{"id":1793,"date":"2014-12-20T15:31:07","date_gmt":"2014-12-20T14:31:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-wien.net\/?p=1793"},"modified":"2014-12-25T15:36:16","modified_gmt":"2014-12-25T14:36:16","slug":"uber-eine-aktion-die-debatten-erzeugt-hat-und-unsere-ziele-gescharft-hat-bombenanschlag-auf-die-metro-in-santiago-de-chile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=1793","title":{"rendered":"&#8222;\u00dcber eine Aktion die Debatten erzeugt hat und unsere Ziele gesch\u00e4rft hat.&#8220; Bombenanschlag auf die Metro in Santiago de Chile"},"content":{"rendered":"<p>(gefunden auf: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/126851\" target=\"_blank\">linksunten.indymedia.org<\/a>)<\/p>\n<div class=\"content\">\n<p>Am 23.6.2014 wurde in der U-Bahnstation \u201eLos Dominicos\u201c (Santiago, Chile) eine Bombe gelegt, die durch ihre Explosion einige Menschen verletzte, wenn auch nicht lebensbedrohlich. In dem Konzept \u00e4hnelt dieser Angriff dem auf ein Einkaufszentrum in Athen am 20.1.2013. Jedoch wurden die Warnungen dort mehr beachtet und die Zeit g\u00fcnstiger gew\u00e4hlt. Die Aktion in Chile wurde nicht zeitnah erkl\u00e4rt, weshalb es zu einer gewissen Verwirrung kam, obwohl die \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen von der Herrschaft bereits ausgemacht schienen. Einige Tage sp\u00e4ter bekannte sich eine Anarchistische Gruppe zu dem Angriff.<\/p>\n<p><a title=\"https:\/\/interarma.info\/2014\/09\/19\/xilh-vomvistikes-epitheseis-se-stathmous-metro-santiago\/?lang=en\" href=\"https:\/\/interarma.info\/2014\/09\/19\/xilh-vomvistikes-epitheseis-se-stathmous-metro-santiago\/?lang=en\" rel=\"nofollow\">https:\/\/interarma.info\/2014\/09\/19\/xilh-vomvistikes-epitheseis-se-stathmo&#8230;<\/a><\/p>\n<p><!--more-->Davor und danach formulierte sich einiges an Kritik an der Aktion. Vieles berechtigt, manches die Positionen der Hetzpresse und des Staates teilweise \u00fcbernehmend.<br \/>\n<a title=\"https:\/\/interarma.info\/2014\/09\/22\/xilh-kapoies-skepseis-enantion-pezwn-kai-perastikwn\/?lang=en\" href=\"https:\/\/interarma.info\/2014\/09\/22\/xilh-kapoies-skepseis-enantion-pezwn-kai-perastikwn\/?lang=en\" rel=\"nofollow\">https:\/\/interarma.info\/2014\/09\/22\/xilh-kapoies-skepseis-enantion-pezwn-k&#8230;<\/a><\/p>\n<p><a title=\"https:\/\/interarma.info\/2014\/09\/22\/xilh-eimaste-h-epithesh-eimaste-h-fwtia-enantia-sto-kratos\/?lang=en\" href=\"https:\/\/interarma.info\/2014\/09\/22\/xilh-eimaste-h-epithesh-eimaste-h-fwtia-enantia-sto-kratos\/?lang=en\" rel=\"nofollow\">https:\/\/interarma.info\/2014\/09\/22\/xilh-eimaste-h-epithesh-eimaste-h-fwti&#8230;<\/a><\/p>\n<p><a title=\"http:\/\/en.contrainfo.espiv.net\/2014\/09\/21\/chile-a-brief-reflection-on-the-september-8th-bombing-and-its-media-consequences\/\" href=\"http:\/\/en.contrainfo.espiv.net\/2014\/09\/21\/chile-a-brief-reflection-on-the-september-8th-bombing-and-its-media-consequences\/\" rel=\"nofollow\">http:\/\/en.contrainfo.espiv.net\/2014\/09\/21\/chile-a-brief-reflection-on-th&#8230;<\/a><\/p>\n<p>(Beachte hier das in diesen Kritiken und Reflektion die Teil\u00fcbernahme von Staatlichen Positionen nicht zwingend dabei ist, solche \u00c4u\u00dferungen sind eher auf Texte in Chile bezogen die nicht unbedingt \u00fcbersetzt (Spanisch-Englisch) werden.)