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[Spanien/Chile] Monica & Francisco sind draußen

Wednesday, March 8th, 2017

Quelle: linksunten

Heute morgen am Dienstag, den 7. März 2017 sind Mónica Caballero und Francisco Solar in Chile gelandet. Die beiden Anarchist*innen waren in Spanien gefangen, da ihnen vorgeworfen wurde, 2013 einen Anschlag auf die Basílica del Pilar de Zaragoza verübt zu haben.

Nachdem ihre ursprüngliche Strafe im Dezember auf viereinhalb Jahre herabgesetzt wurde, beantragten sie, dass ihre Reststrafe in eine Ausweisung umgewandelt werden soll. Die Anwendung dieses Mittels bedeutet, dass es den beiden für acht Jahre nicht möglich sein wird Spanien oder die EU zu betreten.

[Spanien] 12 Jahre Haft für Mónica Caballero & Francisco Solar

Thursday, March 31st, 2016
Screenshot from 2016-03-31 20:49:52Mónica Caballero und Francisco Solar wurden zu je 12 Jahren Knast verurteilt. Das Urteil des Sondergerichtshofs Audiencia Nacional wurde gestern den Anwälten der beiden anarchistischen Gefangenen übermittelt. Die 12 Jahre setzen sich zusammen aus 5 Jahren wegen “Körperverletzung” und 7 Jahren wegen “Sachbeschädigung mit terroristischer Absicht”. Freigesprochen wurden sie von der Anklage der “Zugehörigkeit zu einer terroristischen Vereinigung und der Verschwörung” gegen das Kloster Montserrat.

Laut der spanischen rechten Hetzpresse wird die über 2jährige Untersuchungshaft auf die Haftdauer angerechnet. Zusätzlich zu der Haft wurde den beiden ein 10jähriges Ortsverbot für Zaragoza und Barcelona auferlegt. Außerdem müssen sie 182.601 Euro Entschädigung zahlen an die Kirchenverwaltung von Zaragoza und 22.775 Euro Schmerzensgeld an eine Frau, die verletzt worden sein soll.

Diese ganze polizeiliche, gerichtliche, politische und mediale Inszenierung geht zurück auf einen Sprengsatz, der Oktober 2013 in der Basílica del Pilar, einer Kirche in Zaragoza, detonierte und geringe Sachschäden verursachte. Einen Monat später wurden unter anderem Mónica und Francisco in Barcelona festgenommen, beschuldigt und saßen seitdem in Untersuchungshaft.

Bei der dreitägigen Gerichtsfarce im März diesen Jahres wurde deutlich, dass es keine Beweise gegen Mónica und Francisco gibt. Die Fingerabdrücke waren nicht übereinstimmend. Der einzige Anhaltspunkt der Polizei waren unscharfe Videos von Überwachungskameras. Die Polizei behauptetet, dass die beiden unkenntlichen Personen, die darin zu sehen waren, ein ähnliches Bewegungsprofil hätten wie Mónica und Francisco. Ein Bericht über den Prozess ist bei thefreeonline nachzulesen (auf englisch).

Es ging offenkundig von Anfang an nur darum, die anarchistische und andere soziale Bewegungen in Spanien zu kriminalisieren und das Hirngespinst einer fiktiven anarchistischen Terrorgruppe als Vorwand zu verwenden für massive Repression. Mit der Festnahme von Mónica und Francisco nahmen die Repressionswellen ihren Anfang. In der Folgezeit wurden im Rahmen von operación Pandora, operación piñata, operación ICE und operación Pandora2 Dutzende Menschen festgenommen und Privatwohnungen und soziale Zentren durchsucht.

Mónica und Francisco waren aus Chile nach Spanien gekommen, um der medialen Hetze zu entkommen, die dort auf sie niederprasselte. Bereits in Chile hatte der Staat versucht, ihnen Beteiligung an Bombenanschlägen anzuhängen. Sie saßen auch dort in Haft, wurden jedoch letztendlich freigesprochen.

Chile, Santiago: Sabotage an Bankautomaten in Solidarität mit Mónica Caballero und Francisco Solar

Thursday, December 10th, 2015

(gefunden auf: linksunten.indymedia.org)

bynAm Montag, 2. November am frühen Morgen bewegten wir uns mit unseren Toten im Herzen und den gefangenen in den aktiven Händen um mit einfachen Mitteln einen Bankautomaten der Banco Estado in der calle Matucana #863 im Zentrum der verdorbenen Stadt kaputt zu machen. Wie Schatten brachten wir unsere Farben und beschmutzten die Geldmaschine und hinterliessen eine Schrift an der Wand: “Angry Presente / Presxs a la kalle” und zerschlugen mit Hämmern den Verteiler um den Ort mit seinem aktivierten Alarm schnell aber ohne grosse Probleme zu verlassen.

