{"id":1398,"date":"2014-07-25T18:09:23","date_gmt":"2014-07-25T16:09:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-wien.net\/?p=1398"},"modified":"2014-07-25T18:09:23","modified_gmt":"2014-07-25T16:09:23","slug":"freiheit-und-gluck-fur-bernhard","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=1398","title":{"rendered":"Freiheit und Gl\u00fcck f\u00fcr Bernhard"},"content":{"rendered":"<p>\n\t(gefunden auf: https:<a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/118964\" target=\"_blank\">linksunten.indymedia.org<\/a>)\n<\/p>\n<div class=\"teaserimage-body\">\n\t<a class=\"lightbox-processed\" href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/image\/118969.jpg\" rel=\"lightbox[node_images][&lt;a  data-cke-saved-href=&quot;\/de\/node\/118969&quot; href=&quot;\/de\/node\/118969&quot; id=&quot;node_link_text&quot; target=&quot;_blank&quot; &gt;Abschiebeknast in Gr\u00fcnau&lt;\/a&gt; - &lt;a  data-cke-saved-href=&quot;\/image\/118969.jpg&quot; href=&quot;\/image\/118969.jpg&quot; id=&quot;lightbox2-download-link-text&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Download&lt;\/a&gt;]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Abschiebeknast in Gr\u00fcnau\" class=\"image image-thumbnail \" height=\"134\" src=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/system\/files\/images\/1212917190.thumbnail.jpg\" title=\"Abschiebeknast in Gr\u00fcnau\" width=\"200\" \/><\/a>&nbsp;\n<\/div>\n<div class=\"content\">\n<p>\n\t\tWie verschiedene Medien, darunter auch der <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/node\/118968\" rel=\"nofollow\">Spiegel<\/a>, heute berichten, ist unser Genosse Bernhard in Venezuela festgenommen worden. Offensichtlich war es einem Zielfahndungskommando des Bundeskriminalamtes gelungen, Bernhard im venezolanischen M&eacute;rida aufzusp&uuml;ren. Die Festnahme unseres Genossen erfolgte durch eine Bullensondereinheit des &quot;Sozialismus des 21. Jahrhunderts&quot;.\n\t<\/p>\n<p>\n\t\tWir haben viele Jahre die Strassen und Versammlungen und manchmal auch den Tisch mit Bernhard geteilt. Umso froher waren wir, dass es den Bullen 1995 nach dem gescheiterten Versuch, den neuumgebauten Abschiebeknast in Berlin Gr&uuml;nau in die Luft zu jagen, nicht gelungen ist, Bernard und seine\/unsere Freunde und Genossen Peter und Thomas hinter Knastmauern zu bringen.<\/p>\n<p>\t\tDas heutige tagt&auml;gliche Sterben an den Aussengrenzen der EU, der hochger&uuml;stete FRONTEX Apparat, die unmenschlichen Bedingungen in den deutschen Lagern, aber auch der Kampf der Fl&uuml;chtlinge dagegen, zeigen auf, wie ebenso mutig wie vision&auml;r der Versuch der Genossen war, an einem Ort dieser Praxis des Systems ein Ende zu setzen.<\/p>\n<p>\t\tBernhard, Peter und Thomas &#8211; Wir haben Euch all die Jahre nicht vergessen.<br \/>\n\t\tUnsere Verbundenheit und unsere W&uuml;nsche waren mit Euch.<\/p>\n<p>\t\tWir w&uuml;nschen Peter und Thomas weiterhin alles Gute auf ihrem Weg, m&ouml;gen die Schweine Euch niemals erwischen.<\/p>\n<p>\t\tFreiheit f&uuml;r Bernhard! Die Abschiebung in die BRD muss verhindert werden.<\/p>\n<p>\t\tFeuer und Flamme den Abschiebebeh&ouml;rden<\/p>\n<p>\t\t<em>Autonome Weggef&auml;hrtInnen<\/em>\n\t<\/p>\n<p>\n\t\t&nbsp;\n\t<\/p>\n<hr \/>\n<p>\n\t\t&nbsp;\n\t<\/p>\n<p>\n\t\t<strong>Knapp daneben ist auch vorbei &#8211; Erkl&auml;rung des K.O.M.I.T.E.E. zur gescheiterten Gr&uuml;nau-Aktion <\/strong><\/p>\n<p>\t\tNach dem Scheitern des Angriffs auf den im Bau befindlichen Abschiebeknast Berlin-Gr&uuml;nau am Morgen des 11.04.95 war es keineswegs sicher, ob wir uns jemals wieder zu Wort melden w&uuml;rden. Vieles sprach dagegen angesichts mehrerer konkret Beschuldigter und v&ouml;lliger Unklarheit dar&uuml;ber, ob die BAW noch weitere Personen hineinziehen w&uuml;rde. Es erschien uns ratsam, uns mit einer Darstellung der Ereignisse