<\/p>\n<p>Einige Wochen sp\u00e4ter kam es zu Festnahmen von Verd\u00e4chtigen die sofort unter den h\u00e4rtesten Ma\u00dfnahmen zu leiden hatten, die die Chilenische Demokratie in ihrer Terrorhysterie aufbringen kann.<br \/>\n<a title=\"https:\/\/interarma.info\/2014\/09\/29\/xilh-episimes-kathgories-me-antitromokratiko-gia-tus-3\/?lang=en\" href=\"https:\/\/interarma.info\/2014\/09\/29\/xilh-episimes-kathgories-me-antitromokratiko-gia-tus-3\/?lang=en\" rel=\"nofollow\">https:\/\/interarma.info\/2014\/09\/29\/xilh-episimes-kathgories-me-antitromok&#8230;<\/a><\/p>\n<p>Neben diesem Angriff, der hier nicht gewertet werden soll, sondern als Einleitung zum Eigentlichen Text verstanden werden soll, gab und gibt es noch etliche andere Angriffe mit verschiedenen Methoden die nicht aufgekl\u00e4rt wurden. Der Staat sah sich nach dem gro\u00dfen Spektakel des \u201eCaso Bomba\u201c nun schon in Sicherheit, jedoch hat diese neue Explosive Welle ihn zum Zugzwang gebracht.<br \/>\n\u00dcber eben diesen Zugzwang handelt der folgende aus dem Englischen \u00fcbersetzte Text, der eben nicht nur die klassische Repression behandelt, sondern auch die befriedenden Zugest\u00e4ndnisse die der Staat an die diversen Akteure macht und wie eine Gegenstrategie gegen diese Befriedung und Repression aussehen kann.<\/p>\n<p>Die Solidarit\u00e4t mit den Genossen und Genossinnen im Gef\u00e4ngnis wertet sich dabei weder an \u201eschuldig\u201c noch an der Aktion selbst. Tiefergehende Kritik und differenzierte Betrachtungen sind absolut erw\u00fcnscht, jedoch ist eine Geschlossenheit gegen\u00fcber den repressiven Apparaten notwendig um den Repressiven Wellen ein Bollwerk entgegenzustellen.<br \/>\nDie Betonung die auf die Vertiefung der \u00dcberzeugungen und Werte, sowie auf das fortsetzen des Kampfes gelegt werden, sind durchaus richtig. Die relative Unf\u00e4higkeit radikale Zellen zu knacken, setzt auf einen Medialen Effekt der in keinem Verh\u00e4ltnis zu den tats\u00e4chlichen Verurteilungen steht. Insofern ist es wichtig dieses Bild als eine F\u00e4lschung zu entlarven. Zus\u00e4tzlich zu diesem Aspekt ist wohl noch die spezielle Chilenische Geschichte wichtig, die einen militanten Widerstand trotz diktatorischer Repression kennt und ihn nicht aus dem Erfahrungshorizont hat verschwinden lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Reflektionen \u00fcber das Fortschreiten der Repression in Chile und Solidarit\u00e4t mit Juan, Nataly and Guillermo. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Aktionen und Solidarit\u00e4t sind dringend. Alles andere sind Ausreden. <\/strong><\/p>\n<p><strong>1. Und jetzt geht es schon wieder los. Weil der Krieg weitergeht. <\/strong><\/p>\n<p>Nach einem sich akkumulierenden Zirkel der Stra\u00dfenpropaganda, Massenmobilisierungen und der Ausweitung der Sozialen Konflikte in Chile, hat die Macht versucht Mechanismen zu kreieren die die Kontinuit\u00e4t und Verst\u00e4rkung der demokratischen Herrschaft favorisieren.