{"id":1228,"date":"2014-05-09T13:22:43","date_gmt":"2014-05-09T11:22:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-wien.net\/?p=1228"},"modified":"2014-05-09T13:22:43","modified_gmt":"2014-05-09T11:22:43","slug":"11-juni-2014-internationaler-tag-der-solidaritat-mit-marie-mason-eric-mcdavid-u-a-anarchistischen-langzeitgefangenen-weltweit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=1228","title":{"rendered":"11. Juni 2014: Internationaler Tag der Solidarit\u00e4t mit Marie Mason, Eric McDavid u. a. anarchistischen Langzeitgefangenen weltweit"},"content":{"rendered":"<p>\n\t(gefunden auf: <a href=\"http:\/\/de.contrainfo.espiv.net\/2014\/04\/24\/11-juni-2014-internationaler-tag-der-solidaritat\/\" target=\"_blank\">de.contrainfo.espiv.net<\/a>)\n<\/p>\n<p>\n\t<a href=\"http:\/\/de.contrainfo.espiv.net\/files\/2014\/04\/june11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" class=\"aligncenter  wp-image-7597\" height=\"293\" src=\"https:\/\/de.contrainfo.espiv.net\/files\/2014\/04\/june11.jpg\" width=\"538\" \/><\/a>\n<\/p>\n<p>\n\tDer 11. Juni kommt schnell n&auml;her. In den letzten drei Jahren, nach dem Internationalen Tag der Solidarit&auml;t mit Marie Mason, Eric McDavid und Anarchistischen Langzeitgefangenen, der organisiert wurde, um an den Tag der Unterst&uuml;tzung f&uuml;r &Ouml;ko-Gefangene anzukn&uuml;pfen, gab es eine riesige Menge an Unterst&uuml;tzung und Liebe f&uuml;r Marie und Eric in allen Teilen der Welt.\n<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\n\tZus&auml;tzlich zur materiellen wie auch immateriellen Unterst&uuml;tzung haben sich Solidarit&auml;tsaktionen in vielen verschiedenen Kontexten bedeutend vervielf&auml;ltigt, die den Geist weitertragen und zu unseren K&auml;mpfen beitragen f&uuml;r diejenigen, die der Staat versucht hat, zum Verschwinden zu bringen. Koordinierte internationale Solidarit&auml;t ist im Aufschwung begriffen und Informationen &uuml;ber anarchistische und umweltpolitische Langzeitgefangene werden &uuml;ber viele geographische und sprachliche Barrieren hinweg weitergegeben.\n<\/p>\n<p>\n\tDiese Bem&uuml;hungen haben eine au&szlig;erordentliche Wirkung auf das Leben Maries, Erics und vieler anderer. SpendensammlerInnen haben ihnen dabei geholfen, ihren veganen Prinzipien treu zu bleiben, Angeh&ouml;rige und Freunde konnten sie trotz riesiger Entfernungen besuchen, neue Generationen von Radikalen in der ganzen Welt beziehen sich solidarisch auf sie. Kurz, der 11. Juni tr&auml;gt mit gro&szlig;em Erfolg dazu bei, dass Marie, Eric und viele andere anarchistische und umweltpolitische Langzeitgefangene in unseren Herzen und Gedanken bleiben und in unseren K&auml;mpfen lebendig sind.\n<\/p>\n<p>\n\tDoch dieser Prozess des Erinnerns, des &bdquo;Lebendig haltens&ldquo; ist eine heikle Sache.\n<\/p>\n<p>\n\tUnsere K&auml;mpfe und Bewegungen leiden oft an mangelnder Erinnerung, einem Mangel an Verst&auml;ndnis und an Kontextualisierung mit der Vergangenheit, aus der heraus wir unseren Aktionen in der Gegenwart Form geben k&ouml;nnen. Dies ist sowohl eine Erscheinung der durch Technik bef&ouml;rderten Entfremdung unseres Zeitalters als auch eine Konsequenz taktischer Repression durch den Staat. Der Staat ist derzeit in der Lage, unsere GenossInnen zu kidnappen und lebendig zu begraben, sie zu zwingen, ununterbrochen jahrzehntelang in kaltem Stahl und Beton zu verk&uuml;mmern. Sie sind aus unseren Gemeinschaften, aus unserem Leben gerissen. Und an ihrer Stelle existiert eine schmerzliche Leere.