{"id":2320,"date":"2015-08-13T17:19:50","date_gmt":"2015-08-13T15:19:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-wien.net\/?p=2320"},"modified":"2015-08-13T17:21:54","modified_gmt":"2015-08-13T15:21:54","slug":"nein-zum-bau-des-justizzentrums-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=2320","title":{"rendered":"Nein zum Bau des Justizzentrums!"},"content":{"rendered":"<p>(gefunden auf: <a href=\"http:\/\/justizzentrumverhindern.noblogs.org\/post\/2015\/05\/28\/nein-zum-bau-des-justizzentrums\/\" target=\"_blank\">justizzentrumverhindern.noblogs.org<\/a>)<\/p>\n<p><i><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/justizzentrumverhindern.noblogs.org\/files\/2013\/01\/cropped-gerichtsheader1.jpg\" alt=\"\" width=\"484\" height=\"102\" \/><\/b><\/i><\/p>\n<p><i><b>Der Baubeginn naht\u2026.<\/b><\/i><\/p>\n<p>So naht auch das Ende der Illusion der Verhinderung des geplanten Straf- und Justizzentrums am Leonrodplatz durch die demokratischen Mittel. Aber das bedeutet auch, dass es keine Rechtfertigung mehr gibt, zu warten. Zu warten in der Hoffnung die Regierung w\u00fcrde zur\u00fcckrudern und das millionenschwere Projekt absagen. Der Baubeginn bekr\u00e4ftigt nur einmal mehr die Sinnlosigkeit auf die Politik zu setzen oder auf ihre uns angebotenen Mittel zu vertrauen. Egal ob es um den Ausbau des Flughafens, die geplante zweite S-Bahn-Stammstrecke oder die steigenden Mieten und die generelle Aufwertung der Stadt geht \u2013 solange wir auf den Erfolg von Wahlversprechen, Petitionen, dem Gr\u00fcnden von B\u00fcrgerinitiativen oder den Dialog mit den Regierenden hoffen, werden wir bitter entt\u00e4uscht werden. Denn indem wir uns an die Spezialisten der Politik wenden, wenden wir uns gleichzeitig an jene, die daf\u00fcr verantwortlich sind, dass die Dinge so laufen wie sie laufen. Ver\u00e4nderung und Selbsterm\u00e4chtigung muss damit beginnen, ihnen den R\u00fccken zuzukehren und f\u00fcr die eigenen Belange und Ideen einzustehen.<\/p>\n<p><i><b>Nichts wird sein, wie es war\u2026<\/b><\/i><\/p>\n<p>Bereits jetzt, schon vor dem eigentlichen Baubeginn, hat der Staat verk\u00fcndet, dass der Bau l\u00e4nger dauern wird als geplant (bis 2020) und 70 Millionen Euro mehr kosten wird. Der vergangene Sommer wird der letzte Sommer gewesen sein, in dem ohne Baul\u00e4rm, Gestank und Dreck und ohne \u00fcberm\u00e4\u00dfige Pr\u00e4senz von Polizei und Securities am Rosa-Luxemburg-Platz Zeit verbracht werden konnte, denn die Baustelle wird nicht nur l\u00e4nger dauern als angek\u00fcndigt, sondern auch die sicherste Baustelle Bayerns werden. Und das bedeutet rund um die Uhr Patrouillen und Personenkontrollen, misstrauische Blicke und im Handumdrehen gezogene Pistolen \u2013 Militarisierung eben. Das Straf- und Justizzentrum soll unserer Sicherheit dienen, doch in Wahrheit werden wir uns in einen Zustand der permanenten Belagerung, Beobachtung und Kontrolle, Bel\u00e4stigung und Verschmutzung wiederfinden. Was die Anwohner_innen davon halten, ist der Politik keinen Cent wert. Jene, die scheinheilig die Entscheidung zum Bau f\u00e4llen, wohnen beh\u00fctet am anderen Ende der Stadt und denjenigen, die die Konsequenzen davon zu tragen haben, wird jeder aktive Einfluss auf das Geschehen verboten.<\/p>\n<p><i><b>Zeit, selbst Hand anzulegen!<\/b><\/i><\/p>\n<p>Wenn wir davon ausgehen, dass wir dazu f\u00e4hig sind unser Leben ohne \u00e4u\u00dfere Zw\u00e4nge und Auflagen selbst zu organisieren, dass wir niemanden brauchen, der unser Zusammenleben in unserem Namen bestimmt und verwaltet, dann bedeutet das, dass wir die demokratischen Mittel und die mit ihnen einhergehende Fremdbestimmung, Kompromisse und Entm\u00fcndigung ablehnen und andere, selbstbestimmte Mittel und Wege einschlagen m\u00fcssen. Egal ob wir nun kein Justizzentrum wollen, weil wir die Baustelle \u00fcber die vielen Jahre nicht ertragen k\u00f6nnen und wollen; weil wir keine Lust auf die starke Polizei- und zuk\u00fcnftige Richter- und Staatsbeamtenpr\u00e4senz haben; weil wir in der Justiz eine unser Leben einschr\u00e4nkende Institution erkennen; weil das Justizzentrum ein Bestandteil in der st\u00e4dtischen Aufwertung und notwendig f\u00fcr den Ausbau und Ausverkaufs M\u00fcnchens zu einer reichen, uniformen und oberfl\u00e4chlichen Stadt ist; weil wir abertausende bl\u00fchende Ideen haben, wie wir die ewige Brachfl\u00e4che lieber nutzen w\u00fcrden und uns deswegen die Pl\u00e4ne der st\u00e4dtischen Baureferate nicht passen; egal was wir f\u00fcr eine begr\u00fcndete oder unbegr\u00fcndete Abneigung gegen diesen Bau empfinden \u2013 ab dem Moment des Baubeginns muss diese Abneigung folgendes bedeuten: Die Bauarbeiten auf jede m\u00f6gliche Art behindern, die Zufahrtswege versperren oder unbefahrbar machen, den Platz besetzen oder die Arbeiten direkt sabotieren, alle Nachbar_innen und Bauarbeiter_innen auf die drastischen Konsequenzen des Bauprojekts und ihre eigene Verantwortung sich diesem zu verweigern, hinzuweisen, die anwesenden Securities und Polizist_innen nerven und angehen, den Planern, Architekten und Baufirmen zeigen, dass sie nicht willkommen sind \u2013 mit unseresgleichen reden, diskutieren, Pl\u00e4ne aushecken und in die Tat umsetzen.<\/p>\n<p><em><strong>Das Justizzentrum wird nicht auf unserer Resignation gebaut werden!<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(gefunden auf: justizzentrumverhindern.noblogs.org) Der Baubeginn naht\u2026. 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