{"id":11202,"date":"2021-08-01T11:26:03","date_gmt":"2021-08-01T09:26:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=11202"},"modified":"2021-08-02T11:43:32","modified_gmt":"2021-08-02T09:43:32","slug":"griechenland-erklaerung-des-anarchisten-giannis-michailidis-vor-gericht-zu-den-verhaftungen-in-agia-paraskevi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-wien.net\/?p=11202","title":{"rendered":"[Griechenland] Erkl\u00e4rung des Anarchisten Giannis Michailidis vor Gericht zu den Verhaftungen in Agia Paraskevi"},"content":{"rendered":"<p>quelle: a<a href=\"https:\/\/anarchistnews.org\/content\/statement-anarchist-giannis-michailidis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">narchistnews.org<\/a> &amp; <a href=\"https:\/\/athens.indymedia.org\/post\/1613376\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">athens.indymedia.org,<\/a> \u00fcbersetzung abc wien<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/?attachment_id=11203\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-11203\" src=\"https:\/\/www.abc-wien.net\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/giannis-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\"\/><\/a>Wieder einmal stehe ich vor einem Tribunal, das ich nicht akzeptiere, um meine Entscheidungen und mein Handeln zu verurteilen. Ich habe bereits meinen Standpunkt zum Staat, zum Kapital, zur etablierten Ordnung der Ungleichheit und zur weit verbreiteten Versklavung und Ausbeutung von Mensch und Natur, zur allm\u00e4hlichen Umwandlung des Planeten in ein riesiges Gef\u00e4ngnis f\u00fcr jedes Lebewesen dargelegt. Ich habe mich gegen die Gesetze gewandt, die die m\u00f6rderische staatliche Ordnung aufrechterhalten, sowohl in Wort als auch in Tat. Ich habe versucht, jedes Mal, wenn ich von den Organen zur Durchsetzung von Recht und Ordnung auf die Anklagebank gezerrt wurde, eine konsequente Haltung einzunehmen und mich nicht an den heuchlerischen Prozessen zu beteiligen, die immer vorgeben, die Kontrolle des Staates \u00fcber Leben und Freiheit zu best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Ich habe den Preis f\u00fcr meine Entscheidungen bezahlt, indem ich fast acht Jahre meines Lebens in Strafvollzugsanstalten verbracht habe, die das Zentrum des sozialen Panoptikums, der Angst zur Disziplinierung der Gesellschaft, aber auch ein Instrument zur Reproduktion des Verbrechens im Sinne einer Integration in die kapitalistische Schattenwirtschaft sind. Wo im Namen des Gesetzes die hintern den Mauern unter allgemeiner Ungerechtigkeit leiden. Dort, in der Grauzone des Gesetzes, wo Knochen und Seelen von Menschen gebrochen werden, die moralisch und wirtschaftlich gebrochen sind und keine andere Wahl haben, als das Monster des Strafvollzugs mit ihrer Verzweiflung zu f\u00fcttern. Sie liefern das perfekte Alibi f\u00fcr die angebliche Notwendigkeit von Recht und Staat beim Aufbau der Gesellschaft. Nat\u00fcrlich sind die Schandtaten, die, wenn sie aufgedeckt werden, als Einzelf\u00e4lle bezeichnet werden, in Wirklichkeit strukturelle Elemente des Systems und finden unter der Kontrolle oder Aufsicht verschiedener staatlicher Beamter und Funktion\u00e4re, der &#8222;Korrupten&#8220; und derjenigen statt, die sie passiv dulden, um ihre Position oder Karriere nicht zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr die Justizelite ist das alles nur Rechnerei: Sie z\u00e4hlen mechanisch die Tage, Monate und Jahre des Gef\u00e4ngnisses, ohne sich bewusst zu sein, welche Folgen ihre Entscheidungen haben. Oder noch schlimmer: Wie viel Zeit man im Gef\u00e4ngnis verbringt, h\u00e4ngt meist davon