Kurz nachdem die Untersuchungshaft der Compas Mónica und Francisco verlängert wurde (http://es.contrainfo.espiv.net/2015/10/28/estado-espanol-se-prorroga-la-prision-preventiva-a-monica-y-francisco/), die wegen verschiedener Explosionen gegen Symbole der Macht in Spanien angeklagt sind, entschieden wir von diesem Territorium her klarzustellen, dass die Lage unserer Geschwister uns nicht gleichgültig ist und wir deswegen diese minimale Sabotageaktion in Solidarität mit ihnen durchgeführt haben.

Mit Angry in unserer Erinnerung…

Claudia, Jhonny und der Punky presente!

Kämpferische Solidarität mit den AnarchistInnen Mónica Caballero und Francisco Solar Gefangene des Spanischen Polizeistaates!

Sabotagezelle Jhonny Cariqueo.

Üb. mc, Knast Salez, CH, November 2015 http://es.contrainfo.espiv.net/2015/11/04/santiago-sabotaje-a-cajero-automatico-en-solidaridad-con-monica-caballero-y-francisco-solar/

Offener Brief von Tamara Sol Farías Vergara

Tuesday, December 1st, 2015

(gefunden auf: urbanresistance.noblogs.org)

Dies sind die ersten Worte von mir über das Internet, nach der Verurteilung zu 7 Jahren und 61 Tagen Knast wegen versuchtem Totschlag und Diebstahl.

Viele Leute denken, dass (mein Genosse) Angry mein Partner war, oder dass ich eine Art Beziehung mit ihm hatte, etwas das absolut nicht wahr ist. Er war ein wertvoller Genosse, mit dem ich unendlich viele Ideen und Gefühle teilte. Er war ein nihilistische Anarchist und ich übernehme die Verantwortung für die Vergeltung seiner Ermordung als politischen Akt, da ich immer glauben werde, dass seine Ermordung kein Zufall war. Lasst uns nicht vergessen, dass TVN (Nachrichtensender) den Mord an Angry als etwas „heldenhaftes“ überschrieb, als ob nur dadurch ein Raub verhindert werden könnte.

Ich habe nicht denselben Wachmann niedergeschossen, der den tödlichen Schuss abgab und dann seine Waffe nachlud, um weitere Kugeln zu schiessen, aber meine Handlung ist eindeutig und somit auch ihre Botschaft.

Mitarbeiter von Sicherheitsfirmen: ihr könnt weder weiter unsere Brüder töten, noch euer Leben für einen miesen Lohn oder jede beliebige Summe riskieren! Fragt euch selbst, was ihr bewacht, wer eure Bosse sind und wessen Geld ihr mit eurem Leben bewacht.
Ich glaube nicht an Gerechtigkeit.

Gefängnisse, zusammen mit dem ganzen juristischen System, wurden von den Reichen und Mächtigen gemacht, nur um ihr Eigentum und ihre soziale Ordnung des Todes zu sichern. Die Polizei, Richter, die Anklage, Knastwärter leihen sich diese Ordnung aus und darum sind sie meine Feinde.

Es gibt Dinge, die uns als Individuen nicht gleichgültig lassen können, in Bezug auf das, was Staat und Macht auf uns ausüben. Gefangenschaft, Mord und der Diebstahl unserer Leben zum Nutzen einiger ist Staatsterrorismus. Das ist der Fall von Nataly Casanova, Guillermo Duran, Juan Flores und Enrique Guzman, die mit Anti-Terror-Gesetzen angeklagt sind, inhaftiert unter einem medialen Zirkus ohne einen einzigen brauchbaren Beweis über ihre Verwicklung in irgendwelche Bombenexplosionen und welche Strafen riskieren, die sie den Rest ihres Lebens kosten können.

Oder in dem Fall des Genossen Angry, in welchem der Ex-Soldat/Wachmann seinen Job am Tag des Raubes begann und durch Leute, die ihn decken, angewiesen wurde zu töten. Warum bestraft das eklige Justizsystem nicht den Wachmann?

So sieht Staatsterrorismus aus, in dem der Tod eines Menschen gerechtfertigt wird mit dem Schutz von privatem Eigentum; in dem arme Leute für Jahrzehnte inhaftiert sind, für Handlungen, die nichts sind im Vergleich zu der, seit Jahrhunderten anhaltenden, Verwüstung des Landes, oder nicht mit der Gewalt des Neoliberalismus vergleichbar sind, der gewaltsam von der Diktatur eingesetzt wurde, während tausende Menschen getötet, gefoltert und verschwinden gelassen wurden. Die Leute, die das gemacht haben, haben Vor- und Nachnamen, sie leben noch, arbeiten noch, spazieren frei durch die Strassen, so wie dieser verdammte Labbé, der nur zu einer Strafe von 500,000 Pesos verurteilt wurde.