<\/p>\n<p>Die Regierung die gerade in der Pflicht ist, hat verschiedene Taktiken genutzt um die Unzufriedenheit zunehmend zu annullieren und somit zu verhindern, das die Br\u00fcche in der hinterfragten Sozialen Ordnung sich ausbreiten konnten oder tiefer wurden. Die Massenmobilisierungen die das \u00d6konomische und Soziale Modell, welches in der Diktatur geschaffen wurde, hinterfragten wurden mit Vorschl\u00e4gen von sozialen Reformen beantwortet, die die Spr\u00fcche der Protestbewegung wiederverwendeten. So wurden sie [die Protestbewegungen] Teil der L\u00f6sungen die aus dem Staat kamen. Die Kritiken gegen die \u201epolitische Elite\u201c wurden mit dem \u201e\u00f6ffnen\u201c der Parlamentarischen R\u00e4ume f\u00fcr Soziale und Studentische F\u00fchrer beantwortet.\u00a0 Die Kritik gegen die \u201ealte Politik hinter verschlossenen T\u00fcren\u201c wurde mit dem Organisieren von runden Tischen des Dialogs mit B\u00fcrgerorganisationen beantwortet um die Forderungen einzubinden und das Demokratische und partizipative Bild des Staates zu st\u00e4rken. Diese Dinge wurden zusammen mit anderen Implementiert, die versuchen den sozialen Konsens zu verbreitern und die Hinterfragung der Vorherrschenden Ordnung zu schw\u00e4chen und um ebenfalls einen neuen Zyklus der Regierbarkeit des Landes zu sichern.<\/p>\n<p>Aber die Krise des Models der Kapitalistisch-Demokratischen Herrschaft vorhersehend, wurde diese \u201eSoziale Agenda\u201c von einer parallel laufenden Repressiven Politik begleitet, die auf die Isolation und Bestrafung der radikalisierten Sektoren zielt, die Nicht-Verhandlung, Unnachgiebigkeit und Konfrontation mit der bestehenden Ordnung propagandiert. Das wurde bereits erkl\u00e4rt und analysiert von anderen Genossen.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten einen Aspekt vertiefen der mit dem letzten Punkt verbunden ist, betreffend die Konfiguration einer neuen counterinsurgency Politik, die auf die Zerst\u00f6rung aller radikalen Infragestellung von Herrschaft zielt. Die politische und experimentelle Politik ist heutzutage die Offensive gegen die k\u00e4mpferischsten Anarchistischen Zirkel, diejenigen die den Aufstand und die polymorphe [1] Offensive gegen jede Form von Autorit\u00e4t anf\u00fchren. Wir, \u201eindividuals fighting for freedom\u201c und \u201cantiauthoritarian nucleus for agitation and propaganda\u201d [Gruppennamen [2]], kommen aus diesen Zirkeln.<\/p>\n<p>In diesem Text nehmen wir uns Zeit zu Reflektieren. Wir wollen keine Sachen wiederholen, die schon gesagt wurden aber wir bestehen auf einer Bekr\u00e4ftigung unserer Einstellung des Krieges, indem wir unsere Position in der Mitte eines neuen Kontextes der wachsenden Repression ausdr\u00fccken. Wir glauben das das ein Schl\u00fcsselmoment in der Fortf\u00fchrung des Kampfes gegen die Kapitalistisch-Autorit\u00e4re Soziale Ordnung in unserem Gebiet ist. Deshalb ist es wichtig uns selbst die Zeit zu geben und die Realit\u00e4t zu analysieren in der wir leben um dem polymorphen Angriff gegen das System der Herrschaft zu st\u00e4rken und die Positionen zwischen den K\u00e4mpfenden zu sch\u00e4rfen. Deshalb, zun\u00e4chst, die Ideen die wir hier ausdr\u00fccken Entstehen aus der Hitze der Praxis der Anarchie und wollen vor allem \u00fcber ein \u201ewie weiter\u201c reflektieren ohne in die Immobilit\u00e4t zu fallen auf die der Gegner wartet oder in einfache Vortr\u00e4ge zu verfallen, die \u00dcberw\u00e4ltigt werden von der Dynamik eines sich st\u00e4ndig \u00e4ndernden Kontextes.