zur&uuml;ckzuhalten, zumal wir nicht wu&szlig;ten, wie sich die Betroffenen in der Situation verhalten wollen. Wir haben jetzt entschieden, dass mit einer Ver&ouml;ffentlichung nicht l&auml;nger gewartet werden kann, da das Schweigen um die Aktion durch uns gebrochen werden mu&szlig;, um den politischen Flurschaden so weit wie m&ouml;glich zu begrenzen. Wir werden auf eine genaue Erkl&auml;rung dessen, was an diesem Abend passiert ist, aber verzichten und es den Betroffenen &uuml;berlassen, sich dazu zu &auml;u&szlig;ern, wenn sie es wollen. Wir denken nicht, dass jede und jeder alle Details kennen mu&szlig;, um sich mit der Aktion und unserer Politik auseinander setzen und sich zu den Beschuldigten solidarisch zu verhalten.<!--more-->In diesem Text geht es darum, die schwerwiegenden Fehler, die uns unterlaufen sind zu benennen und selbstkritisch zu reflektieren, gerade auch damit andere daraus lernen k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>\t\tDurch diese Fehler wurden Unbeteiligte mit unseren Aktionen in Zusammenhang gebracht.<\/p>\n<p>\t\tWeiter ziehen wir Konsequenzen aus unserem Scheitern: wir werden unser Projekt &quot;das K.O.M.I.T.E.E.&quot; beenden. Diesen Schritt auch &ouml;ffentlich bekanntzugeben, leitet sich f&uuml;r uns aus der Bestimmung unseres Projektes und unserer Verantwortung gegen&uuml;ber linksradikaler Politik ab.<br \/>\n\t\tZu Beginn des Textes erkl&auml;ren wir unseren Schritt, warum wir das Projekt, mit der Ausrichtung auf militante Angriffe, gestartet haben und res&uuml;mieren unsere bisherige Politik.<\/p>\n<p>\t\tZu unserem Projekt das K.O.M.I.T.E.E.<\/p>\n<p>\t\tSeit Ende der 80er und noch verst&auml;rkt in den 90iger Jahren war und ist eine radikale Linke zu beobachten, deren politische St&auml;rke und gesellschaftlicher Einflu&szlig; von Jahr zu Jahr mehr verloren ging und deren inhaltliche wie praktische Entwicklung sich immer mehr von radikalen Positionen entfernt hat. Solange es eine gemeinsame St&auml;rke gab; auch auf militanter Ebene, hielte wir es nicht f&uuml;r unbedingt n&ouml;tig, immer wieder unter demselben Namen in Erscheinung zu treten.<\/p>\n<p>\t\tAls der kontinuierliche Diskussionsfaden durch die zu beobachtende R&uuml;ckzugsbewegung der Linken abgerissen war und gemeinsam erarbeitete Handlungsgrundlagen sich aufzul&ouml;sen begannen, kamen wir zu dem Schlu&szlig;, dass es n&ouml;tig ist, sich als Gruppe in den Kontext einer kontinuierlichen und &ouml;ffentlich nachvollziehbaren Politik zu stellen.<\/p>\n<p>\t\tWir sind davon ausgegangen, dass Beitr&auml;ge und Interventionen von Gruppen, deren Name f&uuml;r eine bestimmte Praxis und politische Ausrichtung steht, von der &Ouml;ffentlichkeit und der Linken mit einer gr&ouml;&szlig;eren Aufmerksamkeit gelesen, verfolgt und diskutiert werden als Ver&ouml;ffentlichungen von Gruppen ohne erkennbare Kontinuit&auml;t. So hofften wir im Laufe der Zeit auf die Entwicklung der Linken Szene einen positiven Einflu&szlig; zu haben und Orientierungspunkte zu setzen.<\/p>\n<p>\t\tWir waren uns dar&uuml;ber im Klaren, dass eine solche Ausrichtung hohe Verantwortung und Genauigkeit erfordert. Fehleinsch&auml;tzungen der politischen Lage, Ungenauigkeiten in der politischen Diskussion oder das Reproduzieren von &uuml;berholten und falschen Politikans&auml;tzen usw. w&auml;ren nicht nur auf uns, sonder dadurch, dass wir auch Orientierung bieten wollten, evt. auch auf die Linke im Allgemeinen zur&uuml;ckgefallen.<\/p>\n<p>\t\tWarum militante Politik<\/p>\n<p>\t\tAngesichts des Diskussionsstandes der radikalen Linken, ihrem h&auml;ufigen Schweigen und Nichtverhalten, bedarf es einer Erkl&auml;rung, warum wir uns in diesen bewegungsarmen Zeiten f&uuml;r militante Politik entschieden haben. Es ist heute oft das Argument zu h&ouml;ren, nach dem Niedergang der linksradikalen Bewegung h&auml;tte einfaches &quot;Weitermachen&quot; keinen Sinn mehr, wobei geflissentlich unterschlagen wird, dass revolution&auml;re Politik hier in den letzten Jahrzehnten gesellschaftlich immer nur eine Randposition innehatte und nie eine realistische Strategie zum Umsturz der Verh&auml;ltnisse vorweisen konnte.