{"id":1664,"date":"2014-11-17T21:24:02","date_gmt":"2014-11-17T20:24:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-wien.net\/?p=1664"},"modified":"2014-11-19T21:24:27","modified_gmt":"2014-11-19T20:24:27","slug":"griechische-gefangnisse-nikos-romanos-befreiende-reisen-des-angriffs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=1664","title":{"rendered":"[Griechische Gef\u00e4ngnisse] Nikos Romanos: Befreiende Reisen des Angriffs"},"content":{"rendered":"<p>(gefunden auf: <a href=\"http:\/\/de.contrainfo.espiv.net\/2014\/11\/16\/griechische-gefangnisse-nikos-romanos-befreiende-reisen-des-angriffs\/\" target=\"_blank\">de.contrainfo.espiv.net<\/a>)<\/p>\n<div class=\"post-bodycopy clearfix\">\n<p><a href=\"http:\/\/de.contrainfo.espivblogs.net\/files\/2014\/11\/Avalanche-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-8253\" src=\"https:\/\/de.contrainfo.espiv.net\/files\/2014\/11\/Avalanche-3.jpg\" alt=\"\" width=\"534\" height=\"181\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der folgende Text ist vorgesehen als Fortsetzung eines Dialogs \u00fcber die Werkzeuge des anarchistischen Aufstands und der Art und Weise, uns zu organisieren; ein Dialog, der w\u00e4hrend einer internationalen Begegnung von Anarchistinnen und Anarchisten irgendwo auf dem Land in Frankreich begann und jetzt von einer griechischen Gef\u00e4ngniszelle aus fortgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Die hier ge\u00e4u\u00dferten Meinungen sind meine pers\u00f6nlichen Ansichten, es sollte also klar sein, dass sie eine besondere Position zu dem Thema vertreten. Dennoch ist nicht gew\u00fcnscht, eine Position \u00fcber alle anderen zu stellen. Worauf es ankommt, ist wie die verschiedenen und doch komplement\u00e4ren Sichtweisen miteinander kommunizieren und interagieren. Angesichts eines Feindes, der in Bezug auf den Gebrauch und die Vielfalt der Mittel und Formen des Angriffs sehr flexibel ist, versteht sich die Vielf\u00e4ltigkeit der \u00dcberlegungen und Praktiken auf anarchistischer Seite von selbst. Wobei verschiedene Perspektiven nicht dogmatisch vorangebracht werden k\u00f6nnen, sondern basierend auf der Grundlage des vielgestaltigen Angriffs.<\/p>\n<p>Zuerst m\u00fcssen wir \u00fcber das eigentliche Konzept der Organisation sprechen, ein Wort, das in anarchistischen Kreisen recht oft missverstanden wird.<\/p>\n<p>Wir haben es mit einem Feind zu tun, der komplexe und komplizierte Funktionen hat. Eine der wesentlichen Merkmale, die diesen Feind Macht verleihen, ist die konstante Hervorbringung und Organisierung der sozialen Paranoia, die wir heute erfahren; eine technologische, milit\u00e4rische, architektonische, zivile, industrielle, \u00f6konomische, wissenschaftliche Organisierung. Jeder Aspekt dieser Welt wird organisiert, wobei jegliche Unvollkommenheit permanent durch ein intelligentes System korrigiert wird, das eine gro\u00dfe Zahl von Dienern hat.<\/p>\n<p>Angesichts dieser Bedingungen sind diejenigen gelinde gesagt naiv, die glauben, es gebe die M\u00f6glichkeit zu k\u00e4mpfen, ohne sich zu organisieren.