Ich glaube auch nicht, dass ich in den Knast gehen sollte.
Aber was passiert dafür mit diesen Terroristen? Was passiert mit Angelini und Matte, die die Menschen im Süden ohne Wasser und ohne einheimische Wälder zurücklassen.

Es ist Bachelet (Name der Präsidentin, ehemalige Pinochet-Gegnerin aus einer Familie der Oberschicht), die Exekutive, die sie durch ihre Verordnungen und Gesetze beschützt, welche es ihnen erlauben täglich reicher zu werden. Und auf wessen Kosten? Auf Kosten der gesamten Gemeinschaften, die wegen der Dürre nicht ernten können, die gezwungen sind zu arbeiten bis sie in ihrer Plage sterben. So sieht Terrorismus aus!

Dieser lässt die Massenmedien Ereignisse und Informationen manipulieren, vermischt mit ekelhaften, patriarchalen TV Shows, in denen Frauen die Objekte und Männer die Bosse sind, er ruft Bürger auf mit der Polizei zusammen zu arbeiten, um arme Leute zu schnappen, die kleine Diebstähle begehen. So im Fall dummer Sendungen, wie „133“ und anderen, die Nachbarn in Aufpasser der Polizei, Folterer und Verräter verwandeln. Inzwischen erhält politischer Diebstahl keine vergleichbare Aufmerksamkeit, so wie der Fall von Cascadas im Fall Penta, oder sogar der Sohn von Bachelet, der in einen Korruptionsskandal verwickelt ist: Sie sind alle frei, sicher und gesund. Sie alle sind Teil der chilenischen Oligarchie (namenhafte, machthabende- und ausführende Oberschicht), des Staates und der Macht.

Als Individuen mit freiem Willen, können wir nicht die Omnipräsenz des Gesetzes, das uns überwacht, oder zumindest deren Eigentum und Geld schützt, annehmen. Unsere soziale Führung wird von Menschen getragen. Der Staat ist eine Struktur, die aufrechterhalten wird durch Autoritäten, die Polizei und die Gendarmerie, die das als Notwendigkeit ansehen.

Wir brauchen keinen Staat oder eine Regierung. Der Zusammenbruch der modernen Sklaverei liegt in unseren Händen, indem wir unser Leben durch Angriff übernehmen, um alle Privilegien zu zerstören. Lasst uns aufhören für sie zu arbeiten und ihre Autorität anzuerkennen. Wir wissen, dass Demokratie eine mediale Inszenierung ist, um ihre kostbaren Reichtümer aufrecht zu erhalten, so dass sie niemand anfassen oder stören kann. Das sind die Elemente ihres sozialen Friedens und ihrer öffentlichen Ordnung, die Angst alles zu verlieren, weil es ohne die Armen keine Reichen geben kann. Ohne den Staat gibt es kein Gesetz. Ohne das Patriarchat kann es weder Autorität noch Herrschaft geben.

Die Fähigkeit autonom zu leben liegt in unseren Händen, ohne Bosse und Herrscher oder Zeitplan. Lasst uns unseren Willen nutzen. Wir sind in der Lage den Materialismus hinter uns zu lassen, ebenso die Bequemlichkeiten und den Verbrauch. Lasst uns wieder weise werden, den Älteren und unseren Kindern zuhören. Lasst uns die binären Rollen hinter uns lassen, die Abhängigkeiten und Hierarchien in unseren Beziehungen generieren. Lasst uns wir selbst sein, ohne Vorurteile. Wir brauchen keine Vaterfigur, keinen Mann oder Staat, der uns beschützt. Kreativität und Wissen liegen in uns selbst und wir können selbstständig sein mit dem, was das Land uns gibt, wir brauchen nicht mehr als das. Lasst uns zurück zu unseren Sinnen gehen, nach Innen schauen und uns verbinden mit dem Leben, der Natur und von unseren Vorfahren lernen.

Technologie und Wissenschaft sind nicht zu unseren Gunsten, auch sie gehören den Reichen. Monsanto (krimineller Agrarkonzern) ist ein klares Beispiel: sie nutzen Biotechnologie, um Samen und landwirtschaftliche Pflanzen zu züchten und sie resistent gegen karzinogene Pestizide zu machen, indem sie die gesamte Kontrolle über Frucht- und Gemüseplantagen übernehmen, die Basis unserer Ernährung.

Dasselbe passiert mit forstwirtschaftlichen Kiefern- und Eukalyptosplantagen, als wichtige Erzeugnisse für den Export und damit einer Hauptquelle für den Wohlstand. Die Monokultur dieser Spezies bedarf speziellen Pestiziden, um Schädlingen entgegenzutreten und die Kiefern wurden biochemisch modifiziert, sodass sie Schädlingen und allen Temperaturen trotzen. Dazu braucht man größere Mengen Wasser als für einen beheimateten Wald und verschmutzt und sterilisiert das Land.