<\/p>\n<p>\t\tKonsequente militante Praxis k&ouml;nnte einer der Hebel sein, den Kreislauf der Linken von Glaubw&uuml;rdigkeitsverlust nach au&szlig;en und Mutlosigkeit und Anpassung nach innen zu durchbrechen. Radikale Kritik an der bestehenden Praxis von Herrschaft, Unterdr&uuml;ckung und Ausbeutung, die nicht alle Mittel von Widerstand sucht, nutzt und erfindet, mu&szlig; fr&uuml;her oder sp&auml;ter den Glauben an sich selbst verlieren. Um bei unserem Beispiel zu bleiben: eine Linke, die zu recht behauptet, der Bau und Betrieb von Abschiebekn&auml;sten sei ein Verbrechen, aber nicht alle M&ouml;glichkeiten, den Bau zu verhindern ernsthaft in Betracht zieht, schafft sich ihre Perspektivlosigkeit auch ein gutes St&uuml;ck weit selbst, sie hat ihre Niederlage schon im eigenen Kopf erlitten. Unsere Methode, w&auml;re sie erfolgreich gewesen, w&auml;re gewi&szlig; nicht die einzige gewesen und vielleicht nicht mal die beste, aber allemal eine bessere als die Klage &uuml;ber die Aussichtslosigkeit linker Politik in einer sich nach rechts bewegenden Gesellschaft.<\/p>\n<p>\t\tWir denken, dass die Linke keine weitergehende Perspektive aus dem Gef&uuml;hl der Hilflosigkeit und dem Verlust ihrer Handlungsm&ouml;glichkeiten entwickeln wird, aber sie k&ouml;nnte Kraft daraus sch&ouml;pfen, auch mal in schlechteren Zeiten der st&auml;ndigen Schere zwischen Denken und Handeln getrotzt zu haben. Wir wollten mit unserem Namen und unserer Praxis Propaganda machen f&uuml;r die M&ouml;glichkeiten des direkten Eingreifens und Angreifens, die allen offenstehen, die sich mit Ungerechtigkeit und Unterdr&uuml;ckung nicht abfinden wollen.<\/p>\n<p>\t\tAuch wenn wir nicht sagen, dass im heutigen gesellschaftliche Kontext militante Politik der einzig richtige Weg ist, sind wir der Meinung, dass es ein Fehler w&auml;re, s&auml;mtliche Praxis auf Eis zu legen, solange wir auf der Suche nach der richtigen Strategie sind. Wir denken, dass eine Weiterentwicklung nur im Rahmen eines praktischen Prozesses von Reflexion und Tat stattfinden kann. Learning by doing. Und wenn irgendwann mal die Bedingungen g&uuml;nstiger sein werden, grunds&auml;tzliche Kritik am System gesellschaftlich breiter zu verankern, wird es verdammt wichtig sein, auf eine Geschichte verweisen zu k&ouml;nnen, wo wir auch in Zeiten von allgemeiner Anpassung an den Mainstream grunds&auml;tzliche Positionen nicht aufgegeben haben.<\/p>\n<p>\t\tNicht zuletzt hat radikale Politik f&uuml;r uns nat&uuml;rlich auch einen moralischen Aspekt; selbst wenn wir die endg&uuml;ltige L&ouml;sung auch nicht vorweisen k&ouml;nnen, wollen wir uns nicht damit abfinden, einfach nur zuzusehen und uns unser Pl&auml;tzchen im Trockenen zu sichern.<\/p>\n<p>\t\tUnsere Praxis<\/p>\n<p>\t\tInhaltlich wollten wir uns nicht auf ein bestimmtes Thema beschr&auml;nken. Wir hatten an Aktionen &uuml;berlegt zu verschiedenen Bereichen wie faschistische Organisierung, Faschisierung der Gesellschaft, sexistischer Rollback, Abbau des sozialen Netzes.<\/p>\n<p>\t\tAls vorl&auml;ufiger Schwerpunkt unserer Arbeit haben wir uns auf den Befreiungskampf des kurdischen Volkes bezogen. Wichtig war uns dabei, uns als deutsche linke Gruppierung dazu zu verhalten. Wir empfanden das weitgehende Nichtverhalten der radikalen Linken hier als eine Bankrotterkl&auml;rung. Vielerseits mu&szlig;te als Begr&uuml;ndung daf&uuml;r, die zum Teil berechtigte Kritik an der Politik der PKK herhalten. Kritik an der PKK stellt f&uuml;r uns aber keine Rechtfertigung f&uuml;r unsolidarisches Verhalten dar. In der Verstrickung des BRD-Staates, der wichtigster Kriegspartner der T&uuml;rkei im V&ouml;lkermord an den KurdInnen ist, sahen und sehen wir die besondere Verantwortung der deutschen Linken, ihre eigene Lethargie zu durchbrechen und sich den Bestrebungen der BRD offensiv entgegenzustellen.