<\/p>\n<p>\u201ewenn die bullen 1972 mit 150 000 mann die totale mobilmachung f\u00fcr die fahndung gegen die raf gemacht haben, die volksfahndung \u00fcbers fernsehen, einschaltung des bundeskanzlers, zentralisierung der gesamten polizeimacht beim bundeskriminalamt \u2013 dann waren damit zu diesem zeitpunkt durch eine zahlenm\u00e4\u00dfig kleine gruppe von revolution\u00e4ren schon alle materiellen und personellen kr\u00e4fte dieses staates im einsatz; es wurde materiell sichtbar, da\u00df das gewaltmonopol des staats begrenzt ist, seine kr\u00e4fte ersch\u00f6pfbar, da\u00df der imperialismus taktisch ein menschenfressendes ungeheuer, da\u00df er strategisch ein papiertiger ist. es wurde materiell sichtbar, da\u00df es an uns liegt, wenn die unterdr\u00fcckung bleibt, und ebenfalls an uns, wenn sie zerbrochen wird\u201c (Ulrike Meinhof)<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen also sagen, dass alle diejenigen, die sich nicht organisieren, zu einer harmlosen Gruppierung werden, die fr\u00fcher oder sp\u00e4ter von den entfremdenden Mechanismen des Bestehenden einverleibt werden. Sie verlieren die k\u00e4mpferischen Eigenschaften, die sie gef\u00e4hrlich f\u00fcr den Feind machen und infolgedessen vom Feld des antagonistischen Kampfes abgeschoben werden.<\/p>\n<p>Im umgekehrten Fall wird jede und jeder, der oder die sich entschieden hat, dieses System zu bek\u00e4mpfen, notwendigerweise ihren oder seinen Hass organisieren m\u00fcssen, um effektiv und gef\u00e4hrlich zu sein. Somit beginnt die Diskussion \u00fcber die Art und Weise unserer Selbstorganisation, die Eigenschaften besitzt, die unseren anarchistischen Werten entsprechen, irgendwo an dieser Stelle.<\/p>\n<p>Das Dilemma besteht dann darin, ob wir uns \u00fcber eine zentrale anarchistische Organisation als Bezugspunkt f\u00fcr die anarchistische Bewegung organisieren oder in einer dezentralisierten und diffusen Art in anarchistischen Affinit\u00e4tsgruppen, die sowohl im Hinblick auf Aktion als auch auf kollektive Entscheidungen ihre politische Autonomie beh\u00e4lt.<\/p>\n<p>In puncto zentralisierter Organisationsweise werde ich nach allgemeinen und nicht nach spezifischen Gesichtspunkten dar\u00fcber sprechen, wer sich wie in Griechenland f\u00fcr diese Option entschieden hat.<\/p>\n<p>Wenn ihr es historisch betrachtet, haben diese zwei Organisationsformen immer existiert, aber niemals co-existiert. Im spanischen B\u00fcrgerkrieg waren Anarchistinnen und Anarchisten auf der zentralen Ebene organisiert, um gegen die Faschisten zu k\u00e4mpfen, und so war es auch bei anderen revolution\u00e4ren Versuchen.<\/p>\n<p>Dasselbe ist der Fall bei den meisten k\u00e4mpfenden Stadtguerillaorganisationen der letzten Jahrzehnte, die zu neuen Genossinnen und Genossen im Kontext eines bestimmten politischen Projektes Kontakt aufnahmen. Somit strebten sie danach, die Organisation zu st\u00e4rken und nicht eine bewaffnete Streuung, bei der die Autonomie eines jeden Individuums die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnet, chaotische Fronten des Angriffs zu schaffen.<\/p>\n<p>Dieses Verst\u00e4ndnis von Organisationsweisen sollte nicht getrennt von den sozialen und politischen Bedingungen im zeitlichen Kontext betrachtet werden.<\/p>\n<p>Die K\u00e4mpfenden jener Zeiten studierten ihre Gegner mit ihren eigenen analytischen Werkzeugen, k\u00e4mpften f\u00fcr Freiheit und bezahlten den Preis in Form von Morden, hohen Gef\u00e4ngnisstrafen, Folter, Isolationshaft. Jene unter ihnen, die ihre Werte nicht aufgegeben haben, machen ihre eigene kritische Bewertung der Erfahrungen, die sie im Laufe der Jahre gesammelt haben. Erfahrungen, die offensichtlich ein sorgf\u00e4ltiges Studium verdienen; doch wenn wir daran h\u00e4ngenbleiben, sind wir verloren. Worauf es ankommt ist, was wir heute machen, in der \u00c4ra in der wir leben.