ab, welchem Druck ein*e Richter*in ausgesetzt ist oder was ihm*ihr finanziell n\u00fctzt. Wenn man die finanziellen Mittel hat, um eine*n angesehene*n Anw\u00e4lt*in mit den richtigen Verbindungen zu bezahlen und genug Schmiergeld zur Verf\u00fcgung hat, wird man nicht im Gef\u00e4ngnis verrotten wie die armen, finanzschwachen Menschen, die in die F\u00e4nge der Polizei geraten. Wenn du ein*e Polizist*in bist und ein Kind erschie\u00dft, wird deine lebenslange Haftstrafe aufgehoben. Wenn du als Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter*in einen H\u00e4ftling verpr\u00fcgelst, bekommst du h\u00f6chstens ein paar Monate im Gef\u00e4ngnis. Als Anarchist*in, als Feind*in des Regimes, bekommt man keinen einzigen Tag erlassen. Dieses zutiefst klassenbezogene und grundlegend ungerechte System erdreistet sich, sich als Gerechtigkeit zu bezeichnen.<\/p>\n<p>Ich stelle mich also gegen die selbsternannte Gerechtigkeit und ihre Beamt*innen, die mich wie einen Feind behandelt haben. Bis zu meiner letzten Verhaftung hatte ich mich entschieden, zu den mir vorgeworfenen Straftaten zu schweigen, was dazu f\u00fchrte, dass ich sogar f\u00fcr Dinge verurteilt wurde, die ich nicht getan hatte. In diesem Fall jedoch ist die Entf\u00fchrung meiner Partnerin und ihre lange Inhaftierung im Gef\u00e4ngnis eine permanente Erpressung meiner Positionen und Einstellung. Ich muss nicht mehr nur abw\u00e4gen, welche Folgen eine Entscheidung, die ich treffe, f\u00fcr mich pers\u00f6nlich hat, sondern auch, welche Auswirkungen sie auf ihre strafrechtliche Behandlung haben wird. Da ich wei\u00df, dass ich es mit einem Geiselnehmerstaat zu tun habe, der meine Partnerin im Gef\u00e4ngnis h\u00e4lt, um sich an mir zu r\u00e4chen und mich zu erpressen, bleibt mir nichts anderes \u00fcbrig, als immer wieder deutlich zu machen, was ihre einzige Beteiligung an dem Fall ist, auch wenn ich keine Lust habe, einer staatlichen Institution meine Handlungen, mein Leben oder meine Beziehungen zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Deshalb habe ich vom ersten Moment des Verh\u00f6rs an erkl\u00e4rt, dass meine Lebensgef\u00e4hrtin nichts mit den mir zur Last gelegten Raub\u00fcberf\u00e4llen und Diebst\u00e4hlen zu tun hat, und dass die Waffen, die bei mir und in meiner N\u00e4he gefunden wurden, mir geh\u00f6ren und unter meiner alleinigen Verf\u00fcgungsgewalt standen. Die beiden Frauen, die auf den Vordersitzen sa\u00dfen, hatten nicht einmal Augenkontakt mit den Waffen, da diese in verschlossenen Taschen steckten, aber wie auch immer, die so genannte Rechtslehre, wonach Schuld und nicht Unschuld zu beweisen ist, galt in unserem Fall nicht. Trotz der schwerwiegenden Probleme, die sie und ihre Mutter haben, wurde sie in Untersuchungshaft genommen und befindet sich bis heute im Gef\u00e4ngnis, da auf die ansonsten unabh\u00e4ngigen Justizbeh\u00f6rden Druck ausge\u00fcbt wurde, damit sie den Anweisungen des Staates Folge leisten. Die Medienpropaganda hatte bereits mit ihren plumpen L\u00fcgen den Weg gewiesen, wie z. B. die Tatsache, dass Dimitras Haus Grund genug f\u00fcr eine Inhaftierung w\u00e4re, obwohl dort nichts Illegales gefunden wurde.<\/p>\n<p>An dieser Stelle beginne ich mit einer kurzen Schilderung der Ereignisse, die zu unserer Verhaftung gef\u00fchrt haben, um deutlich zu machen, dass die polizeiliche Darstellung einer kriminellen Vereinigung nichts mit der Realit\u00e4t zu tun hat. Da ich nicht mit der Polizei und den Justizbeh\u00f6rden zusammenarbeiten m\u00f6chte, habe ich nicht die Absicht, Informationen \u00fcber meine eigenen Handlungen und die mir vorgeworfenen Handlungen zu geben. Ich werde ausschlie\u00dflich \u00fcber die Tatsache der Verhaftung sprechen, die das Einzige ist, was mich mit den beiden Frauen strafrechtlich in Verbindung bringt.