<\/p>\n<p><strong>2. Demokratische Herrschaft in Chile und sein Konterrevolution\u00e4rer Ursprung. <\/strong><\/p>\n<p>Um eine Krise der Institutionellen Ordnung zu vermeiden und einen neuen Zyklus f\u00fcr das Model der Demokratischen Herrschaft zu sichern, wurde die jetzige counterinsurgency Politik des Chilenischen Staates in Kommissionen und Sicherheitszusammenk\u00fcnften entwickelt, die eine neue Welle von Brandstiftungs-Explosions Angriffen, die einen Anstieg im Jahr 2014 im Vergleich zu den letzten zwei Jahren verzeichneten, als Ausrede verwendeten.<\/p>\n<p>Die repressiven Lehren der Zivil-Milit\u00e4rischen Diktatur des letzten halben Jahrhunderts mitnehmend und ihre Fortf\u00fchrung unter den Demokratischen Regimes fortf\u00fchrend, hat der Chilenische Staat seine eigene Erfahrung gemacht \u2013mit guten Bewegungen und fehlern- zuerst mit der Exartikulation der Marxistischen Subversion und etwas aktueller mit versuchen den Antiautorit\u00e4ren-Autonomen Aufstand auszul\u00f6schen. Die Macht gebiert heutzutage eine neue counterinsurgency Politik indem sie bereits bekannten Taktiken die Hand gibt, dabei bringt sie alte und neue Methoden zusammen, die heute in ein Model gebracht werden k\u00f6nnen, das an die aktuellen Bed\u00fcrfnisse der Macht angepasst werden kann.<\/p>\n<p>Um Selektive Repression gegen kriegerische Gruppen zu erzwingen die heute existieren und die vielleicht in der Zukunft kommen, verst\u00e4rkt der Chilenische Staat seinen Geheimdienstapparat, dabei versucht er mehr Autorit\u00e4t f\u00fcr seine Polizei zu garantieren und schlie\u00dft dabei die Figur des Undercover Cops ein um Antagonistische Gruppen zu infiltrieren, mit der Priorit\u00e4t auf das was sie \u201eAufst\u00e4ndischen Anarchismus\u201c nennen. Sie versuchen Informationen \u00fcber die K\u00e4mpfer Zirkel zu erhalten, suchen f\u00fcr Beweise um Genossen ins Gef\u00e4ngnis zu stecken. Sie versuchen ebenfalls Bewaffnete Operationen zu beg\u00fcnstigen, die von Undercover Cops angestiftet werden und die von der Polizei \u201eBeobachtet\u201c werden um damit ebenfalls Genossen in die Klauen der Repression zu treiben. Damit versuchen sie ebenfalls Misstrauen zwischen Kameraden zu s\u00e4hen, die Isolation zwischen den Gruppen zu bef\u00f6rdern und die moralische und materielle Schw\u00e4chung der Kr\u00e4fte die feindlich gegen\u00fcber der Macht sind zu erreichen.<\/p>\n<p>Zur gleichen Zeit st\u00e4rkt sich der repressive Apparat in der Juristischen Dimension, um f\u00e4hig zu sein mehr Jahre gegen die zu verh\u00e4ngen die w\u00e4hrend Aktionen antagonistischer Gewalt Festgenommen wurden, dabei verst\u00e4rken sie das Gesetz \u00fcber Schusswaffen und das Antiterror Gesetz und bringen diese Dinge an die richtigen Stellen um zu versichern das jeder Akt der die Stabilit\u00e4t der Sozialen Ordnung in der Zukunft gef\u00e4hrden k\u00f6nnte, mit der legalen Maschinerie zerquetscht werden kann.