Sie experimentieren mit unseren Körpern, indem sie Krankheiten erfinden und die Gegenmittel verkaufen, wobei sie sich der Mafia bedienen, die die pharmazeutische Industrie ist, in Absprache mit anderen, die die Macht haben.

Wir werden permanent getäuscht von Zusätzen der Art: Essen für „gute Gesundheit“, wie Milch (durch beständige Vergewaltigungen), Fleisch (Kadaver) oder Eier, die die Kommerzialisierung tierischen Lebens in Zentren der Folter und Krankheit für diese Wesen schüren (wie Agrosuper, Superpollo (Lebensmittelketten) oder jedes anderen Schlachthofes).

Die vom Staat unterstützten Oligarchen sind die wahren Terroristen.

Lasst uns verstehen, dass die Idee des Konsums und der Akkumulation inhaltsleer ist. Sie hat nichts mit dem Leben zu tun. Wir müssen verstehen, dass wir Teil eines Universums sind und nicht weiter teilhaben können an der immensen Zerstörung, die die Mächtigen auf dem Planeten, auf dem wir leben, angerichtet haben, um ihre Privilegien zu behalten. Wenn wir uns dessen bewusst sind und die Verantwortung übernehmen, können wir sie aufhalten und unsere Autonomie, unseren individuellen Willen, Sensibilität, die Fruchtbarkeit der Erde und unserer Körper, als auch die Freude am Leben ohne emotionale oder sexuelle Qualen, wiederfinden und die chaotischen Flüsse freier Beziehungen und natürlicher Wildheit genießen.

Ich bin sehr froh zu wissen, dass es noch immer rastlos, rebellisch, autonom geborene Herzen gibt und weiter geben wird. Menschen, die sich nicht von dem Komfort des Neoliberalismus und der Demokratie haben verführen lassen. Ich werde euch in meinen Gedanken und meinem Herzen behalten. Von hier sende ich eine große Umarmung, seid euch bewusst, dass eure Taten uns stärker machen und unsere Tage erhellen.

Solidarität in all ihren Formen lässt uns vertraut bleiben. Darum möchte ich tief empfundene Grüße an die Leute in Villa Francia und die Genossen senden, welche immer bereit sind die Cops mit Schlägen und Tritten zu konfrontieren, bei jedem widerlichen Erscheinen vor Gericht, viele von ihnen wurden verprügelt und eingesperrt. Seit euch bewusst, dass ihr alle wertvolle Krieger seid. Ich danke meinen Brüdern und Schwestern, welche nie aufgehört haben mich zu besuchen und köstliches Essen für mich zu kochen. Ich liebe euch alle sehr und vermisse euch!

Meinen Respekt an das „defense team“ für den von ihnen gewählten Weg, auf dem sie unsere Genossen aus dem Knast geholt haben. Dies sind konkrete Taten in der Konfrontation der Kräfte… eine Waffe.

Solidarität und tief empfundene Grüße an Freddy, Marcelo, Juan , Carlos, Hans, Alfredo, Alejandro und Nicolas, die in den Käfigen des $hilenischen Staates gefangen gehalten werden.

Komplizenhafte Liebe für Tato und Javier… Kraft für Nataly, Juan und Guillermo in ihrem mittlerweile 45 Tage andauernden Durst- und Hungerstreik! Kraft für Enrique Guzman: all meine Unterstützung in diesem langen Kampf!

Solidarität und Respekt an alle Leute der Erde in Wallmapu!
Solidarität mit allen Gefangenen weltweit!
Gegen die techno-industrielle patriarchale Gesellschaft!
Gegen den Staat, seine Oligarchie und alle Formen des Dominierens!
Für die Zerstörung aller Käfige!
Herz, Wille, Erinnerung, Intuition und Instinkt! Vertraut auf euch selbst!
Ana, Luisa, Manuel, Alen, ich liebe euch alle unendlich!

SOL MALEN [Tamara Sol Farías Vergara]
NIHILISTISCHE GEFANGENE
EINGEKERKERT IM 2. FLÜGEL DES SAN MIGUEL-GEFÄNGNISSES, [Santiago, $hile]
28. Mai, 2015

Aufruf zur Solidaritaet mit Nataly, Juan, Guillermo und Enrique (Chile)

Thursday, May 7th, 2015

(gefunden auf: linksunten.indymedia.org)

Chile, Mid-April hunger strikeAn die Genoss_innen in Chile und der Welt, die sich gegen jede Form der Macht stellen.