<\/p>\n<p>Das, was sie mir in beleidigender Weise vorwerfen, eine angebliche kriminelle Organisation mit hierarchischen Rollen, deren Anf\u00fchrer ich sogar sein soll, ist etwas, das meinen Werten, den anarchistischen Beziehungen, die ich zu f\u00f6rdern versuche, und meiner Art, als Mensch zu funktionieren, widerspricht.<\/p>\n<p>Was uns mit Konstantina verband, war, dass wir beide auf der Flucht waren, w\u00e4hrend ich mit Dimitra eine enge Beziehung habe. Aufgrund dieser Beziehung und ihrer Loyalit\u00e4t, die von keinem Gericht verurteilt werden kann, war Dimitra gezwungen, eine lange, hartn\u00e4ckige und l\u00e4stige \u00dcberwachung durch die Anti-Terror-Polizei, um mich ausfindig zu machen, zu ertragen. Dies f\u00fchrte dazu, dass sie ihr Leben an ein System der Spionageabwehr anpasste, um mich treffen zu k\u00f6nnen. Sie war sogar gezwungen, unter einer falschen Identit\u00e4t zu reisen, die ich ihr gegeben hatte, damit sie den F\u00e4ngen der Antiterror-Polizei entgehen konnte, wenn sie ihre Mutter in Berlin besuchte, die sich dort in Behandlung befindet. Das Haus, in dem Dimitra in Athen lebte, musste auf die Anwesenheit von Sicherheitsbeamten \u00fcberpr\u00fcft werden, bevor ich sie besuchen konnte. Da es sich dort um eine legale Wohnung handelte, die unter normalen Umst\u00e4nden nicht durch die Polizei gef\u00e4hrdet war, hatte ich einige meiner legalen Besitzt\u00fcmer dort gelassen, wie Kleidung, Schuhe, Notizen usw.<\/p>\n<p>In den Tagen vor unserer Verhaftung war ich auf m\u00f6gliche Anzeichen einer polizeilichen \u00dcberwachung aufmerksam geworden und beschloss, dass ich meinen geheimen Unterschlupf (der \u00fcbrigens nicht gefunden wurde) verlassen und meine Flucht aus der errichteten Abriegelung organisieren musste, um der Verhaftung zu entgehen. Zu diesem Zweck habe ich den RAV 4 gestohlen und gef\u00e4lschte Nummernschilder angefertigt. Am sp\u00e4ten Abend (vor dem Tag der Verhaftung) r\u00e4umte ich meinen Bunker aus und lud alle n\u00fctzlichen Sachen in das Auto, das ich gestohlen hatte. Ich habe dann Konstantina telefonisch informiert und wir haben uns in Byron verabredet, um zum Auto zu gehen und unangek\u00fcndigt loszufahren. Schlie\u00dflich fuhr ich am Morgen mit dem Taxi zu Dimitras Haus. Ich sagte dem Fahrer, er solle drau\u00dfen warten und weckte sie auf. Ich sprach kurz und im Fl\u00fcsterton mit ihr, da ich bef\u00fcrchtete, dass sie Mikrofone im Haus angebracht hatten. Ich sagte ihr, sie solle schnell ihre Sachen zusammensuchen, die sie f\u00fcr notwendig hielt, damit wir gehen konnten. Wir verlie\u00dfen ihr Haus in aufgeregtem Zustand und stiegen in das Taxi, wo ich wiederum nicht erkl\u00e4ren konnte, was los war, da der Fahrer zuh\u00f6rte. Als wir in Byron ankamen, wartete Konstantina bereits auf uns, und wir stiegen kurzerhand in den RAV 4, um von den \u00dcberwachungsteams nicht bemerkt zu werden und der Abriegelung zu entkommen. Ich bat Dimitra zu fahren, weil ich von der langen Nacht und der ganzen Flucht sehr m\u00fcde war. Sobald wir unterwegs waren, gab ich eine ausf\u00fchrliche Erkl\u00e4rung dar\u00fcber ab, was ich gesehen und getan hatte und dass ich illegale Gegenst\u00e4nde bei mir hatte.