<\/p>\n<p>All das hat seine Form in den vergangenen Monaten angenommen in Kombination mit einem kommunikativen Einsatz der das Feld frei gemacht hat f\u00fcr repressive Operationen, dabei wurde Kollektive Panik mit der gemachten Figur des \u201eTerrorist\u201c gesch\u00fcrt um einen Konsens zu erzeugen der versichert das die Repression voranschreiten kann ohne von einem Teil der Gesellschaft hinterfragt zu werden. Mit dem medialen Bombardement der Bilder und Headlines \u00fcber die \u201eTerroristische Bedrohung\u201c, macht sich die Macht bereit, jede Erkl\u00e4rung die einer Gewaltt\u00e4tigen Aktion gegen die etablierte Ordnung bewohnt, von ihrem politischen und revolution\u00e4ren Gehalt zu bereinigen.<\/p>\n<p>Diese Prozedur ist bekannt, wurde aber in der letzten Zeit verst\u00e4rkt, wobei die Medien nicht als Zugeh\u00f6rteil der Macht angesehen werden k\u00f6nnen, sondern eher als neue Berufsarmee die darauf zielt die Gedanken und das Verhalten der Massen zu durchdringen.<\/p>\n<p><strong>3. \u00dcber eine Aktion die Debatten erzeugt hat und unsere Ziele gesch\u00e4rft hat. <\/strong><\/p>\n<p>Wie bereits bekannt ist, Explodierte am 8.09.2014 ein Feuerl\u00f6scher mit Schwarzpulver in einem Korridor einer Einkaufsgalerie in der Metro Station Las Condes. Die Aktion erzeugte einiges an Verwirrung, weil 12 Personen verwundet wurden, etwas was leicht von der Macht assimiliert wurde um die \u201eAntiterroristische\u201c Hysterie zu f\u00fcttern und mit Schockmethoden die Idee in die K\u00f6pfe der Menschen zu pflanzen, dass Terrorismus \u201ehinter der n\u00e4chsten Ecke\u201c ist.<\/p>\n<p>Andere Genossen haben sich bereits ge\u00e4u\u00dfert und die Aktion reflektiert, haupts\u00e4chlich w\u00e4hrend die Aktion Anonym war und die Macht leicht von den Konsequenzen der Aktion profitieren konnte. Aber als die Aktion bei von einer Anarchistischen Gruppe bekannt wurde, die sagte das sie die Polizei einige Minuten vorher gewarnt hatte und sie keine Konsumenten und Passanten verletzen wollte, kl\u00e4rten sich einige Zweifel.<\/p>\n<p>Betreffend die Aktion und ihre Erkl\u00e4rung, teilen wir das Ziel die M\u00e4chtigen zu treffen und dabei keine Passanten zu verletzen, aber wir wollen klar sagen das der gew\u00e4hlte Platz kein Ort der M\u00e4chtigen war und das man nicht vorhergesehen hat das die Schutzma\u00dfnahmen nicht ausreichend waren.<\/p>\n<p>Diskutierend \u00fcber den ersten Punkt, der gew\u00e4hlte Platz, hat diese Diskussion mit den Zielen unseres Kampfes zu tun: wer ist unser Feind und wie wollen wir ihn treffen, wir sch\u00fctzen wir die Offensive in ihrer Zeitlichen und R\u00e4umlichen Ausdehnung, welche Instrumente nutzen wir, wann und wo etc. Das ist die Verantwortung der Anarchistischen, Anti-Autorit\u00e4ren und Autonomen-Antikapitalistischen Zirkel im Allgemeinen, weil die Debatte und die Reflektion \u00fcber unsere polymorphen Handlungen ein unverzichtbares Instrument ist um unsere K\u00e4mpferischen Positionen zu verfeinern, um unser Leerlaufen zu verhindern und unsere Schw\u00e4chen zu \u00fcberwinden die jede und jeder von uns haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Aber auf der anderen Seite ist auch ein Bereich, der Teil des polymorphen Kampfes ist der aber mehr zum Operativen Aspekt von Aktionen geh\u00f6rt, die von Direkten Angriffsgruppen ausgef\u00fchrt werden: wie bewegt man sich in der Stadt w\u00e4hrend Aktionen, wie l\u00e4sst man keine Indizien zur\u00fcck, Ma\u00dfnahmen der operativen Sicherheit, etc. Betreffend dies, wollen wir nachdr\u00fccklich erkl\u00e4ren das dies in der Verantwortung derer liegt die Aktionen realisieren oder in ihrer Entwicklung beitragen und nicht die Verantwortung derer die mit freiem R\u00fccken die \u201eFehler\u201c anderer rausarbeiten, dabei aber selber nicht den geringsten Teil ihrer Leben im polymorphen Kampf gegen die Macht riskieren.