<\/p>\n<p>\t\tDeutschland ist Kriegspartei im V&ouml;lkermord in Kurdistan &#8211; milit&auml;risch, &ouml;konomisch, politisch &#8211; und weiter verl&auml;&szlig;licher Partner der t&uuml;rkischen Milit&auml;rs; als verl&auml;ngerter Arm der Aufstandsbek&auml;mpfung gegen den kurdischen Widerstand in Europa.<\/p>\n<p>\t\tDaran hat sich nichts ver&auml;ndert.<\/p>\n<p>\t\tMit einer Reihe von Angriffen auf mitverantwortliche Institutionen der BRD am Krieg in Kurdistan wollten wir das Thema in der Linken pushen.<\/p>\n<p>\t\tDer erste Schlag: Bundeswehr in Bad Freienwalde<\/p>\n<p>\t\tAls erstes Objekt unserer Kampagne haben wir am 27.10.94 ein Geb&auml;ude des Verteidigungskreiskommandos 852 der Bundeswehr in Bad Freienwalde, Kreis M&auml;rkisch Oberland, mit einem Brandsatz zerst&ouml;rt. Damals schrieben wir dazu:<\/p>\n<p>\t\t&quot;Wir haben uns eine Einrichtung der Bundeswehr wegen deren Zusammenarbeit und aktiven Unterst&uuml;tzung der t&uuml;rkischen &quot;Sicherheitskr&auml;fte&quot;, auch stellvertretend f&uuml;r die Innen- und Au&szlig;enpolitik der BRD im Zusammenhang mit dem kurdischen Befreiungskampf, als Ziel gew&auml;hlt.&quot;<\/p>\n<p>\t\tIn unserer Erkl&auml;rung haben wir ausf&uuml;hrlich die Zusammenarbeit des BRD-Staates mit dem Regime in der T&uuml;rkei dargelegt. An dieser Stelle soll der Verweis darauf gen&uuml;gen. Des weiteren haben wir die Kriminalisierung der KurdInnen in der BRD als ein wesentliches Element dieser Kooperation benannt.<\/p>\n<p>\t\tPotentiell h&auml;tte der Angriff auch ein Ausl&ouml;ser daf&uuml;r sein k&ouml;nnen, dass die Bundeswehr mehr in den Mittelpunkt des Interesses r&uuml;ckt. Die Entwicklung der deutschen Au&szlig;enpolitik war wahrscheinlich nicht schwer vorherzusehen. Sp&auml;testens nach dem Beginn des ersten deutschen Kampfeinsatzes seit Kriegsende auf dem Balkan mu&szlig; der deutschen Armee mehr Interesse entgegengebracht werden.<\/p>\n<p>\t\tInsgesamt gesehen war unser erster Angriff eine symbolische Aktion, die aber im Kontext der Solidarit&auml;t mit dem kurdischen Befreiungskampf und im Rahmen der Hetzkampagne gegen die PKK gro&szlig;e Aufmerksamkeit durch die Presse erfuhr. Damit war ein Ziel, uns als deutsche Linke mit dem kurdischen Befreiungskampf in Bezug zu setzen, breit in die &Ouml;ffentlichkeit getragen.<\/p>\n<p>\t\tAuf dem Weg zum zweiten Schlag<\/p>\n<p>\t\tDer BRD-Staat wird seiner Aufgabe, den kurdischen Widerstand in der BRD gegen den V&ouml;lkermord in Kurdistan zu brechen und mit Repressalien zu &uuml;berziehen, weiterhin gerecht. Massenabschiebungen sind ein Garant des &quot;inneren Friedens&quot; und Kern imperialistischer Fl&uuml;chtlingspolitik.<\/p>\n<p>\t\tDie zynische, alle paar Wochen wiederkehrende Diskussion um die Aufhebung des Abschiebestopps f&uuml;r KurdInnen, anf&auml;nglich aus R&uuml;cksicht auf die &ouml;ffentliche Meinung noch auf sog. &quot;Straft&auml;ter&quot; beschr&auml;nkt, die ihr &quot;Gastrecht&quot; in Deutschland mi&szlig;braucht h&auml;tten, wurde schnell als eine allgemeing&uuml;ltige, f&uuml;r alle anwendbare Angelegenheit betrachtet. Besonders hervorgetan bei der Durchsetzung dieser Linie haben sich die Minister Kanther (Bund), Beckstein (Bayern, Bunzlauerstr. 23, 90473 N&uuml;rnberg), Eggert (Sachsen mittlerweile abgesetzt) und Heckelmann (Berlin). Abschiebung in Elend, Folter und Tod als drohendes Damoklesschwert f&uuml;r KurdInnen sollen hier die Friedhofsruhe erzwingen, die f&uuml;r die Umsetzung &uuml;bergeordneter &ouml;konomischer und hegemonialer Interessen des BRD-Staates n&ouml;tig ist.