„Diese Nächte sind für Alexis“, Schwarzer Dezember in Griechenland

(gefunden auf: linksunten.indymedia.org)

Schwarzer Dezember in GriechenlandVor sieben Jahren starb Alexis Grigoropoulos durch die Kugel eines Bullen. Was folgte, war die wochenlange Revolte einer Generation, die sich, geweckt durch das Echo des Schusses, schlagartig an ihre Träume erinnerte.

Vor einigen Wochen haben Panagiotis Argriou und Nikos Romanos, zwei inhaftierte Anarchisten, zu einem Schwarzen Dezember aufgerufen. Nikos Romanos war am Abend des 6. Dezember 2008 mit Alexis im Athener Stadtteil Exarchia unterwegs, als ein Bulle entschied, das Leben seines Freundes Alexis zu beenden. Er wurde später von den Bullen wegen eines Banküberfalls festgenommen, übelst misshandelt und zu sechszehn Jahren Haft verurteilt.

Im letzten Jahr standen die alljährlichen Demos und Aktionen am 6. Dezember in Erinnerung an den Mord an Alexis Grigoropoulos ganz im Zeichen des Hungerstreiks von Nikos Romanos. Athen sah einige Tage vor dem 6. Dezember die größte anarchistisch/ antiautoritäre Demo seit Jahren mit über 10.000 Menschen, am 6. Dezember selber kam es in Exarchia zu schweren riots, bei dem die Bullen u.a. von den Hausdächern aus massiv eingedeckt wurden.

Heute nun sind alleine in Athen über 5.000 Bullen von der „sozialistischen Frühlings- Regierung“ auf die Straßen geschickt worden, um das Bestehende zu verteidigen. Die „traditionelle Schüler/Studentendemo“ ist mittlerweile zu Ende gegangen, bis auf einige kleinere Geschichten ist es ruhig geblieben. Für 18.00 Uhr Ortszeit ist die zentrale Demo angekündigt, die am Polytechnikum starten wird. In Saloniki ist die zentrale Demo mittlerweile beendet, am Ende gab es Barrikadenbau und Zusammenstöße mit den pigs, Mollis sind auf Banken und öffentliche Gebäude geflogen.
In Exarchia selber brennen schon seit zwei Tagen die Nächte, werden die Bullen mit Mollis bedacht.

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