<\/p>\n<p><strong>4. Solidarit\u00e4t mit den Inhaftierten Genossen fordert Sofortma\u00dfnahmen. Alles andere sind Ausreden.<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend du das lie\u00dft, befinden sich drei Genossen im Gef\u00e4ngnis mit Anklagen zu verschiedenen Explosiven Angriffen. Der ganze Juristische, Polizeiliche und Journalistische Apparat ist auf die Leben von Juan, Nataly und Guillermo gesprungen, die am 18.09.2014 Festgenommen wurden mit einer neuen im TV \u00fcbertragenen Repressiven Operation. Sie haben bisher noch keine \u00d6ffentlichen Briefe gesendet, aber sie sind Genossen die eine trotzige Haltung gegen\u00fcber den Bullen und der Presse eingenommen haben. Ab diesem Moment ist das genug f\u00fcr uns. Vielleicht sp\u00e4ter, wenn ihre Positionen nach drau\u00dfen verbreitet wurden, wird es mehr oder weniger Affinit\u00e4t geben, aber heute ist Solidarit\u00e4t mit den Genossen etwas dringendes das keine Entschuldigungen akzeptiert.<\/p>\n<p>\u201eIch habe Schwierigkeiten mit ihnen Solidarisch zu sein, weil ich ihre Aktion nicht teile wegen der sie Angeklagt sind\u201c, m\u00f6gen einige sagen, mit dem Fehler beginnend, die Genossen als \u201eSchuldig\u201c zu betrachten. \u201eWir m\u00fcssen erst auf ihre \u00d6ffentlichen Briefe warten, bevor wir solidarisch mit ihnen sind\u201c, k\u00f6nnten andere anbringen, als ob das Bild von Juan, der rief \u201enieder mit dem Polizeistaat\u201c und von den anderen beiden Genossen die aus der Polizeistation mit erhobenen K\u00f6pfen kamen, w\u00e4hrend die Anklagen wegen Terrorismus formalisiert wurden, nicht ausreichen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Wir sind solidarisch mit Juan, Nataly und Guillermo weil sie Genossen sind \u2013und nicht nur \u201eIndividuen\u201c- deren Leben ins Gef\u00e4ngnis gesteckt werden, als Teil des Spiels der Macht jede Art von Opposition gegen die Ordnung der Herrschaft auseinanderzunehmen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem, in einem Kontext in dem sich der Feind versucht zu st\u00e4rken, sollte Solidarit\u00e4t mit Genossen im Gef\u00e4ngnis ein Teil unserer Individuellen und Kollektiven Verantwortlichkeit sein, als Protagonisten eines sich fortsetzenden polymorphen Kampfes der sich verweigert im Angesicht der Offensiven der Macht die Schnauze zu halten.<\/p>\n<p>Es ist die Offensive und Solidarische Aktion \u2013und nicht die Kritik aus einer komfortablen Position heraus- die es uns erm\u00f6glicht schwierige Momente zu \u00fcberwinden und die Kontinuit\u00e4t des Anti-Autorit\u00e4ren Kampfes in diesem Gebiet zu verst\u00e4rken.