<\/p>\n<p>Als wir nach Ymittos hochfuhren, wo ich die Illusion hatte, dass wir nicht \u00fcberwacht wurden, tauschte ich die Nummernschilder am Auto aus und brachte die gef\u00e4lschten an, die ich vorbereitet hatte, damit wir uns danach sicher bewegen konnten. Zu diesem Zeitpunkt kontaktierte ich einen Freund und bat ihn, auf Dimitras Haus aufzupassen, falls mir etwas zusto\u00dfen sollte. Aus Angst, dass eine au\u00dfenstehende Person in Schwierigkeiten geraten k\u00f6nnte, wenn wir verhaftet w\u00fcrden (wie es schon oft in \u00e4hnlichen Situationen geschehen ist), veranlasste er die Reinigung des Hauses.<\/p>\n<p>Sobald wir vom Berg herunterkamen und das Stadtgebiet erreichten, wurden wir von der Anti-Terror-Polizei angegriffen. In dem Moment, in dem ich aus dem R\u00fccksitz gezogen wurde, in dem ich sa\u00df, lie\u00df ich meine Tasche mit der Skorpion (Anm. der \u00dcbersetzung: Maschinenpistole) auf den Boden fallen, w\u00e4hrend meine CZ-Pistole in meiner Tasche war. Neben mir stand eine geschlossene Tasche mit der Kalaschnikow. Da Dutzende Gewehre auf uns gerichtet waren, hatten wir keine andere Wahl als uns zu ergeben oder zu sterben. Bei unserer Verhaftung gingen sie jedoch mit rachs\u00fcchtiger Brutalit\u00e4t vor, die sogar so weit ging, dass sie meine Kleidung zerrissen. Ihre Behauptungen \u00fcber den Widerstand von uns, die wir zahlenm\u00e4\u00dfig unterlegen waren und in der Falle sa\u00dfen, sind gelinde gesagt l\u00e4cherlich. Das Einzige, was aus dieser L\u00e4cherlichkeit deutlich wird, ist die Neigung der Polizei, die Akten mit falschen Fakten aufzubl\u00e4hen.<\/p>\n<p>Das erste, was ich sagte, als das Verpr\u00fcgeln vorbei war und ich r\u00fcckw\u00e4rts in den Polizeiwagen geladen wurde, war, dass sie ihre Vorgesetzten dar\u00fcber informieren m\u00fcssen, dass Dimitra wegen ihrer k\u00fcrzlichen Operation einen empfindlichen Kopf hat, damit sie sie nicht schlagen. Was die Sicherheitsbeamt*innen nat\u00fcrlich nicht davon abhielt, ihren Kopf gegen die Wand zu schlagen, w\u00e4hrend sie gefesselt war, um ihr gewaltsam DNA zu entnehmen. Sie haben gezeigt, wie ungehalten sie dar\u00fcber sind, dass Menschen ihnen mit W\u00fcrde entgegentreten und sich nicht an der Durchsetzung des biometrischen Totalitarismus beteiligen.<\/p>\n<p>Damit ist der Bericht \u00fcber die Ereignisse, die zu unserer Verhaftung gef\u00fchrt haben, beendet, denn der Rest ist so gut wie bekannt. Aufgrund dieser Abfolge von Ereignissen sitzt meine Gef\u00e4hrtin nun seit 16 Monaten im Gef\u00e4ngnis, wo sie unter anderem der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und des Besitzes schwerer Waffen beschuldigt wird. In einer platten Logik, die darauf abzielt, gesuchte Anarchist*innen zu isolieren, werden meine eigenen Waffen, die ich bei mir trug und verbarg, automatisch als die Waffen meiner Partnerin betrachtet, w\u00e4hrend, da drei Personen gemeinsam verhaftet wurden, sie als kriminelle Vereinigung bezeichnet werden, obwohl es nicht den geringsten Beweis gibt, der diese drei Personen mit illegalen Handlungen verbindet, au\u00dfer der Tatsache der Verhaftung. Mit erfundenen Anschuldigungen und weit hergeholter logischer Akrobatik wurde meine Gef\u00e4hrtin im Gef\u00e4ngnis festgehalten, ihr wurde der Zugang zu ihrem Studium verwehrt, und ihre Gesundheit wurde durch die mangelnde medizinische Versorgung in Korydallos gef\u00e4hrdet, als sie ins Krankenhaus gebracht wurde, wo der Krankenhausarzt eine regelm\u00e4\u00dfige medizinische Untersuchung empfahl, die nie durchgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>Zum Abschluss meiner Ausf\u00fchrungen m\u00f6chte ich die Gelegenheit nutzen, zu den gegen mich pers\u00f6nlich erhobenen Vorw\u00fcrfen Stellung zu nehmen. Was den Vorwurf der Flucht betrifft, so ehrt es mich, dass ich die Fesseln meiner Gefangenschaft auf radikale