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich sind demnach die zentrale Organisationsform und der revolution\u00e4re Zentralismus Geister, die wir verbannen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Ein Hinweis darauf ist au\u00dferdem die Tatsache, dass all die \u00fcbriggebliebenen zentralen Anarchistinnen und Anarchisten einfach die glorreichen Kennzeichen dieser Zeiten behalten haben und dabei tief in den Reformismus abgesunken sind. Sie lehnen direkte Aktion und allt\u00e4gliche Rebellion ab und haben nichts zu schaffen mit allem, was irgendwie mit Kampfbereitschaft verbunden ist. Sie weigern sich, die enormen sozialen und politischen Ver\u00e4nderungen zu verstehen, sie weigern sich, \u00fcber die Sch\u00e4rfe der zeitgen\u00f6ssischen Unterdr\u00fcckung, das Voranschreiten der Wissenschaft, die technologische Faschisierung, die Dominanz der Multinationalen zu sprechen. Sie wiederholen nur immer ideologisierte Theorien \u00fcber den Konflikt zwischen Kapital und Arbeit und verwenden Begriffe, die vor hundert Jahren gebildet wurden und aus einer anderen \u00c4ra des Kapitalismus stammen.<\/p>\n<p>Schlimmer noch, sie weigern sich zu handeln. Sie sind unf\u00e4hig zu begreifen, dass wenn sie in der glorreichen Vergangenheit leben w\u00fcrden, in deren Erinnerung sie schwelgen, sie nur Komparsen w\u00e4ren, da sie niemals irgendwelche Risiken auf sich nehmen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Nun, was den revolution\u00e4ren Zentralismus innerhalb Stadtguerillagruppen betrifft, so verstehe ich zwar die Ursachen und Wirkungen hinter einer solchen Entscheidung, stimme jedoch nicht mit ihr \u00fcberein. Denn ich glaube stattdessen, dass es unser Ziel ist, nicht alle zusammen entsprechend einem gemeinsamen politischen Projekt-Programm zu laufen, sondern unsere Mittel zu zerstreuen und jeder und jedem nahezulegen, ihre und seine eigene Autonomie zu wahren und so zur Schaffung neuer Wahrnehmungsweisen und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Intensivierung polymorpher anarchistischer Aktion beizutragen.<\/p>\n<p>Das ist der Grund, warum ich f\u00fcr die informelle Organisation bin, die ich als qualitativ besser und effektiver betrachte aus Gr\u00fcnden, die ich sp\u00e4ter erkl\u00e4ren werde. Die grundlegende Komponente, welche die informelle Organisation (und nicht nur sie) greifbar macht, ist nichts anderes als die direkte Aktion; sonst w\u00e4ren wir nur ein Haufen Scharlatane mit Dissidentenrhetorik.<\/p>\n<p>Das Allerwichtigste f\u00fcr eine Anarchistin und einen Anarchisten ist die Entscheidung, in Aktion zu treten. Denn damit bricht die Individualit\u00e4t durch die Angst hindurch, die ihr durch die Herrschaft hinsichtlich der Entscheidung f\u00fcr revolution\u00e4re Aktion zugef\u00fcgt wird. Wenn du in Aktion trittst, \u00fcberwindest du hemmende Faktoren, die dich in die Passivit\u00e4t treiben. Du nimmst dein Leben in beide H\u00e4nde und gewinnst die F\u00e4higkeit, mehr oder weniger auf die Umst\u00e4nde, die dein Leben definieren, einzuwirken. Aktionen durchzuf\u00fchren ist gleichbedeutend damit, unser Leben, das uns gestohlen wurde, zur\u00fcckzugewinnen und damit die Eigenschaften freier Menschen zu entwickeln, die k\u00e4mpfen, um ihre Fesseln, ihre sozialen Vertr\u00e4ge loszuwerden, tagt\u00e4glich, die autorit\u00e4ren Rollen zu beseitigen, die ihnen aufgezwungen wurden, und eine Kultur aufzubauen, welche die Qualit\u00e4t eines neuen Lebens in sich tr\u00e4gt, das Leben anarchistischer Aufst\u00e4ndischer, die der zeitgen\u00f6ssischen Welt offene Schnittwunden zuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Nachdem eine solche Entscheidung getroffen ist, kommt das Experimentieren. Anarchistinnen und Anarchisten sollten keine fixierten Positionen haben, sie sind konstant unterwegs. Ohne sich zu bewegen, laufen sie Gefahr, sich durch