An die ungehorsamen Gemuete und Gewissen, die Herrschaft ablehnen und die totale Freiheit anstreben.

An alle, die gegen die Regierung sind und sich zur Aktion aufgerufen fuehlen.

Wir sind Individuen und organisierte Gruppen und Aktive in der antiautoritaeren Solidaritaet mit anarchistischen Gefangenen und Revolutionaeren.

Heute schreiben wir um zu raschen und kaempferischen solidarischen Aktionen zur Unterstuetzung der Hungerstreikenden (Juan Flores, Nataly
Casanova, Guillermo Durán y Enrique Guzmán) zu motivieren.

Unsere Genoss_innen widersetzen sich wuerdig der taeglichen Haft. Es ist klar, dass sie sich davor keinem der Versuche des Feindes, seine Macht durchzusetzen, unterworfen haben. Ein Verhalten das uns zeigt, dass der einzige Weg fuer sie der Kampf gegen jede Autoritaet ist.

Als Individuen und organisierte Gruppen, die staendig versuchen ihre Ideen und Praktiken zur totalen Befreiung zu verbessern, nehmen wir den Hungerstreik, den unsere Genoss_innen gerade durchfuehren, nicht gleichgueltig hin. Wir sind uns bewusst, dass dies ein Aufruf ist, die symbolische und materielle Solidaritaet auszuloesen, um die Werte die uns bewegen zu konkretisieren, denn jene Werte beleben jedes revolutionaere Projekt und anerkennen ohne Zweifel die Kraft einer_s jeden Gefangenen im Kampf.

(more…)

Solidaritätsaktivitäten mit dem Hungerstreik in Griechenland

Friday, April 3rd, 2015

(gefunden auf: political-prisoners.net)

taxofficeHier findet ihr eine unvollständige Übersicht der Soliaktivitäten zum Hungerstreik der letzten Tage:

Griechenland:
In Thessaloniki wurden in Solidarität mit dem Hungerstreik ein Fahrzeug des Ministerium für Wachstum abgefackelt und ein Fahrzeug der Sicherheitsfirma Thorax. Das Fahrzeug des Ministeriums für Wachstum war in einem der best bewachtesten Gegenden der Stadt. (https://interarma.info/2015/04/01/ellada-ebrismos-kratikou-ohimatos-kai-ohimatos-eterias-security-thessaloniki/?lang=en)
Darüber hinaus gab es noch Transparente: http://en.contrainfo.espiv.net/2015/03/31/thessaloniki-banner-drop-in-solidarity-with-the-hunger-strikers-in-greek-prisons/

In Athen wurde am Nachmittag des 1. April vor dem griechischen Parlament eine Aktion mit Transparent und Flyern gemacht. (https://youtu.be/Ayl16jTX_HQ)
Ebenfalls in Athen wurde am 29. März die Polizeistation in Zografou gestürmt und attackiert. In der Erklärung heißt es: „Wir haben uns dazu entschlossen etwas der Gewalt zu erwidern und wir verbreiten jeden Tag den Hass auf die Hunde des Staates. Wir wagten und risikierten das für unsere GenossInnen, die gerade im Hungerstreik sind und dabei ihre Körper als eine Barrikade gegen die vernichtende unterdrückerische Gesetzgebung. […] Ehre für Lambros Foundas […] (http://actforfree.nostate.net/?p=19384)

In Patras wurde das Parteibüro von SYRIZA besetzt. (http://en.contrainfo.espiv.net/2015/04/01/patras-greece-syrizas-party-offices-occupied-by-anarchists/)

In Heraklion wurde am 02. April ein Finanzamt angegriffen. (https://interarma.info/2015/04/02/ellada-ebristiki-epithesi-se-eforia-iraklio/?lang=en)
Polen:
In Warschau wurde an der Fassade der griechischen Botschaft eine Farbbotschaft hinterlassen (https://interarma.info/2015/04/01/polonia-epithesi-me-bogies-stin-elliniki-presvia/?lang=en) und in Torun wurde ein Transparent aufgehängt (https://interarma.info/2015/04/01/polwnia-pano-allhleggyhs-stous-apergous-peinas/?lang=en). Darüber hinaus ist ein Plakat aufgetaucht und verbreitet worden. (https://interarma.info/2015/04/01/polonia-afisa-allileggyhs-stous-anarxikous-apergous-peinas/?lang=en)

Chile:
Es wurde ein Flyer in Umlauf gebracht.

Deutschland:
In Berlin fand eine Kundgebung statt. (https://linksunten.indymedia.org/de/node/13906

[Chile] Tamara Sol F. Vergara zu 7 Jahren verurteilt. Einspruch.