<\/p>\n<p>\t\tNeben den KurdInnen sind auch andere Fl&uuml;chtlingsgruppen betroffen: So begann Massenabschiebungen von Kriegsfl&uuml;chtlingen und Deserteuren aus dem ehemaligen Jugoslawien. Das Deportationsabkommen mit Vietnam, &quot;R&uuml;cknahme&quot; der vietnamesischen Staatsangeh&ouml;rigen als Voraussetzung f&uuml;r wirtschaftliche Hilfen, stand vor dem Abschluss. Abschiebungen gr&ouml;&szlig;eren Stils m&uuml;ssen organisiert werden. Daf&uuml;r bedarf es ausreichender Kapazit&auml;ten in der Abschiebehaft, denn die wenigsten gehen freiwillig. In Berlin wir zu diesem Zweck der ehemalige DDR-Frauenknast in Gr&uuml;nau umgebaut. Mit bis zu 400 Haftpl&auml;tzen werden damit die Kapazit&auml;ten der Abschiebehaft in Berlin mehr als verdoppelt. Die Konzentrierung der gesamten Abschiebeprozedur und die g&uuml;nstige verkehrstechnische Anbindung an den Flughafen Sch&ouml;nefeld effektiviert und organisiert flie&szlig;bandm&auml;&szlig;ig die Abschiebung und verbilligt den ganzen Ablauf enorm. Dieser neue Abschiebeknast geriet als zweites Angriffsziel in unseren Blick. Die Kapazit&auml;ten der bisherigen Abschiebehaft in der Kr&uuml;ppstr. und den Gefangenensammelstellen der Polizei in der Gothaer Str. und Beimlerstr. stie&szlig;en l&auml;ngst an ihre Grenzen. &Uuml;berbelegung und unhaltbare inhumane Zust&auml;nde f&uuml;hrten des &ouml;fteren zu Gefangenenrevolten und zu Protesten humanistischer Gruppen. Diese Proteste beschr&auml;nkten sich i den meisten F&auml;llen auf das Aufzeigen von Mi&szlig;st&auml;nden in der Abschiebehaft, prangerten aber nicht Abschiebehaft und Abschiebungen als solche an. Symptomatisch daf&uuml;r ist die Forderung eines gewissen Albert Eckert, Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Gr&uuml;ne, der im Oktober 94 meinte, es sollen nur noch Ausl&auml;nderInnen inhaftiert werden, deren Abschiebung unmittelbar bevorst&uuml;nde.<\/p>\n<p>\t\tAls &quot;Zwischenl&ouml;sung&quot; f&uuml;r das Problem &Uuml;berbelegung wurde der ehemalige US-Milit&auml;rknast in der &quot;Mc Nair&quot;-Kaserne in Steglitz mit 30 Abschiebeh&auml;ftlingen belegt. Laut Pressemeldungen von Ende Juli 94 sollten auch auf dem Polizeistandort Gallwitzallee (Lankwitz) kurzfristig 80 Haftpl&auml;tze entstehen. Was daraus wurde wissen wir nicht. Um den &ouml;ffentlichen Protesten in Zukunft zu begegnen, warb der Innensenat, wie es auch schon bei den High-Tech-Kn&auml;sten Weiterstadt oder Pl&ouml;tzensee der Fall gewesen ist, mit den vielf&auml;ltigen Vorz&uuml;gen des neuen Knastes in Gr&uuml;nau: ausreichend Kapazit&auml;ten, Gemeinschaftseinrichtungen, kleine Vollzugseinheiten, Krankenstation, Sportanlagen, DolmetscherInnen und SozialarbeiterInnen, ja sogar f&uuml;r mehr Platz f&uuml;r Hofg&auml;nge wurde gesorgt, damit &quot;sich die Abschiebeh&auml;ftlinge auch mal die F&uuml;&szlig;e vertreten k&ouml;nnen&quot; (Norbert Schmidt, Pressereferent der Senatsverwaltung f&uuml;r Inneres).<\/p>\n<p>\t\tAbzuschiebende Fl&uuml;chtlinge sollen sich einmal so richtig wohl f&uuml;hlen in deutschen Abschiebekn&auml;sten, bevor Deserteure aus Jugoslawien ihr Leben dem nationalistischen Wahn opfern sollen und KurdInnen in den Folterkellern des t&uuml;rkischen Geheimdienstes MIT verschwinden.<\/p>\n<p>\t\tLetztlich stehen diese Ma&szlig;nahmen aber nur f&uuml;r mehr Kontrolle und das Verhindern von Revolten aus Ausbr&uuml;chen, sowie f&uuml;r die Rationalisierung des Abschiebeverfahrens. Zudem wird damit den Protesten gegen unhaltbare Zust&auml;nde in der Abschiebehaft das Wasser abgegraben.<\/p>\n<p>\t\tEs geht nicht um Humanisierung als Ziel. Es geht um die Abschaffung der Abschiebehaft als Schritt auf dem Weg zum generellen Aufenthaltsrecht f&uuml;r alle Fl&uuml;chtlinge!<\/p>\n<p>\t\tAls unseren Beitrag dazu war die Sprengung des Knastes in Gr&uuml;nau geplant. Ein Gelingen der Aktion h&auml;tte weit mehr als symbolischen Charakter gehabt. Es h&auml;tte einen effektiven Eingriff in die Umsetzung der Abschiebebeschl&uuml;sse bedeutet und den Ausbau der Maschinerie zumindest vor&uuml;bergehend gestoppt.