ideologischen Dogmatismus selbst zu zerst\u00f6ren. Sie hinterfragen Dinge, kritisieren sich selbst und erforschen die kollektive Erfahrung, um sie in den laufenden historischen Kontext einzuf\u00fcgen. Sie legen ihr Herz auf Eis, um Schmerz zu widerstehen, und legen Feuer an die Spuren, die von ihrem vergangenen \u201eruhigen\u201c Leben \u00fcbrig geblieben sind. Von diesem Punkt an ist das, was z\u00e4hlt, der Kampf, aber auch die Rache, denn wer immer Gewalt am eigenen Leib erfahren hat und nicht auf Rache sann, verdient sein oder ihr Leiden.<\/p>\n<p>Lasst uns zur\u00fcckgehen zum Thema des praktischen Experimentierens, das hei\u00dft, Aktion auf verschiedene Arten, viele Methoden und viele Formen.<\/p>\n<p>Ich glaube, dass die Organisation unserer destruktiven W\u00fcnsche durch Aktionsnetzwerke von gro\u00dfer Unverwechselbarkeit ausgedr\u00fcckt werden sollte, in denen jede und jeder die eigenen Worte und Werke lesen, inspiriert werden, reflektieren und an unserer Seite oder gegen uns k\u00e4mpfen kann. (In kommunikativer Hinsicht) sichtbar zu sein ist Teil unseres Ziels, einen maximalen Grad sozialer Polarisierung zu erreichen, um die Rolle eines und einer jeden in dem autorit\u00e4ren Geb\u00e4ude klarzustellen und dann von bewaffneter Kritik zu einer Kritik der Waffen \u00fcberzugehen.<\/p>\n<p>Meiner Meinung nach ist es das Bekennerschreiben, das einer Aktion Bedeutung verleiht. Es f\u00fchrt die Aktion zu deinen gew\u00fcnschten Zielvorstellungen und erkl\u00e4rt jedem und jeder, die oder der daran interessiert ist, den Teufelskreis der Unterdr\u00fcckung zu durchbrechen und in die Offensive zu gehen, die Motive und Gr\u00fcnde, die dich dazu gebracht haben, sie durchzuf\u00fchren. Einfach und klar. In einer Welt der allgemeinen Informations\u00fcberflutung und des Terrorismus virtueller Bombardierung kann keine Aktion f\u00fcr sich selbst sprechen, wenn nicht die Subjekte-Akteure sich zu ihnen \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>Das hohe Niveau der Unverwechselbarkeit, die ich oben erw\u00e4hnt habe, bezieht sich sowohl auf unver\u00e4nderliche aufst\u00e4ndische Namen wie auch Akronyme. F\u00fcr mich sind unver\u00e4nderliche Namen in aufst\u00e4ndischen Aktionen von besonderer Wichtigkeit, weil auf diese Weise eure Aktionen miteinander verbunden werden, und gleichzeitig an Eigendynamik gewinnen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem bekommt euer Diskurs gr\u00f6\u00dfere Bedeutung, da er mit der Konsistenz eurer Aktion verbunden ist. Ihr habt die M\u00f6glichkeit, Strategien aufst\u00e4ndischer Aktion auszuarbeiten und eure ihnen zugrunde liegenden Prinzipien verst\u00e4ndlich zu machen, einen Bezugspunkt zu erschaffen und eine Herausforderung zur Aktion in Umlauf zu setzen. Auf diese Weise versch\u00e4rft ihr die revolution\u00e4re Drohung und durchbrecht das staatliche Gewaltmonopol, denn Anarchistinnen und Anarchisten nehmen sich ihren Teil der Gewalt, um sie gegen den Feind zu richten.<\/p>\n<p>Um jetzt auf den Gebrauch von Akronymen einzugehen, ist dieser von \u00e4hnlicher N\u00fctzlichkeit auf einer umfassenderen Ebene. Ihre gr\u00f6\u00dfte Wichtigkeit besteht darin, dazu beizutragen, dass Widerstand ohne ein Zentrum wiedererkennbar wird. Stattdessen ist Widerstand horizontal und chaotisch und h\u00e4ngt von den Entscheidungen von Rebellinnen und Rebellen ab.