Monday, March 2nd, 2015

tamarasolalakalle0Nach neuesten Infos wurde Tamara Sol vom Gericht schuldig gesprochen. Sie wurde am 21. Jänner 2014 verhaftet nachdem ein_e unbekannte_r einen Security der BancoEstado, als Rache für den Tod von Sebastián Oversluij Sequel, niedergeschossen und dessen Waffe gestohlen hatte. Bei ihrer Festnahme hatte sie eben diese Waffe an sich.

Die Urteile sind 7 Jahre für versuchten Mord und 61 Tage plus eine Geldstrafe in der Höhe von umgerechnet 300€ für den Diebstahl der Waffe des niedergeschossenen Security.

Nach dem Prozess kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Sol`s Familie und der Gerichtswache. Die Familie beschimpfte die Richter_Innen als „Faschist_Innen“ und beschuldigte sie der (politischen) Befangenheit. Auch Flugblätter wurden durch den Raum geworfen.
Die Richter_Innen haben auch die DNA-Abnahme von Sol beschlossen, um sie in das „National Register of Convicted“ einzutragen.

Auf http://www.youtube.com/watch?v=_eFns2YZUFY gibt es ein Video von der Urteilssprechung.

Solidarität mit Tamara Sol!

Chile – Anarchistische Gefährtin Tamara Sol wird bestraft weil sie sich weigert zu beugen

Thursday, December 25th, 2014

picasion.com_ca13a3d472d7e167fa9cfb0f5ece2c0e11.12.2014

Die Gefährtin Tamara Sol Farías Vergara wurde Ende letzter Woche wegen Verletzung einiger interner Regeln bestraft. Diese Strafe beinhaltet folgendes:

– Keine Besuche
– Keine Pakete von Draussen

Das Verbot, von draussen Essen zu bekommen trifft Sol’s Gesundheit auf direktem Wege, da sie Vegetarierin ist (als Teil ihres Konzepts von antiautoritärem Leben), und zielt auch darauf ab unsere unbeugsame Gefährtin zu verbiegen.

Wir rufen zur dringenden Solidarität mit der Gefährtin auf, die sich seit dem 21. Jänner 2014 im Knast befindet, aufgrund des Vorwurfs des versuchten Raubüberfalls und des versuchten Mordes, gefolgt von einer Aktion in der Banco Estado gegen einen Sicherheitswachmann als Rache für die Ermordung unseres Gefährten Sebastian Oversluij Seguel.

Unsere Solidarität geht an Tamara Sol Farías Vergara und alle anarchistischen, nihilistischen und antiautoritären GefährtInnen im Knast oder auf der Flucht.

 

Instinto Sevaje

Englische Übersetzung von actforfreedomnow

Italienische Übersetzung RadioAzione

Spanisches Original InstintoSevaje

Chile, San Joaquin: Bekennung zu einem Angriff auf die Gendarmerie mit einem Sprengsatz dem COF

Thursday, December 25th, 2014

(gefunden auf: linksunten.indymedia.org)

RadioAzione - CospirazioneÜb. von mc, Knast Menzingen, CH, Dez. 2014 aus it. von RadioAzione 

In Chile existiert kein Terrorismus sondern nur politische Gewalt

Es ist der Staat, der die Gewaltebene festlegt, die von den Revolutionären angewendet wird.“ (MLN-Tupamaros).

Wir bekennen uns zum Sprengsatz am Morgen der ersten Woche des Monats November, der an einem öffentlichen Beleuchtungspfahl angebracht wurde, der in einem Abstand von einem Meter am Eingang des Schwimmbades der Gendarmerie in der via Vicuña Mackenna steht.

Hier unsere Bekanntmachung der Manipulierung des Sprengsatzes durch die repressive Institution der Gendarmerie, der GOPE oder durch etwelche „Neugierige“, die mittels der Massenmedien berichtet haben, eine Gruppe von Unbekannten habe um die Mittagszeit an einer Stange in der Nähe der S-Bahnstationen der Metropole San Joaquin einen Sprengsatz angebracht. Sie unterstellten auch, das Ziel sei die physische und psychische Verletzung von Passanten und Fahrgästen der Metro in der via Vicuña Mackenna gewesen und behaupteten, es handle sich um einen weiteren Angriff der „terroristischen“ Art im Lande. Das ist ein klarer repressiver Beleg zur neuen Strategie des Gegenaufstandes: es ist der historische schmutzige Krieg des Staates (auf Lügen, Manipulation und Konstrukten basierend) gegen Affinitätsgruppen und Gruppen der direkten Aktion.

Wir sind uns bewusst, dass die strategische Wende den ausländischen Beratungen und vor allem dem politischen Kontext entspricht, der nach dem Angriff auf das subcentro der Gemeinde von Las Condes aufgekommen ist.

