Renata Zezlana ist eine polnische Anarchistin und Veganerin. Sie studierte in Holland, bis sie im April von der holländischen Polizei unter extremster Brutalität verhaftet und in den Knast gesteckt wurde. Sie wurde verprügelt und erniedrigt, ihr wurde veganes Essen und in den ersten 2 Tagen Trinkwasser verweigert. Sie wurde unter schlimmsten Bedingungen in einer Arrestzelle gefangen gehalten. Bis sie schließlich in den Knast in Evertsoord verlegt wurde. Das ist auch ihre aktuelle Adresse. Renata ist von den Geschehnissen traumatisiert und befürchtet eine Haftstrafe von 6 Jahren aufwärts, für den Versuchten Mord an einem Polizeibeamten.
Renata kommt aus Polen, und lebt in Holland um dort zu studieren. Renatas Wohnung grenzt an eine Baustelle für Abrissarbeiten . Schon am Beginn der Abrissarbeiten war es laufend zu Beschwerden gekommen. Sowohl wegen der Verschmutzung durch Asbest, als auch der Lärmbelästigung durch die Bohrmaschinen, welche Risse in den Wänden der angrenzenden Wohnungen zur Folge hatte. Das Abrisshaus und das Gebäude in welchem sich Renatas Wohnung befindet gehören derselben Firma, welche die StudentInnenwohnungen vermietet. Es wurde zwar versprochen, dass die Risse in den Wänden repariert werden, geschehen ist aber nichts.
Nach einem Besuch in Brighton, kam es nach ihrer Rückkehr nach Holland zu einer Auseinandersetzung mit den Arbeitern. Renata warf einen Stein gegen ein Baufahrzeug und es kam von Seiten der Arbeiter zu Handgreiflichkeiten. Eine halbe Stunde später standen die Bullen vor Renatas Wohnungstür. Bei ihrer Verhaftung griff Renata nach einem Küchenmesser und hielt es zwischen sich und den Bullen, der Bulle drehte ihr die Hand um und warf sie zu Boden, so dass Renata fast auf die Klinge fiel. Anschließen wurde sie mit Pfefferspray eingsprüht, und mit dem Kopf voran die Stiegen hinuntergeschleift. Im Einsatzwagen wurde Renata mit am Boden kniend, mit dem Gesicht im Sitz, mit Handschellen am Rücken und ohne Hose in eine Arrestzelle gebracht.
Ihr wurde nicht erlaubt selbst zu gehen. Renata zog sich bei der Verhaftung einige Verletzungen zu unter anderem eingeschnitte Handgelenke und mehrere Prellungen. Ihr wurde die Benutzung sanitärer Einrichtung verwährt, obwohl Renata zu dieser Zeit gerade ihre Periode hatte. Außerdem verweigerten ihr die Bullen veganes Essen, und sie bekam erst im Laufe des zweiten Tages Trinkwasser. Bei einer 15 minütigen Haftprüfung durch eine Klappe in der Zellentür wurde ihr erklärt, dass ihr Aufgrund des Vorwurfes des versuchten Mordes an einem Polizisten der Prozess gemacht werden würde. Renata wurde mitgeteilt sich für ihre Verlegung fertig zu machen. Da aber niemand kam, um sie abzuholen, zog Renata ihre blutbefleckten Sachen wieder aus und hüllte sich in eine Decke. Kurze Zeit später stießen die Bullen die Türe auf und stürzten sich auf sie. Sie zogen ihr einen Sack über den Kopf und fesselten ihre Beine mit Klebeband, ihre Hände wurden ihr mit Handschellen auf den Rücken gefesselt. Auf dem Weg in den Knast meinten die Bullen zu ihr: „Du hast es verschissen.“
Renata wurde lediglich mit einem T-shirt bekleidet, und von der Hüfte an nackt in das Gefängnisgebäude geführt, dort blieb sie vorerst weiter in Isolation. Die Bullen rechtfertigten dies mit Tuberkuloseverdacht, mit der Begründung dass sie aus Polen komme.
Im Knast wurde ihr ein Beruhigungsmittel verabreicht. Mittlerweile ist Renata nicht mehr in Isolation sie ist aber von den Geschehnissen schwer traumatisiert und befürchtet eine lange Haftstrafe. Sie hat ihre Prüfungen verpasst und ihren Job verloren, außerdem muss sie die Kosten für die Universität und den Sprachkurs zurückzahlen.
Ein Auszug aus einem der ersten Briefe aus dem Knast:
„He came into my home and threatened me with violence. I picked up the knife without thinking about what I was doing. Do I really deserve 6 years for trying to save my life? Is this justice? I reveived a beating, I was starved, refused water, tormented, ridiculed, kept in isolation, X-rayed and now locked up. When I am released I will have no education, no where to go, I will be in debt, mentally disturbed and physically destroyed. All because I wanted some peace and quiet in a flat I was paying a lot of rent for. I have lost all hope, I look in the mirror and see death in my eyes. I have lost weight. I'm just skin and bones. I don't know if I'm alive any more.“
Was Renata passiert ist kann fast allen von uns passieren. Es ist eine ganz normale Reaktion sich zu verteidigen. Renata braucht nun jede nur mögliche Art von Unterstützung. Für weitere Informationen:
http://free-renata-zelazna.webs.com/
http://breakallchains.blogspot.com/
Wenn Ihr Briefe oder Postkarten schreiben wollt, ihre aktuelle Adresse ist:
Renata Zelazna
Penitentiare Inrichting Ter Peel
T.A.V. Renata Zelazna 7138606 cel 1/10
Paterstraat 4
5977 NM Evertsoord
Netherlands