\n<\/p>\n<p>\n\tDer Staat verl&auml;sst sich seinerseits auf die G&uuml;ltigkeit des alten Spruchs &bdquo;die Zeit heilt alle Wunden&ldquo;; er hofft, dass diese Leere allm&auml;hlich verschwindet und wir &bdquo;vergessen&ldquo;. Wenn er sie lange genug gefangen h&auml;lt, so kalkuliert der Staat, werden die Aktionen unserer mutigen GenossInnen im Dunkel der Geschichte verblassen und wir drau&szlig;en m&uuml;ssen ohne ihre konstruktive und liebende Gegenwart in unseren K&auml;mpfen bleiben. Wir m&uuml;ssen gegen diese repressive Taktik vorgehen, wir d&uuml;rfen nicht vergessen.\n<\/p>\n<p>\n\tIm Lauf der letzten paar Jahre haben wir in der ganzen Welt einen starken Anstieg von Aktionen &ouml;kologischer Verteidigung und Tierbefreiungen erlebt. In diesem sich st&auml;ndig verst&auml;rkenden Widerstand ist es von wesentlicher Bedeutung, dass wir die Aktionen und K&auml;mpfe der Vergangenheit anerkennen und auch die GenossInnen, die wir nun ungl&uuml;cklicherweise &bdquo;Langzeitgefangene&ldquo; nennen m&uuml;ssen. Die Weiterf&uuml;hrung ihrer K&auml;mpfe &ndash; sich aktiv an sie zu erinnern &ndash; muss lebendig erhalten werden.\n<\/p>\n<p>\n\tDeswegen machen wir f&uuml;r den 11. Juni in diesem Jahr einen besonderen Aufruf. W&auml;hrend wir in den vergangenen Jahren bestimmte Aspekte der Unterst&uuml;tzung Langzeitgefangener betont haben (materielle Unterst&uuml;tzung, internationale Vernetzung usw.), wollen wir es in diesem Jahr ganz deutlich machen.\n<\/p>\n<p>\n\tAls organisierende Gruppe des 11. Juni haben wir oft den Ausdruck &bdquo;aktives Erinnern&ldquo; verwendet, um einen Prozess zu beschreiben, den wir als wesentlich f&uuml;r das Unterst&uuml;tzen von Langzeitgefangenen ansehen. Wir glauben, dass es notwendig ist, nicht nur einfach passiv an einer Reihe von Namen festzuhalten, die es zu &bdquo;ehren und im Ged&auml;chtnis zu behalten&ldquo; gilt, sondern an einer Art der Unterst&uuml;tzung zu arbeiten, die unsere Beziehungen mit anarchistischen und umweltpolitischen Langzeitgefangenen mit Aktionen in unseren und ihren gegenw&auml;rtigen K&auml;mpfen verbindet und sie in ihnen ausdr&uuml;ckt.\n<\/p>\n<p>\n\tMarie und Eric, auf die wir unsere Organisation f&uuml;r den 11. Juni konzentrieren, sind beide engagierte Veganer und f&uuml;r ihre Aktionen in direkter Gegnerschaft zur Zerst&ouml;rung der Erde im Gef&auml;ngnis. Im Bestreben, uns &bdquo;aktiv an sie zu erinnern&ldquo; und mit ihnen gemeinsam in der Gegenwart zu engagieren, in dem wir sie mit der Fortf&uuml;hrung unserer K&auml;mpfe verkn&uuml;pfen, die auch ihr Kampf sind, ermutigen wir alle Menschen, ihre Aktivit&auml;ten zum 1. Juni in die fortw&auml;hrenden &ouml;kologischen und Tierbefreiungsk&auml;mpfe einzubinden.\n<\/p>\n<p>\n\tDieser Aufruf ist in keiner Weise restriktiv gemeint; lest in diesen Worten was ihr wollt und setzt sie in die Tat um, wie es euch und eurer Gruppe gef&auml;llt. Doch denkt daran, dass wir nicht zu einer ritualistischen Solidarit&auml;tsbekundung aufrufen, einer Party einmal im Jahr, bei der wir uns f&uuml;r einen Moment diejenigen ins Bewusstsein rufen, die vom Staat gefangen gehalten werden. Was wir wollen, ist ein Aufruf, die Geschichte unserer gefangenen GenossInnen lebendig zu machen, ihre Namen, ihre Aktionen und ihre K&auml;mpfe zu nehmen und sie zur&uuml;ck in die Welt zu bringen, die sie eingesperrt h&auml;lt. Was wir mit unserem Aufruf wollen, ist Aktion.\n<\/p>\n<p>\n\tIn Solidarit&auml;t mit Marie und Eric; mit allen langfristig gefangenen AnarchistInnen; zur Verteidigung der Erde; bis alle K&auml;fige leer sind!\n<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">\n\t<span style=\"color: #003366\"><a href=\"http:\/\/june11.org\/\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #003366\">June11.org<\/span><\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(gefunden auf: de.contrainfo.espiv.net) Der 11. Juni kommt schnell n&auml;her. 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