Das Ziel der Überwachungs- und Sicherheitsinstitutionen des Staates ist präzise: direkten und/oder politischen Aktionen die Absicht, Zivilpersonen wahllos zu verletzen zu unterstellen und sie damit in Verbindung zu bringen. Unter Benutzung der Medien als ihr wichtigster Verbündeter, um eine öffentliche Meinung zu schaffen, die immer repressivere und invasivere Gesetze gegen die Meinungs- und Handlungsfreiheit verteidigt und absegnet.

Was den Sprengsatz angeht, räumen wir die unterbliebene elektrische Aktivierung des Mechanismus ein, der nicht programmiert war um am Morgen sondern um kurz nach der am Tagesanbruch erfolgten Legung zu explodieren und somit: Manchmal stellen Anarchisten und ihre Methoden Gerechtigkeit her. Wir haben niemanden, der unsere Aktivitäten finanziert, wie die Polizei vom Staat finanziert ist, die Kirche mit ihrem eigenen Vermögen oder der Kommunismus, der eine ausländische Macht im Rücken hat. Darum, um eine Revolution zu machen, müssen wir die Mittel ergreifen und raus auf die Strasse und unser Gesicht zeigen.“ (Miguel Arcàngel Roscigna) Wir verpflichten uns dazu, durch die Übertragung von Ideen, systematischen Studien und kollektiver Praxis, die notwendige Aufgabe der Verbesserung und Perfektionierung der Angriffsmethoden wahrzunehmen.

Über die Motivierungen und Absichten.

Das Ziel war, den Zaun der Gendarmerie materiell zu beschädigen und dazu die Sicherheitsanlagen des Gefängnisbereiches zu verletzen. Da wir diesen als eine Ausdehnung der konkreten und moralischen Herrschaft von Staat und Kapital erkennen; da er auch das Symbol der bürgerlichen Ordnung ist, die die Bewegungs-, Aktions- und Denkfähigkeiten der Individuen in einen juristischen und Strafvollzugsrahmen stellt. Den sie konstant mit bürgerlich-kapitalistisch ideologischen und moralischen Grundlagen ausstatten.

Die Gesellschaft, in der wir leben, charakterisiert sich dadurch, das sie sich innerhalb der kapitalistischen Verhältnisse erhält, welche die „Veränderung“ des jetzt neoliberalistisch genannten Systems aufzeigen: das durch die flexible Akkumulierung jede menschliche Kreation in Ware verwandelt, wo privilegierte und nicht privilegierte Gruppen im bestmöglichen Stil einer komplizierten und geschichteten Gesellschaft zunehmen. Die Anwendung politischer Gewalt ist nicht Selbstzweck, sie ist eines der vielen Instrumente für den Versuch, jede Form von Autorität anzugreifen und zu destabilisieren.

Der Staat, seine Institutionen und seine UnterstützerInnen haben in der gesamten Geschichte alle Spielarten von Gewalt ausgeübt, mit dem Unterschied, dass diese legal ist. Der Entscheid politische Gewalt auszuüben ist nicht unser Allheilmittel, es ist nur die selbstbestimmte Entscheidung gegen den Staat und seine Verbündeten zu reagieren und diese Antwort lehnt die Werte und die Praktiken der bürgerlichen Gesellschaft ab.

Für die bewaffnete Agitation ist die Deutlichmachung der Gegensätze der sozialen Ordnung und die Macht in Frage zu stellen und anzugreifen wichtig. Dies setzt die gesellschaftliche Überwachungslogik matt, die das Privateigentum und die Akkumulierung des Kapitals verteidigen. Unser Ziel ist nicht, die Schwachstellen des Staates offenzulegen um ihn zu verbessern, sondern wir versuchen jedes Mal die vielfältigen Möglichkeiten zur direkten Aktion zu verbessern, die verschieden sein kann und nur durch die unsererseits gegenüber des sozialen Krieges zutage gelegte kreative Fähigkeit bestimmt wird.

Es ist wichtig, die Ideen real und konkret umzusetzen, die uns befähigen über die Propaganda hinaus zu gehen. Kritisieren genügt nicht, notwendig ist der Aufbau einer politischen Praxis im Alltag. Der soziale Kampf ist kein Krieg der Worte und der Diskurse, sondern in jedem Individuum die Fähigkeit zum Versuch zu fördern, zum permanenten Hindernis für die Ausdehnung der Autorität und des Herrschaftssystems zu werden.

Ein geschwisterlicher Gruß an die politischen gefangenen in Chile und der Welt. Für die Befreiung der Spezies Mensch, der Natur und der anderen Arten.