<\/p>\n<p>\t\tZur verhinderten Aktion in Gr&uuml;nau<\/p>\n<p>\t\tVieles davon, was in der Presse &uuml;ber die Geschehnisse vom 11.04. berichtet wurde, ist richtig. Das Auffinden der beiden Fahrzeuge auf dem Waldparkplatz an der Rabindranathstra&szlig;e war tats&auml;chlich auf einen ungl&uuml;cklichen Zufall zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Eines war gestohlen und enthielt die Sprengs&auml;tze und anderes Material f&uuml;r die Aktion, z.B. ein Zylinderschlo&szlig;auszieher, den wir mitf&uuml;hrten, um &uuml;berraschenderweise doch verschlossene T&uuml;ren &ouml;ffnen zu k&ouml;nnen, w&auml;hrend in dem anderen diverse Ausweispapiere und weitere pers&ouml;nliche Gegenst&auml;nde waren. Eine durch den Wald schleichende Bullenstreife wurde auf die Autos aufmerksam und durchsuchte sie. Diese Konstellation zweier Fahrzeuge, die den Bullen die Fahndung nach vier Personen erm&ouml;glichte, war aber nicht das Ergebnis irgendeiner Planung, sondern das Resultat einer Panne, in deren Folge wir relativ kopflos die Gef&auml;hrdung Unbeteiligter aus den Augen verloren haben. N&auml;heres dazu wollen wir nicht sagen, wir &uuml;berlassen es den Gesuchten, die tats&auml;chlichen Gr&uuml;nde, warum sie in die Fahndung geraten sind, offen zu machen, wenn sie das wollen.<\/p>\n<p>\t\tRichtig ist, dass der Abschiebeknast gesprengt werden sollte.<\/p>\n<p>\t\tIn der Presse wurde behauptet, der Knast w&auml;re bestens bewacht gewesen. Das stimmt so nicht. In einem Geb&auml;ude an einer Ecke des Gel&auml;ndes war eine Wache, die offensichtlich auch besetzt war. Streifeng&auml;nge der Wachen auf dem Gel&auml;nde des Knastes konnten wir, trotz intensiver Beobachtungen, und daf&uuml;r gab es gute M&ouml;glichkeiten, nicht ausmachen. Tage nach unserer Aktion wurde ein Wachturm mit B&uuml;tteln besetzt, das war vor der Aktion nicht so. Einmal mit Leitern die Mauer &uuml;berwunden, konnten wir &uuml;bers ganze Gel&auml;nde spazieren und in den Geb&auml;uden flanieren, es gab keine verschlossenen T&uuml;ren.<\/p>\n<p>\t\tF&uuml;r die Sprengung wurden 4 Propangasflaschen mit je 30 kg Natriumchlorat-Puderzucker- Gemisch (80:20) best&uuml;ckt und mit Zeitz&uuml;ndern versehen. Die Flaschen h&auml;tten wir im Keller in der N&auml;he tragender Bauteile deponiert. Die tragende Substanz des Hauptgeb&auml;udes sollte soweit zerst&ouml;rt werden, dass aufgrund der statischen Sch&auml;den der gesamte Knast h&auml;tte abgerissen werden m&uuml;ssen.<\/p>\n<p>\t\tIm Transit lagen Tafeln, die vor der bevorstehenden Sprengung warnten und mit dem Namen der Gruppe unterschrieben waren. Sie sollten an den diversen Eingangst&uuml;ren angebracht werden, um eventuell doch auf einem Streifengang befindliches Wachpersonal vor dem Eintritt in das Geb&auml;ude zu warnen und sie aufzufordern, sich in Sicherheit zu bringen. Dies war aufgrund unserer Beobachtungen aber nicht zu erwarten.<\/p>\n<p>\t\tEs war ausgeschlossen, dass weitere Personen durch den Angriff gef&auml;hrdet worden w&auml;ren.<\/p>\n<p>\t\tMeldungen wonach im Transit scharf gemachte Bomben gestanden h&auml;tten, die Zeitz&uuml;nder tickten und wir damit rumgegondelt w&auml;ren, sind einfach l&auml;cherlich.<\/p>\n<p>\t\tDazu geh&ouml;rt auch die Behauptung, unser Selbstlaborat h&auml;tte die achtfache Sprengwirkung der Oklahomabombe (in Oklahoma\/USA wurde im April ein Verwaltungsgeb&auml;ude, in dem sich ein B&uuml;ro der CIA, aber auch ein Kindergarten befand, vermutlich von Faschisten zerst&ouml;rt). Eine Assoziation mit den toten Kindern in Oklahoma sollte herbeigeredet werden.<\/p>\n<p>\t\tDie Bombe in den USA bestand aus 95% Ammoniumnitrat (D&uuml;ngemittel) und 5% Benzin oder Diesel (Kohlenstoff) und stellt damit &quot;richtigen&quot; Ammoniumsprengstoff dar, der &uuml;ber eine weitaus gr&ouml;&szlig;ere Sprengkraft verf&uuml;gt als Natriumchlorat-Gemisch.