Weise durchbrochen habe. Ich sollte jedoch erw\u00e4hnen, dass meine Flucht, die in weniger als 12 Stunden organisiert wurde, eine Reaktion auf einen erfundenen Fall eines Versto\u00dfes gegen die Gef\u00e4ngnisordnung ohne jegliche Beweise oder Zeugenaussagen war, wodurch meine Hafterleichterungen gestrichen und die vorteilhafte Strafberechnung im Agrargef\u00e4ngnis beendet worden w\u00e4re, was eine Verl\u00e4ngerung meiner Haftzeit um ein Jahr zur Folge gehabt h\u00e4tte, was ich nicht bereit war, passiv zu akzeptieren, so dass ich mich anstelle der Dem\u00fctigung f\u00fcr ein Leben auf der Flucht entschied.<\/p>\n<p>Zu dem Vorwurf der kriminellen Vereinigung habe ich bereits Stellung genommen. Ich f\u00fcge hinzu, dass die kriminelle Organisation mit eindeutigen Rollen und einer hierarchischen Struktur der Polizei- und Justizkomplex ist, der Tausende von Menschen foltert und inhaftiert, um das Monopol der staatlichen Gewalt durchzusetzen.<\/p>\n<p>Wenn Sie nach dem schweren Waffenhandel suchen, sehen sie sich den grenz\u00fcberschreitenden Waffenhandel mit Waffensystemen an, die f\u00fcr die Abschlachtung ganzer Bev\u00f6lkerungen bestimmt sind und an denen der griechische Staat aktiv beteiligt ist. Ein Beispiel sind die Raketen der neuesten Generation, die Griechenland an Saudi-Arabien verkauft hat, ein Land, in dem die Vergewaltigung minderj\u00e4hriger M\u00e4dchen als legale Ehe gilt. Die vom griechischen Staat bereitgestellten Raketen wurden bei der Bombardierung des \u00e4rmsten Landes der Welt, Jemen, eingesetzt, um die Infrastruktur zu zerst\u00f6ren und Millionen von Menschen zu verhungern lassen. Nat\u00fcrlich wird kein*e Minister*in vor Gericht gezerrt werden. Massenmord und internationaler Handel mit schweren Waffen sind v\u00f6llig legitime Aktivit\u00e4ten. Wenn ich nat\u00fcrlich drei Handfeuerwaffen aus vergangenen Jahrzehnten besitze, werden sie als schwere Waffen bezeichnet und ich werde zusammen mit jeder*m, der zuf\u00e4llig neben mir steht, ins Gef\u00e4ngnis gebracht. Aber das ist das Wesen der Gesetze, die die M\u00e4chtigen vor der Rebellion der unteren Schichten sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Was den Vorwurf des Raubes angeht, so gebe ich ihn an jede Bank zur\u00fcck, deren Existenzgrundlage die Anh\u00e4ufung von Reichtum und die Vergr\u00f6\u00dferung der sozialen Ungleichheiten ist. Raub ist die Gr\u00fcndung einer Bank, was ich getan habe, ist eine Umverteilung des Reichtums.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich beschuldige ich jede*r Polizist*in, der*die von Berufs wegen Menschen verschleppt, foltert und in Handschellen in die staatlichen Kerker f\u00fchrt, wo ganze Leben zerst\u00f6rt werden, erneut des Raubes. F\u00fcr diejenigen, die daf\u00fcr beschuldigt werden, dass sie sich nicht mit dem riesigen Schlachthaus abfinden, zu dem die Staaten die Erde gemacht haben, dass sie nach Wegen suchen, au\u00dferhalb des Zustands der allgemeinen Gefangenschaft zu leben, gibt es Momente des Kampfes wie diesen, die die Schuld an ihre Verfolger*innen zur\u00fcckgeben und das projizierte Bild der umgekehrten Realit\u00e4t, das als einzige Wahrheit auferlegt wurde, brechen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/enoughisenough14.org\/tag\/giannis-michailidis\/\">Giannis Michailidis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>quelle: anarchistnews.org &amp; athens.indymedia.org, \u00fcbersetzung abc wien Wieder einmal stehe ich vor einem Tribunal, das ich nicht akzeptiere, um meine Entscheidungen und mein Handeln zu verurteilen. 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