Anarchistische Gruppe Sebastian Oversluij

Chile, Santiago: Angriff auf die Kaserne der PDI in Solidarität mit den in Mexico, Griechenland und in aller Welt gefangenen GenossInnen

Thursday, December 25th, 2014

(gefunden auf: linksunten.indymedia.org)

LeopardÜb. von mc, Knast Menzingen, CH, Dez. 2014 aus dem it. von RadioAzione 02.11.14 // Anmerkung von RadiAzione: Die folgende Bekennung wurde von mir für die it. Übersetzung verändert, aber nur in der Zeichensetzung und in einigen Fehlern über die Herkunft der gefangenen GenossInnen. Für die Misstrauischen in Originalsprache auf Controinformate 

Um uns mit den Gefangenen zu solidarisieren haben wir am 29. Oktober diesen Jahres um 15:00 h die Universität als Akademie des christlichen Humanismus mit dem klaren Ziel verlassen, eine der sich zur Verteidigung der Interessen des Bürgertums, des Kapitals und des Staates prostituierende Institution anzugreifen. Das, indem wir einige brandstiftende Geschenke (Molotow) schmissen, wobei einige davon das Innere der Kaserne erreichten und einige Fahrzeuge dieser Bastarde in Brand setzten, die dann mit ihren eigenen Waffen zurückgeschlagen wurden.

Mit dieser Aktion wollen wir uns mit den in Mexiko, Griechenland, Frankreich, Spanien, Italien, Russland, Deutschland, Chile und in der ganzen Welt gefangenen Geschwistern solidarisieren.

Wir solidarisieren uns mit Mario Gonzáles García, Carlos López Marin (Chivo), Fernando Cortes und Abraham Bercenas, anarchistische Gefangene in Mexiko, die sich vom 1. bis zum 17. Oktober als Akt der konstanten Rebellion in den Zellen der Macht und als Akt der Solidarität unter Gefangenen des anarchistischen Kampfes im Hungerstreik befanden.

Wir solidarisieren uns auch mit den gefangenen Anarchisten in Griechenland, Antonis Stamboulos (…) (Geschichte in Netz gut bekannt, d. Üb. mc)

Wir solidarisieren uns auch mit Juan, der sowohl von einigen Gefangenen als auch von den Knastwärtern konstant bedroht wird, mit der anderen Genossin Nataly und Guillermo, aber wir denken auch an Mónica und Francisco in den Zellen des spanischen Staates, an Gabriel Pombo da Silva, Andreas Tsavaridis und Spiros Mandylas in Griechenland, Gianluca Iacovacci und Adriano Antonacci, Nikos Maziotis, Nikos Romanos, Yannis Naxakis, Thomas Meyer-Falk, Ted Kaczynski, zusammen mit den gefangenen Geschwistern, die die Freiheit anderer verteidigt haben, Eric MacDavid und Marie Masson wie die ÖkoanarchistInnen mit langen Strafen, Walter Bond, Sol Farias, Freddy, Marcelo, Juan und Carlos, Hans Niemeyer. Und wir vergessen auch die zur Zerstörung dieser und jeder anderen Gesellschaft gefallenen Rebellen wie Punky Maury, Jonny Cariqueo, Claudia Lopez, Angry, Alexandros Grigoropoulos und viele andere nie und nimmer.

FEUER UND RACHE DEN KERKERMEISTERN, INTERNATIONALISTISCHE SOLIDARITÄT MIT DEN GEFANGENEN IN MEXIKO, GRIECHENLAND UND DER GANZEN WELT.

AUF DAS DER ANGRIFF GEGEN DIE MACHT UND DAS KAPITAL KONSTANT SEI.

FÜR DIE ZERSTÖRUNG ALLER ZELLEN DES KAPITALS/ TOTALE BEFREIUNG!!!

Manada de choque anarquica Heriberto Salazar

Anm: Die Grüße aus der Hölle sendet euch Heriberto Salazar, ihr Bastarde (…)

Anm: Ihr habt keinerlei Fotos und noch weniger Videoaufnahmen, weil wir in dieser Aktion entschieden haben in voller Sicherheit zu agieren und uns zu ihr zu bekennen und zwar um ihr Gewicht zu verleihen und nicht um der Polcar oder dem OS9 Beweismaterial zu geben. Wir glauben, dass es notwendig ist in Sicherheit zu agieren und dass in jeder Aktion noch besser aufgepasst werden muss, auch auf sich selbst. Für den Staat, wenn jeder von ihnen in Sicherheit sein will, würde es sich lohnen uns in seinen beschissenen Zellen zu haben.

In Sicherheit agieren weil wir draussen nützlicher sind als drinnen und die Knäste nicht weiter mit uns selber zu füllen, wird zur Reflexion, die jeder aktiven Gruppe oder Individualität nützt und uns in Erinnerung ruft, dass Fotos und Videos dem Staat und Innenminister dazu dienen, jedEn RebellIn zu verhaften. Auf das alle RebellInnen mit größerer Sicherheit handeln und denkt daran: keine Aktion ist ein Spiel.