<\/p>\n<p>Ich denke dass die Existenz von Akronymen auch ein wichtiges Mittel der Propaganda ist. \u00dcbersetzungsnetzwerke k\u00f6nnen die Arbeit von Botschaftern zwischen aufst\u00e4ndischen Gruppen machen, unabh\u00e4ngig davon, ob diese ein Akronym benutzen oder nicht. Nichtsdestoweniger steigert die Existenz eines oder mehrerer informeller Netzwerke, die Akronyme verwenden und sich gegenseitig erkennen, die Durchschlagskraft von Aktionen, indem sie diese in einen umfassenden Kontext stellt, so dass sie nicht etwas Fragmentarisches bleiben, und eine solide (im Sinne ihrer Existenz als kontinuierliche Aktion) Struktur schafft, die von ihrem Ursprung her anarchistisch und aufst\u00e4ndisch ist.<\/p>\n<p><em>Anstelle eines Epilogs<\/em><\/p>\n<p>Es ist klar, dass im Namen der \u201eSicherheit der B\u00fcrger\u201c k\u00fcnstliche soziale Bedrohungen konstruiert werden, um ein politisches Alibi zu liefern, damit die gr\u00f6\u00dften Staatsverbrechen begangen, mehr und mehr Praktiken der Kontrolle und \u00dcberwachung etabliert und Antiterrorgesetze versch\u00e4rft werden k\u00f6nnen. All dies zielt darauf ab, dass sich die privilegierten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger der entwickelten L\u00e4nder, denen dieses elit\u00e4re Niveau zugestanden wird, sicher f\u00fchlen, w\u00e4hrend ihre staatlichen Besch\u00fctzer massiv und wahllos Tod um sich herum s\u00e4en.<\/p>\n<p>Das ist der Grund, warum ich mir einen kriegf\u00fchrenden Zustand in den st\u00e4dtischen Zentren vorstelle, in dem Rebellinnen und Rebellen jeden Tag Angriffspl\u00e4ne ausarbeiten und eine asymmetrische Bedrohung erzeugen, die sozialen Zusammenhalt und politische Stabilit\u00e4t in St\u00fccke rei\u00dft und in den Reproduktionszentren des Kapitalismus Unsicherheit s\u00e4t. Der reibungslose Fluss der G\u00fcter wird nicht mehr selbstverst\u00e4ndlich sein, und die Repr\u00e4sentanten der Unterdr\u00fcckung werden in Furcht leben.<\/p>\n<p>Wir haben nichts, worauf wir warten m\u00fcssten. Also organisieren wir uns und schlagen los gegen die Gesellschaft des Kapitalismus. Revolution\u00e4re Aktionen formen die objektiven Bedingungen, lasst sie uns multiplizieren.<\/p>\n<p>St\u00e4rke f\u00fcr alle gefangenen und fl\u00fcchtigen Genossinnen und Genossen<br \/>\nSt\u00e4rke f\u00fcr die vier anarchistischen Hungerstreikenden in Mexiko*<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/gr.contrainfo.espiv.net\/2014\/11\/13\/greek-prisons-nikos-romanos-liberating-journeys-of-attack\/\" target=\"_blank\">Nikos Romanos<\/a><\/em><br \/>\nDikastiki Filaki Koridallou, \u0395 Pteryga<br \/>\n(Haftanstalt Koridallou, \u0395-Fl\u00fcgel)<br \/>\n18110 Koridallos, Athen, Griechenland<\/p>\n<p>Oktober 2014.<\/p>\n<p>Zuerst ver\u00f6ffentlicht in der 3. Ausgabe von <a href=\"http:\/\/avalanche.noblogs.org\" target=\"_blank\">Avalanche<\/a> (November 2014).<\/p>\n<p>* Bemerkung der Transkription: <em>Zur Zeit der Abfassung dieses Textes befanden sich die in verschiedenen mexikanischen Gef\u00e4ngnissen eingekerkerten Genossen Fernando B\u00e1rcenas, Abraham Cort\u00e9s \u00c1vila, Carlos L\u00f3pez Mar\u00edn und Mario Gonz\u00e1lez noch im Hungerstreik, den sie am 17. Oktober 2014 beendeten. Am 31. Oktober wurde Mario aus dem Gef\u00e4ngnis entlassen. Freiheit f\u00fcr alle!<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(gefunden auf: de.contrainfo.espiv.net) Der folgende Text ist vorgesehen als Fortsetzung eines Dialogs \u00fcber die Werkzeuge des anarchistischen Aufstands und der Art und Weise, uns zu organisieren; ein Dialog, der w\u00e4hrend einer internationalen Begegnung von Anarchistinnen und Anarchisten irgendwo auf dem Land in Frankreich begann und jetzt von einer griechischen Gef\u00e4ngniszelle aus fortgef\u00fchrt wird. 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