<\/p>\n<p>\t\tDie Pressemeldung entsprochen nicht nur der Unkenntnis und den Phantasievorstellungen der GazettenschreiberInnen, sondern decken sich mit dem Interesse des Staatsschutzes, aus dessen Feder sie stammen k&ouml;nnte. Ziel ist es, ein Feindbild zu erzeugen, durch das alle zu potentiellen Opfern unserer Aktion h&auml;tten werden k&ouml;nnen und alles m&ouml;glichst verwerflich darzustellen. Dadurch soll eine Auseinandersetzung mit dem politischen Kontext unserer Aktion und eine m&ouml;gliche Solidarisierung unterbunden werden.<\/p>\n<p>\t\tZu unseren Fehlern<\/p>\n<p>\t\tF&uuml;r die Ausf&uuml;hrung der Aktion hatten wir uns einen festen Termin gesetzt, dem ein, wie sich herausstellte, &auml;u&szlig;erst knapp berechneter Zeit- und Arbeitsplan vorausging. Je n&auml;her der Tag der Aktion kam, desto deutlicher wurde, dass wir keinen Raum miteingeplant hatten, um neu auftretende Probleme und die latent vorhandenen &Auml;ngste der Einzelnen zu thematisieren und kollektiv l&ouml;sen zu k&ouml;nnen. Wir verfielen einem Mechanismus, der in unserer M&auml;nnercombo nicht unbedingt neu war; es wurde von jedem Einzelnen verantwortlich am eigenen Aufgabenbereich gearbeitet und dabei der Blick f&uuml;r das Ganze verloren.<\/p>\n<p>\t\tGrunds&auml;tzlich mu&szlig; als Fehler benannt werden, dass bei jeder Aktionsplanung und insbesondere bei einer von dieser Dimension immer die Zeit f&uuml;r gemeinsame Zwischenres&uuml;mees bleiben mu&szlig;. Aufgrund eines gesteckten Ziels bzw. der Einhaltung eines Zeitplanes darf nicht &uuml;ber die aktuelle Aktion der einzelnen Beteiligten hinweggegangen werden.<\/p>\n<p>\t\tBei der in Gr&uuml;nau geplanten Aktion hatten wir baugleiche Z&uuml;nder wie bei unserem Angriff auf ein Geb&auml;ude der Bundeswehr in Bad Freienwalde verwendet, au&szlig;erdem hatten wir die Warnzettel mit unserem Namen unterschrieben. Dadurch haben wir uns schon vor Beendigung der Tatdurchf&uuml;hrung in Zusammenhang mit einer vergangenen Tat gebracht.<\/p>\n<p>\t\tViele haben sich sicherlich gefragt, wie wir auf diese Regelverletzung des autonomen Einmaleins gekommen sein k&ouml;nnten. Hier die alles erkl&auml;rende &quot;Logikkette&quot;: Zun&auml;chst mal hatten wir uns schon lange vor der Gr&uuml;nauplanung auf einen Z&uuml;ndertypus spezialisiert, auf dessen Funktionst&uuml;chtigkeit wir uns verlassen konnten. F&uuml;r die Gr&uuml;nau-Aktion hatten wir zwar noch die M&ouml;glichkeit einer abweichenden Z&uuml;ndervorrichtung angedacht, diese zus&auml;tzliche Arbeit aber aus folgenden Gr&uuml;nden sogleich wieder verworfen:<\/p>\n<p>\t\tWir sind davon ausgegangen, dass eine Entdeckung und Festnahme von uns, wenn &uuml;berhaupt, dann auf dem hochummauerten Gel&auml;nde des Knastes stattfinden w&uuml;rde, wo Fluchtm&ouml;glichkeiten ausgesprochen schlecht waren &#8211; Knast halt. Da wir das m&ouml;gliche Strafma&szlig; f&uuml;r die Sprengung des Knastes als sehr hoch eingesch&auml;tzt hatten, machte sich bei uns das Gef&uuml;hl breit, die Freienwalde-Aktion w&uuml;rde diesbez&uuml;glich den Kohl auch nicht weiter fett machen. Also konnten wir beruhigt dieselbe Z&uuml;ndvorrichtung benutzen.<\/p>\n<p>\t\tUnd da wir nach unserer Logik den Zusammenhang mit Freienwalde offengemacht hatten, sprach nichts mehr dagegen, die Warnzettel auch noch mit unserem Namen zu unterschreiben.