<\/p>\n<p><strong>5. Einmal mehr werden wir Hindernisse \u00fcberwinden indem wir die Macht mit polymorphen Aktionen konfrontieren. <\/strong><\/p>\n<p>Ein Umfeld des Kampes in dem Debatten und Reflektion selten oder oberfl\u00e4chlich sind, wo friend-ism [4] und Ma\u00dflosigkeit herrscht, wo gute Intentionen und radikale Reden sich nicht in konkrete Praxis materialisieren, ist ein Umfeld dessen \u00dcberzeugungen und Aktionsperspektiven zu einer leichten Zerst\u00f6rung bestimmt sind.<\/p>\n<p>Wir sagen dies weil wir denken, dass der Dialog und die Reflektion zwischen Genossen heutzutage dringend ist, um Anarchistisches Handeln in einen sich eingravierenden Prozess zu wandeln, dessen Horizonte der permanenten Konfrontation den Kampf fortschreiten lassen, indem sich Beziehungen von wahrer Affinit\u00e4t entwickeln. Diese gehen \u00fcber friend-ism hinaus und die Genossen f\u00fchlen die Dringlichkeit von Aktionen und statten ihre Projekte mit Hypothesen aus, die auf die Fortf\u00fchrung des Konfliktes trotz repressiver Schl\u00e4ge zielen.<\/p>\n<p>Wir werden nicht erschrocken sein und werden unsere Propagandistische T\u00e4tigkeit weiter fortf\u00fchren und verbreiten weiter Reflektionen die von einer Anti-Autorit\u00e4ren Offensive ausgehen. Wir werden weiterhin in die grauen Stra\u00dfen intervenieren mit unserer Propaganda indem wir unser periodisches Journal rausgeben und dabei Kommunikative Br\u00fccken schlagen, mit Genossen von anderen Gebieten durch \u00dcbersetzungen oder Informationen zu wichtigen Events, f\u00fcr eine breitere Debatte und solidarische Agitation mit den inhaftieren Genossen. Wir werden keinen Millimeter von der Propagandierung der Konfrontation mit der Macht im Kampf um die Freiheit zur\u00fcckweichen, in der alle Formen der Aktionen \u2013von Propaganda zu bewaffneten Aktionen- ein Beitrag sind, wenn sie auf die totale Zerst\u00f6rung der Herrschaft zielen.<\/p>\n<p>Es ist wichtig mit unseren Handlungen zu zeigen, das unser Kampf fortgef\u00fchrt wird, das hier nichts aufgeh\u00f6rt hat, das der Kampf gegen die Autorit\u00e4t nicht geschlagen wurde, w\u00e4hrend wir unsere Aktivit\u00e4ten fortsetzen und uns st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Du kannst den Kampf solange fortsetzen, wie du k\u00e4mpfen willst und die Reflektion die die \u00dcberzeugungen verst\u00e4rkt, Werte und Ideen in die Praxis umsetzt, ist heute besonders wichtig, genauso wie sie es an jedem anderen Moment ist. Heute in diesem speziellen Moment ist von uns die dringende offensive Aktion gefragt, die sich in der Agitation der Stra\u00dfe materialisiert, im sch\u00e4rfen der Konflikte die die soziale Ordnung mit Propaganda, Debatten und dem weiteren Verbreiten der Idee der Zerst\u00f6rung der Macht. Dabei immer auf die Vertiefung und Verst\u00e4rkung der \u00dcberzeugungen, der St\u00e4rkung der Bindungen der Affinit\u00e4t und des k\u00e4mpferischen Einsatzes zielend. W\u00e4hrend die Notwendigkeit neue Gruppen zu gr\u00fcnden und sich in Affinit\u00e4t mit Genossen zu organisieren, mit dem Ziel der Intervention in die Realit\u00e4t, von einem offensiven Ansatz ausgehend zur totalen Befreiung, verst\u00e4rkt werden muss.