" rel=\"nofollow\">Madrid<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=_0wdP0p864o\" rel=\"nofollow\">Iru\u00f1ea<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.diagonalperiodico.net\/sites\/default\/files\/styles\/pantalla_comp\/public\/foto\/pandoraddisopress_zarza.jpg?itok=mXahv8-a\" rel=\"nofollow\">Barcelona (2000 Personen)<\/a>, Valencia (\u00fcber 300), etc&#8230;) mit bis zu mehreren hundert Personen . Wie es sich auch herausstellte, gingen die beiden Operationen von Pandora, auf Wunsch der katalanischen Polizei aus. Es war daher falsch zu sagen, sie w\u00fcrden nur die Befehle aus Madrid ausf\u00fchren, sondern es war aus eigener Initiative und Wunsch gegen AnarchistInnen vorzugehen. Was f\u00fcr eine Bredouille f\u00fcr jene katalanischen Linken Kr\u00e4fte die ein neues Katalonien aufbauen wollen, denn sie sind ja gewohnt das alles B\u00f6se aus Spanien kommt. Polizei bleibt aber Polizei, sowie Richter, Gesetze und Gef\u00e4ngnisse, egal welche Fahne oder Sprache sie auch repr\u00e4sentieren m\u00f6gen.<br \/>\nErw\u00e4hnt werden sollte auch das heute in der Autonomie von Galizien eine Verhaftungswelle gegen Mitglieder Linksseparatistischer Organisationen stattgefunden hat. Diese verl\u00e4uft unter dem Namen Operation Jaro und wurde auch von der Audiencia Nacional befohlen. Zehn Personen wird vorgeworfen Mitglieder der militanten\/bewaffneten (sprich terroristischen) Gruppe Resistencia Galega zu sein. Diese Gruppe f\u00fchrte offiziell (so der spanische Staat) seit 2006 mehrere Sabotagen und Direkte Aktionen gegen Institutionen des Staates\/Kapitals mit Brand- und Sprengs\u00e4tzen, auch wenn sich diese Gruppe niemals zu einer dieser Aktionen bekannt hat. Keine Person die bis jetzt festgenommen oder verurteilt wurde hat jemals sich als Mitglied dieser bekannt. Auch wenn nie ein Mensch durch die Aktionen zu schaden bekommen worden ist und bei einigen Menschen denen Mitgliedschaft vorgeworfen wurde, aber nie eine Tat nachgewiesen werden konnte, sind sie alle mit hohen Strafen verurteilt worden. Wie am 12 September 2013, als vier ihrer &#8222;Mitglieder&#8220; zu Strafen zwischen 10 und 18 Jahren verurteilt wurden. Dies steht alles in Verbindung mit der Erweiterung des Antiterrorgesetzes in Spanien.<\/p>\n<p>In Spanien gilt jede Form von Dissidenz und Widerstand gegen Staat und Kapitalismus, welche eine gewalt\u00e4tige Praxis beinhaltet (muss aber auch nicht sein), als terroristisch. Fr\u00fcher konnte sich der Staat an der Organisationsform bewaffnete Gruppen orientieren (ETA, GRAPO, FRAP, COMANDOS AUTONOMOS&#8230;) um Gruppen oder Bewegungen als terroristisch einzustufen. Diesen Begriff haben sie heutzutage erweitert und erlaubt vieles mehr. Betroffen sind nicht nur wie so oft Menschen im Baskenland, oder auch wie seit kurzem wieder AnarchistInnen, sondern jede politische Str\u00f6mung die den spanischen Staat und die dort herrschende Ordnung in Frage stellt und angreift.<\/p>\n<p><strong>Wir beschweren uns nicht f\u00fcr die Repression denn wir kennen ja die Herrschenden!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nieder mit dem Staat und dem Kapitalismus!<\/strong><\/p>\n<p><strong>F\u00fcr die Anarchie und die Freiheit aller Menschen!<\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(gefunden auf: linksunten.indymedia.org) Wie schon in zwei Artikeln (I;II) berichtet wurde, fanden am Mittwoch in Barcelona und Manresa (beides St\u00e4dte in Katalonien, Spanien) mehrere Hausdurchsuchungen in Wohnungen von anarchistischen Gef\u00e4hrtInnen und in mehreren anarchistischen Zentren statt. Ein Schlag gegen die dortige anarchistische Bewegung welches schon offiziell als der zweite Teil der Operation Pandora gilt. 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