<\/p>\n<p>\t\tZum einen gingen wir davon aus, dass mit unserem Namen unterschriebene Warntafeln ernster genommen w&uuml;rden. Zum anderen wollten wir dadurch erreichen, dass bei erfolgreicher Sprengung schon in die ersten Pressemitteilungen den Bezug zur ersten Aktion herstellen und somit den politischen Kontext der Aktion ver&ouml;ffentlichen w&uuml;rden. In dieser &quot;Logik&quot;-Kette macht sich unsere damalige &quot;Alles oder Nichts&quot; -Haltung deutlich. Wie der Verlauf der Nacht und die weiteren Ermittlungen der Bullen zeigen, war dieses Vorgehen viel zu kurz gedacht. Die, die durch unsere Fehler ins Visier der Bullen geraten sind, haben sich nun mit dem Problem auseinanderzusetzen, dass ihnen die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen wird. Das w&auml;re ohne die Baugleichheit und die unterschriebenen Warnzettel f&uuml;r die BAW nicht so einfach gewesen. Diese Vorgehensweise stellt auch f&uuml;r uns selber eine unn&ouml;tige Gef&auml;hrdung dar. Jede Aktion sollte so geplant werden, dass bei einer Festnahme vor oder w&auml;hrend der Aktion einem\/r nicht auch noch vorangegangene angelastet werden k&ouml;nnen.<br \/>\n\t\tFazit:<\/p>\n<p>\t\tEntgegen dem durch die Presse vermittelten Bild, Berlin-Gr&uuml;nau h&auml;tte kurz vor einer Kamikaze-Aktion gestanden, w&auml;re die von uns geplante Aktion durchf&uuml;hrbar gewesen. Tatsache ist aber, dass wir in der Planung einiges an schwerwiegenden Fehlern produziert haben. Unserer Meinung nach war der Gr&ouml;&szlig;te, uns nicht die ausreichende Zeit gelassen zu haben, im rechten Moment nicht von dem einmal gesetzten Termin losgelassen zu haben und bei auftretenden Pannen weder Ausweichm&ouml;glichkeiten noch den n&ouml;tigen Raum f&uuml;r deren Beseitigung eingeplant zu haben. Die meisten der weiteren Fehler sind aus diesem Zeitdruck heraus entstanden, dem Unverm&ouml;gen, die Probleme so ausreichend und gemeinsam zu diskutieren, bis f&uuml;r alles die beste L&ouml;sung gefunden ist.<\/p>\n<p>\t\tWir m&uuml;ssen aus diesen Fehlern Konsequenzen ziehen. Die Funktionalisierung von Personen, die wir der Justiz in die H&auml;nde gespielt haben, k&ouml;nnen wir durch unser Bedauern nicht r&uuml;ckg&auml;ngig machen. Wir k&ouml;nnen nur versuchen, soweit das in unserer Macht steht, den Schaden zu begrenzen.<\/p>\n<p>\t\tUnserer eingangs des Papiers formulierten Verantwortung sind wir nicht gerecht geworden.<\/p>\n<p>\t\tDer von uns anvisierte Effekt, mobilisierend auf die radikale Linke zu wirken, hat sich durch unser Scheitern und durch die Art des Scheiterns ins Gegenteil verkehrt!<\/p>\n<p>\t\tWir werden unsere politische Arbeit als K.O.M.I.T.E.E. beenden. Diese Entscheidung haben wir aufgrund der Gesamtheit der von uns verursachten Fehler gef&auml;llt.<\/p>\n<p>\t\tEine Weiterf&uuml;hrung unserer Politik unter diesem Namen k&ouml;nnte eventuell auch noch den jetzt Beschuldigten zur Last gelegt werden. Wir kennen die Verurteilungswut deutscher Gerichte in 129a-Prozessen und wissen, dass sie Angeklagte nicht nach Beweislage, sondern nach politischer Opportunit&auml;t verurteilen.<\/p>\n<p>\t\tUnsere Entscheidung ist kein Abgesang auf militante Politikformen im Allgemeinen, sondern die pers&ouml;nliche Konsequenz aus dem Debakel. Wir finden es nach wie vor wichtig und richtig, auch mit militanten Mitteln, in die politischen und milit&auml;rischen Pl&auml;ne der Herrschenden einzugreifen und ihre Projekt, wo immer m&ouml;glich, zu benennen, anzugreifen und zu verhindern.<\/p>\n<p>\t\tWir freuen uns sehr &uuml;ber die Initiative des K:O:L:L:E:K:T:I:V&#39;s, die unser Thema aufgegriffen haben und konsequent weitertragen.<\/p>\n<p>\t\t6.9.95<\/p>\n<p>\t\tDAS K.O.M.I.T.E.E.\n\t<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(gefunden auf: https:linksunten.indymedia.org) &nbsp; Wie verschiedene Medien, darunter auch der Spiegel, heute berichten, ist unser Genosse Bernhard in Venezuela festgenommen worden. Offensichtlich war es einem Zielfahndungskommando des Bundeskriminalamtes gelungen, Bernhard im venezolanischen M&eacute;rida aufzusp&uuml;ren. Die Festnahme unseres Genossen erfolgte durch eine Bullensondereinheit des &quot;Sozialismus des 21. Jahrhunderts&quot;. 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