<\/p>\n<p>Kurzfassend, unsere Individuelle und Kollektive St\u00e4rke in der kommenden Zeit, wird in den praktischen Ergebnissen verwurzelt sein, die wir einem notwendigen Prozess der Selbstkritik und Reflektion unterziehen, der uns die Elemente, Kapazit\u00e4ten, Wissen und Erfahrungen gibt, die notwendig sind um eine Kontinuit\u00e4t der Konfrontation unterst\u00fctzen. Eine permanente Konfrontation, die von guten und schlechten Handlungen gen\u00e4hrt wird, die sich im Angesicht von repressiven Operationen nicht schw\u00e4chen lassen. Damit wir letztlich verhindern, das Genossen die sich entschieden haben ihre Leben in den polymorphen Kampf gegen die Macht zu werfen, nicht wieder von Null anfangen.<\/p>\n<p>Deshalb ist jeder Tag in unserem Leben im [Sozialen] Krieg gl\u00fchende Energie die f\u00fcr den freien Fluss der Herrschaft ein Hindernis ist.<\/p>\n<p><strong>Weil die Zerst\u00f6rung der bestehenden Ordnung an uns h\u00e4ngt.<\/strong><br \/>\n<strong>Aktion und Solidarit\u00e4t kann nicht warten.<\/strong><\/p>\n<p>Sin Banderas Ni Fronteras, n\u00facleo antiautoritario de agitaci\u00f3n y<br \/>\npropaganda.<br \/>\nChile, Oktober 2014.<\/p>\n<p><a title=\"http:\/\/325.nostate.net\/?p=13090\" href=\"http:\/\/325.nostate.net\/?p=13090\" rel=\"nofollow\">http:\/\/325.nostate.net\/?p=13090<\/a><\/p>\n<p>(1) <a title=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Polymorphie\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Polymorphie\" rel=\"nofollow\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Polymorphie<\/a><br \/>\n(2) \u201cSin Banderas Ni Fronteras\u201d, \u201cn\u00facleo antiautoritario de agitaci\u00f3n y<br \/>\nPropaganda\u201d<br \/>\n(3) <a title=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Exartikulation\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Exartikulation\" rel=\"nofollow\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Exartikulation<\/a><br \/>\n(4) Kann vermutlich mit \u201eSzened\u00fcnkel\u201c \u00fcbersetzt werden<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(gefunden auf: linksunten.indymedia.org) Am 23.6.2014 wurde in der U-Bahnstation \u201eLos Dominicos\u201c (Santiago, Chile) eine Bombe gelegt, die durch ihre Explosion einige Menschen verletzte, wenn auch nicht lebensbedrohlich. In dem Konzept \u00e4hnelt dieser Angriff dem auf ein Einkaufszentrum in Athen am 20.1.2013. Jedoch wurden die Warnungen dort mehr beachtet und die Zeit g\u00fcnstiger gew\u00e4hlt. Die Aktion [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[114,119,115,118,125],"tags":[297,290,156,126],"class_list":["post-1793","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-anarchismus","category-direkte-aktionenangriffe","category-gefangene","category-kritikselbstkritik","category-repression","tag-analyse","tag-anarchistinnen","tag-chile","tag-solidaritat"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1793"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1793"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1793\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1794,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1793\/revisions\/1794"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1793"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1793"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-wien.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1793"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}